Das Archiv der Träume
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Description
»Willkommen im Haus von Machado. Treten Sie ein in den verbotenen Raum. Genießen Sie den Augenblick, wenn der Boden unter Ihren Füßen wegbricht.« Parul Sehgal, The New York Times
Das Archiv der Träume ist Carmen Maria Machados ganz persönliche Geschichte und literarische Auseinandersetzung mit toxischen Beziehungen. Aber auch eine Geschichte des Heranwachsens und des sexuellen Erwachens im ländlichen Amerika.
Endlich scheint in den USA etwas in Bewegung zu geraten: Die gleichgeschlechtliche Ehe rückt in greifbare Nähe und Carmen Maria Machado stürzt sich in ihre erste große Beziehung zu einer Frau, die sich sehr bald als toxisch herausstellt. Kann man darüber schreiben, was wirklich passiert ist, und wenn ja, wie? Machado hat ihre Form gefunden. Mit jedem Kapitel durchschreitet sie ein anderes literarisches Topos: Gespensterhaus, Erotika, Bildungsroman. So entsteht ein Kaleidoskop, das sich genauso mit ihrer religiös geprägten Jugend wie den Stereotypen queerer Beziehungen oder popkulturellen Bezügen auseinandersetzt. Machado gelingt es, sich auf einzigartige Weise, voll Witz, Spielfreude und Lust am Ausprobieren, der harschen Realität von Gewalt in einer queeren Beziehung zu stellen. Am Ende steht ein fesselndes Buch, das die Grenzen autofiktionalen Erzählens sprengt und einmal mehr beweist, dass Machado eine der talentiertesten jungen literarischen Stimmen der USA ist.
Book Information
Author Description
Carmen Maria Machado, Autorin, Kritikerin und Essayistin. Ihre Arbeiten erschienen im »The New Yorker« und in zahlreichen weiteren Zeitschriften und Anthologien. Sie hat einen Master des Iowa Writer’s Workshop und wurde mit verschiedenen Schreib- und Aufenthaltsstipendien ausgezeichnet. Machados Debüt »Ihr Körper und andere Teilhaber« wurde für den National Book Award und 28 weitere Preise nominiert. Ausgezeichnet wurde es mit zehn Preisen, darunter der Bard Fiction Prize. Gemeinsam mit ihrer Frau lebt Machado in Philadelphia.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Großartig!
"Queere Menschen [...] haben Repräsentation, Schutz und gleiche Rechte nicht etwa verdient, weil sie alle miteinander so tugendhaft und rechtschaffen wären. Sie verdienen diese Dinge, weil sie Menschen sind, das genügt." S. 73. Ich gebe zu: Romane über toxische Beziehungen gab es in den letzten Jahren einige (und das finde ich gut). Auch ich habe bereits mehrere gelesen, manche mehr, manche weniger gern. Sie alle erzählten aber von heteronormativen Beziehungen, der Aggressor war in der Regel männlich, das "Opfer" weiblich. Wie aber sieht häusliche Gewalt in queeren Beziehungen aus? Carmen Maria Machado erzählt in ihrem autofiktionalen Roman "Das Archiv der Träume" von einer lesbischen Beziehung, die von emotionaler, psychischer und physischer Gewalt geprägt ist. Die Erkenntnis, die Protagonistin und Autorin irgendwann haben, ist ebenso traurig wie wahr: "Die meisten Formen häuslicher Gewalt sind vollkommen legal." S. 157. Und trotzdem ist da immer auch die Liebe, die Betroffene an Täter*innen bindet. Sie lässt sie Entschuldigungen finden, Gründe für das Verhalten der Partner*in. Wie wäre es z.B. mit Besessenheit? "Du willst eine Erklärung, die sie von jeder Verantwortung befreit, die das unverminderte Fortbestehen eurer Beziehung ermöglicht. Du willst anderen erklären können, was sie getan hat, ohne Entsetzen in ihren Gesichtern zu lesen." S. 185. Jede*r der/die selbst Erfahrungen mit toxischen Beziehungen machen musste, wird beim Lesen immer wieder wild mit dem Kopf nicken und sich sehr verstanden fühlen. Leser*innen, denen eigene Erfahrungen bisher erspart geblieben sind, können durch "Das Archiv der Träume" vielleicht lernen, Betroffene besser zu verstehen und Muster frühzeitig zu erkennen. Anders als andere Romane, die sich mit der Thematik befassen, schreibt Marchado eindringlich, aber wenig grafisch, emotional, aber nicht auf bildhafte Schockmomente fokussiert. Sie erzählt ihre Geschichte wie eine Art düsteres Märchen, zeichnet die Beziehung als Traumhaus und verwendet dabei mal poetische, mal derbe Sprache. Die Übersetzung aus dem Englischen von Anna-Nina Kroll ist dabei hervorragend gelungen. Ein unheimlich wichtiges Buch! Unbedingt Lesen!

„Den Zweck eines Zimmers bestimmt, wer es bewohnt. Dein Handeln ist mächtiger als die Pläne jedes Architekten.“
Ich frage mich, warum der deutsche Literaturmarkt Probleme mit dem Genre Memoiren hat. Das Buch wird als Roman vermarktet. Bei „Das Archiv der Träume“ handelt es sich aber klar um Memoiren. Machada schreibt in einer umwerfenden Art und Weise über ihre Erfahrung partnerschaftlicher Gewalt in einer lesbischen Beziehung. Manchmal kunstvoll-literarisch, manchmal gesellschaftlich-analytisch. Sehr häufig mit einer Präzision, die unter die Haut geht. Absolute Empfehlung!
Die Autorin erzählt in dem Roman von ihrer ganz persönlichen Geschichte. Von ihrem Alptraum im Traumhaus. Denn sie führte über mehrere Jahre eine queere toxische Beziehung und arbeitet diese in ihrem Buch auf. Sie schildert ihre Erfahrungen nicht chronologisch, sondern in Erinnerungsbruchstücken, was ich sehr gelungen fand. Das Thema ist hart und somit war es ein eher schweres Buch, dass ich über einen längeren Zeitraum gelesen und viel darüber nachgedacht habe. Es war gleichzeitig aber auch sehr informativ, da die Autorin immer wieder sachbuchähnliche Kapitel miteinfließen lässt in der sie beispielsweise die Ungerechtigkeit bezüglich der fehlenden Anerkennung von häuslicher Gewalt, vor allem in lesbischen Beziehungen aufzeigt. Besonderheit in dem Roman ist nicht nur die nicht chronologische Schilderung, sondern eine Erzählperspektive, die häufig in der Du-Form ist, sowie sehr kreative Kapitelüberschriften, immer bezogen auf das 'Traumhaus'. Z.B. Das Traumhaus als Bühnenbild, als High Fantasy oder auch als Lesbischer Groschenroman. Schlussendlich bin ich wirklich froh und dankbar, dass ich „Das Archiv der Träume“ gelesen habe, obwohl es ein Buch ist, das außerhalb meiner Komfortzone liegt. Es hat mir das ganze Thema zu toxischen Beziehungen nähergebracht und mir da auf jeden Fall noch mehr Feingefühl vermittelt.

Ein Buch über Gewalt in queeren Beziehungen. Ein Thema, mit dem ich mich bisher gar nicht beschäftigt habe und welches in Machados Buch in einer sehr besonderen Form dargestellt wird. Bruchstückhaft beschreibt sie eine/ ihre Beziehung zu einer Frau, welche im Verlauf immer mehr von Angst, Kontrolle und Gewalt geprägt ist. In vielen Kapiteln erzählt sie die Geschichte und zwischendrin gibt es auch immer wieder sehr informative, sachbuchähnliche Passagen. Die Form ist erstmal ungewöhnlich und ich musste erst reinkommen, trotzdem ist es ein sehr intensives und empfehlenswertes Buch.
In dieser Autofiktion von Carmen Maria Machado verarbeitet sie ihre toxische Beziehung zu "ihr". Sie beschreibt ihr Kennenlernen, das Verlieben, die erste romantische Zeit und das gleitende Hineinfließen in eine mehr und mehr toxische und ins Ungleichgewicht geratene Beziehung, die letztendlich von psychischer und emotionaler Gewalt beherrscht wird. Unterbrochen werden die kurzen, zusammenhangslosen Kapitel von Einblicken in die historischen Weg zur Anerkennung von queeren Beziehungen und auch zur Anerkennung von häuslicher Gewalt in queeren Beziehungen. Letztendlich habe ich das Buch in 2 Tagen durchgelesen - ich konnte es nicht aus der Hand legen und mich hat ihre Geschichte und ihr Stil so gefesselt, dass ich nichts anderes sagen kann als: Ich will unbedingt mehr von ihr lesen!
Ich fand die Art und Weise, wie die Geschichte aufgebaut ist sehr kreativ und authentisch. Es fühl sich genau so, an wie wenn man über etwas Vergangenes nachdenkt. Bruchstücke, Situationen, Gefühle, Gedanken, die in dem Zusammenhang mit hoch kommen. Ich finde das hat Machado echt toll umgesetzt. Wie eine toxische Beziehung funktioniert (funktionieren kann) hat sie sehr authentisch dargestellt. Auch der Aspekt, dass es sich um eine lesbische Beziehung handelt ist in ihrer Geschichte wichtig aber auch für viele andere, denn man liest und hört darüber viel zu selten. So schafft das Buch auch eine gewisse Awareness für diese Themen.
??!
I have neither the time nor the words in this moment of finishing this one to adequately describe and rave about ANY of the manymanymany unique and amazingly written aspects of this memoir. Just know it is beautiful, heartbreaking, throat-closing, intelligent, empowering and more than worth reading. A new favourite.
Neue Sichtweisen
Die Thematik Gewalt in queeren Beziehungen war für mich bislang aufgrund mangelnder Erfahrung nicht präsent. Die Geschichte von Carmen Maria Machado hat meine Sicht erweitert und geschärft. Trotzdem bin ich mit dem Schreibstil nicht richtig warm geworden. Die letzten ~40 Seiten schienen mir teilweise überflüssig.
Unbedingt nötig und selten schön.
Dieses so unterrepräsentierte Thema wird in dem Buch auf eine einzigartige Weise verarbeitet. Ich habe noch nie etwas vergleichbares gelesen. Zu der bemerkenswerten Struktur und dem eloquenten Schreibstil kommt noch die unglaubliche Intimität, die einen förmlich in das Buch zieht. Ich habe gelacht, geweint, mich geärgert, bin verzweifelt und hab mich umarmt gefühlt.
meine TOP 3 Highlights für 2021 stehen und darunter ist auf jeden Fall auch „Das Archiv der Träume“ von Carmen Maria Machado. Ein unvergleichlicher Roman, der auf wahren Begebenheiten und dem Leben der Autorin selbst basiert. Ich habe selbst in einer (hetero) toxischen Beziehung gelebt und sie hat all das ausgesprochen, wofür ich all die Jahre keine Worte hatte. War das nur bei mir so? Reagiere ich über? Ist es meine Schuld? Was muss ich an mir ändern? – Alles Fragen, die ich mir in den Jahren stellte, in denen ich die Augen vor psychischer Gewalt verschlossen habe, bis es dann auch zur körperlichen Gewalt kam. Die Autorin erzählt eindrucksvoll und in wundervoller Sprache von ihrer Liebesbeziehung zu einer Frau, die ihr das Leben zur Hölle machte. Toxische Beziehungen in der queeren Community ist ein sehr interessantes Thema, mit einigen Parallelen zu Erfahrungen von Heteromännern und –frauen. Und doch gibt es ganz andere Motive und auch innerhalb der Community ganz andere Ansätze mit dem Thema umzugehen. Das war für mich ein unheimlich interessantes Erlebnis, hat mich zum Nachdenken angeregt und sogar Türen geöffnet, die ich in mir selbst so lange verschlossen hielt. Die Autorin sprich den Lesenden direkt an, nach dem Motto: „Stell dir vor, du machst das und das und die Konsequenz daraus ist das und das…“. Dadurch fühlt es sich an, als wäre man wirklich hautnah mit dabei und würde all die Dinge, die Carmen Maria Machado erleben musste selbst erleben. Es fühlt sich niederschmetternd und zerstörend an, aber je weiter man liest, desto mehr spürt man, wie sehr sich das Gedankenbild verändert und wie nachvollziehbar ihre Reaktionen sind. Die Referenzen zu den einzelnen Themen hätte ich nicht unbedingt gebraucht, aber sie haben mich auch nicht gestört. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten und zeigen Schlüsselszenen aus dem Leben der Autorin. Dadurch konnte ich das Buch innerhalb kürzester Zeit durchsuchten. Auch wenn das Thema wirklich sehr hart und realistisch gehalten ist, habe ich unendlich viele positive Dinge daraus gezogen. Auch sprachlich bin ich einfach vollkommen diesem Buch verfallen, es ist so poetisch und tiefgehend. Die Autorin trifft mit nur einem Satz vollkommen ins Herz des Lesenden und zerstört, baut auf, zerstört wieder und lässt einen wieder heilen. Ich habe teilweise sehr gelitten und möchte anmerken, dass es Menschen triggern könnte, die bereits vergleichbares erlebt haben. Trotzdem möchte ich eine absolute Leseempfehlung geben.
NYT Readers Choice Liste - Platz 90
Das Buch ,,Das Archiv der Träume,, ist etwas ganz Außergewöhnliches. Erst war ich unsicher wegen des ungewöhnlichen Stils, aber dann hat mich das Buch gepackt. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Es geht um ein schweres, wichtiges Thema, das mit einer kraftvollen und besonderen Sprache erzählt wird. Ich fand das Buch sehr lehrreich und auf eine intensive Weise eindrucksvoll, auch wenn ich manche Kapitel nicht ganz nachvollziehen konnte. Trotzdem ein sehr wichtiges Buch!
Carmen Maria Machado arbeitet in „Das Archiv der Träume“ ihre toxisch manipulative und gewalttätige Beziehung zu einer Frau auf und sie macht dies auf ganz besondere Art und Weise: In kurzen Fragmenten verschreibt sie sich einem „Thema“, einer Sichtweise und verpackt ihre Erfahrungen damit jedes Mal in ein anderes Gewand. Sie experimentiert mit unterschiedlichen Ausdrucksformen, Schreibstilen, Settings und beschäftigt sich mit lesbischen toxischen Beziehungen oder damit verbundenen Aspekten beispielsweise in der Geschichte oder in der Kultur wie Filmen und Musik. Carmen Maria Machado beabsichtigt vor allem eins: Das „Archiv“ um ihre Erfahrungen von häuslicher Gewalt in einer queeren Beziehung zu ergänzen, einem Thema, das bislang viel zu sehr unter den Teppich gekehrt wurde – sei es von der queeren Gemeinschaft selbst oder von denjenigen, die die Zeugnisse der Vergangenheit bislang verwalteten, vornehmlich eine heteronormative Mehrheit. Im Buch schreibt sie: „ Ich trage ins Archiv ein, dass häusliche Gewalt zwischen Partner*innen mit der gleichen Geschlechtsidentität möglich und nicht unüblich ist und dass diese in etwa wie folgt aussehen kann. Ich spreche in die Stille hinein. Ich werfe den Stein meiner Geschichte in eine gewaltige Schlucht, ermittle das Ausmaß der Leere anhand des leisen Aufschlags.“ Für mich war diese Herangehensweise unglaublich innovativ und kreativ und hat mir geholfen, diese Lebenserfahrung mit der Autorin zusammen aus allen Blickwinkeln zu betrachten, investigativ zu verfolgen, aber auch emotional nachfühlen zu können. Machado findet perfekte Worte, um das Gefühl der Machtlosigkeit, der Manipulation, der Angst und Abhängigkeit zu vermitteln. Ein unbedingt lesenswertes Buch, aus dem ich mit vielen Erkenntnisse und großer Bewunderung für den Mut der Autorin herausgehe.
Viel Potenzial - aber war es die richtige Schreibweise.
Für mich ein interessantes Buch! Die Storyline prägend & Wahnsinn wie es obwohl es sich falsch anfühlt immer wieder zu toxischen Beziehungen kommt. M.M.n. sind auch heutzutage noch toxische Beziehung keine Seltenheit- gewaltsame Erniedrigung fängt nicht nur physisch sondern auch mental an. Dennoch muss ich sagen, hat mir der Schreibstil leider nicht gefallen & ich bin nicht rein gekommen. Wirklich sehr schade, aber ich war froh als das Buch geschafft gewesen ist
Ich fand die Geschichte wirklich eindringlich und fesselnd, allerdings kam ich mit der Art wie die Geschichte aufgebaut war gar nicht zurecht. Die Erzählung ist in extrem kurze Kapitel gegliedert, die immer sehr in Zeit und Raum springen was meinen Lesefluss extrem gestört hat und mich immer wieder rausgerissen hat. Ich bin mir sicher, dass die Autorin dies bewusst als Stilmittel gewählt hat, mich konnte sie damit aber leider nicht erreichen.
Insgesammt hat mir das Buch ganz gut gefallen. Ich fand interessant, mal über eine toxische Beziehung, noch dazu eine gewalttätige lesbische Beziehung zu lesen. Es ist wichtig, sich mit diesen Erfahrungen zu befassen und das eigene Bild um diese Pespektive zu erweitern. Der Schreibstiel von Machado war angenehm und gut zu lesen. Verwirtt hat mich jedoch die Erzählpespektive. Das Buch wechselte immer zwischen "du" und "ich". Erst im Nachhinein habe ich erfahren, dass die Autorin hier wohl ihr jüngeres Ich anspricht. Mich hat es aber ziemlich verwirrt.
I would like to preface this by saying that I always feel extremely weird rating someone‘s personal experiences, especially when they‘re painful and traumatic. So this rating applies more to my general experience with the book, the writing style etc. I will admit that I felt a little confused in the beginning, with all those super short chapters and metaphors and I don‘t think I can confidently say I understood them all. But the writing did grow on me and I liked how the author examined the story through all kinds of different lenses, how she made sense of it in so many different ways.
Diesem Buch wünsche ich jede Menge Leser aus jeder nur vorstellbaren sozialen Gruppe. Denn Machado berichtet über ein Thema, das uns alle angeht bzw. beschäftigen sollte. Missbrauch ist etwas, worüber kaum jemand spricht. Betroffene schon gar nicht. Genau deshalb bricht die Autorin dieses schlimme Schweigen und erzählt freimütig von ihren Erfahrungen. Das macht dieses Buch zu einem nicht leicht zu verdauenenden Erlebnis. Aber das ist auch gut so, denn durch ihren Aufbau und ihren Stil schafft es Machado, Bilder in unser Gedächtnis zu zeichnen. Bilder, die bleiben. Die uns bewegen. Nicht mehr loslassen. Die uns dazu bringen, gewisse Werte zu hinterfragen. Zu versuchen, hinter gewisse Verhaltensmuster zu blicken. Ich hoffe, dass die Autorin durch ihr Werk viele Betroffene erreicht hat und ihnen so helfen konnte. Ebenfalls hoffe ich, dass sie noch viel mehr erreichen wird und ihnen klar macht, dass man manche Sachen loslassen kann, darf, muss. Dass es erlaubt ist NEIN zu sagen. Dass es gut sein kann, zu gehen. Aber auch für Familie und Freunde ist es ein lesenswertes Werk. Mir hat Carman Maria Machado gezeigt, dass auch ich in einer damaligen Beziehung Missbrauch ausgesetzt war. Zum Glück nicht in dem Masse, wie Machado in ihrem Text schildert, aber oft musste ich schlucken, weil mir einige Szenen sehr bekannt vorkamen. Also, lest dieses Buch und lernt daraus. Schöpft Mut daraus. Ihr seid nicht allein. Es ist gut, sich zu wehren. Auch wenn es oft nicht einfach ist. Auch das hat Machado gezeigt. Aber es lohnt sich. Wirklich.
an incredible memoir!!! i read the first few pages and already knew that it would be so so good! i feel like i don't have the words to really explain why it's so great, and others have already done a way better job of it, but carmen maria machado is crossing genre boundaries in the best possible way here, telling her story compellingly, making the reader unable to put the book down. there are so many incredibly clever references to other text and literary/cultural ideas, and the writing is just great. as we're reading, we're skipping effortlessly through time and space, through different genres and dream and reality, we're learning and hurting and healing with the author. i loved it!
Insgesammt hat mir das Buch ganz gut gefallen. Ich fand interessant, mal über eine toxische Beziehung, noch dazu eine gewalttätige lesbische Beziehung zu lesen. Es ist wichtig, sich mit diesen Erfahrungen zu befassen und das eigene Bild um diese Pespektive zu erweitern. Der Schreibstiel von Machado war angenehm und gut zu lesen. Verwirtt hat mich jedoch die Erzählpespektive. Das Buch wechselte immer zwischen "du" und "ich". Erst im Nachhinein habe ich erfahren, dass die Autorin hier wohl ihr jüngeres Ich anspricht. Mich hat es aber ziemlich verwirrt.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
»Willkommen im Haus von Machado. Treten Sie ein in den verbotenen Raum. Genießen Sie den Augenblick, wenn der Boden unter Ihren Füßen wegbricht.« Parul Sehgal, The New York Times
Das Archiv der Träume ist Carmen Maria Machados ganz persönliche Geschichte und literarische Auseinandersetzung mit toxischen Beziehungen. Aber auch eine Geschichte des Heranwachsens und des sexuellen Erwachens im ländlichen Amerika.
Endlich scheint in den USA etwas in Bewegung zu geraten: Die gleichgeschlechtliche Ehe rückt in greifbare Nähe und Carmen Maria Machado stürzt sich in ihre erste große Beziehung zu einer Frau, die sich sehr bald als toxisch herausstellt. Kann man darüber schreiben, was wirklich passiert ist, und wenn ja, wie? Machado hat ihre Form gefunden. Mit jedem Kapitel durchschreitet sie ein anderes literarisches Topos: Gespensterhaus, Erotika, Bildungsroman. So entsteht ein Kaleidoskop, das sich genauso mit ihrer religiös geprägten Jugend wie den Stereotypen queerer Beziehungen oder popkulturellen Bezügen auseinandersetzt. Machado gelingt es, sich auf einzigartige Weise, voll Witz, Spielfreude und Lust am Ausprobieren, der harschen Realität von Gewalt in einer queeren Beziehung zu stellen. Am Ende steht ein fesselndes Buch, das die Grenzen autofiktionalen Erzählens sprengt und einmal mehr beweist, dass Machado eine der talentiertesten jungen literarischen Stimmen der USA ist.
Book Information
Author Description
Carmen Maria Machado, Autorin, Kritikerin und Essayistin. Ihre Arbeiten erschienen im »The New Yorker« und in zahlreichen weiteren Zeitschriften und Anthologien. Sie hat einen Master des Iowa Writer’s Workshop und wurde mit verschiedenen Schreib- und Aufenthaltsstipendien ausgezeichnet. Machados Debüt »Ihr Körper und andere Teilhaber« wurde für den National Book Award und 28 weitere Preise nominiert. Ausgezeichnet wurde es mit zehn Preisen, darunter der Bard Fiction Prize. Gemeinsam mit ihrer Frau lebt Machado in Philadelphia.
Posts
Großartig!
"Queere Menschen [...] haben Repräsentation, Schutz und gleiche Rechte nicht etwa verdient, weil sie alle miteinander so tugendhaft und rechtschaffen wären. Sie verdienen diese Dinge, weil sie Menschen sind, das genügt." S. 73. Ich gebe zu: Romane über toxische Beziehungen gab es in den letzten Jahren einige (und das finde ich gut). Auch ich habe bereits mehrere gelesen, manche mehr, manche weniger gern. Sie alle erzählten aber von heteronormativen Beziehungen, der Aggressor war in der Regel männlich, das "Opfer" weiblich. Wie aber sieht häusliche Gewalt in queeren Beziehungen aus? Carmen Maria Machado erzählt in ihrem autofiktionalen Roman "Das Archiv der Träume" von einer lesbischen Beziehung, die von emotionaler, psychischer und physischer Gewalt geprägt ist. Die Erkenntnis, die Protagonistin und Autorin irgendwann haben, ist ebenso traurig wie wahr: "Die meisten Formen häuslicher Gewalt sind vollkommen legal." S. 157. Und trotzdem ist da immer auch die Liebe, die Betroffene an Täter*innen bindet. Sie lässt sie Entschuldigungen finden, Gründe für das Verhalten der Partner*in. Wie wäre es z.B. mit Besessenheit? "Du willst eine Erklärung, die sie von jeder Verantwortung befreit, die das unverminderte Fortbestehen eurer Beziehung ermöglicht. Du willst anderen erklären können, was sie getan hat, ohne Entsetzen in ihren Gesichtern zu lesen." S. 185. Jede*r der/die selbst Erfahrungen mit toxischen Beziehungen machen musste, wird beim Lesen immer wieder wild mit dem Kopf nicken und sich sehr verstanden fühlen. Leser*innen, denen eigene Erfahrungen bisher erspart geblieben sind, können durch "Das Archiv der Träume" vielleicht lernen, Betroffene besser zu verstehen und Muster frühzeitig zu erkennen. Anders als andere Romane, die sich mit der Thematik befassen, schreibt Marchado eindringlich, aber wenig grafisch, emotional, aber nicht auf bildhafte Schockmomente fokussiert. Sie erzählt ihre Geschichte wie eine Art düsteres Märchen, zeichnet die Beziehung als Traumhaus und verwendet dabei mal poetische, mal derbe Sprache. Die Übersetzung aus dem Englischen von Anna-Nina Kroll ist dabei hervorragend gelungen. Ein unheimlich wichtiges Buch! Unbedingt Lesen!

„Den Zweck eines Zimmers bestimmt, wer es bewohnt. Dein Handeln ist mächtiger als die Pläne jedes Architekten.“
Ich frage mich, warum der deutsche Literaturmarkt Probleme mit dem Genre Memoiren hat. Das Buch wird als Roman vermarktet. Bei „Das Archiv der Träume“ handelt es sich aber klar um Memoiren. Machada schreibt in einer umwerfenden Art und Weise über ihre Erfahrung partnerschaftlicher Gewalt in einer lesbischen Beziehung. Manchmal kunstvoll-literarisch, manchmal gesellschaftlich-analytisch. Sehr häufig mit einer Präzision, die unter die Haut geht. Absolute Empfehlung!
Die Autorin erzählt in dem Roman von ihrer ganz persönlichen Geschichte. Von ihrem Alptraum im Traumhaus. Denn sie führte über mehrere Jahre eine queere toxische Beziehung und arbeitet diese in ihrem Buch auf. Sie schildert ihre Erfahrungen nicht chronologisch, sondern in Erinnerungsbruchstücken, was ich sehr gelungen fand. Das Thema ist hart und somit war es ein eher schweres Buch, dass ich über einen längeren Zeitraum gelesen und viel darüber nachgedacht habe. Es war gleichzeitig aber auch sehr informativ, da die Autorin immer wieder sachbuchähnliche Kapitel miteinfließen lässt in der sie beispielsweise die Ungerechtigkeit bezüglich der fehlenden Anerkennung von häuslicher Gewalt, vor allem in lesbischen Beziehungen aufzeigt. Besonderheit in dem Roman ist nicht nur die nicht chronologische Schilderung, sondern eine Erzählperspektive, die häufig in der Du-Form ist, sowie sehr kreative Kapitelüberschriften, immer bezogen auf das 'Traumhaus'. Z.B. Das Traumhaus als Bühnenbild, als High Fantasy oder auch als Lesbischer Groschenroman. Schlussendlich bin ich wirklich froh und dankbar, dass ich „Das Archiv der Träume“ gelesen habe, obwohl es ein Buch ist, das außerhalb meiner Komfortzone liegt. Es hat mir das ganze Thema zu toxischen Beziehungen nähergebracht und mir da auf jeden Fall noch mehr Feingefühl vermittelt.

Ein Buch über Gewalt in queeren Beziehungen. Ein Thema, mit dem ich mich bisher gar nicht beschäftigt habe und welches in Machados Buch in einer sehr besonderen Form dargestellt wird. Bruchstückhaft beschreibt sie eine/ ihre Beziehung zu einer Frau, welche im Verlauf immer mehr von Angst, Kontrolle und Gewalt geprägt ist. In vielen Kapiteln erzählt sie die Geschichte und zwischendrin gibt es auch immer wieder sehr informative, sachbuchähnliche Passagen. Die Form ist erstmal ungewöhnlich und ich musste erst reinkommen, trotzdem ist es ein sehr intensives und empfehlenswertes Buch.
In dieser Autofiktion von Carmen Maria Machado verarbeitet sie ihre toxische Beziehung zu "ihr". Sie beschreibt ihr Kennenlernen, das Verlieben, die erste romantische Zeit und das gleitende Hineinfließen in eine mehr und mehr toxische und ins Ungleichgewicht geratene Beziehung, die letztendlich von psychischer und emotionaler Gewalt beherrscht wird. Unterbrochen werden die kurzen, zusammenhangslosen Kapitel von Einblicken in die historischen Weg zur Anerkennung von queeren Beziehungen und auch zur Anerkennung von häuslicher Gewalt in queeren Beziehungen. Letztendlich habe ich das Buch in 2 Tagen durchgelesen - ich konnte es nicht aus der Hand legen und mich hat ihre Geschichte und ihr Stil so gefesselt, dass ich nichts anderes sagen kann als: Ich will unbedingt mehr von ihr lesen!
Ich fand die Art und Weise, wie die Geschichte aufgebaut ist sehr kreativ und authentisch. Es fühl sich genau so, an wie wenn man über etwas Vergangenes nachdenkt. Bruchstücke, Situationen, Gefühle, Gedanken, die in dem Zusammenhang mit hoch kommen. Ich finde das hat Machado echt toll umgesetzt. Wie eine toxische Beziehung funktioniert (funktionieren kann) hat sie sehr authentisch dargestellt. Auch der Aspekt, dass es sich um eine lesbische Beziehung handelt ist in ihrer Geschichte wichtig aber auch für viele andere, denn man liest und hört darüber viel zu selten. So schafft das Buch auch eine gewisse Awareness für diese Themen.
??!
I have neither the time nor the words in this moment of finishing this one to adequately describe and rave about ANY of the manymanymany unique and amazingly written aspects of this memoir. Just know it is beautiful, heartbreaking, throat-closing, intelligent, empowering and more than worth reading. A new favourite.
Neue Sichtweisen
Die Thematik Gewalt in queeren Beziehungen war für mich bislang aufgrund mangelnder Erfahrung nicht präsent. Die Geschichte von Carmen Maria Machado hat meine Sicht erweitert und geschärft. Trotzdem bin ich mit dem Schreibstil nicht richtig warm geworden. Die letzten ~40 Seiten schienen mir teilweise überflüssig.
Unbedingt nötig und selten schön.
Dieses so unterrepräsentierte Thema wird in dem Buch auf eine einzigartige Weise verarbeitet. Ich habe noch nie etwas vergleichbares gelesen. Zu der bemerkenswerten Struktur und dem eloquenten Schreibstil kommt noch die unglaubliche Intimität, die einen förmlich in das Buch zieht. Ich habe gelacht, geweint, mich geärgert, bin verzweifelt und hab mich umarmt gefühlt.
meine TOP 3 Highlights für 2021 stehen und darunter ist auf jeden Fall auch „Das Archiv der Träume“ von Carmen Maria Machado. Ein unvergleichlicher Roman, der auf wahren Begebenheiten und dem Leben der Autorin selbst basiert. Ich habe selbst in einer (hetero) toxischen Beziehung gelebt und sie hat all das ausgesprochen, wofür ich all die Jahre keine Worte hatte. War das nur bei mir so? Reagiere ich über? Ist es meine Schuld? Was muss ich an mir ändern? – Alles Fragen, die ich mir in den Jahren stellte, in denen ich die Augen vor psychischer Gewalt verschlossen habe, bis es dann auch zur körperlichen Gewalt kam. Die Autorin erzählt eindrucksvoll und in wundervoller Sprache von ihrer Liebesbeziehung zu einer Frau, die ihr das Leben zur Hölle machte. Toxische Beziehungen in der queeren Community ist ein sehr interessantes Thema, mit einigen Parallelen zu Erfahrungen von Heteromännern und –frauen. Und doch gibt es ganz andere Motive und auch innerhalb der Community ganz andere Ansätze mit dem Thema umzugehen. Das war für mich ein unheimlich interessantes Erlebnis, hat mich zum Nachdenken angeregt und sogar Türen geöffnet, die ich in mir selbst so lange verschlossen hielt. Die Autorin sprich den Lesenden direkt an, nach dem Motto: „Stell dir vor, du machst das und das und die Konsequenz daraus ist das und das…“. Dadurch fühlt es sich an, als wäre man wirklich hautnah mit dabei und würde all die Dinge, die Carmen Maria Machado erleben musste selbst erleben. Es fühlt sich niederschmetternd und zerstörend an, aber je weiter man liest, desto mehr spürt man, wie sehr sich das Gedankenbild verändert und wie nachvollziehbar ihre Reaktionen sind. Die Referenzen zu den einzelnen Themen hätte ich nicht unbedingt gebraucht, aber sie haben mich auch nicht gestört. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten und zeigen Schlüsselszenen aus dem Leben der Autorin. Dadurch konnte ich das Buch innerhalb kürzester Zeit durchsuchten. Auch wenn das Thema wirklich sehr hart und realistisch gehalten ist, habe ich unendlich viele positive Dinge daraus gezogen. Auch sprachlich bin ich einfach vollkommen diesem Buch verfallen, es ist so poetisch und tiefgehend. Die Autorin trifft mit nur einem Satz vollkommen ins Herz des Lesenden und zerstört, baut auf, zerstört wieder und lässt einen wieder heilen. Ich habe teilweise sehr gelitten und möchte anmerken, dass es Menschen triggern könnte, die bereits vergleichbares erlebt haben. Trotzdem möchte ich eine absolute Leseempfehlung geben.
NYT Readers Choice Liste - Platz 90
Das Buch ,,Das Archiv der Träume,, ist etwas ganz Außergewöhnliches. Erst war ich unsicher wegen des ungewöhnlichen Stils, aber dann hat mich das Buch gepackt. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Es geht um ein schweres, wichtiges Thema, das mit einer kraftvollen und besonderen Sprache erzählt wird. Ich fand das Buch sehr lehrreich und auf eine intensive Weise eindrucksvoll, auch wenn ich manche Kapitel nicht ganz nachvollziehen konnte. Trotzdem ein sehr wichtiges Buch!
Carmen Maria Machado arbeitet in „Das Archiv der Träume“ ihre toxisch manipulative und gewalttätige Beziehung zu einer Frau auf und sie macht dies auf ganz besondere Art und Weise: In kurzen Fragmenten verschreibt sie sich einem „Thema“, einer Sichtweise und verpackt ihre Erfahrungen damit jedes Mal in ein anderes Gewand. Sie experimentiert mit unterschiedlichen Ausdrucksformen, Schreibstilen, Settings und beschäftigt sich mit lesbischen toxischen Beziehungen oder damit verbundenen Aspekten beispielsweise in der Geschichte oder in der Kultur wie Filmen und Musik. Carmen Maria Machado beabsichtigt vor allem eins: Das „Archiv“ um ihre Erfahrungen von häuslicher Gewalt in einer queeren Beziehung zu ergänzen, einem Thema, das bislang viel zu sehr unter den Teppich gekehrt wurde – sei es von der queeren Gemeinschaft selbst oder von denjenigen, die die Zeugnisse der Vergangenheit bislang verwalteten, vornehmlich eine heteronormative Mehrheit. Im Buch schreibt sie: „ Ich trage ins Archiv ein, dass häusliche Gewalt zwischen Partner*innen mit der gleichen Geschlechtsidentität möglich und nicht unüblich ist und dass diese in etwa wie folgt aussehen kann. Ich spreche in die Stille hinein. Ich werfe den Stein meiner Geschichte in eine gewaltige Schlucht, ermittle das Ausmaß der Leere anhand des leisen Aufschlags.“ Für mich war diese Herangehensweise unglaublich innovativ und kreativ und hat mir geholfen, diese Lebenserfahrung mit der Autorin zusammen aus allen Blickwinkeln zu betrachten, investigativ zu verfolgen, aber auch emotional nachfühlen zu können. Machado findet perfekte Worte, um das Gefühl der Machtlosigkeit, der Manipulation, der Angst und Abhängigkeit zu vermitteln. Ein unbedingt lesenswertes Buch, aus dem ich mit vielen Erkenntnisse und großer Bewunderung für den Mut der Autorin herausgehe.
Viel Potenzial - aber war es die richtige Schreibweise.
Für mich ein interessantes Buch! Die Storyline prägend & Wahnsinn wie es obwohl es sich falsch anfühlt immer wieder zu toxischen Beziehungen kommt. M.M.n. sind auch heutzutage noch toxische Beziehung keine Seltenheit- gewaltsame Erniedrigung fängt nicht nur physisch sondern auch mental an. Dennoch muss ich sagen, hat mir der Schreibstil leider nicht gefallen & ich bin nicht rein gekommen. Wirklich sehr schade, aber ich war froh als das Buch geschafft gewesen ist
Ich fand die Geschichte wirklich eindringlich und fesselnd, allerdings kam ich mit der Art wie die Geschichte aufgebaut war gar nicht zurecht. Die Erzählung ist in extrem kurze Kapitel gegliedert, die immer sehr in Zeit und Raum springen was meinen Lesefluss extrem gestört hat und mich immer wieder rausgerissen hat. Ich bin mir sicher, dass die Autorin dies bewusst als Stilmittel gewählt hat, mich konnte sie damit aber leider nicht erreichen.
Insgesammt hat mir das Buch ganz gut gefallen. Ich fand interessant, mal über eine toxische Beziehung, noch dazu eine gewalttätige lesbische Beziehung zu lesen. Es ist wichtig, sich mit diesen Erfahrungen zu befassen und das eigene Bild um diese Pespektive zu erweitern. Der Schreibstiel von Machado war angenehm und gut zu lesen. Verwirtt hat mich jedoch die Erzählpespektive. Das Buch wechselte immer zwischen "du" und "ich". Erst im Nachhinein habe ich erfahren, dass die Autorin hier wohl ihr jüngeres Ich anspricht. Mich hat es aber ziemlich verwirrt.
I would like to preface this by saying that I always feel extremely weird rating someone‘s personal experiences, especially when they‘re painful and traumatic. So this rating applies more to my general experience with the book, the writing style etc. I will admit that I felt a little confused in the beginning, with all those super short chapters and metaphors and I don‘t think I can confidently say I understood them all. But the writing did grow on me and I liked how the author examined the story through all kinds of different lenses, how she made sense of it in so many different ways.
Diesem Buch wünsche ich jede Menge Leser aus jeder nur vorstellbaren sozialen Gruppe. Denn Machado berichtet über ein Thema, das uns alle angeht bzw. beschäftigen sollte. Missbrauch ist etwas, worüber kaum jemand spricht. Betroffene schon gar nicht. Genau deshalb bricht die Autorin dieses schlimme Schweigen und erzählt freimütig von ihren Erfahrungen. Das macht dieses Buch zu einem nicht leicht zu verdauenenden Erlebnis. Aber das ist auch gut so, denn durch ihren Aufbau und ihren Stil schafft es Machado, Bilder in unser Gedächtnis zu zeichnen. Bilder, die bleiben. Die uns bewegen. Nicht mehr loslassen. Die uns dazu bringen, gewisse Werte zu hinterfragen. Zu versuchen, hinter gewisse Verhaltensmuster zu blicken. Ich hoffe, dass die Autorin durch ihr Werk viele Betroffene erreicht hat und ihnen so helfen konnte. Ebenfalls hoffe ich, dass sie noch viel mehr erreichen wird und ihnen klar macht, dass man manche Sachen loslassen kann, darf, muss. Dass es erlaubt ist NEIN zu sagen. Dass es gut sein kann, zu gehen. Aber auch für Familie und Freunde ist es ein lesenswertes Werk. Mir hat Carman Maria Machado gezeigt, dass auch ich in einer damaligen Beziehung Missbrauch ausgesetzt war. Zum Glück nicht in dem Masse, wie Machado in ihrem Text schildert, aber oft musste ich schlucken, weil mir einige Szenen sehr bekannt vorkamen. Also, lest dieses Buch und lernt daraus. Schöpft Mut daraus. Ihr seid nicht allein. Es ist gut, sich zu wehren. Auch wenn es oft nicht einfach ist. Auch das hat Machado gezeigt. Aber es lohnt sich. Wirklich.
an incredible memoir!!! i read the first few pages and already knew that it would be so so good! i feel like i don't have the words to really explain why it's so great, and others have already done a way better job of it, but carmen maria machado is crossing genre boundaries in the best possible way here, telling her story compellingly, making the reader unable to put the book down. there are so many incredibly clever references to other text and literary/cultural ideas, and the writing is just great. as we're reading, we're skipping effortlessly through time and space, through different genres and dream and reality, we're learning and hurting and healing with the author. i loved it!
Insgesammt hat mir das Buch ganz gut gefallen. Ich fand interessant, mal über eine toxische Beziehung, noch dazu eine gewalttätige lesbische Beziehung zu lesen. Es ist wichtig, sich mit diesen Erfahrungen zu befassen und das eigene Bild um diese Pespektive zu erweitern. Der Schreibstiel von Machado war angenehm und gut zu lesen. Verwirtt hat mich jedoch die Erzählpespektive. Das Buch wechselte immer zwischen "du" und "ich". Erst im Nachhinein habe ich erfahren, dass die Autorin hier wohl ihr jüngeres Ich anspricht. Mich hat es aber ziemlich verwirrt.





































