Das Haus Kölln. Glänzende Zeiten
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Description
Elmshorn 1886: Viel zu früh wird Charlotte Köllns Mann durch einen Arbeitsunfall aus dem Leben gerissen. Zeit für Trauer bleibt ihr nicht, die Kornmühle muss weiterbetrieben werden, sonst steht die Familie vor dem Ruin. Als Frau darf Charlotte weder Kredite aufnehmen noch offiziell die Geschäfte führen, doch davon lässt sie sich nicht aufhalten. Als ihr ältester Sohn die Arbeiterin Bertha heiraten will, ist Charlotte gar nicht begeistert. Sie bangt um den Status der Familie, den es zu erhalten gilt. Die beiden willensstarken Frauen müssen sich wohl oder übel miteinander arrangieren – und sie erkennen, dass sie alles bewältigen können, wenn sie zusammenstehen.
Book Information
Author Description
Elke Becker wurde in Ulm geboren. Schon früh zog es sie in die Welt hinaus: Ihr Fernweh nach Meer und Abenteuer führte sie in zahlreiche Länder, bis sie 2005 auf Mallorca sesshaft wurde. Als ihr dort beim morgendlichen Frühstück die Idee für die Geschichte des Hauses Kölln kam, machte sie sich für die Recherche auf in den malerischen Norden Deutschlands, der in ihrem Herzen stets einen besonderen Platz einnimmt.
Posts
Schöne Familiensaga über die Unternehmerfamilie Kölln. Während die figur derBertha kölln eher etwas blass ist gefällt mir die Figur der Luisa sehr gut. Ich hoffe das es hier im zweiten Teil ein Wiedersehen gibt. Ich freue mich schon auf Teil 2 und bin gespannt, wie es.mit der Familie Kölln weitergeht.
Eine schöne und unterhaltsame, leicht zu lesende Geschichte. Insbesondere der Erzählstrang rund um Luisa und die Pharmazie hatte es mir angetan. Leider kam, anders als erwartet, das Haus Kölln ein wenig kurz. Man erfährt viel über mutige Frauen, die voller Kampfgeist ihrer Zeit voraus sind, aber wenig über die "Haferflocken-Dynastie". Nachdem ich das akzeptiert hatte, hatte ich viel Spaß mit dem Buch.
Ein großartiger Reihenauftakt!
Eine Familie voller starker, beeindruckender Personen! Elmshorn, in den Jahren 1886 bis 1898: Charlotte Kölln wurde durch einen Arbeitsunfall, bei dem ihr Mann Ferdi ums Leben kam, viel zu früh Witwe. Obwohl ihr ältester Sohn Peter die Mühle einmal übernehmen soll, muss sie die nächsten beiden Jahre selbst überbrücken und den Betrieb erhalten. Denn ihr Mann hatte schon große Pläne, den Betrieb zu erweitern, doch dafür ist ein großer Kredit bei einer Bank nötig, um neue Flächen und Maschinen zu kaufen. Diesen Kredit kann eine Frau aber nicht bekommen, weshalb Peter sein Studium baldmöglichst und mit sehr guten Zensuren abschließen muss. Dieser fügt sich der Mutter, obwohl sein Herz für die Kunst und Kultur der großen Stadt Hamburg schlagen. Allerdings schlägt es auch für Bertha, die Tochter einer verarmten Witwe aus dem nahegelegenen Pinneberg, und sehr talentierte Konditorin in Ausbildung. Als Peter nun noch mehr Zeit in Elmshorn verbringen muss und nebenbei studieren, sieht Bertha ihn kaum noch und hat Angst um ihre Liebesbeziehung. Sie bricht deshalb Hals über Kopf auf und zieht zu ihrer Cousine Anna nach Elmshorn. Beim Schützenfest trifft sie Peter endlich wieder und spürt schnell, dass sie sich immer noch so sehr lieben. Den Heiratsantrag nimmt sie deshalb freudestrahlend an, weiß aber auch, dass Charlotte sie niemals als Schwiegertochter akzeptieren wird... Elke Becker beschreibt in diesem ersten Band der Kölln-Saga die Entstehungsgeschichte der bekannten Kornmühle, die ja bis zum heutigen Tag existiert. Allerdings wird immer wieder erwähnt, dass längst nicht alle Teile der Handlung sich genauso zugetragen haben, sondern auch durch fiktive Details ergänzt wurden. Diese Erwähnung ist sehr gut und zeigt, dass die Autorin darum bemüht ist, keine falschen oder fehlerhaften Informationen zu verbreiten. Außerdem fehlt das häufig, weshalb die Leser bei solchen Firmengeschichten dann häufig rätseln müssen, was denn nun überhaupt Realität und was Fiktion ist. Dieser Auftaktband konnte mich bereits von der ersten Seite an packen, sodass ich unheimlich gerne in dem Buch gelesen habe. Ich mag die Charaktere auch sehr gerne, denn allesamt sind sie eigen, haben ihre Träume und Wünsche und keine Skrupel auch dafür zu kämpfen. Deshalb mag ich Bertha, die trotz ihrer schwierigen Schwiegermutter ihren Weg geht und Peter heiratet, Marie, die ihre Liebe zu allem Technischen im Verborgenen weiter auslebt und Luisa, die zwar niemals Pharmazie studieren kann, aber trotzdem dafür kämpft, als Gasthörerin an der Universität anwesend sein zu dürfen, und dafür sogar eine Verschlechterung ihrer Beziehung zu Hinrich in Kauf nehmen muss. Von dieser Reihe werde ich auf jeden Fall alle drei Bände lesen, denn ich möchte unbedingt wissen, wie es mit der Familie weitergeht! Außerdem liest sich der Schreibstil der Autorin so leicht und flüssig, dass die Seiten nur so dahinfliegen!

Glänzende Zeiten - Lieblingsband ❤️
✨Rezensionsexemplar✨ Ich durfte die gesamte Haus Kölln Familiensaga lesen und stelle Euch in dieser Rezension Band 1 im Einzelnen und die Reihe im Allgemeinen vor. Es handelt sich um historische Romane, die sehr gut recherchiert und mit so vielen echten Elementen wie möglich gefüllt sind. Was die Autorin nicht hat recherchieren können, entspringt hingegen ihrer Fantasie. Jeder Band enthält vor der Danksagung jeweils ein Kapitel, das genau die geschichtlichen Fakten darlegt! Jetzt soll es erst mal um Band 1 gehen: ✨Zitate „Peter Ferdinand durfte nicht tot sein. Völlig unmöglich. Das Abendessen wartete auf ihn. Ein kräftiges Malzbier, damit er die Nachtschicht anweisen konnte, bevor er zu ihr ins Bett kroch und bis Sonnenaufgang schlief.“ „»Sobald die passende Mode für Frauen auf dem Fahrrad auch in Deutschland Einzug hält, gehören solche Zwischenfälle der Vergangenheit an. Die Rockschöße behindern die Sicht und sind im Weg.«“ „»Du leistest weit mehr für die Familie, als es eine Fabrikantentochter täte, also mach dich nicht so klein.«“ ✨Inhalt Elmshorn, 1866: das Mühlenwerk der Familie Kölln steht kurz vor dem Ruin nachdem das Familienoberhaupt bei einem Arbeitsunfall stirbt. Charlotte, seine Frau, muss von nun an ihren Sohn und Nachfolger Peter im Werk anleiten. Dabei ist sie gar nicht begeistert, als er Arbeiterin Bertha heiraten möchte. Dabei ahnt niemand Berthas spätere Bedeutung für das Unternehmen … ✨Meinung Ich würde Euch am liebsten alles erzählen, was in diesem Buch passiert, was natürlich nicht geht. Meine Rezensionen zu Band 2 und 3 werden ohnehin kürzer ausfallen müssen, denn es ist eine fortlaufende Geschichte und man muss sich überraschen und mitreißen lassen. Die Saga ist geschicht- und handlungsgetrieben. Wir begleiten die Familie Kölln vor dem Hintergrund echter historischer Ereignisse. Die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz und es bilden sich Sympathien und Antipathien. Mit Charlotte, die als Matriarchin auftritt und auch auftreten muss, bin ich nicht warm geworden, sie blieb bis zu ihrem Tod verhaftet in ihren Idealen und hat sehr auf den Gefühlen anderer herumgetrampelt. Hingegen waren mir Bertha, Marie (Peters Schwester) und Luisa (Tochter des örtlichen Apothekers) von Anfang an sehr sympathisch und ich habe mit ihnen mitgefiebert. Alle 3 verfolgen unterschiedliche Lebensentwürfe, aber kein Weg war leicht, auch wenn z.B. Bertha eher den traditionellen Weg gewählt hat, während Marie und Luisa die Konventionen und damaligen Vorstellungen komplett über Bord werfen. Insgesamt war mir schnell klar (und die Bestätigung gab es nach den jeweiligen Teilen immer im „Realitätskapitel“), dass es in den Büchern um die Frauen der Familie Kölln und um andere Frauen aus der damaligen Zeit geht. Die Kapitel sind aus den POVs der Frauen (in Erzählerperspektive) geschrieben und es wird nach jedem Buch offensichtlich, auf wessen Schultern stets unglaublich viel Last und Verantwortung gelegen hat. Und die Frauen mussten zusätzlich jede Menge Energie darauf verwenden, fragile Egos des anderen Geschlechts zu schonen, denn Männer der damaligen Zeit durften auf keinen Fall gekränkt oder vor den Kopf gestoßen werden. Euch wird Dampf aus den Ohren kommen, verspreche ich Euch, so wütend werden Ihr sein, angesichts der Ungleichheit und des Unrechts… Jedenfalls hat mich Elke Beckers Schreibstil komplett mitgerissen, die Bücher sind leicht und schnell zu lesen, aber hallen unwahrscheinlich nach. Ich bin normalerweise kein Fan der Erzählerperspektive, aber in dieser Reihe habe ich es nicht mal gemerkt und ich denke, es geht auch gar nicht anders in Romanen dieser Art. ✨Fazit Band 1 war mein Lieblingsband und ich freue mich schon darauf, Euch möglichst spoilerfreie Einblicke in die beiden anderen Bände zu geben. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Schöner Auftakt der Reihe.
Inhalt: Elmshorn 1886. Die Fabrikantengattin Charlotte Kölln ist am Boden zerstört. Ihr Mann ist bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen und ihr ältester Sohn Peter, der die Fabrik einmal übernehmen soll, ist noch am studieren. Dabei sollte gerade jetzt ein Kredit aufgenommen werden, um die veralteten Maschinen auszutauschen und einige andere Modernisierungen vorzunehmen. Zu groß ist einfach die Konkurrenz. Doch sie als Frau kann keinen Kredit bekommen und Peter muss erst das Studium beenden, um überhaupt Chancen bei einer Bank zu haben. Zusammen mit ihrer Familie setzt sie alles daran die Kornmühle zu erhalten bis ihr Sohn die Geschäfte übernehmen kann. Doch nicht nur diese Sorge plagt Charlotte. Privat gehen die Kinder ihre ganz eigenen Wege. Sehr zu ihrem Missfallen..... Leseeindruck: "Das Haus Kölln - Glänzende Zeiten" ist der Auftakt der Kölln-Saga. Wenn man den Klappentext genau liest, weiß man, dass es nicht hauptsächlich um die berühmten Haferflocken geht. Davon war ich anfänglich nämlich ausgegangen und zugegebenermaßen etwas irritiert, dass man nur nebenbei immer mal wieder etwas über das Kornmühlenwerk Kölln erfahren hat. Zudem habe ich Eingewöhnungszeit gebraucht, um nach und nach die ganzen Figuren besser kennenzulernen. Schade, dass es kein Personenregister gibt. Nach etwa 100 Seiten wurde es spannend, denn da hat ein Protagonist von dem ich es nicht erwartet habe, Courage gezeigt. Ab da konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Extrem unsympathisch war mir die Witwe Charlotte Kölln. Das hat sich auch bis zum Schluss nicht geändert. Ihre Tochter Marie hingegen hatte ich gleich in mein Herz geschlossen. Sie ist ein Wirbelwind und oft an den werkseigenen Dampfmaschinen zu finden, die sie gerne, zum Missfallen ihrer Mutter, repariert. Peter war mir anfangs sympathisch, hatte aber durch seine Ansichten bei mir immer mal wieder Symphathiepunkte verloren. Seine Frau Bertha hat es schwer gegen ihre Schwiegermutter, setzt sich mit ihrem eisernen Willen aber durch. Dann gibt es noch die Fastverlobte von Peters Bruder Hinrich, die Apothekertochter Luisa. Sie hat mir unheimlich imponiert mit ihrem Fachwissen und den starken Willen ein Studium zu beginnen, trotz der Widerstände die einer Frau in der damaligen Zeit entgegengebracht wurden. Hinrich hingegen habe ich von Anfang an nicht getraut. Soviel zu den mir wichtigsten Personen im Roman. Deren Schicksale und Lebenswege fand ich am interessantesten und hier gab es auch noch die eine oder andere Überraschung. Am Ende geschieht etwas mit dem ich gar nicht gerechnet habe und das eine Wende in den festgefahrenen Ansichten mancher werden könnte. Weshalb ich gespannt auf den 2. Band bin. Fazit: "Das Haus Kölln - Glänzende Zeiten" ist anders als ich gedacht habe. Nach einer gewissen Eingewöhngszeit hat mir der Roman aber richtig gut gefallen und vor allem wie Luisa, Bertha und Marie ihrer Wege gehen, fand ich spannend. Das Nachwort war sehr interessant. Denn dadurch habe ich erfahren, dass das meiste fiktiv bzw. angelehnt an damalige Ereignisse ist. Lediglich die Daten rund um die Kornmühle Kölln sind belegt. Da über die Familienmitglieder der Kölln Dynastie nicht viel bekannt ist, sind diese der Fantasie der Autorin entsprungen. Mir hat es jedenfalls gefallen, auch wenn es manchmal große Zeitsprünge gab und ich mich erst neu orientieren musste. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Fesselnder Auftakt einer neuen Familiensaga
Dies ist der Auftakt zu einer neuen Familiensaga von Elke Becker, in der es um die Entstehungsgeschichte der Köllnflocken-Werke geht. Es beginnt im Jahr 1886 mit einer Grützmühle in Elmshorn. Als Charlotte Kölln die Nachricht erhält, dass ihr Mann Ferdi einen tödlichen Unfall in der Mühle hatte, bricht die Welt der Familie zusammen. Ferdi hatte so große Pläne, die nun alle zu scheitern drohen, denn Charlotte kann offiziell als Frau keine Firma leiten, und die Söhne sind noch in der Ausbildung. Es muss schnell eine Lösung her, und Charlotte Kölln ist nicht gewillt, die Zukunftsvision ihres Mannes aufzugeben. Zusammen mit ihrer Familie tut sie alles, um Ferdis Pläne umzusetzen. Das ist mit vielen Schwierigkeiten verbunden, und es kommen weitere Schicksalsschläge auf die Familie zu. Charlotte lernt man als harte, unnachgiebige Frau kennen, und vermutlich wurde sie durch die Erlebnisse und Verluste in der Vergangenheit zu der Person, wie sie im Buch dargestellt ist. Sie lässt keine Gefühle zu und macht damit nicht nur sich selbst sondern auch ihren Kindern das Leben noch schwerer. Die Söhne sind hin und her gerissen zwischen Pflicht und eigenen Interessen, und als Peter sich in Bertha, eine junge Frau aus der Arbeiterklasse, verliebt, stellt sich Charlotte gegen eine Heirat. Aber sie hat nicht mit Bertha gerechnet, die alles für ihre große Liebe tut, und letztendlich erweist sich die Verbindung mit ihr als Segen für die Familie. Alle Kölln-Kinder gehen ihren eigenen Weg, denn den Sturkopf haben sie wohl von ihrer Frau Mama geerbt. Auch wenn dem Roman die Geschichte des Familienunternehmens Kölln zugrunde liegt, ist die Handlung doch fiktiv, und auch die Protagonisten haben nicht so gelebt wie es dargestellt wird, denn über das Privatleben der Köllns, vor allem über die Frauen der Familie, ist nicht allzu viel bekannt. Die Autorin hat hier aber Tatsachen und Fiktion sehr gekonnt zu einer fesselnden Saga verwoben, und ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht, denn es sind am Ende doch einige Punkte offen, die wohl erst im zweiten Teil geklärt werden, der heuer im April erscheint. Ich fand alle Handlungsstränge sehr fesselnd, aber mein liebster Charakter im Buch ist Bertha, und ich habe ihr, als bekennender Haferflocken-Fan, bei ihren Experimenten in der Küche sehr gerne über die Schulter geschaut. Schon die Aufmachung des Buches finde ich sehr gelungen. Das Cover zeigt im Vordergrund eine attraktive Frau, von der ich vermute, dass es sich um Bertha handelt. Im Hintergrund ist das Kölln Werksgebäude zu sehen. In der vorderen Buchklappe gibt es noch eine besondere Spezialität, denn hier ist ein persönliches Rezept von Elke Becker abgedruckt, und ich werde diese Hafer-Knuspertaler ganz sicher ausprobieren.
Inhalt: Elmshorn 1886: Charlotte Kölln muss als Witwe sehr früh um das Überleben der Kornmühle kämpfen, die Konkurrenz ist groß. Wie aber soll man sich arrangieren, wenn die Kinder ihre eigenen Vorstellungen und Ziele haben und nicht alles dem entspricht, was Charlotte sich vorstellt? In diesem Roman treffen viele willensstarke und grundverschiedene Frauen aufeinander. Sowohl Charlotte, die sehr viel Wert auf Tradition und das Ansehen legt, als auch ihre Tochter Marie, deren Vorliebe für Maschinenbau stets zu Konflikten mit ihrer Mutter führt. Die Wahl der zukünftigen Schwiegertöchter ist ihr auch ein Dorn im Auge, passen sie doch so gar nicht zum Familienkonzept und dem Ansehen. Die Entwicklung der Geschichte hat mich richtig begeistert, denn der Verlauf lässt einen so durch die Seiten fliegen. Ein Ereignis jagt das Nächste. Mit Charlottes bodenständiger und gutmütiger Freundin Merte, der Konditorin Bertha, der Apothekentochter Luisa und auch der Tochter Marie erlebt man Frauen, die entgegen den damaligen Konventionen für ihre Freiheit, ihre Rechte und Träume kämpfen und sich füreinander einsetzen. Trotz etlicher Rückschläge, dem Verhalten von Charlotte und auch dem nicht ganz unschuldigen Verhalten der Söhne erhält man gut recherchierten, historischen Einblick in die Familie Kölln, bekannt für die berühmten Haferflocken. Obwohl einiges fiktiv ist, gibt es auch vieles, was den Tatsachen entspricht, Personen, die es wirklich gab. Aufmerksam geworden durch das ansprechende, ausdrucksstarke Cover finde ich es immer wieder erstaunlich, was man alles so über Dinge erfährt, die man genießt und verwendet und durch solche Bücher einen Blick in die Entstehung, Hintergründe und familiären Abläufe erhält. Das Buch löst einiges an Emotionen aus – man fühlt und lebt mit den Charakteren, es gibt einiges zu lachen, interessante Entwicklungen, auch charakterlich, zeitweise ist man aber auch richtig empört und entsetzt. Die Autorin zeichnet das Bild der Frau zur damaligen Zeit und das ist ihr großartig gelungen, da aufgrund der Stärke und dem Willensdrang der Frauen eine gewisse Dynamik entsteht, die einfach mitreißt. So manche Entwicklungen kamen sehr überraschend und unerwartet. Da es einige Zeitsprünge und Szenenwechsel im Buch gibt, die etwas abrupt erscheinen mögen, ist es wichtig, die Jahreszahlen über den Kapiteln im Auge zu behalten, das erleichtert den Lesefluss. Ich hab mich durchgehend unterhalten gefühlt und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung der Trilogie. Und es gibt sogar passend zum Thema ein leckeres Rezept.

Die Geschichte der Familie Kölln
Ich mochte diese Geschichte sehr und freue mich schon auf die Fortsetzung. Gut beleuchtet werden die Kinder und deren Partner der Familie Kölln, der Aufbau des Geschäfts und die Erfindung der Haferflocken. Und diese furchtbare Mutter bzw Schwiegermutter Charlotte Kölln....ein richtiges Schwiegermonster meiner Meinung, sie hat mich richtig wütend gemacht und gleichzeitig sehr gut unterhalten 😉 Ich freue mich sehr auf weitere Bücher der Autorin.
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Elmshorn 1886: Viel zu früh wird Charlotte Köllns Mann durch einen Arbeitsunfall aus dem Leben gerissen. Zeit für Trauer bleibt ihr nicht, die Kornmühle muss weiterbetrieben werden, sonst steht die Familie vor dem Ruin. Als Frau darf Charlotte weder Kredite aufnehmen noch offiziell die Geschäfte führen, doch davon lässt sie sich nicht aufhalten. Als ihr ältester Sohn die Arbeiterin Bertha heiraten will, ist Charlotte gar nicht begeistert. Sie bangt um den Status der Familie, den es zu erhalten gilt. Die beiden willensstarken Frauen müssen sich wohl oder übel miteinander arrangieren – und sie erkennen, dass sie alles bewältigen können, wenn sie zusammenstehen.
Book Information
Author Description
Elke Becker wurde in Ulm geboren. Schon früh zog es sie in die Welt hinaus: Ihr Fernweh nach Meer und Abenteuer führte sie in zahlreiche Länder, bis sie 2005 auf Mallorca sesshaft wurde. Als ihr dort beim morgendlichen Frühstück die Idee für die Geschichte des Hauses Kölln kam, machte sie sich für die Recherche auf in den malerischen Norden Deutschlands, der in ihrem Herzen stets einen besonderen Platz einnimmt.
Posts
Schöne Familiensaga über die Unternehmerfamilie Kölln. Während die figur derBertha kölln eher etwas blass ist gefällt mir die Figur der Luisa sehr gut. Ich hoffe das es hier im zweiten Teil ein Wiedersehen gibt. Ich freue mich schon auf Teil 2 und bin gespannt, wie es.mit der Familie Kölln weitergeht.
Eine schöne und unterhaltsame, leicht zu lesende Geschichte. Insbesondere der Erzählstrang rund um Luisa und die Pharmazie hatte es mir angetan. Leider kam, anders als erwartet, das Haus Kölln ein wenig kurz. Man erfährt viel über mutige Frauen, die voller Kampfgeist ihrer Zeit voraus sind, aber wenig über die "Haferflocken-Dynastie". Nachdem ich das akzeptiert hatte, hatte ich viel Spaß mit dem Buch.
Ein großartiger Reihenauftakt!
Eine Familie voller starker, beeindruckender Personen! Elmshorn, in den Jahren 1886 bis 1898: Charlotte Kölln wurde durch einen Arbeitsunfall, bei dem ihr Mann Ferdi ums Leben kam, viel zu früh Witwe. Obwohl ihr ältester Sohn Peter die Mühle einmal übernehmen soll, muss sie die nächsten beiden Jahre selbst überbrücken und den Betrieb erhalten. Denn ihr Mann hatte schon große Pläne, den Betrieb zu erweitern, doch dafür ist ein großer Kredit bei einer Bank nötig, um neue Flächen und Maschinen zu kaufen. Diesen Kredit kann eine Frau aber nicht bekommen, weshalb Peter sein Studium baldmöglichst und mit sehr guten Zensuren abschließen muss. Dieser fügt sich der Mutter, obwohl sein Herz für die Kunst und Kultur der großen Stadt Hamburg schlagen. Allerdings schlägt es auch für Bertha, die Tochter einer verarmten Witwe aus dem nahegelegenen Pinneberg, und sehr talentierte Konditorin in Ausbildung. Als Peter nun noch mehr Zeit in Elmshorn verbringen muss und nebenbei studieren, sieht Bertha ihn kaum noch und hat Angst um ihre Liebesbeziehung. Sie bricht deshalb Hals über Kopf auf und zieht zu ihrer Cousine Anna nach Elmshorn. Beim Schützenfest trifft sie Peter endlich wieder und spürt schnell, dass sie sich immer noch so sehr lieben. Den Heiratsantrag nimmt sie deshalb freudestrahlend an, weiß aber auch, dass Charlotte sie niemals als Schwiegertochter akzeptieren wird... Elke Becker beschreibt in diesem ersten Band der Kölln-Saga die Entstehungsgeschichte der bekannten Kornmühle, die ja bis zum heutigen Tag existiert. Allerdings wird immer wieder erwähnt, dass längst nicht alle Teile der Handlung sich genauso zugetragen haben, sondern auch durch fiktive Details ergänzt wurden. Diese Erwähnung ist sehr gut und zeigt, dass die Autorin darum bemüht ist, keine falschen oder fehlerhaften Informationen zu verbreiten. Außerdem fehlt das häufig, weshalb die Leser bei solchen Firmengeschichten dann häufig rätseln müssen, was denn nun überhaupt Realität und was Fiktion ist. Dieser Auftaktband konnte mich bereits von der ersten Seite an packen, sodass ich unheimlich gerne in dem Buch gelesen habe. Ich mag die Charaktere auch sehr gerne, denn allesamt sind sie eigen, haben ihre Träume und Wünsche und keine Skrupel auch dafür zu kämpfen. Deshalb mag ich Bertha, die trotz ihrer schwierigen Schwiegermutter ihren Weg geht und Peter heiratet, Marie, die ihre Liebe zu allem Technischen im Verborgenen weiter auslebt und Luisa, die zwar niemals Pharmazie studieren kann, aber trotzdem dafür kämpft, als Gasthörerin an der Universität anwesend sein zu dürfen, und dafür sogar eine Verschlechterung ihrer Beziehung zu Hinrich in Kauf nehmen muss. Von dieser Reihe werde ich auf jeden Fall alle drei Bände lesen, denn ich möchte unbedingt wissen, wie es mit der Familie weitergeht! Außerdem liest sich der Schreibstil der Autorin so leicht und flüssig, dass die Seiten nur so dahinfliegen!

Glänzende Zeiten - Lieblingsband ❤️
✨Rezensionsexemplar✨ Ich durfte die gesamte Haus Kölln Familiensaga lesen und stelle Euch in dieser Rezension Band 1 im Einzelnen und die Reihe im Allgemeinen vor. Es handelt sich um historische Romane, die sehr gut recherchiert und mit so vielen echten Elementen wie möglich gefüllt sind. Was die Autorin nicht hat recherchieren können, entspringt hingegen ihrer Fantasie. Jeder Band enthält vor der Danksagung jeweils ein Kapitel, das genau die geschichtlichen Fakten darlegt! Jetzt soll es erst mal um Band 1 gehen: ✨Zitate „Peter Ferdinand durfte nicht tot sein. Völlig unmöglich. Das Abendessen wartete auf ihn. Ein kräftiges Malzbier, damit er die Nachtschicht anweisen konnte, bevor er zu ihr ins Bett kroch und bis Sonnenaufgang schlief.“ „»Sobald die passende Mode für Frauen auf dem Fahrrad auch in Deutschland Einzug hält, gehören solche Zwischenfälle der Vergangenheit an. Die Rockschöße behindern die Sicht und sind im Weg.«“ „»Du leistest weit mehr für die Familie, als es eine Fabrikantentochter täte, also mach dich nicht so klein.«“ ✨Inhalt Elmshorn, 1866: das Mühlenwerk der Familie Kölln steht kurz vor dem Ruin nachdem das Familienoberhaupt bei einem Arbeitsunfall stirbt. Charlotte, seine Frau, muss von nun an ihren Sohn und Nachfolger Peter im Werk anleiten. Dabei ist sie gar nicht begeistert, als er Arbeiterin Bertha heiraten möchte. Dabei ahnt niemand Berthas spätere Bedeutung für das Unternehmen … ✨Meinung Ich würde Euch am liebsten alles erzählen, was in diesem Buch passiert, was natürlich nicht geht. Meine Rezensionen zu Band 2 und 3 werden ohnehin kürzer ausfallen müssen, denn es ist eine fortlaufende Geschichte und man muss sich überraschen und mitreißen lassen. Die Saga ist geschicht- und handlungsgetrieben. Wir begleiten die Familie Kölln vor dem Hintergrund echter historischer Ereignisse. Die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz und es bilden sich Sympathien und Antipathien. Mit Charlotte, die als Matriarchin auftritt und auch auftreten muss, bin ich nicht warm geworden, sie blieb bis zu ihrem Tod verhaftet in ihren Idealen und hat sehr auf den Gefühlen anderer herumgetrampelt. Hingegen waren mir Bertha, Marie (Peters Schwester) und Luisa (Tochter des örtlichen Apothekers) von Anfang an sehr sympathisch und ich habe mit ihnen mitgefiebert. Alle 3 verfolgen unterschiedliche Lebensentwürfe, aber kein Weg war leicht, auch wenn z.B. Bertha eher den traditionellen Weg gewählt hat, während Marie und Luisa die Konventionen und damaligen Vorstellungen komplett über Bord werfen. Insgesamt war mir schnell klar (und die Bestätigung gab es nach den jeweiligen Teilen immer im „Realitätskapitel“), dass es in den Büchern um die Frauen der Familie Kölln und um andere Frauen aus der damaligen Zeit geht. Die Kapitel sind aus den POVs der Frauen (in Erzählerperspektive) geschrieben und es wird nach jedem Buch offensichtlich, auf wessen Schultern stets unglaublich viel Last und Verantwortung gelegen hat. Und die Frauen mussten zusätzlich jede Menge Energie darauf verwenden, fragile Egos des anderen Geschlechts zu schonen, denn Männer der damaligen Zeit durften auf keinen Fall gekränkt oder vor den Kopf gestoßen werden. Euch wird Dampf aus den Ohren kommen, verspreche ich Euch, so wütend werden Ihr sein, angesichts der Ungleichheit und des Unrechts… Jedenfalls hat mich Elke Beckers Schreibstil komplett mitgerissen, die Bücher sind leicht und schnell zu lesen, aber hallen unwahrscheinlich nach. Ich bin normalerweise kein Fan der Erzählerperspektive, aber in dieser Reihe habe ich es nicht mal gemerkt und ich denke, es geht auch gar nicht anders in Romanen dieser Art. ✨Fazit Band 1 war mein Lieblingsband und ich freue mich schon darauf, Euch möglichst spoilerfreie Einblicke in die beiden anderen Bände zu geben. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Schöner Auftakt der Reihe.
Inhalt: Elmshorn 1886. Die Fabrikantengattin Charlotte Kölln ist am Boden zerstört. Ihr Mann ist bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen und ihr ältester Sohn Peter, der die Fabrik einmal übernehmen soll, ist noch am studieren. Dabei sollte gerade jetzt ein Kredit aufgenommen werden, um die veralteten Maschinen auszutauschen und einige andere Modernisierungen vorzunehmen. Zu groß ist einfach die Konkurrenz. Doch sie als Frau kann keinen Kredit bekommen und Peter muss erst das Studium beenden, um überhaupt Chancen bei einer Bank zu haben. Zusammen mit ihrer Familie setzt sie alles daran die Kornmühle zu erhalten bis ihr Sohn die Geschäfte übernehmen kann. Doch nicht nur diese Sorge plagt Charlotte. Privat gehen die Kinder ihre ganz eigenen Wege. Sehr zu ihrem Missfallen..... Leseeindruck: "Das Haus Kölln - Glänzende Zeiten" ist der Auftakt der Kölln-Saga. Wenn man den Klappentext genau liest, weiß man, dass es nicht hauptsächlich um die berühmten Haferflocken geht. Davon war ich anfänglich nämlich ausgegangen und zugegebenermaßen etwas irritiert, dass man nur nebenbei immer mal wieder etwas über das Kornmühlenwerk Kölln erfahren hat. Zudem habe ich Eingewöhnungszeit gebraucht, um nach und nach die ganzen Figuren besser kennenzulernen. Schade, dass es kein Personenregister gibt. Nach etwa 100 Seiten wurde es spannend, denn da hat ein Protagonist von dem ich es nicht erwartet habe, Courage gezeigt. Ab da konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Extrem unsympathisch war mir die Witwe Charlotte Kölln. Das hat sich auch bis zum Schluss nicht geändert. Ihre Tochter Marie hingegen hatte ich gleich in mein Herz geschlossen. Sie ist ein Wirbelwind und oft an den werkseigenen Dampfmaschinen zu finden, die sie gerne, zum Missfallen ihrer Mutter, repariert. Peter war mir anfangs sympathisch, hatte aber durch seine Ansichten bei mir immer mal wieder Symphathiepunkte verloren. Seine Frau Bertha hat es schwer gegen ihre Schwiegermutter, setzt sich mit ihrem eisernen Willen aber durch. Dann gibt es noch die Fastverlobte von Peters Bruder Hinrich, die Apothekertochter Luisa. Sie hat mir unheimlich imponiert mit ihrem Fachwissen und den starken Willen ein Studium zu beginnen, trotz der Widerstände die einer Frau in der damaligen Zeit entgegengebracht wurden. Hinrich hingegen habe ich von Anfang an nicht getraut. Soviel zu den mir wichtigsten Personen im Roman. Deren Schicksale und Lebenswege fand ich am interessantesten und hier gab es auch noch die eine oder andere Überraschung. Am Ende geschieht etwas mit dem ich gar nicht gerechnet habe und das eine Wende in den festgefahrenen Ansichten mancher werden könnte. Weshalb ich gespannt auf den 2. Band bin. Fazit: "Das Haus Kölln - Glänzende Zeiten" ist anders als ich gedacht habe. Nach einer gewissen Eingewöhngszeit hat mir der Roman aber richtig gut gefallen und vor allem wie Luisa, Bertha und Marie ihrer Wege gehen, fand ich spannend. Das Nachwort war sehr interessant. Denn dadurch habe ich erfahren, dass das meiste fiktiv bzw. angelehnt an damalige Ereignisse ist. Lediglich die Daten rund um die Kornmühle Kölln sind belegt. Da über die Familienmitglieder der Kölln Dynastie nicht viel bekannt ist, sind diese der Fantasie der Autorin entsprungen. Mir hat es jedenfalls gefallen, auch wenn es manchmal große Zeitsprünge gab und ich mich erst neu orientieren musste. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Fesselnder Auftakt einer neuen Familiensaga
Dies ist der Auftakt zu einer neuen Familiensaga von Elke Becker, in der es um die Entstehungsgeschichte der Köllnflocken-Werke geht. Es beginnt im Jahr 1886 mit einer Grützmühle in Elmshorn. Als Charlotte Kölln die Nachricht erhält, dass ihr Mann Ferdi einen tödlichen Unfall in der Mühle hatte, bricht die Welt der Familie zusammen. Ferdi hatte so große Pläne, die nun alle zu scheitern drohen, denn Charlotte kann offiziell als Frau keine Firma leiten, und die Söhne sind noch in der Ausbildung. Es muss schnell eine Lösung her, und Charlotte Kölln ist nicht gewillt, die Zukunftsvision ihres Mannes aufzugeben. Zusammen mit ihrer Familie tut sie alles, um Ferdis Pläne umzusetzen. Das ist mit vielen Schwierigkeiten verbunden, und es kommen weitere Schicksalsschläge auf die Familie zu. Charlotte lernt man als harte, unnachgiebige Frau kennen, und vermutlich wurde sie durch die Erlebnisse und Verluste in der Vergangenheit zu der Person, wie sie im Buch dargestellt ist. Sie lässt keine Gefühle zu und macht damit nicht nur sich selbst sondern auch ihren Kindern das Leben noch schwerer. Die Söhne sind hin und her gerissen zwischen Pflicht und eigenen Interessen, und als Peter sich in Bertha, eine junge Frau aus der Arbeiterklasse, verliebt, stellt sich Charlotte gegen eine Heirat. Aber sie hat nicht mit Bertha gerechnet, die alles für ihre große Liebe tut, und letztendlich erweist sich die Verbindung mit ihr als Segen für die Familie. Alle Kölln-Kinder gehen ihren eigenen Weg, denn den Sturkopf haben sie wohl von ihrer Frau Mama geerbt. Auch wenn dem Roman die Geschichte des Familienunternehmens Kölln zugrunde liegt, ist die Handlung doch fiktiv, und auch die Protagonisten haben nicht so gelebt wie es dargestellt wird, denn über das Privatleben der Köllns, vor allem über die Frauen der Familie, ist nicht allzu viel bekannt. Die Autorin hat hier aber Tatsachen und Fiktion sehr gekonnt zu einer fesselnden Saga verwoben, und ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht, denn es sind am Ende doch einige Punkte offen, die wohl erst im zweiten Teil geklärt werden, der heuer im April erscheint. Ich fand alle Handlungsstränge sehr fesselnd, aber mein liebster Charakter im Buch ist Bertha, und ich habe ihr, als bekennender Haferflocken-Fan, bei ihren Experimenten in der Küche sehr gerne über die Schulter geschaut. Schon die Aufmachung des Buches finde ich sehr gelungen. Das Cover zeigt im Vordergrund eine attraktive Frau, von der ich vermute, dass es sich um Bertha handelt. Im Hintergrund ist das Kölln Werksgebäude zu sehen. In der vorderen Buchklappe gibt es noch eine besondere Spezialität, denn hier ist ein persönliches Rezept von Elke Becker abgedruckt, und ich werde diese Hafer-Knuspertaler ganz sicher ausprobieren.
Inhalt: Elmshorn 1886: Charlotte Kölln muss als Witwe sehr früh um das Überleben der Kornmühle kämpfen, die Konkurrenz ist groß. Wie aber soll man sich arrangieren, wenn die Kinder ihre eigenen Vorstellungen und Ziele haben und nicht alles dem entspricht, was Charlotte sich vorstellt? In diesem Roman treffen viele willensstarke und grundverschiedene Frauen aufeinander. Sowohl Charlotte, die sehr viel Wert auf Tradition und das Ansehen legt, als auch ihre Tochter Marie, deren Vorliebe für Maschinenbau stets zu Konflikten mit ihrer Mutter führt. Die Wahl der zukünftigen Schwiegertöchter ist ihr auch ein Dorn im Auge, passen sie doch so gar nicht zum Familienkonzept und dem Ansehen. Die Entwicklung der Geschichte hat mich richtig begeistert, denn der Verlauf lässt einen so durch die Seiten fliegen. Ein Ereignis jagt das Nächste. Mit Charlottes bodenständiger und gutmütiger Freundin Merte, der Konditorin Bertha, der Apothekentochter Luisa und auch der Tochter Marie erlebt man Frauen, die entgegen den damaligen Konventionen für ihre Freiheit, ihre Rechte und Träume kämpfen und sich füreinander einsetzen. Trotz etlicher Rückschläge, dem Verhalten von Charlotte und auch dem nicht ganz unschuldigen Verhalten der Söhne erhält man gut recherchierten, historischen Einblick in die Familie Kölln, bekannt für die berühmten Haferflocken. Obwohl einiges fiktiv ist, gibt es auch vieles, was den Tatsachen entspricht, Personen, die es wirklich gab. Aufmerksam geworden durch das ansprechende, ausdrucksstarke Cover finde ich es immer wieder erstaunlich, was man alles so über Dinge erfährt, die man genießt und verwendet und durch solche Bücher einen Blick in die Entstehung, Hintergründe und familiären Abläufe erhält. Das Buch löst einiges an Emotionen aus – man fühlt und lebt mit den Charakteren, es gibt einiges zu lachen, interessante Entwicklungen, auch charakterlich, zeitweise ist man aber auch richtig empört und entsetzt. Die Autorin zeichnet das Bild der Frau zur damaligen Zeit und das ist ihr großartig gelungen, da aufgrund der Stärke und dem Willensdrang der Frauen eine gewisse Dynamik entsteht, die einfach mitreißt. So manche Entwicklungen kamen sehr überraschend und unerwartet. Da es einige Zeitsprünge und Szenenwechsel im Buch gibt, die etwas abrupt erscheinen mögen, ist es wichtig, die Jahreszahlen über den Kapiteln im Auge zu behalten, das erleichtert den Lesefluss. Ich hab mich durchgehend unterhalten gefühlt und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung der Trilogie. Und es gibt sogar passend zum Thema ein leckeres Rezept.

Die Geschichte der Familie Kölln
Ich mochte diese Geschichte sehr und freue mich schon auf die Fortsetzung. Gut beleuchtet werden die Kinder und deren Partner der Familie Kölln, der Aufbau des Geschäfts und die Erfindung der Haferflocken. Und diese furchtbare Mutter bzw Schwiegermutter Charlotte Kölln....ein richtiges Schwiegermonster meiner Meinung, sie hat mich richtig wütend gemacht und gleichzeitig sehr gut unterhalten 😉 Ich freue mich sehr auf weitere Bücher der Autorin.


















