Das Grab des Webers

Das Grab des Webers

Hardback
4.45

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Description

Der Tod ist nicht das Ende – nicht für dieses Prachtexemplar von einem alten Mann, der auf der Suche nach seinem Grab alles auf Trab hält.
Mortimer Hehir, der Weber, ist endlich tot, jetzt soll er unter die Erde kommen. Aber nicht irgendwo, sondern auf einem bestimmten Friedhof in einem Dorf irgendwo in Irland in dem für ihn und nur für ihn bestimmten Grab. Sein Leben lang ist er den Menschen, mit denen er es geteilt hat, damit in den Ohren gelegen. Auch seiner vierten, sehr viel jüngeren Frau, die sich nun mit zwei Totengräbern, die Zwillinge sein könnten, auf die Suche macht. Denn niemand kann sich erinnern, wo die Grabstelle liegt. Außer vielleicht die drei alten Männer im Dorf, die noch leben. Aber die sind sich nicht nur nicht einig, sondern sie sind zudem störrisch und streitbar undrechthaberisch.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Hardback
Pages
96
Price
21.00 €

Author Description

Seumas O'Kelly, zwischen 1875 und 1881 in Loughrea im County Galway, Irland, geboren, 1918 in Dublin gestorben, war ein irischer Journalist und Schriftsteller. Er arbeitete für verschiedene Zeitungen, ehe er 1918 die Leitung von The Nationality, einer Zeitschrift der Sinn Féin, übernahm. Im November stürmten britische Soldaten und Loyalisten die Redaktion, O’Kelly erlitt einen Zusammenbruch und starb an einer Hirnblutung. Seine Kurzgeschichte »The Weaver’s Grave« gilt als ein Meisterwerk des Genres.

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1
All
5

Sternebewertung fiktiv

Die Iren. Wirklich. Ich liebe diesen trockenen, leicht bitteren Humor, bei dem man nie genau weiß, ob man jetzt lachen darf oder gerade lacht, obwohl es eigentlich um einen Toten geht. Knapp 90 Seiten. Und man denkt erst, das ist doch schnell erzählt. Ist es auch. Aber was da alles drinsteckt, ist herrlich. Der Weber Mortimer Hehir ist tot. Und wie es sich für einen sturen Iren gehört, hat er noch zu Lebzeiten exakt festgelegt, wo er begraben werden will. Unter einem ganz bestimmten Baum. War es eine Ulme? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Jedenfalls hat er jahrelang alle damit genervt, inklusive seiner drei vorherigen Ehefrauen. Nun darf sich seine vierte, deutlich jüngere Witwe darum kümmern. Was zunächst simpel klingt, „Findet halt das Grab!“ entwickelt sich zur kleinen Dorf-Odyssee. Zwei Totengräber werden aufgetrieben. Die müssten es doch wissen. Tun sie theoretisch auch. Praktisch sind sie zerstritten, schwerhörig und sitzen mit dem Rücken zueinander, in gepflegter gegenseitiger Verachtung. Ich musste mehrfach grinsen. Während also Mortimer mit Pennys auf den Augenlidern und Kruzifix in der Hand im Kerzenschein aufgebahrt liegt, diskutiert das Dorf über Baumarten, alte Geschichten und darüber, wer eigentlich wem noch etwas schuldet. Der Tod wirkt hier weniger tragisch als vielmehr absurd begleitet und genau das macht den Reiz aus. Dieser bissige, trockene Humor funktioniert nur, wenn man ihn mag. Wenn man mit Sarkasmus umgehen kann und keine pathetische Trauergeschichte erwartet. Für mich war es genau richtig, kurz, knackig, humorvoll und eigenwillig. Und ganz ehrlich? Irland steht danach wieder ein Stück höher auf meiner Bucket List. Ein kleines Buch, das man wunderbar verschenken kann, an Menschen mit Sinn für schwarzen Humor.

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