Der Ritter der Könige

Der Ritter der Könige

by Sabrina Qunaj·Book 3 of 4
Softcover
4.213
MittelalterGerechtigkeitHistorischer RomanEroberung

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Description

Könige fordern seine bedingungslose Treue, doch er dient allein der Gerechtigkeit.

Wales im 12. Jahrhundert: Der junge Maurice de Prendergast wird im Haushalt des Constable of Pembroke, Haupt der einflussreichen Geraldine-Sippe, zum Ritter ausgebildet. Nicht nur seine Verlobung mit einer Tochter der Familie, sondern auch die enge Freundschaft zu Richard de Clare, dem Sohn des mächtigen Earl of Pembroke, verschafft ihm bald erbitterte Feinde. Maurice geht aber als Ritter seinen Weg, macht sich an Richards Seite im englischen Bürgerkrieg verdient und spielt eine entscheidende Rolle bei der Eroberung Irlands. Doch als man eine junge Frau aus seiner Vergangenheit in den Krieg hineinzieht, wird seine Loyalität auf eine harte Probe gestellt ...

Book Information

Main Genre
Historical Novels
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
704
Price
13.40 €

Author Description

Sabrina Qunaj wurde im November 1986 geboren und wuchs in einer Kleinstadt der Steiermark auf. Nach der Matura an der Handelsakademie arbeitete sie als Studentenbetreuerin in einem internationalen College für Tourismus, ehe sie eine Familie gründete und das Schreiben zum Beruf machte. Sabrina Qunaj lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Steiermark.

Posts

6
All
5

Ein Perspektivwechsel, der überzeugt

Mit Der Ritter der Könige zeigt Sabrina Qunaj erneut, wie fesselnd historische Romane sein können – selbst für Leser, die dieses Genre eigentlich weniger bevorzugen. Wie schon bei den vorherigen Bänden hat mich vor allem ihr Schreibstil überzeugt. Die Geschichte ist lebendig, spannend und mit viel Gespür für Details erzählt. Die historischen Hintergründe wirken durchdacht und verleihen der Handlung eine besondere Tiefe, während die Charaktere vielschichtig und greifbar bleiben. Dieses Mal steht mit Maurice de Prendergast eine männliche Perspektive im Mittelpunkt – ein deutlicher Unterschied zu den vorherigen Teilen der Reihe. Gerade deshalb war ich besonders gespannt, wie sich dieser Wechsel anfühlen würde. Und tatsächlich: Auch hier gelingt es der Autorin mühelos, eine authentische und interessante Figur zu erschaffen, deren Entwicklung man gerne verfolgt. Maurice ist ein komplexer Charakter, dessen Weg spannende Einblicke bietet und die Geschichte auf eine neue Weise erweitert. Der Perspektivwechsel bringt frischen Wind in die Reihe, ohne dabei die gewohnte Tiefe und Atmosphäre zu verlieren. Für mich bleibt es dabei: Obwohl historische Romane normalerweise nicht mein bevorzugtes Genre sind, schafft es Sabrina Qunaj immer wieder, mich vollkommen in ihre Geschichten hineinzuziehen. Ein weiterer starker Band, der die Reihe gelungen fortführt – und definitiv die Vorfreude auf den abschließenden vierten Teil steigert.

5

Mit „Der Ritter der Könige“ entführt uns die Autorin Sabrina Qunaj nun schon zum dritten Mal in die Welt der Geraldines. Erschienen ist der Roman Mitte Februar 2016 im Goldmann-Verlag. Auch wenn man die Vorgängerbände nicht gelesen hat, kann man diesen Roman lesen, denn es handelt sich um eine eigenständige Geschichte. Wales im 12. Jahrhundert: Maurice de Prendergast wächst im Haushalt des Constable of Pembroke, eines Geraldine, auf. Dort wird er gemeinsam mit Meilyr FitzHenry und Richard de Clare, dem Sohn des Earl of Pembroke, zum Ritter ausgebildet. Schnell entsteht eine tiefe Freundschaft zwischen Maurice und Richard. An Richards Seite macht er sich im englischen Bürgerkrieg verdient und spielt eine wichtige Rolle bei der Eroberung Irlands. Doch ihre Freundschaft soll noch auf eine harte Probe gestellt werden. In ihrem dritten Geraldine-Roman lässt uns Sabrina Qunaj erstmals am Schicksal eines männlichen Hauptprotagonisten teilhaben. Genau wie in den Vorgängerbänden gelingt ihr dies wieder grandios. Ich war von Anfang an in der Geschichte drin und habe sehr mit den Personen im Buch mitgefiebert. Auch die Nebencharaktere sind liebevoll gezeichnet und einige davon wachsen einem schnell ans Herz. Natürlich gibt es aber auch Personen, die man nicht mag und an deren Seite man sich mit Maurice zusammen unwohl fühlen kann. Der Roman hatte wirklich eine ganze Fülle an Gefühlen zu bieten: Liebe, freundschaftliche Verbundenheit, Loyalität, Treue, Schmerz, Verlust und noch vieles mehr. Ich hatte beim Lesen die ganze Zeit einen Film im Kopf und konnte mir bei dem bildhaften und flüssigem Schreibstil alles sehr gut vorstellen. Besonders erwähnen möchte ich hier auch noch, wie geschickt die Autorin die schwierigen Verwandtschaftsverhältnisse in den Text eingebaut hat. Von dem umfangreichen Personenverzeichnis und den Stammbäumen am Anfang des Buches sollte man sich also nicht abschrecken lassen. Für mich auch ein großer Pluspunkt dieser Autorin ist es, das wieder mal ein großer Teil, der im Personenverzeichnis aufgelisteten Personen, historisch belegt ist. Auch die Hauptperson ist wie schon in den vorherigen Bänden historisch belegt. Dies finde ich eine große Stärke der Autorin. Auch wenn ich ein wenig traurig war im Nachwort zu lesen, dass eigentlich recht wenig über das Leben der Hauptperson bekannt ist und somit natürlich auch einiges dazu erfunden worden ist. Denn alles in dem Buch ist so lebendig beschrieben, dass man sich kaum vorstellen kann, dass es anders abgelaufen sein könnte. Ich habe dieses Buch in einer gemeinsamen Leserunde mit der Autorin gelesen, wo man erst recht gemerkt hat, wie viel Herzblut in diesem Roman steckt. Aber die ausführliche und umfangreiche Recherche merkt man dem Buch auch so in jeder Zeile an. Für mich steht nach dem dritten sehr guten historischen Roman in Folge auf jeden Fall fest, dass auch jeder weitere historische Roman gekauft wird. Fazit: Ein historischer Roman so wie ich ihn mir wünsche. Spannend, mitreißend und gut recherchiert. Eine klare Leseempfehlung von mir (insbesondere für Leser, die auch Rebecca Gablé gerne mögen ;) )

5

Wieder ein richtig faszinierender historischer Roman der Geraldines. Maurice hatte mein Herz im Sturm erobert. Er war schon eine tolle Persönlichkeit 🥰 Wie immer flogen die Seiten nur so dahin - man merkt den Wälzer kaum ☺️

3

Der Ritter der Könige erzählt seine Geschichte aus einer ungewöhnlich erfrischenden Perspektive: jener eines Mannes, der in eine mächtige Familie einheiratet und sich plötzlich zwischen Pflicht, Loyalität und persönlichen Konflikten behaupten muss. Diese Sichtweise verleiht dem Roman eine interessante Tiefe und einen angenehm anderen Ton, als man es aus klassischen Ritter- und Hofgeschichten gewohnt ist. Das Buch nimmt sich Zeit für politische Entwicklungen und kriegerische Spannungen, was anfangs etwas langatmig wirken kann... besonders, wenn man auf emotionale oder persönliche Szenen wartet. Doch gerade diese politischen Intrigen und die komplexen Verflechtungen zwischen den Parteien geben der Handlung ihr Gewicht und formen die Figuren glaubhaft. Mit der Verlagerung der Ereignisse nach Irland dreht die Geschichte spürbar auf: Sie wird dynamischer, atmosphärischer und deutlich fesselnder. Besonders die zwischenmenschlichen Beziehungen, Reibungen und Loyalitätsfragen tragen dazu bei, dass man den Figuren näherkommt... ob man sie nun sympathisch findet oder ihnen am liebsten das Schwert aus der Hand schlagen würde. Zum Ende hin schafft der Roman es, alle Fäden zufriedenstellend zusammenzuführen. Die Charaktere finden auf ihre eigene Weise ihren Weg, manche überraschend, manche konsequent... und das Ergebnis fühlt sich stimmig und rund an. Der Ritter der Könige ist ein Roman, der Geduld belohnt: politisch dicht, charaktergetrieben und voller wirkungsvoller Momente. Wer historische Settings mit persönlicher Dramatik mag, findet hier eine solide, atmosphärische Lektüre.

5

Buchrezension zu "Der Ritter der Königin" von Sabrina Qunaj Erster Satz des Buches: "Sein Tod war gewiss." Wir befinden uns im 12. Jahrhundert und treffen auf Maurice de Pendergast. Er lebt im Haushalt vom strengen Constable of Pembroke als Knappe und bekommt dort seine Ausbildung zum Ritter. Maurice ist ein Junge mit viel Ehre, einem ausgeprägten Gerechtigkeitsgefühl und er glaubt unerschütterlich an das Gute im Menschen. Während seiner schwierigen Ausbildungszeit auf Pembroke lernt er Meilyr FitzHenry kennen und den Sohn vom Earl of Pembroke, Richard de Clare, es bilden sich Freundschaften fürs Leben. Außerdem begegnet Maurice einem mysteriösen Mädchen namens Niah, deren Spuren er über die Jahre verfolgt. Zum Ritter geschlagen kämpft der junge Mann an der Seite von seinem Freund Richard und er muss sich immer wieder Beweisen, seien es Feinde oder Freunde, die sich ihm in den Weg stellen und seine Loyalität, aber auch Geduld auf die Probe stellen. Wir reisen mit Maurice zum englischen Bürgerkrieg und kämpfen in Irland. Doch welche Seite ist die Richtige? Und was bedeutete die Weissagung von Niah? Zum Cover. Das Aussehen des Buches ähnelt den beiden anderen Bändern der Reihe, hier befindet sich ein Wappen im dunklen Grün gehalten, wie auch die Schrift. Wenn man drüberfährt, merkt man das beides sich abhebt. Das Cover ist passend zu der Zeit und sieht sehr gut aus. Macht sich toll im Regal! „Der Ritter der Könige“ ist der dritte Band der Geraldine-Serie und kann eigenständig gelesen werden ohne die beiden anderen Bücher zu kennen. Die Autorin schreibt sehr fesselnd und die fast 700 Seiten lassen sich wie im Flug lesen. Man wird mit vielen historischen Fakten konfrontiert, aber sie sind so gut in den Roman verwoben worden, dass es nicht langatmig wird oder viel zu kompliziert. Die Geschichte lässt sich durchgehend flüssig lesen und man gerät immer wieder an spannende Stellen. Über die Seiten hinweg lernt man einige Charaktere kennen. Doch es gibt eine Ahnentafel und ein Personenverzeichnis, was für den Anfang sehr hilfreich war. Dazu kommt noch eine Kartographie zu Beginn des Buches. Die Hauptperson ist Maurice de Pendergast, den man von seinen Anfängen als Knappe verfolgt bis zu seinen Taten als Ritter. Er ist von Anfang an ein wunderbarer Charakter, ein pflichtbewusster Junge, der sich Gedanken um die Menschen um ihn herum macht und versucht es jedem recht zu machen. Es war mir eine sehr große Freude die ganze Zeit an seiner Seite zu sein und die Entwicklung von ihm zu erleben. Alles wurde immer so detailreich erzählt, dass es ein leichtes war sich in den Charakter einzufinden. Eine wichtige Rolle spielt ebenfalls Richard de Clare, der versucht es seinem Vater „Strongbow“ recht zu machen und der beste Freund von Maurice wird. Es begegnen noch viele weitere spannende, vielfältige Charaktere, gute als auch böse und jeder wird sehr genau beschrieben, was alles sehr lebensecht erscheinen lässt. Zum Schluss lässt sich sagen, dass dieses Buch alles hat was man von einem tollen historischen Roman erwartet. Der Leser bekommt Liebe, Kämpfe, Macht und Intrigen geliefert. Es kommt immer wieder Spannung auf und die Beschreibungen sei es von Charakteren oder der Landschaft lässt einen wunderbar in den Roman eintauchen. Es ist absolut empfehlenswert für jeden Fan von historischen Romanen oder für die, die es werden wollen.

4

Weiter geht es in der historischen Reihe von Sabrina Qunaj zur Abwechslung mal mit einem Mann: Maurice de Prendergast. Über seine Ausbildung zum Ritter, seine Heirat mit der Geraldine Elizabeth und seine Reise nach Irland erzählt dieses Buch. Auch im dritten Teil ihrer historischen Reihe bleibt sich Sabrina Qunaj treu, bringt aber trotzdem einige interessante neue Aspekte mit hinein. Das beginnt schon beim Protagonisten Maurice de Prendergast. Denn: Er ist einerseits kein Waliser, sondern Flame. Und er ist kein Geraldine, sondern heiratet gewissermaßen in die Dynastie ein. Das bringt eine gewisse Distanz zu den anderen beiden Vorgängerromanen. Diese wird aber dadurch ausgeglichen, dass beiläufig der Walisische Freiheitskampf thematisiert wird, der in “Das Blut der Rebellin” stark im Fokus war. Hier wird die Gegenseite, also die Sicht der Normannen und Flamen eingenommen. Zudem wird zum ersten Mal überhaupt das walisische bzw. britische Gebiet verlassen, denn ein Teil der Handlung spielt in Irland. Interessant ist auch, dass das Buch auffallend detaillierte Liebesszenen hat, auch vor deutlichen Sexszenen wurde nicht halt gemacht. Sonst kenne ich Sabrina Qunaj da eher zurückhaltender, dazu muss ich sagen, dass ich diesen Stil von ihr gewöhnungsbedürftig finde, aber dennoch nicht gänzlich ablehne. Sonst bietet sich die Kost, die man auch von den beiden Vorgängern gewohnt ist, eine bunte Mischung aus Kriegen, Liebe und Politik und einem stetigen Wechsel aus Hochs und Tiefs. Wo steht also “Der Ritter der Könige” bei mir? Ziemlich exakt in der Mitte, es übertrifft für mich das doch recht kriegslastige und düstere “Das Blut der Rebellin”, der erste Band der Reihe, “Die Tochter des letzten Königs”, bleibt aber weiterhin ungeschlagen. Starke 4 Sterne also, die man, je nach Standpunkt, auch als schwache 5 bzw. 4,5 lesen kann.

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