Das Summen unter der Haut
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Description
»Ein warmherziger Roman über die Schönheit und den Schmerz der ersten Liebe, über Freundschaft und über die Grenze dazwischen. Stephan Lohse findet dafür eine zarte Sprache mit umso eindrücklicheren Bildern.« Isabel Bogdan
Hamburg, 1977. Julle ist vierzehn Jahre alt. Kurz vor den Sommerferien bekommt er einen neuen Mitschüler, Axel. Sofort ist Julle verliebt. Dass er schwul ist, weiß keiner. Bis auf seine Schwester und seine Mutter vielleicht, Mütter sollen so etwas ahnen. Julle zählt die Stunden, die er Axel kennt, und freundet sich mit ihm an. Zusammen gehen sie ins Freibad, füttern Axels Kaninchen und entdecken eine versteckte, halb abgebrannte Hütte im Wald. Als sie deren Geheimnis beinahe gelüftet haben, ist Axel plötzlich verschwunden – und Julle ahnt, dass nach diesem Sommer nichts mehr so sein wird wie davor.
Mit viel Fantasie, Einfühlungsvermögen und Witz erzählt Stephan Lohse von zwei Jungen und den Dingen im Leben, die alles bedeuten. Das Summen unter der Haut ist ein Roman über Liebe und Freundschaft, über das Aufwachsen in den siebziger Jahren – einer Vergangenheit, wie sie vielleicht nie war, aber hätte sein sollen. Und über einen aufregenden Sommer, der alles verändert.
Book Information
Author Description
Stephan Lohse wurde 1964 in Hamburg geboren, studierte am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und stand als Schauspieler unter anderem am Thalia Theater Hamburg, an der Schaubühne in Berlin und am Schauspielhaus in Wien auf der Bühne. Sein Debütroman Ein fauler Gott erschien 2017, der Roman Johanns Bruder 2020. Im Insel Verlag erschien 2023 der Roman Das Summen unter der Haut, der Buch des Monats im NDR war und auf der Deutschlandfunk-Bestenliste stand.
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Ein Sommerroman, still plätschert dieser Sommer vor sich hin - doch Julle hat ein Summen unter der Haut. Er begegnet Axel, verliebt sich in ihn und dieser Sommer wird anders als alle vor ihm. Beim Lesen bin ich nicht so dicht an die Figuren rangekommen - das hat erst das Hörbuch geschafft. Mit einem zweiten Anlauf hat es dann auch bei mir gefunkt. 🏊♂️🌳🩻
Jule ist einfach wahnsinnig süß. Beim Lesen begleitet man ihn durch all die kleinen und großen Momente, in denen er merkt, dass seine Gefühle, sein Begehren und seine Wirklichkeit nicht so einfach zusammenpassen wie er es sich wünschen würde.
Immer wieder hatte ich dabei das Gefühl, dass Jule wie eine Art älteres Rico-Ich aus „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ (von Andreas Steinhöfel) ist. Diese inneren Dialoge, dieses Stolpern über die eigenen Gedanken, dieses leicht schräge Reagieren, wenn ihm etwas peinlich ist oder wenn er nicht weiß, wie er sich verhalten soll. Genau das macht ihn so glaubwürdig. Besonders schön finde ich, wie das Buch die erste Liebe erzählt. Nicht als großes, endgültiges Versprechen, sondern als etwas Zartes, Intensives und auch Verletzliches. So, wie erste Liebe oft ist, wenn man noch dabei ist, sich selbst überhaupt zu sortieren. Ein leises, warmes Buch über das Erwachsenwerden, über Begehren und darüber, wie verwirrend und gleichzeitig schön es sein kann, sich selbst langsam näherzukommen.
Gute Idee, Umsetzung nicht meins 🩵
- Kurzroman - Young Adult - Homosexualität - 1970er Darum geht es in meinem ersten Buch von Stephan Lohse: der Vierzehnjährige Julle verliebt sich in seinen Schulfreund Alex. Sie sind Freunde und verbringen einen Sommer miteinander…. Die grundsätzliche Idee zum Roman finde ich super und ich habe das Buch auch gern gelesen. Finde es schön, regelmäßig abseits des Hypes nach guten Büchern zu schauen. Der Vibe eines Sommers in Hamburg der 1970er Jahre ist bei mir rübergekommen. Schwimmbad, Radfahren, Eis essen und auf Festnetz die Freunde anrufen 😅. Es ging recht wenig um Homosexualität als solche, zumindest wenn man bedenkt, dass es darum auf dem Klappentext geht. Die zeitgeschichtliche Einbindung des Themas war oft irgendwie nicht so ganz geglückt und man bleibt so schlau wie vorher. Auch muss man bedenken, dass das Buch aus 2023 ist und es fehlt (in meiner Ausgabe) eine Art content note, in der klargestellt wird, dass die geäußerten Ansichten nicht denen des Autors / der Verlags entsprechen. Also zumindest hoffe ich, dass es so ist 😅😅. Denn in dem Buch wimmelt es nur so vor fraglichen Aussagen. Diskriminierung jeglicher Art, Fatshaming, permanente (auffällige) Erwähnung von Israel - nur um ein paar zu nennen. Überhaupt ging es für meinen Geschmack doch unerwartet viel um Religion und andere Themen, die gefühlt am eigentlichen Thema vorbei sind. Ich fand es schön, abseits von Hype und BookTok unterwegs zu sein, aber wir müssen noch daran arbeiten, die Bücher politisch korrekter zu gestalten. Denn ich wollte ja mit der Lektüre LGBTQ+ unterstützen und war etwas ratlos. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 2/5⭐️⭐️

Ein Ausschnitt aus dem Sommer 1977 über den 14-jährigen, schwulen Julle. Kurzweilige Geschichte, die gut anzuhören war.
. KLAPPENTEXT Hamburg, 1977. Julle ist vierzehn Jahre alt. Kurz vor den Sommerferien bekommt er einen neuen Mitschüler, Axel. Sofort ist Julle verliebt. Dass er schwul ist, weiß keiner. Bis auf seine Schwester und seine Mutter vielleicht, Mütter sollen so etwas ahnen. Julle zählt die Stunden, die er Axel kennt, und freundet sich mit ihm an. Zusammen gehen sie ins Freibad, füttern Axels Kaninchen und entdecken eine versteckte, halb abgebrannte Hütte im Wald. Als sie deren Geheimnis beinahe gelüftet haben, ist Axel plötzlich verschwunden – und Julle ahnt, dass nach diesem Sommer nichts mehr so sein wird wie davor. MEINUNG Ich mochte das Setting der Geschichte mit einer kleinen (?) Stadt mit Schule, Freibad, freistehenden Häusern, aber auch Hochhäusern. Die unterschiedlichen Lebensumstände von Julle und Axel. Ich mochte dass es in der Vergangenheit spielt. Für mich ehrlicherweise eine Zeit, zu der ich keinen persönlichen Bezug habe, sie aber zum Storytelling sehr passend fand. Es ist ein kurzes Buch, eine Erzählung von Julles Perspektive, seinen Gedanken und Gefühlen und sein Umgang damit schwul zu sein. Es war auch für mich wie ein Rückblick in die Schulzeit, die Pubertät, die erste erwachsenere Auseinandersetzung mit sich selbst. Die geheimnisvolle Hütte in der Geschichte hätte ich nicht gebraucht, sie war jedoch Bindungsglied zu vielen Nebencharakteren und Erzählsträngen, weshalb sie gut platziert war. Insgesamt mochte ich das Bild, das man durch Stephan Lohses Roman gezeigt bekommen hat, es war kurzweilig und hatte eine gute Länge.

Ein Buch über Freundschaft...
... und die erste Liebe. Erzählt aus der Sicht eines Teenagers. 1977 - Axel ist neu in der Klasse von Julle, beide Freunden sich an und Julle verliebt sich in Axel. Die Geschichte ist flüssig geschrieben, hätte sie an einem Tag durch. An manchen Stellen ist sie zum schmunzeln, manchmal fragt man sich ob die Gedanken eines Teenagers wirklich so wirr sind. Gutes Sommerbuch, hat mich gut unterhalten.

Laut Klappentext hatte ich eine völlig andere Erwartung, was in dem Fall, für mich, eher negativ war, trotz des leichten und schönen Schreibstils.
𝙕𝙪𝙢 𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩: Hamburg, Sommer 1977... Julle ist 14, als Axel neu an dessen Schule kommt und er sich in ihn direkt verliebt. Dass Julle aber schwul ist, weiß keiner, bis auf seine Schwester und seine Mutter vielleicht. Er freundet sich rasch mit ihm an und fängt an die Stunden zu zählen, die er ihn kennt. Sie verbringen gemeinsam viel Zeit, gehen zusammen ins Freibad und entdecken auch eine alte, geheimnisvolle Hütte im Wald. Aber, als sie deren Geheimnis beinahe gelüftet haben, verschwindet Axel plötzlich und Julle ahnt, dass nach diesem Sommer nichts mehr so sein wird wie davor. 𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜: Als mir dieses Buch vorgeschlagen wurde, dachte ich sofort, diese Geschichte klingt richtig toll. Geheimnisvoll, warmherzig und berührend. Ich wollte wissen, wie sehr werde ich Julle und Axel mögen und damit verbunden, mit ihnen fiebern? Und vor allem, wollte ich wissen, was ist mit Axel geschehen? Gleich zu Beginn wurde ich schlagartig in eine Zeit versetzt, als ich selbst noch Kind war. 1976 wurde ich eingeschult, ein Jahr bevor diese Geschichte spielt. Supertramp feierte seine Erfolge und ich fühlte mich total zurückversetzt. Die Geschichte ist aus Julles Sicht geschrieben, weswegen er mir immer am Nähesten war. So sehr ich noch vom Anfang begeistert war, so sehr war ich vom Mittelteil und am meisten vom Ende, enttäuscht. Der Klappentext deutet ja schon an, dass Axel verschwinden wird, was aber auf Seite 120 von 170 immer noch nicht geschehen ist. Im Nachhinein kann ich sagen, dass meine Interpretation und damit verbunden meine Erwartung an die Story, eine andere war. Deswegen suche ich auch ganz klar den Fehler bei mir, aber es ändert nichts daran, dass ich nicht das erwartete Leseerlebnis hatte. Dabei fing alles so gut an... Trotzdem glaube ich, dass viele ähnlich denken, wenn sie den Klappentext lesen. Zwar kann eine Überraschung ja auch positiv sein, aber bei mir war es das leider nicht. Deswegen kann ich für mich sagen, mir hat es zwar nicht gefallen, aber für jemand anderes könnte es ein Highlight sein. 𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩: Ein Anfang zum Schwelgen in Erinnerungen, aber falsche Erwartungen hinterließen dann einen enttäuschenden Eindruck. Schade, ich wollte die Geschichte wirklich mögen.
⛱️ Ein Summen unter der Haut ☀️
Das Summen unter der Haut von Stephan Lohse ist ein Einblick in das Leben des 14-jährigen Julle, der sich in Axel verliebt hat. Es ist eine Momentaufnahme aus Julles Leben - wir lernen ihn und seine Umgebung kennen, nicht ins Detail, aber gut genug, um sich die Charaktere vorzustellen. Und irgendwie hat jeder diese Menschen in seinem echten Leben um sich. Oder kennt jemanden, der genauso ist. Ich habe Julle schnell ins Herz geschlossen - wer war als Teenager nicht verliebt? Und vor allem kennt man das Gefühl, wenn man selbst nicht-hetero ist, und es irgendwie niemanden erzählen mag. Julles Gedanken sind wirr und sprunghaft, aber das ist als Teenager auch normal. Ich habe mich sehr unterhalten gefühlt, gerade in der ersten Hälfte des Buches. Dann kippt es und es wird ernster - ein kleiner Twist, den ich so nicht erwartet habe. Themen wie Armut und Krankheit, Sexualität werden angeschnitten - gehen aber nicht in die Tiefe, reichen aber, um das Ausmaß der Geschichte zu erfassen. Es ist ein schöner kurzweiliger Roman, der mich sehr berührt hat.

"Axel ist zurück. Meine rechte Seite ist wieder eine Antenne, meine Gedanken werden zu einem Summen unter der Haut. " Die Coming of Age Geschichte spielt 1977 in Hamburg, eine Zeit in der ich Kind war und mich daher sehr wohl in dem Setting gefühlt habe. Das Buch hat mich sehr berührt, findet der Autor doch eine sehr behutsame und einfühlsame Sprache um Julles erste Liebe zu beschreiben, die Liebe zu Axel. "Am liebsten würde ich die 134 Stunden, die ich Axel kenne, von meinem Leben abziehen. Bei Null hätte ich keinen heißen Körper mehr und keine junge Stimme, die unpassende Wörter sagt oder lügt. Bei Null wäre ich wieder normal." Wobei sich Julles "normal " nicht darauf bezieht, das er nicht schwul sein möchte, damit ist er im Reinen und das mochte ich besonders. Das nicht die Problematik im Vordergrund stand, was die Gesellschaft über Homosexuallität sagt, sondern das erste mal verliebt zu sein. Ich habe Julle sehr gerne begleitet, in diesem kurzem Abschnitt seines Erwachsen werdens und dabei wie er und sein Umfeld mit seinem Schwulsein umgeht. Von mir auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung!
Du bist noch auf der Suche nach der passenden Lektüre für einen Tag am Strand oder im Freibad? Dann könnte „Das Summen unter der Haut“ von Stephan Lohse genau das richtige für dich sein. »Axel fehlt seit drei Tagen. Ich ziehe die Stunden, die ohne ihn vergangen sind, von den achtzig Stunden, die ich ihn kenne, ab. Es sind noch sechsundzwanzig Stunden übrig. In gut einem Tag wird es so sein, als hätte ich Axel Peschke nie gekannt.« Hamburg im Sommer 1977. Der 14-jährigen Julle bekommt kurz vor den Sommerferien einen neuen Mitschüler, Axel. Julle ist sofort verliebt, doch bis auf seine Schwester und vielleicht seine Mutter weiß niemand, dass er schwul ist. Axel und er freunden sich direkt an. Die gemeinsamen Erlebnisse der beiden Jungen beschreibt der Autor unaufgeregt, jedoch mit einem gewissen Witz. Es geht in dem Buch um Familie, Freundschaft und die erste Liebe. Den Umgang mit Julles Coming out fand ich, vor allem vor dem Hintergrund der späten 70er Jahre, sehr erfrischend. Am Ende kam es zu einer für doch eher unerwarteten Wendung, doch trotz dieses Überraschungsmoments ist der letzte Funke bei mir persönlich nicht übergesprungen.

Eine süße kurze Sommerlektüre über den 14-jährigen Julle, der sich in seinen neuen Klassenkameraden Axel verliebt. Mir gefiel der Schreibstil und allgemein auch das Feeling, welches dieses Buch vermittelt hat; Eine queere Coming-of-Age Story in den 70ern ohne viel Tiefgang, aber perfekt für einen Sommertag.
„Das Summen unter der Haut" war für mich ganz klar ein Sommerbuch. Es passte wunderbar in meinen Urlaub und ich konnte dabei super entspannen. Die Geschichte rund um Julle und seinen Alltag war recht kurzweilig, konnte mich dadurch gut unterhalten und war rasch durchgelesen. Das Buch gab mir ein Gefühl von Vergangenheit und ließ mich in Kindheitserinnerungen schwelgen. Leider verliet sich die Story zum Ende hin im Sand und ich hätte mir einen wirklichen Schluss gewünscht. So hängt irgendwie alles in der Luft und der Sinn des Buches erschließt sich mir nicht so ganz. Alles in allem ein schöner Roman, der einlädt ein wenig die Gedanken baumeln zu lassen.

Perfekt für den Sonntag Nachmittag
Dieses Buch war irgendwie perfekt für den verregneten Sonntag Nachmittag. Ich habe es in einem Rutsch gelesen. Ein typischer Coming of Age Roman. Unaufgeregt, dabei aber sehr kraftvoll und eindrucksvoll. Und das obwohl wir nur einen kleinen Abschnitt aus Julles Leben begleiten. Ich hätte tatsächlich gerne noch mehr erfahren und wäre gerne noch länger Teil dieser Geschichte geblieben.
Ein leichtes, feinfühliges Sommerbuch über einen queeren Jungen in den 70ern, das Leben und die erste Liebe.
Sommer in Hamburg, 1977. Julle ist 14 Jahre alt und schwul ist. Lediglich seine Schwester weiß Beschied. Julle kennt Axel, den neuen Mitschüler, seit 80 Stunden. Mehr als genug Zeit, um sich Hals über Kopf in ihn zu verlieben. Zu Julles großer Überraschung – denn Julle fühlt sich den Großteil der Zeit unwohl in seinem Körper, der feststeckt irgendwo zwischen Jungen und Mann – nimmt Axel in wahr. Die beiden werden Freunde, verbringen Zeit im Freibad und versuchen das Rätsel um eine halb abgebrannte Hütte im Wald zu lösen. Julle spürt, dass nach diesem Sommer nichts mehr sein wird wie zuvor. 🩳 »Das Summen unter der Haut« erzählt eine Geschichte genau über dieses Gefühl, das wohl jede*r kennt, der*die schon mal verliebt war. Auf eine leichte und doch nachvollziehbare Weise erinnert der Roman daran, wie es ist, 14 zu sein. Das Unwohlfühlen im eigenen Körper, der einen, wenn man glaubt, ihn endlich verstanden zu haben, doch wieder ratlos und unsicher zurück lässt. Die feinen Nuancen von Freundschaften und erster Liebe, den Diskrepanzen zwischen der Suche nach Freiheit und der Vormundschaft durch Eltern. Emotional einschneidende Erlebnisse wie Krankheit, Verlust, erste Küsse und Herzensbrüche. Ein Chaos der Gefühle und ein Meer an Möglichkeiten. »Das Summen unter der Haut« ist eine unterhaltende, feinfühlige Coming-of-Age-Geschichte ebenso wie eine Coming-Out-Story über einen queeren Jugendlichen zu einer Zeit, als ein Coming Out nicht einfach war. Und doch, das finde ich sehr schön, stehen nicht die Traumata der Homophobie, Julles Angst vor der Reaktionen seines Umfeld im Vordergrund, sondern es ist eine positive, eine Mut machende Geschichte voller komischer Momente und Leichtigkeit. »Das Summen unter der Haut« erzählt von einem Sommer voller Veränderungen, von Neuanfängen und Abschieden, von los lassen und zu sich finden – mit Tiefe und doch so leicht wie ein Sommerwind. Ein schönes Sommerbuch!

• DAS SUMMEN UNTER DER HAUT • Schnell noch die letzten Sommertage in einem Buch einfangen! Das gelingt mit Sephan Lohses Coming-out-of-age-Roman. Freibad, grenzenlose Freiheit und die erste große Liebe - warten hier auf dich. I N H A L T: Hamburg, 1977. Julle ist vierzehn Jahre alt. Kurz vor den Sommerferien bekommt er einen neuen Mitschüler, Axel. Sofort ist Julle verliebt. Dass er schwul ist, weiß keiner. Bis auf seine Schwester und seine Mutter vielleicht, Mütter sollen so etwas ahnen. Julle zählt die Stunden, die er Axel kennt, und freundet sich mit ihm an. Zusammen gehen sie ins Freibad, füttern Axels Kaninchen und entdecken eine versteckte, halb abgebrannte Hütte im Wald. Als sie deren Geheimnis beinahe gelüftet haben, ist Axel plötzlich verschwunden – und Julle ahnt, dass nach diesem Sommer nichts mehr so sein wird wie davor. M E I N U N G: Von Büchern, die in Freibädern spielen, kann ich einfach nicht genug bekommen. Da ploppen bei mir direkt Gefühle und Gerüche auf: Sonnencreme auf der Haut, Freibadfritten-Duft vermischt mit Chlor. Zwischen Eiscreme, Handtüchern und dem Schwimmbecken spielt sich auch ein kleiner Teil von Julles Geschichte ab. Der Hauptprotagonist ist 14 Jahre alt, etwas orientierungslos, voller Fragen und einfach mitten in der Pubertät. Julle und seine Familie sind mir auf Anhieb sympathisch. Wie in jeder Familie läuft nicht alles rund. Das Familienband ist dennoch eng. Lohse zeichnet warmherzig die verschiedenen Nuancen zwischen Freundschaft und Liebe. Die Unsicherheiten der Pubertät sind dabei immer spürbar. Wird seine erste große Liebe erwidert? Der Schreibstil ist sehr präzise und klar. Tatsächlich kommt es mir in Teile so vor, als würde ein 14 Jähriger wirklich schnörkellos von seinem Leben berichtet. Etwas schade ist, dass der Klappentext inhaltlich fast alles vorweg nimmt. Mit knapp 180 Seiten eignet sich Lohses Roman hervorragend für einen Ausflug an den See oder ins Freibad. Fallen lassen, Gerüche einatmen und nochmal kurz den Sommer der 1970er erspüren! 📖 Lohse gelingt ein kurzweiliger Sommerroman über die erste große Liebe und der Suche nach Orientierung in der Pubertät in sommerlicher Atmosphäre.

Ein großartiger und berührender Sommerroman.
»Hamburg, 1977. Julle ist vierzehn Jahre alt und verliebt in Axel, seinen neuen Mitschüler. Sie werden Freunde, gehen zusammen ins Freibad, entdecken eine halb abgebrannte Hütte im Wald - und Julle ahnt, dass nach diesem Sommer nichts mehr so sein wird wie davor.« Wenn ich mein Leseerlebnis mit "Das Summen unter der Haut" Revue passieren lasse, erinnere ich mich am eindrücklichsten an Stephan Lohses Schreibstil. Dieser zeichnet sich sowohl durch seine Einfachheit und Leichtigkeit als auch durch seine Behutsamkeit aus. Es fühlt sich an wie eine erfrischende Brise an einem warmen Tag - sanft und leichtfüßig wird man durch die Geschichte getragen, sodass es nur allzu verlockend ist sich darin zu verlieren. Der Inhalt ist ebenso einprägsam, ebenso besonders wie der Schreibstil. Lohse schafft es dieses bittersüße Gefühl der ersten Liebe in all seinen Facetten einzufangen - prickelnde Aufregung, nagende Unsicherheit, warmes Kribbeln, knisternde Hoffnung, lähmende Angst -, wodurch eine berührende und einfühlsame Geschichte entsteht. Julle selbst wächst einem schnell ans Herz und das Teilen seiner Gedanken und Gefühle, seiner Hoffnungen und Träume, seiner Ängste und Unsicherheiten, knüpft ein starkes Band der Verbundenheit. Die Feinfühligkeit, mit der Lohse Julles Gefühls- und Gedankenwelt beschreibt, ist deutlich spürbar und zeigt sich besonders bezüglich Julles Sorgen eines möglichen Coming Outs. “Das Summen unter der Haut” eignet sich ganz hervorragend als Sommerlektüre. Neben einer berührenden Geschichte über Freundschaft, die erste Liebe und einem Sommer voller Abenteuer, lässt der Roman gleichzeitig auch Erinnerungen an eigene Kindheitssommer wieder an die Oberfläche steigen und weckt darüber hinaus den Appetit auf Schwimmbadpommes.

Schönes, gefühlvolles Sommerbuch
Eine viel zu kurze Geschichte um den Jungen Julle. Ich hätte noch ewig weiterlesen können. Wie das Cover bereits suggeriert, ist es ein Sommerbuch. Leicht, gefühlvoll und zauberhaft. Man erlebt einen Sommer aus Sicht von Julle, Julle ist schwul und weiß dies schon immer. Nun verliebt er sich in seinen neuen Klassenkameraden und Freund. Der Sommer wird anders als gedacht. Der Stil ist dabei etwas besonderes und passt sehr gut zum Gedankengang eines 14-jährigen, manchmal stringent, manchmal sprunghaft. Julle muss sich finden, sich anpassen, darf es ja nicht nach außen zeigen wer er ist. Und doch kommt es immer mal wieder raus und irgendwie will er doch auch er selbst sein. Seinen inneren Kampf und wie sein Umfeld mit ihm umgeht ist keinesfalls deprimierend sondern eher mutmachend und teilweise auch sehr überraschend. Ich habs geliebt, hätte noch ewig weiterlesen können und habs nach dem Beenden echt vermisst. Ein Jahreshighlight für mich.

Unaufgeregter Roman
Ein Coming-of-Age-Roman, der ganz ohne Aufregung und Spannung auskommt. Wir begleiten Julle einen Sommer in den 70er Jahren lang bei seinen alltäglichen Herausforderungen. Jule lernt Axel kennen und verliebt sich in ihn. Gemeinsam verbringen sie den Sommer: Schwimmbadbesuche am Tag und in der Nacht, ein gemeinsames Geheimnis im Wald und Geburtstagspartys. Doch irgendwann endet auch dieser Sommer. Der Schreibstil ist angenehm und die Länge ideal, um es an einem Tag wegzulesen. Perfekt für einige entspannten Lesestunden im Sommer.
Eine schöne, kurzlebige Geschichte über einen schwulen Jungen Ende der siebziger Jahre, die mit einem wunderbar akzeptierenden Umfeld überrascht. Eine erste Liebe, ein besonderer Sommer, einfach nette, liebevolle Unterhaltung.
Hamburg, 1977. Julie lebt ein normales Vorstadtleben, mit einer normalen Familie und normalen Freunden. Aber dann bekommt er kurz vor den Sommerferien einen neuen Mitschüler und alles wird anders, denn Julle ist schlagartig in Axel verliebt. Es beginnt ein Sommer, der ihn für immer verändern wird. Voller jugendlichem Leichtsinn, Nächten, die nie enden sollen, und dazwischen auch noch das Mysterium eines abgebrannten Hauses im Wald. Stephan Lohse erzählt hier die Geschichte einer Jugend, so voller Liebe und Humor, dass man sich wünscht, jeder hätte so aufwachsen können. Sie verkörpert gekonnt das Gefühl der Zeit, erweckt aber trotzdem einen modernen Eindruck. Ein zeitloses Sommerbuch, das auch im Winter noch einige dunkle Tage verbessern kann.
2.5/5 ☆
»Das Summen unter der Haut« von Stephan Lohse spielt 1977 in Hamburg und ist ein Coming-of-Age Roman. Der 14-jährige Protagonist Julle weiß schon früh, dass er schwul ist und hat dies außer seiner älteren Schwester niemandem anvertraut. Als ein neuer Mitschüler - Axel Paschke - in die Klasse kommt, beginnt für Julle dieser EINE Sommer, nach dem das Leben nicht mehr so ist wie vorher. Er verliebt sich Hals über Kopf in Axel #heimlicheersteliebe, und es entsteht eine sehr innige Freundschaft. Axel teilt sein entdecktes Geheimnis mit Julle und die beiden hängen zusammen ab - ob alleine oder mit der Clique im Schwimmbad. »Er ist der beste Freund, den ich jemals hatte. Das wäre er auch, wenn ich nicht in ihn verliebt wäre.« (S.113) Mich hat der Roman leider nicht emotional berührt. Die Storyline finde ich sehr vielversprechend: Heimliche erste unerwiderte Liebe eines Jungen zu einem Jungen. Auch das Setting im Hamburger Sommer (als Hamburger Deern war ich direkt hooked❤️🔥) und die Sommer-Vibes 🌞🌊🍦, die im Buch aufgegriffen und transportiert werden sollen, sind für sich allein genommen toll. Aber das Gesamtkonstrukt hat mich nicht gecatcht. Vielleicht waren es zu viele Themen, die hier zusammengepackt worden sind neben 1. Liebe, Freundschaft, Homosexualität, Teenie-Zeit und -Sommer werden als ‚Nebenschauplätze‘ auch Behinderung, soziale Ungleichheit, Tod, sexueller Übergriff und Gewalt unter Teenies aufgegriffen, aber für meinen Geschmack nicht richtig eingebettet bzw. zu abrupt wieder liegen gelassen. Was auch immer es war, ich kann sagen: Das war kein Summen zwischen dem Buch und mir. 😮💨 Aber vielleicht geht es Euch ja ganz anders mit diesem Roman? 🩵

Sommerliche Coming-Out- und Coming-Off-Age-Geschichte
Hamburg in den 1970er Jahren: Als eines Morgens Axel als neuer Mitschüler in Julles Klasse erscheint, ändert sich für Julle mit einem Schlag alles. Julle verliebt sich Hals über Kopf in Axel und entdeckt seine anfangs als Geheimnis gehütete Homosexualität, von der nur Julles große Schwester weiß. Gemeinsam erleben Julle und Axel mit ihren Mitschüler*innen einen Sommer, der nach Chlorwasser und nackter Haut, nach Sonnencreme, und Schwimmbadpommes duftet. Stephan Lohse ist mit "Das Summen unter der Haut" eine großartige Coming-Out- und Coming-Off-Age-Geschichte zweier Jugendlicher gelungen, die mich unmittelbar in meine eigene Jugend zurückkatapultiert hat. Dem Autor gelingt es haargenau, das Lebensgefühl der in ihrer Selbstfindung befindlichen Jugendlichen in Worte zu fassen. Ich habe die Geschichte von Julle und Axel, die fröhlich und gleichzeitig traurig daherkommt, mit größtem Vergnügen in fast einem Rutsch gelesen. Für mich stellt "Das Summen unter der Haut" einen der literarischen Höhepunkte des Jahres 2023 dar, den ich zu lesen gerne weiterempfehle.

Queerer coming of Age Roman
Der Sommer, das Schwimmbad, die erste Liebe – das sind alles Komponenten eines guten Coming of Age Romans. Das Besondere an diesem Buch ist: Julle ist schwul. Er ist 14, und er weiß es schon lange. Auch seine Schwester weiß es und seine Mutter ahnt es. Es sind die 70er und das bedeutet, dass die Gesellschaft dafür nicht offen ist. Doch es ist schwer, sich zurückzuhalten, wenn man sich zum ersten Mal richtig verliebt hat. Julle ist Axels Untertan, so bezeichnet er seine Hingabe. Ihre Freizeit verbringen sie gemeinsam und wir sind dabei, bei den Mikroabenteuern, die einen Sommer mit 14 so besonders machen können. im Zentrum steht eine verkohlte Hütte und deren abwesenden Bewohner. Wir erleben 31 Tage mit Julle, sind in seinem Kopf, fühlen seine Gefühle und philosophieren mit ihm. Wir zählen mit ihm die Tage, Stunden Sekunden, die er mit Axel verbringt und lernen dabei so vieles kennen. Nicht nur die beiden auch viele andere aus seiner Klasse, seinem Umfeld, seiner Familie. Der Autor schafft es, uns auf den wenigen Seiten intensiv dabei zu sein. Das Flair der damaligen Zeit kommt dabei richtig gut rüber. Es ist eine Freude zu lesen, wie detaillierte Kleinigkeiten beobachtet und wiedergegeben werden. Julle beschreibt sich für sein Alter sehr detailliert. Ich musste griemeln bei seiner Liste der Dinge, die er nicht tun darf und nicht als schwul erkannt zu werden. Gleichzeitig will es aber raus aus ihm und das tut es auch zeitweise. Die Reaktion seiner Umwelt ist unterschiedlich, doch meist überraschend. Es ist entwaffnend, wie er auf rhetorische Fragen reagiert oder gemeinsam mit Axel philosophiert. Manchmal gibt es dem Text etwas angenehm surreales. Und das Ende lässt uns bittersüß über unsere eigene erste Liebe nachdenken. Mit der obligatorischen „Nachts im Schwimmbad“ Szene reiht sich der Roman ein in viele sommerliche Jugendgeschichten. Das wir es hier aber mit einer jungen queere Hauptperson zu tun haben, macht das Büchlein zu etwas besonderem und für mich zu einem potentiellen Kandidaten als Schullektüre.
Zeitloses Sommerbuch
Es gibt bestimmte Genres, für die ich eine besondere Schwäche habe. Coming of Age Sommerbücher sind definitiv eines davon. Man könnte eigentlich meinen, dass zu diesem Thema bereits alles gesagt ist. Aber so viele unterschiedliche Menschen es gibt, so viele unterschiedliche Geschichten gibt es auch. Das Summen unter der Haut unterscheidet sich vielleicht dadurch von den meisten anderen dieser Art, dass die Protagonisten ein wenig jünger sind als in anderen Büchern. Julle ist erst vierzehn, steckt mitten in der Pubertät. Er hat schon früh bemerkt, dass er schwul ist, und er ist in seinen neuen Mitschüler Axel verliebt. Gleichzeitig ist er aber noch sehr kindlich; er versucht mit Axel das Geheimnis einer abgebrannten Hütte zu entschlüsseln oder spielt mit Rüdiger mit Katapulten. Gerade diese Mischung fand ich sehr gelungen. Schön fand ich auch, dass die Geschichte in den Siebzigern spielt. Viele Dinge waren damals doch noch sehr anders, gleichzeitig hat sich manches gar nicht verändert. Die Geschichte ist wie aus dem Leben gegriffen, ohne Kitsch, ohne künstliches Happy End. Es werden keine Probleme zusätzlich heraufbeschworen, es wird einfach so erzählt, wie es ist. Dabei wird das Buch auch sehr einfühlsam erzählt. Besonders das Gespräch mit dem Vater am Ende fand ich erstaunlich. Für mich ist Das Summen unter der Haut ein sehr schönes, zeitloses Sommerbuch.
Endlich mal eine Geschichte bei der coming out nichts hochdramatisches (aber natürlich trotzdem aufregendes) ist. Dadurch zwar kein sehr krasser Spannungsbogen, aber sehr sehr schön zu lesen. Man hat die Charaktere einfach gern und es ist überhaupt nicht kitschig. Der letzte Funke der es zu etwas ganz besonderem macht hat mir zwar noch gefehlt, aber am Ende habe ich trotzdem ein Tränchen verdrückt.
Für mich war diese kurze Geschichte leider eine Enttäuschung. Ich habe eine sommerliche Liebesgeschichte erwartet, die mir den Geruch von Freibad in die Nase zaubert, aber dies konnte das Buch so gar nicht erfüllen. Ich fand das Buch nicht gänzlich schlecht, allerdings hatte ich völlig falsche Erwartungen. Sowohl Cover als auch Buchtitel ließen mich denken, es würde ein toller Sommervibe rüberkommen, aber der hat mir leider gänzlich gefehlt. Unser Protagonist Julle war eigentlich ein ganz netter Charakter und war mir größtenteils zugänglich. Auch wenn ich kein vollständiges Verständnis für seine Gefühle bekommen habe. Mein größter Kritikpunkt ist leider die Geschichte. Ich hatte keine super hohen Erwartungen an die Storyline in einem so kurzen Buch, aber etwas mehr hätte wirklich passieren können. Ich habe nach dem Lesen noch nicht wirklich verstanden, wo die Geschichte hinwollte, das finde ich schade. Auch wenn ich natürlich wusste, dass das Buch in den 70ern spielt, hat es mich mehrfach missmutig gestimmt die etlichen queerfeindlichen Kommentare von Personen aus dem Buch zu lesen. Es gab zwar ein paar offene Charaktere, aber die meisten waren sehr intolerant und es war total schade darin auch keine große Entwicklung zu sehen, auch wenn das für diese Zeit vermutlich realistisch ist. Traurig macht es mich dennoch. Das Seltsamste an dem Buch ist irgendwie, dass ich nach dem Lesen überhaupt nicht weiß, was mir die Geschichte persönlich gegeben oder gebracht hat. Nach der letzten Seite hatte ich einfach nur ein Fragezeichen im Kopf, aber vielleicht geht es anderen damit anders. Das hoffe ich auf jeden Fall. Loben kann ich trotzdem den Schreibstil. Obwohl mich das Buch nicht so richtig für sich gewinnen konnte, habe ich das Buch super schnell lesen können. Der Schreibstil war angenehm und flüssig und man fliegt schnell durch die Seiten. Ich fand es generell nicht schlecht oder so, aber irgendwie inhaltlos und nicht sonderlich bereichernd. Empfehlen kann ich es daher nicht, aber auch dieses Buch wird sicherlich seine Liebhaber haben.
Nette Jugendromanze für sonnige Tage
Eine kurze Geschichte der Liebe: ich fühlte mich direkt zurückversetzt in meine Jugend und konnte das Gefühlschaos von Julle total nachvollziehen 💓 Für mich war das Buch etwas zu kurz, ich hätte gerne mehr über die Charaktere und deren Hintergründe erfahren. So hat sich die Geschichte nur auf Julle und Axels Geheimnis konzentriert, was auch abrupt zum stoppen gekommen ist 🥲 In allem aber eine süße Geschichte 🦋
Ein besonderes Buch, super schön!
Ich habe den Roman an einem Sommernachmittag gelesen und fand ihn dafür perfekt. Der Schreibstil ist besonders, liest sich unangestrengt und man fühlt sich als Teil der Geschichte. Es geht um das jugendliche Erwachsenwerden, erste Gefühle, Homosexualität und auch Verluste. Insgesamt ein wunderschönes Buch!
Eine Coming-of-Age Geschichte, die in den 70ern in Hamburg spielt. Julle, 14, ist schwul und verliebt sich zum ersten Mal. Auf komplett unkitschige Weise erzählt Stephan Lohse vom Erwachsenwerden, das in dem Alter auf der einen Seite nicht schnell genug gehen kann, auf der anderen Seite aber auch verwirrend und anstegend ist. Es ist die Zeit, in der wir in einem Moment über Sexualität nachgedacht haben und im Nächsten mit Fischertechnik und Faller-Bahn spielten (bzw mit dem, was in unserem Jahrgang eben so gespielt wurde). Ich hab "Das Summen unter der Haut" so gern gelesen und liebte vor allem die Figuren, Julle, Axel, Rüdiger und am meisten Frau Walther. Es ist ein warmes Buch, ein irgendwie tröstliches, weil es immer wieder zwischen Leichtigkeit und Schwere wechselt, familiäre Probleme und Schmerz nicht ausspart, aber dabei nie zu düster wird. Für Fans von Coming-of-Age-Romanen und schwulen Geschichten, die ohne Selbsthass und Queerfeindlichkeit auskommen. Ich kann es mir prinzipiell auch als Young Adult Lektüre vorstellen, aber wahrscheinlich ist für die Kids heute eine Welt mit analogen Fotoapparaten und ohne Internet ein bisschen zu unwirklich.
Description
»Ein warmherziger Roman über die Schönheit und den Schmerz der ersten Liebe, über Freundschaft und über die Grenze dazwischen. Stephan Lohse findet dafür eine zarte Sprache mit umso eindrücklicheren Bildern.« Isabel Bogdan
Hamburg, 1977. Julle ist vierzehn Jahre alt. Kurz vor den Sommerferien bekommt er einen neuen Mitschüler, Axel. Sofort ist Julle verliebt. Dass er schwul ist, weiß keiner. Bis auf seine Schwester und seine Mutter vielleicht, Mütter sollen so etwas ahnen. Julle zählt die Stunden, die er Axel kennt, und freundet sich mit ihm an. Zusammen gehen sie ins Freibad, füttern Axels Kaninchen und entdecken eine versteckte, halb abgebrannte Hütte im Wald. Als sie deren Geheimnis beinahe gelüftet haben, ist Axel plötzlich verschwunden – und Julle ahnt, dass nach diesem Sommer nichts mehr so sein wird wie davor.
Mit viel Fantasie, Einfühlungsvermögen und Witz erzählt Stephan Lohse von zwei Jungen und den Dingen im Leben, die alles bedeuten. Das Summen unter der Haut ist ein Roman über Liebe und Freundschaft, über das Aufwachsen in den siebziger Jahren – einer Vergangenheit, wie sie vielleicht nie war, aber hätte sein sollen. Und über einen aufregenden Sommer, der alles verändert.
Book Information
Author Description
Stephan Lohse wurde 1964 in Hamburg geboren, studierte am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und stand als Schauspieler unter anderem am Thalia Theater Hamburg, an der Schaubühne in Berlin und am Schauspielhaus in Wien auf der Bühne. Sein Debütroman Ein fauler Gott erschien 2017, der Roman Johanns Bruder 2020. Im Insel Verlag erschien 2023 der Roman Das Summen unter der Haut, der Buch des Monats im NDR war und auf der Deutschlandfunk-Bestenliste stand.
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Ein Sommerroman, still plätschert dieser Sommer vor sich hin - doch Julle hat ein Summen unter der Haut. Er begegnet Axel, verliebt sich in ihn und dieser Sommer wird anders als alle vor ihm. Beim Lesen bin ich nicht so dicht an die Figuren rangekommen - das hat erst das Hörbuch geschafft. Mit einem zweiten Anlauf hat es dann auch bei mir gefunkt. 🏊♂️🌳🩻
Jule ist einfach wahnsinnig süß. Beim Lesen begleitet man ihn durch all die kleinen und großen Momente, in denen er merkt, dass seine Gefühle, sein Begehren und seine Wirklichkeit nicht so einfach zusammenpassen wie er es sich wünschen würde.
Immer wieder hatte ich dabei das Gefühl, dass Jule wie eine Art älteres Rico-Ich aus „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ (von Andreas Steinhöfel) ist. Diese inneren Dialoge, dieses Stolpern über die eigenen Gedanken, dieses leicht schräge Reagieren, wenn ihm etwas peinlich ist oder wenn er nicht weiß, wie er sich verhalten soll. Genau das macht ihn so glaubwürdig. Besonders schön finde ich, wie das Buch die erste Liebe erzählt. Nicht als großes, endgültiges Versprechen, sondern als etwas Zartes, Intensives und auch Verletzliches. So, wie erste Liebe oft ist, wenn man noch dabei ist, sich selbst überhaupt zu sortieren. Ein leises, warmes Buch über das Erwachsenwerden, über Begehren und darüber, wie verwirrend und gleichzeitig schön es sein kann, sich selbst langsam näherzukommen.
Gute Idee, Umsetzung nicht meins 🩵
- Kurzroman - Young Adult - Homosexualität - 1970er Darum geht es in meinem ersten Buch von Stephan Lohse: der Vierzehnjährige Julle verliebt sich in seinen Schulfreund Alex. Sie sind Freunde und verbringen einen Sommer miteinander…. Die grundsätzliche Idee zum Roman finde ich super und ich habe das Buch auch gern gelesen. Finde es schön, regelmäßig abseits des Hypes nach guten Büchern zu schauen. Der Vibe eines Sommers in Hamburg der 1970er Jahre ist bei mir rübergekommen. Schwimmbad, Radfahren, Eis essen und auf Festnetz die Freunde anrufen 😅. Es ging recht wenig um Homosexualität als solche, zumindest wenn man bedenkt, dass es darum auf dem Klappentext geht. Die zeitgeschichtliche Einbindung des Themas war oft irgendwie nicht so ganz geglückt und man bleibt so schlau wie vorher. Auch muss man bedenken, dass das Buch aus 2023 ist und es fehlt (in meiner Ausgabe) eine Art content note, in der klargestellt wird, dass die geäußerten Ansichten nicht denen des Autors / der Verlags entsprechen. Also zumindest hoffe ich, dass es so ist 😅😅. Denn in dem Buch wimmelt es nur so vor fraglichen Aussagen. Diskriminierung jeglicher Art, Fatshaming, permanente (auffällige) Erwähnung von Israel - nur um ein paar zu nennen. Überhaupt ging es für meinen Geschmack doch unerwartet viel um Religion und andere Themen, die gefühlt am eigentlichen Thema vorbei sind. Ich fand es schön, abseits von Hype und BookTok unterwegs zu sein, aber wir müssen noch daran arbeiten, die Bücher politisch korrekter zu gestalten. Denn ich wollte ja mit der Lektüre LGBTQ+ unterstützen und war etwas ratlos. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 2/5⭐️⭐️

Ein Ausschnitt aus dem Sommer 1977 über den 14-jährigen, schwulen Julle. Kurzweilige Geschichte, die gut anzuhören war.
. KLAPPENTEXT Hamburg, 1977. Julle ist vierzehn Jahre alt. Kurz vor den Sommerferien bekommt er einen neuen Mitschüler, Axel. Sofort ist Julle verliebt. Dass er schwul ist, weiß keiner. Bis auf seine Schwester und seine Mutter vielleicht, Mütter sollen so etwas ahnen. Julle zählt die Stunden, die er Axel kennt, und freundet sich mit ihm an. Zusammen gehen sie ins Freibad, füttern Axels Kaninchen und entdecken eine versteckte, halb abgebrannte Hütte im Wald. Als sie deren Geheimnis beinahe gelüftet haben, ist Axel plötzlich verschwunden – und Julle ahnt, dass nach diesem Sommer nichts mehr so sein wird wie davor. MEINUNG Ich mochte das Setting der Geschichte mit einer kleinen (?) Stadt mit Schule, Freibad, freistehenden Häusern, aber auch Hochhäusern. Die unterschiedlichen Lebensumstände von Julle und Axel. Ich mochte dass es in der Vergangenheit spielt. Für mich ehrlicherweise eine Zeit, zu der ich keinen persönlichen Bezug habe, sie aber zum Storytelling sehr passend fand. Es ist ein kurzes Buch, eine Erzählung von Julles Perspektive, seinen Gedanken und Gefühlen und sein Umgang damit schwul zu sein. Es war auch für mich wie ein Rückblick in die Schulzeit, die Pubertät, die erste erwachsenere Auseinandersetzung mit sich selbst. Die geheimnisvolle Hütte in der Geschichte hätte ich nicht gebraucht, sie war jedoch Bindungsglied zu vielen Nebencharakteren und Erzählsträngen, weshalb sie gut platziert war. Insgesamt mochte ich das Bild, das man durch Stephan Lohses Roman gezeigt bekommen hat, es war kurzweilig und hatte eine gute Länge.

Ein Buch über Freundschaft...
... und die erste Liebe. Erzählt aus der Sicht eines Teenagers. 1977 - Axel ist neu in der Klasse von Julle, beide Freunden sich an und Julle verliebt sich in Axel. Die Geschichte ist flüssig geschrieben, hätte sie an einem Tag durch. An manchen Stellen ist sie zum schmunzeln, manchmal fragt man sich ob die Gedanken eines Teenagers wirklich so wirr sind. Gutes Sommerbuch, hat mich gut unterhalten.

Laut Klappentext hatte ich eine völlig andere Erwartung, was in dem Fall, für mich, eher negativ war, trotz des leichten und schönen Schreibstils.
𝙕𝙪𝙢 𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩: Hamburg, Sommer 1977... Julle ist 14, als Axel neu an dessen Schule kommt und er sich in ihn direkt verliebt. Dass Julle aber schwul ist, weiß keiner, bis auf seine Schwester und seine Mutter vielleicht. Er freundet sich rasch mit ihm an und fängt an die Stunden zu zählen, die er ihn kennt. Sie verbringen gemeinsam viel Zeit, gehen zusammen ins Freibad und entdecken auch eine alte, geheimnisvolle Hütte im Wald. Aber, als sie deren Geheimnis beinahe gelüftet haben, verschwindet Axel plötzlich und Julle ahnt, dass nach diesem Sommer nichts mehr so sein wird wie davor. 𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜: Als mir dieses Buch vorgeschlagen wurde, dachte ich sofort, diese Geschichte klingt richtig toll. Geheimnisvoll, warmherzig und berührend. Ich wollte wissen, wie sehr werde ich Julle und Axel mögen und damit verbunden, mit ihnen fiebern? Und vor allem, wollte ich wissen, was ist mit Axel geschehen? Gleich zu Beginn wurde ich schlagartig in eine Zeit versetzt, als ich selbst noch Kind war. 1976 wurde ich eingeschult, ein Jahr bevor diese Geschichte spielt. Supertramp feierte seine Erfolge und ich fühlte mich total zurückversetzt. Die Geschichte ist aus Julles Sicht geschrieben, weswegen er mir immer am Nähesten war. So sehr ich noch vom Anfang begeistert war, so sehr war ich vom Mittelteil und am meisten vom Ende, enttäuscht. Der Klappentext deutet ja schon an, dass Axel verschwinden wird, was aber auf Seite 120 von 170 immer noch nicht geschehen ist. Im Nachhinein kann ich sagen, dass meine Interpretation und damit verbunden meine Erwartung an die Story, eine andere war. Deswegen suche ich auch ganz klar den Fehler bei mir, aber es ändert nichts daran, dass ich nicht das erwartete Leseerlebnis hatte. Dabei fing alles so gut an... Trotzdem glaube ich, dass viele ähnlich denken, wenn sie den Klappentext lesen. Zwar kann eine Überraschung ja auch positiv sein, aber bei mir war es das leider nicht. Deswegen kann ich für mich sagen, mir hat es zwar nicht gefallen, aber für jemand anderes könnte es ein Highlight sein. 𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩: Ein Anfang zum Schwelgen in Erinnerungen, aber falsche Erwartungen hinterließen dann einen enttäuschenden Eindruck. Schade, ich wollte die Geschichte wirklich mögen.
⛱️ Ein Summen unter der Haut ☀️
Das Summen unter der Haut von Stephan Lohse ist ein Einblick in das Leben des 14-jährigen Julle, der sich in Axel verliebt hat. Es ist eine Momentaufnahme aus Julles Leben - wir lernen ihn und seine Umgebung kennen, nicht ins Detail, aber gut genug, um sich die Charaktere vorzustellen. Und irgendwie hat jeder diese Menschen in seinem echten Leben um sich. Oder kennt jemanden, der genauso ist. Ich habe Julle schnell ins Herz geschlossen - wer war als Teenager nicht verliebt? Und vor allem kennt man das Gefühl, wenn man selbst nicht-hetero ist, und es irgendwie niemanden erzählen mag. Julles Gedanken sind wirr und sprunghaft, aber das ist als Teenager auch normal. Ich habe mich sehr unterhalten gefühlt, gerade in der ersten Hälfte des Buches. Dann kippt es und es wird ernster - ein kleiner Twist, den ich so nicht erwartet habe. Themen wie Armut und Krankheit, Sexualität werden angeschnitten - gehen aber nicht in die Tiefe, reichen aber, um das Ausmaß der Geschichte zu erfassen. Es ist ein schöner kurzweiliger Roman, der mich sehr berührt hat.

"Axel ist zurück. Meine rechte Seite ist wieder eine Antenne, meine Gedanken werden zu einem Summen unter der Haut. " Die Coming of Age Geschichte spielt 1977 in Hamburg, eine Zeit in der ich Kind war und mich daher sehr wohl in dem Setting gefühlt habe. Das Buch hat mich sehr berührt, findet der Autor doch eine sehr behutsame und einfühlsame Sprache um Julles erste Liebe zu beschreiben, die Liebe zu Axel. "Am liebsten würde ich die 134 Stunden, die ich Axel kenne, von meinem Leben abziehen. Bei Null hätte ich keinen heißen Körper mehr und keine junge Stimme, die unpassende Wörter sagt oder lügt. Bei Null wäre ich wieder normal." Wobei sich Julles "normal " nicht darauf bezieht, das er nicht schwul sein möchte, damit ist er im Reinen und das mochte ich besonders. Das nicht die Problematik im Vordergrund stand, was die Gesellschaft über Homosexuallität sagt, sondern das erste mal verliebt zu sein. Ich habe Julle sehr gerne begleitet, in diesem kurzem Abschnitt seines Erwachsen werdens und dabei wie er und sein Umfeld mit seinem Schwulsein umgeht. Von mir auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung!
Du bist noch auf der Suche nach der passenden Lektüre für einen Tag am Strand oder im Freibad? Dann könnte „Das Summen unter der Haut“ von Stephan Lohse genau das richtige für dich sein. »Axel fehlt seit drei Tagen. Ich ziehe die Stunden, die ohne ihn vergangen sind, von den achtzig Stunden, die ich ihn kenne, ab. Es sind noch sechsundzwanzig Stunden übrig. In gut einem Tag wird es so sein, als hätte ich Axel Peschke nie gekannt.« Hamburg im Sommer 1977. Der 14-jährigen Julle bekommt kurz vor den Sommerferien einen neuen Mitschüler, Axel. Julle ist sofort verliebt, doch bis auf seine Schwester und vielleicht seine Mutter weiß niemand, dass er schwul ist. Axel und er freunden sich direkt an. Die gemeinsamen Erlebnisse der beiden Jungen beschreibt der Autor unaufgeregt, jedoch mit einem gewissen Witz. Es geht in dem Buch um Familie, Freundschaft und die erste Liebe. Den Umgang mit Julles Coming out fand ich, vor allem vor dem Hintergrund der späten 70er Jahre, sehr erfrischend. Am Ende kam es zu einer für doch eher unerwarteten Wendung, doch trotz dieses Überraschungsmoments ist der letzte Funke bei mir persönlich nicht übergesprungen.

Eine süße kurze Sommerlektüre über den 14-jährigen Julle, der sich in seinen neuen Klassenkameraden Axel verliebt. Mir gefiel der Schreibstil und allgemein auch das Feeling, welches dieses Buch vermittelt hat; Eine queere Coming-of-Age Story in den 70ern ohne viel Tiefgang, aber perfekt für einen Sommertag.
„Das Summen unter der Haut" war für mich ganz klar ein Sommerbuch. Es passte wunderbar in meinen Urlaub und ich konnte dabei super entspannen. Die Geschichte rund um Julle und seinen Alltag war recht kurzweilig, konnte mich dadurch gut unterhalten und war rasch durchgelesen. Das Buch gab mir ein Gefühl von Vergangenheit und ließ mich in Kindheitserinnerungen schwelgen. Leider verliet sich die Story zum Ende hin im Sand und ich hätte mir einen wirklichen Schluss gewünscht. So hängt irgendwie alles in der Luft und der Sinn des Buches erschließt sich mir nicht so ganz. Alles in allem ein schöner Roman, der einlädt ein wenig die Gedanken baumeln zu lassen.

Perfekt für den Sonntag Nachmittag
Dieses Buch war irgendwie perfekt für den verregneten Sonntag Nachmittag. Ich habe es in einem Rutsch gelesen. Ein typischer Coming of Age Roman. Unaufgeregt, dabei aber sehr kraftvoll und eindrucksvoll. Und das obwohl wir nur einen kleinen Abschnitt aus Julles Leben begleiten. Ich hätte tatsächlich gerne noch mehr erfahren und wäre gerne noch länger Teil dieser Geschichte geblieben.
Ein leichtes, feinfühliges Sommerbuch über einen queeren Jungen in den 70ern, das Leben und die erste Liebe.
Sommer in Hamburg, 1977. Julle ist 14 Jahre alt und schwul ist. Lediglich seine Schwester weiß Beschied. Julle kennt Axel, den neuen Mitschüler, seit 80 Stunden. Mehr als genug Zeit, um sich Hals über Kopf in ihn zu verlieben. Zu Julles großer Überraschung – denn Julle fühlt sich den Großteil der Zeit unwohl in seinem Körper, der feststeckt irgendwo zwischen Jungen und Mann – nimmt Axel in wahr. Die beiden werden Freunde, verbringen Zeit im Freibad und versuchen das Rätsel um eine halb abgebrannte Hütte im Wald zu lösen. Julle spürt, dass nach diesem Sommer nichts mehr sein wird wie zuvor. 🩳 »Das Summen unter der Haut« erzählt eine Geschichte genau über dieses Gefühl, das wohl jede*r kennt, der*die schon mal verliebt war. Auf eine leichte und doch nachvollziehbare Weise erinnert der Roman daran, wie es ist, 14 zu sein. Das Unwohlfühlen im eigenen Körper, der einen, wenn man glaubt, ihn endlich verstanden zu haben, doch wieder ratlos und unsicher zurück lässt. Die feinen Nuancen von Freundschaften und erster Liebe, den Diskrepanzen zwischen der Suche nach Freiheit und der Vormundschaft durch Eltern. Emotional einschneidende Erlebnisse wie Krankheit, Verlust, erste Küsse und Herzensbrüche. Ein Chaos der Gefühle und ein Meer an Möglichkeiten. »Das Summen unter der Haut« ist eine unterhaltende, feinfühlige Coming-of-Age-Geschichte ebenso wie eine Coming-Out-Story über einen queeren Jugendlichen zu einer Zeit, als ein Coming Out nicht einfach war. Und doch, das finde ich sehr schön, stehen nicht die Traumata der Homophobie, Julles Angst vor der Reaktionen seines Umfeld im Vordergrund, sondern es ist eine positive, eine Mut machende Geschichte voller komischer Momente und Leichtigkeit. »Das Summen unter der Haut« erzählt von einem Sommer voller Veränderungen, von Neuanfängen und Abschieden, von los lassen und zu sich finden – mit Tiefe und doch so leicht wie ein Sommerwind. Ein schönes Sommerbuch!

• DAS SUMMEN UNTER DER HAUT • Schnell noch die letzten Sommertage in einem Buch einfangen! Das gelingt mit Sephan Lohses Coming-out-of-age-Roman. Freibad, grenzenlose Freiheit und die erste große Liebe - warten hier auf dich. I N H A L T: Hamburg, 1977. Julle ist vierzehn Jahre alt. Kurz vor den Sommerferien bekommt er einen neuen Mitschüler, Axel. Sofort ist Julle verliebt. Dass er schwul ist, weiß keiner. Bis auf seine Schwester und seine Mutter vielleicht, Mütter sollen so etwas ahnen. Julle zählt die Stunden, die er Axel kennt, und freundet sich mit ihm an. Zusammen gehen sie ins Freibad, füttern Axels Kaninchen und entdecken eine versteckte, halb abgebrannte Hütte im Wald. Als sie deren Geheimnis beinahe gelüftet haben, ist Axel plötzlich verschwunden – und Julle ahnt, dass nach diesem Sommer nichts mehr so sein wird wie davor. M E I N U N G: Von Büchern, die in Freibädern spielen, kann ich einfach nicht genug bekommen. Da ploppen bei mir direkt Gefühle und Gerüche auf: Sonnencreme auf der Haut, Freibadfritten-Duft vermischt mit Chlor. Zwischen Eiscreme, Handtüchern und dem Schwimmbecken spielt sich auch ein kleiner Teil von Julles Geschichte ab. Der Hauptprotagonist ist 14 Jahre alt, etwas orientierungslos, voller Fragen und einfach mitten in der Pubertät. Julle und seine Familie sind mir auf Anhieb sympathisch. Wie in jeder Familie läuft nicht alles rund. Das Familienband ist dennoch eng. Lohse zeichnet warmherzig die verschiedenen Nuancen zwischen Freundschaft und Liebe. Die Unsicherheiten der Pubertät sind dabei immer spürbar. Wird seine erste große Liebe erwidert? Der Schreibstil ist sehr präzise und klar. Tatsächlich kommt es mir in Teile so vor, als würde ein 14 Jähriger wirklich schnörkellos von seinem Leben berichtet. Etwas schade ist, dass der Klappentext inhaltlich fast alles vorweg nimmt. Mit knapp 180 Seiten eignet sich Lohses Roman hervorragend für einen Ausflug an den See oder ins Freibad. Fallen lassen, Gerüche einatmen und nochmal kurz den Sommer der 1970er erspüren! 📖 Lohse gelingt ein kurzweiliger Sommerroman über die erste große Liebe und der Suche nach Orientierung in der Pubertät in sommerlicher Atmosphäre.

Ein großartiger und berührender Sommerroman.
»Hamburg, 1977. Julle ist vierzehn Jahre alt und verliebt in Axel, seinen neuen Mitschüler. Sie werden Freunde, gehen zusammen ins Freibad, entdecken eine halb abgebrannte Hütte im Wald - und Julle ahnt, dass nach diesem Sommer nichts mehr so sein wird wie davor.« Wenn ich mein Leseerlebnis mit "Das Summen unter der Haut" Revue passieren lasse, erinnere ich mich am eindrücklichsten an Stephan Lohses Schreibstil. Dieser zeichnet sich sowohl durch seine Einfachheit und Leichtigkeit als auch durch seine Behutsamkeit aus. Es fühlt sich an wie eine erfrischende Brise an einem warmen Tag - sanft und leichtfüßig wird man durch die Geschichte getragen, sodass es nur allzu verlockend ist sich darin zu verlieren. Der Inhalt ist ebenso einprägsam, ebenso besonders wie der Schreibstil. Lohse schafft es dieses bittersüße Gefühl der ersten Liebe in all seinen Facetten einzufangen - prickelnde Aufregung, nagende Unsicherheit, warmes Kribbeln, knisternde Hoffnung, lähmende Angst -, wodurch eine berührende und einfühlsame Geschichte entsteht. Julle selbst wächst einem schnell ans Herz und das Teilen seiner Gedanken und Gefühle, seiner Hoffnungen und Träume, seiner Ängste und Unsicherheiten, knüpft ein starkes Band der Verbundenheit. Die Feinfühligkeit, mit der Lohse Julles Gefühls- und Gedankenwelt beschreibt, ist deutlich spürbar und zeigt sich besonders bezüglich Julles Sorgen eines möglichen Coming Outs. “Das Summen unter der Haut” eignet sich ganz hervorragend als Sommerlektüre. Neben einer berührenden Geschichte über Freundschaft, die erste Liebe und einem Sommer voller Abenteuer, lässt der Roman gleichzeitig auch Erinnerungen an eigene Kindheitssommer wieder an die Oberfläche steigen und weckt darüber hinaus den Appetit auf Schwimmbadpommes.

Schönes, gefühlvolles Sommerbuch
Eine viel zu kurze Geschichte um den Jungen Julle. Ich hätte noch ewig weiterlesen können. Wie das Cover bereits suggeriert, ist es ein Sommerbuch. Leicht, gefühlvoll und zauberhaft. Man erlebt einen Sommer aus Sicht von Julle, Julle ist schwul und weiß dies schon immer. Nun verliebt er sich in seinen neuen Klassenkameraden und Freund. Der Sommer wird anders als gedacht. Der Stil ist dabei etwas besonderes und passt sehr gut zum Gedankengang eines 14-jährigen, manchmal stringent, manchmal sprunghaft. Julle muss sich finden, sich anpassen, darf es ja nicht nach außen zeigen wer er ist. Und doch kommt es immer mal wieder raus und irgendwie will er doch auch er selbst sein. Seinen inneren Kampf und wie sein Umfeld mit ihm umgeht ist keinesfalls deprimierend sondern eher mutmachend und teilweise auch sehr überraschend. Ich habs geliebt, hätte noch ewig weiterlesen können und habs nach dem Beenden echt vermisst. Ein Jahreshighlight für mich.

Unaufgeregter Roman
Ein Coming-of-Age-Roman, der ganz ohne Aufregung und Spannung auskommt. Wir begleiten Julle einen Sommer in den 70er Jahren lang bei seinen alltäglichen Herausforderungen. Jule lernt Axel kennen und verliebt sich in ihn. Gemeinsam verbringen sie den Sommer: Schwimmbadbesuche am Tag und in der Nacht, ein gemeinsames Geheimnis im Wald und Geburtstagspartys. Doch irgendwann endet auch dieser Sommer. Der Schreibstil ist angenehm und die Länge ideal, um es an einem Tag wegzulesen. Perfekt für einige entspannten Lesestunden im Sommer.
Eine schöne, kurzlebige Geschichte über einen schwulen Jungen Ende der siebziger Jahre, die mit einem wunderbar akzeptierenden Umfeld überrascht. Eine erste Liebe, ein besonderer Sommer, einfach nette, liebevolle Unterhaltung.
Hamburg, 1977. Julie lebt ein normales Vorstadtleben, mit einer normalen Familie und normalen Freunden. Aber dann bekommt er kurz vor den Sommerferien einen neuen Mitschüler und alles wird anders, denn Julle ist schlagartig in Axel verliebt. Es beginnt ein Sommer, der ihn für immer verändern wird. Voller jugendlichem Leichtsinn, Nächten, die nie enden sollen, und dazwischen auch noch das Mysterium eines abgebrannten Hauses im Wald. Stephan Lohse erzählt hier die Geschichte einer Jugend, so voller Liebe und Humor, dass man sich wünscht, jeder hätte so aufwachsen können. Sie verkörpert gekonnt das Gefühl der Zeit, erweckt aber trotzdem einen modernen Eindruck. Ein zeitloses Sommerbuch, das auch im Winter noch einige dunkle Tage verbessern kann.
2.5/5 ☆
»Das Summen unter der Haut« von Stephan Lohse spielt 1977 in Hamburg und ist ein Coming-of-Age Roman. Der 14-jährige Protagonist Julle weiß schon früh, dass er schwul ist und hat dies außer seiner älteren Schwester niemandem anvertraut. Als ein neuer Mitschüler - Axel Paschke - in die Klasse kommt, beginnt für Julle dieser EINE Sommer, nach dem das Leben nicht mehr so ist wie vorher. Er verliebt sich Hals über Kopf in Axel #heimlicheersteliebe, und es entsteht eine sehr innige Freundschaft. Axel teilt sein entdecktes Geheimnis mit Julle und die beiden hängen zusammen ab - ob alleine oder mit der Clique im Schwimmbad. »Er ist der beste Freund, den ich jemals hatte. Das wäre er auch, wenn ich nicht in ihn verliebt wäre.« (S.113) Mich hat der Roman leider nicht emotional berührt. Die Storyline finde ich sehr vielversprechend: Heimliche erste unerwiderte Liebe eines Jungen zu einem Jungen. Auch das Setting im Hamburger Sommer (als Hamburger Deern war ich direkt hooked❤️🔥) und die Sommer-Vibes 🌞🌊🍦, die im Buch aufgegriffen und transportiert werden sollen, sind für sich allein genommen toll. Aber das Gesamtkonstrukt hat mich nicht gecatcht. Vielleicht waren es zu viele Themen, die hier zusammengepackt worden sind neben 1. Liebe, Freundschaft, Homosexualität, Teenie-Zeit und -Sommer werden als ‚Nebenschauplätze‘ auch Behinderung, soziale Ungleichheit, Tod, sexueller Übergriff und Gewalt unter Teenies aufgegriffen, aber für meinen Geschmack nicht richtig eingebettet bzw. zu abrupt wieder liegen gelassen. Was auch immer es war, ich kann sagen: Das war kein Summen zwischen dem Buch und mir. 😮💨 Aber vielleicht geht es Euch ja ganz anders mit diesem Roman? 🩵

Sommerliche Coming-Out- und Coming-Off-Age-Geschichte
Hamburg in den 1970er Jahren: Als eines Morgens Axel als neuer Mitschüler in Julles Klasse erscheint, ändert sich für Julle mit einem Schlag alles. Julle verliebt sich Hals über Kopf in Axel und entdeckt seine anfangs als Geheimnis gehütete Homosexualität, von der nur Julles große Schwester weiß. Gemeinsam erleben Julle und Axel mit ihren Mitschüler*innen einen Sommer, der nach Chlorwasser und nackter Haut, nach Sonnencreme, und Schwimmbadpommes duftet. Stephan Lohse ist mit "Das Summen unter der Haut" eine großartige Coming-Out- und Coming-Off-Age-Geschichte zweier Jugendlicher gelungen, die mich unmittelbar in meine eigene Jugend zurückkatapultiert hat. Dem Autor gelingt es haargenau, das Lebensgefühl der in ihrer Selbstfindung befindlichen Jugendlichen in Worte zu fassen. Ich habe die Geschichte von Julle und Axel, die fröhlich und gleichzeitig traurig daherkommt, mit größtem Vergnügen in fast einem Rutsch gelesen. Für mich stellt "Das Summen unter der Haut" einen der literarischen Höhepunkte des Jahres 2023 dar, den ich zu lesen gerne weiterempfehle.

Queerer coming of Age Roman
Der Sommer, das Schwimmbad, die erste Liebe – das sind alles Komponenten eines guten Coming of Age Romans. Das Besondere an diesem Buch ist: Julle ist schwul. Er ist 14, und er weiß es schon lange. Auch seine Schwester weiß es und seine Mutter ahnt es. Es sind die 70er und das bedeutet, dass die Gesellschaft dafür nicht offen ist. Doch es ist schwer, sich zurückzuhalten, wenn man sich zum ersten Mal richtig verliebt hat. Julle ist Axels Untertan, so bezeichnet er seine Hingabe. Ihre Freizeit verbringen sie gemeinsam und wir sind dabei, bei den Mikroabenteuern, die einen Sommer mit 14 so besonders machen können. im Zentrum steht eine verkohlte Hütte und deren abwesenden Bewohner. Wir erleben 31 Tage mit Julle, sind in seinem Kopf, fühlen seine Gefühle und philosophieren mit ihm. Wir zählen mit ihm die Tage, Stunden Sekunden, die er mit Axel verbringt und lernen dabei so vieles kennen. Nicht nur die beiden auch viele andere aus seiner Klasse, seinem Umfeld, seiner Familie. Der Autor schafft es, uns auf den wenigen Seiten intensiv dabei zu sein. Das Flair der damaligen Zeit kommt dabei richtig gut rüber. Es ist eine Freude zu lesen, wie detaillierte Kleinigkeiten beobachtet und wiedergegeben werden. Julle beschreibt sich für sein Alter sehr detailliert. Ich musste griemeln bei seiner Liste der Dinge, die er nicht tun darf und nicht als schwul erkannt zu werden. Gleichzeitig will es aber raus aus ihm und das tut es auch zeitweise. Die Reaktion seiner Umwelt ist unterschiedlich, doch meist überraschend. Es ist entwaffnend, wie er auf rhetorische Fragen reagiert oder gemeinsam mit Axel philosophiert. Manchmal gibt es dem Text etwas angenehm surreales. Und das Ende lässt uns bittersüß über unsere eigene erste Liebe nachdenken. Mit der obligatorischen „Nachts im Schwimmbad“ Szene reiht sich der Roman ein in viele sommerliche Jugendgeschichten. Das wir es hier aber mit einer jungen queere Hauptperson zu tun haben, macht das Büchlein zu etwas besonderem und für mich zu einem potentiellen Kandidaten als Schullektüre.
Zeitloses Sommerbuch
Es gibt bestimmte Genres, für die ich eine besondere Schwäche habe. Coming of Age Sommerbücher sind definitiv eines davon. Man könnte eigentlich meinen, dass zu diesem Thema bereits alles gesagt ist. Aber so viele unterschiedliche Menschen es gibt, so viele unterschiedliche Geschichten gibt es auch. Das Summen unter der Haut unterscheidet sich vielleicht dadurch von den meisten anderen dieser Art, dass die Protagonisten ein wenig jünger sind als in anderen Büchern. Julle ist erst vierzehn, steckt mitten in der Pubertät. Er hat schon früh bemerkt, dass er schwul ist, und er ist in seinen neuen Mitschüler Axel verliebt. Gleichzeitig ist er aber noch sehr kindlich; er versucht mit Axel das Geheimnis einer abgebrannten Hütte zu entschlüsseln oder spielt mit Rüdiger mit Katapulten. Gerade diese Mischung fand ich sehr gelungen. Schön fand ich auch, dass die Geschichte in den Siebzigern spielt. Viele Dinge waren damals doch noch sehr anders, gleichzeitig hat sich manches gar nicht verändert. Die Geschichte ist wie aus dem Leben gegriffen, ohne Kitsch, ohne künstliches Happy End. Es werden keine Probleme zusätzlich heraufbeschworen, es wird einfach so erzählt, wie es ist. Dabei wird das Buch auch sehr einfühlsam erzählt. Besonders das Gespräch mit dem Vater am Ende fand ich erstaunlich. Für mich ist Das Summen unter der Haut ein sehr schönes, zeitloses Sommerbuch.
Endlich mal eine Geschichte bei der coming out nichts hochdramatisches (aber natürlich trotzdem aufregendes) ist. Dadurch zwar kein sehr krasser Spannungsbogen, aber sehr sehr schön zu lesen. Man hat die Charaktere einfach gern und es ist überhaupt nicht kitschig. Der letzte Funke der es zu etwas ganz besonderem macht hat mir zwar noch gefehlt, aber am Ende habe ich trotzdem ein Tränchen verdrückt.
Für mich war diese kurze Geschichte leider eine Enttäuschung. Ich habe eine sommerliche Liebesgeschichte erwartet, die mir den Geruch von Freibad in die Nase zaubert, aber dies konnte das Buch so gar nicht erfüllen. Ich fand das Buch nicht gänzlich schlecht, allerdings hatte ich völlig falsche Erwartungen. Sowohl Cover als auch Buchtitel ließen mich denken, es würde ein toller Sommervibe rüberkommen, aber der hat mir leider gänzlich gefehlt. Unser Protagonist Julle war eigentlich ein ganz netter Charakter und war mir größtenteils zugänglich. Auch wenn ich kein vollständiges Verständnis für seine Gefühle bekommen habe. Mein größter Kritikpunkt ist leider die Geschichte. Ich hatte keine super hohen Erwartungen an die Storyline in einem so kurzen Buch, aber etwas mehr hätte wirklich passieren können. Ich habe nach dem Lesen noch nicht wirklich verstanden, wo die Geschichte hinwollte, das finde ich schade. Auch wenn ich natürlich wusste, dass das Buch in den 70ern spielt, hat es mich mehrfach missmutig gestimmt die etlichen queerfeindlichen Kommentare von Personen aus dem Buch zu lesen. Es gab zwar ein paar offene Charaktere, aber die meisten waren sehr intolerant und es war total schade darin auch keine große Entwicklung zu sehen, auch wenn das für diese Zeit vermutlich realistisch ist. Traurig macht es mich dennoch. Das Seltsamste an dem Buch ist irgendwie, dass ich nach dem Lesen überhaupt nicht weiß, was mir die Geschichte persönlich gegeben oder gebracht hat. Nach der letzten Seite hatte ich einfach nur ein Fragezeichen im Kopf, aber vielleicht geht es anderen damit anders. Das hoffe ich auf jeden Fall. Loben kann ich trotzdem den Schreibstil. Obwohl mich das Buch nicht so richtig für sich gewinnen konnte, habe ich das Buch super schnell lesen können. Der Schreibstil war angenehm und flüssig und man fliegt schnell durch die Seiten. Ich fand es generell nicht schlecht oder so, aber irgendwie inhaltlos und nicht sonderlich bereichernd. Empfehlen kann ich es daher nicht, aber auch dieses Buch wird sicherlich seine Liebhaber haben.
Nette Jugendromanze für sonnige Tage
Eine kurze Geschichte der Liebe: ich fühlte mich direkt zurückversetzt in meine Jugend und konnte das Gefühlschaos von Julle total nachvollziehen 💓 Für mich war das Buch etwas zu kurz, ich hätte gerne mehr über die Charaktere und deren Hintergründe erfahren. So hat sich die Geschichte nur auf Julle und Axels Geheimnis konzentriert, was auch abrupt zum stoppen gekommen ist 🥲 In allem aber eine süße Geschichte 🦋
Ein besonderes Buch, super schön!
Ich habe den Roman an einem Sommernachmittag gelesen und fand ihn dafür perfekt. Der Schreibstil ist besonders, liest sich unangestrengt und man fühlt sich als Teil der Geschichte. Es geht um das jugendliche Erwachsenwerden, erste Gefühle, Homosexualität und auch Verluste. Insgesamt ein wunderschönes Buch!
Eine Coming-of-Age Geschichte, die in den 70ern in Hamburg spielt. Julle, 14, ist schwul und verliebt sich zum ersten Mal. Auf komplett unkitschige Weise erzählt Stephan Lohse vom Erwachsenwerden, das in dem Alter auf der einen Seite nicht schnell genug gehen kann, auf der anderen Seite aber auch verwirrend und anstegend ist. Es ist die Zeit, in der wir in einem Moment über Sexualität nachgedacht haben und im Nächsten mit Fischertechnik und Faller-Bahn spielten (bzw mit dem, was in unserem Jahrgang eben so gespielt wurde). Ich hab "Das Summen unter der Haut" so gern gelesen und liebte vor allem die Figuren, Julle, Axel, Rüdiger und am meisten Frau Walther. Es ist ein warmes Buch, ein irgendwie tröstliches, weil es immer wieder zwischen Leichtigkeit und Schwere wechselt, familiäre Probleme und Schmerz nicht ausspart, aber dabei nie zu düster wird. Für Fans von Coming-of-Age-Romanen und schwulen Geschichten, die ohne Selbsthass und Queerfeindlichkeit auskommen. Ich kann es mir prinzipiell auch als Young Adult Lektüre vorstellen, aber wahrscheinlich ist für die Kids heute eine Welt mit analogen Fotoapparaten und ohne Internet ein bisschen zu unwirklich.












































