Der echte Krampus
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
In einem verschneiten Bauernhaus auf dem oberbayerischen Land blickt Gryszinski mit seiner Familie einem besinnlichen Weihnachtsfest entgegen. Das Dorf ist Schauplatz erstaunlicher ländlicher Weihnachtsbräuche und mythischer Berggeschichten. Doch der Gemütlichkeit wird ein jähes Ende gesetzt: Während des traditionellen Krampuslaufs kommt es vor versammelter Gemeinde zu einer Messerstecherei. Kurz darauf ist das Opfer des Handgemenges tot – und liegt in Gryszinskis Räucherkammer. Der Major steht nun vor einer ungewöhnlichen Herausforderung: Zwanzig junge Männer sind zugleich Zeugen und Verdächtige. Hinter welcher Krampusmaske verbarg sich der wahre Teufel?
Book Information
Author Description
Uta Seeburg ist Berlinerin und lebt in München. Sie arbeitete bereits als Werbetexterin, Drehbuchautorin und Redakteurin, widmet sich aber heute ausschließlich der Schriftstellerei. Die promovierte Literaturwissenschaftlerin wohnt mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in Haidhausen.
Posts
Winterstimmung, Adventsbräuche und ein Mord
Die Autorin nimmt uns mit in ein abgelegenes, verschneites Bergdorf in den bayrischen Alpen des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Sie beschreibt alles so schön, dass man den Schnee direkt fühlen und das Weihnachtsgebäck riechen kann.Major von Gryszinski, seine Familie, Angestellten und Freunde sind mir sehr sympathisch. Sie sind integer, treu und menschlich. Die eingeschworene Dorfgemeinschaft hält nach dem Mord eisern zusammen und ist geprägt von Adventsbräuchen und Aberglauben. Doch so nach und nach tun sich Risse auf und der Major und die 2 angeforderten Wachtmeister kommen dem Motiv und somit auch dem Täter auf die Spur. Am Ende wird alles logisch und lückenlos aufgelöst. Besonders hat mir gefallen, dass jedes Kapitel ein Tag ist und auch die Heiligen (wie Barbaratag) dabeisteht und im Dorf dementsprechend die Bräuche dazu begangen werden. Das Buch ist eigentlich ein Teil einer Reihe, man kann es aber auch ohne Vorkenntnisse lesen. Ich hatte nie das Gefühl irgendwas nicht zu verstehen. Insgesamt kann ich es jedem empfehlen, der historische (Weihnachts-)Krimis mit Lokalkolorit mag.
Historische Bergeinsamkeit und seltsame Bräuche “Der Major seufzte leise. In diesem Dorf lebten entschieden viel zu viele unverheiratete junge Menschen. All die verstohlenen Blicke, die hier getauscht wurden, entfachten immer neue Spekulationen in seinem Kopf, die immer wieder auf dieselbe Frage hinausliefen: Welches Geheimnis war so gefährlich, welche Leidenschaft so zerstörerisch, dass am Ende dieser geflüsterten Worte und verhüllten Gesichter ein Mord stand?” (S. 219) Bisher habe ich alle Romane um Major Wilhelm von Gryszinski, dem preußischen Polizeibeamten, der in Bayerns Hauptstadt ermittelt, mit großer Begeisterung “verschlungen”. Auch seine Familie (die schreibende Ehefrau Sophie und der kleine Sohn Fritz) sowie sein gesamtes Umfeld im München des Fin de Siècle um 1900 sind mir mit den Jahren bzw. den Büchern ans Herz gewachsen. Während es im letzten Gryszinski-Roman “Der treue Spion” sogar bis Paris und ins russische Zarenreich ging, entführt uns Uta Seeburg in “Der echte Krampus” in eine verschneite, märchenhafte Bergeinsamkeit, die ihresgleichen sucht. Gryszinski macht nach vielen Jahren zum ersten Mal einen mehrwöchigen Urlaub mit seiner kleinen Familie. Die exzentrische adelige Wiener Freundin Gräfin Wurmbrand hat sich ein mondänes “Ferienhaus” - wie man heute sagen würde - in den Bayerischen Alpen geleistet. Es geht also für die Gryszinskis in das kleine (fiktive) Alpendorf Berghall in der Nähe von Bad Reichenhall. Kaum ein Tag in der Adventszeit vergeht hier, ohne dass ein (vor-)weihnachtliches Brauchtum von der Dorfgemeinschaft ausgeführt wird, dem die freigeistigen und protestantischen Gryzsinskis mit Erstaunen und teilweise auch Entsetzen beiwohnen. Denn manche Bräuche haben es in sich. Zum Beispiel der martialische Krampuslauf, in dem die jungen Männer des Dorfes sich als böse Begleiter des Nikolaus verkleiden und die Dorfbewohner*innen in Angst und Schrecken versetzen. Just bei diesem Krampuslauf am Abend des 5. Dezember geschieht ein Mord - einer der Krampusse wird erstochen. Und Gryszinski? Muss den langersehnten Winterurlaub mit kniffligen Ermittlungen teilen. Ob das gut geht? Was wirklich fast einzigartig ist - sowohl für einen historischen als auch einen zeitgenössischen Krimi - ist zum einen die extrem hohe Zahl an Verdächtigen, die im ersten Drittel des Buches vor uns auf Gryszinskis Ermittlungsnotizen liegt. 19 junge Männer sind verdächtigt, am Tod von Gregor Kroiß, einem der Krampusse, schuldig zu sein. Und dann kommen theoretisch auch noch weitere Personen hinzu, die es gewesen sein könnten. Zum anderen birgt die Tatsache, dass die meisten Verdächtigen am Tatabend nicht sie selbst, sondern Krampusse waren, einen ungeheuren Spannungs-Effekt, der gruselig-zotteligen Ganzkörperverkleidung sei Dank! Außerdem liefern die enormen Schneemassen großes erzählerisches Potenzial: Tatwaffen können nicht so leicht “entsorgt”, die Toten bis zum Frühjahr nicht begraben werden. Auch Gryszinski macht im Laufe der Handlung Bekanntschaft mit der Unbarmherzigkeit der winterlichen Wetterlage - grandios komponiert von Uta Seeburg. Ein wirklich meisterhafter Krimi, den ich trotz der aufgelösten “Krimi-Handlung” bestimmt in einigen Jahren ein zweites Mal lesen werde. Einfach weil er uns in diese historische Bergeinsamkeit versetzt, an der ich alles irgendwie geliebt habe und vor der ich mich nur sehr schwer wieder trennen konnte. Für mich der beste Gryszinski-Roman bislang.

Atmosphärisch geschriebener historischer Weihnachtskrimi voller oberbayrischer Legenden, Folklore und Weihnachtsbräuche
Wenn man das Glühen der aufgehenden Sonne über den winterlichen Bergen in einem beschaulichen Dorf Oberbayerns förmlich sehen kann, während einem die Düfte aus den Töpfen der Brunner umwehen und man draußen die Kirchenglocken hören kann, die wieder einen Tag voller Bräuche und mystischer Berggeschichten ankündigen, dann ist man mitten drin: Willkommen im Dörflein Berghall, zu Gast bei der Gräfin vom Wurmbrand zusammen mit der Familie Gryszinski! Neben dem Krampuslauf, der zum Schauplatz eines rätselhaften Verbrechens wird, lernen wir viel über Weihnachten in einem oberbayerischen Bergdorf im späten 19. Jahrhundert kennen. Meine Güte, so viel, wie die Menschen damals mit ihren Aberglaube und ihren Brauchtum zu tun hatten gerade kurz vor Weihnachten- das war schon förmlich ein Vollzeitjob. Aber dennoch ist das alles so herrlich idyllisch geschrieben, dass ich vor Weihnachtsvorfreude jetzt förmlich überlaufen... Ein purer weihnachtlicher Wohlfühlkrimi! Der Kriminalfall ist dabei wirklich spannend und rätselhaft, vor allem ist es immer wieder spannend zu sehen, wie die Kriminalisten früher ohne die heutige Technik ermitteln konnten. Natürlich gab es schon Fingerabdrücke und man konnte Tierblut von Menschenblut unterscheiden (was ich für dieses Jahrhundert schon wirklich sehr fortschrittlich empfinde), aber dennoch steckte das alles noch in den Kinderschuhen und hatte bei Weitem nicht die Möglichkeiten wie heutzutage. Umso faszinierender ist es die Ermittlungen mit zu verfolgen. Die Charaktere sind dabei so herrlich authentisch und sympathisch! Gerade die Gräfin von Wurmbrand, die Brunner und die Gryszinskis habe ich richtig ins Herz geschlossen. Dies war mein erster Krimi der Reihe und auch von der Autorin Uta Seeburg und es wird definitiv nicht mein letzter sein! Man kann diesen Band, der den vierten Teil der Reihe darstellt übrigens ganz wunderbar auch ohne Vorkenntnisse aus den ersten drei Büchern der Reihe lesen... dennoch macht er Lust auf mehr, ich möchte die Reihe nun schnellstmöglich lesen! Ich danke dem HarperCollins Verlag und der Autorin Uta Seeburg für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar und der Möglichkeit an einer interessanten Leserunde mit der Autorin teilnehmen zu können. Fazit: Wundervoller weihnachtlicher Wohlfühl- Krimi, der mit starken Charakteren, intensiver Recherchearbeit der Autorin und einem spannenden Kriminalfall absolut zu überzeugen weiß!
"Der echte Krampus" von Uta Seeburg ist bereits der vierte Band um den bayrisch-preußischen Polizisten Gryszinski, wobei ich nur diesen hier gelesen habe und deshalb sagen kann, dass er sich durchaus auch hervorragend als Einzelband lesen lässt. Und das sollte man durchaus auch tun, denn Herrschaftszeiten, was war das für ein herrlich spannender und idyllischer Wohlfühlkrimi! Schon allein der Klappentext hat mich aufgrund der Krampuslauf-Thematik extrem neugierig gemacht, doch neben diesem bekommt man außerdem noch zahlreiche weitere Oberbayerische Bräuche und mystische Legenden zu lesen, von denen selbst ich als Oberfranke noch nie gehört habe. Denn im Dörflein Berghall, zu Gast bei der Gräfin vom Wurmbrand, ereignet sich zur Vorweihnachtszeit nicht nur ein Mord, auch der Aberglaube und die verschiedenen Brauchtümer im späten 19. Jahrhundert spielen eine große Rolle in diesem Fall. Gryszinskis Ermittlungen haben mich ein ums andere Mal fasziniert, gab es zu dieser Zeit ja nur begrenzte Mittel der Beweissicherung - selbst Blutanalysen und die Auswertung von Fingerabdrücken steckten noch in den Kinderschuhen. Dabei waren die Charaktere allesamt herrlich authentisch und sympathisch dargestellt und obwohl es von diesen zahlreiche gab, konnte ich mir alle sehr gut einprägen. Geschickt hangelt sich der Plot an den vorweihnachtlichen Festen und Riten entlang, wobei der leicht humorvolle Erzählstil perfekt zum historischen Setting passt. Für mich war "Der echte Krampus" ein atmosphärischer Weihnachtskrimi, für den ich gerne eine Leseempfehlung ausspreche!
Description
In einem verschneiten Bauernhaus auf dem oberbayerischen Land blickt Gryszinski mit seiner Familie einem besinnlichen Weihnachtsfest entgegen. Das Dorf ist Schauplatz erstaunlicher ländlicher Weihnachtsbräuche und mythischer Berggeschichten. Doch der Gemütlichkeit wird ein jähes Ende gesetzt: Während des traditionellen Krampuslaufs kommt es vor versammelter Gemeinde zu einer Messerstecherei. Kurz darauf ist das Opfer des Handgemenges tot – und liegt in Gryszinskis Räucherkammer. Der Major steht nun vor einer ungewöhnlichen Herausforderung: Zwanzig junge Männer sind zugleich Zeugen und Verdächtige. Hinter welcher Krampusmaske verbarg sich der wahre Teufel?
Book Information
Author Description
Uta Seeburg ist Berlinerin und lebt in München. Sie arbeitete bereits als Werbetexterin, Drehbuchautorin und Redakteurin, widmet sich aber heute ausschließlich der Schriftstellerei. Die promovierte Literaturwissenschaftlerin wohnt mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in Haidhausen.
Posts
Winterstimmung, Adventsbräuche und ein Mord
Die Autorin nimmt uns mit in ein abgelegenes, verschneites Bergdorf in den bayrischen Alpen des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Sie beschreibt alles so schön, dass man den Schnee direkt fühlen und das Weihnachtsgebäck riechen kann.Major von Gryszinski, seine Familie, Angestellten und Freunde sind mir sehr sympathisch. Sie sind integer, treu und menschlich. Die eingeschworene Dorfgemeinschaft hält nach dem Mord eisern zusammen und ist geprägt von Adventsbräuchen und Aberglauben. Doch so nach und nach tun sich Risse auf und der Major und die 2 angeforderten Wachtmeister kommen dem Motiv und somit auch dem Täter auf die Spur. Am Ende wird alles logisch und lückenlos aufgelöst. Besonders hat mir gefallen, dass jedes Kapitel ein Tag ist und auch die Heiligen (wie Barbaratag) dabeisteht und im Dorf dementsprechend die Bräuche dazu begangen werden. Das Buch ist eigentlich ein Teil einer Reihe, man kann es aber auch ohne Vorkenntnisse lesen. Ich hatte nie das Gefühl irgendwas nicht zu verstehen. Insgesamt kann ich es jedem empfehlen, der historische (Weihnachts-)Krimis mit Lokalkolorit mag.
Historische Bergeinsamkeit und seltsame Bräuche “Der Major seufzte leise. In diesem Dorf lebten entschieden viel zu viele unverheiratete junge Menschen. All die verstohlenen Blicke, die hier getauscht wurden, entfachten immer neue Spekulationen in seinem Kopf, die immer wieder auf dieselbe Frage hinausliefen: Welches Geheimnis war so gefährlich, welche Leidenschaft so zerstörerisch, dass am Ende dieser geflüsterten Worte und verhüllten Gesichter ein Mord stand?” (S. 219) Bisher habe ich alle Romane um Major Wilhelm von Gryszinski, dem preußischen Polizeibeamten, der in Bayerns Hauptstadt ermittelt, mit großer Begeisterung “verschlungen”. Auch seine Familie (die schreibende Ehefrau Sophie und der kleine Sohn Fritz) sowie sein gesamtes Umfeld im München des Fin de Siècle um 1900 sind mir mit den Jahren bzw. den Büchern ans Herz gewachsen. Während es im letzten Gryszinski-Roman “Der treue Spion” sogar bis Paris und ins russische Zarenreich ging, entführt uns Uta Seeburg in “Der echte Krampus” in eine verschneite, märchenhafte Bergeinsamkeit, die ihresgleichen sucht. Gryszinski macht nach vielen Jahren zum ersten Mal einen mehrwöchigen Urlaub mit seiner kleinen Familie. Die exzentrische adelige Wiener Freundin Gräfin Wurmbrand hat sich ein mondänes “Ferienhaus” - wie man heute sagen würde - in den Bayerischen Alpen geleistet. Es geht also für die Gryszinskis in das kleine (fiktive) Alpendorf Berghall in der Nähe von Bad Reichenhall. Kaum ein Tag in der Adventszeit vergeht hier, ohne dass ein (vor-)weihnachtliches Brauchtum von der Dorfgemeinschaft ausgeführt wird, dem die freigeistigen und protestantischen Gryzsinskis mit Erstaunen und teilweise auch Entsetzen beiwohnen. Denn manche Bräuche haben es in sich. Zum Beispiel der martialische Krampuslauf, in dem die jungen Männer des Dorfes sich als böse Begleiter des Nikolaus verkleiden und die Dorfbewohner*innen in Angst und Schrecken versetzen. Just bei diesem Krampuslauf am Abend des 5. Dezember geschieht ein Mord - einer der Krampusse wird erstochen. Und Gryszinski? Muss den langersehnten Winterurlaub mit kniffligen Ermittlungen teilen. Ob das gut geht? Was wirklich fast einzigartig ist - sowohl für einen historischen als auch einen zeitgenössischen Krimi - ist zum einen die extrem hohe Zahl an Verdächtigen, die im ersten Drittel des Buches vor uns auf Gryszinskis Ermittlungsnotizen liegt. 19 junge Männer sind verdächtigt, am Tod von Gregor Kroiß, einem der Krampusse, schuldig zu sein. Und dann kommen theoretisch auch noch weitere Personen hinzu, die es gewesen sein könnten. Zum anderen birgt die Tatsache, dass die meisten Verdächtigen am Tatabend nicht sie selbst, sondern Krampusse waren, einen ungeheuren Spannungs-Effekt, der gruselig-zotteligen Ganzkörperverkleidung sei Dank! Außerdem liefern die enormen Schneemassen großes erzählerisches Potenzial: Tatwaffen können nicht so leicht “entsorgt”, die Toten bis zum Frühjahr nicht begraben werden. Auch Gryszinski macht im Laufe der Handlung Bekanntschaft mit der Unbarmherzigkeit der winterlichen Wetterlage - grandios komponiert von Uta Seeburg. Ein wirklich meisterhafter Krimi, den ich trotz der aufgelösten “Krimi-Handlung” bestimmt in einigen Jahren ein zweites Mal lesen werde. Einfach weil er uns in diese historische Bergeinsamkeit versetzt, an der ich alles irgendwie geliebt habe und vor der ich mich nur sehr schwer wieder trennen konnte. Für mich der beste Gryszinski-Roman bislang.

Atmosphärisch geschriebener historischer Weihnachtskrimi voller oberbayrischer Legenden, Folklore und Weihnachtsbräuche
Wenn man das Glühen der aufgehenden Sonne über den winterlichen Bergen in einem beschaulichen Dorf Oberbayerns förmlich sehen kann, während einem die Düfte aus den Töpfen der Brunner umwehen und man draußen die Kirchenglocken hören kann, die wieder einen Tag voller Bräuche und mystischer Berggeschichten ankündigen, dann ist man mitten drin: Willkommen im Dörflein Berghall, zu Gast bei der Gräfin vom Wurmbrand zusammen mit der Familie Gryszinski! Neben dem Krampuslauf, der zum Schauplatz eines rätselhaften Verbrechens wird, lernen wir viel über Weihnachten in einem oberbayerischen Bergdorf im späten 19. Jahrhundert kennen. Meine Güte, so viel, wie die Menschen damals mit ihren Aberglaube und ihren Brauchtum zu tun hatten gerade kurz vor Weihnachten- das war schon förmlich ein Vollzeitjob. Aber dennoch ist das alles so herrlich idyllisch geschrieben, dass ich vor Weihnachtsvorfreude jetzt förmlich überlaufen... Ein purer weihnachtlicher Wohlfühlkrimi! Der Kriminalfall ist dabei wirklich spannend und rätselhaft, vor allem ist es immer wieder spannend zu sehen, wie die Kriminalisten früher ohne die heutige Technik ermitteln konnten. Natürlich gab es schon Fingerabdrücke und man konnte Tierblut von Menschenblut unterscheiden (was ich für dieses Jahrhundert schon wirklich sehr fortschrittlich empfinde), aber dennoch steckte das alles noch in den Kinderschuhen und hatte bei Weitem nicht die Möglichkeiten wie heutzutage. Umso faszinierender ist es die Ermittlungen mit zu verfolgen. Die Charaktere sind dabei so herrlich authentisch und sympathisch! Gerade die Gräfin von Wurmbrand, die Brunner und die Gryszinskis habe ich richtig ins Herz geschlossen. Dies war mein erster Krimi der Reihe und auch von der Autorin Uta Seeburg und es wird definitiv nicht mein letzter sein! Man kann diesen Band, der den vierten Teil der Reihe darstellt übrigens ganz wunderbar auch ohne Vorkenntnisse aus den ersten drei Büchern der Reihe lesen... dennoch macht er Lust auf mehr, ich möchte die Reihe nun schnellstmöglich lesen! Ich danke dem HarperCollins Verlag und der Autorin Uta Seeburg für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar und der Möglichkeit an einer interessanten Leserunde mit der Autorin teilnehmen zu können. Fazit: Wundervoller weihnachtlicher Wohlfühl- Krimi, der mit starken Charakteren, intensiver Recherchearbeit der Autorin und einem spannenden Kriminalfall absolut zu überzeugen weiß!
"Der echte Krampus" von Uta Seeburg ist bereits der vierte Band um den bayrisch-preußischen Polizisten Gryszinski, wobei ich nur diesen hier gelesen habe und deshalb sagen kann, dass er sich durchaus auch hervorragend als Einzelband lesen lässt. Und das sollte man durchaus auch tun, denn Herrschaftszeiten, was war das für ein herrlich spannender und idyllischer Wohlfühlkrimi! Schon allein der Klappentext hat mich aufgrund der Krampuslauf-Thematik extrem neugierig gemacht, doch neben diesem bekommt man außerdem noch zahlreiche weitere Oberbayerische Bräuche und mystische Legenden zu lesen, von denen selbst ich als Oberfranke noch nie gehört habe. Denn im Dörflein Berghall, zu Gast bei der Gräfin vom Wurmbrand, ereignet sich zur Vorweihnachtszeit nicht nur ein Mord, auch der Aberglaube und die verschiedenen Brauchtümer im späten 19. Jahrhundert spielen eine große Rolle in diesem Fall. Gryszinskis Ermittlungen haben mich ein ums andere Mal fasziniert, gab es zu dieser Zeit ja nur begrenzte Mittel der Beweissicherung - selbst Blutanalysen und die Auswertung von Fingerabdrücken steckten noch in den Kinderschuhen. Dabei waren die Charaktere allesamt herrlich authentisch und sympathisch dargestellt und obwohl es von diesen zahlreiche gab, konnte ich mir alle sehr gut einprägen. Geschickt hangelt sich der Plot an den vorweihnachtlichen Festen und Riten entlang, wobei der leicht humorvolle Erzählstil perfekt zum historischen Setting passt. Für mich war "Der echte Krampus" ein atmosphärischer Weihnachtskrimi, für den ich gerne eine Leseempfehlung ausspreche!








