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Judith W. Taschler hat mit ihrem Buch "Das Geburtstagsfest" einen sehr bewegenden Roman über die Willkürherrschaft der Roten Khmer in Kambodscha, die Auswirkungen von Krieg und Lebenslügen im Allgemeinen geschrieben. Zum 50. Geburtstag von Kim Mey lädt sein jüngster Sohn Tevi, das Mädchen, mit dem sein Vater als Kind gemeinsam aus Kambodscha geflüchtet ist, ein. Kim und Tevi wurden 1980 nach ihrer Ankunft in Österreich als Pflegekinder von Ines, mit der Kim jetzt verheiratet ist, und ihrer Mutter aufgenommen. Durch die Begegnung mit Tevi brechen jedoch alte Wunden auf. In Rückblenden werden die Geschichten der beiden Kinder, die aus sehr unterschiedlichen Verhältnissen stammen, während der Schreckensherrschaft der Roten Khmer erzählt. Man erfährt, wie das "Neue Volk", also Intellektuelle wie Ärzte, Lehrer, Führungskräfte sowie die gesamte Stadtbevölkerung von den Roten Khmer auf brutalste Weise getötet wurden, da die Macht an das "Alte Volk", die Bauern, gehen sollte. Kinder wurden zu Kindersoldaten gemacht, die Bevölkerung zu Zwangsarbeit verpflichtet und wegen geringster Vergehen hingerichtet. Die Autorin verwebt dabei gekonnt die verschiedenen Zeitebenen, man erfährt häppchenweise die Geschichte der beiden Kinder, zwischendurch springt sie auch in die 1980er und 1990er. Die Geschichte der Familien von Kim und Tevi hat mich sehr berührt, zudem ist das Buch äußerst spannend geschrieben; am Ende enthält es einen unerwarteten Plot Twist. Große Leseempfehlung.
Sep 12, 2024
Judith W. Taschler hat mit ihrem Buch "Das Geburtstagsfest" einen sehr bewegenden Roman über die Willkürherrschaft der Roten Khmer in Kambodscha, die Auswirkungen von Krieg und Lebenslügen im Allgemeinen geschrieben. Zum 50. Geburtstag von Kim Mey lädt sein jüngster Sohn Tevi, das Mädchen, mit dem sein Vater als Kind gemeinsam aus Kambodscha geflüchtet ist, ein. Kim und Tevi wurden 1980 nach ihrer Ankunft in Österreich als Pflegekinder von Ines, mit der Kim jetzt verheiratet ist, und ihrer Mutter aufgenommen. Durch die Begegnung mit Tevi brechen jedoch alte Wunden auf. In Rückblenden werden die Geschichten der beiden Kinder, die aus sehr unterschiedlichen Verhältnissen stammen, während der Schreckensherrschaft der Roten Khmer erzählt. Man erfährt, wie das "Neue Volk", also Intellektuelle wie Ärzte, Lehrer, Führungskräfte sowie die gesamte Stadtbevölkerung von den Roten Khmer auf brutalste Weise getötet wurden, da die Macht an das "Alte Volk", die Bauern, gehen sollte. Kinder wurden zu Kindersoldaten gemacht, die Bevölkerung zu Zwangsarbeit verpflichtet und wegen geringster Vergehen hingerichtet. Die Autorin verwebt dabei gekonnt die verschiedenen Zeitebenen, man erfährt häppchenweise die Geschichte der beiden Kinder, zwischendurch springt sie auch in die 1980er und 1990er. Die Geschichte der Familien von Kim und Tevi hat mich sehr berührt, zudem ist das Buch äußerst spannend geschrieben; am Ende enthält es einen unerwarteten Plot Twist. Große Leseempfehlung.
Sep 12, 2024







