Der Mann, der vom Himmel fiel
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Description
Book Information
Author Description
Walter Tevis (1928–1984) war ein amerikanischer Schriftsteller. Nachdem er als junger Mann im Zweiten Weltkrieg im Pazifik gedient hatte, studierte er Literatur an der University of Kentucky und arbeitete lange Jahre als Lehrer und Universitätsdozent, ehe er freier Schriftsteller wurde. Von seinen Romanen wurden mehrere hochkarätig verfilmt (›Die Haie der Großstadt‹ mit Paul Newman, ›Die Farbe des Geldes‹ mit Tom Cruise, ›Der Mann, der vom Himmel fiel‹ mit David Bowie und neu als Serie mit Chiwetel Ejiofor). Seit dem weltweiten Erfolg der Netflixserie ›Das Damengambit‹ mit Anya Taylor-Joy wird sein Werk wiederentdeckt.
Posts
Thomas Jerome Newton kommt von einem anderen Planeten. Sein hoch entwickeltes, kriegerisches Volk hat sich dort seiner Ressourcen beraubt und so wurde Newton auf die Erde gesandt, um seinem Volk zu helfen. Er soll verhindern, dass Kriege auch noch die Erde zerstören und dann seine Leute nachholen. Doch je länger Newton auf der Erde ist, desto mehr überkommen ihn störende menschliche Gefühle. Er bekommt starke Zweifel daran, ob es gut ist, sein Volk auf die Erde zu holen ... Tevis regt mit diesem Buch sehr zum Nachdenken an und ich mag seine klare Sprache. Leider konnte er mich aber nicht ganz so sehr mitreißen, wie ich es mir erhofft hatte.
Nachdem mich „Dambengambit“ total überrascht hat und zu meinen absoluten Lieblingsbüchern gehört, hatte ich mich sehr auf ein weiteres Buch von Walter Tevis gefreut. Vielleicht waren dadurch meine Ansprüche zu hoch, aber leider konnte mich „Der Mann, der vom Himmel fiel“ nicht in seinen Bann ziehen. Die Erstauflage erschien 1963, was man an den technischen Errungenschaften merkt, die einem heutzutage komplett normal erscheinen. Insgesamt ist mir alles etwas zu langatmig.
Ich bin oft ein wenig unkritischer und wohlmeinender als andere Leserinnen und Leser, weshalb ich 5 Sterne vergebe. Tevis lässt uns durch einen Außerirdischen, der die gesamte Menschheit intellektuell und vielleicht auch moralisch in die Westentasche stecken kann, einen Blick auf uns werfen, und ich werde niemanden überraschen, wenn ich verrate, dass es nicht schön ist, was wir durch ihn sehen. Da hilft es auch nichts, dass die Menschen ihm das Augenlicht nehmen ...
Ein Buch von 1963, das brandaktuell ist. Walter Tevis hat keine Eile. Er nimmt sich richtig viel Zeit für die Schau auf die Menschheit im Bombenbastelwahn und ihrer Zerstörungswut. In großen Teilen verhandelt er die Themen in der Gedankenwelt der Protagonisten, wie sie die Welt wahrnehmen, beobachten, sich selbst dort einordnen, sich hinterfragen. Dabei wird derbe was an Hochprozentigem weggeschluckt, während Tevis uns auf harte psychologische Verhandlungen mitnimmt und insbesondere aus dem Bereich der Ethik einiges durchspielt. Tja das Ende, keine Ahnung
Beschreibung Aus dem Nichts taucht ein seltsamer Fremder in Kentucky auf. Thomas Jerome Newton wurde, nachdem sein eigener Planet zu einem Ödland geworden ist und das Überleben dort nicht mehr länger möglich ist, völlig auf sich alleine gestellt, auf einer Rettungsmission zur Erde geschickt. In Zusammenarbeit mit seinem Patentanwalt Farnsworth vermarktet Newton die fortgeschrittene Technologie der Antheaner und fährt mit seinem Unternehmen millionenschwere Gewinne ein. Die Technologie und das mysteriöse Wesen von Newton ziehen das Interesse des Wissenschaftlers Nathan Bryce und der aufgeweckten Betty Jo auf sich, welche schließlich für ihn arbeiten und zu Freunden werden. Newtons Rettungsplan gerät jedoch durch eine von der Einsamkeit auf der Erde hervorgerufene Depression und Alkoholmissbrauch in Gefahr… Meine Meinung Nachdem ich von Walter Tevis Romanvorlage »Das Damengambit« zur erfolgreichen Netflixserie mit Anya Taylor‑Joy so begeistert war, habe ich mich riesig gefreut, dass mit »Der Mann, der vom Himmel fiel« ein weiterer Roman von Tevis in neuer Übersetzung veröffentlicht wurde. Die Science-Fiction-Story mit stark philosophischen Vibes wurde bereits Ende der 1970er Jahre cineastisch umgesetzt, mit David Bowie in der Hauptrolle des außerirdischen Thomas Jerome Newton. In den späten 1980er Jahren wurde der Romanstoff unter dem Titel ›Der Mann, der auf die Erde fiel‹ neu interpretiert und ist jüngst als Serie aufgelegt worden. Alle Vorbereitungen konnten den von Anthea stammenden Thomas Jerome Newton nicht auf die Realität auf der Erde mit ihren Bewohnern und Bewohnerinnen vorbereiten. Er ist fassungslos, wie hemmungslos die Menschheit mit den Wundern der Natur umgeht und zugleich fasziniert von den überwältigenden Gefühlen, die er für seine neu gefundenen Freunde Betty Yo und Nathan Bryce empfindet und das, obwohl die Menschen mit ihrem zurückgebliebenen Intellekt im Vergleich zu seiner Spezies eher Affen gleichkommen. Von den Lastern der Menschen verführt, und die endgültige Einsamkeit als Einziger seiner Art auf der Erde verspürend, kommt Newton von seinem Rettungsplan schließlich ab und fällt angesichts der zerstörerischen Art unserer Spezies zunehmend depressiv. Als Newtons Andersartigkeit nicht länger ein Geheimnis ist, wird er von FBI und CIA immer wieder verhört, gründlichst untersucht und schlussendlich verletzt. Jahre später findet ihn sein ehemaliger Freund und Wissenschaftler Nathan Bryce und bittet ihn darum, die Menschen zu retten. Ob Newton uns als würdig erachtet, um gerettet zu werden, liest man am besten einfach selbst im großartigen Roman von Walter Tevis nach. Fazit Ein absolut atmosphärischer Zukunftsroman aus den 1960er Jahren, der heute immer noch Aktualität besitzt und somit ein zeitloses Werk ist. Walter Tevis gelingt es, mit seiner Story die eigene Gedankenwelt anzuregen wie kein anderer. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 06.09.2022
Ich mochte den Schreibstil sehr, die verschiedenen Perspektiven. Ich habe das Gefühl, ich habe selten win Buch gelesen, in dem ein Charakter zu Beginn genau weiss was er tut und was sein Plan ist, und am Ende das komplette Gegenteil der Fall ist. Alle Hauptcharaktere wirken irgendwie verloren und am Meisten verliert sich T.J. Newton, man sieht ihm gewissermassen dabei zu, wie er immer depressiver wird, wobei er groteskerweise gleichzeitig immer erdolgreicher und reicher wird. Ich mochte den Charakter irgendwie, auch wenn man seine Gefühle nicht so recht durchschaut. Die Menschheit wirkt sehr abstossend, vor allem die Verhörmethoden der CIA und FBI, allgemein wie mit ihm als fremdem Lebewesen umgegangen wird, viele schlechte Eigenschaften der Menschheit sehr gut dargestellt. Nur der Plan einer anscheinend so intelligenten Spezies fand ich dafür etwas sehr kompliziert und aufwändig - als ob ihnen nichts besseres eingefallen ist. Und etwas nervig war auch die Redeweise über Homosexuelle und dass das erste was kommentiert wurde, wenn eine Frau auftauchte, ihr Körper/ihre Anziehungskraft war.
Walter Tevis Roman „Der Mann, der vom Himmel fiel“ erschien bereits 1963 und wurde nun neu übersetzt. Obwohl die Geschichte knapp 60 Jahre alt ist, wirkt sie immer noch sehr zeitlos: Erzählt wird aus dem Leben von Thomas Jerome Newton – einem Außerirdischen vom Planeten Anthea. Auf der Erde versucht Newton Raumschiff für seine Rückkehr zu bauen, um die Bewohner seines Heimatplaneten zu retten. Dabei versucht er sich bestmöglich an das irdische Leben anzupassen. Das Buch lässt sich sehr gut lesen, der Schreibstil ist sehr flüssig, dennoch fiel es mir zu Beginn etwas schwer in die Geschichte einzutauchen und ich war erst gegen Ende des Buches richtig gefesselt. Dennoch hat mir gefallen, dass es kein typischer SciFi-Roman mit „Außerirdischen und Raumschiffen“ ist. Besonders die Probleme und Ängste Newton werden sehr gut dargestellt, sodass das Buch nicht nur etwas für SciFi-Fans ist.
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Walter Tevis (1928–1984) war ein amerikanischer Schriftsteller. Nachdem er als junger Mann im Zweiten Weltkrieg im Pazifik gedient hatte, studierte er Literatur an der University of Kentucky und arbeitete lange Jahre als Lehrer und Universitätsdozent, ehe er freier Schriftsteller wurde. Von seinen Romanen wurden mehrere hochkarätig verfilmt (›Die Haie der Großstadt‹ mit Paul Newman, ›Die Farbe des Geldes‹ mit Tom Cruise, ›Der Mann, der vom Himmel fiel‹ mit David Bowie und neu als Serie mit Chiwetel Ejiofor). Seit dem weltweiten Erfolg der Netflixserie ›Das Damengambit‹ mit Anya Taylor-Joy wird sein Werk wiederentdeckt.
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Thomas Jerome Newton kommt von einem anderen Planeten. Sein hoch entwickeltes, kriegerisches Volk hat sich dort seiner Ressourcen beraubt und so wurde Newton auf die Erde gesandt, um seinem Volk zu helfen. Er soll verhindern, dass Kriege auch noch die Erde zerstören und dann seine Leute nachholen. Doch je länger Newton auf der Erde ist, desto mehr überkommen ihn störende menschliche Gefühle. Er bekommt starke Zweifel daran, ob es gut ist, sein Volk auf die Erde zu holen ... Tevis regt mit diesem Buch sehr zum Nachdenken an und ich mag seine klare Sprache. Leider konnte er mich aber nicht ganz so sehr mitreißen, wie ich es mir erhofft hatte.
Nachdem mich „Dambengambit“ total überrascht hat und zu meinen absoluten Lieblingsbüchern gehört, hatte ich mich sehr auf ein weiteres Buch von Walter Tevis gefreut. Vielleicht waren dadurch meine Ansprüche zu hoch, aber leider konnte mich „Der Mann, der vom Himmel fiel“ nicht in seinen Bann ziehen. Die Erstauflage erschien 1963, was man an den technischen Errungenschaften merkt, die einem heutzutage komplett normal erscheinen. Insgesamt ist mir alles etwas zu langatmig.
Ich bin oft ein wenig unkritischer und wohlmeinender als andere Leserinnen und Leser, weshalb ich 5 Sterne vergebe. Tevis lässt uns durch einen Außerirdischen, der die gesamte Menschheit intellektuell und vielleicht auch moralisch in die Westentasche stecken kann, einen Blick auf uns werfen, und ich werde niemanden überraschen, wenn ich verrate, dass es nicht schön ist, was wir durch ihn sehen. Da hilft es auch nichts, dass die Menschen ihm das Augenlicht nehmen ...
Ein Buch von 1963, das brandaktuell ist. Walter Tevis hat keine Eile. Er nimmt sich richtig viel Zeit für die Schau auf die Menschheit im Bombenbastelwahn und ihrer Zerstörungswut. In großen Teilen verhandelt er die Themen in der Gedankenwelt der Protagonisten, wie sie die Welt wahrnehmen, beobachten, sich selbst dort einordnen, sich hinterfragen. Dabei wird derbe was an Hochprozentigem weggeschluckt, während Tevis uns auf harte psychologische Verhandlungen mitnimmt und insbesondere aus dem Bereich der Ethik einiges durchspielt. Tja das Ende, keine Ahnung
Beschreibung Aus dem Nichts taucht ein seltsamer Fremder in Kentucky auf. Thomas Jerome Newton wurde, nachdem sein eigener Planet zu einem Ödland geworden ist und das Überleben dort nicht mehr länger möglich ist, völlig auf sich alleine gestellt, auf einer Rettungsmission zur Erde geschickt. In Zusammenarbeit mit seinem Patentanwalt Farnsworth vermarktet Newton die fortgeschrittene Technologie der Antheaner und fährt mit seinem Unternehmen millionenschwere Gewinne ein. Die Technologie und das mysteriöse Wesen von Newton ziehen das Interesse des Wissenschaftlers Nathan Bryce und der aufgeweckten Betty Jo auf sich, welche schließlich für ihn arbeiten und zu Freunden werden. Newtons Rettungsplan gerät jedoch durch eine von der Einsamkeit auf der Erde hervorgerufene Depression und Alkoholmissbrauch in Gefahr… Meine Meinung Nachdem ich von Walter Tevis Romanvorlage »Das Damengambit« zur erfolgreichen Netflixserie mit Anya Taylor‑Joy so begeistert war, habe ich mich riesig gefreut, dass mit »Der Mann, der vom Himmel fiel« ein weiterer Roman von Tevis in neuer Übersetzung veröffentlicht wurde. Die Science-Fiction-Story mit stark philosophischen Vibes wurde bereits Ende der 1970er Jahre cineastisch umgesetzt, mit David Bowie in der Hauptrolle des außerirdischen Thomas Jerome Newton. In den späten 1980er Jahren wurde der Romanstoff unter dem Titel ›Der Mann, der auf die Erde fiel‹ neu interpretiert und ist jüngst als Serie aufgelegt worden. Alle Vorbereitungen konnten den von Anthea stammenden Thomas Jerome Newton nicht auf die Realität auf der Erde mit ihren Bewohnern und Bewohnerinnen vorbereiten. Er ist fassungslos, wie hemmungslos die Menschheit mit den Wundern der Natur umgeht und zugleich fasziniert von den überwältigenden Gefühlen, die er für seine neu gefundenen Freunde Betty Yo und Nathan Bryce empfindet und das, obwohl die Menschen mit ihrem zurückgebliebenen Intellekt im Vergleich zu seiner Spezies eher Affen gleichkommen. Von den Lastern der Menschen verführt, und die endgültige Einsamkeit als Einziger seiner Art auf der Erde verspürend, kommt Newton von seinem Rettungsplan schließlich ab und fällt angesichts der zerstörerischen Art unserer Spezies zunehmend depressiv. Als Newtons Andersartigkeit nicht länger ein Geheimnis ist, wird er von FBI und CIA immer wieder verhört, gründlichst untersucht und schlussendlich verletzt. Jahre später findet ihn sein ehemaliger Freund und Wissenschaftler Nathan Bryce und bittet ihn darum, die Menschen zu retten. Ob Newton uns als würdig erachtet, um gerettet zu werden, liest man am besten einfach selbst im großartigen Roman von Walter Tevis nach. Fazit Ein absolut atmosphärischer Zukunftsroman aus den 1960er Jahren, der heute immer noch Aktualität besitzt und somit ein zeitloses Werk ist. Walter Tevis gelingt es, mit seiner Story die eigene Gedankenwelt anzuregen wie kein anderer. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 06.09.2022
Ich mochte den Schreibstil sehr, die verschiedenen Perspektiven. Ich habe das Gefühl, ich habe selten win Buch gelesen, in dem ein Charakter zu Beginn genau weiss was er tut und was sein Plan ist, und am Ende das komplette Gegenteil der Fall ist. Alle Hauptcharaktere wirken irgendwie verloren und am Meisten verliert sich T.J. Newton, man sieht ihm gewissermassen dabei zu, wie er immer depressiver wird, wobei er groteskerweise gleichzeitig immer erdolgreicher und reicher wird. Ich mochte den Charakter irgendwie, auch wenn man seine Gefühle nicht so recht durchschaut. Die Menschheit wirkt sehr abstossend, vor allem die Verhörmethoden der CIA und FBI, allgemein wie mit ihm als fremdem Lebewesen umgegangen wird, viele schlechte Eigenschaften der Menschheit sehr gut dargestellt. Nur der Plan einer anscheinend so intelligenten Spezies fand ich dafür etwas sehr kompliziert und aufwändig - als ob ihnen nichts besseres eingefallen ist. Und etwas nervig war auch die Redeweise über Homosexuelle und dass das erste was kommentiert wurde, wenn eine Frau auftauchte, ihr Körper/ihre Anziehungskraft war.
Walter Tevis Roman „Der Mann, der vom Himmel fiel“ erschien bereits 1963 und wurde nun neu übersetzt. Obwohl die Geschichte knapp 60 Jahre alt ist, wirkt sie immer noch sehr zeitlos: Erzählt wird aus dem Leben von Thomas Jerome Newton – einem Außerirdischen vom Planeten Anthea. Auf der Erde versucht Newton Raumschiff für seine Rückkehr zu bauen, um die Bewohner seines Heimatplaneten zu retten. Dabei versucht er sich bestmöglich an das irdische Leben anzupassen. Das Buch lässt sich sehr gut lesen, der Schreibstil ist sehr flüssig, dennoch fiel es mir zu Beginn etwas schwer in die Geschichte einzutauchen und ich war erst gegen Ende des Buches richtig gefesselt. Dennoch hat mir gefallen, dass es kein typischer SciFi-Roman mit „Außerirdischen und Raumschiffen“ ist. Besonders die Probleme und Ängste Newton werden sehr gut dargestellt, sodass das Buch nicht nur etwas für SciFi-Fans ist.


















