Das verborgene Paradies

Das verborgene Paradies

Paperback
4.161
GerechtigkeitLebenstraumKirchen Und KlösterGalileo Galileo

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Description

Ein kleines Dorf. Eine epochale Entdeckung. Eine große Liebe.

Borgo San Michele, ein Alpendorf umgeben vom Panorama majestätischer Berge. Dort verbinden sich die Schicksale von Daniele, einem jungen Mann, der mit einer besonderen Gabe zur Welt kam, und Susanna, die unter dramatischen Umständen geboren wurde. Es ist das Jahr 1633, und die Inquisition verfolgt gnadenlos jeden, der ihre Lehre anzweifelt. So auch den Universalgelehrten Galileo Galilei, der das Weltbild der Kirche mit einem spektakulären Beweis ins Wanken gebracht hatte: Nicht die Erde ist Mittelpunkt des Universums, sondern die Sonne. Eine atemraubende Mission bringt auch Susanna und Daniele in tödliche Gefahr. Doch sind die Menschen um sie herum überhaupt bereit für eine neue Zeit? Und ist die Zeit bereit für eine Liebe über Grenzen hinweg?

Ein bildgewaltiges Epos, in dem Tradition und Aberglaube mit Fortschritt und Visionen von einer besseren Welt ringen, eine mitreißende Geschichte um mutige Entscheidungen, die Macht der Liebe und den unerschütterlichen Glauben an den Sieg der Gerechtigkeit

»Luca Di Fulvio erzählt eine atmosphärisch dichte Schicksalsgeschichte, die von der ersten bis zur letzten Seite fesselt!« Taschenbuch-Magazin

»Di Fulvio versteht es meisterhaft, die Angst der Menschen vor allem Neuen, ihren Aberglauben und den Würgegriff der Inquisition darzustellen. Sehr gut!« Mainhattan Kurier

»In zwei parallelen Erzählsträngen bewegt sich dieser fesselnde, atmosphärisch dichte Roman auf sein dramatisches Ende zu und hält bis zur letzten Seite seine Leser:innen in Atem« BUCHJOURNAL

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Paperback
Pages
624
Price
17.50 €

Author Description

Luca Di Fulvio (1957-2023) lebte und arbeitete als freier Schriftsteller in Rom. Seine schriftstellerische Karriere begann mit dem Schreiben von Thrillern, später wandte er sich den großen, emotional tiefen Geschichten zu. Nicht nur seine ersten Romane DER JUNGE, DER TRÄUME SCHENKTE und DAS MÄDCHEN, DAS DEN HIMMEL BERÜHRTE standen monatelang auf den vordersten Plätzen der SPIEGEL-Bestsellerliste.

Posts

19
All
4

Kampf um Gerechtigkeit

Daniele & Susanna. Eine kalte Winternacht, zwei Schicksale, ein gemeinsamer Weg. Die Geschichte ist eiskalt und brutal. Ich habe das Buch oftmals mit einer Gänsehaut am ganzen Körper zur Seite gelegt und musste an anderen Stellen vor allem über Susanna und Fra Thevet schmunzeln. Fulvio ist Meister darin, die Worte so miteinander zu verweben, dass Kunstwerke vor den Augen seiner Leser entstehen. Mit den geschickt platzierten Zeitsprüngen hält er die Spannung und lässt etwas Glück durchscheinen. Auf diese Weise erfahren wir auch, wie die Charaktere zu den Personen geworden sind, die sie jetzt sind. Die Protagonisten sind wie gewohnt scharf umrissen und gut durchdacht, was sie authentisch und nahbar macht. Mein einziger Kritikpunkt sind ein paar Längen, die es über die mehr als 600 Seiten gab - das bin ich mir von seinen vorherigen Büchern nicht gewohnt. Auch wenn es keine 5-Sterne Bewertung ist, finde ich das Buch absolut lesenswert und sowieso ein Muss für alle Di Fulvio Fans und all diejenigen, die es noch nicht sind!

Kampf um Gerechtigkeit
5

historisch, einnehmend, toll geschrieben

„Das verborgene Paradies“ von Luca di Fulvio ist ein historischer Roman, der in den Jahren 1610 bis 1633 spielt und in den italienischen Alpen angesiedelt ist. Es ist die Zeit der Hexenverfolgung und eine Zeit in denen bei Ungehorsam und Häresie die Inquisition drohte. Die Bevölkerung war ungebildet und vor allem für Frauen war es nicht vorgesehen und nicht erwünscht etwas zu lernen. Doch eines Tages kam ein Mädchen, Susanna, in die Obhut eines Priesters. Er und eine Äbtissin machten es sich zur Aufgabe sie zu bilden, sie sahen ein Potential in ihr und wollten dieses nähren. Ähnlich war es auch bei Danielle. Der bald junge Mann und Susanna waren von Beginn an durch das Schicksal verbunden. Und dann wurde Susanna der Hexerei angeklagt, der Prozess wurde ihr gemacht und Danielle versuchte verzweifelt die Frau zu beschützen. Das Buch war ein Geschenk, wurde mir ans Herz gelegt und ich habe ohne Erwartungen diese Geschichte zu lesen begonnen. Schon nach den ersten Seiten war ich wie gebannt von dieser dunklen – vor allem für Frauen – gefährlichen Welt. Fantastisch geschrieben übte der Roman einen Sog auf mich aus, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. „Das verborgene Paradies“ ist eine Geschichte über Frauenemanzipation, über Mut und über die Liebe. Ganz hervorragend webt der Autor die Systematik, die hinter Misogynie steckt, in die Handlung hinein, erklärt die Zusammenhänge der Hexenverfolgungen, die Rolle und Ideen der Kirche. Rivalität und Wahnsinn sind ebenfalls Motive, die vorkommen. Gleichzeitig ist es eine so schöne Liebesgeschichte, die nur an wenigen Stellen bisschen schmalzig wird. Das Buch hat mich auf eine emotionale Reise geschickt, zwischen Beklemmung, Hoffnung, Spannung und Rührung bin ich von Seite zu Seite gerauscht. Es war ein toller Ausflug in das Genre und in eine Geschichte, zu der ich sonst nicht gegriffen hätte. Ich bin sehr happy damit geworden!

historisch, einnehmend, toll geschrieben
4.5

✧ 𝐙𝐢𝐭𝐚𝐭: „Heute lernen wir unser erstes Wort. Und zwar das, was wir immer von ihnen zu hören bekommen, unabhängig von unserem Beruf. HURE!“ (Susanna zu den Frauen, denen sie Lesen und Schreiben beibrachte) ✧ 𝐌𝐞𝐢𝐧 𝐋𝐞𝐬𝐞𝐞𝐢𝐧𝐝𝐫𝐮𝐜𝐤: Die Geschichte beginnt absolut ergreifend. Es sind Zeiten, in denen ich nicht hätte leben wollen. Und doch war es wirklich interessant, in diese Geschichte einzutauchen. Religiöse Zwänge, Unterdrückung, Machtmissbrauch, Gewalt, Folter, und natürlich der Scheiterhaufen… Die Inquisition ist unerbittlich. Die Angst der Menschen, selbst ins Visier zu geraten, zwingt sie dazu die Ereignisse stumm hinzunehmen. Doch einige von ihnen sind mutig genug und geben nicht auf, weil sie an eine bessere und gerechte Welt glauben. Es war eine für mich sehr ungewohnte Lektüre, und doch habe ich das Buch sehr genossen. Manche Szenen waren filmreif, und die Charaktere mit all ihren Facetten beeindruckend, sowohl die guten als auch die bösen. Ich bin wieder einmal fasziniert vom bildhaften und emotionalen Schreibstil des Autors, der Ton ist manchmal durchaus roh und es wird auch nichts beschönigt. Ein toller Zufallsfund im Bücherschrank, über den ich mich sehr freue, andernfalls wäre mir dieses tolle Buch vermutlich entgangen. Für alle, die historische Romane mögen und sich vor allem für Hexenprozesse interessieren, ist dieses Buch sehr zu empfehlen.

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4

Nicht ganz so gut wie die Vorgänger.

Inhalt: Susanna kommt in einem Kloster unter dramatischen Umständen zur Welt. Fra' Thevet nimmt sich ihrer an. Jedoch verschweigt er, dass sie ein Mädchen ist. Daniele wird nach dem Tod seiner Mutter vom Vater ins selbe Kloster abgeschoben. Noch völlig traumatisiert entwickelt er zu dem Baby eine zarte Bindung. Diese wird jäh auseinandergerissen als durch einen dummen Zufall das wahre Geschlecht von Susanna bekannt wird. Jahre später treffen sich beide wieder. Susanna ist als Hexe angeklagt. Daniele übernimmt ihre Verteidigung. Ein unmögliches Unterfangen..... Leseeindruck: Ich habe versucht den Inhalt von "Das verborgene Paradies" so wiederzugeben wie er wirklich ist, ohne zu spoilern. Denn auffällig ist, dass der Klappentext auf Themen anspricht, die eher nur am Rand vorkommen. Sehr viel Raum, sprich fast dreiviertel des Romanes, nimmt der Hexenprozess in Anspruch. Der bringt in der Erkenntnis nichts neues. Wen die Kirche damals einmal in den Fängen hatte, hatte keine Chance. Also ist Danieles Unterfangen, die Unschuld von Susanna zu beweisen, ein Kampf gegen Windmühlen. Trotzdem versucht er es zusammen mit einem ehemaligen Soldaten. Diese Verhandlung hat mir anfangs sehr gut gefallen. War ich doch gespannt, ob Daniele noch ein Ass aus dem Ärmel zaubert. Mit der Zeit war sie mir aber zu lang. Es hat sich einfach alles im Kreis gedreht. Die Figuren haben wie immer bei Luca di Fulvio etwas besonderes. So konnte ich mich gut in sie hineinversetzen, lieben oder auch hassen. Zudem schafft es der Autor wie kein anderer die Handlung bildgewaltig in Szene zu setzen. Man fühlt sich gleich in eine andere Zeit katapultiert. Ich weiß zwar nicht, ob es das damals wirklich schon gab, jedoch waren einige Figuren ihrer Zeit weit voraus und hatten moderne Denkweisen. Hier ein Zitat: "Ich weiß, dass in unserer Welt für eine Frau noch nicht der Moment gekommen ist, ein Mensch zu sein und als solcher anerkannt zu werden". Wohlgemerkt war das 1615! Wie dem auch sei. Dieser Aspekt in der Geschichte hat mir gut gefallen. Und dann komme ich auch schon zum Ende. Das fand ich eher nur durchschnittlich. Mehr kann ich dazu nicht schreiben, weil es sonst spoilern würde. Fazit: Das Lesen von "Das verborgene Paradies" war für mich eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Einmal habe ich gebannt an den Zeilen gehangen, dann wiederum war mir alles zu ausschweifend. Es hat sich, gerade im Prozess, viel wiederholt. So ging es teilweise nur schleppend voran. Trotzdem hat mir der neue Roman von Luca di Fulvio gefallen, wenn auch nicht ganz so gut wie die Vorgänger.

Nicht ganz so gut wie die Vorgänger.
5

Bisher mein Highlight des Jahres! Toller Schreibstil meets herzzerreißende slow burn Liebesgeschichte.

1633: Susanna wird der Hexerei bezichtigt und angeklagt am Mord ihres Mannes, dem Astrologen Weser, und deren Dienstmagd Astrid. Als Daniele davon hört, hält ihn in seiner Hütte mitten im Wald nichts mehr und er beschließt ihr Verteidiger während des Prozesses zu sein. Luca Di Fulvio versteht es auch hier wieder eine bildhafte Welt zu schaffen, in die man direkt eintauchen kann. Es wird in der Zeit hin und her gesprungen, wodurch man als Leser immer mehr über die Charaktere und deren Motive erfährt und dadurch auch immer weiterlesen möchte. Ich konnte es kaum aus der Hand nehmen. Es geht viel um Moral, Wertevorstellung und die Angst der Kirche vor Veränderungen und natürlich allen voran das Frauenbild zu jener Zeit, aber auch das individuelle Frauenbild jedes einzelnen Charakters, was sehr spannend war. Da die Geschichte sich hauptsächlich um die Zeit während des Hexenprozesses gegen Susanna geht und hin und her gesprungen wird in der Zeit, bleibt der Spannungsbogen durchgehend solide und flacht nicht ab. Eine klare Leseempfehlung meinerseits!

Bisher mein Highlight des Jahres!
Toller Schreibstil meets herzzerreißende slow burn Liebesgeschichte.

Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an die #bloggerjury und @bastelübbe 😁 Auch „Das verborgene Paradies“ konnte mich wieder komplett überzeugen. Innerhalb von 2 Tagen hatte ich die ca. 600 Seiten weggelesen. Ich wollte es unbedingt beenden, aber gleichzeitig wollte ich es nicht zu Ende lesen 🤷🏼‍♀️ Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Beide fand ich super interessant und auch gut umgesetzt. Endlich mal wieder ein Buch, bei dem ich während des Lesens die Zeit vergessen habe, so sehr bin ich in die Geschichte versunken. Sowohl Susanna als auch Daniele sind zwei sehr sympathische, starke und unabhängige Charaktere und es hat viel Spaß gemacht die beiden bei ihrer Entwicklung zu begleiten. Ich finde ja sowieso, dass Luca di Fulvio immer noch viel zu wenig hier auf Bookstagram zu sehen ist. An alle Leser*Innen von historischen Romanen und die, die es noch werden wollen: Lest seine Bücher! 😁 Ich bin jedenfalls sehr überzeugt von seinem neusten Werk und hoffe, das weitere Bücher nicht allzu lang auf sich warten lassen.

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4

Mit etwas Wehmut habe ich angefangen zu lesen, da es das letzte Buch des Autors ist. Alleine die Widmung für seine Frau hat mich schon berührt. "Für meine Frau Elisa, die Sonne, die ich in alle Ewigkeit umkreisen werde." Wie nicht anders gewohnt, hat Luca Di Fulvio eine tollen Schreibstil. Die über 600 Seiten lassen sich hervorragend lesen. Dennoch hat es sich diesmal anders angefühlt und ich musste erstmal warm werden mit der Geschichte. Vielleicht schon ein Zeichen seiner Erkrankung. Die Geschichte um Daniele und Susanna hat mir gut gefallen. Di Fulvio erzählt wieder alles sehr authentisch. Er schafft es immer Charaktere zu erschaffen, die man abgrundtief hasst oder einem so sehr ans Herz wächst, dass man sie nach beenden der Geschichte kaum loslassen kann. Die Geschichte ist brutal und grausam, aber auch schön, berührend und herzzerreißend. Die kleinen Erwähnungen von Galileo Galiläa waren sehr gut und passend einarbeitet. Das Ende war schon vom Autor sehr gewagt, auch etwas zu dramatisch, aber realistisch. Ein kleines "Happyend" haben wir dennoch bekommt. Und das gefiel mit unglaublich gut. Luca Di Fulvio hat wieder mal bewiesen, dass ein männlicher Autor, ein tolles feministisches Buch schreiben kann, mit einer selbstbewussten und selbstlosen Protagonistin, die keinen Mann braucht, um stark und mutig zu sein. Und die für sich und andere Frauen einsteht und für ihr Recht zu kämpft. Der Autor wird immer ein Platz in meinem Bücherherz haben!

5

„Das verborgene Paradies“ von Luca di Fulvio erzählt die Geschichte von Susanna und Daniele. Beide sind Kinder, die in einem Kloster aufgewachsen sind und dort in den Genuss von Bildung kamen. Allerdings leben sie im 17. Jahrhundert, in dem Bildung kein Genuss für jeden war und nur Kirchendienern und auch nur Männern zugänglich war. Damit sind verschiedene Probleme verbunden, die beide versuchen zu überwinden. Dabei verlieren sie sich aus den Augen. Als Susannas Mann tot aufgefunden wird, treffen beide wieder aufeinander. Ein Kampf ums Überleben beginnt. Das Cover passt wunderbar in den zeitlichen Kontext des Buches und auch der Titel des Buches ist sehr gut gewählt und nachvollziehbar, wenn man erst einmal in der Geschichte angekommen ist. Ich hatte am Anfang Schwierigkeiten, im Buch anzukommen. Jedoch habe ich diese nach dem ersten Viertel des Buches überwunden, nachdem mir alle Zusammenhänge klar waren und alles also auch nachvollziehbar. Das Buch erzählt die Geschichte von Susanna und Daniele in der Gegenwart des 17. Jahrhundert, aber auch in der Vergangenheit des 17. Jahrhundert. Das bedeutet, es gibt einen Handlungsstrang, der den Lebensweg der Beiden erklärt und einen, der ihre gegenwärtige Situation darstellt. Ich hatte nie Schwierigkeiten, die Zeitsprünge nachzuvollziehen. Durch die Orts- und Zeitangaben war es dem Leser einfach gemacht. Die Zeitsprünge waren jedoch auch notwendig, um die Geschichte besser verstehen zu können. Das Buch war in vier Teile aufgeteilt und darunter in Kapiteln. Die Kapitel hatten eine für mich angenehme Länge. Das Buch war sehr spannend und gerade ab der Hälfte wurde ich immer neugieriger, wie es denn nun weitergehen würde. Auch hat Luca di Fulvio das Buch nachvollziehbar im Kontext des 17. Jahrhundert angelegt und den Status des Klerus dargestellt. Wunderbar sind die einzelnen Rollenbilder und Status der verschiedenen Bevölkerungsgruppen beschrieben, sodass das Buch sehr authentisch wirkt. Was mir jedoch fehlte, waren die Anmerkungen des Klappentextes. Ich verstehe den Hinweis auf Galileo Galilei und seine Entdeckungen kamen jedoch mehrfach vor, dennoch hätte ich gedacht, dass sie eine größere Rolle spielen. Dennoch passt der Rest des Klappentextes resümierend gut zum Roman. Ein tolles Buch und ein Muss für alle, die geschichtlich interessiert sind und die auch gerne Krimis lesen.

5

Was für eine wunderschöne Reise 🥰 ich liebe es so wie angenehm und Gefühls intensiv Di Fulvio schreibt 🥰 auf jeden Fall das Highlight im Februar 🥰

5

Borgo San Michele, ein Alpendorf. Anfang des 17 Jahrhunderts verbinden sich hier auf schicksalshafte Weise die Leben von dem jungen Daniele di Barco, der nach dem Tod seiner Mutter vom Vater verstoßen und ins Kloster geschickt wird, und Susanna Berna, die Tochter einer Hure, welche unter dramatischen Umständen das Licht der Welt erblickt. Beide wachsen im Kloster auf und kommen so in den Genuss von weltlicher Bildung, was zu dieser Zeit definitiv noch nicht selbstverständlich war, und schon gar nicht für Frauen. Und somit sind auch die Probleme vorprogrammiert, die die beiden immer wieder in ihrem Leben begleiten werden. Bis sie sich aus den Augen verlieren. Es ist das Jahr 1633, und die Inquisition verfolgt gnadenlos jeden, der die kirchliche Lehre anzweifelt und missachtet. Und so wird Susanna wegen Hexerei und des Mordes an ihrem Ehemann und der Haushälterin angeklagt. Der Hexenprozess beginnt und der Inquisitor glaubt sich am Ziel, Susanna endlich vernichten zu können, um sich so von seinen abnormen körperlichen Begierden wegen ihr zu befreien. Bei diesem Vorhaben wird er von seinem eifersüchtigen Handlanger Paolo unterstützt, der sich an seinem Ziel sehnt, wenn nur endlich Susanna aus dem Weg geräumt ist. Jedoch haben die beiden nicht mit Daniele gerechnet. Er glaubt fest daran, dass Susanna keine Mörderin ist. Der Autor Luca Di Fulvio erzählt in seinem Roman „Das verborgene Paradies“, ein Epos, in dem Tradition und Aberglaube mit Fortschritt und Visionen von einer besseren Welt ringen. Er verknüpft historische Ereignisse mit spannenden Details über die Hexenprozesse im 17. Jahrhundert, geschickt und spannend mit der fiktiven Handlung um die beiden Protagonisten. Anfangs hatte ich doch ein wenig Schwierigkeiten, so richtig in die Geschichte zu finden, doch nach und nach wurden die Zusammenhänge durch die wechselnden Zeitschienen und unterschiedlichen Perspektiven der beiden Protagonisten und auch einigen anderen Personen klarer und die Geschichte hat mich einfach nicht mehr losgelassen. Und wenn man auch hier die Anspielung auf Galilei als Metapher sieht, was die Liebe und der Glauben der beiden alles bewegen kann, habe ich doch gern verfolgt, wie die Menschen um Sara und Daniele plötzlich anfangen gehen die Allmacht Kirche zu wehren und ihr Tun in Frage zu stellen. Auch wenn die Zeit nicht unbedingt meine ist, über die ich sonst gern lese, hat mich dieses Buch begeistert. Eine absolute Leseempfehlung für alle, die gern historische Geschichte lesen, mit der gewissen Spannung eines fesselndes Krimis!

2

Luca Di Fulvio ist einer meiner absoluten Lieblingsautoren, diesmal konnte er mich leider nicht so ganz überzeugen. Schon der Einstiegs ins Buch fiel mir sehr schwer, ich fand den Schreibstil und den Anfang des Buches irgendwie holprig. Es gab gleich zu Beginn super viele Zeitsprünge und so gut wie alle Charaktere wurden zu Beginn vorgestellt, mir persönlich war das zu überladen und zu viel auf einmal, so konnte ich irgendwie keinen Zugang zur Handlung finden. Die Sprache im Buch derer sich Di Fulvio bediente war wieder sehr bildgewaltig so wie man es von ihm gewohnt ist, aber die Protagonisten blieben auf der Strecke und ich empfand das sie keinerlei Tiefe hat und eher oberflächlich blieben. Auch die Handlung drehte sich ständig im Kreis und ich hatte das Gefühl das sie nicht vorran kommt und alles sehr unnötig in die Länge gezogen wurde. Am Ende kann ich leider nur sagen, dass mich das Buch diesmal leider gar nicht überzeugen konnte. Auf das, dass nächste Buch wieder mehr meinem Geschmack entspricht.

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5

Eine Geschichte, die mir sehr nahe ging.

Mit seinem neuen Roman "Das verborgene Paradies" hat mir Luca Di Fulvio wieder einmal die Tränen in die Augen getrieben. Es ist eine sehr berührende Geschichte über die junge Susanna, eine Freidenkerin, die nach Wissen und Wahrheit strebt und 1633 gegen Aberglaube und Tradition zu kämpfen hat. Doch am gefährlichsten für Susanna ist die Inquisition, die gnadenlos jeden verfolgt, der die Lehren der Kirche anzweifelt. Und so ist Susanna dem Inquisitor ein Dorn im Auge... Wie all seine Bücher, so hat mich auch dieses wieder gnadenlos in seinen Bann gezogen. Di Fulvios Geschichten gehen mir immer sehr nahe, legen sie doch einen Finger in alte Wunden. Und so blieben meine Augen auch bei diesem Buch nicht trocknen. Susanna ist ein Charakter, den ich sehr bewundere, denn im Gegensatz zu mir, hat sie einen wirklich unerschütterlichen Glauben an Gerechtigkeit und an das Gute und genau dafür kämpft sie. Auch Fra Thevet und die alte Äbtissin haben mir sehr imponiert. Für mich ist dies wieder ein sehr gelungener historischer Roman, der spannend und auch traurig ist. Der menschliche Abgründe offenbart und der zeigt, wie feige wir oft sind. Ein Buch, das noch eine Weile bei mir nachhallen wird.

Eine Geschichte, die mir sehr nahe ging.
4

Nicht so gut wie die vorherigen Titel, aber immer noch ein tolles Buch...

Das Buch beginnt auf jeden Fall eher gemächlich und nimmt auch nicht allzu schnell Fahrt auf. In einem Wechsel aus Rückblenden und Gegenwartserzählung wird uns die Geschichte von Daniele und Susanna erzählt, die zu Zeiten der Inquisition spielt. Hexenprozesse sind an der Tagesordnung. Mehrmals möchte man sich feste an die Stirn schlagen, weil man überhaupt gar nicht nachvollziehen kann, wie die Hauptfiguren handeln, aber nun können wir auch die Kirche als absolute Übermacht nicht ganz nachvollziehen. Unterm Strich gehen die ganzen Handlungsstränge schon okay, man hätte vielleicht einen Schlenker weniger einbauen können, hier und da. Mit dem Ende bin ich allerdings mehr als unzufrieden. Das spoiler ich hier jetzt aber nicht, das darf jeder für sich selbst herausfinden, der darauf Lust hat. Wert ist es das Buch allemal.

5

Ich bin einfach ein großer Luca Di Fulvio Fan

2

Obwohl ein an sich sehr interessantes Thema behandelt wird - Inquisition verbunden mit einer Liebesgeschichte - bin ich zu keinem Zeitpunkt wirklich in die Geschichte hineingekommen. Für mich leider eine Enttäuschung…

3

1633. In dem Alpendorf San Michele herrscht die Inquisition. Alles, was nicht ihren Normen entspricht, wird gnadenlos verfolgt. Und an diesem Ort verbinden sich die Schicksale von Daniele, der mit einer ganz besonderen Gabe zur Welt gekommen ist, und Susanna, die unter dramatischen Umständen geboren wird. Die Welt steht vor dem Umbruch, als der Wissenschaftler Galileo Galilei den Beweis erbringt, dass nicht die Erde der Mittelpunkt des Universums ist, sondern die Sonne. Vor diesem Hintergrund müssen Susanna und Daniele eine ungewöhnliche Mission erfüllen. Doch sind die Menschen um sie herum bereit für eine neue Zeit? Und ist die Zeit bereit für eine Liebe über Grenzen hinweg? Meinung Ich hab einmal ein Buch dieses Autor gelesen und war sehr begeistert. Dies habe ich mir auch für diesen Roman gewünscht. Für mich war das Buch ziemlich schwergängig. Die Story an dich war nicht verkehrt. Aber viel zu umständlich und ausschweifend erzählt. Hätte ich das Buch nicht noch unterstützend gehört hätte ich wohl aufgegeben. Tolle Rahmenhandlung, aber langatmig erzählt. Wer ausschweifende Geschichten mag dem Empfehle ich dieses Buch.

4

Tragisches Thema, gut und packend geschrieben. Unglaublich zu was die Welt fähig war/ist.

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