Der Golem

Der Golem

Softcover
3.438
OkkultismusPhantastischesLeidenschaftSchauerroman

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Description

Der Klassiker der phantastischen Literatur

»Ungefähr alle dreiunddreißig Jahre begibt es sich nämlich, daß ein vollkommen fremder Mensch, bartlos, von gelber Gesichtsfarbe und mongolischem Typus aus der Richtung der Altschulgasse her durch die Judenstadt schreitet und plötzlich - unsichtbar wird.« So erzählt man sich in der Prager Judenstadt. Die Legende vom Golem ist lebendig, noch dreihundert Jahre nachdem sich der hohe Rabbi Loew im späten 16. Jahrhundert den künstlichen Gehilfen schuf. Und nicht nur die Legende lebt: Eines Tages bringt ein fremder Mensch, bartlos, von gelber Gesichtsfarbe und mongolischem Typus dem Gemmenschneider Athanasius Pernath ein Buch mit einer kostbaren goldenen Initiale zur Reparatur. Pernaths Erinnerungsvermögen beginnt ihm seltsame Streiche zu spielen. Das Aussehen des Besuchers ist in seinem Gedächtnis wie ausgelöscht. Um es sich zu vergegenwärtigen, spielt er dessen Ankunft nach. Da kehrt die Erinnerung zurück - und mehr noch: Der Fremde ergreift von ihm Besitz.

Der Text folgt der ersten Buchausgabe (Leipzig 1915).

Mit einem Nachwort und einer Zeittafel von Ulrike Ehmann.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Softcover
Pages
272
Price
13.40 €

Author Description

Gustav Meyrink (eigtl. Meyer) wurde am 19. Januar 1868 in Wien geboren. Nach der Tätigkeit als Bankier in Prag 1889-1902 lebte er ab 1905 als freier Schriftsteller in München. Meyrink gilt mit seinen bekannten Romanen ›Der Golem‹, ›Das grüne Gesicht‹ und ›Der weiße Dominikaner‹ als Klassiker der phantastischen Literatur. In sein Werk gingen mystische und kabbalistische Elemente ein, er selbst konvertierte 1927 zum Mahanja-Buddhismus. Er starb 1932 in Starnberg.

Posts

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„Nach verlorengegangenen Vorschriften der Kabbala soll ein Rabbiner da einen künstlichen Menschen - den sogenannten Golem - verfertigt haben, damit er ihm als Diener helfe, die Glocken in der Synagoge läuten und allerhand grobe Arbeit tue.“ Viel mehr als solche Referenzen gibt es nicht, um den Buchtitel zu rechtfertigen. Es wird zwar durch Traumzustände eine surreale Stimmung geschaffen, die waren mir aber zu abgedreht, als dass ich wirklich Gefallen an diesem Klassiker hätte finden können.

3.5

Im Klassiker-Vergleich eher mäßig, aber trotzdem lohnenswert

Ich hatte zu Beginn wirklich Probleme, mich mit dem Schreib- und Sprachstil zurecht zu finden. Normalerweise habe ich kein Problem mit alten deutschen Begriffen und Schreibweisen. Dazu kommt, dass die Handlung teils sehr verwirrend ist. Erinnert an eine Art Fiebertraum. In der Kombination mit der Sprache war das Lesen dadurch sehr anstrengend, das Buch ist nichts für "nebenbei". Ansonsten hat mich enttäuscht, dass der Golem/ die Legende eigentlich nur am Rande auftaucht. Es gab immer wieder Kapitel, die ohne Spannung nur so vor sich hin geplätschert sind. Gleichermaßen gab es aber auch Kapitel, die wirklich interessant waren. Die Protagonisten waren im Zusammenspiel super. Vielleicht waren meine Erwartungen insgesamt zu hoch. Vor dem Golem habe ich Shelley’s Frankenstein gelesen - gar kein Vergleich. Der Golem ist auf jeden Fall ein lohnenswerter Klassiker und ich konnte trotz meinen Kritikpunkten wirklich Freude an dem Buch finden. Wer jedoch beides noch nicht gelesen hat und noch Schauerlektüre für den Herbst sucht - auf jeden Fall erstmal Frankenstein lesen!

3

Schwierig zu lesen. Geschichte scheint bis ungefähr zur Hälfte gar kein Ziel zu verfolgen. Ist keine Horrorgeschichte. Der Klappentext verspricht da mehr.

Habe das Buch gekauft, da es sich nach einer Horror/Mystery-Geschichte anhörte. Leider habe ich einen Großteil nicht erleben können, da die kurzen Auftritte des gleichnamigen Geschöpfes schlicht nicht durch das Buch tragen konnten. Die Geschichte ist für meine Verhältnisse sehr anstrengend geschrieben. Es mag daran liegen, dass es schon einige Dekaden auf dem Buckel hat, aber auch scheint sich kein klares Ziel der Geschichte abzubilden. Ich musste mehrere Passagen erneut lesen, weil ich sie schlicht nicht verstanden habe. Nur um festzustellen, dass er nur wenig Relevanz besaß. Es wird auch teilweise in Dialekten geschrieben. So etwas kann funktionieren, siehe hier Der Weg der Orks aus dem Warhammer 40k-Universum. Hier passt es meiner Meinung nach nicht. Ich hoffe für mich selbst, dass ich hier nicht ein Meisterwerk verpasse, doch sollte ein Meisterwerk nicht deutlich zugänglicher sein?

4

Think Kafka - but on whatever Lewis Carroll was on for "Alice in wonderland" [prtf]

3

Dieses Buch war ganz anders, als ich erwartet hatte. Zum einen spielt das unheimliche Wesen, der Golem, gar keine so wesentliche Rolle, er tritt – für meine Begriffe – lediglich als eine Art Versinnbildlichung der alten Judenstadt Prags in Erscheinung. Zum anderen ist der Stil des Romans expressionistisch, kafkaesk, stellenweise hat er mich gar an Wolfgang Borchert erinnert, und das ist ja jetzt so gar nicht mein Ding. Vor allem zu Beginn des Romans ist die Handlung so verworren und konfus, dass ich das Buch beinahe abgebrochen hätte. Ich bin froh, dass ich das nicht getan habe, im weiteren Verlauf wird es durchaus spannend und interessant. Den literarischen Wert des Werks muss man zweifellos anerkennen, aber die Stilrichtung ist nicht meine und inhaltlich wurde ich doch ziemlich enttäuscht.

4

This edition is just too pretty not to own it when you like the book as such. And it'll be a lot more resilient for re-reads than my poor paperback edition.

3

Es war nicht was ich erwartet hatte den der Golem kommt nur ganz kurz am Rande vor. Die Geschichte war ziemlich verwirrend

3

Seit wir damals nach Prag in den Urlaub fuhren, wollte ich dieses Buch lesen. Eine Challenge hat es endlich von seinem Listen-Dasein befreit. Leider war der Golem jedoch nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Ich weiss zwar nicht, was genau ich im Kopf hatte, aber auf jeden Fall war das Werk ganz anders als das. Gleich zu Beginn überraschte mich der Sprachstil. Sobald ich mich daran gewöhnt hatte, gefiel mir dieser wirklich gut. Er ist speziell, einzigartig, anders. Ein sehr interessanter Rhythmus, dessen sich Meyrink hier bedient. Doch sobald ich aus dem Trott herausfiel, brauchte es wieder seine Zeit, bis ich wieder hineinkam. Die Handlung schaffte es bedauerlicherweise erst auf den letzten Seiten, mich zu faszinieren. Es gab immer wieder Szenen und Teile, die mir zusagten, aber irgendwie verlor mich Meyrink dann wieder. Nie war ich ganz im Buch drin. Es könnte auch daran liegen, dass ich irgendwann den Überblick über die Figuren verloren habe. Wann und wie genau das passiert ist, kann ich nicht mehr nachvollziehen, aber ab einem bestimmten Zeitpunkt wurde es mir ein wenig zu viel mit den unbekannten Namen. Schade, dass mich dieses ersehnte Werk nicht so begeistern konnte, wie ich es mir erhofft hatte. Vielleicht wäre es besser gewesen, ich hätte es näher an unserem Prag-Urlaub lesen sollen. Wer weiss...

1

Abgebrochen weil schon am Anfang nicht nur langweilig in der Erzählweise, sondern auch unerträglich antisemitisch. Leider auch ein totaler Fehlgriff. Ich wollte vom Wesen aus Ton lesen, die Sage dahinter, nicht pure unphantastische Belletristik.

4

Überraschend gut und spannend ! Mit so vielen gothischen Elementen, dass das Buch davon fast über schwappt.

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