Dein kompetentes Kind
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Description
Auf der Suche nach neuen Werten für die
Kindererziehung
und eine
moderne Familie
ist eines deutlich geworden: Kinder haben von Anfang an eine eigene Persönlichkeit und sind damit menschlich und sozial kompetente Partner ihrer Eltern. Wir Erwachsenen müssen lernen, auch störendes Verhalten in Botschaften zu übersetzen. Denn Erziehung ist ein Entwicklungsprozess – für die Eltern ebenso wie für die Kinder.
«Ein erfrischendes Plädoyer für Selbstbestimmung und Eigenverantwortung von Kindern.» Sonntagsblatt
Book Information
Author Description
Jesper Juul, 1948 in Dänemark geboren, war Lehrer, Gruppen- und Familientherapeut, Konfliktberater und Buchautor. Er war «gelernter Vater» eines Sohnes und lebte in Kopenhagen und Zagreb. Nach dem Studium der Geschichte, Religionspädagogik und europäischen Geistesgeschichte arbeitete er als Heimerzieher und später als Sozialarbeiter; in Kroatien und Bosnien leistete er therapeutische Arbeit in Flüchtlingslagern. Er entwickelte eine eigenständige Therapie- und Beratungsform, handlungsorientiert und praxisnah, und leitete bis 2004 das von ihm gegründete «Kempler Institute of Scandinavia». Am 25. Juli 2019 starb Juul im Alter von 71 Jahren in Odder nahe Aarhus.
Posts
Unglaublich, dass dieses Buch vor fast 30 Jahren erschienen ist! Es hat nicht viel an Aktualität verloren. Jesper Juul hat sichtlich für seinen Job als Therapeut gelebt und uns so viel Weisheit hinterlassen! Jeder, der etwas zum Thema Selbstwert, Grenzen und familiäre Konflikte sucht, wird hier fündig.
Schade für mich
Dass ich das Buch nicht 20 Jahre früher gelesen habe. Es regt zum Nachdenken und Hinterfragen der eigenen Erziehung an. Wirklich richtig kann man nicht alles machen, aber sich immer wieder von außen betrachten in seinen Methoden der Erziehung. Das ist die große Kunst und dazu ermutigt das Buch ungemein. Aktueller denn je. 👍
Ich finde, das Buch ist eine grundlegende Einführung in das generelle Konzept der Erziehung bzw. nicht-Erziehung. Es regt sehr viel zum Nachdenken an, und unterlegt viele Situationen mit Beispielen von Dingen, die der Autor so wirklich erlebt bzw. erzählt bekommen hat. Das verbildlicht die vielen Situationen. Auch zeigt er immerwieder Alternativen zwischen Handlungen und Aussagen auf und erklärt, wie sich welche Handlung auswirken kann. Und, was ich auch sehr wichtig finde: er betont, dass trotz des Fehlverhaltens der Eltern an manchen Stellen es immernoch nicht heißt, dass sie ihre Kinder nicht oder weniger lieben würden. Gerade wenn man viele Beispiele aus der eigenen Erziehung oder von Erzählungen her wiedererkennt, fühlt es sich gut an, dass er diese nicht verteufelt sondern stets betont, dass die Menschen hier dennoch nach bestem Wissen und Gewissen und mit viel Liebe und Wohlwollen gehandelt haben - nur dass leider andere wichtige Wissensfundamente noch mit einbezogen werden müssen. Gesamtinhalt, der mir von dem Buch auf erster Linie hängen geblieben ist: Kinder sind immer bemüht zu kooperieren - die Erwachsenen missinterpretieren ihr Verhalten (bzw. schauen nicht auf die Ursache sondern nur die Symptome des Verhaltens), geben falsche Vorbilder oder reagieren nicht förderlich auf die jeweiligen Situationen. Wenn man mit diesem Grundsatz an das Verhalten von Kindern rangeht, sollte man anscheinend oft den Fehler bzw. die Ursache bei sich selbst finden, und sehen, dass Kinder (und Jugendliche) eigentlich nur das machen, was ihnen vorgelebt bzw. beigebracht wurde. Ich habe mir beim Lesen auch immer wieder Kerngedanken rausgeschrieben, um diese bewusst wahrgenommen zu haben und ggf. auch nochmal nachlesen zu können. Demnach, andere Grundsätze, die ich von diesem Buch mitnehmen will: 1) wenn man anderen Menschen Grenzen setzen will dann dient das eher dem eigenen Machterhalt statt einer guten Interaktion. Um ordentlich sozial interagieren zu können, muss man sich eher selber Grenzen setzen können, und natürlich auch die Grenzen anderer respektieren. 2) Kinder sind stets gewillt zu kooperieren (hier auch oft mit Kopieren/Nachahmen gleichgesetzt, was dann schlussendlich auf das Zusammen-Arbeiten hinausläuft); das kann direkt (direktes Nachahmen) oder spiegelverkehrt (Tun des Gegenteils des Vorbildes) auftreten; Verhaltensweisen von Kindern liegt oft Kooperation zugrunde, wir erkennen dies nur nicht 3) wenn sich Kinder (selbst-)destruktiv oder asozial verhalten, dann weil sie dieses Verhalten von Erwachsenen aus ihrem näheren Umfeld gelernt haben 4) wir sollen auch oft ich-bezogen (in der "persönlichen Sprache", bspw. "ich möchte (nicht)) mit Kindern sprechen und unsere Grenzen so setzen. So lernen Kinder, wie man eigene Bedürfnisse und Wünsche ausdrückt, ohne dass es direkt eine Aufforderung an andere ist; auch, dass wir unsere eigenen Wünsche nicht als Normen darstellen sondern eben als eigene Wünsche (Beispiel aus dem Buch: "Man geht nicht mit dreckigen Schuhen ins Wohnzimmer." vs. "Ich möchte nicht, dass jemand mit dreckigen Schuhen ins Wohnzimmer geht." So lernen Kinder auch viel deutlicher, wo jetzt die wirklichen Grenzen einer Person liegen und vermischen diese nicht mit pseudo-Gesetzen der sozialen Welt. 5) wenn man auf Aussagen und Empfindungen von Kindern reagiert, muss man aufpassen, dass man deren Erlebnisse nicht entkräftigt - also auf Aussagen wie "Mir ist kalt." nicht mit "Ach quatsch, es ist doch voll warm." reagiert. Sonst lehrt man Kindern so, dass ihre Empfindungen falsch seien. 6) wenn Kinder und Jugendliche "einfach nicht zuhören" dann oftmals, weil es nicht zuhörenswert ist - bezogen auf den Inhalt da man nicht permanent belehrt werden will, oder auf die Art und Weise die einfach nicht respektvoll ist. Sondern dieses permanent Belehrende, bei dem auch die Erwachsenen dann oft abschalten.
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Auf der Suche nach neuen Werten für die
Kindererziehung
und eine
moderne Familie
ist eines deutlich geworden: Kinder haben von Anfang an eine eigene Persönlichkeit und sind damit menschlich und sozial kompetente Partner ihrer Eltern. Wir Erwachsenen müssen lernen, auch störendes Verhalten in Botschaften zu übersetzen. Denn Erziehung ist ein Entwicklungsprozess – für die Eltern ebenso wie für die Kinder.
«Ein erfrischendes Plädoyer für Selbstbestimmung und Eigenverantwortung von Kindern.» Sonntagsblatt
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Author Description
Jesper Juul, 1948 in Dänemark geboren, war Lehrer, Gruppen- und Familientherapeut, Konfliktberater und Buchautor. Er war «gelernter Vater» eines Sohnes und lebte in Kopenhagen und Zagreb. Nach dem Studium der Geschichte, Religionspädagogik und europäischen Geistesgeschichte arbeitete er als Heimerzieher und später als Sozialarbeiter; in Kroatien und Bosnien leistete er therapeutische Arbeit in Flüchtlingslagern. Er entwickelte eine eigenständige Therapie- und Beratungsform, handlungsorientiert und praxisnah, und leitete bis 2004 das von ihm gegründete «Kempler Institute of Scandinavia». Am 25. Juli 2019 starb Juul im Alter von 71 Jahren in Odder nahe Aarhus.
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Unglaublich, dass dieses Buch vor fast 30 Jahren erschienen ist! Es hat nicht viel an Aktualität verloren. Jesper Juul hat sichtlich für seinen Job als Therapeut gelebt und uns so viel Weisheit hinterlassen! Jeder, der etwas zum Thema Selbstwert, Grenzen und familiäre Konflikte sucht, wird hier fündig.
Schade für mich
Dass ich das Buch nicht 20 Jahre früher gelesen habe. Es regt zum Nachdenken und Hinterfragen der eigenen Erziehung an. Wirklich richtig kann man nicht alles machen, aber sich immer wieder von außen betrachten in seinen Methoden der Erziehung. Das ist die große Kunst und dazu ermutigt das Buch ungemein. Aktueller denn je. 👍
Ich finde, das Buch ist eine grundlegende Einführung in das generelle Konzept der Erziehung bzw. nicht-Erziehung. Es regt sehr viel zum Nachdenken an, und unterlegt viele Situationen mit Beispielen von Dingen, die der Autor so wirklich erlebt bzw. erzählt bekommen hat. Das verbildlicht die vielen Situationen. Auch zeigt er immerwieder Alternativen zwischen Handlungen und Aussagen auf und erklärt, wie sich welche Handlung auswirken kann. Und, was ich auch sehr wichtig finde: er betont, dass trotz des Fehlverhaltens der Eltern an manchen Stellen es immernoch nicht heißt, dass sie ihre Kinder nicht oder weniger lieben würden. Gerade wenn man viele Beispiele aus der eigenen Erziehung oder von Erzählungen her wiedererkennt, fühlt es sich gut an, dass er diese nicht verteufelt sondern stets betont, dass die Menschen hier dennoch nach bestem Wissen und Gewissen und mit viel Liebe und Wohlwollen gehandelt haben - nur dass leider andere wichtige Wissensfundamente noch mit einbezogen werden müssen. Gesamtinhalt, der mir von dem Buch auf erster Linie hängen geblieben ist: Kinder sind immer bemüht zu kooperieren - die Erwachsenen missinterpretieren ihr Verhalten (bzw. schauen nicht auf die Ursache sondern nur die Symptome des Verhaltens), geben falsche Vorbilder oder reagieren nicht förderlich auf die jeweiligen Situationen. Wenn man mit diesem Grundsatz an das Verhalten von Kindern rangeht, sollte man anscheinend oft den Fehler bzw. die Ursache bei sich selbst finden, und sehen, dass Kinder (und Jugendliche) eigentlich nur das machen, was ihnen vorgelebt bzw. beigebracht wurde. Ich habe mir beim Lesen auch immer wieder Kerngedanken rausgeschrieben, um diese bewusst wahrgenommen zu haben und ggf. auch nochmal nachlesen zu können. Demnach, andere Grundsätze, die ich von diesem Buch mitnehmen will: 1) wenn man anderen Menschen Grenzen setzen will dann dient das eher dem eigenen Machterhalt statt einer guten Interaktion. Um ordentlich sozial interagieren zu können, muss man sich eher selber Grenzen setzen können, und natürlich auch die Grenzen anderer respektieren. 2) Kinder sind stets gewillt zu kooperieren (hier auch oft mit Kopieren/Nachahmen gleichgesetzt, was dann schlussendlich auf das Zusammen-Arbeiten hinausläuft); das kann direkt (direktes Nachahmen) oder spiegelverkehrt (Tun des Gegenteils des Vorbildes) auftreten; Verhaltensweisen von Kindern liegt oft Kooperation zugrunde, wir erkennen dies nur nicht 3) wenn sich Kinder (selbst-)destruktiv oder asozial verhalten, dann weil sie dieses Verhalten von Erwachsenen aus ihrem näheren Umfeld gelernt haben 4) wir sollen auch oft ich-bezogen (in der "persönlichen Sprache", bspw. "ich möchte (nicht)) mit Kindern sprechen und unsere Grenzen so setzen. So lernen Kinder, wie man eigene Bedürfnisse und Wünsche ausdrückt, ohne dass es direkt eine Aufforderung an andere ist; auch, dass wir unsere eigenen Wünsche nicht als Normen darstellen sondern eben als eigene Wünsche (Beispiel aus dem Buch: "Man geht nicht mit dreckigen Schuhen ins Wohnzimmer." vs. "Ich möchte nicht, dass jemand mit dreckigen Schuhen ins Wohnzimmer geht." So lernen Kinder auch viel deutlicher, wo jetzt die wirklichen Grenzen einer Person liegen und vermischen diese nicht mit pseudo-Gesetzen der sozialen Welt. 5) wenn man auf Aussagen und Empfindungen von Kindern reagiert, muss man aufpassen, dass man deren Erlebnisse nicht entkräftigt - also auf Aussagen wie "Mir ist kalt." nicht mit "Ach quatsch, es ist doch voll warm." reagiert. Sonst lehrt man Kindern so, dass ihre Empfindungen falsch seien. 6) wenn Kinder und Jugendliche "einfach nicht zuhören" dann oftmals, weil es nicht zuhörenswert ist - bezogen auf den Inhalt da man nicht permanent belehrt werden will, oder auf die Art und Weise die einfach nicht respektvoll ist. Sondern dieses permanent Belehrende, bei dem auch die Erwachsenen dann oft abschalten.







