Das Geburtstagsfest
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Zu seinem 50. Geburtstag wollen die drei Kinder von Kim Mey ihren Vater mit einem besonderen Gast überraschen: Ohne sein Wissen haben sie Tevy Gardiner eingeladen, jene Frau, mit der Kim als Kind aus Kambodscha geflohen ist. Und die er seit 25 Jahren nicht mehr gesehen hat. Doch statt sich wie erwartet zu freuen, reagiert Kim seltsam abweisend. Auch Ines, die Mutter der drei, begegnet Tevy unterkühlt. Was Kim und Ines jahrzehntelang verschwiegen haben, verschafft sich nun unaufhaltsam Gehör: die wahren Begleitumstände jener dramatischen Flucht und das schreckliche Ende einer großen Liebe.
Book Information
Author Description
Autorenvita: Judith W. Taschler, 1970 in Linz geboren, ist im Mühlviertel aufgewachsen. Nach einem Auslandsaufenthalt und verschiedenen Jobs studierte sie Germanistik und Geschichte. Die in Innsbruck lebende Autorin schreibt Romane für ein breites Publikum. Auf der Basis berührender, eindringlicher Geschichten mit Identifikationspotential fesselt sie literarisch und belletristisch orientierte Leser gleichermaßen. Das brachte ihr für den Roman "Die Deutschlehrerin" im Jahr 2014 den Friedrich-Glauser-Preis ein sowie den Einstieg in die Spiegel-Bestsellerliste. Auch mit den nachfolgenden Romanen "Roman ohne U", "bleiben", "David" und "Das Geburtstagsfest" begeisterte sie Publikum wie Kritiker.Weitere Informationen unter: www.jwtaschler.at
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Judith W. Taschler hat mit ihrem Buch "Das Geburtstagsfest" einen sehr bewegenden Roman über die Willkürherrschaft der Roten Khmer in Kambodscha, die Auswirkungen von Krieg und Lebenslügen im Allgemeinen geschrieben. Zum 50. Geburtstag von Kim Mey lädt sein jüngster Sohn Tevi, das Mädchen, mit dem sein Vater als Kind gemeinsam aus Kambodscha geflüchtet ist, ein. Kim und Tevi wurden 1980 nach ihrer Ankunft in Österreich als Pflegekinder von Ines, mit der Kim jetzt verheiratet ist, und ihrer Mutter aufgenommen. Durch die Begegnung mit Tevi brechen jedoch alte Wunden auf. In Rückblenden werden die Geschichten der beiden Kinder, die aus sehr unterschiedlichen Verhältnissen stammen, während der Schreckensherrschaft der Roten Khmer erzählt. Man erfährt, wie das "Neue Volk", also Intellektuelle wie Ärzte, Lehrer, Führungskräfte sowie die gesamte Stadtbevölkerung von den Roten Khmer auf brutalste Weise getötet wurden, da die Macht an das "Alte Volk", die Bauern, gehen sollte. Kinder wurden zu Kindersoldaten gemacht, die Bevölkerung zu Zwangsarbeit verpflichtet und wegen geringster Vergehen hingerichtet. Die Autorin verwebt dabei gekonnt die verschiedenen Zeitebenen, man erfährt häppchenweise die Geschichte der beiden Kinder, zwischendurch springt sie auch in die 1980er und 1990er. Die Geschichte der Familien von Kim und Tevi hat mich sehr berührt, zudem ist das Buch äußerst spannend geschrieben; am Ende enthält es einen unerwarteten Plot Twist. Große Leseempfehlung.
Hat mich von der Handlung nicht sehr überzeugt. Erzählt wird von zwei Kriegsflüchtlinge, die adoptiert werden. Beide verbindet das Schicksal ihrer Kindheit.Gehen dann aber getrennte Wege um sich zum Schluss bei den Geburtstagsfest die Fehler aus der Vergangenheit an den Kopf zu werfen. Dies ist der eine Erzählstrang. Im zweiten erleben wir die beiden Protagonisten in ihrer Kindheit und was für ein Grauen sie in ihrem Land erleben. Dies finde ich viel interessanter. Zum Glück ist der Schreibstil der Autorin recht angenehm und so konnte ich das Buch auch bis zum Ende lesen.
Fünf Sterne ⭐⭐⭐⭐⭐ Ich muss sagen, dass das Cover so gar nicht zum Inhalt passt. Ich habe etwas ganz anderes erwartet als ich "das Geburtstagsfest" begann zu lesen. Ich habe nicht so einen tiefgründigen und emotionalen Roman erwartet. Zu seinen 50. Geburtstag wollen die Kinder von Kim Mey ihren Vater überraschen. Sie haben Tevi Gardiner zu sich nach Österreich eingeladen, jene Frau mit der Kim als Kind aus Kambodscha geflogen ist. Doch Kim reagiert ungewöhnlich abwesend. Es wird in verschiedenen Perspektiven erzählt und zu verschiedenen Jahreszeiten gesprungen. Es geht in den Roman um Kambodscha und die rote Khmer, die damals mit außerordentlicher Brutalität herrschten. Es ist ein recht grausam und einfach unverständlich was damals geschah. Mich hat diese Geschichte total erschüttert. Sie war unheimlich spannend und hat mich total mitgerissen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Vom Anfang bis zum Ende durchgehend spannend. Und mal wieder im Stil von Judith Taschler unvorhersehbar! Selbst wenn man sich noch nie mit der Geschichte Kambodschas auseinandergesetzt hat, kann man der Geschichte gut folgen. Die Geschichte ist unglaublich berührend, grausam, schön und frustrierend zugleich. Eine große Empfehlung!
Wieder einmal muss ich feststellen, dass ich dem Buch ein anderes Cover gewünscht hätte. Eines welches nicht vermuten lässt man hätte einen leichten Unterhaltungsroman vor sich, denn das at man hier mitnichten. Der Roman erzählt die grausame Geschichte der roten Khmer und dessen Gräueltaten in Kambodscha. Sehr eindringlich, ohne voyeuristisch zu sein, geht die Autorin auf die Geschehnisse ein und bindet sie in eine Familiegeschichte. Mich hat das alles sehr bewegt, da ich von den politischen Geschehnissen sehr wenig wusste.
Eine sehr bewegende Geschichte mit sehr viel Hintergrundinformationen über die Rote Khmer und ihre Gräueltaten, verdrängte Erlebnisse, Intrigen und auch Liebe. Erst im letzten Viertel des Buches habe ich erkannt, dass die Zeitgeschichte der Familie Mey in Kambodscha nicht von dem mir angenommenen Protagonisten erzählt wird. Ein aufsehenerregendes Buch und eine ausgesprochene Empfehlung 👍
Dem Cover und Titel zur Folge hatte ich ein lockeres Buch erwartet. Das dieses Buch mich umhauen wird, ja mich um den Schlaf bringen würde, hatte ich nicht erwartet. DAS GEBURTSTAGSFEST Judith W. Taschler Alles beginnt mit einem Geburtstagsfest: Kim, gebürtiger Khmer, wird 50 Jahre alt. Obwohl sie weiß, dass Kim derartige Überraschungen und Partys zu seinem Geburtstag nicht mag, richtet seine Frau Ines hinter seinem Rücken ein großes Fest aus. Auch der Jüngste der drei Kinder möchte den Vater überraschen: Er lädt Tivi ein. Die Frau, der Kim damals geholfen hat, aus Kambodscha über Thailand nach Österreich zu fliehen. Sie haben sich damals aus den Augen verloren - denkt der jüngste Spross. Doch das hinter der einstigen Freundschaft eine ganz andere Wahrheit steckt, wissen nur Tivi und Kim. Es ist eine Geschichte über die Schreckensherrschaft der Roten Khmer, die die Elite und gebildeten Menschen töteten, um eine neue Gesellschaft zu gründen. Die Umsetzung war fürchterlich: Kindersoldaten töteten willkürlich - und man geht davon aus, dass mindestens 1,7 Millionen Menschen durch Folter und Hinrichtung, aber auch durch Hunger, Krankheit und Auszehrung starben. Kim war einer dieser Kindersoldaten im Pol Pot-Regime. Durch die geschickten Wechsel der Schauplätze in unterschiedlichen Zeitebenen sowie das Einbringen von verschiedenen Erzählerperspektiven schafft es die Autorin perfekt, uns mit in das grausame Geschehen zu ziehen. Das Buch geht unter die Haut und ist nichts für schwache Nerven. Das Ende gefiel mir gut, hätte aber 30 Seiten länger sein dürfen. Tragisch und spannend, ein Buch, was man gelesen haben muss - am besten bereits im Klassenverband in der Oberstufe. 5+/ 5 Die Bilder, die ihr seht, habe ich 2016 auf den Killing Fields gemacht. Der Baum spielt hier in der Geschichte eine Rolle. In der Zelle des Tuol-Sleng-Genozid Gefängnisses können die Insassen sich nicht ausstrecken - hier sassen mindestens zwei Inhaftierte in einer Zelle.
Das war mein erstes Buch, das ich von Judith Taschler gelesen habe. Eher „mal so zum Probieren“ aus der Bücherei mitgenommen, ohne große Erwartungen. Und ich war sehr positiv überrascht! Interessantes Thema, ich hatte bis dahin wenig über Kambodscha gewusst. Gut erzählte Geschichte. Ich habe daraufhin fast alle Bücher von Judith Taschler gelesen.
Der Ritterschlag: 6 von 5 Sternen
*Das Geburtstagsfest* Judith W.Taschler Unter dem Deckmantel dieses unschuldig klingenden Titels verbirgt sich ein Buch, das es in sich hat. Vordergründig geht es um den nunmehr 50-jährigen Kim, der anlässlich seines Geburtstags mit dem Besuch seiner Jugendfreundin Tevi überrascht werden soll. Sehr schnell wird aber klar, dass dieses Buch deutlich mehr Tiefe hat. Denn es beschäftigt sich mit dem Bürgerkrieg in Kambodscha und der Herrschaft der roten Khmer, welche ein Regime der Gewalt und des Schreckens über das Land brachten. Gleichzeitig ist "das Geburtstagsfest" ein Buch, das viele moralische und ethnische Fragen aufwirft ohne selbst den moralischen Zeigefinger zu erheben. Einfühlsam, multiperspektivisch und überaus kurzweilig schafft es Judith W. Taschler einen Roman zu kreieren, der mir nicht nur ein völlig neues Thema, nämlich die Geschichte Kambodschas näher bringt, sondern mich gleichzeitig auf hohen Niveau unterhält. Schön, dass Autorinnen wie sie, mich immer wieder daran erinnern, was Literatur kann. Den Horizont erweitern, die Welt näher bringen und zum Denken anregen. Eine ganz große Leseempfehlung. Der Ritterschlag: 6 von 5 Sternen 🌟

Was für ein beeindruckendes Buch. In einer fiktionalen Geschichte eingebettet erfährt man viel über die Geschichte Kambodschas während der schrecklichen „Herrschaft“ der Roten Khmer. Oft kaum aushaltbar, zum Glück nicht zu bildhaft beschrieben, dennoch bekommt man einen guten Einblick wie schrecklich das Leben der Menschen vor noch nicht einmal 50 Jahren in Kambodscha war. Auch die fiktive Geschichte ist gelungen!
verlässlich on point.
ich habe noch nicht ein buch von der autorin gelesen/gehört was mir nach dem zuschlagen direkt flüchtig geworden ist. auch bei diesem ist ein emotionales thema verwebt, mit dem ich sonst nicht in kontakt gekommen wäre. mir gefallen besonders gut, die insgesamt einfache sprache mit fachlichem wissen abgeschmeckt. und auch wenn man weiß, dass es in jedem ihrer romane, einen twist, ein unbemerktes hinters licht führen gibt, ist man doch jedes mal wieder überrascht. auch dann, wenn zuvor beim lesen schonmal der gedanke aufgekommen ist „vllt ist es ja eig so herum“. großen dank für das werk dieser autorin - nachschub wäre schön :)
Der Inhalt kam völlig unerwartet.
Ich hatte anhand des Klappentextes etwas völlig anderes erwartet. Ein Großteil des Romans spielt im Bürgerkrieg von Kambodscha und zeigt die Grausamkeiten zu Zeiten der roten Khmer. Der Roman ist sprachlich sehr gut und wunderbar zu lesen. Es gab bei mir die ein oder andere Irritation, sowohl was manche Begrifflichkeiten angingen, als auch ganz grundsätzlich die Tatsache, dass eine weiße Autorin diese Geschichte erzählt. Das darf Sie natürlich absolut. Die Perspektive einer kambodschanischen Autorin wäre mir jedoch lieber gewesen.
Klar zu empfehlen!
Wie unterschiedlich manchmal die Vergangenheit erinnert, gesehen und interpretiert wird, kennt vielleicht jeder Mensch, der Geschwister hat, und sich mit ihnen über die Kindheit unterhält. Aber wenn in der Vergangenheit schlimmste, unsägliche Dinge passiert sind, die zusammenschweißen einerseits, aber auch jedes Beisammensein überschatten, ist die Gegenwart nur schwer schmerzfrei zu gestalten... Ein spannendes Buch bis zum Schluss, auch in diesem wechselt die Autorin die Erzählperspektiven und Zeiten, die Figuren sind gekonnt beschrieben. Es verbindet sich Geschichte mit Fiktion, emotional und literarisch ansprechend, und immer so, dass man weiß, es hätte genau so gewesen sein können. An manchen Stellen sind die Schilderungen sehr brutal, einige Szenen sind aufwühlend und schwer zu ertragen. Und ich finde es großartig, dass die Autorin eine so sachliche, aber niemals kalte Sprache dafür gefunden hat. Ein wirklich lesenswertes Buch, das ich unbedingt weiterempfehlen möchte!
Ich wusste nicht viel über die Geschichte Kambodschas, insbesondere über die Schreckensherrschaft der Roten Khmer. Das ist jetzt anders und wird mich sicherlich noch in Gedanken weiter beschäftigen. Das Buch ist spannend geschrieben und springt immer zwischen dem 50. Geburtstagsfest von Kim im Jahr 2016 und der Vergangenheit hin und her. So kommen langsam die Puzzleteile seines Lebens zusammen.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Zu seinem 50. Geburtstag wollen die drei Kinder von Kim Mey ihren Vater mit einem besonderen Gast überraschen: Ohne sein Wissen haben sie Tevy Gardiner eingeladen, jene Frau, mit der Kim als Kind aus Kambodscha geflohen ist. Und die er seit 25 Jahren nicht mehr gesehen hat. Doch statt sich wie erwartet zu freuen, reagiert Kim seltsam abweisend. Auch Ines, die Mutter der drei, begegnet Tevy unterkühlt. Was Kim und Ines jahrzehntelang verschwiegen haben, verschafft sich nun unaufhaltsam Gehör: die wahren Begleitumstände jener dramatischen Flucht und das schreckliche Ende einer großen Liebe.
Book Information
Author Description
Autorenvita: Judith W. Taschler, 1970 in Linz geboren, ist im Mühlviertel aufgewachsen. Nach einem Auslandsaufenthalt und verschiedenen Jobs studierte sie Germanistik und Geschichte. Die in Innsbruck lebende Autorin schreibt Romane für ein breites Publikum. Auf der Basis berührender, eindringlicher Geschichten mit Identifikationspotential fesselt sie literarisch und belletristisch orientierte Leser gleichermaßen. Das brachte ihr für den Roman "Die Deutschlehrerin" im Jahr 2014 den Friedrich-Glauser-Preis ein sowie den Einstieg in die Spiegel-Bestsellerliste. Auch mit den nachfolgenden Romanen "Roman ohne U", "bleiben", "David" und "Das Geburtstagsfest" begeisterte sie Publikum wie Kritiker.Weitere Informationen unter: www.jwtaschler.at
Posts
Judith W. Taschler hat mit ihrem Buch "Das Geburtstagsfest" einen sehr bewegenden Roman über die Willkürherrschaft der Roten Khmer in Kambodscha, die Auswirkungen von Krieg und Lebenslügen im Allgemeinen geschrieben. Zum 50. Geburtstag von Kim Mey lädt sein jüngster Sohn Tevi, das Mädchen, mit dem sein Vater als Kind gemeinsam aus Kambodscha geflüchtet ist, ein. Kim und Tevi wurden 1980 nach ihrer Ankunft in Österreich als Pflegekinder von Ines, mit der Kim jetzt verheiratet ist, und ihrer Mutter aufgenommen. Durch die Begegnung mit Tevi brechen jedoch alte Wunden auf. In Rückblenden werden die Geschichten der beiden Kinder, die aus sehr unterschiedlichen Verhältnissen stammen, während der Schreckensherrschaft der Roten Khmer erzählt. Man erfährt, wie das "Neue Volk", also Intellektuelle wie Ärzte, Lehrer, Führungskräfte sowie die gesamte Stadtbevölkerung von den Roten Khmer auf brutalste Weise getötet wurden, da die Macht an das "Alte Volk", die Bauern, gehen sollte. Kinder wurden zu Kindersoldaten gemacht, die Bevölkerung zu Zwangsarbeit verpflichtet und wegen geringster Vergehen hingerichtet. Die Autorin verwebt dabei gekonnt die verschiedenen Zeitebenen, man erfährt häppchenweise die Geschichte der beiden Kinder, zwischendurch springt sie auch in die 1980er und 1990er. Die Geschichte der Familien von Kim und Tevi hat mich sehr berührt, zudem ist das Buch äußerst spannend geschrieben; am Ende enthält es einen unerwarteten Plot Twist. Große Leseempfehlung.
Hat mich von der Handlung nicht sehr überzeugt. Erzählt wird von zwei Kriegsflüchtlinge, die adoptiert werden. Beide verbindet das Schicksal ihrer Kindheit.Gehen dann aber getrennte Wege um sich zum Schluss bei den Geburtstagsfest die Fehler aus der Vergangenheit an den Kopf zu werfen. Dies ist der eine Erzählstrang. Im zweiten erleben wir die beiden Protagonisten in ihrer Kindheit und was für ein Grauen sie in ihrem Land erleben. Dies finde ich viel interessanter. Zum Glück ist der Schreibstil der Autorin recht angenehm und so konnte ich das Buch auch bis zum Ende lesen.
Fünf Sterne ⭐⭐⭐⭐⭐ Ich muss sagen, dass das Cover so gar nicht zum Inhalt passt. Ich habe etwas ganz anderes erwartet als ich "das Geburtstagsfest" begann zu lesen. Ich habe nicht so einen tiefgründigen und emotionalen Roman erwartet. Zu seinen 50. Geburtstag wollen die Kinder von Kim Mey ihren Vater überraschen. Sie haben Tevi Gardiner zu sich nach Österreich eingeladen, jene Frau mit der Kim als Kind aus Kambodscha geflogen ist. Doch Kim reagiert ungewöhnlich abwesend. Es wird in verschiedenen Perspektiven erzählt und zu verschiedenen Jahreszeiten gesprungen. Es geht in den Roman um Kambodscha und die rote Khmer, die damals mit außerordentlicher Brutalität herrschten. Es ist ein recht grausam und einfach unverständlich was damals geschah. Mich hat diese Geschichte total erschüttert. Sie war unheimlich spannend und hat mich total mitgerissen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Vom Anfang bis zum Ende durchgehend spannend. Und mal wieder im Stil von Judith Taschler unvorhersehbar! Selbst wenn man sich noch nie mit der Geschichte Kambodschas auseinandergesetzt hat, kann man der Geschichte gut folgen. Die Geschichte ist unglaublich berührend, grausam, schön und frustrierend zugleich. Eine große Empfehlung!
Wieder einmal muss ich feststellen, dass ich dem Buch ein anderes Cover gewünscht hätte. Eines welches nicht vermuten lässt man hätte einen leichten Unterhaltungsroman vor sich, denn das at man hier mitnichten. Der Roman erzählt die grausame Geschichte der roten Khmer und dessen Gräueltaten in Kambodscha. Sehr eindringlich, ohne voyeuristisch zu sein, geht die Autorin auf die Geschehnisse ein und bindet sie in eine Familiegeschichte. Mich hat das alles sehr bewegt, da ich von den politischen Geschehnissen sehr wenig wusste.
Eine sehr bewegende Geschichte mit sehr viel Hintergrundinformationen über die Rote Khmer und ihre Gräueltaten, verdrängte Erlebnisse, Intrigen und auch Liebe. Erst im letzten Viertel des Buches habe ich erkannt, dass die Zeitgeschichte der Familie Mey in Kambodscha nicht von dem mir angenommenen Protagonisten erzählt wird. Ein aufsehenerregendes Buch und eine ausgesprochene Empfehlung 👍
Dem Cover und Titel zur Folge hatte ich ein lockeres Buch erwartet. Das dieses Buch mich umhauen wird, ja mich um den Schlaf bringen würde, hatte ich nicht erwartet. DAS GEBURTSTAGSFEST Judith W. Taschler Alles beginnt mit einem Geburtstagsfest: Kim, gebürtiger Khmer, wird 50 Jahre alt. Obwohl sie weiß, dass Kim derartige Überraschungen und Partys zu seinem Geburtstag nicht mag, richtet seine Frau Ines hinter seinem Rücken ein großes Fest aus. Auch der Jüngste der drei Kinder möchte den Vater überraschen: Er lädt Tivi ein. Die Frau, der Kim damals geholfen hat, aus Kambodscha über Thailand nach Österreich zu fliehen. Sie haben sich damals aus den Augen verloren - denkt der jüngste Spross. Doch das hinter der einstigen Freundschaft eine ganz andere Wahrheit steckt, wissen nur Tivi und Kim. Es ist eine Geschichte über die Schreckensherrschaft der Roten Khmer, die die Elite und gebildeten Menschen töteten, um eine neue Gesellschaft zu gründen. Die Umsetzung war fürchterlich: Kindersoldaten töteten willkürlich - und man geht davon aus, dass mindestens 1,7 Millionen Menschen durch Folter und Hinrichtung, aber auch durch Hunger, Krankheit und Auszehrung starben. Kim war einer dieser Kindersoldaten im Pol Pot-Regime. Durch die geschickten Wechsel der Schauplätze in unterschiedlichen Zeitebenen sowie das Einbringen von verschiedenen Erzählerperspektiven schafft es die Autorin perfekt, uns mit in das grausame Geschehen zu ziehen. Das Buch geht unter die Haut und ist nichts für schwache Nerven. Das Ende gefiel mir gut, hätte aber 30 Seiten länger sein dürfen. Tragisch und spannend, ein Buch, was man gelesen haben muss - am besten bereits im Klassenverband in der Oberstufe. 5+/ 5 Die Bilder, die ihr seht, habe ich 2016 auf den Killing Fields gemacht. Der Baum spielt hier in der Geschichte eine Rolle. In der Zelle des Tuol-Sleng-Genozid Gefängnisses können die Insassen sich nicht ausstrecken - hier sassen mindestens zwei Inhaftierte in einer Zelle.
Das war mein erstes Buch, das ich von Judith Taschler gelesen habe. Eher „mal so zum Probieren“ aus der Bücherei mitgenommen, ohne große Erwartungen. Und ich war sehr positiv überrascht! Interessantes Thema, ich hatte bis dahin wenig über Kambodscha gewusst. Gut erzählte Geschichte. Ich habe daraufhin fast alle Bücher von Judith Taschler gelesen.
Der Ritterschlag: 6 von 5 Sternen
*Das Geburtstagsfest* Judith W.Taschler Unter dem Deckmantel dieses unschuldig klingenden Titels verbirgt sich ein Buch, das es in sich hat. Vordergründig geht es um den nunmehr 50-jährigen Kim, der anlässlich seines Geburtstags mit dem Besuch seiner Jugendfreundin Tevi überrascht werden soll. Sehr schnell wird aber klar, dass dieses Buch deutlich mehr Tiefe hat. Denn es beschäftigt sich mit dem Bürgerkrieg in Kambodscha und der Herrschaft der roten Khmer, welche ein Regime der Gewalt und des Schreckens über das Land brachten. Gleichzeitig ist "das Geburtstagsfest" ein Buch, das viele moralische und ethnische Fragen aufwirft ohne selbst den moralischen Zeigefinger zu erheben. Einfühlsam, multiperspektivisch und überaus kurzweilig schafft es Judith W. Taschler einen Roman zu kreieren, der mir nicht nur ein völlig neues Thema, nämlich die Geschichte Kambodschas näher bringt, sondern mich gleichzeitig auf hohen Niveau unterhält. Schön, dass Autorinnen wie sie, mich immer wieder daran erinnern, was Literatur kann. Den Horizont erweitern, die Welt näher bringen und zum Denken anregen. Eine ganz große Leseempfehlung. Der Ritterschlag: 6 von 5 Sternen 🌟

Was für ein beeindruckendes Buch. In einer fiktionalen Geschichte eingebettet erfährt man viel über die Geschichte Kambodschas während der schrecklichen „Herrschaft“ der Roten Khmer. Oft kaum aushaltbar, zum Glück nicht zu bildhaft beschrieben, dennoch bekommt man einen guten Einblick wie schrecklich das Leben der Menschen vor noch nicht einmal 50 Jahren in Kambodscha war. Auch die fiktive Geschichte ist gelungen!
verlässlich on point.
ich habe noch nicht ein buch von der autorin gelesen/gehört was mir nach dem zuschlagen direkt flüchtig geworden ist. auch bei diesem ist ein emotionales thema verwebt, mit dem ich sonst nicht in kontakt gekommen wäre. mir gefallen besonders gut, die insgesamt einfache sprache mit fachlichem wissen abgeschmeckt. und auch wenn man weiß, dass es in jedem ihrer romane, einen twist, ein unbemerktes hinters licht führen gibt, ist man doch jedes mal wieder überrascht. auch dann, wenn zuvor beim lesen schonmal der gedanke aufgekommen ist „vllt ist es ja eig so herum“. großen dank für das werk dieser autorin - nachschub wäre schön :)
Der Inhalt kam völlig unerwartet.
Ich hatte anhand des Klappentextes etwas völlig anderes erwartet. Ein Großteil des Romans spielt im Bürgerkrieg von Kambodscha und zeigt die Grausamkeiten zu Zeiten der roten Khmer. Der Roman ist sprachlich sehr gut und wunderbar zu lesen. Es gab bei mir die ein oder andere Irritation, sowohl was manche Begrifflichkeiten angingen, als auch ganz grundsätzlich die Tatsache, dass eine weiße Autorin diese Geschichte erzählt. Das darf Sie natürlich absolut. Die Perspektive einer kambodschanischen Autorin wäre mir jedoch lieber gewesen.
Klar zu empfehlen!
Wie unterschiedlich manchmal die Vergangenheit erinnert, gesehen und interpretiert wird, kennt vielleicht jeder Mensch, der Geschwister hat, und sich mit ihnen über die Kindheit unterhält. Aber wenn in der Vergangenheit schlimmste, unsägliche Dinge passiert sind, die zusammenschweißen einerseits, aber auch jedes Beisammensein überschatten, ist die Gegenwart nur schwer schmerzfrei zu gestalten... Ein spannendes Buch bis zum Schluss, auch in diesem wechselt die Autorin die Erzählperspektiven und Zeiten, die Figuren sind gekonnt beschrieben. Es verbindet sich Geschichte mit Fiktion, emotional und literarisch ansprechend, und immer so, dass man weiß, es hätte genau so gewesen sein können. An manchen Stellen sind die Schilderungen sehr brutal, einige Szenen sind aufwühlend und schwer zu ertragen. Und ich finde es großartig, dass die Autorin eine so sachliche, aber niemals kalte Sprache dafür gefunden hat. Ein wirklich lesenswertes Buch, das ich unbedingt weiterempfehlen möchte!
Ich wusste nicht viel über die Geschichte Kambodschas, insbesondere über die Schreckensherrschaft der Roten Khmer. Das ist jetzt anders und wird mich sicherlich noch in Gedanken weiter beschäftigen. Das Buch ist spannend geschrieben und springt immer zwischen dem 50. Geburtstagsfest von Kim im Jahr 2016 und der Vergangenheit hin und her. So kommen langsam die Puzzleteile seines Lebens zusammen.


























