Das verborgene Leben der Farben
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Description
Mitternachtsschwarz mit einem Hauch von Mond, Indigo, das nach Heidelbeere riecht, Pfirsichgelb kurz vor der Reife: Mio versteht es, alle Farben der Welt einzufangen und zu benennen. In dem Atelier, in dem ihre Familie Hochzeitskimonos mit alten, seit Generationen überlieferten Symbolen näht und bestickt, lernte sie von klein auf die Bedeutung der Details und entdeckte das verborgene Leben der Farben. Seitdem sind Farben ihr Alphabet, ihr geheimer Schlüssel zur Welt. Aoi hingegen begleitet Beerdigungszeremonien: Er bereitet diejenigen vor, die von dieser Welt gehen, und kümmert sich um jene, die bleiben. Er besitzt die seltene Sensibilität, sein Gegenüber auf den ersten Blick zu verstehen. Als sich Mios und Aois Wege kreuzen, spiegeln sie sich wie zwei Komplementärfarben. Sie scheinen perfekt füreinander, doch ihre Begegnung war kein Zufall.
Laura Imai Messina versteht es meisterhaft, die magische Kraft des Alltäglichen freizulegen. Und Japan, der Ort der Gegensätze, ist die ideale Projektionsfläche dieser Magie. So werden auf den Straßen von Tokio, der zukunftsgewandten Stadt, immer noch die alten Rituale einer tausendjährigen Kultur gelebt, wie die Übergangszeremonien von Hochzeit und Beerdigung. »Das verborgene Leben der Farben« ist ein großstädtisches Märchen, das die Macht hat uns zu verzaubern.
Book Information
Author Description
Laura Imai Messina wurde in Rom geboren. Mit dreiundzwanzig Jahren zog sie nach Japan. Ihr Studium an der University of Foreign Studies schloss sie mit dem Doktortitel ab, mittlerweile arbeitet sie als Dozentin an verschiedenen Universitäten. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Tokio. Ihr Roman »Die Telefonzelle am Ende der Welt« stand in Italien und Großbritannien wochenlang auf der Bestsellerliste und wurde in 25 Länder verkauft. Laura Imai Messinas Romane zählen zu den meistübersetzten italienischen Büchern weltweit.
Posts
Ein absolutes Highlight 🖤
Was für ein Roman ! Ich habe jedes Wort aufgesaugt wie ein Schwamm und auch wenn ich natürlich neugierig auf den Fortgang der Handlung war, habe ich selten mehr als zwei Kapitel am Stück gelesen. Ich wollte nicht, dass diese Geschichte endet. Die Geschichte von Mio und Aoi spielt im Tokio der Gegenwart. Auf den ersten Blick scheinen die Beiden absolute Gegensätze zu sein, die sich aber dennoch wie magnetisch aufeinander zu bewegen. Während Mio im Atelier ihrer Eltern zwischen Hochzeitskimonos aufwächst, begleitet Aoi Beerdigungszeremonien. Mio kann Farben in allen Facetten wahrnehmen, Aoi ist farbenblind. Sie sehen die Welt im wahrsten Sinne des Wortes mit anderen Augen und spiegeln sich wie Komplementärfarben in einander. Ihre Liebesbeziehung entspinnt sich langsam, dennoch nicht minder intensiv. Immer zart und nie kitschig. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Leben und Tod erfahren wir, wie es zu ihrer Begegnung kommt und was sie (und ihre Familien) verbindet. Imai Messina zeichnet auf ruhige und poetische Art ihre beiden außergewöhnlichen Protagonist:innen. Wer japanische Literatur mag, wird hier viele bekannte Eigenschaften finden. Mich hat dieses Buch tief berührt und war ein absolutes Highlight ! Im Fokus der Handlung steht ohne Frage die Liebesgeschichte, dennoch erhält man wertvolle Einblicke in die traditionsreiche japanische Kultur und ihre Rituale. Die alltäglichen Übergangszeremonien von Hochzeit und Beerdigung sieht man nach diesem Roman mit anderen Augen. Von mir gibt‘s eine Leseempfehlung von Herzen !

Ein wundervolles Hörbuch - sehr schön gelesen. Absolute Empfehlung!
“Das verborgene Leben der Farben” von Laura Imai Messina wurde einfühlsam von Sandrine Mittelständ gelesen. Mio ist eine außergewöhnliche Frau, sie benennt Farben wie kein anderer und haucht ihnen damit Leben ein. Sie sieht Farbnuancen, die unglaublich fein und für das normale Auge unsichtbar sind. Indigo, das nach Heidelbeere riecht, ein sechs Jahre altes Himmelblau, ein junges Grün. Für andere Menschen ergab diese Sprache wenig Sinn und auch Mios Eltern verstanden das Mädchen oft nicht. Ihre Familie fertigte seit Generation Hochzeitskimonos an und in dem Atelier lernte Mio von klein auf die wunderbare Welt der Farben kennen. Aoi, ein junger farbenblinder Mann, der mit seiner Schwester das Beerdigungsinstitut seiner Eltern weiterführt, ist ein unglaublich sensibler Mann, der sein gegenüber versteht. Seine ruhige, ausgeglichene und besonnene Art und die Art, mit der Trauer der Angehörigen umzugehen, zeichnen Aoi aus. Als sich die beiden jungen Menschen begegnen, beginnt eine zarte Beziehung. Wie ein Windhauch umschlingt es die beiden Protagonisten und doch war ihre Begegnung kein Zufall. Die Autorin beschreibt in ihrer ruhigen, poetischen und berührenden Art die Geschichte der beiden außergewöhnlichen Menschen. Zwischen Gegenwart und Vergangenheit wird die Geschichte erzählt, bis sich zuletzt alles fügt. Einfühlsam wird die Beziehung zwischen Leben und Tod, Hochzeit und Beerdigung beschrieben.Den Tod anzunehmen und akzeptieren, genau wie das Leben. Hochzeit und Beerdigung, zwei in Japan wunderschöne Zeremonien, die nicht unterschiedlicher und doch gleich sein könnten. Die japanischen Traditionen werden detailliert beschrieben und der Leser wird in das Leben der beiden japanischen Familien gezogen. Farben und Emotionen spielen eine große Rolle, das Buch besitzt eine unglaubliche Leichtigkeit und verzaubert mit seiner Zartheit. Die Sprecherin war unglaublich gut geeignet dieses Werk zu lesen, mit ihrer Stimm-/Tonlage berührt sie zart wie ein Schmetterling das Herz des Hörers. Sehr empfehlenswert.
Eine sehr poetische Geschichte mit vielen Märchenaspekten
Diese Geschichte hat mir doch sehr gut gefallen. Ich glaube sie wäre nicht für jeden etwas, da sie sehr langsam erzählt wird. Gerade das mag ich allerdings! Ich glaube wenn man etwas für Farben und Pflanzen übrig hat, kann man sich hier durchaus mal überzeugen lassen. Die Protagonisten haben mir gut gefallen nur leider waren für mich kleine Feinheiten nicht komplett makellos und deswegen gebe ich dem Buch gute 4 Sterne. ⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐️
Ein besonderer Schreibstil mit liebe zur philosophie.
Ein etwas anderer Roman den ich bisher in keiner weise so wiedergetroffen habe. Mit liebe zur farbe und auf der anderen seite mit liebe zum kontrast versetzt die autorin die vermutlich unterschiedlichsten sichtweisen in eine neue welt in der sie sich gegenseitig ausgleichen. Wunderschön geschrieben. Obwohl es anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist möchte ich es in meinem leben nicht missen. Dieses buch regt definitiv neue denkansetze zur betrachtung der welt wie wir sie in unserer eigenen realität sehen an.
Eine wundervolle, sehr zarte Geschichte.
"Hätte man sie gebeten, ihre Eltern zu malen, hätte Mio ihre Mutter als gewaltigen Ginkobaum gezeichnet, der im Garten wuchs, und ihren Vater als ein winziges, spontan gesprossenes Blümchen." "Das verborgene Leben der Farben" ist mein erster Roman von Laura Imai Messina, die es wunderbar versteht mit Worten umzugehen. Sehr sanft und poetisch erzählt uns die Wahltokioterin die Geschichte von Mio und Aoi. Eine Geschichte über das Leben und den Tod. Der "normale" Mensch kann ungefähr 20 Millionen Farben unterscheiden. Tetrachromaten können die Welt in bis zu 100 Millionen Farben sehen und noch die feinsten Farbabstufungen wahrnehmen, selbst ein schnödes Weiß ist nicht einfach nur Weiß. Und so ein Mensch ist Mio. Für sie besteht nicht nur die Welt, sondern auch die Aura der Menschen aus den feinsten Nuancen und Farbschattierungen, keine gleicht der anderen und jede Schattierung, jede Tönung, hat ihre eigene Bedeutung. Aoi hingegen ist Farbenblind. Und während Mios Familie die Brautkimonos fertigt, kümmert sich Aois Familie um Beerdigungen. Doch auch Aoi hat eine besondere Gabe: Er ist wahnsinnig sensibel für alle Nuancen von menschlichen Schwingungen und kann sich so wunderbar auf die Hinterbliebenen einfühlen. Eines Tages kreuzen sich die Wege der beiden... Zuerst einmal muss ich das Cover echt loben! Es gibt wunderbar das innere des Buches wieder. Mio, die sich in Schockmomenten in einem Kokon aus Weiß flüchtet, versteckt vor der Außenwelt mit seinen unendlichen und aufwühlenden Farben. Das Innenleben des Buches kann ich hingegen kaum richtig beschreiben. Es ist eine Geschichte, in der eigentlich gar nicht so viel passiert und in der es eher auf die leisen Töne zwischen den Zeilen ankommt - was dieses Buch sicher nicht für jeden zu einer tollen Lektüre macht. Auch ist es ein Buch, für das man sich etwas Zeit nehmen muss, damit die Zartheit der Geschichte ihre Wirkung entfalten kann. Fazit: Ich mochte das Buch sehr gern. Es hat mich mit seiner ruhigen Art irgendwie geerdet und die Außenwelt vergessen lassen.

„Du bist für mich ein Labyrinth mit tausend Eingängen.“
„Das verborgene Leben der Farben“ ist ein schwer zu beschreibender Roman von Laura Imai Messina, der die Geschichte zweier besonderer Menschen in Tokio erzählt. Mio wächst im Atelier ihrer Familie auf, die traditionelle Hochzeitskimonos herstellt. Dank ihrer Gabe als Tetrachromatin nimmt sie ein erweitertes Farbspektrum wahr und kann Farben in nuancierten Abstufungen erkennen. Aoi leitet ein Beerdigungsinstitut und besitzt die Fähigkeit, sein Gegenüber auf den ersten Blick zu verstehen. Als Aoi sein Institut neu streichen lassen möchte, begegnen sich die beiden und verlieben sich ineinander. Doch ihre Verbindung wird auf die Probe gestellt, als Mio die Wahrheit über ihre Familie und Vergangenheit erfährt. Der Roman zeichnet sich trotz Längen und Wiederholungen durch eine einfühlsame, poetische Erzählweise aus, die die japanische Kultur und ihre Rituale in den Mittelpunkt stellt. Die Autorin, die seit fast 20 Jahren in Tokio lebt, vermittelt detailreich die Bedeutung von Farben und Übergangszeremonien wie Hochzeiten und Beerdigungen. Die Liebesgeschichte zwischen Mio und Aoi wird dabei sensibel und tiefgründig dargestellt, wobei Themen wie Familie, Verlust und die Suche nach Identität eine zentrale Rolle spielen. Insgesamt ist „Das verborgene Leben der Farben“ eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die sich für die japanische Kultur interessieren und eine zarte Liebesgeschichte suchen. Zitat: „ Das Problem hatte sie gelöst, in dem sie sich sagte, dass Menschen keinen Stammbaum brauchen, um zu erkennen, wer sie wirklich waren. Und das im Grunde die Dinge, die wir nicht wissen, wesentlich wichtiger sind als die, die wir wissen. Sie sind Italiener leeren Stelle, die wir alle in uns haben, und um die herum sich die Identität eines jeden von uns heraus bildet. Ein kleines Ereignis, dass wir in erster Person erleben und um dass wir uns voller Hingabe kümmern, hat wesentlich mehr Bedeutung für uns als die große Geschichte, die uns kaum berührt.“
Mios Familie betreibt ein Atelier für Hochzeitskimonos. Dort lernt sie von klein auf die Bedeutung von Details, doch bald fällt auf, dass sie Farben anders wahrnimmt. Für Mio ist etwas nicht nur „rot“, sondern hat viele, nuancierte Abstufungen. Während der Vater gelassen bleibt, reagiert die Mutter ungewohnt heftig auf diese Seite ihrer Tochter. Mio fühlt sich isoliert und unverstanden, bis sie als Erwachsene in dem Laden für Farbpigmente, in dem sie arbeitet, Aoi kennenlernt. Der ist stets positiv gestimmt und das, obwohl seine Familie ein Bestattungsinstitut führt. Beide fühlen sich zueinander hingezogen, doch die Begegnung der beiden ist keinesfalls Schicksal. „Das verborgene Leben der Farben“ ist der zweite Roman der italienischen Autorin Laura Imai Messina, die mit ihrem japanischen Mann und zwei Kindern in Tokio lebt. Zuvor erschien bereits „Die Telefonzelle am Ende der Welt“ über den Tsunami von 2011, welches ich sehr mochte. Beide Romane wurden von Judith Schwaab übersetzt. Erzählt wird die Geschichte von einem allwissenden Erzähler, der abwechselnd Mio und Aoi folgt und sie immer wieder zueinander in Beziehung bringt. Dabei springt er von der Gegenwart in die Vergangenheit und zurück, so dass sich nach und nach das große Ganze der Handlung zusammensetzt. Eines vorweg: Wer actionreiche Romane mag, wird hier nicht fündig. „Das verborgene Leben der Farben“ ist ein sehr ruhiger Roman, in dem sich vieles in Gesprächen und Beschreibungen abspielt. Die Autorin schafft immer wieder Kontraste und das nicht nur zwischen Farben, sondern auch verschiedenen Handlungselementen, Hochzeit und Tod sind dabei die offensichtlichsten, aber auch die unterschiedliche Farbwahrnehmung von Mio und Aoi. (Dass Aoi übersetzt „blau“ bedeutet, ist sicherlich auch kein Zufall.) Nach und nach wird offenbart, warum sich die Pfade von Mio und Aoi überhaupt gekreuzt haben und eine einfach Liebesgeschichte entwickelt sich zu einem Roman über Andersartigkeit, die Bedeutung von Familie und den Platz in der Welt, den jede*r von uns sucht. Ja, es passiert nicht viel in diesem Roman – für mich war das aber genau richtig.
Ruhig und poetisch
Ein großartiger Roman, dessen Liebesgeschichte zwischen den Protagonist:innen Mio & Aoi tief berührt. Man taucht ein in die japanische Kultur und lernt ihre uralten Zeremonien kennen. Wer gerne Literatur aus und über Japan liest, wird dieses Buch zu schätzen wissen. Empfehlung von Herzen! Stephy von @team.bloggerportal
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Mitternachtsschwarz mit einem Hauch von Mond, Indigo, das nach Heidelbeere riecht, Pfirsichgelb kurz vor der Reife: Mio versteht es, alle Farben der Welt einzufangen und zu benennen. In dem Atelier, in dem ihre Familie Hochzeitskimonos mit alten, seit Generationen überlieferten Symbolen näht und bestickt, lernte sie von klein auf die Bedeutung der Details und entdeckte das verborgene Leben der Farben. Seitdem sind Farben ihr Alphabet, ihr geheimer Schlüssel zur Welt. Aoi hingegen begleitet Beerdigungszeremonien: Er bereitet diejenigen vor, die von dieser Welt gehen, und kümmert sich um jene, die bleiben. Er besitzt die seltene Sensibilität, sein Gegenüber auf den ersten Blick zu verstehen. Als sich Mios und Aois Wege kreuzen, spiegeln sie sich wie zwei Komplementärfarben. Sie scheinen perfekt füreinander, doch ihre Begegnung war kein Zufall.
Laura Imai Messina versteht es meisterhaft, die magische Kraft des Alltäglichen freizulegen. Und Japan, der Ort der Gegensätze, ist die ideale Projektionsfläche dieser Magie. So werden auf den Straßen von Tokio, der zukunftsgewandten Stadt, immer noch die alten Rituale einer tausendjährigen Kultur gelebt, wie die Übergangszeremonien von Hochzeit und Beerdigung. »Das verborgene Leben der Farben« ist ein großstädtisches Märchen, das die Macht hat uns zu verzaubern.
Book Information
Author Description
Laura Imai Messina wurde in Rom geboren. Mit dreiundzwanzig Jahren zog sie nach Japan. Ihr Studium an der University of Foreign Studies schloss sie mit dem Doktortitel ab, mittlerweile arbeitet sie als Dozentin an verschiedenen Universitäten. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Tokio. Ihr Roman »Die Telefonzelle am Ende der Welt« stand in Italien und Großbritannien wochenlang auf der Bestsellerliste und wurde in 25 Länder verkauft. Laura Imai Messinas Romane zählen zu den meistübersetzten italienischen Büchern weltweit.
Posts
Ein absolutes Highlight 🖤
Was für ein Roman ! Ich habe jedes Wort aufgesaugt wie ein Schwamm und auch wenn ich natürlich neugierig auf den Fortgang der Handlung war, habe ich selten mehr als zwei Kapitel am Stück gelesen. Ich wollte nicht, dass diese Geschichte endet. Die Geschichte von Mio und Aoi spielt im Tokio der Gegenwart. Auf den ersten Blick scheinen die Beiden absolute Gegensätze zu sein, die sich aber dennoch wie magnetisch aufeinander zu bewegen. Während Mio im Atelier ihrer Eltern zwischen Hochzeitskimonos aufwächst, begleitet Aoi Beerdigungszeremonien. Mio kann Farben in allen Facetten wahrnehmen, Aoi ist farbenblind. Sie sehen die Welt im wahrsten Sinne des Wortes mit anderen Augen und spiegeln sich wie Komplementärfarben in einander. Ihre Liebesbeziehung entspinnt sich langsam, dennoch nicht minder intensiv. Immer zart und nie kitschig. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Leben und Tod erfahren wir, wie es zu ihrer Begegnung kommt und was sie (und ihre Familien) verbindet. Imai Messina zeichnet auf ruhige und poetische Art ihre beiden außergewöhnlichen Protagonist:innen. Wer japanische Literatur mag, wird hier viele bekannte Eigenschaften finden. Mich hat dieses Buch tief berührt und war ein absolutes Highlight ! Im Fokus der Handlung steht ohne Frage die Liebesgeschichte, dennoch erhält man wertvolle Einblicke in die traditionsreiche japanische Kultur und ihre Rituale. Die alltäglichen Übergangszeremonien von Hochzeit und Beerdigung sieht man nach diesem Roman mit anderen Augen. Von mir gibt‘s eine Leseempfehlung von Herzen !

Ein wundervolles Hörbuch - sehr schön gelesen. Absolute Empfehlung!
“Das verborgene Leben der Farben” von Laura Imai Messina wurde einfühlsam von Sandrine Mittelständ gelesen. Mio ist eine außergewöhnliche Frau, sie benennt Farben wie kein anderer und haucht ihnen damit Leben ein. Sie sieht Farbnuancen, die unglaublich fein und für das normale Auge unsichtbar sind. Indigo, das nach Heidelbeere riecht, ein sechs Jahre altes Himmelblau, ein junges Grün. Für andere Menschen ergab diese Sprache wenig Sinn und auch Mios Eltern verstanden das Mädchen oft nicht. Ihre Familie fertigte seit Generation Hochzeitskimonos an und in dem Atelier lernte Mio von klein auf die wunderbare Welt der Farben kennen. Aoi, ein junger farbenblinder Mann, der mit seiner Schwester das Beerdigungsinstitut seiner Eltern weiterführt, ist ein unglaublich sensibler Mann, der sein gegenüber versteht. Seine ruhige, ausgeglichene und besonnene Art und die Art, mit der Trauer der Angehörigen umzugehen, zeichnen Aoi aus. Als sich die beiden jungen Menschen begegnen, beginnt eine zarte Beziehung. Wie ein Windhauch umschlingt es die beiden Protagonisten und doch war ihre Begegnung kein Zufall. Die Autorin beschreibt in ihrer ruhigen, poetischen und berührenden Art die Geschichte der beiden außergewöhnlichen Menschen. Zwischen Gegenwart und Vergangenheit wird die Geschichte erzählt, bis sich zuletzt alles fügt. Einfühlsam wird die Beziehung zwischen Leben und Tod, Hochzeit und Beerdigung beschrieben.Den Tod anzunehmen und akzeptieren, genau wie das Leben. Hochzeit und Beerdigung, zwei in Japan wunderschöne Zeremonien, die nicht unterschiedlicher und doch gleich sein könnten. Die japanischen Traditionen werden detailliert beschrieben und der Leser wird in das Leben der beiden japanischen Familien gezogen. Farben und Emotionen spielen eine große Rolle, das Buch besitzt eine unglaubliche Leichtigkeit und verzaubert mit seiner Zartheit. Die Sprecherin war unglaublich gut geeignet dieses Werk zu lesen, mit ihrer Stimm-/Tonlage berührt sie zart wie ein Schmetterling das Herz des Hörers. Sehr empfehlenswert.
Eine sehr poetische Geschichte mit vielen Märchenaspekten
Diese Geschichte hat mir doch sehr gut gefallen. Ich glaube sie wäre nicht für jeden etwas, da sie sehr langsam erzählt wird. Gerade das mag ich allerdings! Ich glaube wenn man etwas für Farben und Pflanzen übrig hat, kann man sich hier durchaus mal überzeugen lassen. Die Protagonisten haben mir gut gefallen nur leider waren für mich kleine Feinheiten nicht komplett makellos und deswegen gebe ich dem Buch gute 4 Sterne. ⭐️ ⭐️ ⭐️ ⭐️
Ein besonderer Schreibstil mit liebe zur philosophie.
Ein etwas anderer Roman den ich bisher in keiner weise so wiedergetroffen habe. Mit liebe zur farbe und auf der anderen seite mit liebe zum kontrast versetzt die autorin die vermutlich unterschiedlichsten sichtweisen in eine neue welt in der sie sich gegenseitig ausgleichen. Wunderschön geschrieben. Obwohl es anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist möchte ich es in meinem leben nicht missen. Dieses buch regt definitiv neue denkansetze zur betrachtung der welt wie wir sie in unserer eigenen realität sehen an.
Eine wundervolle, sehr zarte Geschichte.
"Hätte man sie gebeten, ihre Eltern zu malen, hätte Mio ihre Mutter als gewaltigen Ginkobaum gezeichnet, der im Garten wuchs, und ihren Vater als ein winziges, spontan gesprossenes Blümchen." "Das verborgene Leben der Farben" ist mein erster Roman von Laura Imai Messina, die es wunderbar versteht mit Worten umzugehen. Sehr sanft und poetisch erzählt uns die Wahltokioterin die Geschichte von Mio und Aoi. Eine Geschichte über das Leben und den Tod. Der "normale" Mensch kann ungefähr 20 Millionen Farben unterscheiden. Tetrachromaten können die Welt in bis zu 100 Millionen Farben sehen und noch die feinsten Farbabstufungen wahrnehmen, selbst ein schnödes Weiß ist nicht einfach nur Weiß. Und so ein Mensch ist Mio. Für sie besteht nicht nur die Welt, sondern auch die Aura der Menschen aus den feinsten Nuancen und Farbschattierungen, keine gleicht der anderen und jede Schattierung, jede Tönung, hat ihre eigene Bedeutung. Aoi hingegen ist Farbenblind. Und während Mios Familie die Brautkimonos fertigt, kümmert sich Aois Familie um Beerdigungen. Doch auch Aoi hat eine besondere Gabe: Er ist wahnsinnig sensibel für alle Nuancen von menschlichen Schwingungen und kann sich so wunderbar auf die Hinterbliebenen einfühlen. Eines Tages kreuzen sich die Wege der beiden... Zuerst einmal muss ich das Cover echt loben! Es gibt wunderbar das innere des Buches wieder. Mio, die sich in Schockmomenten in einem Kokon aus Weiß flüchtet, versteckt vor der Außenwelt mit seinen unendlichen und aufwühlenden Farben. Das Innenleben des Buches kann ich hingegen kaum richtig beschreiben. Es ist eine Geschichte, in der eigentlich gar nicht so viel passiert und in der es eher auf die leisen Töne zwischen den Zeilen ankommt - was dieses Buch sicher nicht für jeden zu einer tollen Lektüre macht. Auch ist es ein Buch, für das man sich etwas Zeit nehmen muss, damit die Zartheit der Geschichte ihre Wirkung entfalten kann. Fazit: Ich mochte das Buch sehr gern. Es hat mich mit seiner ruhigen Art irgendwie geerdet und die Außenwelt vergessen lassen.

„Du bist für mich ein Labyrinth mit tausend Eingängen.“
„Das verborgene Leben der Farben“ ist ein schwer zu beschreibender Roman von Laura Imai Messina, der die Geschichte zweier besonderer Menschen in Tokio erzählt. Mio wächst im Atelier ihrer Familie auf, die traditionelle Hochzeitskimonos herstellt. Dank ihrer Gabe als Tetrachromatin nimmt sie ein erweitertes Farbspektrum wahr und kann Farben in nuancierten Abstufungen erkennen. Aoi leitet ein Beerdigungsinstitut und besitzt die Fähigkeit, sein Gegenüber auf den ersten Blick zu verstehen. Als Aoi sein Institut neu streichen lassen möchte, begegnen sich die beiden und verlieben sich ineinander. Doch ihre Verbindung wird auf die Probe gestellt, als Mio die Wahrheit über ihre Familie und Vergangenheit erfährt. Der Roman zeichnet sich trotz Längen und Wiederholungen durch eine einfühlsame, poetische Erzählweise aus, die die japanische Kultur und ihre Rituale in den Mittelpunkt stellt. Die Autorin, die seit fast 20 Jahren in Tokio lebt, vermittelt detailreich die Bedeutung von Farben und Übergangszeremonien wie Hochzeiten und Beerdigungen. Die Liebesgeschichte zwischen Mio und Aoi wird dabei sensibel und tiefgründig dargestellt, wobei Themen wie Familie, Verlust und die Suche nach Identität eine zentrale Rolle spielen. Insgesamt ist „Das verborgene Leben der Farben“ eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die sich für die japanische Kultur interessieren und eine zarte Liebesgeschichte suchen. Zitat: „ Das Problem hatte sie gelöst, in dem sie sich sagte, dass Menschen keinen Stammbaum brauchen, um zu erkennen, wer sie wirklich waren. Und das im Grunde die Dinge, die wir nicht wissen, wesentlich wichtiger sind als die, die wir wissen. Sie sind Italiener leeren Stelle, die wir alle in uns haben, und um die herum sich die Identität eines jeden von uns heraus bildet. Ein kleines Ereignis, dass wir in erster Person erleben und um dass wir uns voller Hingabe kümmern, hat wesentlich mehr Bedeutung für uns als die große Geschichte, die uns kaum berührt.“
Mios Familie betreibt ein Atelier für Hochzeitskimonos. Dort lernt sie von klein auf die Bedeutung von Details, doch bald fällt auf, dass sie Farben anders wahrnimmt. Für Mio ist etwas nicht nur „rot“, sondern hat viele, nuancierte Abstufungen. Während der Vater gelassen bleibt, reagiert die Mutter ungewohnt heftig auf diese Seite ihrer Tochter. Mio fühlt sich isoliert und unverstanden, bis sie als Erwachsene in dem Laden für Farbpigmente, in dem sie arbeitet, Aoi kennenlernt. Der ist stets positiv gestimmt und das, obwohl seine Familie ein Bestattungsinstitut führt. Beide fühlen sich zueinander hingezogen, doch die Begegnung der beiden ist keinesfalls Schicksal. „Das verborgene Leben der Farben“ ist der zweite Roman der italienischen Autorin Laura Imai Messina, die mit ihrem japanischen Mann und zwei Kindern in Tokio lebt. Zuvor erschien bereits „Die Telefonzelle am Ende der Welt“ über den Tsunami von 2011, welches ich sehr mochte. Beide Romane wurden von Judith Schwaab übersetzt. Erzählt wird die Geschichte von einem allwissenden Erzähler, der abwechselnd Mio und Aoi folgt und sie immer wieder zueinander in Beziehung bringt. Dabei springt er von der Gegenwart in die Vergangenheit und zurück, so dass sich nach und nach das große Ganze der Handlung zusammensetzt. Eines vorweg: Wer actionreiche Romane mag, wird hier nicht fündig. „Das verborgene Leben der Farben“ ist ein sehr ruhiger Roman, in dem sich vieles in Gesprächen und Beschreibungen abspielt. Die Autorin schafft immer wieder Kontraste und das nicht nur zwischen Farben, sondern auch verschiedenen Handlungselementen, Hochzeit und Tod sind dabei die offensichtlichsten, aber auch die unterschiedliche Farbwahrnehmung von Mio und Aoi. (Dass Aoi übersetzt „blau“ bedeutet, ist sicherlich auch kein Zufall.) Nach und nach wird offenbart, warum sich die Pfade von Mio und Aoi überhaupt gekreuzt haben und eine einfach Liebesgeschichte entwickelt sich zu einem Roman über Andersartigkeit, die Bedeutung von Familie und den Platz in der Welt, den jede*r von uns sucht. Ja, es passiert nicht viel in diesem Roman – für mich war das aber genau richtig.
Ruhig und poetisch
Ein großartiger Roman, dessen Liebesgeschichte zwischen den Protagonist:innen Mio & Aoi tief berührt. Man taucht ein in die japanische Kultur und lernt ihre uralten Zeremonien kennen. Wer gerne Literatur aus und über Japan liest, wird dieses Buch zu schätzen wissen. Empfehlung von Herzen! Stephy von @team.bloggerportal



















