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Das Postamt der verlorenen Briefe

4.4(5)
Language
German
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About the book

Ein bezaubernder Roman über die Kraft des Schreibens und das Wunder, das entstehen kann, wenn Menschen sich begegnen.

Auf einer fast vergessenen Insel im japanischen Seto-Binnenmeer steht ein außergewöhnlicher Ort: das Postamt der verlorenen Briefe. Hier landen Schreiben ohne gültige Adresse – Briefe an Verstorbene, Verlorenes, an das eigene frühere Ich oder an Menschen, die man sich in der Nähe wünscht.

Die junge Wissenschaftlerin Risa kommt für einen Arbeitsaufenthalt nach Awashima. Offiziell, um Ordnung in das wachsende Archiv dieser Botschaften ohne Empfänger zu bringen. In Wahrheit aber folgt sie einer sehr persönlichen Hoffnung: Inmitten all dieser fremden Worte sucht sie nach Spuren ihrer eigenen Vergangenheit – und nach Antworten auf Fragen, die sie seit ihrer Kindheit begleiten.

Während Risa Briefe liest, sortiert und bewahrt, öffnen sich ihr nach und nach die Lebensgeschichten Unbekannter: von Liebe und Schuld, von Verlust und Hoffnung, von all dem, was Menschen nicht auszusprechen wagen. Gleichzeitig beginnt auf der stillen Insel eine zarte Annäherung an neues Leben, neue Liebe – und an sich selbst.

Das Postamt der verlorenen Briefe ist ein poetischer, tief berührender Roman über die Macht des Schreibens, unaussprechlicher, aber zu Papier gebrachter Gefühle und die tröstliche Vorstellung, dass keine Geschichte jemals ganz verloren geht. Ein Buch für alle, die an leise Wunder glauben – und an die Kraft der Worte.

Editions (1)

ISBN9783442763283
Publisherbtb
Publication Date06/10/26
Pages320

Reviews & Ratings

5 ratings

2 reviews

4.4

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  • ladyofthebooks
    ladyofthebooks

    359 Followers

    4.0

    Ein poetisches Buch über Worte, die man nicht mehr an die Menschen richten kann, die diese eigentlich erhalten sollten.

    Jun 27, 2026

  • 5.0

    Die junge Wissenschaftlerin Risa Katō hat sich eine 1-monatige Auszeit von ihrem Job an der Universität genommen, um in einem Postamt auf der kleinen Insel Awashima ein ganzes Archiv voller verlorener Briefe zu katalogisieren. Als Tochter eines Briefträgers liegt ihr Post am Herzen, die den Weg zu ihrem Empfänger nie gefunden hat. Doch Risa hat noch ein weiteres Ziel, denn sie ist sicher, dass ihre Mutter, zu der sie keine einfache Beziehung hatte, vor ihrem Tod ihre Briefe an das kleine Postamt auf Awashima geschickt. Die muss Risa unbedingt finden, denn vielleicht kann sie dann ja endlich verstehen, was ihre Mutter durchgemacht hat. „Das Postamt der verlorenen Briefe“ ist bereits der vierte Roman der italienischen Schriftstellerin Laura Imai Messina, die mit ihrem japanischen Ehemann und zwei Kindern bei Tokio lebt. Die Übersetzung aus dem Italienischen verfasste Judith Schwaab. Unter den vier Romanen ist dieser bereits der dritte, der eine Geschichte rund um einen realen Ort erzählt, denn das kleine Postamt auf der Insel Awashima existiert tatsächlich. Dort werden Briefe aufbewahrt, die den Adressaten nie erreichen konnten. Vielleicht, weil derjenige schon verstorben ist, weil es sich um einen Brief in die Zukunft handelt oder an ein unbelebtes Objekt. Die Besucher können sich die Briefe ansehen und einen mitnehmen, falls dieser an sie selbst gerichtet sein sollte. Um diesen magischen Ort herum baut die Autorin nun ihre Handlung auf. Risa hat stark unter dem wechselhaften Verhältnis zu ihrer Mutter gelitten, die ab einem gewissen Zeitpunkt in ihrer Kindheit kaum noch psychisch für sie zu erreichen war. Seitdem meidet die junge Frau, bis auf ihre beste Freundin Sayaka, den Kontakt zu neuen Menschen und fürchtet, eines Tages wie die eigene Mutter zu werden. Deren Briefe sollen ihr sagen, ob das tatsächlich eintreten wird. Laura Imai Messina ist wieder ein besonderer Roman gelungen und ich liebe es, dass sie mit ihren Werken einen eigenen kleinen Kosmos erschafft. Dieses Mal sehen wir Charaktere aus allen drei Vorgängerromanen wieder und es fühlt sich wie ein kleines Familientreffen an.

    Jun 24, 2026

Author

About Laura Imai Messina

Laura Imai Messina wurde in Rom geboren. Mit dreiundzwanzig Jahren zog sie nach Japan. Ihr Studium an der University of Foreign Studies schloss sie mit dem Doktortitel ab, mittlerweile arbeitet sie als Dozentin an verschiedenen Universitäten. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Tokio. Ihr Roman »Die Telefonzelle am Ende der Welt« stand in Italien und Großbritannien wochenlang auf der Bestsellerliste und wurde in 25 Länder verkauft. Laura Imai Messinas Romane zählen zu den meistübersetzten italienischen Büchern weltweit.

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