Süddeutsche Zeitung Bibliothek / Der dritte Mann
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Book Information
Posts
Der dritte Mann - In einer Stadt der Trümmer zerbricht auch jede Gewissheit.
Der dritte Mann ist ein ruhiger, eher nachdenklicher Roman, der im Wien der Nachkriegszeit spielt. Die zerstörte Stadt prägt die Stimmung deutlich: Alles wirkt unsicher, düster und von Misstrauen durchzogen. Ich habe das Buch vor allem als Geschichte über Freundschaft und Verrat gelesen. Rollo Martins kommt nach Wien, um einem Freund zu helfen, und gerät Schritt für Schritt in einen moralischen Konflikt. Besonders Harry Lime bleibt im Gedächtnis – charmant, aber kalt und rücksichtslos. Seine Haltung macht viele Szenen beklemmend. Der Roman erzählt langsam und ohne große Effekte. Das passt zur Atmosphäre, kann sich aber stellenweise etwas zäh anfühlen. Spannung entsteht weniger durch Handlung als durch die Frage, wie weit Loyalität gehen darf. Insgesamt ist Der dritte Mann ein solides, stimmungsvolles Buch, das mehr zum Nachdenken als zum Mitfiebern einlädt. Von mir 7 von 10 P.

Ein langsamer und etwas düsterer Krimi aus dem Nachkriegswien. Das Buch wird von der Atmosphäre beherrscht und lässt uns in die Zeit zurückkehren, als der Krieg eben erst zu Ende war und die Städte noch in Trümmern lagen. Hier zaubert Greene ein paar sehr eindrückliche Bilder. Von der Handlung selbst wird mir wohl über Kurz oder Lang nicht viel bleiben. Dafür ist sie zu allgemein gehalten. Wobei es zu ein paar lustigen Verwechslungsszenen kommt, die so gar nicht in die drückende Stimmung passen wollen. Mit geschicktem Handwerk flicht Greene diese Stellen in seinen Text ein, so dass sie herausstechen, aber dennoch nicht deplaziert wirken. Auch wenn dies nicht mein liebster Greene ist, so bin ich doch auch froh, dieses bekannte Buch von ihm gelesen zu haben. Wenn es sich ergibt, schaue ich mir irgendwann noch den Film an.
Book Information
Posts
Der dritte Mann - In einer Stadt der Trümmer zerbricht auch jede Gewissheit.
Der dritte Mann ist ein ruhiger, eher nachdenklicher Roman, der im Wien der Nachkriegszeit spielt. Die zerstörte Stadt prägt die Stimmung deutlich: Alles wirkt unsicher, düster und von Misstrauen durchzogen. Ich habe das Buch vor allem als Geschichte über Freundschaft und Verrat gelesen. Rollo Martins kommt nach Wien, um einem Freund zu helfen, und gerät Schritt für Schritt in einen moralischen Konflikt. Besonders Harry Lime bleibt im Gedächtnis – charmant, aber kalt und rücksichtslos. Seine Haltung macht viele Szenen beklemmend. Der Roman erzählt langsam und ohne große Effekte. Das passt zur Atmosphäre, kann sich aber stellenweise etwas zäh anfühlen. Spannung entsteht weniger durch Handlung als durch die Frage, wie weit Loyalität gehen darf. Insgesamt ist Der dritte Mann ein solides, stimmungsvolles Buch, das mehr zum Nachdenken als zum Mitfiebern einlädt. Von mir 7 von 10 P.

Ein langsamer und etwas düsterer Krimi aus dem Nachkriegswien. Das Buch wird von der Atmosphäre beherrscht und lässt uns in die Zeit zurückkehren, als der Krieg eben erst zu Ende war und die Städte noch in Trümmern lagen. Hier zaubert Greene ein paar sehr eindrückliche Bilder. Von der Handlung selbst wird mir wohl über Kurz oder Lang nicht viel bleiben. Dafür ist sie zu allgemein gehalten. Wobei es zu ein paar lustigen Verwechslungsszenen kommt, die so gar nicht in die drückende Stimmung passen wollen. Mit geschicktem Handwerk flicht Greene diese Stellen in seinen Text ein, so dass sie herausstechen, aber dennoch nicht deplaziert wirken. Auch wenn dies nicht mein liebster Greene ist, so bin ich doch auch froh, dieses bekannte Buch von ihm gelesen zu haben. Wenn es sich ergibt, schaue ich mir irgendwann noch den Film an.







