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Dieser Erzählband mit sechs Kurzgeschichten verlangte mir Durchhaltevermögen ab. Dennoch lohnte sich das Lesen.
Durchhalten: Nicht weil die Geschichten langatmig waren. Im Gegenteil, Schweblin bringt mit ihren präzisen Alltagsbeschreibungen teils bekannte Szenen in den Fokus, die sich leicht weglesen lassen und mich dann ins Grübeln über das Gelesene versetzten. Und das ist das Problem. Mein Problem? Von sechs Geschichten kapiere ich tatsächlich gerade mal so zwei. Sprachlich präzise kreiert die Autorin Spannungsbögen, nur um mich dann verständnislos drein blickend zurückzulassen. Das ist ok. Ich habe die Wahl. Kann darüber nachdenken oder einfach weiterlesen. Meist las ich einfach weiter. Hängen geblieben sind vor allem drei Geschichten, wobei mir die erste (Selbstmordthema) und die letzte (Gewaltausbruch gegenüber einer Frau) am eindringlichsten im Gedächtnis blieben, beim Lesen den Atem stocken und mich äußerst unwohl zurück ließen. Ich mag, wenn es mir Geschichten nicht so einfach machen. Deshalb las ich immer weiter und hoffte auf eine Auflösung am Ende. Die gibt die Autorin auch im Nachwort. Das hilft ein klein wenig beim Einordnen. Aber mehr nicht. Und ja… Cover-Texte… die führten mich hier wieder mal in die Irre: “Gestochen scharfe Horrorgeschichten”.. ich hatte mehr Phantastik erwartet, obwohl das Werk dem literarischen Genre der “Phantastischen Erzählungen” zugeschrieben wird. Und während ich das hier schreibe und dabei darüber nachdenke, komme ich doch zu dem Schluss. Ok. Das war gestochen scharfer Horror. Mir aber teils zu real. Ich hatte mehr etwas in Richtung Stephen King erwartet. Also wenn das hier eher negativ rüber kommt, ist so nicht gemeint. Sondern ich versuche nur die Diskrepanz zu meiner Erwartungshaltung zu zeigen. Lest. Es ist kurzweilig. Es gibt Einblick in menschliche Alltagsabgründe, die gar nicht so fern sind. Man sollte nur Lust auf eine tiefere Auseinandersetzung mit den Texten haben. Diese fehlte mir.
Jun 28, 2026
Dieser Erzählband mit sechs Kurzgeschichten verlangte mir Durchhaltevermögen ab. Dennoch lohnte sich das Lesen.
Durchhalten: Nicht weil die Geschichten langatmig waren. Im Gegenteil, Schweblin bringt mit ihren präzisen Alltagsbeschreibungen teils bekannte Szenen in den Fokus, die sich leicht weglesen lassen und mich dann ins Grübeln über das Gelesene versetzten. Und das ist das Problem. Mein Problem? Von sechs Geschichten kapiere ich tatsächlich gerade mal so zwei. Sprachlich präzise kreiert die Autorin Spannungsbögen, nur um mich dann verständnislos drein blickend zurückzulassen. Das ist ok. Ich habe die Wahl. Kann darüber nachdenken oder einfach weiterlesen. Meist las ich einfach weiter. Hängen geblieben sind vor allem drei Geschichten, wobei mir die erste (Selbstmordthema) und die letzte (Gewaltausbruch gegenüber einer Frau) am eindringlichsten im Gedächtnis blieben, beim Lesen den Atem stocken und mich äußerst unwohl zurück ließen. Ich mag, wenn es mir Geschichten nicht so einfach machen. Deshalb las ich immer weiter und hoffte auf eine Auflösung am Ende. Die gibt die Autorin auch im Nachwort. Das hilft ein klein wenig beim Einordnen. Aber mehr nicht. Und ja… Cover-Texte… die führten mich hier wieder mal in die Irre: “Gestochen scharfe Horrorgeschichten”.. ich hatte mehr Phantastik erwartet, obwohl das Werk dem literarischen Genre der “Phantastischen Erzählungen” zugeschrieben wird. Und während ich das hier schreibe und dabei darüber nachdenke, komme ich doch zu dem Schluss. Ok. Das war gestochen scharfer Horror. Mir aber teils zu real. Ich hatte mehr etwas in Richtung Stephen King erwartet. Also wenn das hier eher negativ rüber kommt, ist so nicht gemeint. Sondern ich versuche nur die Diskrepanz zu meiner Erwartungshaltung zu zeigen. Lest. Es ist kurzweilig. Es gibt Einblick in menschliche Alltagsabgründe, die gar nicht so fern sind. Man sollte nur Lust auf eine tiefere Auseinandersetzung mit den Texten haben. Diese fehlte mir.
Jun 28, 2026






