Der Herr des Turmes
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Description
»Das Lied des Blutes« hat viele Leser in eine faszinierende Fantasywelt voller Geheimnisse, Gefahren und religiöser Konflikte geführt. Im zweiten Band der Rabenschatten-Trilogie muss Vaelin al Sorna erkennen, dass es vor dem Schicksal kein Entrinnen gibt.
Vaelin al Sorna kehrt aus den Schlachten zurück und die schwere Bürde der Erinnerung lastet auf ihm. Nie wieder will er töten. Zu viele haben in König Janus’ Krieg ihr Leben gelassen. Nicht nur, dass er für viele, die überlebt haben, das Ziel ihrer Rachegelüste ist. Zum Turmherrn der Nordlande ernannt, möchte er fern aller Intrigen Ruhe finden. Doch der neue König ist schwach und die Feinde des Reiches schmieden ein Bündnis, das mehr und mehr an Macht gewinnt. Wird Vaelin al Sorna, der das Töten hasst und in seiner Loyalität hin und her gerissen ist, doch wieder zum Schwert greifen?
Book Information
Author Description
Anthony Ryan ist New York Times-Bestsellerautor. Aus seiner Feder stammen die Rabenschatten-Romane: Das Lied des Blutes, Der Herr des Turmes und Die Königin der Flammen. Außerdem verfasste er die Draconis Memoria-Serie. Anthony Ryan lebt in London, wo er an seinem nächsten Buch arbeitet.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Vaelin al Sorna kehrt aus den Schlachten zurück und die schwere Bürde der Erinnerung lastet auf ihm. Nie wieder will er töten. Zu viele haben in König Janus’ Krieg ihr Leben gelassen. Nicht nur, dass er für viele, die überlebt haben, das Ziel ihrer Rachegelüste ist. Zum Turmherrn der Nordlande ernannt, möchte er fern aller Intrigen Ruhe finden. Doch der neue König ist schwach und die Feinde des Reiches schmieden ein Bündnis, das mehr und mehr an Macht gewinnt. Wird Vaelin al Sorna, der das Töten hasst und in seiner Loyalität hin und her gerissen ist, doch wieder zum Schwert greifen? Ich bin so froh diese Reihe gerade zu lesen,sie ist genau das was ich gerade brauche.

Solider Mittelband, der jetzt nicht vollends begeistern konnte.
Viele mussten in König Janus' Krieg ihr Leben lassen. Freunde wie Feinde. Vaelin al Sorna kehrt mit der Bürde dieser Erinnerungen zurück. Einer Bürde, die so schwer auf ihm lastet und ihn zu erdrücken droht. Seine Brüder, seine Freunde, sie alle sind tot - gefallen in diesem sinnlosen Krieg. Doch leider wohnt dem neuen König nicht die Kraft seines Vaters inne, und so ziehen sich die Mächte erneut zusammen, um die Königslande mit Blut zu überziehen... "Der Herr des Turmes" aus der Feder von Anthony Ryan ist der undankbare zweite Band seiner Rabenschatten-Trilogie. Undankbar, weil dieser zweite Band eher die Figuren an seine Positionen schiebt, als viel Geschichte zu erzählen. Was dazu führt, dass Ryan hier zwar einiges zu erzählen hat, aber inhaltlich auch wieder nicht und der Spannungsbogen daher eher flach bleibt. Zwischendurch gibt es aber auch einige tolle Szenen, die mehr sehr gut gefallen haben und die mich wieder mehr mitfiebern ließen. Insgesamt ist es ein solider Mittelband, der in erster Linie der Vorbereitung auf das weitere Geschehen zu dienen scheint. Übersetzt aus dem Englischen von Hannes Riffel und Birgit Maria Pfaffinger

Mehr Krieg, mehr Blut, mehr Fanatismus,
"Ich habe sie getan, weil ich sie zu jenem Zeitpunkt für richtig und gerechtfertigt hielt, aber jetzt bin ich mir nicht mehr sicher. Jetzt frage ich mich, ob ich meinen Zorn mit Recht und Mord mit Gerechtigkeit verwechselt habe." Anthony Ryan hat es wieder getan! Mit Herr der Türme, dem zweiten Band der Rabenschatten-Trilogie, liefert er eine epische Fortsetzung, die sich gewaschen hat. Sein Schreibstil? Immer noch top! Die neuen Perspektiven? Endlich lernen wir andere Figuren besser kennen, anstatt nur in Vaelins Kopf herumzuwandern (auch wenn er natürlich immer noch der coolste ist). Der Krieg tobt, Religion und Fanatismus machen alles noch schlimmer, und unsere Hauptfiguren müssen ordentlich einstecken. Charakterentwicklung? Auf höchstem Level! Niemand bleibt, wie er war – außer vielleicht manche Fanatiker, die bleiben leider standhaft fanatisch. Was mich aber wurmt: Wo ist Sherin?! Im ersten Band war sie noch die großartige Heilerin, die ich richtig mochte – und jetzt? Einfach rausgeschrieben. Ich hatte gehofft, dass sie noch eine wichtige Rolle spielt, aber Pustekuchen. Trotzdem bleibt Herr der Türme ein starker Mittelteil der Reihe, der Fans düsterer, intelligenter Fantasy definitiv fesseln wird. Wer Krieg, Intrigen und gelentliche Denkqnstöße mag, ist hier genau richtig.
Vaelin Al Sornas Geschichte wird im zweiten Band der Rabenschatten-Trilogie fortgesetzt. Darin folgen wir den Ereignissen aus den Perspektiven verschiedener altbekannter Protagonisten. Jede der Figuren wird dabei detailreich beschrieben, ihre Handlungen und Entscheidungen sowie ihre Gedanken- und Gefühlswelt sind absolut authentisch und nachvollziehbar beschrieben. Die Welt in ihrem Ideen- und Detailreichtum ist wieder so wunderbar dargestellt, dass man beim Lesen förmlich darin versinkt. Die unterschiedlichen Länder und Gebiete, die die Hauptfiguren durchreisen, sowie die verschiedenen Völker und Kreaturen, die darin vorkommen, ergänzen die spannende Geschichte zu einem fantastischen Gesamtkunstwerk. Fantasievolle, spannende und sprachlich großartige Unterhaltung mit einem fiesen Cliffhanger! Den ersten Band sollte man vorher unbedingt gelesen haben.
"Darnel verkauft sich, während Mustor standhaft bleibt. Der Krieg stellt doch jedes Mal die Welt auf den Kopf" - Meister Graelin
Hm, ich weiß nicht so recht wie ich dieses Buch bewerten soll, aber ich denke mit 3,5 Sternen mache ich nichts verkehrt. Der Anfang und das Ende waren wirklich spannend; die Mitte hingegen hatte solche Längen, dass ich 3 Monate Pause davon machen musste. Außerdem gibt es so viele Perspektiven in diesem Buch und eine davon ist schlimmer als die nächste. Vaelin und Lyrna waren die einzigen, die ich gern begleitet habe. Bonuspunkte gibt es allerdings für das Cover, das ich wirklich sehr ansprechend finde.
𝘿𝙚𝙧 𝙃𝙚𝙧𝙧 𝘿𝙚𝙨 𝙏𝙪𝙧𝙢𝙚𝙨, Rabenschatten 2, ist der Mittelband in der Reihe und ja, es ist definitiv anders als sein Vorgänger. Band 1 war Vaelins Buch. In diesem Band fächern sich die Perspektiven jedoch auf und wir folgen einer multi-POV-Geschichte. Das war für mich völlig ok, aber ich kann verstehen, dass Vaelin, der auch für mich bei weitem der interessanteste Charakter ist, hier oft zu kurz kam. Es ist die Zeit nach König Janus' Kriegen und neues Ungemach zieht auf. Eine ausländische Macht kommt als Eroberer. Und erneut bricht ein Krieg vom Zaun, dem unsere Protagonisten sich stellen müssen. Es war mal wieder die wunderbare Prosa von Ryan, die mich kriegt. Wie schön sich dieser Autor ausdrücken kann und wieviel Tiefe seine Texte haben. Einzig habe ich ein "Pacing Issue" . Es gibt einfach immer wieder Phasen im Buch, an denen die Handlung nicht vorwärts will und sich dann zum Teil quälend langsam anfühlt. Dieses Verhaftende ist mir schon öfter in Anthony Ryans Büchern aufgefallen und es war eben auch hier so. Insgesamt war ich jedoch positiv überrascht, hatte ich doch nach dem Lesen vieler negativer Rezensionen, nicht unbedingt erwartet, es doch zu mögen. Aber das tat ich.

Die Gegenwart hält einige Überraschungen bereit.
Vorerst würde ich sagen, dass es insgesamt eine gute Fortsetzung des ersten Bandes ist, auch wenn es an diesen meiner Meinung nach nicht herankommt. Während der Fokus im ersten Band stark auf Vaelin und seinem growing of age lag, ändert sich dies in Band 2. Hier erwartet uns ein Split zwischen mehreren Charakteren, was mir persönlich streckenweise langatmig vorkam, aber das ist wohl sehr subjektiv. Kann auch daran liegen, dass mir einer der vier Stränge nicht wirklich zusagte. Alles in allem ist der erste Teil des Buches wahnsinnig langsam, aber ab der Hälfte etwa, nimmt die Geschichte dann doch wieder Fahrt auf und wird gegen Ende recht episch.
Erste Sahne !!!
Nachdem sich das erste Buch wirklich Zeit gelassen hatte die Welt und alle Figuren darin zu etablieren, legt dieses hier einen guten Zahn zu, und verästelt seine Handlung auf verschiedene Figuren mit jeweils eigenen Geschichten, teilweise sogar zu anderen Zeiten. Und es funktioniert. Es funktioniert sogar sehr gut. Anfangs war es ein wenig schwer zu verstehen, und die vielen Ortswechsel waren nicht immer, wie soll ich sagen..., willkommen, aber mit der Zeit habe ich mich dann doch gut daran gewöhnt, und zur Mitte hin gab es dann so einen abrtig guten Banger, dass ich von da an jedes Kapitel verschlungen habe. Und zum Ende hin schafft Anthony Ryan (mein neuer Fantasy-Heiliger ) auch noch eine nahezu perfekte zusammenführung beinahe aller Charaktere, in einem Finale das mich gründlich aus den Pantoffeln gehauen hat. Ist wirklich ein guter Batzen, aber ohhh boy wie es sich gelohnt hat 🤌🏻🤌🏻🤌🏻
Spannende Fortsetzung
Auch Band 2 konnte mich völlig von sich überzeugen. Hier haben sich die Figuren immer kapitelweise abgewechselt und dieses Mal habe ich alle Perspektiven gleich gerne gelesen, weil alles so unglaublich spannend war. Mich haben die einzelnen Handlungsstränge richtig angesprochen und die Entwicklung warne super faszinierend. Ich bin sehr gespannt, was Band 3 bringen wird.
Wieder eine Spannende Geschichte geschrieben von Anthony Ryan. Mit denn Haupt Charakteren Vaelin al Sorna, Reva, Lyrna und Frentis. Die Bücher von Anthony sind bis jetzt immer sehr Detailliert geschrieben so das man sich jedes kleine Detail gut vorstellen kann, besonders in denn Kampfszenen. Obwohl ich manchmal bei den Kampfszenen manchmal gerne einen sauberen Abschluss hätte und nicht einfach so Treffer und Tod. Die Spannung steigt immer mehr gegen Ende der Story. Der Anfang bis man mal drinnen ist und weiss wer welcher Charakter ist oder wo sie sich gerade aufhalten braucht ein einwenig Zeit. Werde mir die Rabenschatten 3 in angriff nehmen und freue mit weiter mit Vaelin al Sorna auf Reise zu gehen :). Fazit: Wenn man Herr der Ringe oder Game of Thrones mag dann ist das so in diesem Still. Mit will Blut, Kampf aber auch Freundschaft.
Endlich mal eine Hauptfigur, die man einfach liebt!
Schon der erste Teil hat mich damals regelrecht eingesogen und auch der zweite lässt sich wunderbar herunterlesen. Das Netz aus Charakteren, die die Geschichte stellenweise verlassen und dann doch organisch wieder auftauchen ist wunderbar gesponnen. Und, nicht zu unterschätzen, Vælin ist eine Hauptperson, die man endlich mal uneingeschränkt mögen kann, ohne gleichzeitig das Gefühl zu haben, einen edgy Teenager vor sich zu haben. Er ist ein Held, ohne blütenrein und langweilig zu sein und das ist sehr erfrischend :) Anthony Ryan hat außerdem das Talent für spannende Charakterentwicklungen und für Perspektivwechsel, was Gut und Böse angeht. Was in einem Moment als böse angesehen wird, kann sich im nächsten Moment als kulturell begründete, aber fremdartige Handlung entpuppen, die man einfach nicht verstanden hat. Ich liebe diese Art zu erzählen und freue mich schon sehr auf Band 3 der Rabenschatten! :))
Schwacher Anfang, aber starkes Ende!
Ich finde es wirklich schwer, das Buch angemessen zu bewerten. Einerseits war der Anfang leider sehr kompliziert mit vier unterschiedlichen Perspektiven, die alle an anderen Orten spielen sowie mit neuen (und manchmal auch alten) Nebencharakteren. Man musste sich wirklich sehr konzentrieren, um der Story folgen zu können. Die Hälfte der Geschichten fand ich kaum ansprechend, während die Protagonisten mich gar nicht gereizt haben. Die Story um Frentis war mir dabei noch die interessanteste. Die Beschreibung seines Charakters und seinen Wandel haben mich immer wieder an den Seiten hängen lassen, wobei sich da ein gewisses Schema auch ständig wiederholte und mich wiederum abschweifen ließ. Die Nebencharaktere haben deshalb für mich eine tragende Rolle gespielt. Sie sind der Grund, warum mir die einzelnen Handlungsstränge schließlich doch noch gefielen. Von vorne bis hinten sind mir ihre Geschichten stärker ans Herz gegangen als die von Vaelin und Co. Wegen ihnen ist mir das Ende besonders gelungen vorgekommen. Der Krieg verändert alle Menschen und besonders rücksichtsvoll ist er auch nicht. Die Nebencharaktere haben davon das meiste (meiner Meinung nach unverdient) abbekommen. Geradezu grausam will ich den Autor oftmals bezeichnen, während ich das Ende gelesen habe. Tragödien kann er schreiben, daran besteht kein Zweifel.
Story: Vaelin Al Sorna ist in den Vereinigten Königreichen eine lebende Legende, doch der unter vielen Namen bekannte Krieger ist des Kämpfens müde und sehnt sich nach Ruhe und Frieden. Als er vom recht schwachen, neuen König in die Nordlande entsendet wird um dort Herr des Turmes zu werden, kündigen sich bereits neue Schrecken an, die das gesamte Land ins Chaos stürzen könnten. Das machthungrige Volarianische Kaiserreich hat einen perfiden Plan ausgearbeitet, um das Land in die Knie zu zwingen, doch dieses Mal liegt es nicht nur an Al Sorna die dunkle Bedrohung abzuwenden, sondern auch an der jungen Reva, die eine besondere Mission erfüllen muss, Prinzessin Lyrna, die angesichts der düsteren Bedrohung über sich hinauswachsen muss und dem jungen Ordensbruder Frentis, der zu Beginn unfreiwillig Teil der Machenschaften der Volarianer wird. Für Vaelin Al Sorna wird seine dunkle Gabe, Das Lied des Blutes, zu seiner wichtigsten Waffe gegen die übermächtigen Feinde … Eigene Meinung: Mit "Der Herr des Turmes" legt Anthony Ryan den zweiten Teil seiner "Rabenschatten"-Trilogie vor, die beim Klett Cotta Verlag auf Deutsch erscheint. Die Geschichte knüpft lose an den ersten Teil "Das Lied des Blutes" an und sollte nicht ohne Kenntnisse des vorherigen Bandes gelesen werden, da die Ereignisse aufeinander aufbauen und einige offene Punkte aus Band 1 in "Der Herr des Turmes" beantwortet werden. Der dritte und letzte Band ist unter dem Titel "Queen of Fire" im Sommer 2015 in den USA erschienen, die deutsche Veröffentlichung ist für September 2016 vorgesehen. Im Gegensatz zum ersten Band erzählt der Autor die Handlung nicht nur aus Vaelins Perspektive, sondern fächert den Plot auf und stellt drei weitere Figuren ins Zentrum: Reva, Lyrna und Frentis. Dadurch verliert der Leser zwar ein wenig den Bezug zu Vaelin Al Sorna (zumal "Das Lied des Blutes" noch in der Ich-Perspektive verfasst wurde), doch seine Vergangenheit ist erzählt und es tut der weiterführenden Handlung gut, dass die Geschichte von mehreren Personen aufgerollt wird. Sie wirkt dadurch dreidimensionaler und in sich schlüssiger, zumal sie wesentlich komplexer ist, als die Handlung des ersten Bandes. So erfährt der Leser erstmals von dem Volarianische Kaiserreich, das in Band 1 bereits im Dunkeln agierte, ohne dass sie namentlich benannt wurden. Auch wird auf die große Schlacht und den eigentlichen Gegner hingearbeitet, der im dritten Band der Reihe endlich in Erscheinung treten dürfte. Bis dahin muss sich der Leser jedoch unzähligen blutigeren Schlachten und Kämpfen, einem wahren Berg an verstümmelten Leichen und unendlichen, mitunter zeitraubenden Monologen und Dialogen entgegenstellen. Das passt zwar zu der rauen und düsteren Fantasywelt, mit der Zeit stumpft man jedoch ab und die Geschichte wird mitunter künstlich in die Länge gezogen. Dafür wird im zweiten Band endlich das komplexe Gebilde im Hintergrund aufgedeckt, denn Vaelin und seine Gefährten haben es mit einer weitreichenden Intrige zu tun, die die Welt, in der sie leben für immer verändern könnte. Daher bleibt es trotz einiger Längen die meiste Zeit spannend und man fiebert der Fortsetzung entgegen. Die Charaktere sind authentisch und lebendig, jedoch wirken die vier Handlungsträger mehr und mehr wie Superwesen, denen man nur schwer das Wasser reichen kann: Vaelin ist dank seiner dunklen Gabe und seiner harten Ausbildung ein wahrer Überkrieger, den nahezu niemand besiegen kann; Frentis entwickelt aus verschiedenen Gründen Fähigkeiten, die ihn unantastbar machen und Prinzessin Lyrna überragt jeden mit ihrer Intelligenz und ihrer Willenskraft. Den Vogel schießt jedoch Reva ab, die binnen kürzester Zeit sowohl das Schwert als auch den Bogen meistert (Vaelin mag zwar ihr Lehrer sein, doch eine derartige Entwicklung ist vollkommen unrealistisch) und von einer fanatischen Attentäterin zur Statthalterin und Befreierin von Alltor mutiert. Diese Wandlung ist weder nachvollziehbar noch realistisch, was gerade sie eher unglaubwürdig macht. Dafür hat sie einige Geheimnisse, die sie trotz allem zu einer sehr interessanten und ungewöhnlichen Heldin machen. Die Nebenfiguren sind zahlreich und sehr unterschiedlich. Anthony Ryan legt Wert auf Abwechslung, was man an den vielen Charakteren, die im Laufe der Geschichte eine Rolle spielen merkt. Seien es alte Bekannte, die man bereits aus dem ersten Teil kennt, oder neue Figuren, die sich als wichtige Verbündete oder Gegner entpuppen - alle haben ihre Vor- und Nachteile, was sie lebendig und greifbar macht. Dies ist ein großer Pluspunkt an der "Rabenschatten"-Trilogie: die Charaktere wirken nicht konstruiert, sondern agieren zumeist nachvollziehbar und realistisch. Neben der soliden, sehr authentischen Fantasywelt und den greifbaren Charakteren, ist Anthony Ryans Schreibstil Hauptgrund zur "Rabenschatten"-Trilogie zu greifen. Er hat einen ungemein fesselnden, ausgereiften und mitreißenden Stil, der es dem Leser schwermacht, das Buch aus der Hand zu legen. Dank seiner bildgewaltigen Sprache und seines reichhaltigen Wortschatzes erweckt der Autor die Welt der Vereinigten Königreiche zum Leben, ohne sich in endlosen Beschreibungen und Ausschmückungen zu ergehen. Er bringt die Geschichte auf den Punkt, so dass man die Handlungsstränge sehr gut nachvollziehen kann. Dennoch gelingt es "Der Herr der Türme" nicht ganz an den fantastisch geschriebenen Vorgänger anzuschließen, was zum einen an dem Bruch des Erzählstils liegt (vom Ich-Erzähler in Band 1 zur dritten Person in Band 2) und den unterschiedlichen Perspektiven (bezieht man den Chronisten Vernies mit ein, gibt es fünf) liegt. Letztere wechseln jedes Kapitel, zumeist mit einem kleinen Cliffhanger, was mit der Zeit nervt, da man aus dem Lesefluss gerissen und sich auf eine andere Figur einstellen muss. Gerade Vernies' Berichte am Anfang eines jeden längeren Abschnittes (das Buch ist in fünf Teile aufgesplittet) verwirren ein wenig, da diese nicht chronologisch zu den übrigen Ereignissen stattfinden, sondern nur eine sehr kurze Zeitspanne abdecken. Fazit: Trotz alle Kritikpunkte legt Ryan Anthony eine solide, spannende und fesselnde Fortsetzung seiner "Rabenschatten"-Trilogie vor. Die Geschichte wird komplexer und bietet dem Leser Kämpfe, Intrigen und die Aussicht auf ein packendes Final; die Figuren sind authentisch und gut ausgearbeitet, wirken mitunter aber etwas überboostet und unbesiegbar. Stilistisch muss man sich war an die neue Erzählstruktur und die wechselnden Perspektive gewöhnen, doch Anthony Ryan versteht es einmal mehr mit seiner bildgewaltigen, direkten Sprache zu begeistern. Wer "Das Lied des Blutes" mochte, dem wird auch "Der Herr des Turmes" gefallen und mit freudiger Erwartung dem Finale entgegenfiebern.
Auch der zweite Teil der Rabenschatten-Triologie hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Ich hatte in einigen Rezensionen gelesen, dass Teil 2 etwas langatmig ist, aber das habe ich nicht so empfunden. Ein bißchen verwirrt hat mich Verniers' Bericht, der zeitlich da startet, wo der Rest der Geschichte endet. Das war zwar in Band 1 auch so, aber hier hatte ich damit nicht gerechnet und ich brauchte ein bißchen, um die zeitliche Zuordnung zu finden. Im 2. Band erzählt der Autor die Geschichte nicht nur aus Vaelins Blickwinkel. Auch dem Weg von Frentis, Lyrna und Reva waren abwechselnd Kapitel gewidmet, so dass man sozusagen ständig die Gefühle wechseln musste. Das eine oder andere Mal habe ich mich darüber geärgert, weil ich gleich wissen wollte, wie es weitergeht. Trotzdem, auch Band 2 ist für mich 5 Sterne wert und wird meinen Lieblingsbüchern zugeordnet. Es ist flüssig zu lesen und spannend erzählt. Ganz klare Empfehlung für Fans dicker High-Fantasy-Romane. Nun bin ich sehr gespannt auf Teil 3.
Erster Teil Top! Zweiter Teil Flop! Ich kann nicht ganz nachvollziehen, wie man innerhalb einer Buchreihe so einen Niveauverlust erleiden kann. Ich habe den ersten Band verschlungen und er ist definitiv einer meiner Jahreshighlights, aber Band 2 habe ich abgebrochen. Die Erzählperspektive handelt nicht mehr nur von Vaelin, sondern wechselt ständig mit anderen Charakteren, die im 2. Teil eingeführt wurden bzw. aus dem ersten Teil schon bekannt waren. Jetzt kommt leider das Debakel: Die Erzählstränge dieser Charaktere interessieren mich nicht die Bohne! Ich habe das Gefühl, der Autor wollte seine Geschichte irgendwie weiterschreiben und zieht die Handlung ohne roten Faden mit Charakteren die nicht wichtig sind künstlich in die Länge. Auch ist der Schreibstil irgendwie langweilig geworden, verliert sich in tausend Beschreibungen, von denen keine einzige wirklich zur Handlung beiträgt. Vaelin ist, wenn überhaupt, nur noch eine Nebenfigur am Rande. Leider habe ich mir in meinem Überschwung zu Band 1 schon Band 3 gekauft, der ja nun aber getrost wieder ausziehen darf. Schade um die Story und Schade ums Geld. Band 1 ist aber bedingungslos zu empfehlen und kann auch mit Open End so befriedigen.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
»Das Lied des Blutes« hat viele Leser in eine faszinierende Fantasywelt voller Geheimnisse, Gefahren und religiöser Konflikte geführt. Im zweiten Band der Rabenschatten-Trilogie muss Vaelin al Sorna erkennen, dass es vor dem Schicksal kein Entrinnen gibt.
Vaelin al Sorna kehrt aus den Schlachten zurück und die schwere Bürde der Erinnerung lastet auf ihm. Nie wieder will er töten. Zu viele haben in König Janus’ Krieg ihr Leben gelassen. Nicht nur, dass er für viele, die überlebt haben, das Ziel ihrer Rachegelüste ist. Zum Turmherrn der Nordlande ernannt, möchte er fern aller Intrigen Ruhe finden. Doch der neue König ist schwach und die Feinde des Reiches schmieden ein Bündnis, das mehr und mehr an Macht gewinnt. Wird Vaelin al Sorna, der das Töten hasst und in seiner Loyalität hin und her gerissen ist, doch wieder zum Schwert greifen?
Book Information
Author Description
Anthony Ryan ist New York Times-Bestsellerautor. Aus seiner Feder stammen die Rabenschatten-Romane: Das Lied des Blutes, Der Herr des Turmes und Die Königin der Flammen. Außerdem verfasste er die Draconis Memoria-Serie. Anthony Ryan lebt in London, wo er an seinem nächsten Buch arbeitet.
Posts
Vaelin al Sorna kehrt aus den Schlachten zurück und die schwere Bürde der Erinnerung lastet auf ihm. Nie wieder will er töten. Zu viele haben in König Janus’ Krieg ihr Leben gelassen. Nicht nur, dass er für viele, die überlebt haben, das Ziel ihrer Rachegelüste ist. Zum Turmherrn der Nordlande ernannt, möchte er fern aller Intrigen Ruhe finden. Doch der neue König ist schwach und die Feinde des Reiches schmieden ein Bündnis, das mehr und mehr an Macht gewinnt. Wird Vaelin al Sorna, der das Töten hasst und in seiner Loyalität hin und her gerissen ist, doch wieder zum Schwert greifen? Ich bin so froh diese Reihe gerade zu lesen,sie ist genau das was ich gerade brauche.

Solider Mittelband, der jetzt nicht vollends begeistern konnte.
Viele mussten in König Janus' Krieg ihr Leben lassen. Freunde wie Feinde. Vaelin al Sorna kehrt mit der Bürde dieser Erinnerungen zurück. Einer Bürde, die so schwer auf ihm lastet und ihn zu erdrücken droht. Seine Brüder, seine Freunde, sie alle sind tot - gefallen in diesem sinnlosen Krieg. Doch leider wohnt dem neuen König nicht die Kraft seines Vaters inne, und so ziehen sich die Mächte erneut zusammen, um die Königslande mit Blut zu überziehen... "Der Herr des Turmes" aus der Feder von Anthony Ryan ist der undankbare zweite Band seiner Rabenschatten-Trilogie. Undankbar, weil dieser zweite Band eher die Figuren an seine Positionen schiebt, als viel Geschichte zu erzählen. Was dazu führt, dass Ryan hier zwar einiges zu erzählen hat, aber inhaltlich auch wieder nicht und der Spannungsbogen daher eher flach bleibt. Zwischendurch gibt es aber auch einige tolle Szenen, die mehr sehr gut gefallen haben und die mich wieder mehr mitfiebern ließen. Insgesamt ist es ein solider Mittelband, der in erster Linie der Vorbereitung auf das weitere Geschehen zu dienen scheint. Übersetzt aus dem Englischen von Hannes Riffel und Birgit Maria Pfaffinger

Mehr Krieg, mehr Blut, mehr Fanatismus,
"Ich habe sie getan, weil ich sie zu jenem Zeitpunkt für richtig und gerechtfertigt hielt, aber jetzt bin ich mir nicht mehr sicher. Jetzt frage ich mich, ob ich meinen Zorn mit Recht und Mord mit Gerechtigkeit verwechselt habe." Anthony Ryan hat es wieder getan! Mit Herr der Türme, dem zweiten Band der Rabenschatten-Trilogie, liefert er eine epische Fortsetzung, die sich gewaschen hat. Sein Schreibstil? Immer noch top! Die neuen Perspektiven? Endlich lernen wir andere Figuren besser kennen, anstatt nur in Vaelins Kopf herumzuwandern (auch wenn er natürlich immer noch der coolste ist). Der Krieg tobt, Religion und Fanatismus machen alles noch schlimmer, und unsere Hauptfiguren müssen ordentlich einstecken. Charakterentwicklung? Auf höchstem Level! Niemand bleibt, wie er war – außer vielleicht manche Fanatiker, die bleiben leider standhaft fanatisch. Was mich aber wurmt: Wo ist Sherin?! Im ersten Band war sie noch die großartige Heilerin, die ich richtig mochte – und jetzt? Einfach rausgeschrieben. Ich hatte gehofft, dass sie noch eine wichtige Rolle spielt, aber Pustekuchen. Trotzdem bleibt Herr der Türme ein starker Mittelteil der Reihe, der Fans düsterer, intelligenter Fantasy definitiv fesseln wird. Wer Krieg, Intrigen und gelentliche Denkqnstöße mag, ist hier genau richtig.
Vaelin Al Sornas Geschichte wird im zweiten Band der Rabenschatten-Trilogie fortgesetzt. Darin folgen wir den Ereignissen aus den Perspektiven verschiedener altbekannter Protagonisten. Jede der Figuren wird dabei detailreich beschrieben, ihre Handlungen und Entscheidungen sowie ihre Gedanken- und Gefühlswelt sind absolut authentisch und nachvollziehbar beschrieben. Die Welt in ihrem Ideen- und Detailreichtum ist wieder so wunderbar dargestellt, dass man beim Lesen förmlich darin versinkt. Die unterschiedlichen Länder und Gebiete, die die Hauptfiguren durchreisen, sowie die verschiedenen Völker und Kreaturen, die darin vorkommen, ergänzen die spannende Geschichte zu einem fantastischen Gesamtkunstwerk. Fantasievolle, spannende und sprachlich großartige Unterhaltung mit einem fiesen Cliffhanger! Den ersten Band sollte man vorher unbedingt gelesen haben.
"Darnel verkauft sich, während Mustor standhaft bleibt. Der Krieg stellt doch jedes Mal die Welt auf den Kopf" - Meister Graelin
Hm, ich weiß nicht so recht wie ich dieses Buch bewerten soll, aber ich denke mit 3,5 Sternen mache ich nichts verkehrt. Der Anfang und das Ende waren wirklich spannend; die Mitte hingegen hatte solche Längen, dass ich 3 Monate Pause davon machen musste. Außerdem gibt es so viele Perspektiven in diesem Buch und eine davon ist schlimmer als die nächste. Vaelin und Lyrna waren die einzigen, die ich gern begleitet habe. Bonuspunkte gibt es allerdings für das Cover, das ich wirklich sehr ansprechend finde.
𝘿𝙚𝙧 𝙃𝙚𝙧𝙧 𝘿𝙚𝙨 𝙏𝙪𝙧𝙢𝙚𝙨, Rabenschatten 2, ist der Mittelband in der Reihe und ja, es ist definitiv anders als sein Vorgänger. Band 1 war Vaelins Buch. In diesem Band fächern sich die Perspektiven jedoch auf und wir folgen einer multi-POV-Geschichte. Das war für mich völlig ok, aber ich kann verstehen, dass Vaelin, der auch für mich bei weitem der interessanteste Charakter ist, hier oft zu kurz kam. Es ist die Zeit nach König Janus' Kriegen und neues Ungemach zieht auf. Eine ausländische Macht kommt als Eroberer. Und erneut bricht ein Krieg vom Zaun, dem unsere Protagonisten sich stellen müssen. Es war mal wieder die wunderbare Prosa von Ryan, die mich kriegt. Wie schön sich dieser Autor ausdrücken kann und wieviel Tiefe seine Texte haben. Einzig habe ich ein "Pacing Issue" . Es gibt einfach immer wieder Phasen im Buch, an denen die Handlung nicht vorwärts will und sich dann zum Teil quälend langsam anfühlt. Dieses Verhaftende ist mir schon öfter in Anthony Ryans Büchern aufgefallen und es war eben auch hier so. Insgesamt war ich jedoch positiv überrascht, hatte ich doch nach dem Lesen vieler negativer Rezensionen, nicht unbedingt erwartet, es doch zu mögen. Aber das tat ich.

Die Gegenwart hält einige Überraschungen bereit.
Vorerst würde ich sagen, dass es insgesamt eine gute Fortsetzung des ersten Bandes ist, auch wenn es an diesen meiner Meinung nach nicht herankommt. Während der Fokus im ersten Band stark auf Vaelin und seinem growing of age lag, ändert sich dies in Band 2. Hier erwartet uns ein Split zwischen mehreren Charakteren, was mir persönlich streckenweise langatmig vorkam, aber das ist wohl sehr subjektiv. Kann auch daran liegen, dass mir einer der vier Stränge nicht wirklich zusagte. Alles in allem ist der erste Teil des Buches wahnsinnig langsam, aber ab der Hälfte etwa, nimmt die Geschichte dann doch wieder Fahrt auf und wird gegen Ende recht episch.
Erste Sahne !!!
Nachdem sich das erste Buch wirklich Zeit gelassen hatte die Welt und alle Figuren darin zu etablieren, legt dieses hier einen guten Zahn zu, und verästelt seine Handlung auf verschiedene Figuren mit jeweils eigenen Geschichten, teilweise sogar zu anderen Zeiten. Und es funktioniert. Es funktioniert sogar sehr gut. Anfangs war es ein wenig schwer zu verstehen, und die vielen Ortswechsel waren nicht immer, wie soll ich sagen..., willkommen, aber mit der Zeit habe ich mich dann doch gut daran gewöhnt, und zur Mitte hin gab es dann so einen abrtig guten Banger, dass ich von da an jedes Kapitel verschlungen habe. Und zum Ende hin schafft Anthony Ryan (mein neuer Fantasy-Heiliger ) auch noch eine nahezu perfekte zusammenführung beinahe aller Charaktere, in einem Finale das mich gründlich aus den Pantoffeln gehauen hat. Ist wirklich ein guter Batzen, aber ohhh boy wie es sich gelohnt hat 🤌🏻🤌🏻🤌🏻
Spannende Fortsetzung
Auch Band 2 konnte mich völlig von sich überzeugen. Hier haben sich die Figuren immer kapitelweise abgewechselt und dieses Mal habe ich alle Perspektiven gleich gerne gelesen, weil alles so unglaublich spannend war. Mich haben die einzelnen Handlungsstränge richtig angesprochen und die Entwicklung warne super faszinierend. Ich bin sehr gespannt, was Band 3 bringen wird.
Wieder eine Spannende Geschichte geschrieben von Anthony Ryan. Mit denn Haupt Charakteren Vaelin al Sorna, Reva, Lyrna und Frentis. Die Bücher von Anthony sind bis jetzt immer sehr Detailliert geschrieben so das man sich jedes kleine Detail gut vorstellen kann, besonders in denn Kampfszenen. Obwohl ich manchmal bei den Kampfszenen manchmal gerne einen sauberen Abschluss hätte und nicht einfach so Treffer und Tod. Die Spannung steigt immer mehr gegen Ende der Story. Der Anfang bis man mal drinnen ist und weiss wer welcher Charakter ist oder wo sie sich gerade aufhalten braucht ein einwenig Zeit. Werde mir die Rabenschatten 3 in angriff nehmen und freue mit weiter mit Vaelin al Sorna auf Reise zu gehen :). Fazit: Wenn man Herr der Ringe oder Game of Thrones mag dann ist das so in diesem Still. Mit will Blut, Kampf aber auch Freundschaft.
Endlich mal eine Hauptfigur, die man einfach liebt!
Schon der erste Teil hat mich damals regelrecht eingesogen und auch der zweite lässt sich wunderbar herunterlesen. Das Netz aus Charakteren, die die Geschichte stellenweise verlassen und dann doch organisch wieder auftauchen ist wunderbar gesponnen. Und, nicht zu unterschätzen, Vælin ist eine Hauptperson, die man endlich mal uneingeschränkt mögen kann, ohne gleichzeitig das Gefühl zu haben, einen edgy Teenager vor sich zu haben. Er ist ein Held, ohne blütenrein und langweilig zu sein und das ist sehr erfrischend :) Anthony Ryan hat außerdem das Talent für spannende Charakterentwicklungen und für Perspektivwechsel, was Gut und Böse angeht. Was in einem Moment als böse angesehen wird, kann sich im nächsten Moment als kulturell begründete, aber fremdartige Handlung entpuppen, die man einfach nicht verstanden hat. Ich liebe diese Art zu erzählen und freue mich schon sehr auf Band 3 der Rabenschatten! :))
Schwacher Anfang, aber starkes Ende!
Ich finde es wirklich schwer, das Buch angemessen zu bewerten. Einerseits war der Anfang leider sehr kompliziert mit vier unterschiedlichen Perspektiven, die alle an anderen Orten spielen sowie mit neuen (und manchmal auch alten) Nebencharakteren. Man musste sich wirklich sehr konzentrieren, um der Story folgen zu können. Die Hälfte der Geschichten fand ich kaum ansprechend, während die Protagonisten mich gar nicht gereizt haben. Die Story um Frentis war mir dabei noch die interessanteste. Die Beschreibung seines Charakters und seinen Wandel haben mich immer wieder an den Seiten hängen lassen, wobei sich da ein gewisses Schema auch ständig wiederholte und mich wiederum abschweifen ließ. Die Nebencharaktere haben deshalb für mich eine tragende Rolle gespielt. Sie sind der Grund, warum mir die einzelnen Handlungsstränge schließlich doch noch gefielen. Von vorne bis hinten sind mir ihre Geschichten stärker ans Herz gegangen als die von Vaelin und Co. Wegen ihnen ist mir das Ende besonders gelungen vorgekommen. Der Krieg verändert alle Menschen und besonders rücksichtsvoll ist er auch nicht. Die Nebencharaktere haben davon das meiste (meiner Meinung nach unverdient) abbekommen. Geradezu grausam will ich den Autor oftmals bezeichnen, während ich das Ende gelesen habe. Tragödien kann er schreiben, daran besteht kein Zweifel.
Story: Vaelin Al Sorna ist in den Vereinigten Königreichen eine lebende Legende, doch der unter vielen Namen bekannte Krieger ist des Kämpfens müde und sehnt sich nach Ruhe und Frieden. Als er vom recht schwachen, neuen König in die Nordlande entsendet wird um dort Herr des Turmes zu werden, kündigen sich bereits neue Schrecken an, die das gesamte Land ins Chaos stürzen könnten. Das machthungrige Volarianische Kaiserreich hat einen perfiden Plan ausgearbeitet, um das Land in die Knie zu zwingen, doch dieses Mal liegt es nicht nur an Al Sorna die dunkle Bedrohung abzuwenden, sondern auch an der jungen Reva, die eine besondere Mission erfüllen muss, Prinzessin Lyrna, die angesichts der düsteren Bedrohung über sich hinauswachsen muss und dem jungen Ordensbruder Frentis, der zu Beginn unfreiwillig Teil der Machenschaften der Volarianer wird. Für Vaelin Al Sorna wird seine dunkle Gabe, Das Lied des Blutes, zu seiner wichtigsten Waffe gegen die übermächtigen Feinde … Eigene Meinung: Mit "Der Herr des Turmes" legt Anthony Ryan den zweiten Teil seiner "Rabenschatten"-Trilogie vor, die beim Klett Cotta Verlag auf Deutsch erscheint. Die Geschichte knüpft lose an den ersten Teil "Das Lied des Blutes" an und sollte nicht ohne Kenntnisse des vorherigen Bandes gelesen werden, da die Ereignisse aufeinander aufbauen und einige offene Punkte aus Band 1 in "Der Herr des Turmes" beantwortet werden. Der dritte und letzte Band ist unter dem Titel "Queen of Fire" im Sommer 2015 in den USA erschienen, die deutsche Veröffentlichung ist für September 2016 vorgesehen. Im Gegensatz zum ersten Band erzählt der Autor die Handlung nicht nur aus Vaelins Perspektive, sondern fächert den Plot auf und stellt drei weitere Figuren ins Zentrum: Reva, Lyrna und Frentis. Dadurch verliert der Leser zwar ein wenig den Bezug zu Vaelin Al Sorna (zumal "Das Lied des Blutes" noch in der Ich-Perspektive verfasst wurde), doch seine Vergangenheit ist erzählt und es tut der weiterführenden Handlung gut, dass die Geschichte von mehreren Personen aufgerollt wird. Sie wirkt dadurch dreidimensionaler und in sich schlüssiger, zumal sie wesentlich komplexer ist, als die Handlung des ersten Bandes. So erfährt der Leser erstmals von dem Volarianische Kaiserreich, das in Band 1 bereits im Dunkeln agierte, ohne dass sie namentlich benannt wurden. Auch wird auf die große Schlacht und den eigentlichen Gegner hingearbeitet, der im dritten Band der Reihe endlich in Erscheinung treten dürfte. Bis dahin muss sich der Leser jedoch unzähligen blutigeren Schlachten und Kämpfen, einem wahren Berg an verstümmelten Leichen und unendlichen, mitunter zeitraubenden Monologen und Dialogen entgegenstellen. Das passt zwar zu der rauen und düsteren Fantasywelt, mit der Zeit stumpft man jedoch ab und die Geschichte wird mitunter künstlich in die Länge gezogen. Dafür wird im zweiten Band endlich das komplexe Gebilde im Hintergrund aufgedeckt, denn Vaelin und seine Gefährten haben es mit einer weitreichenden Intrige zu tun, die die Welt, in der sie leben für immer verändern könnte. Daher bleibt es trotz einiger Längen die meiste Zeit spannend und man fiebert der Fortsetzung entgegen. Die Charaktere sind authentisch und lebendig, jedoch wirken die vier Handlungsträger mehr und mehr wie Superwesen, denen man nur schwer das Wasser reichen kann: Vaelin ist dank seiner dunklen Gabe und seiner harten Ausbildung ein wahrer Überkrieger, den nahezu niemand besiegen kann; Frentis entwickelt aus verschiedenen Gründen Fähigkeiten, die ihn unantastbar machen und Prinzessin Lyrna überragt jeden mit ihrer Intelligenz und ihrer Willenskraft. Den Vogel schießt jedoch Reva ab, die binnen kürzester Zeit sowohl das Schwert als auch den Bogen meistert (Vaelin mag zwar ihr Lehrer sein, doch eine derartige Entwicklung ist vollkommen unrealistisch) und von einer fanatischen Attentäterin zur Statthalterin und Befreierin von Alltor mutiert. Diese Wandlung ist weder nachvollziehbar noch realistisch, was gerade sie eher unglaubwürdig macht. Dafür hat sie einige Geheimnisse, die sie trotz allem zu einer sehr interessanten und ungewöhnlichen Heldin machen. Die Nebenfiguren sind zahlreich und sehr unterschiedlich. Anthony Ryan legt Wert auf Abwechslung, was man an den vielen Charakteren, die im Laufe der Geschichte eine Rolle spielen merkt. Seien es alte Bekannte, die man bereits aus dem ersten Teil kennt, oder neue Figuren, die sich als wichtige Verbündete oder Gegner entpuppen - alle haben ihre Vor- und Nachteile, was sie lebendig und greifbar macht. Dies ist ein großer Pluspunkt an der "Rabenschatten"-Trilogie: die Charaktere wirken nicht konstruiert, sondern agieren zumeist nachvollziehbar und realistisch. Neben der soliden, sehr authentischen Fantasywelt und den greifbaren Charakteren, ist Anthony Ryans Schreibstil Hauptgrund zur "Rabenschatten"-Trilogie zu greifen. Er hat einen ungemein fesselnden, ausgereiften und mitreißenden Stil, der es dem Leser schwermacht, das Buch aus der Hand zu legen. Dank seiner bildgewaltigen Sprache und seines reichhaltigen Wortschatzes erweckt der Autor die Welt der Vereinigten Königreiche zum Leben, ohne sich in endlosen Beschreibungen und Ausschmückungen zu ergehen. Er bringt die Geschichte auf den Punkt, so dass man die Handlungsstränge sehr gut nachvollziehen kann. Dennoch gelingt es "Der Herr der Türme" nicht ganz an den fantastisch geschriebenen Vorgänger anzuschließen, was zum einen an dem Bruch des Erzählstils liegt (vom Ich-Erzähler in Band 1 zur dritten Person in Band 2) und den unterschiedlichen Perspektiven (bezieht man den Chronisten Vernies mit ein, gibt es fünf) liegt. Letztere wechseln jedes Kapitel, zumeist mit einem kleinen Cliffhanger, was mit der Zeit nervt, da man aus dem Lesefluss gerissen und sich auf eine andere Figur einstellen muss. Gerade Vernies' Berichte am Anfang eines jeden längeren Abschnittes (das Buch ist in fünf Teile aufgesplittet) verwirren ein wenig, da diese nicht chronologisch zu den übrigen Ereignissen stattfinden, sondern nur eine sehr kurze Zeitspanne abdecken. Fazit: Trotz alle Kritikpunkte legt Ryan Anthony eine solide, spannende und fesselnde Fortsetzung seiner "Rabenschatten"-Trilogie vor. Die Geschichte wird komplexer und bietet dem Leser Kämpfe, Intrigen und die Aussicht auf ein packendes Final; die Figuren sind authentisch und gut ausgearbeitet, wirken mitunter aber etwas überboostet und unbesiegbar. Stilistisch muss man sich war an die neue Erzählstruktur und die wechselnden Perspektive gewöhnen, doch Anthony Ryan versteht es einmal mehr mit seiner bildgewaltigen, direkten Sprache zu begeistern. Wer "Das Lied des Blutes" mochte, dem wird auch "Der Herr des Turmes" gefallen und mit freudiger Erwartung dem Finale entgegenfiebern.
Auch der zweite Teil der Rabenschatten-Triologie hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Ich hatte in einigen Rezensionen gelesen, dass Teil 2 etwas langatmig ist, aber das habe ich nicht so empfunden. Ein bißchen verwirrt hat mich Verniers' Bericht, der zeitlich da startet, wo der Rest der Geschichte endet. Das war zwar in Band 1 auch so, aber hier hatte ich damit nicht gerechnet und ich brauchte ein bißchen, um die zeitliche Zuordnung zu finden. Im 2. Band erzählt der Autor die Geschichte nicht nur aus Vaelins Blickwinkel. Auch dem Weg von Frentis, Lyrna und Reva waren abwechselnd Kapitel gewidmet, so dass man sozusagen ständig die Gefühle wechseln musste. Das eine oder andere Mal habe ich mich darüber geärgert, weil ich gleich wissen wollte, wie es weitergeht. Trotzdem, auch Band 2 ist für mich 5 Sterne wert und wird meinen Lieblingsbüchern zugeordnet. Es ist flüssig zu lesen und spannend erzählt. Ganz klare Empfehlung für Fans dicker High-Fantasy-Romane. Nun bin ich sehr gespannt auf Teil 3.
Erster Teil Top! Zweiter Teil Flop! Ich kann nicht ganz nachvollziehen, wie man innerhalb einer Buchreihe so einen Niveauverlust erleiden kann. Ich habe den ersten Band verschlungen und er ist definitiv einer meiner Jahreshighlights, aber Band 2 habe ich abgebrochen. Die Erzählperspektive handelt nicht mehr nur von Vaelin, sondern wechselt ständig mit anderen Charakteren, die im 2. Teil eingeführt wurden bzw. aus dem ersten Teil schon bekannt waren. Jetzt kommt leider das Debakel: Die Erzählstränge dieser Charaktere interessieren mich nicht die Bohne! Ich habe das Gefühl, der Autor wollte seine Geschichte irgendwie weiterschreiben und zieht die Handlung ohne roten Faden mit Charakteren die nicht wichtig sind künstlich in die Länge. Auch ist der Schreibstil irgendwie langweilig geworden, verliert sich in tausend Beschreibungen, von denen keine einzige wirklich zur Handlung beiträgt. Vaelin ist, wenn überhaupt, nur noch eine Nebenfigur am Rande. Leider habe ich mir in meinem Überschwung zu Band 1 schon Band 3 gekauft, der ja nun aber getrost wieder ausziehen darf. Schade um die Story und Schade ums Geld. Band 1 ist aber bedingungslos zu empfehlen und kann auch mit Open End so befriedigen.

























