Der Herr der Tränen
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Description
Rostigan ist des Kämpfens müde. Den Ruhm, den er in zahlreichen Schlachten erworben hat, hat er nie gewollt. Dennoch weicht die Bardin Tarzi, die ein Lied über seine nächste Heldentat verfassen möchte, nicht von seiner Seite. Da erreichen sie das einst so prächtige Silberstein, doch die große Stadt mit den weißen Türmen wurde vollständig vernichtet. Rostigan erkennt, dass Tarzis Wunsch erfüllt werden wird. Er wird sich einer neuen Gefahr stellen müssen, der größten überhaupt vorstellbaren. Die Wächter sind zurückgekehrt!
Book Information
Author Description
Sam Bowring ist ein australischer Stand-Up Comedian. Er lebt in Sydney. Er hat bereits einige Bücher und Theaterstücke geschrieben sowie Drehbücher fürs Fernsehen.
Posts
Der Herr der Tränen hat mich so manches Mal dazu gebracht, das Buch fast abzubrechen.
Es gab interessante Parts, aber an manchen Stellen hat man gemerkt, wie schlecht das Buch gealtert ist (hoffentlich - ich mag es einfach nicht mehr lesen). In einer Welt, die einst gegen das Böse gekämpft und vermeintlich gewonnen hat, ist der Krieger Rostigan mit der Bardin Tarzi unterwegs. Doch Rostigan ist nicht ganz, wer er vorgibt zu sein, und bald entdecken sie, dass die Wächter zurück sind: berühmte Helden, die einst gegen den Herr der Tränen gezogen sind, um die Welt zu retten. Ihr Vorhaben ging aber nicht ganz so gut aus, wie gehofft, denn die Kräfte des Herrn der Tränen sind in die Wächter gegangen und haben sie allesamt verändert ... ohne dass das wahre Übel wirklich aus der Welt verschwunden wäre. Soweit der wirklich interessante Teil. Das mit den Wächtern und den Verzweigungen mit der Vergangenheit der Welt hat mich wirklich interessiert und auch ein bisschen an Askir erinnert. Leider sind die Bösen durch diese Backstory auch einfach nur Böse. Sie haben absolut keine Motivation außer Spaß an Erobern, Morden, Foltern, Quälen, Vergewaltigen ... es war absolut unerträglich, Kapitel aus einem POV zu lesen, wo jemand nur darüber nachdenkt, wie sehr diese Frau sich winden und schreien wird und was man dann der und der antut. WARUM? Ehrlich, wenn du, Leser*in dieses Reviews, das hier liest und auch schreibst: es braucht solche Szenen nicht. Einfach nein. Antagonisten sollten eigene Ziele und Wünsche haben. Und diese sollten nicht nur in stupiden "ich will vergewaltigen, das macht ja solchen Spaß!" bestehen. Das will einfach niemand mehr lesen. Entsprechend keine Empfehlung für das Buch. Ich habe darüber nachgedacht, ob ich die Fortsetzung lesen will, weil mich die Sage an sich interessiert hat, und ich die entsprechenden Szenen ja auch überspringen könnte, aber ehrlich gesagt gibt es viele gute Bücher da draußen auf dem Buchmarkt und ich nutze meine Lesezeit dann lieber für ein anderes Buch.
Die Rezension findet ihr auch auf meinem Blog: http://theghostwritersbooks.blogspot.de/ Auf „Der Herr der Tränen“ bin ich durch Goodreads aufmerksam geworden. Überzeugt hat mich dann aber doch das Cover, mit dem einsamen Krieger, dem riesigen Mond und dem blutroten Riss am Himmel. Es sieht nicht nur genial aus, sondern passt zum Buch. Meine Erwartungen: Eine zerstörte Welt, die zu viele Kriege und Schlachten erlebt hat, gebrochenen Helden, die nur Frieden suchen und einem vermeidlich vernichtetem Bösen, dass sich wieder erhebt... Gefunden habe war etwas ganz anderes. Eine friedliche Welt, deren Helden und Monster schon lange verschwunden sind. Eine Welt, die zwar noch Schlachten austrägt, die aber nicht mehr die Geschicke der Welt beeinflussen und deren Helden zwar bekannt sind, aber die eben nicht mehr die Retter der Welt sind. Die Geschichte die sich dann entfaltet erinnert mehr an die Fortsetzung einer alten und vergessenen Geschichte, deren Helden und Monster wieder lebendig werden und die ihre Kämpfe weiter auszutragen, doch ohne zu wissen wie und warum sie zurück gekehrt sind... Die Geschichte von diesem Punkt aus aufzubauen war mal was Neues. Zwar boten sich so noch keine Gelegenheiten für große, epische Schlachten. Dennoch war die Geschichte wirklich interessant, Positionen mussten bezogen werden, Informationen gesammelt und neue Bündnisse geschlossen werden. Klingt im ersten Moment nicht spannend, bietet aber die Möglichkeit sich näher mit der Hintergrundgeschichte der Charaktere zu beschäftigen. Die Figuren, die Sam Bowring geschaffen hat für dieser Geschichte sind sowohl Helden aus auch Monster und während nach und nach die Geschichte des Herrn der Tränen enthüllt wird beginnt der Leser die Figuren immer besser kennen zu lernen. Man beginnt zu begreifen, wie aus Helden Monster werden konnten und was sie antreibt, das sie manchmal eben auch einfach keine Chance hatten ihrem Schicksal zu entkommen. Besonders gefallen hat mir die Figur Rostigan, der zunächst nur ein alter Schwertkämpfer ist und eigentlich nur noch seine Ruhe haben möchte und trotzdem ist er der erste der bemerkt, dass die Wächter wieder zurück gekehrt sind. Zwar ist klar, dass ihm eine besondere Rolle zukommt, dennoch beginnt man sich zu wundern, was es mit ihm auf sich hat, nach dem er die Diebin, eine der Wächter, fast schon mühelos besiegen kann. Mit dem was man im Laufe des Buches dann über ihn erfährt hätte ich einfach nie gerechnet und hab entsprechende Augen gemacht. Aber auch gerade seine persönliche Geschichte macht ihn zu einer Figur, die ich einfach lieben muss. Ich hab schließlich so eine kleine Schwäche für Figuren die ein dunkles Geheimnis haben. Das Magiesystem ist an sich nicht besonders kompliziert gestaltet macht aber auf Grund der Art einiges her. Denn Magier werden Fadenwirker genannt und können eben die Fäden der Welt beeinflussen, wenn auch nur bis zu einem bestimmten Punkt. Dezent, einfach, passt. Ich stelle ja nie gerne Ansprüche an ein Buch und obwohl man sich bei vielen Dingen wie Worldbuilding oder dem Magiesystem noch ein bisschen mehr Tiefgang wünschen könnte ist dies Buch doch grundsolide und es macht eine Menge Spaß es zu lesen. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil. 8 von 10 Punkte Bemerkenswert!
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Rostigan ist des Kämpfens müde. Den Ruhm, den er in zahlreichen Schlachten erworben hat, hat er nie gewollt. Dennoch weicht die Bardin Tarzi, die ein Lied über seine nächste Heldentat verfassen möchte, nicht von seiner Seite. Da erreichen sie das einst so prächtige Silberstein, doch die große Stadt mit den weißen Türmen wurde vollständig vernichtet. Rostigan erkennt, dass Tarzis Wunsch erfüllt werden wird. Er wird sich einer neuen Gefahr stellen müssen, der größten überhaupt vorstellbaren. Die Wächter sind zurückgekehrt!
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Author Description
Sam Bowring ist ein australischer Stand-Up Comedian. Er lebt in Sydney. Er hat bereits einige Bücher und Theaterstücke geschrieben sowie Drehbücher fürs Fernsehen.
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Der Herr der Tränen hat mich so manches Mal dazu gebracht, das Buch fast abzubrechen.
Es gab interessante Parts, aber an manchen Stellen hat man gemerkt, wie schlecht das Buch gealtert ist (hoffentlich - ich mag es einfach nicht mehr lesen). In einer Welt, die einst gegen das Böse gekämpft und vermeintlich gewonnen hat, ist der Krieger Rostigan mit der Bardin Tarzi unterwegs. Doch Rostigan ist nicht ganz, wer er vorgibt zu sein, und bald entdecken sie, dass die Wächter zurück sind: berühmte Helden, die einst gegen den Herr der Tränen gezogen sind, um die Welt zu retten. Ihr Vorhaben ging aber nicht ganz so gut aus, wie gehofft, denn die Kräfte des Herrn der Tränen sind in die Wächter gegangen und haben sie allesamt verändert ... ohne dass das wahre Übel wirklich aus der Welt verschwunden wäre. Soweit der wirklich interessante Teil. Das mit den Wächtern und den Verzweigungen mit der Vergangenheit der Welt hat mich wirklich interessiert und auch ein bisschen an Askir erinnert. Leider sind die Bösen durch diese Backstory auch einfach nur Böse. Sie haben absolut keine Motivation außer Spaß an Erobern, Morden, Foltern, Quälen, Vergewaltigen ... es war absolut unerträglich, Kapitel aus einem POV zu lesen, wo jemand nur darüber nachdenkt, wie sehr diese Frau sich winden und schreien wird und was man dann der und der antut. WARUM? Ehrlich, wenn du, Leser*in dieses Reviews, das hier liest und auch schreibst: es braucht solche Szenen nicht. Einfach nein. Antagonisten sollten eigene Ziele und Wünsche haben. Und diese sollten nicht nur in stupiden "ich will vergewaltigen, das macht ja solchen Spaß!" bestehen. Das will einfach niemand mehr lesen. Entsprechend keine Empfehlung für das Buch. Ich habe darüber nachgedacht, ob ich die Fortsetzung lesen will, weil mich die Sage an sich interessiert hat, und ich die entsprechenden Szenen ja auch überspringen könnte, aber ehrlich gesagt gibt es viele gute Bücher da draußen auf dem Buchmarkt und ich nutze meine Lesezeit dann lieber für ein anderes Buch.
Die Rezension findet ihr auch auf meinem Blog: http://theghostwritersbooks.blogspot.de/ Auf „Der Herr der Tränen“ bin ich durch Goodreads aufmerksam geworden. Überzeugt hat mich dann aber doch das Cover, mit dem einsamen Krieger, dem riesigen Mond und dem blutroten Riss am Himmel. Es sieht nicht nur genial aus, sondern passt zum Buch. Meine Erwartungen: Eine zerstörte Welt, die zu viele Kriege und Schlachten erlebt hat, gebrochenen Helden, die nur Frieden suchen und einem vermeidlich vernichtetem Bösen, dass sich wieder erhebt... Gefunden habe war etwas ganz anderes. Eine friedliche Welt, deren Helden und Monster schon lange verschwunden sind. Eine Welt, die zwar noch Schlachten austrägt, die aber nicht mehr die Geschicke der Welt beeinflussen und deren Helden zwar bekannt sind, aber die eben nicht mehr die Retter der Welt sind. Die Geschichte die sich dann entfaltet erinnert mehr an die Fortsetzung einer alten und vergessenen Geschichte, deren Helden und Monster wieder lebendig werden und die ihre Kämpfe weiter auszutragen, doch ohne zu wissen wie und warum sie zurück gekehrt sind... Die Geschichte von diesem Punkt aus aufzubauen war mal was Neues. Zwar boten sich so noch keine Gelegenheiten für große, epische Schlachten. Dennoch war die Geschichte wirklich interessant, Positionen mussten bezogen werden, Informationen gesammelt und neue Bündnisse geschlossen werden. Klingt im ersten Moment nicht spannend, bietet aber die Möglichkeit sich näher mit der Hintergrundgeschichte der Charaktere zu beschäftigen. Die Figuren, die Sam Bowring geschaffen hat für dieser Geschichte sind sowohl Helden aus auch Monster und während nach und nach die Geschichte des Herrn der Tränen enthüllt wird beginnt der Leser die Figuren immer besser kennen zu lernen. Man beginnt zu begreifen, wie aus Helden Monster werden konnten und was sie antreibt, das sie manchmal eben auch einfach keine Chance hatten ihrem Schicksal zu entkommen. Besonders gefallen hat mir die Figur Rostigan, der zunächst nur ein alter Schwertkämpfer ist und eigentlich nur noch seine Ruhe haben möchte und trotzdem ist er der erste der bemerkt, dass die Wächter wieder zurück gekehrt sind. Zwar ist klar, dass ihm eine besondere Rolle zukommt, dennoch beginnt man sich zu wundern, was es mit ihm auf sich hat, nach dem er die Diebin, eine der Wächter, fast schon mühelos besiegen kann. Mit dem was man im Laufe des Buches dann über ihn erfährt hätte ich einfach nie gerechnet und hab entsprechende Augen gemacht. Aber auch gerade seine persönliche Geschichte macht ihn zu einer Figur, die ich einfach lieben muss. Ich hab schließlich so eine kleine Schwäche für Figuren die ein dunkles Geheimnis haben. Das Magiesystem ist an sich nicht besonders kompliziert gestaltet macht aber auf Grund der Art einiges her. Denn Magier werden Fadenwirker genannt und können eben die Fäden der Welt beeinflussen, wenn auch nur bis zu einem bestimmten Punkt. Dezent, einfach, passt. Ich stelle ja nie gerne Ansprüche an ein Buch und obwohl man sich bei vielen Dingen wie Worldbuilding oder dem Magiesystem noch ein bisschen mehr Tiefgang wünschen könnte ist dies Buch doch grundsolide und es macht eine Menge Spaß es zu lesen. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil. 8 von 10 Punkte Bemerkenswert!





