Das Trio

Das Trio

Hardback
3.8111

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Description

Drei Freunde in ihren Zwanzigern: Thora, Hugo und August. Sie stammen aus verschiedenen Welten. Aber in zwei magischen Sommern erleben sie eine Liebe fürs Leben.

Thora, einzige Tochter einer charismatischen Stockholmer Industriellenfamilie. August, angehender Künstler, seit Jahren ihr bester Freund und manchmal auch mehr. Hugo, gleichermaßen fasziniert wie verängstigt von dieser neuen und privilegierten Welt, in die er unvermittelt als Untermieter von Thoras Eltern gestoßen wird. Bald sind die drei unzertrennlich und verbringen jede wache Minute miteinander: in Cafés, auf Radtouren, in Paris, London, Berlin. Unter der Oberfläche lauern starke Gefühle; Themen wie Identität, Klasse und Liebe brechen auf. Das fragile Gleichgewicht zwischen ihnen droht schon bald zu zerbrechen, aber noch ist alles in der Schwebe, noch ist alles möglich.

Das Trio ist ein glänzendes literarisches Debüt: zugänglich und präzise, subtil und elegant. Es erzählt von der Jugend und ihren Aufbrüchen, aber auch von Themen, die zeitlos sind: dem Gefühl der Entfremdung wie auch dem Verlangen nach Zugehörigkeit und Verbundenheit.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
448
Price
22.70 €

Author Description

Johanna Hedman wurde 1993 in Stockholm geboren. Sie hat einen Master-Abschluss in Peace & Conflict Studies von der Universität Uppsala und absolvierte ein Praktikum bei der schwedischen UN-Delegation in New York, wo sie Protokoll bei den Sitzungen des Sicherheitsrates führte. Sie hat in Paris, Indien und in New York gelebt und gearbeitet. Dies ist ihr erster Roman.

Characteristics

4 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
46%
7%
N/A
21%
53%
39%
60%
64%
17%
57%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
48%
73%
44%
69%

Pace

Fast0%
Slow75%
Moderate0%
Variable25%

Writing Style

Simple50%
Complex0%
Moderate50%
Bildhaft (67%)Poetisch (67%)Außergewöhnlich (33%)

Posts

20
All
5

Sooo viele Gefühle

Ich bin begeistert von dem Buch. Die Geschichte von dem Trio Thora, August und Hugo ist so wunderschön geschrieben, ich bin immer noch ganz geflasht. Ein ganzer Fluss voller Gefühle hat mich mitgerissen, manche ganz subtil, andere laut. Die Autorin hat meiner Meinung nach alles richtig gemacht. Die Wortwahl genauso wie die Ausarbeitung der Protagonist ist ihr ganz toll gelungen.

4

"Ich weiß nicht, wer ich wäre, wenn ich ihnen nicht begegnet wäre." Als Frances an die Tür von Hugo klopft erkennt er gleich wen er vor sich hat. Es ist die Tochter von August. Seinem Freund aus der Studentenzeit in Stockholm. Einer Zeit, die prägend war für Hugo. Er lebte in einem Zimmer, zur Verfügung gestellt von einem Intellektuellen-Ehepaar, mit noch einem anderen Studenten und der Tochter, Thora, die ihn am Anfang so gar nicht mochte. Es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen Thora, August, mit dem Thora eine offene Beziehung führt und Hugo. Doch es ist nicht nur Freundschaft die das Trio irgendwann miteinander verbindet, sondern auch Liebe und Begehren. Es liegt eine Schwermütigkeit über dem gesamten Buch und eine Intensität der Gedanken und Dialoge. ""Wenn das so ist, muss ich mich gut verstellen können", sagte ich und dachte, dass unser Gespräch war, als watete ich in dunkles Wasser hinaus - ich wusste nicht, wann ich nicht mehr würde stehen können." Es ist ein detailverliebter Roman, der manchmal akribisch bis ins Kleinste beschreibt was passiert. Das war für mich oft als säße ich mit im Raum und würde es selber beobachten. "Die angenehme Stille, die in der Küche herrschte, zwischen Thora und August, war wie etwas Erholsames, an das ich mich anlehnen konnte, ähnlich einem zusammengerolltem Haustier, das unter dem Tisch döste." Mich hat die Geschichte gefesselt, von Anfang an habe ich gespannt darauf gewartet was mit dem charismatischen August passiert ist, dass seine Tochter sich auf die Suche nach Antworten begeben muss. Wir erfahren so unglaublich viel von den Gedanken der Protagonist:innen, aber wenig "reeles". Es ist eine andere Art Literatur als ich sie bisher gelesen habe, etwas Besonderes, dass vielleicht nicht jede:n begeistern wird und sicherlich hat das Buch auch seine Schwächen. Aber besonders die Sprachgewalt einzelner Sätze hat mich oft berührt und über Szenen hinweggetragen, die das nicht konnten. "Für mich stand fest, dass ich Karla niemals würde erklären können, dass die Literatur wie ein Raum war, in dem ich mich hineinlegen konnte und wo aller Lärm draußen verschwand."

5

Ein schwedisches Debüt, in dem Fremdheit, Intimität und Vergänglichkeit ganz nah beieinander liegen.

„Du willst wirklich, dass die Leute dich mögen“, sagte ich, als ich den Rauch ausstieß. „Jeder will doch gemocht werden“, erwiderte er. „Schon. Aber man will selten, dass jemand einen kennt.“ Hugo, Thora und August. Ein Zyniker, eine Realistin und ein Romantiker. Drei Freunde in ihren Zwanzigern, gefangen in einer Spirale aus Selbstfindung, Sehnsucht und Ungewissheit. Johanna Hedman bringt uns ganz nah an das, was uns bewegt: Macht uns ein Name zu dem Menschen, der wir sind? Woran knüpfen wir unsere Identität? Was ist Liebe? Ein sommerlich-leichtes Setting gepaart mit einer zarten (Dreiecks-)Romanze und gesellschaftskritischen Dialogen machen „Das Trio“ zu einem Jahreshighlight für mich. Ein Roman für all diejenigen, die gedanklich gerne in Cafés in Paris & Stockholm sitzen und über die Liebe und das Leben diskutieren.

Ein schwedisches Debüt, in dem Fremdheit, Intimität und Vergänglichkeit ganz nah beieinander liegen.
2

Zäh und langweilig

Eigentlich hätte ich wissen müssen, dass dies kein Buch für mich ist. 1. ist es ein schwedischer Roman und mit denen habe ich meist Probleme. 2. Steht auf dem Klappentext das Fans von Sally Rooney ihn lieben würden. Mit den Romanen von dieser Autorin werde ich auch nicht warm. Und so kam’s, wie es kommen musste – ich habe mich beim Lesen lange nicht mehr so gelangweilt. Johanna Hedmans Debüt dreht sich um drei Millennials, August, Hugo und Thora, die sich wieder um sich selbst drehen. Sie kommen aus unterschiedlichen sozialen Zusammenhängen. August, ein Künstler der beiden Geschlechtern gegenüber offen ist, Thora ein Kind aus reichem Hause, das zu Überheblichkeit neigt und Hugo der aus einfachen Verhältnissen stammt und sich schwer tut mit der anderen Welt, in die er reinrutscht, als er zur Untermiete in eine Wohnung die Thoras Vater gehört einzieht. Er möchte überall dabei sein, fühlt sich aber niegends wohl. Am Anfang steht die Freundschaft im Mittelpunkt, dann beginnt sich ein Beziehungskarussel zu entwickeln, in dem mal der eine, mal die andere den Ton angibt. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Thora und Hugo. Immer ist einer außen vor und muss zuschauen, wie die anderen versuchen glücklich zu werden. Die Klassenunterschiede kommen dabei immer wieder zum Tragen. Die Interaktion untereinander ist eher knapp bemessen. Eigentlich sind wir mehr in den Gedanken der einzelnen Protagonisten gefangen. Sie beschäftigen sich viel mit ihrem Wohlbefinden, mit ihren Emotionen mit ihrer Unentschlossenheit. Zusammensetzen sollen wir Leser uns das über ihr Tun, was sehr eintönig wirkt gleichzeitig aber der Handlung viel Platz wegnimmt. Wir erfahren, wenn die Haare feucht sind, wann die Straßenbahn von links nach rechts fährt, wenn es regnet, wie die Wohnung riecht, dass das T-Shirt, welches sich langsam über den Kopf gezogen wird blau ist. Merkt Ihr, worauf ich hinaus will? Hier gibt es viel Füllstoff, der vielleicht Atmosphäre herstellen soll, diesbezüglich, meiner Meinung nach, versagt. Es ist unglaublich eintönig zu lesen. Das, was vielleicht Intensität herstellen soll, ist meinem Empfinden nach in einem lamoryanten und langweiligen Ton dargestellt. Nicht Fleisch nicht Fisch ist bezeichnenderweise genau das, was ich bei Hugo, August und Thora empfunden habe. Mag ja sein, dass viele junge Menschen Anfang 20 genauso drauf sind, aber will ich das lesen? Ich finde schon, dass Zuschauen in meinem Verwandten und Freundeskreis sehr anstrengend. Und in diesem Text ist das kein Vergleich zu Coming of Age Geschichten aus der Feder eines Wells oder Meyerhoff, die es geschafft haben, dieses Hin und Her fesselnd zu gestalten. Im Roman erhellen sich die Hintergründe nicht, werden vielleicht auf den Klassenunterschied geschoben, aber das reicht mir nicht aus. Die Protagonisten stellen sich in den Mittelpunkt, schauen nicht nach links und rechts und wirken dabei immer orientierungslos. Diese Themen erschöpfen sich für mich schnell. Man möchte dem Trio manchmal zurückrufen: „Jetzt reißt euch doch mal zusammen. Ihr habt so viele Möglichkeiten nutzt die Privilegien doch endlich mal zielführend, oder engagiert euch mal sozial, dann kommt ihr auf andere Gedanken - macht nicht euch, sondern euer Leben interessanter und trefft endlich mal eine Entscheidung.“ Aber vielleicht bin ich einfach nur zu ungeduldig. Möglich ist das 🥴. Selbst zum Ende hin bleibt nur ein Schulterzucken und keiner weiß was wird. Meins war’s nicht, aber man kann nicht alle Bücher lieben und es wird sicherlich Leute geben, denen das gefällt

4.5

Geschichte einer komplizierten Dreiecksbeziehung

Geschichte einer komplizierten Dreiecksbeziehung
3.5

Wer Sally Rooney mag, wird Johanna Hedmans Debüt sicher lieben.

📌 "Ich fühlte mich wie ein Versager und war deshalb versucht, Lügen über große Lieben aufzutischen, die ich nie erlebt hatte." - S. 136 Hedmans Debüt kommt ganz unaufgeregt daher. Als Leser:in begleitet man drei Studenten in ihren 20ern, in Stockholm auf der Suche nach dem, was das Leben ihnen bietet und liest über ihre Verbindung / Beziehung zueinander. Abwechselnd wird aus jeder der drei Sichtweisen Einblick in die jeweiligen Gedanken der Protagonisten gewährt. Durch die grundlegend verschiedenen Charaktere der drei Freunde "Der Zyniker, die Realistin und der Romantiker, das kann niemals gut gehen." (S. 165), bekommt man Einblicke in das soziale Umfeld und die unterschiedlichen Lebensumstände. Besonders der "normalbürgerliche" Hugo gewinnt im Dunstkreis der elitären Thora und ihres Freundes August, der meiner Meinung nach etwas blass daher kommt, an Selbstwertgefühl. Mir hat er so manches Mal leid getan, denn besonders Thora wirkte auf mich fast ausschließlich arrogant und überheblich und war nicht unbedingt eine Sympathieträgerin. Als Tochter reicher Industrieller wurde ihr förmlich alles in den Schoß gelegt. Auf Hugo übte Thora einen Reiz aus und trotz ihres Freundschaft+ Verhältnis mit Albert kommen schließlich Gefühle ins Spiel, die erst zu einem Dreiecksverhältnis und später zum Bruch führen. Dieser Bruch katapultiert besonders Hugo wieder auf den Boden der Tatsachen. Am Ende lässt mich das Buch nachdenklich zurück. Insgeheim habe ich Hugo gewünscht, dass ihm der Aufstieg in die Upper Class dauerhaft gelingt und ihm sein Glück verschafft. Für mich hätte dieses Buch gerne hundert Seiten weniger haben können, es ist aber trotzdem eine schöne Geschichte, über Freundschaft und das (kultivierte) Erwachsen werden, "der Jugend von heute".

Wer Sally Rooney mag, wird Johanna Hedmans Debüt sicher lieben.
4.5

Das Trio - das sind Thora, August und Hugo; alle Anfang 20 und auf der Suche nach ihrer Identität und einem Plan für ihre Zukunft. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Hintergründe sieht diese Suche allerdings bei allen dreien sehr unterschiedlich aus. Thora und August sind in Stockholm aufgewachsen, wo Thora einer wohlhabenden Stockholmer Familiendynastie entstammt und August seit ihrer Kindheit ihr bester Freund (und manchmal auch mehr als das) ist. Thora studiert Jura, August will Künstler werden. Hugo ist Untermieter bei Thoras Eltern und stammt aus eher einfachen Verhältnissen. Zunächst scheinen die Welten der drei irgendwie unvereinbar, doch Interesse und Verbundenheit wachsen. Sie erleben zwei unvergessliche Jahre, haben gute Zeiten, aber auch immer wieder Missverständnisse und Zeiten des Abstands und der Nicht-Kommunikation. Und letztlich bleibt die Frage, ob Liebe alle Grenzen im Außen überwinden kann. Für mich hat Johanna Hedman hier ein wahnsinnig authentisches und sehr präzise beobachtetes Debüt über Zugehörigkeit , Verbundenheit, Klassenunterschiede, Kommunikation und insbesondere die Balance zwischen Nähe, Abstand, Einsamkeit und Eigenständigkeit geschrieben. Den mehrfach gelesenen Vergleich mit Sally Rooney finde ich sehr passend. Die Figuren, die Hedman erschaffen hat, sind komplex und ihre Zerrissenheit sprachlich sehr gut herausgearbeitet. Auch wenn es für mich nicht ganz a die Komplexität der Beziehungen bei Sally Rooney herankommt, habe ich “Das Trio” mit großer Faszination und Vergnügen gelesen.

4

…lässt mich mit einem Fragezeichen zurück🤔

Genau das was ich an Büchern liebe, zwischenmenschliche Beziehungen gepaart mit Coming of age. Der Schreibstil ist wirklich toll. Einen Stern Abzug muss ich leider geben, da mich das Buch mit einem Fragezeichen zurück lässt. Achtung ggf. Spoiler! Im ersten Teil des Buches (relativ kurz) erfahren wir von einem namenlosen Protagonisten, die Beziehung zu seiner Halbschwester Frances und der gemeinsamen Mutter Thora. Im Hauptteil des Buches geht es um die Freundschaft von August, Thora und Hugo welche alle aus ziemlich unterschiedlichen Welten kommen, aber dennoch über eine gewisse Zeit hinweg eng verbunden sind. Im dritten und letzten Teil begleiten wir Thora, August und die gemeinsame Tochter Frances (hier noch Kleinkind) womit zumindest der Bogen zum ersten Teil gespannt wird. Dennoch finde ich, dass es diesen ersten Teil nicht braucht… er verwirrt meines Erachtens nur und macht den Start in das Buch holprig. Nach Beendigung des Buches habe ich Teil eins noch einmal quer gelesen um sicherzugehen nichts wichtiges am Anfang verpasst oder überlesen zu haben. Spoiler Ende! Fazit: Ich habe die Geschichte rund um die drei Protas wirklich genossen, wirklich krass ans Herz wachsen konnte mir dabei aber keiner der Drei so wirklich.

3.5

ein langsamer roman über vergänglichkeit und das erwachsenwerden, zukunftsängste, lost sein. ich mochte den schreibstil und die sprache sowie die intimität, tiefe und frage nach liebe sehr gerne. aber es steht so viel ungesagtes zwischen den protagonist*innen und man wird mit ganz vielen fragen zurückgelassen, was passiert wäre, wenn die protagonist*innen einfach gefühle besser kommuniziert hätten.

3

Ich mochte den Schreibstil unglaublich gern. Leider konnte mich die Story an vielen Punkten nicht so mitnehmen und teilweise dachte ich "mein Gott redet endlich miteinander". Ich weiß, das Buch findet viel positiven Anklang, aber irgendwie war es für mich nur ganz gut, aber eben nichts besonderes. Schade. Please remember Reading is subjective

4

Thora, August und Hugo: ein trio infernale. Tosender Gefühlssturm, Unsicherheit, Abhängigkeit, Liebe, hass, verzweiflung, verwirrung. Gleichgültigkeit. Koexistenz und Schweigen, das mehr sagt, als tausend Worte. Stockholm, Berlin, London, New York, wohin sie das Leben auch immer leitet, sie finden letztlich immer zueinander. Dieses Buch erzählt von der Sphäre, in welcher wir in unseren 20ern schweben. Wir haben noch nichts Ganzes und nichts Halbes im Leben gefunden. Wir fühlen uns zu alt für Kindergartenfreundschaften und zu jung für ernsthafte Bindungen. Wir wollen frei sein in Denken und Handeln, doch gleichzeitig gesehen und gehört werden, ernst genommen werden. Als Individuum anerkannt werden. Nicht nur Produkt unserer Eltern sein. Doch während Thora und August Mitglieder einer höheren Kaste sind, der elitären Schicht Schwedens, kraxelt Hugo diesen mächtigen Felsen wie eine hilfsbedürftige Gämse empor, in der Hoffnung Anschluss zu finden, sich selbst in dieser unbekannten Welt zu finden. Mir waren leider Gottes alle dieser versnobten Futzis dermaßen unsympathisch. Ich fühlte mich direkt an die Life and Death Brigade aus Gilmore Girls erinnert. Studierende, die mit Hilfe von Mamas und Papas Geld einen exklusiven, kultivierten Lebensstil genießen können. Dann noch die Freundschaft-Plus-Beziehung zwischen Thora und August. Würg. Und doch bahnt sich ein interessanter Perspektivwechsel an, als Hugo - der Außenseiter - von dieser Beziehung angezogen wird und geradezu obsessiv die Nähe zu den beide sucht, Teil von ihrem Leben wird. Im weiteren Verlauf ändert sich der Ton, die Handlung gewinnt an Tiefe und erhält philosophische Klänge, welche mich ebenfalls zum Nachdenken anregten - vermutlich, weil ich mich bis vor kurzem in der abgebildeten Altersspanne befand. Und so beendete ich das Buch mich selbst, mein Leben, mein Handeln und Denken reflektierend, verständnisvoll und doch weiterhin abgeneigt dem Trio gegenüber.

3.5

Coming of Age in Hochform!

Tja..wie der Titel schon verrät, hat Das Trio genau das, was man von einem CoA-Roman erwarten darf: tief verunsicherte Figuren, Zukunftsängste, unklare Kommunikation und undeutlich definierte Beziehungen, die im Verlauf für Konflikte sorgen, die natürlich nicht gelöst werden, weil die Figuren nicht gut genug miteinander reden. Ich habe Thora und Hugo geliebt, ich habe sie gehasst. Ich war stolz auf sie und fassungslos über ihre Entscheidungen. War irgendwie alles dabei, was mich am Ende dazu bringt, dass das Debut von Johanna Hedmann 3,5 Sterne verdient. So richtig entwickelt haben sich die Figuren nur teilweise, als steckten sie in einer tiefen Depression, aus derer sie nicht entkommen können. Da verändert dann die Location auch nichts - Stockholm, Paris, Brighton, Berlin, New York. Dass das Werk vor der Kulisse Stockholms spielt, fand ich aber sehr erfrischend! Wer sich mit existenziellen Fragen von Mittzwanzigern auseinandersetzen möchte, die durchaus Identifizierungspotential haben, ist hier gut aufgehoben.

Coming of Age in Hochform!
5

Sehnsucht

Ich kann gar nicht genau benennen, was es ist, aber dieses Buch weckt eine tiefe Sehnsucht in mir die mich doll berührt hat.

4

Atmosphärisch und kraftvoll

Für mich ein schönes Sommerbuch. Die Sprache ist poetisch und begleitet 3 Protagonisten über zwei Jahre hinweg während ihres Unilebens. Von außen betrachtet wirken sie unnahbar, während in ihrem inneren viel vor sich geht. Sehr schön!

4.5

Ein klassischer Coming-of-Age-Roman gemischt mit einer Dreiecksbeziehung zwischen Thora, Hugo und August. Zum Glück deutlich spannendere Charaktere als in den Bücher von Sally Rooney, die ähnliche Geschichten erzählt - und doch bleiben alle drei merkwürdig kühl und distanziert, man baut als Leserin keine großartige Beziehung zu ihnen auf. Zum Ende hin wurden mir die ständigen „deepen Gedanken“ - also das Philosophieren über das eigene Leben während des Studiums - überdies ein bisschen Zuviel.

2

Ich weiß nicht genau was ich mir von dem Buch erhofft habe, doch es war nicht das, was ich bekommen habe.. Eine Geschichte dreier Menschen in ihren 20er, die eine komplizierte Beziehung zueinander führen. Jeder versucht den anderen irgendwie zu übertrumpfen, zu beeindrucken, zu überflügeln. Und gleichzeitig wollen sie alle in ihrer völligen Gleichgültigkeit wahrgenommen werden. Es war von Beginn an anstrengend. Hugo hat keinerlei Selbstwertgefühl. August will ein intellektueller Künstler sein und Thora will von allen und jedem geliebt werden. Egal um welchen Preis. August und Thora sind Kindheitsfreunde, die Sex haben. Hugo kommt in der Studienzeit dazu. Was beginnt ist eine ungesunde Dreiecksgeschichte, die alle drei ins Unglück stürzt. Gleichzeitig werden sie alle langsam erwachsen. Sie verändern sich, entwickeln sich weiter. Verlieren sich, finden sich wieder und versuchen eigene Wege zu gehen. Ganz voneinander lösen scheint nicht zu funktionieren. Und das hat mich genervt. Die Handlung bleibt einfach stehen, obwohl die Charaktere sich fortbewegen. Es passiert einfach gar nichts. Die Gedanken der drei sind anstrengend und führen eigentlich zu nichts. Und das Ende zeigt genau das: nichts hat sich verändert.

2.5

Das titelgebende Trio besteht aus Hugo, August und Thora. Während August und Thora schon seit Kindertagen befreundet sind, stößt Hugo ganz unverhofft dazu, als er als Untermieter bei Thoras Eltern wohnt. Es entsteht ein unkonventionelles Dreiergespann, innerhalb dessen Freundschaft, Intimität und romantische Liebe wild durcheinander geworfen werden, sodass die drei selbst irgendwann nicht mehr wissen, wie sie ihre Beziehung definieren sollen. Der Roman erzählt abwechselnd aus den Perspektiven von Hugo und Thora, die sich anfangs gar nicht verstehen. Als Leser:in bekommt man durch den Wechsel Fremd- und Eigenwahrnehmung hautnah mit und, was eigentlich noch viel wichtiger ist: Man erfährt ihre Gedanken, die sie über die knapp 450 Seiten unfähig sind zu artikulieren. Und das hat mich leider ziemlich gestört. Die Drei sind leider nicht in der Lage, offen und ehrlich miteinander zu kommunizieren und entwickeln sich in diesem Punkt den Roman über auch nicht weiter. Vor allem Hugo bleibt oft im Dunkeln darüber, was Thora und August von ihm halten. Daraus ergibt sich ein Ungleichgewicht, das durch die verschiedene Herkunft der Freund:innen (Thora stammt aus einer reichen Familie, Hugo aus einfachen Verhältnissen) verstärkt wird. Hugos Minderwertigkeitskomplex verschlimmert sich durch die Freundschaft und er ist es auch, an dem man als Leser:in am deutlichsten erkennt, dass alle drei mental dem Abgrund nahestehen. Und trotzdem konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Nach ca. 100 Seiten wollte ich dann doch wissen, wo sich die drei hin entwickeln und wie die Dynamik sich verändert. Ich war zwar trotzdem genervt von ihnen, aber gleichzeitig auch gespannt auf den Ausgang. Meine Lektüreerfahrung ist also ähnlich ambivalent wie die Beziehung von Hugo, Thora und August lol. Long Story short: „Das Trio“ ist bestimmt etwas für Fans von Sally Rooneys Büchern, in denen sich die gleiche Melancholie findet wie in diesem Roman. Ich bin mir bis heute unschlüssig, wie ich zu der Geschichte stehe. Was ist euer Eindruck?

4

extrem nah an der realität alles

2

Realistisch aber dennoch zäh

Ich habe das Buch gekauft, weil ich die Idee einer „Dreiecksbeziehung“ sehr interessant fand und auch wissen wollte wie in dem Buch mit Identität, Klasse und Liebe umgegangen wird. Das Buch lässt sich gut zusammenfassen mit „Lange Rede, kurzer Sinn“. Mit anderen Worten: Es passiert nicht viel. Thora und August haben eine Art Freundschaft Plus, die man meiner Meinung nach noch am besten nachvollziehen kann. Die anderen Beziehungen passieren beinahe nebenbei, man erfährt eigentlich immer nur das Mindeste. Es geht viel um die eigenen Gedanken von Thora und Hugo, von August hat man leider keine Perspektive was ich sehr schade finde, da er für mich theoretisch der sympathischste war aber gleichzeitig wusste man eigentlich kaum was über seine Gefühle oder Gedanken. Dafür hatte man einen Einblick in die Gedanken der anderen beiden, der allerdings auch nicht viel gebracht hat da beide schlichtweg egoistische und verunsicherte Gedanken haben und sich das auch bis zum Ende hin nicht verändert. Zusammengefasst ist das Buch nett geschrieben aber die gesamte Geschichte könnte man auf drei Seiten zusammenfassen und sie wäre nicht weniger tief. Man verbringt sehr viel Zeit damit darüber zu lesen wie das Setting ist (was natürlich auch wichtig ist) aber man hätte sich definitiv etwas davon sparen können und für mehr Tiefe bei den Charakteren und deren Beziehungen sorgen können. Zu Ende gelesen habe ich es ehrlich gesagt nur, weil es an sich ein schöner Schreibstil ist (wenn auch stellenweise etwas zäh und langweilig) und weil ich ehrlich gesagt dachte es passiert noch irgendetwas.

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