Das Haus in der Half Moon Street
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Hätte mehr erwartet
Ich finde das Konzept von dem Buch sehr gut nur hat mich der Inhalt etwas enttäuscht. Ich fand die Geschichte so mittelmäßig. Mir hat das Ende aber sehr gefallen und die Charaktere finde ich allem in allem gut. Ich mochte den Schreibstil nicht wirklich, da es passend zu der Zeit, in der das Buch spielt geschrieben ist und es deswegen für mich schwer war in das Buch hinein zu kommen.
Inhaltsangabe: London 1880. Leo Stanhope, Assistent der Gerichtsmedizin, macht eine merkwürdige Entdeckung: In der Jackentasche eines in der Themse ertrunkenen Mannes findet er eine Ale-Flasche, in deren Etikett das Wort »Mercy« eingeritzt ist. Kurz darauf landet eine zweite Leiche aus der Themse auf seinem Tisch: Es ist Maria, seine große Liebe. Und sie wurde ermordet. Bald fällt der Verdacht auf ihn, und so macht er sich selbst auf die Jagd nach dem Mörder. Doch dabei droht sein lange gehütetes Geheimnis ans Licht zu kommen - und das könnte ihn nicht nur die Freiheit, sondern sogar das Leben kosten. Sprecherin: Viola Müller war mir bisher nicht bewusst als Sprecherin bekannt. Ich brauchte sehr lange um mich an ihre Stimme zu gewöhnen und fand sie nicht immer ganz passend bzw. überzeugend. Nach gewisser Zeit empfand ich die Stimme als Nervig und störend und musste daher das Hörbuch oft pausieren. Story: Das Setting hat wirklich seinen Charme und passt wirklich gut zur Geschichte. Örtliche Beschreibungen haben Sherlock Holmes-Flair und ich konnte mir die entsprechenden Szenen sehr gut vorstellen. Was mich jedoch richtig stark überrascht hat, war Stanhope's Geheimniss. Ein Thema mit dem ich in der Kombination nicht gerechnet habe. VORSICHT SPOILER! Das Thema Transgender war für mich an sich kein Problem, nur hat es leider sehr oft den Krimianteil überschattet und vieles hat sich unnötig in die Länge gezogen. Es wurde sehr viel aus Leo's Kindheit erzählt und hat sehr gut die Probleme eines Transgender dargestellt. Es zeigte gut auf wie Emotional so eine Entwicklung ist und was es mit einem Menschen macht. Leider wurde dadurch der ermittelnde Anteil oft hinten angestellt und die Fälle selber drangen fast bis zum Ende anteilig total in den Hintergrund. Die Aüflösung war in Ordnung und alle losen Fäden wurden aufgelöst. Doch leider hat mich diese Themenkombination in dieser Umsetzung nicht ganz so umgehauen. Der Kriminallfall war gut und grad das Ende war sehr spannend. Jedoch bin ich mir noch unsicher was ich von Leo Stanhope halten soll und ob ich Band 2 weiterhöre. Fazit: Tolles Setting, interessanter Kriminallfall, doch leider mit ein paar Schwächen behaftet...
Beschreibung 1880. In der Londoner Gerichtsmedizin landet ein Mann, der allem Anschein nach ohne Gewalteinwirkung ertrunken ist, einzig eine Ale-Flasche, auf deren Etikett ein Wort eingeritzt wurde, macht den Assistenten Leo Stanhope stutzig. Nur wenig später wird eine zweite Leiche aus der Themse gefischt und landet auf dem Tisch der Gerichtsmedizin, doch dieses Mal wird Leo Stanhopes Welt komplett umgekrempelt, denn die Tote ist seine große Liebe Maria Milanes, welche als Prostituierte in einem Bordell in der Half Moon Street gearbeitet hat. Der gewaltsame Mord an Maria Milanes ruft die Polizei auf den Plan und Leo Stanhope steht auch auf der Liste der Verdächtigen. Verzweifelt macht er sich auf die Suche nach dem wahren Mörder und läuft dabei Gefahr sein eigenes Geheimnis preis zugeben, welches ihn sein Leben kosten kann… Meine Meinung Kriminalromane mit dem gewissen Extra landen immer wieder auf meinem Lesestapel und so konnte ich bei Alex Reeves erstem Fall für Leo Stanhope in »Das Haus in der Half Moon Street« kaum widerstehen, schließlich verspricht der Klappentext einen ganz besonderen Ermittler und zudem spielt die Geschichte im viktorianischen London – ein Setting, das mich ebenfalls anspricht, da es sofort mein Kopfkino anspringen lässt. Alex Reeve nutzt in seinem Debütroman allerdings nicht das Potential des Settings und lässt auch den Kriminalfall in seichten Gewässern vor sich hinplätschern. Im Fokus steht sein Protagonist Leo Stanhope, der als Mädchen zur Welt kam und es dementsprechend nicht leicht in seinem Leben hatte. Aufgrund seines Andersseins von der Familie verstoßen, führt Leo ein einsames Leben mit seinem Geheimnis in der Stadt und es gibt nur wenige Eingeweihte, wie z. B. die Prostituierte Maria Milanes, der Leos Herz gehört. Die Schwierigkeiten von Leos Leben als Transsexueller im 19. Jahrhundert bildet das Herzstück der Geschichte und daher nimmt auch seine Gefühlswelt sowie die alltäglichen Herausforderungen eine tragende Rolle ein. Als seine große Liebe bei ihm in der Gerichtsmedizin landet, werden auf einen Schlag seine Zukunftsträume ausradiert und er selbst gerät als Verdächtiger in eine lebensgefährliche Situation. Motiviert durch den Schmerz des Verlustes, beginnt Leo Stanhope auf eine Faust mit Ermittlungen, denn die Behörden haben kein großes Interesse den Mord an einer Prostituierten aufzuklären. Bei seinen Nachforschungen wird Leo klar, dass er Maria kaum kannte, doch trotz seiner Zweifel setzt er alles daran, die Wahrheit aufzudecken. Leos Bemühungen bringen dabei nicht nur ihn in große Gefahr. Der Autor schreckt nicht vor explizit geschilderten Gewalt und Missbrauchsszenen zurück, sodass der Roman sicherlich eine Triggerwarnung verdient hätte. Das Gesamtpaket aus History, Diversität und Kriminalfall konnte mich leider nicht ganz überzeugen, da die Mischung für mich zu unausgewogen daherkam, dafür mochte ich Leo Stanhope als Charakter sehr gerne. Wer auf besondere Romanhelden steht, kann hier also durchaus einen Blick riskieren. Fazit Alex Reeve hat sich für seinen Debüt-Krimi einen besonderen Ermittler erdacht, der Leserherzen erobert, jedoch kam mir Setting und Spannung zu kurz. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 18.01.2022
Ein Mordfall im viktorianischen London? Count me in! Nachdem mich Cover und Klappentext begeistert haben war klar, dass ich dieses Buch lesen muss: London 1880. Leo Stanhope, Assistent der Gerichtsmedizin, macht eine merkwürdige Entdeckung: In der Jackentasche eines angeblich in der Themse ertrunkenen Mannes findet er eine Flasche, in deren Etikett das Wort »Mercy« eingeritzt ist. Kurz darauf landet eine zweite Leiche aus der Themse auf seinem Tisch, und ihr Anblick wirft Leos Leben gewaltsam aus der Bahn: Es ist Maria, seine große Liebe. Und sie wurde ermordet. Bald fällt der Verdacht auf ihn, und so macht er sich selbst auf die Jagd nach dem Mörder. Doch dabei droht sein lange gehütetes Geheimnis ans Licht zu kommen - und das könnte ihn nicht nur die Freiheit, sondern sogar das Leben kosten. Zuerst möchte ich sagen, dass ich Leos Geheimnis in dieser Review spoilern werde, um meine Meinung besser zum Ausdruck zu bringen. Leos Geheimnis wird schon sehr früh im Buch bekannt gegeben, wer sich dennoch nicht spoilern lassen möchte, sollte jetzt aufhören zu lesen! Das viktorianische London ist eines meiner liebsten Settings und der Autor hat hier wunderbar recherchiert, um ein realistisches Setting der damaligen Zeit zu erschaffen. Gekonnt zeichnet er ein Abbild der viktorianischen Gesellschaft und die Rolle von Mann und Frau darin. Alex Reeve hat sich hier eine interessante Zeit für seinen Protagonisten Leo Stanhope ausgesucht, denn Leo ist transgender, er wurde weiblich geboren, fühlt sich aber seit je her männlich. Leo Stanhope war mir von den ersten Seiten an sympathisch, er ist intelligenter als er die meisten wissen lässt und hat das Herz am rechten Fleck. Er versucht, um jeden Preis sein Geheimnis zu bewahren, da er weiß, dass die Wahrheit sein Ende sein könnte. Er weiß genau, was er möchte und steht auch dazu, fühlt sich aber dennoch zerrissen, da er nicht offen zu sich selbst stehen kann. Ich konnte mich gut in Leo hineinversetzten und fand seine Darstellung für die damalige Zeit sehr realistisch. Dennoch wurde der transgender Aspekt der Geschichte zu stark in den Focus gerückt und vieles hat sich leider wiederholt. Dadurch bleiben andere Charaktere bedauerlicherweise etwas blass. Rosie, die Witwe des Ermordeten, hat mir aber auch echt gut gefallen, besonders im Zusammenspiel mit Leo konnte sie mich begeistern. Der Schreibstil von Alex Reeve ist flüssig und einfach gehalten so dass man gut durch die Seiten kommt. Leider hat die Geschichte in der ersten Hälfte etwas geschwächelt und konnte mich dann erst in der zweiten Hälfte richtig packen. Auch, wenn ich nicht die typische dunkel Londoner Atmosphäre bekommen habe, die ich erwartet habe, hat das hier erschaffene Setting einen ganz eigenen Flair, der mir auch gut gefallen hat. Die Auflösung des Mordfalls bleibt auch lange nicht erkennbar, da die Geschichte sich zum Ende hin immer wieder dreht und wendet und dadurch die Spannung aufrechterhält. Alex Reeve hält sich nicht mit Gewalt zurück, Frauen haben es in dieser Zeit nicht leicht, was er sehr gut darstellt, aber die Vergewaltigungsszene war schon recht hart! Das Haus in der Half Moon Street war für mich ein solider Start in die Reihe. Leo Stanhope ist ein sehr interessanter Charakter, der noch jede Menge Potenzial hat und ich bin schon sehr gespannt darauf, was uns in den weiteren Fällen erwartet. Ich freu mich schon sehr, wenn am 02.05.22 Mord in der Rose Street erscheint. 3 von 5 Sternen 🌟

Hat jemand Lottie Pritchard vermisst? 🏳️🌈
Wahrscheinlich, ist es nicht möglich dieses Buch zu bewerten, ohne dass man sich in irgendwas verläuft. Das Buch wäre nicht dasselbe, wenn Leo Stanhope nicht die Person wäre, die * ist. Ich hatte beim Lesen nicht das Gefühl, dass man aus der Perspektive einer Frau liest. Nein, es war einfach nicht so. Ich kann jetzt auch nicht behaupten, dass die Wahrheit ignoriert wurde. Nein. Das wurde sie nicht. Völlig unabhängig von dieser Tatsache, ist das Buch genial. Die Tatsache, dass Leo Stanhope kein "richtiger" Mann ist, ändert nichts an der Qualität des Buches. Das Buch ist ein guter klassischer Kriminalroman. Es wäre vielleicht sogar langweilig und weniger spannend gewesen, wenn Leo wirklich ein Mann gewesen wäre. So war die Sorge um die Aufdeckung seiner Identität jedes Mal mit panischem Herzrasen verbunden. Die Tatsache, wie Leo Stanhope ist, ist nichts, wie das Buch bewertet werden soll. Ich hatte das Buch ausgewählt weil es ein historischer Kriminalroman ist. Und das ist es auch. Ich war überfahren als ich Leo kennenlernte... aber... es spielt einfach keine Rolle. Also doch ja, das Buch ist aufgrund von Leos Denkweise brisanter aber... es ist einfach okay wie es ist.
Ich war neugierig, denn einem historischen Kriminalfall kann ich nur schwer aus dem Weg gehen. Mit einem Setting in London, bekommt man mich ja außerdem immer. In diesem Fall bin ich mir etwas unsicher, was ich vom Buch halten soll, denn es war etwas anders als erwartet. Handlungstechnisch haben wir es mit Leo Stanhope zu tun. Er arbeitet in der Gerichtsmedizin in London. Zumindest so lange, bis eines Tages die Frau auf dem Tisch liegt, die er kennt und liebt. Maria arbeitete als Prostituierte und Leo gerät schnell ins Visier der Polizei. Nur mit viel Glück, kann er nach seinem ersten Verhör gehen und er macht sich selbst auf die Suche nach dem Mörder. Dabei merkt er, dass Maria wohl nicht so ganz ehrlich zu ihm war. Auf der Suche nach dem Mörder bringt sich Leo in Gefahr, auch weil sein Geheimnis aufzufliegen droht und das könnte ziemlich übel enden. Ich muss gestehen, dass ich zu Beginn etwas irritiert war, aber dann doch noch ganz gut reingefunden habe. London ist für mich immer so ein Gänsehautsetting, wenn es um Kriminalromane geht. Leider fehlte mir das dieses Mal komplett. Das Setting hätte auch jede andere Stadt sein können. Das dunkle Flair kam irgendwie nicht so gut rüber. Auch stellt sich mir nicht wirklich viel Spannung dar. Überraschungen eigentlich nur direkt zu Beginn und das war es. Der Rest plätschert so mehr oder weniger vor sich hin. Leider. Das konnte mich nur mäßig für sich einnehmen. Leo ist ein interessanter Charakter und für mich auch anders als erwartet. Seine Emotionen und Gedanken kamen sehr authentisch bei mir an und ich mochte ihn wirklich gern. Fazit Netter Auftakt, der mich leider nicht überzeugen konnte. Mir fehlte es an Spannung, was leider auch der interessante Charakter Leo nicht rausholen konnte. Auch war für mich das Setting so "langweilig", dabei kann London im 19 Jahrhundert eigentlich gar nicht langweilig sein. Sondern düster, geheimnisvoll und mörderisch. Bei diesem Büchlein leider nicht. Es war nett, aber eben nicht mehr. Am Ende 3 Sterne und eine bedingte Leseempfehlung.
Beschreibung 1880. In der Londoner Gerichtsmedizin landet ein Mann, der allem Anschein nach ohne Gewalteinwirkung ertrunken ist, einzig eine Ale-Flasche, auf deren Etikett ein Wort eingeritzt wurde, macht den Assistenten Leo Stanhope stutzig. Nur wenig später wird eine zweite Leiche aus der Themse gefischt und landet auf dem Tisch der Gerichtsmedizin, doch dieses Mal wird Leo Stanhopes Welt komplett umgekrempelt, denn die Tote ist seine große Liebe Maria Milanes, welche als Prostituierte in einem Bordell in der Half Moon Street gearbeitet hat. Der gewaltsame Mord an Maria Milanes ruft die Polizei auf den Plan und Leo Stanhope steht auch auf der Liste der Verdächtigen. Verzweifelt macht er sich auf die Suche nach dem wahren Mörder und läuft dabei Gefahr sein eigenes Geheimnis preis zugeben, welches ihn sein Leben kosten kann… Meine Meinung Kriminalromane mit dem gewissen Extra landen immer wieder auf meinem Lesestapel und so konnte ich bei Alex Reeves erstem Fall für Leo Stanhope in »Das Haus in der Half Moon Street« kaum widerstehen, schließlich verspricht der Klappentext einen ganz besonderen Ermittler und zudem spielt die Geschichte im viktorianischen London – ein Setting, das mich ebenfalls anspricht, da es sofort mein Kopfkino anspringen lässt. Alex Reeve nutzt in seinem Debütroman allerdings nicht das Potential des Settings und lässt auch den Kriminalfall in seichten Gewässern vor sich hinplätschern. Im Fokus steht sein Protagonist Leo Stanhope, der als Mädchen zur Welt kam und es dementsprechend nicht leicht in seinem Leben hatte. Aufgrund seines Andersseins von der Familie verstoßen, führt Leo ein einsames Leben mit seinem Geheimnis in der Stadt und es gibt nur wenige Eingeweihte, wie z. B. die Prostituierte Maria Milanes, der Leos Herz gehört. Die Schwierigkeiten von Leos Leben als Transsexueller im 19. Jahrhundert bildet das Herzstück der Geschichte und daher nimmt auch seine Gefühlswelt sowie die alltäglichen Herausforderungen eine tragende Rolle ein. Als seine große Liebe bei ihm in der Gerichtsmedizin landet, werden auf einen Schlag seine Zukunftsträume ausradiert und er selbst gerät als Verdächtiger in eine lebensgefährliche Situation. Motiviert durch den Schmerz des Verlustes, beginnt Leo Stanhope auf eine Faust mit Ermittlungen, denn die Behörden haben kein großes Interesse den Mord an einer Prostituierten aufzuklären. Bei seinen Nachforschungen wird Leo klar, dass er Maria kaum kannte, doch trotz seiner Zweifel setzt er alles daran, die Wahrheit aufzudecken. Leos Bemühungen bringen dabei nicht nur ihn in große Gefahr. Der Autor schreckt nicht vor explizit geschilderten Gewalt und Missbrauchsszenen zurück, sodass der Roman sicherlich eine Triggerwarnung verdient hätte. Das Gesamtpaket aus History, Diversität und Kriminalfall konnte mich leider nicht ganz überzeugen, da die Mischung für mich zu unausgewogen daherkam, dafür mochte ich Leo Stanhope als Charakter sehr gerne. Wer auf besondere Romanhelden steht, kann hier also durchaus einen Blick riskieren. Fazit Alex Reeve hat sich für seinen Debüt-Krimi einen besonderen Ermittler erdacht, der Leserherzen erobert, jedoch kam mir Setting und Spannung zu kurz. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 18.01.2022
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Book Information
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Hätte mehr erwartet
Ich finde das Konzept von dem Buch sehr gut nur hat mich der Inhalt etwas enttäuscht. Ich fand die Geschichte so mittelmäßig. Mir hat das Ende aber sehr gefallen und die Charaktere finde ich allem in allem gut. Ich mochte den Schreibstil nicht wirklich, da es passend zu der Zeit, in der das Buch spielt geschrieben ist und es deswegen für mich schwer war in das Buch hinein zu kommen.
Inhaltsangabe: London 1880. Leo Stanhope, Assistent der Gerichtsmedizin, macht eine merkwürdige Entdeckung: In der Jackentasche eines in der Themse ertrunkenen Mannes findet er eine Ale-Flasche, in deren Etikett das Wort »Mercy« eingeritzt ist. Kurz darauf landet eine zweite Leiche aus der Themse auf seinem Tisch: Es ist Maria, seine große Liebe. Und sie wurde ermordet. Bald fällt der Verdacht auf ihn, und so macht er sich selbst auf die Jagd nach dem Mörder. Doch dabei droht sein lange gehütetes Geheimnis ans Licht zu kommen - und das könnte ihn nicht nur die Freiheit, sondern sogar das Leben kosten. Sprecherin: Viola Müller war mir bisher nicht bewusst als Sprecherin bekannt. Ich brauchte sehr lange um mich an ihre Stimme zu gewöhnen und fand sie nicht immer ganz passend bzw. überzeugend. Nach gewisser Zeit empfand ich die Stimme als Nervig und störend und musste daher das Hörbuch oft pausieren. Story: Das Setting hat wirklich seinen Charme und passt wirklich gut zur Geschichte. Örtliche Beschreibungen haben Sherlock Holmes-Flair und ich konnte mir die entsprechenden Szenen sehr gut vorstellen. Was mich jedoch richtig stark überrascht hat, war Stanhope's Geheimniss. Ein Thema mit dem ich in der Kombination nicht gerechnet habe. VORSICHT SPOILER! Das Thema Transgender war für mich an sich kein Problem, nur hat es leider sehr oft den Krimianteil überschattet und vieles hat sich unnötig in die Länge gezogen. Es wurde sehr viel aus Leo's Kindheit erzählt und hat sehr gut die Probleme eines Transgender dargestellt. Es zeigte gut auf wie Emotional so eine Entwicklung ist und was es mit einem Menschen macht. Leider wurde dadurch der ermittelnde Anteil oft hinten angestellt und die Fälle selber drangen fast bis zum Ende anteilig total in den Hintergrund. Die Aüflösung war in Ordnung und alle losen Fäden wurden aufgelöst. Doch leider hat mich diese Themenkombination in dieser Umsetzung nicht ganz so umgehauen. Der Kriminallfall war gut und grad das Ende war sehr spannend. Jedoch bin ich mir noch unsicher was ich von Leo Stanhope halten soll und ob ich Band 2 weiterhöre. Fazit: Tolles Setting, interessanter Kriminallfall, doch leider mit ein paar Schwächen behaftet...
Beschreibung 1880. In der Londoner Gerichtsmedizin landet ein Mann, der allem Anschein nach ohne Gewalteinwirkung ertrunken ist, einzig eine Ale-Flasche, auf deren Etikett ein Wort eingeritzt wurde, macht den Assistenten Leo Stanhope stutzig. Nur wenig später wird eine zweite Leiche aus der Themse gefischt und landet auf dem Tisch der Gerichtsmedizin, doch dieses Mal wird Leo Stanhopes Welt komplett umgekrempelt, denn die Tote ist seine große Liebe Maria Milanes, welche als Prostituierte in einem Bordell in der Half Moon Street gearbeitet hat. Der gewaltsame Mord an Maria Milanes ruft die Polizei auf den Plan und Leo Stanhope steht auch auf der Liste der Verdächtigen. Verzweifelt macht er sich auf die Suche nach dem wahren Mörder und läuft dabei Gefahr sein eigenes Geheimnis preis zugeben, welches ihn sein Leben kosten kann… Meine Meinung Kriminalromane mit dem gewissen Extra landen immer wieder auf meinem Lesestapel und so konnte ich bei Alex Reeves erstem Fall für Leo Stanhope in »Das Haus in der Half Moon Street« kaum widerstehen, schließlich verspricht der Klappentext einen ganz besonderen Ermittler und zudem spielt die Geschichte im viktorianischen London – ein Setting, das mich ebenfalls anspricht, da es sofort mein Kopfkino anspringen lässt. Alex Reeve nutzt in seinem Debütroman allerdings nicht das Potential des Settings und lässt auch den Kriminalfall in seichten Gewässern vor sich hinplätschern. Im Fokus steht sein Protagonist Leo Stanhope, der als Mädchen zur Welt kam und es dementsprechend nicht leicht in seinem Leben hatte. Aufgrund seines Andersseins von der Familie verstoßen, führt Leo ein einsames Leben mit seinem Geheimnis in der Stadt und es gibt nur wenige Eingeweihte, wie z. B. die Prostituierte Maria Milanes, der Leos Herz gehört. Die Schwierigkeiten von Leos Leben als Transsexueller im 19. Jahrhundert bildet das Herzstück der Geschichte und daher nimmt auch seine Gefühlswelt sowie die alltäglichen Herausforderungen eine tragende Rolle ein. Als seine große Liebe bei ihm in der Gerichtsmedizin landet, werden auf einen Schlag seine Zukunftsträume ausradiert und er selbst gerät als Verdächtiger in eine lebensgefährliche Situation. Motiviert durch den Schmerz des Verlustes, beginnt Leo Stanhope auf eine Faust mit Ermittlungen, denn die Behörden haben kein großes Interesse den Mord an einer Prostituierten aufzuklären. Bei seinen Nachforschungen wird Leo klar, dass er Maria kaum kannte, doch trotz seiner Zweifel setzt er alles daran, die Wahrheit aufzudecken. Leos Bemühungen bringen dabei nicht nur ihn in große Gefahr. Der Autor schreckt nicht vor explizit geschilderten Gewalt und Missbrauchsszenen zurück, sodass der Roman sicherlich eine Triggerwarnung verdient hätte. Das Gesamtpaket aus History, Diversität und Kriminalfall konnte mich leider nicht ganz überzeugen, da die Mischung für mich zu unausgewogen daherkam, dafür mochte ich Leo Stanhope als Charakter sehr gerne. Wer auf besondere Romanhelden steht, kann hier also durchaus einen Blick riskieren. Fazit Alex Reeve hat sich für seinen Debüt-Krimi einen besonderen Ermittler erdacht, der Leserherzen erobert, jedoch kam mir Setting und Spannung zu kurz. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 18.01.2022
Ein Mordfall im viktorianischen London? Count me in! Nachdem mich Cover und Klappentext begeistert haben war klar, dass ich dieses Buch lesen muss: London 1880. Leo Stanhope, Assistent der Gerichtsmedizin, macht eine merkwürdige Entdeckung: In der Jackentasche eines angeblich in der Themse ertrunkenen Mannes findet er eine Flasche, in deren Etikett das Wort »Mercy« eingeritzt ist. Kurz darauf landet eine zweite Leiche aus der Themse auf seinem Tisch, und ihr Anblick wirft Leos Leben gewaltsam aus der Bahn: Es ist Maria, seine große Liebe. Und sie wurde ermordet. Bald fällt der Verdacht auf ihn, und so macht er sich selbst auf die Jagd nach dem Mörder. Doch dabei droht sein lange gehütetes Geheimnis ans Licht zu kommen - und das könnte ihn nicht nur die Freiheit, sondern sogar das Leben kosten. Zuerst möchte ich sagen, dass ich Leos Geheimnis in dieser Review spoilern werde, um meine Meinung besser zum Ausdruck zu bringen. Leos Geheimnis wird schon sehr früh im Buch bekannt gegeben, wer sich dennoch nicht spoilern lassen möchte, sollte jetzt aufhören zu lesen! Das viktorianische London ist eines meiner liebsten Settings und der Autor hat hier wunderbar recherchiert, um ein realistisches Setting der damaligen Zeit zu erschaffen. Gekonnt zeichnet er ein Abbild der viktorianischen Gesellschaft und die Rolle von Mann und Frau darin. Alex Reeve hat sich hier eine interessante Zeit für seinen Protagonisten Leo Stanhope ausgesucht, denn Leo ist transgender, er wurde weiblich geboren, fühlt sich aber seit je her männlich. Leo Stanhope war mir von den ersten Seiten an sympathisch, er ist intelligenter als er die meisten wissen lässt und hat das Herz am rechten Fleck. Er versucht, um jeden Preis sein Geheimnis zu bewahren, da er weiß, dass die Wahrheit sein Ende sein könnte. Er weiß genau, was er möchte und steht auch dazu, fühlt sich aber dennoch zerrissen, da er nicht offen zu sich selbst stehen kann. Ich konnte mich gut in Leo hineinversetzten und fand seine Darstellung für die damalige Zeit sehr realistisch. Dennoch wurde der transgender Aspekt der Geschichte zu stark in den Focus gerückt und vieles hat sich leider wiederholt. Dadurch bleiben andere Charaktere bedauerlicherweise etwas blass. Rosie, die Witwe des Ermordeten, hat mir aber auch echt gut gefallen, besonders im Zusammenspiel mit Leo konnte sie mich begeistern. Der Schreibstil von Alex Reeve ist flüssig und einfach gehalten so dass man gut durch die Seiten kommt. Leider hat die Geschichte in der ersten Hälfte etwas geschwächelt und konnte mich dann erst in der zweiten Hälfte richtig packen. Auch, wenn ich nicht die typische dunkel Londoner Atmosphäre bekommen habe, die ich erwartet habe, hat das hier erschaffene Setting einen ganz eigenen Flair, der mir auch gut gefallen hat. Die Auflösung des Mordfalls bleibt auch lange nicht erkennbar, da die Geschichte sich zum Ende hin immer wieder dreht und wendet und dadurch die Spannung aufrechterhält. Alex Reeve hält sich nicht mit Gewalt zurück, Frauen haben es in dieser Zeit nicht leicht, was er sehr gut darstellt, aber die Vergewaltigungsszene war schon recht hart! Das Haus in der Half Moon Street war für mich ein solider Start in die Reihe. Leo Stanhope ist ein sehr interessanter Charakter, der noch jede Menge Potenzial hat und ich bin schon sehr gespannt darauf, was uns in den weiteren Fällen erwartet. Ich freu mich schon sehr, wenn am 02.05.22 Mord in der Rose Street erscheint. 3 von 5 Sternen 🌟

Hat jemand Lottie Pritchard vermisst? 🏳️🌈
Wahrscheinlich, ist es nicht möglich dieses Buch zu bewerten, ohne dass man sich in irgendwas verläuft. Das Buch wäre nicht dasselbe, wenn Leo Stanhope nicht die Person wäre, die * ist. Ich hatte beim Lesen nicht das Gefühl, dass man aus der Perspektive einer Frau liest. Nein, es war einfach nicht so. Ich kann jetzt auch nicht behaupten, dass die Wahrheit ignoriert wurde. Nein. Das wurde sie nicht. Völlig unabhängig von dieser Tatsache, ist das Buch genial. Die Tatsache, dass Leo Stanhope kein "richtiger" Mann ist, ändert nichts an der Qualität des Buches. Das Buch ist ein guter klassischer Kriminalroman. Es wäre vielleicht sogar langweilig und weniger spannend gewesen, wenn Leo wirklich ein Mann gewesen wäre. So war die Sorge um die Aufdeckung seiner Identität jedes Mal mit panischem Herzrasen verbunden. Die Tatsache, wie Leo Stanhope ist, ist nichts, wie das Buch bewertet werden soll. Ich hatte das Buch ausgewählt weil es ein historischer Kriminalroman ist. Und das ist es auch. Ich war überfahren als ich Leo kennenlernte... aber... es spielt einfach keine Rolle. Also doch ja, das Buch ist aufgrund von Leos Denkweise brisanter aber... es ist einfach okay wie es ist.
Ich war neugierig, denn einem historischen Kriminalfall kann ich nur schwer aus dem Weg gehen. Mit einem Setting in London, bekommt man mich ja außerdem immer. In diesem Fall bin ich mir etwas unsicher, was ich vom Buch halten soll, denn es war etwas anders als erwartet. Handlungstechnisch haben wir es mit Leo Stanhope zu tun. Er arbeitet in der Gerichtsmedizin in London. Zumindest so lange, bis eines Tages die Frau auf dem Tisch liegt, die er kennt und liebt. Maria arbeitete als Prostituierte und Leo gerät schnell ins Visier der Polizei. Nur mit viel Glück, kann er nach seinem ersten Verhör gehen und er macht sich selbst auf die Suche nach dem Mörder. Dabei merkt er, dass Maria wohl nicht so ganz ehrlich zu ihm war. Auf der Suche nach dem Mörder bringt sich Leo in Gefahr, auch weil sein Geheimnis aufzufliegen droht und das könnte ziemlich übel enden. Ich muss gestehen, dass ich zu Beginn etwas irritiert war, aber dann doch noch ganz gut reingefunden habe. London ist für mich immer so ein Gänsehautsetting, wenn es um Kriminalromane geht. Leider fehlte mir das dieses Mal komplett. Das Setting hätte auch jede andere Stadt sein können. Das dunkle Flair kam irgendwie nicht so gut rüber. Auch stellt sich mir nicht wirklich viel Spannung dar. Überraschungen eigentlich nur direkt zu Beginn und das war es. Der Rest plätschert so mehr oder weniger vor sich hin. Leider. Das konnte mich nur mäßig für sich einnehmen. Leo ist ein interessanter Charakter und für mich auch anders als erwartet. Seine Emotionen und Gedanken kamen sehr authentisch bei mir an und ich mochte ihn wirklich gern. Fazit Netter Auftakt, der mich leider nicht überzeugen konnte. Mir fehlte es an Spannung, was leider auch der interessante Charakter Leo nicht rausholen konnte. Auch war für mich das Setting so "langweilig", dabei kann London im 19 Jahrhundert eigentlich gar nicht langweilig sein. Sondern düster, geheimnisvoll und mörderisch. Bei diesem Büchlein leider nicht. Es war nett, aber eben nicht mehr. Am Ende 3 Sterne und eine bedingte Leseempfehlung.
Beschreibung 1880. In der Londoner Gerichtsmedizin landet ein Mann, der allem Anschein nach ohne Gewalteinwirkung ertrunken ist, einzig eine Ale-Flasche, auf deren Etikett ein Wort eingeritzt wurde, macht den Assistenten Leo Stanhope stutzig. Nur wenig später wird eine zweite Leiche aus der Themse gefischt und landet auf dem Tisch der Gerichtsmedizin, doch dieses Mal wird Leo Stanhopes Welt komplett umgekrempelt, denn die Tote ist seine große Liebe Maria Milanes, welche als Prostituierte in einem Bordell in der Half Moon Street gearbeitet hat. Der gewaltsame Mord an Maria Milanes ruft die Polizei auf den Plan und Leo Stanhope steht auch auf der Liste der Verdächtigen. Verzweifelt macht er sich auf die Suche nach dem wahren Mörder und läuft dabei Gefahr sein eigenes Geheimnis preis zugeben, welches ihn sein Leben kosten kann… Meine Meinung Kriminalromane mit dem gewissen Extra landen immer wieder auf meinem Lesestapel und so konnte ich bei Alex Reeves erstem Fall für Leo Stanhope in »Das Haus in der Half Moon Street« kaum widerstehen, schließlich verspricht der Klappentext einen ganz besonderen Ermittler und zudem spielt die Geschichte im viktorianischen London – ein Setting, das mich ebenfalls anspricht, da es sofort mein Kopfkino anspringen lässt. Alex Reeve nutzt in seinem Debütroman allerdings nicht das Potential des Settings und lässt auch den Kriminalfall in seichten Gewässern vor sich hinplätschern. Im Fokus steht sein Protagonist Leo Stanhope, der als Mädchen zur Welt kam und es dementsprechend nicht leicht in seinem Leben hatte. Aufgrund seines Andersseins von der Familie verstoßen, führt Leo ein einsames Leben mit seinem Geheimnis in der Stadt und es gibt nur wenige Eingeweihte, wie z. B. die Prostituierte Maria Milanes, der Leos Herz gehört. Die Schwierigkeiten von Leos Leben als Transsexueller im 19. Jahrhundert bildet das Herzstück der Geschichte und daher nimmt auch seine Gefühlswelt sowie die alltäglichen Herausforderungen eine tragende Rolle ein. Als seine große Liebe bei ihm in der Gerichtsmedizin landet, werden auf einen Schlag seine Zukunftsträume ausradiert und er selbst gerät als Verdächtiger in eine lebensgefährliche Situation. Motiviert durch den Schmerz des Verlustes, beginnt Leo Stanhope auf eine Faust mit Ermittlungen, denn die Behörden haben kein großes Interesse den Mord an einer Prostituierten aufzuklären. Bei seinen Nachforschungen wird Leo klar, dass er Maria kaum kannte, doch trotz seiner Zweifel setzt er alles daran, die Wahrheit aufzudecken. Leos Bemühungen bringen dabei nicht nur ihn in große Gefahr. Der Autor schreckt nicht vor explizit geschilderten Gewalt und Missbrauchsszenen zurück, sodass der Roman sicherlich eine Triggerwarnung verdient hätte. Das Gesamtpaket aus History, Diversität und Kriminalfall konnte mich leider nicht ganz überzeugen, da die Mischung für mich zu unausgewogen daherkam, dafür mochte ich Leo Stanhope als Charakter sehr gerne. Wer auf besondere Romanhelden steht, kann hier also durchaus einen Blick riskieren. Fazit Alex Reeve hat sich für seinen Debüt-Krimi einen besonderen Ermittler erdacht, der Leserherzen erobert, jedoch kam mir Setting und Spannung zu kurz. -------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 18.01.2022













