Das böse Kind

Das böse Kind

by Sabine Kornbichler·Book 3 of 3
Softcover
3.816
SommerlektüreKristina MahloKrimiBelletristik

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Eine junge Frau gerät scheinbar aus dem Nichts in Panik, rennt vor ein Auto und stirbt – ein tragisches Unglück, und doch kommt Nachlassverwalterin Kristina Mahlo der Fall seltsam vor. Was kann die freie Lektorin von einem Moment auf den anderen so sehr in Schrecken versetzt haben? Im Nachlass der Toten entdeckt Kristina Hinweise auf ein Ereignis, das jede Sekunde im Leben der jungen Frau bestimmte. Und auf einen erbarmungslosen Täter, der allgegenwärtig scheint.

Book Information

Main Genre
Crime
Sub Genre
Female Detective
Format
Softcover
Pages
384
Price
10.30 €

Author Description

Sabine Kornbichler, geboren 1957, wuchs an der Nordsee auf und arbeitete in einer Frankfurter PR-Agentur, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Schon ihr Debüt »Klaras Haus« war ein großer Erfolg, ihr Kriminalroman »Das Verstummen der Krähe« wurde für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Sabine Kornbichler lebt und arbeitet als Autorin in der Nähe von München.

Posts

2
All
4

Spannend und gut durchdacht - mit Schwächen.

Ich fand die Kriminalgeschichte spannend und an sich gut durchdacht. Mir erschließt sich nur im Nachhinein nicht, warum ausgerechnet die Protagonistin all das ermitteln und erleben sollte. Es macht ein bisschen den Anschein, als hätte unbedingt mal jemand anders den Kriminalfall aufdecken sollen als die Polizei. Fairerweise sei dazu gesagt, dass das mein erstes Buch von Sabine Kornbichler war und mir damit vielleicht auch Hintergründe der Reihe fehlen. So war es mir auch ein bisschen zu viel private Geschichte und Romanze nebenbei - aber das ist sicher etwas anderes, wenn man sich schon über mehrere Bände mit den Personen identifiziert.

Spannend und gut durchdacht - mit Schwächen.
1

Der Klappentext klingt vielversprechend und auch das Buch hat mich zunächst gepackt. Sabine Kornbichler hat einen angenehmen Schreibstil, der mich erst einmal bei der Stange gehalten hat. Aber leider war es dann im Kern schon. Relativ schnell ist klar, wer der Täter ist und ab diesem Moment der Erkenntnis ist die Lektüre ausgesprochen zäh gewesen, weil ich im Grunde genommen nur noch zum Ende gelangen wollte, um in Erfahrung zu bringen, ob ich richtig liege und wie der Täter zur Strecke gebracht wird. Nun ist das Problem, dass Frau Kornbichler offenbar ihre Leser für völlig verblödet gehalten und nicht damit gerechnet hat, dass ihr Täter (später Mörder) so schnell „enttarnt“ wird. Also präsentiert sie den Lesern einen weiteren „Verdächtigen“ (zumindest meint sie das, denn der Leser weiß es ohnehin besser, so dass dieses Manöver nur nervt). Außerdem bläht sie das Buch weiter auf, indem sie die privaten Geschichten ihrer Ich-Erzählerin bis zum Erbrechen in die Länge zieht, so dass der Kriminalfall (der keiner ist) teilweise völlig in den Hintergrund gerät. Versteht mich nicht falsch: Eine Ermittlung kann auch dann spannend sein, wenn man den Täter bereits kennt (Thomas Harris‘ Hannibal-Romane kommen mir da in den Sinn oder auch die Serie „Columbo“). Nur muss dann die Jagd selbst interessant sein. Aber davon ist Sabine Kornbichlers „Das böse Kind“ sehr weit entfernt. Erschwerend kommt hinzu, dass der Fall derart konstruiert wirkt, dass es einfach keinen Spaß macht. Jedenfalls scheinen weder die Ich-Erzählerin noch ihr Umfeld (in dem sich immerhin ein Detektiv und eine Undercover-Polizistin befinden) nicht gerade die hellsten Leuchten zu sein. Wäre auch schlimm, wenn es anders wäre, denn dann wäre das Buch höchstens 100 Seiten lang. Immerhin, das Finale fügt sich nahtlos dem vorangegangenen Schwachsinn ein: Es ist genauso langgezogen, schwachsinnig und konstruiert wie der Rest.

Create Post