Denken/Ordnen

Denken/Ordnen

Softcover
5.02

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Description

In »Denken/Ordnen«, seinem letzten Buch, forscht Georges Perec den kleinen Privat-Bürokratien nach, die jeder Einzelne entwickelt, um die Dinge der Welt zu versammeln, zu zerlegen und zum Verschwinden zu bringen: Anleitungen, Übungen, Listen, Methoden; seitenweise Kochrezepte (aber nur für Seezunge, Kalbsbries und Kaninchen!), verschiedene Arten, ein Bücherregal zu ordnen; Überlegungen über die Unmöglichkeit des Aufräumens und über die verschiedenen Arten körperlichen Aufenthalts beim Lesen (auf der Toilette, auf Reisen, beim Essen, im Bett …) – und nicht zuletzt einige Seiten wunderbare Betrachtungen über Brillen, die für jeden, der selbst davon betroffen ist, fortan unerlässlich sein werden. Und das alles ist, wie stets bei Perec, nicht nur ungeheuer anregend, sondern zutiefst komisch und traurig zugleich.

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
Literary Essays
Format
Softcover
Pages
168
Price
15.40 €

Author Description

Georges Perec war einer der wichtigsten Vertreter der französischen Nachkriegsliteratur und Filmemacher. Als Sohn polnischer Juden musste Perec als Kind die deutsche Besetzung Frankreichs miterleben. Sein Vater fiel 1940 als Freiwilliger in der französischen Armee, seine Mutter wurde 1943 nach Auschwitz verschleppt. Kurz vor ihrer Verhaftung konnte sie ihren Sohn mit einem Zug des Roten Kreuzes aufs Land schicken und ihm so das Leben retten. 1967 trat Perec der literarischen Bewegung Oulipo bei, die Raymond Queneau ins Leben gerufen hatte. Das Kürzel Oulipo steht für »L' Ouvroir de Littérature Potentielle«, d.h. »Werkstatt für Potentielle Literatur«. Die Schriftsteller von Oulipo, die aus dem »Collège de Pataphysique«, surrealistischen Gruppierungen oder dem Kollektiv »Nicolas Bourbaki« stammten, erlegten ihren Werken bestimmte literarische oder mathematische Zwänge auf, etwa den Verzicht auf bestimmte Buchstaben. Perecs Werk »Anton Voyls Fortgang« kommt so ganz und gar ohne den Buchstaben E aus. In den 70er Jahren begann Perec ebenfalls mit Erfolg Filme zu drehen. Kurz vor seinem 46. Geburtstag starb Georges Perec an Lungenkrebs.

Posts

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Was für ein kleines feines Buch! Perec schreibt über die kleinen Alltagsbürokratien, die wir alle im Laufe unseres Lebens entwickeln um darin zurechtzukommen. Er schreibt übers Lesen und Bücher besitzen, über die Problematik, der steigenden Bücherflut gerecht zu werden genauso wie über Mode und Brillen. Das Buch ist so intelligent wie witzig, man findet sich selbst darin wieder und sieht die Details aus dem eigenen Alltag auf eine Weise, wie man sie zuvor nie bemerkt hätte. Leseempfehlung!!

5

The work of a genius/maniac! Makes me want to read everything this strange French man ever has written, which is unfortunately not too much. If you think an essay on 81 different ways to make sweetbread, rabbit, and sole could amuse you and would make you think why exactly he chose a combination of those three, then go for it. The most creative way of working with words I probably ever have seen!

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