Der Herr der Tränen hat mich so manches Mal dazu gebracht, das Buch fast abzubrechen.
Es gab interessante Parts, aber an manchen Stellen hat man gemerkt, wie schlecht das Buch gealtert ist (hoffentlich - ich mag es einfach nicht mehr lesen). In einer Welt, die einst gegen das Böse gekämpft und vermeintlich gewonnen hat, ist der Krieger Rostigan mit der Bardin Tarzi unterwegs. Doch Rostigan ist nicht ganz, wer er vorgibt zu sein, und bald entdecken sie, dass die Wächter zurück sind: berühmte Helden, die einst gegen den Herr der Tränen gezogen sind, um die Welt zu retten. Ihr Vorhaben ging aber nicht ganz so gut aus, wie gehofft, denn die Kräfte des Herrn der Tränen sind in die Wächter gegangen und haben sie allesamt verändert ... ohne dass das wahre Übel wirklich aus der Welt verschwunden wäre. Soweit der wirklich interessante Teil. Das mit den Wächtern und den Verzweigungen mit der Vergangenheit der Welt hat mich wirklich interessiert und auch ein bisschen an Askir erinnert. Leider sind die Bösen durch diese Backstory auch einfach nur Böse. Sie haben absolut keine Motivation außer Spaß an Erobern, Morden, Foltern, Quälen, Vergewaltigen ... es war absolut unerträglich, Kapitel aus einem POV zu lesen, wo jemand nur darüber nachdenkt, wie sehr diese Frau sich winden und schreien wird und was man dann der und der antut. WARUM? Ehrlich, wenn du, Leser*in dieses Reviews, das hier liest und auch schreibst: es braucht solche Szenen nicht. Einfach nein. Antagonisten sollten eigene Ziele und Wünsche haben. Und diese sollten nicht nur in stupiden "ich will vergewaltigen, das macht ja solchen Spaß!" bestehen. Das will einfach niemand mehr lesen. Entsprechend keine Empfehlung für das Buch. Ich habe darüber nachgedacht, ob ich die Fortsetzung lesen will, weil mich die Sage an sich interessiert hat, und ich die entsprechenden Szenen ja auch überspringen könnte, aber ehrlich gesagt gibt es viele gute Bücher da draußen auf dem Buchmarkt und ich nutze meine Lesezeit dann lieber für ein anderes Buch.

