Crying in H Mart
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Description
In this exquisite story of family, food, grief, and endurance, Michelle Zauner proves herself far more than a dazzling singer, songwriter, and guitarist. With humor and heart, she tells of growing up one of the few Asian American kids at her school in Eugene, Oregon; of struggling with her mother's particular, high expectations of her; of a painful adolescence; of treasured months spent in her grandmother's tiny apartment in Seoul, where she and her mother would bond, late at night, over heaping plates of food.
As she grew up, moving to the East Coast for college, finding work in the restaurant industry, and performing gigs with her fledgling band--and meeting the man who would become her husband--her Koreanness began to feel ever more distant, even as she found the life she wanted to live. It was her mother's diagnosis of terminal cancer, when Michelle was twenty-five, that forced a reckoning with her identity and brought her to reclaim the gifts of taste, language, and history her mother had given her.
Vivacious and plainspoken, lyrical and honest, Zauner's voice is as radiantly alive on the page as it is onstage. Rich with intimate anecdotes that will resonate widely, and complete with family photos, Crying in H Mart is a book to cherish, share, and reread.
Book Information
Posts
„Tränen im Asia-Markt“ aus der Sicht der Autorin in der Ich-Perspektive.
Michelle Zauner, die Tochter eines weißen Amerikaners und einer Koreanerin ist in zwei Welten aufgewachsen. Michelle blickt zurück auf ihre Kindheit, hinterfragt wie viel der koreanischen Kultur in ihr steckt. Es geht um Trauer, Wut, Angst, Schuld, Verzweiflung und ganz viel koreanisches Essen. Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter war nicht immer einfach. Die beiden verbindet die Liebe zu koreanischem Essen. Der letzte Teil war etwas langatmig . Trotzdem sehr schön und emotional.
엄마
Michelle erzählt von ihrer nicht immer leichten und schönen Beziehung zu ihrer Mutter. Der Vater stammt aus Amerika und die Mutter aus Korea. Da sie kaum Koreanisch spricht, konnte sie sich nur schwer mit Familie und Freunden verständigen und wurde in ihrer Kindheit dafür geärgert. Das Einzige, was die Mutter-Tochter-Beziehung verbindet, ist die Liebe zu koreanischem Essen. Doch im jungen Alter muss Michelle mit der Krankheit der Mutter umgehen und kümmert sich um sie. Nach einem halben Jahr verstirbt sie an Krebs. Da es sich um eine Autobiografie handelt, wirkt es emotional nochmal anders und berührt einen sehr. Im Schreibstil werden die Gefühle und der Umgang mit dem Tod sehr gut beschrieben. Das Ende war sehr passend. Man bekommt den Eindruck, dass Michelle mit der Trauer und dem Verlust gelernt hat umzugehen.

Jahreshighlight!
Der Tod der Eltern ist etwas womit man sich früher oder später wohl oder übel auseinandersetzen muss. Wenn man großes Glück hat, dann tritt dieses Ereignis erst ein, wenn man selbst erwachsen ist. Das macht es zwar nicht besser oder einfacher, aber sich als erwachsene Menschen zu begegnen, bietet die Möglichkeit, ein tieferes Verständnis füreinander zu schaffen, gerade wenn man eine komplizierte Kindheit schultert. Das wiederum ermöglicht eine wertfreiere Sicht und das empfinde ich als Geschenk, weil es Altlasten abträgt und so möglicherweise Nähe entstehen kann wo vorher Distanz war. Zu erkennen, dass schlussendlich auch die eigenen Eltern nur Menschen sind, die jeden Tag versuchen ihr Bestes zu geben und dabei manchmal eben scheitern, so wie wir alle, kann ungemein heilsam sein. Michelle Zauner hat ihre koreanische Mutter leider genau in dieser wichtigen Übergangsphase an den Krebs verloren und hat sich deshalb mit "Tränen im Asia-Markt" ein kreatives Ventil für ihre Trauer gesucht. Anfangs hatte ich etwas Sorge, dass ich mit der Lektüre, aufgrund kultureller Unterschiede, eventuell etwas Schwierigkeiten haben werde, aber Trauer ist universell und braucht keine Übersetzung. Ein sehr persönliches, ehrliches und berührendes Memoire, dass ich sehr empfehlen kann. Michelle Zauner ist eine großartige Erzählerin.
Wow, ich bin mit wenigen Erwartungen an das Buch rangegangen und wurde total positiv überrascht!
Es handelt sich um ein Memoire, das die Autorin nach dem Tod ihrer Mutter schreibt. Sie lässt die letzten gemeinsamen Wochen mit ihrer Mutter, aber auch viele Situationen und Ereignisse aus ihrer Kindheit und nach dem Tod ihrer Mutter Revue passieren. Nicht zuletzt wegen dieser Thematik ist das Buch hoch emotional. Die Liebe zu ihrer Mutter ist in jeder Zeile so deutlich zu spüren. Es hat mir einfach unfassbar gut gefallen und mich zu Tränen gerührt.
Die Autorin erzählt hier wie sie den Verlust ihrer Mutter verarbeitet sie ist mit ihrer Mutter früher oft zu den Verwandten nach Südkorea gefahren und sie erzählt wie es damals war viel dreht sich auch um essen den sie versucht sich so ihren Wurzeln zu nähern und eine Verbindung zu ihrer Mutter zu halten. Sehr emotional aber trotzdem sehr interessant auch etwas über Südkorea zu erfahren und wie es ist wenn man zu zwei Kulturen gehört
Krebs ist einfach ein Arschloch
Crying in H Mart (Tränen im Asia-Markt) von Michelle Zauner ist eine autobiografische Geschichte über den Verlust ihrer Mutter, die an Krebs erkrankt ist. Im Mittelpunkt steht vor allem diese Zeit der Krankheit und alles, was danach kommt. Neben der Trauer geht es auch viel um Identität – Michelle ist halb Amerikanerin, halb Koreanerin – und um ihre Beziehung zu ihrer Mutter, die stark über Essen geprägt ist. Generell spielt Essen eine riesige Rolle im Buch, was ich an sich total schön fand. Allerdings muss ich sagen, dass es mir stellenweise etwas zu viel wurde. Was das Buch für mich besonders gemacht hat, ist die Ehrlichkeit. Es ist schonungslos, direkt und unglaublich berührend. Man fühlt wirklich mit, versteht die Trauer, die Wut, die Hilflosigkeit. Gerade der Teil während der Krankheit hat mich sehr gepackt. Krebs ist einfach eine unfassbar schlimme Krankheit, und das wird hier sehr eindrücklich gezeigt. Zum Ende hin wurde es für mich allerdings etwas zu lang und hat sich ein bisschen gezogen. Trotzdem ein sehr bewegendes, ehrliches Buch, das ich absolut empfehlen kann.

Für Michelle Zauner bricht ihre Welt das erste Mal zusammen, als sie erfährt, dass ihre Mutter an Krebs erkrankt ist - viel zu früh, doch ist es dafür nicht immer zu früh? Mit der Diagnose bricht in Zauner ein emotionaler Wirbelsturm los, der alte Erinnerungen und Schuldgefühle weckt, aber auch neue Verletzungen hervorruft: z.B., wenn ihre Eltern sie vorerst nicht engmaschig informieren und dabei haben wollen. Mit der abrupten Verschlechterung des Zustands der Mutter ändert sich dies bald, und Zauner übernimmt, gemeinsam mit ihrem Vater und einer befreundeten Person, die Pflege der Mutter. Auch dieser Prozess ist äußerst schmerzhaft und gespickt mit vielen lebendigen Erinnerungen, an denen Zauner die Lesenden teilhaben lässt. Über das ganze Buch hinweg spielt dabei die koreanische Herkunft ihrer Mutter eine große Rolle, die Zauner vor allem über koreanisches Essen versucht, in die Gegenwart zu holen. Die zweite Hälfte des Buches erzählt vom Tod der Mutter und den Monaten danach, die vor allem durch Trauer geprägt sind, aber auch durch das Suchen und Finden der eigenen koreanischen Identität. Auch hier passiert für die Autorin vieles über Essen, so werden oft sehr detailliert koreanische Gerichte und ihre Zubereitung geschildert. Ich habe die Memoiren der Leadsängerin von Japanese Breakfast als Hörbuch gehört und war zu Beginn sehr ergriffen. Ich mochte, wie Zauner die komplexen Gefühle ihren Eltern gegenüber, sowie ihrer eigenen Identität, beschrieben hat. Die zweite Hälfte hatte für mich dann jedoch zu viele Längen, auch haben mich, als Nicht-Foodie, die sehr vielen und intensiven Beschreibungen von Essen doch eher gelangweilt. Vielleicht funktioniert das Buch auch als Print-Version besser, ich mochte zwar Zauners Stimme, doch ihr Vorlesen hatte weder Höhen noch Tiefen. Insgesamt also etwas durchwachsen, aber auf jeden Fall ein herausforderndes, tragisches Buch zu einem Thema, mit dem die meisten von uns sich irgebdwann auseinandersetzen müssen. Gelesen von Michelle Zauner. CN: Krankheit, T0d, B0dyshaming, Dr0genabhängigkeit, Su1zidgedanken.
Ein sehr schönes Buch über Schmerz, Verlust, Identität und Neuanfang
Michelle Zauner, Tochter einer koreanischen Mutter und eines amerikanischen Vaters, hat einen autobiographischen Roman über ihr Leben und den Tod ihrer Mutter geschrieben. Die Mutter, die nie so richtig in den USA angekommen ist, drückt ihre Liebe zu ihrer Tochter, so hat man den Eindruck, über das Essen aus, ansonsten ist sie eine sehr strenge Mutter. In vielen Rückblenden erzählt die Autorin von ihrer Kindheit, u.a. von den Urlauben in Korea, bei denen sie sich kaum mit ihren Verwandten verständigen kann, da sie nur wenige Brocken koreanisch spricht. Im Alter von 25 bricht sie alle Zelte ab, um ihre kranke Mutter zu pflegen, die nach einem halben Jahr verstirbt. Durch diesen Roman verarbeitet die Autorin das Verhältnis zu ihrer Mutter, reflektiert ihre koreanischen Wurzeln und welchen Anteil das Koreanisch-Sein an ihrer Identität ausmacht. Das letzte Kapitel rundet ihre Geschichte sehr schön ab. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen: Es ist sehr authentisch, es gibt einen guten Einblick in die koreanische Küche, es handelt von Identität und Zugehörigkeit, von schwierigen Eltern-Kind-Beziehungen und wie das Schreiben und die Musik am Ende der Autorin nach dem Tod der Mutter neue Kraft gegeben haben.
Michelle erzählt von ihrer zwiespältigen Verhältnis zu ihrer Mutter und wie sie nach deren Tod mit ihrer Identität zu kämpfen hat. Als halb Koreanerin versucht sie ihren Platz in der asiatischen Welt mit ihrer amerikanischen Seite zu verbinden. Mütter Töchter Verhältnisse sind schwierig und vielfältig. Michelle erzählt auf einzigartige und berührende Weise von ihrer Beziehung und wie sie sich ihrer Mutter über koreanische Gerichte annähert.
Eine wirklich interessanter, autobiografischer Roman aus Sicht einer koreanisch-amerikanischen Tochter, die ihre Mutter an den Krebs verliert. Besonders gut hat mir die Reflexion über die Vergangenheit, das gegenseitige Verhältnis und welche Rolle die koreanische Kultur und die Wurzeln dabei spielen. In einigen Situationen hätte ich gerne noch mehr Hintergründe oder mehr Vorgeschichte erfahren.
This book, wow. How do I even explain this. It’s just so… human. So mundane. Reading this was like listening to a friend talk about her life. The way the emotions were put into words was just right, not too simple, not too swollen. I even hate saying it, but it was simply just real. As someone who is incredibly close with her mom, it was interesting to see this kind of dynamic play out. Overall, while reading it, I didn’t even realise how much I enjoyed this book. But after finishing it just now I’m like… and why can’t I keep reading this forever every evening?
I’ve read this book in the weeks after my own mother had died from cancer. Unlike Michelle’s mom, my mothers death came surprisingly and unexpected. Robbing me of time to say goodbye and process what would happen when a loved one dies. This book helped me grief, rethink my relationship with my mother and my own journey as a mom. I’ve cried and I’ve laughed and most of all I’ve been craving Korean food heavily throughout the book.
Michelle Zauner ist 25 Jahre alt, als sie ihre Mutter Chongmi an den Krebs verliert. Die Tochter eines weißen Amerikaners und einer Koreanerin ist in zwei Welten aufgewachsen und irgendwie auch dazwischen. Als sie von der Erkrankung ihrer Mutter erfährt, schlägt sie sich gerade mit drei Teilzeitjobs durch und spielt mäßig erfolgreich in einer Rockband. Die Nachricht wirft sie aus der Bahn, aber ihr ist sofort klar, dass sie ihre Umma (koreanisch für „Mutter“) in dieser Situation unmöglich alleinlassen kann. Und so zieht sie wieder bei den Eltern ein und ein unfassbar schwerer Weg beginnt. Erzählt wird „Tränen im Asia-Markt“ aus der Sicht der Autorin in der Ich-Perspektive, ausgehend von der Gegenwart, in der ihre Mutter bereits verstorben ist. Es finden jedoch auch immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit statt, zum Beispiel um den Krankheitsverlauf und das Sterben Chongmis zu beschreiben, teilweise aber noch weiter zurück in Michelles Kindheit. Die Perspektive und das Wissen, dass es sich um eine Autobiografie handelt, machen den Text ungemein emotional und eindrücklich – Michelle Zauner lässt uns unmittelbar an ihrem Schmerz teilhaben, aber auch an den schönen Momenten. Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter war nicht immer einfach. Chongmi ist eine strenge Mutter, die in Haushalt und Kindererziehung aufgeht, aber nicht unbedingt liebevoll. Michelle versucht stets, die Bewunderung ihrer Mutter zu erreichen, zum Beispiel in dem sie die gesamte Wohnung putzt. Doch immer wieder fühlt sie sich auch ausgeschlossen aus einer Welt, die sich ihr zumindest in Teilen verschließt. Denn Michelle spricht kaum Koreanisch, was besonders dann auffällt, wenn Familie oder Freundinnen der Mutter zu Besuch sind. Was die beiden Frauen jedoch verbindet, ist die Liebe zu koreanischem Essen. Wenn Michelle als Kind die seltsamsten Dinge probiert oder mit ihrer Mutter nachts den Kühlschrank der Tante plündert, dann weiß diese, dass eben doch eine Koreanerin in ihr steckt. Darum muss Michelle beim Besuch des koreanischen Supermarkts H-Mart auch immer weinen, denn jeder Einkauf ist auch die Suche nach Erinnerungen an ihre Mutter.
Ein Meisterwerk der Neuzeit. Drama statt gute Laune plätschern.
Ich war sehr überrauscht und am Ende tief berührt von diesem Buch. Ich hatte noch nie von dem Titel gehört und anhand anderer Rezessionen klang das Buch eher nach einem oberflächlichen gute Laune Roman den man sich als Hörbuch nebenbei durchlaufen lassen kann. Das war absolut nicht der Fall! Am Ende konnte ich es kaum erwarten meine Kopfhörer aufzusetzen die Charaktäre und ihr Leben weiter zu verfolgen und mich dabei voll und ganz auf jedes Wort der Geschichte zu konzentrieren. Zugegeben, das erste Kapitel erweckt den Eindruck dass etwas ganz anderes auf einen zu kommt als es sich am Ende entfaltet. 'Tränen im Aisa Markt' ist ein wundervolles Drama und ein absoluter Muss für alle Menschen die gerne tief in die Seele blicken und die bittersüße Zwiespältigkeit und Melancholie des Lebens kennen. Die Hauptfigur führt uns mit einigen Zeitsprüngen durch ausgewählte Jahre ihres Lebens und macht tiefgreifende innere Vorgänge und Beziehungsmuster deutlich ohne dass man davon erdrückt wird. Der Lesefluss bleibt einzigartig leicht und die Atmosphäre immer eine in der man verweilen möchte. Man kommt allen Figuren nahe und die Autorin trifft dabei die perfekte Balance zwischen Detail und Oberbfläche. Das Ende bewegt und das Buch lohnt sich nicht nur einmal. Dieses Werk kann man immer wieder lesen. Zuletzt war die Sprecherin eine absolut perfekte Wahl. Ihr Sprechtempo, Stimmfarbe, Emotion machen das Hörbuch zu einem so angenehmen Erlebnis. Man fühlt sich wohl. Man könnte weinen. Man hat Mitgefühl und vergisst dass ein Bich vorgelesen wird. Die Sprecherin wird zu der Hauptcharaktäre. Ich kann es jeder* /m* ans Herz legen der es liebt sich in die Lebenswelt anderer reinzufühlen.
Ein tolles Buch mit mehreren unheimlich tollen und vielschichtigen Frauenfiguren. Vor allem 20% bis 70 % haben mir sehr gut gefallen. Anfang und Ende waren leider sehr überladen mit Aufregungen von Essen. Das Essen ist zwar ein sehr wichtiger Teil der Erzählung, aber an manchen Stellen war es mir einfach ein bisschen viel.
TW: Krebs, unheilbare Krankheit, Tod eines Elternteils Kurz gesagt, Crying in H Mart ist der Bericht einer Frau, die ihre Mutter durch Krebs verloren hat. Michelle wurde in Seoul als Tochter einer koreanischen Mutter und eines amerikanischen Vaters mit einer traumatischen Vergangenheit geboren. Während der meisten ihrer früheren Jahre war es für Michelle eher belanglos und nicht besonders auffällig, halb koreanisch zu sein... es trennte sie mehr von ihren Freunden in Eugene, Oregon, als alles andere. Trotz jährlicher Reisen nach Korea, bei denen sie sich abmühte, Koreanisch zu verstehen, und das Essen mehr genoss als alles andere, war Michelles Koreanischsein nicht besonders bemerkenswert. "Wenn ich in den H-Mart gehe, bin ich nicht nur auf der Suche nach Tintenfisch und drei Büscheln Frühlingszwiebeln für einen Dollar, sondern auch auf der Suche nach Erinnerungen. Ich sammle Beweise dafür, dass die koreanische Hälfte meiner Identität nicht gestorben ist, als sie starb. H Mart ist die Brücke, die mich von den Erinnerungen wegführt, die mich heimsuchen..." Es fühlt sich seltsam an, dieses Buch zu bewerten, denn beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass das Buch nur für die Autorin selbst bestimmt war. Sie taucht in all das Essen ein, das mit ihrer Kultur und ihrer Mutter verbunden ist, und es fühlt sich sehr persönlich und einzigartig an. Ich schätze es auch, dass sie über die "hässlichen" Seiten der Trauer spricht: nicht nur über die Trauer, sondern auch über Momente, in denen sie sich egoistisch und eifersüchtig auf die anderen Betreuer ihrer Mutter fühlte, über Streitereien mit ihrem Vater usw. Sie schreibt über den Schock, das Feilschen, die Trauer und all die unzähligen Emotionen, die dazu gehören, wenn man jemanden, den man liebt, durch eine Krankheit verliert, die ihn verwüstet. Die Opfer, die Zauners Mutter für ihre Tochter bringt, werden deutlich, als sie krank wird und Michelle sich liebevoll um sie kümmert. Der Kummer geht über die Seiten hinaus, und dieser Liebesbrief an ihre Mutter wird überdauern. Ihre Art, mit den Menschen und der ganzen Erfahrung umzugehen, in einem Land zu sein, aus dem man kommt, aber gleichzeitig nicht, ist sehr spezifisch, und ich denke, sie hat es geschafft, es auch für Menschen zugänglich zu machen, die diese Erfahrung als Kind nicht gemacht haben. Manchmal war ich erstaunt, wie genau sie einige Handlungen und innere Gefühle beschreiben konnte, die ich vielleicht auch empfunden habe, aber nicht beschreiben konnte oder wollte. Dieses Buch gehört unbedingt auf die Liste der Bücher, die man nicht lesen sollte, wenn man hungrig ist. Vom ersten Kapitel an, das in der Tat eine Art Trauerspaziergang durch den H Mart ist, bei dem man alle Arten von Lebensmitteln kennenlernt, gibt es so viel großartiges Essen zu lesen. Zauner ist eine geduldige und treue Beschreiberin von Lebensmitteln, sie beschreibt jedes Gericht, was darin enthalten ist und mit welchen Anlässen es in Verbindung gebracht wird. So ist es nicht verwunderlich, dass sie ihren Kummer durch das Kochen zu verarbeiten beginnt. Ich bewerte dieses Buch nicht mit 5 Sternen, da es mich nicht so sehr *verblüfft* hat wie andere Memoiren. Auch die Struktur ist hier nicht so kohärent und ich denke, dass es besser gewesen wäre, eine Reihe von Essays zu schreiben, anstatt zu versuchen, ein zusammenhängendes Buch zu sein. Der Schreibstil macht süchtig, das Essen ist fast greifbar, und der Herzschmerz fühlt sich seltsam vertraut an. Es sind einfach unglaublich schöne Memoiren und eine Ode an die oft schwierige, aber unwiderrufliche Natur der Liebe einer Mutter.
Wunderschönes und emotionales Memoir
Die Geschichte ist traurig und schön zugleich. Wir begleiten Michelle in ihre Vergangenheit, das Leben zwischen zwei Kulturen, Elternliebe und dem Tod und Abschied der Mutter. Die vielen Erinnerungen und Bezüge zu koreanischem Essen und zum Thema Kochen waren eine Brücke zu ihrer Beziehung. Hat mich emotional sehr bewegt.
Wow ich hätte nicht gedacht das ich dieses Buch so sehr mögen werde
Ich mochte wie die direkt von der ersten Seite in der Geschichte bist und alles was Michael gefühlt habe ich auch gefühlt. Michelle Zauner beschreibt eine wahnsinnig komplizierte aber gleichzeitig auch liebevolle Mutter-Tochter Beziehung die ich 100% nachvollziehen konnte. Die letzten 100 Seiten waren für mich die besten, ich habe sie regelrecht verschlugen und fand das sie der perfekte Abschluss dieser Geschichte waren.
"Stop crying! Save your tears for when your mother dies"
Ein ehrliches Buch über Trauer, die hässlichen Seiten des Sterbens, über das Verlieren der Mutter und damit auch der Heimat, über das Leben und Aufwachsen mit zwei Nationalitäten und über koreanisches Essen, welches nicht nur verbindet, sondern sehr viele Erinnerungen mit sich bringt. Trifft nochmal anders, wenn man selbst einen Elternteil an Krebs verloren hat, aber es ist ein wirklich tolles Buch.
Ich habe bei diesem Buch eine ganze Weile gebraucht, bis es mich fesseln konnte. Anfangs dachte ich oft "Geht es im ganzen Buch nur um koreanisches Essen?" - und ja, das tut es! Aber eigentlich auch nicht, denn über das Essen schafft es die Autorin, die Geschichte der Protagonistin lebendig werden zu lassen. Sie trauert um ihre Mutter, und alle möglichen koreanischen Gerichte wecken bei ihr Erinnerungen. An Gefühle, an besondere Erlebnisse, an die Verbindungen zu ihrer Familie, besonders zu ihrer Mutter. Nachdem ich einmal in dieses Buch eingetaucht war, hat mir diese Art des roten Fadens sehr gut gefallen, weil es mal etwas ganz Neues war, das ich so noch nicht kannte. Der Schreibstil ist sehr schön. Klar, detailreich, nicht schwer zu lesen. Es hat Freude gemacht, mit der Protagonistin den Asia Markt und ihre Welt zu besuchen.
3⭐️
Ich fand es nicht per se schlecht geschrieben, aber es entsprach so gar nicht dem was vorab suggeriert wurde. Das ganze Buch ist quasi nur Trauerbewältigung. Relativ negativ und drückend. Essen spielt tatsächlich eine große Rolle, das hat mir gut gefallen, aber alles andere ging sehr gegen meine Erwartungen, da es als lebensbejahend und tiefgründig beschrieben wurde. Ich würde es nicht wirklich empfehlen.
Unglaublich bewegend. Bis auf die Handvoll Songs, die ich von der Autorin kenne und sehr mag, hatte ich zuvor keine Ahnung von Michelle Zauner als Privatperson. Umso mehr beeindruckt hat mich ihre Geschichte, in der sie den Tod ihrer koreanischen Mutter thematisiert und wie sie diesen mithilfe der asiatischen Küche verarbeitet. Wunderbar geschrieben und unfassbar ergreifend. Dafür kann man nur volle 5 Sterne geben.
⭐️ 3,5 - 4 Sterne ⭐️ Ein Buch für alle, die schon einmal einen geliebten Menschen verloren haben und sich danach irgendwie leer und hilflos gefühlt haben.
Irgendwie habe ich einen Roman über Essen à la „Butter“ erwartet. Tatsächlich ist es aber eher eine Art Autobiografie der Musikerin Michelle Zauner. Ich kannte sie und ihre Band vorher nicht. Denn was sie aufschreibt, ist wirklich genau so passiert, alle Personen gibt es auch in echt. Alles ist sehr ehrlich, authentisch und „natürlich“ beschrieben. Und es geht um die relativ plötzliche Krebserkrankung ihrer Mutter, deren Leidensweg und ihren Tod. Trotzdem kommt das koreanische Essen und die Beschreibungen davon nicht zu kurz. Was mir teilweise besser gefallen hat als bei „Butter“. Ich muss zugeben, dass ich bis zum Tod der Mutter nicht so recht warm werden wollte mit dem Buch. Es hat sich irgendwie sehr gezogen. So richtig viel passiert nicht, obwohl der Leidensweg echt tragisch war. Aber die Erzählungen von nach dem Tod fand ich dann viel lebendiger, authentischer und spannender. Das Trauern und das Verarbeiten, das „damit-umgehen“. Also ein sehr authentisches und ehrliches Buch mit echten Erlebnissen und Beschreibungen. Dazu interessante Einblicke in die südkoreanische Kultur und das Essen. Allerdings hätte ich mir manchmal mehr erzählerische Tiefe und Spannung gewünscht. Und einige Parts - wie z.B. ihre Beziehung (und wie oft und lange sie teilweise räumlich getrennt waren) oder ihre musikalische Karriere kamen mir etwas zu kurz. Aber ich glaube, für alle Menschen mit Migrationsgeschichte und / oder einem Verlust in der Familie ist dieses Buch sehr heilsam.
This is such a poignant memoir, I was moved to tears at some points. I didn't know Zauner or her band before and knew only very little about Korean food. In the end, I had googled all the food, the korean words, places and listened to the songs. Michelle Zauners beautiful writing had pulled me into her korean-american universe, picturing her life through all these rich observations. It wasn't always an easy read but a rewarding one and I am thankful for it. I made me think about my own mother and how important this relationship is to me.
Danke an NetGalley und den Ullstein Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt Tränen im Asia-Markt ist eine autobiographische Geschichte, in der die Autorin Michelle Zauner den Tod ihrer Mutter verarbeitet. Mir fällt es unglaublich schwer, eine Biografie zu bewerten. Denn inhaltlich ist ja nichts ausgedacht, und da fühlt es sich falsch an, die „Spannung der Geschichte“ oder „wie realistisch sind die Charaktere?“ als Bewertungskriterien zu nehmen. Inhaltlich hat mir die Geschichte extrem gut gefallen. Meine Bewertung bezieht sich nur auf den Aufbau und den Stil. Denn ich persönlich fand die Struktur etwas „wischi waschi“ zwischendurch; vielleicht hätte ein Aufbau als Sammlung von Essays oder Briefen besser funktioniert? Aber es hat beim Lesen auch so gewirkt, als wäre es überhaupt kein Buch für Außenstehende, sondern nur für die Autorin selbst ein Medium zur Trauerbewältigung, und dann wäre es ja egal, wie gut der Aufbau für andere Leser*innen funktioniert. Und den Stil fand ich teilweise auch etwas plump und einfach; denn ja: auch Sachbücher und Memoiren können schön geschrieben werden. Okay, nachdem ich jetzt hier nur negatives aufgezählt habe, kommen wir zu dem positiven. In dem Buch lernt man extrem viel über koreanische Kultur. Tipp: lest das Buch nicht hungrig. Denn es reiht sich eine Essensbeschreibung an die nächste. Und da ist mir echt das Wasser im Mund zusammengelaufen. Viele Wörter sind dabei auf Koreanisch und werden auch nicht übersetzt. Für mich war das okay; ich habe vom Kontext her ungefähr verstanden worum es ging und hatte nicht das Bedürfnis, jedes Wort einzeln nachzuschlagen. Inhaltlich ist es eine super traurige und berührende Geschichte. Als Michelle erfährt, dass ihre Mutter Krebs hat, zieht sie wieder zuhause ein und versucht, ihre Eltern zu unterstützen. Ihr Vater ist Amerikaner, ihre Mutter Koreanerin. Und während der Pflege ihrer Mutter fällt ihr auf, wie stark ihre koreanische „Seite“ von ihrer Mutter abhängig ist: was bleibt ihr noch von Korea, wenn ihre Mutter tot ist? Die ganzen Gerichte z.B., die sie ihrer Mutter so gerne kochen würde, wie ihre Mutter damals für sie – Michelle kennt die Rezepte einfach nicht. Sie hat Angst, die Bindung zu ihren koreanischen Wurzeln zu verlieren. In dem Memoir besinnt Michelle sich zurück auf ihre Kindheit, ihre Jugend, die Zeit in Korea und immer wieder das Essen, das sie mit ihrer Mutter verbindet. Inhaltlich will ich euch allen die Geschichte extrem ans Herz legen, aber seid euch bitte bewusst, dass es stilistisch kein Meisterwerk ist. Ich gebe 4 von 5 Sternen.
Didn't love it as much as I hoped I would.
It was a quick read. Even though it was sad in general, it wasn't very emotionally to me. Something was missing for me. I would have liked more descriptions of interactions between mother and daughter from her teenage years which were apparently rough. Because it was never really described. All the Korean food dishes were also starting to annoy me eventually. I can imagine that you would love this book more as a Korean.
“Save your tears for when your mother dies.” Now that was a tear-jerker. A very emotional read for sure. If you've lost any relatives to cancer, I can see this book really connecting. It's basically the author going through the five stages of grief, reminiscing about her tumultuous relationship with her mother and her anger/regret about not being able to finally get to know her at a personal level. “I've just never met someone like you," - that really hit the nail on the head and pretty much encapsulates what I imagine a lot of parents feel when they're trying to understand and simultaneously guide their kids that are turning out to not be carbon-copies of the people who raised them. Very poignant. Zauner's mom had a lot of great quotes. Overall, really enjoyed this, and am gonna check out some of Zauner's music now since I'm curious.
Description
In this exquisite story of family, food, grief, and endurance, Michelle Zauner proves herself far more than a dazzling singer, songwriter, and guitarist. With humor and heart, she tells of growing up one of the few Asian American kids at her school in Eugene, Oregon; of struggling with her mother's particular, high expectations of her; of a painful adolescence; of treasured months spent in her grandmother's tiny apartment in Seoul, where she and her mother would bond, late at night, over heaping plates of food.
As she grew up, moving to the East Coast for college, finding work in the restaurant industry, and performing gigs with her fledgling band--and meeting the man who would become her husband--her Koreanness began to feel ever more distant, even as she found the life she wanted to live. It was her mother's diagnosis of terminal cancer, when Michelle was twenty-five, that forced a reckoning with her identity and brought her to reclaim the gifts of taste, language, and history her mother had given her.
Vivacious and plainspoken, lyrical and honest, Zauner's voice is as radiantly alive on the page as it is onstage. Rich with intimate anecdotes that will resonate widely, and complete with family photos, Crying in H Mart is a book to cherish, share, and reread.
Book Information
Posts
„Tränen im Asia-Markt“ aus der Sicht der Autorin in der Ich-Perspektive.
Michelle Zauner, die Tochter eines weißen Amerikaners und einer Koreanerin ist in zwei Welten aufgewachsen. Michelle blickt zurück auf ihre Kindheit, hinterfragt wie viel der koreanischen Kultur in ihr steckt. Es geht um Trauer, Wut, Angst, Schuld, Verzweiflung und ganz viel koreanisches Essen. Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter war nicht immer einfach. Die beiden verbindet die Liebe zu koreanischem Essen. Der letzte Teil war etwas langatmig . Trotzdem sehr schön und emotional.
엄마
Michelle erzählt von ihrer nicht immer leichten und schönen Beziehung zu ihrer Mutter. Der Vater stammt aus Amerika und die Mutter aus Korea. Da sie kaum Koreanisch spricht, konnte sie sich nur schwer mit Familie und Freunden verständigen und wurde in ihrer Kindheit dafür geärgert. Das Einzige, was die Mutter-Tochter-Beziehung verbindet, ist die Liebe zu koreanischem Essen. Doch im jungen Alter muss Michelle mit der Krankheit der Mutter umgehen und kümmert sich um sie. Nach einem halben Jahr verstirbt sie an Krebs. Da es sich um eine Autobiografie handelt, wirkt es emotional nochmal anders und berührt einen sehr. Im Schreibstil werden die Gefühle und der Umgang mit dem Tod sehr gut beschrieben. Das Ende war sehr passend. Man bekommt den Eindruck, dass Michelle mit der Trauer und dem Verlust gelernt hat umzugehen.

Jahreshighlight!
Der Tod der Eltern ist etwas womit man sich früher oder später wohl oder übel auseinandersetzen muss. Wenn man großes Glück hat, dann tritt dieses Ereignis erst ein, wenn man selbst erwachsen ist. Das macht es zwar nicht besser oder einfacher, aber sich als erwachsene Menschen zu begegnen, bietet die Möglichkeit, ein tieferes Verständnis füreinander zu schaffen, gerade wenn man eine komplizierte Kindheit schultert. Das wiederum ermöglicht eine wertfreiere Sicht und das empfinde ich als Geschenk, weil es Altlasten abträgt und so möglicherweise Nähe entstehen kann wo vorher Distanz war. Zu erkennen, dass schlussendlich auch die eigenen Eltern nur Menschen sind, die jeden Tag versuchen ihr Bestes zu geben und dabei manchmal eben scheitern, so wie wir alle, kann ungemein heilsam sein. Michelle Zauner hat ihre koreanische Mutter leider genau in dieser wichtigen Übergangsphase an den Krebs verloren und hat sich deshalb mit "Tränen im Asia-Markt" ein kreatives Ventil für ihre Trauer gesucht. Anfangs hatte ich etwas Sorge, dass ich mit der Lektüre, aufgrund kultureller Unterschiede, eventuell etwas Schwierigkeiten haben werde, aber Trauer ist universell und braucht keine Übersetzung. Ein sehr persönliches, ehrliches und berührendes Memoire, dass ich sehr empfehlen kann. Michelle Zauner ist eine großartige Erzählerin.
Wow, ich bin mit wenigen Erwartungen an das Buch rangegangen und wurde total positiv überrascht!
Es handelt sich um ein Memoire, das die Autorin nach dem Tod ihrer Mutter schreibt. Sie lässt die letzten gemeinsamen Wochen mit ihrer Mutter, aber auch viele Situationen und Ereignisse aus ihrer Kindheit und nach dem Tod ihrer Mutter Revue passieren. Nicht zuletzt wegen dieser Thematik ist das Buch hoch emotional. Die Liebe zu ihrer Mutter ist in jeder Zeile so deutlich zu spüren. Es hat mir einfach unfassbar gut gefallen und mich zu Tränen gerührt.
Die Autorin erzählt hier wie sie den Verlust ihrer Mutter verarbeitet sie ist mit ihrer Mutter früher oft zu den Verwandten nach Südkorea gefahren und sie erzählt wie es damals war viel dreht sich auch um essen den sie versucht sich so ihren Wurzeln zu nähern und eine Verbindung zu ihrer Mutter zu halten. Sehr emotional aber trotzdem sehr interessant auch etwas über Südkorea zu erfahren und wie es ist wenn man zu zwei Kulturen gehört
Krebs ist einfach ein Arschloch
Crying in H Mart (Tränen im Asia-Markt) von Michelle Zauner ist eine autobiografische Geschichte über den Verlust ihrer Mutter, die an Krebs erkrankt ist. Im Mittelpunkt steht vor allem diese Zeit der Krankheit und alles, was danach kommt. Neben der Trauer geht es auch viel um Identität – Michelle ist halb Amerikanerin, halb Koreanerin – und um ihre Beziehung zu ihrer Mutter, die stark über Essen geprägt ist. Generell spielt Essen eine riesige Rolle im Buch, was ich an sich total schön fand. Allerdings muss ich sagen, dass es mir stellenweise etwas zu viel wurde. Was das Buch für mich besonders gemacht hat, ist die Ehrlichkeit. Es ist schonungslos, direkt und unglaublich berührend. Man fühlt wirklich mit, versteht die Trauer, die Wut, die Hilflosigkeit. Gerade der Teil während der Krankheit hat mich sehr gepackt. Krebs ist einfach eine unfassbar schlimme Krankheit, und das wird hier sehr eindrücklich gezeigt. Zum Ende hin wurde es für mich allerdings etwas zu lang und hat sich ein bisschen gezogen. Trotzdem ein sehr bewegendes, ehrliches Buch, das ich absolut empfehlen kann.

Für Michelle Zauner bricht ihre Welt das erste Mal zusammen, als sie erfährt, dass ihre Mutter an Krebs erkrankt ist - viel zu früh, doch ist es dafür nicht immer zu früh? Mit der Diagnose bricht in Zauner ein emotionaler Wirbelsturm los, der alte Erinnerungen und Schuldgefühle weckt, aber auch neue Verletzungen hervorruft: z.B., wenn ihre Eltern sie vorerst nicht engmaschig informieren und dabei haben wollen. Mit der abrupten Verschlechterung des Zustands der Mutter ändert sich dies bald, und Zauner übernimmt, gemeinsam mit ihrem Vater und einer befreundeten Person, die Pflege der Mutter. Auch dieser Prozess ist äußerst schmerzhaft und gespickt mit vielen lebendigen Erinnerungen, an denen Zauner die Lesenden teilhaben lässt. Über das ganze Buch hinweg spielt dabei die koreanische Herkunft ihrer Mutter eine große Rolle, die Zauner vor allem über koreanisches Essen versucht, in die Gegenwart zu holen. Die zweite Hälfte des Buches erzählt vom Tod der Mutter und den Monaten danach, die vor allem durch Trauer geprägt sind, aber auch durch das Suchen und Finden der eigenen koreanischen Identität. Auch hier passiert für die Autorin vieles über Essen, so werden oft sehr detailliert koreanische Gerichte und ihre Zubereitung geschildert. Ich habe die Memoiren der Leadsängerin von Japanese Breakfast als Hörbuch gehört und war zu Beginn sehr ergriffen. Ich mochte, wie Zauner die komplexen Gefühle ihren Eltern gegenüber, sowie ihrer eigenen Identität, beschrieben hat. Die zweite Hälfte hatte für mich dann jedoch zu viele Längen, auch haben mich, als Nicht-Foodie, die sehr vielen und intensiven Beschreibungen von Essen doch eher gelangweilt. Vielleicht funktioniert das Buch auch als Print-Version besser, ich mochte zwar Zauners Stimme, doch ihr Vorlesen hatte weder Höhen noch Tiefen. Insgesamt also etwas durchwachsen, aber auf jeden Fall ein herausforderndes, tragisches Buch zu einem Thema, mit dem die meisten von uns sich irgebdwann auseinandersetzen müssen. Gelesen von Michelle Zauner. CN: Krankheit, T0d, B0dyshaming, Dr0genabhängigkeit, Su1zidgedanken.
Ein sehr schönes Buch über Schmerz, Verlust, Identität und Neuanfang
Michelle Zauner, Tochter einer koreanischen Mutter und eines amerikanischen Vaters, hat einen autobiographischen Roman über ihr Leben und den Tod ihrer Mutter geschrieben. Die Mutter, die nie so richtig in den USA angekommen ist, drückt ihre Liebe zu ihrer Tochter, so hat man den Eindruck, über das Essen aus, ansonsten ist sie eine sehr strenge Mutter. In vielen Rückblenden erzählt die Autorin von ihrer Kindheit, u.a. von den Urlauben in Korea, bei denen sie sich kaum mit ihren Verwandten verständigen kann, da sie nur wenige Brocken koreanisch spricht. Im Alter von 25 bricht sie alle Zelte ab, um ihre kranke Mutter zu pflegen, die nach einem halben Jahr verstirbt. Durch diesen Roman verarbeitet die Autorin das Verhältnis zu ihrer Mutter, reflektiert ihre koreanischen Wurzeln und welchen Anteil das Koreanisch-Sein an ihrer Identität ausmacht. Das letzte Kapitel rundet ihre Geschichte sehr schön ab. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen: Es ist sehr authentisch, es gibt einen guten Einblick in die koreanische Küche, es handelt von Identität und Zugehörigkeit, von schwierigen Eltern-Kind-Beziehungen und wie das Schreiben und die Musik am Ende der Autorin nach dem Tod der Mutter neue Kraft gegeben haben.
Michelle erzählt von ihrer zwiespältigen Verhältnis zu ihrer Mutter und wie sie nach deren Tod mit ihrer Identität zu kämpfen hat. Als halb Koreanerin versucht sie ihren Platz in der asiatischen Welt mit ihrer amerikanischen Seite zu verbinden. Mütter Töchter Verhältnisse sind schwierig und vielfältig. Michelle erzählt auf einzigartige und berührende Weise von ihrer Beziehung und wie sie sich ihrer Mutter über koreanische Gerichte annähert.
Eine wirklich interessanter, autobiografischer Roman aus Sicht einer koreanisch-amerikanischen Tochter, die ihre Mutter an den Krebs verliert. Besonders gut hat mir die Reflexion über die Vergangenheit, das gegenseitige Verhältnis und welche Rolle die koreanische Kultur und die Wurzeln dabei spielen. In einigen Situationen hätte ich gerne noch mehr Hintergründe oder mehr Vorgeschichte erfahren.
This book, wow. How do I even explain this. It’s just so… human. So mundane. Reading this was like listening to a friend talk about her life. The way the emotions were put into words was just right, not too simple, not too swollen. I even hate saying it, but it was simply just real. As someone who is incredibly close with her mom, it was interesting to see this kind of dynamic play out. Overall, while reading it, I didn’t even realise how much I enjoyed this book. But after finishing it just now I’m like… and why can’t I keep reading this forever every evening?
I’ve read this book in the weeks after my own mother had died from cancer. Unlike Michelle’s mom, my mothers death came surprisingly and unexpected. Robbing me of time to say goodbye and process what would happen when a loved one dies. This book helped me grief, rethink my relationship with my mother and my own journey as a mom. I’ve cried and I’ve laughed and most of all I’ve been craving Korean food heavily throughout the book.
Michelle Zauner ist 25 Jahre alt, als sie ihre Mutter Chongmi an den Krebs verliert. Die Tochter eines weißen Amerikaners und einer Koreanerin ist in zwei Welten aufgewachsen und irgendwie auch dazwischen. Als sie von der Erkrankung ihrer Mutter erfährt, schlägt sie sich gerade mit drei Teilzeitjobs durch und spielt mäßig erfolgreich in einer Rockband. Die Nachricht wirft sie aus der Bahn, aber ihr ist sofort klar, dass sie ihre Umma (koreanisch für „Mutter“) in dieser Situation unmöglich alleinlassen kann. Und so zieht sie wieder bei den Eltern ein und ein unfassbar schwerer Weg beginnt. Erzählt wird „Tränen im Asia-Markt“ aus der Sicht der Autorin in der Ich-Perspektive, ausgehend von der Gegenwart, in der ihre Mutter bereits verstorben ist. Es finden jedoch auch immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit statt, zum Beispiel um den Krankheitsverlauf und das Sterben Chongmis zu beschreiben, teilweise aber noch weiter zurück in Michelles Kindheit. Die Perspektive und das Wissen, dass es sich um eine Autobiografie handelt, machen den Text ungemein emotional und eindrücklich – Michelle Zauner lässt uns unmittelbar an ihrem Schmerz teilhaben, aber auch an den schönen Momenten. Die Beziehung zwischen Mutter und Tochter war nicht immer einfach. Chongmi ist eine strenge Mutter, die in Haushalt und Kindererziehung aufgeht, aber nicht unbedingt liebevoll. Michelle versucht stets, die Bewunderung ihrer Mutter zu erreichen, zum Beispiel in dem sie die gesamte Wohnung putzt. Doch immer wieder fühlt sie sich auch ausgeschlossen aus einer Welt, die sich ihr zumindest in Teilen verschließt. Denn Michelle spricht kaum Koreanisch, was besonders dann auffällt, wenn Familie oder Freundinnen der Mutter zu Besuch sind. Was die beiden Frauen jedoch verbindet, ist die Liebe zu koreanischem Essen. Wenn Michelle als Kind die seltsamsten Dinge probiert oder mit ihrer Mutter nachts den Kühlschrank der Tante plündert, dann weiß diese, dass eben doch eine Koreanerin in ihr steckt. Darum muss Michelle beim Besuch des koreanischen Supermarkts H-Mart auch immer weinen, denn jeder Einkauf ist auch die Suche nach Erinnerungen an ihre Mutter.
Ein Meisterwerk der Neuzeit. Drama statt gute Laune plätschern.
Ich war sehr überrauscht und am Ende tief berührt von diesem Buch. Ich hatte noch nie von dem Titel gehört und anhand anderer Rezessionen klang das Buch eher nach einem oberflächlichen gute Laune Roman den man sich als Hörbuch nebenbei durchlaufen lassen kann. Das war absolut nicht der Fall! Am Ende konnte ich es kaum erwarten meine Kopfhörer aufzusetzen die Charaktäre und ihr Leben weiter zu verfolgen und mich dabei voll und ganz auf jedes Wort der Geschichte zu konzentrieren. Zugegeben, das erste Kapitel erweckt den Eindruck dass etwas ganz anderes auf einen zu kommt als es sich am Ende entfaltet. 'Tränen im Aisa Markt' ist ein wundervolles Drama und ein absoluter Muss für alle Menschen die gerne tief in die Seele blicken und die bittersüße Zwiespältigkeit und Melancholie des Lebens kennen. Die Hauptfigur führt uns mit einigen Zeitsprüngen durch ausgewählte Jahre ihres Lebens und macht tiefgreifende innere Vorgänge und Beziehungsmuster deutlich ohne dass man davon erdrückt wird. Der Lesefluss bleibt einzigartig leicht und die Atmosphäre immer eine in der man verweilen möchte. Man kommt allen Figuren nahe und die Autorin trifft dabei die perfekte Balance zwischen Detail und Oberbfläche. Das Ende bewegt und das Buch lohnt sich nicht nur einmal. Dieses Werk kann man immer wieder lesen. Zuletzt war die Sprecherin eine absolut perfekte Wahl. Ihr Sprechtempo, Stimmfarbe, Emotion machen das Hörbuch zu einem so angenehmen Erlebnis. Man fühlt sich wohl. Man könnte weinen. Man hat Mitgefühl und vergisst dass ein Bich vorgelesen wird. Die Sprecherin wird zu der Hauptcharaktäre. Ich kann es jeder* /m* ans Herz legen der es liebt sich in die Lebenswelt anderer reinzufühlen.
Ein tolles Buch mit mehreren unheimlich tollen und vielschichtigen Frauenfiguren. Vor allem 20% bis 70 % haben mir sehr gut gefallen. Anfang und Ende waren leider sehr überladen mit Aufregungen von Essen. Das Essen ist zwar ein sehr wichtiger Teil der Erzählung, aber an manchen Stellen war es mir einfach ein bisschen viel.
TW: Krebs, unheilbare Krankheit, Tod eines Elternteils Kurz gesagt, Crying in H Mart ist der Bericht einer Frau, die ihre Mutter durch Krebs verloren hat. Michelle wurde in Seoul als Tochter einer koreanischen Mutter und eines amerikanischen Vaters mit einer traumatischen Vergangenheit geboren. Während der meisten ihrer früheren Jahre war es für Michelle eher belanglos und nicht besonders auffällig, halb koreanisch zu sein... es trennte sie mehr von ihren Freunden in Eugene, Oregon, als alles andere. Trotz jährlicher Reisen nach Korea, bei denen sie sich abmühte, Koreanisch zu verstehen, und das Essen mehr genoss als alles andere, war Michelles Koreanischsein nicht besonders bemerkenswert. "Wenn ich in den H-Mart gehe, bin ich nicht nur auf der Suche nach Tintenfisch und drei Büscheln Frühlingszwiebeln für einen Dollar, sondern auch auf der Suche nach Erinnerungen. Ich sammle Beweise dafür, dass die koreanische Hälfte meiner Identität nicht gestorben ist, als sie starb. H Mart ist die Brücke, die mich von den Erinnerungen wegführt, die mich heimsuchen..." Es fühlt sich seltsam an, dieses Buch zu bewerten, denn beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass das Buch nur für die Autorin selbst bestimmt war. Sie taucht in all das Essen ein, das mit ihrer Kultur und ihrer Mutter verbunden ist, und es fühlt sich sehr persönlich und einzigartig an. Ich schätze es auch, dass sie über die "hässlichen" Seiten der Trauer spricht: nicht nur über die Trauer, sondern auch über Momente, in denen sie sich egoistisch und eifersüchtig auf die anderen Betreuer ihrer Mutter fühlte, über Streitereien mit ihrem Vater usw. Sie schreibt über den Schock, das Feilschen, die Trauer und all die unzähligen Emotionen, die dazu gehören, wenn man jemanden, den man liebt, durch eine Krankheit verliert, die ihn verwüstet. Die Opfer, die Zauners Mutter für ihre Tochter bringt, werden deutlich, als sie krank wird und Michelle sich liebevoll um sie kümmert. Der Kummer geht über die Seiten hinaus, und dieser Liebesbrief an ihre Mutter wird überdauern. Ihre Art, mit den Menschen und der ganzen Erfahrung umzugehen, in einem Land zu sein, aus dem man kommt, aber gleichzeitig nicht, ist sehr spezifisch, und ich denke, sie hat es geschafft, es auch für Menschen zugänglich zu machen, die diese Erfahrung als Kind nicht gemacht haben. Manchmal war ich erstaunt, wie genau sie einige Handlungen und innere Gefühle beschreiben konnte, die ich vielleicht auch empfunden habe, aber nicht beschreiben konnte oder wollte. Dieses Buch gehört unbedingt auf die Liste der Bücher, die man nicht lesen sollte, wenn man hungrig ist. Vom ersten Kapitel an, das in der Tat eine Art Trauerspaziergang durch den H Mart ist, bei dem man alle Arten von Lebensmitteln kennenlernt, gibt es so viel großartiges Essen zu lesen. Zauner ist eine geduldige und treue Beschreiberin von Lebensmitteln, sie beschreibt jedes Gericht, was darin enthalten ist und mit welchen Anlässen es in Verbindung gebracht wird. So ist es nicht verwunderlich, dass sie ihren Kummer durch das Kochen zu verarbeiten beginnt. Ich bewerte dieses Buch nicht mit 5 Sternen, da es mich nicht so sehr *verblüfft* hat wie andere Memoiren. Auch die Struktur ist hier nicht so kohärent und ich denke, dass es besser gewesen wäre, eine Reihe von Essays zu schreiben, anstatt zu versuchen, ein zusammenhängendes Buch zu sein. Der Schreibstil macht süchtig, das Essen ist fast greifbar, und der Herzschmerz fühlt sich seltsam vertraut an. Es sind einfach unglaublich schöne Memoiren und eine Ode an die oft schwierige, aber unwiderrufliche Natur der Liebe einer Mutter.
Wunderschönes und emotionales Memoir
Die Geschichte ist traurig und schön zugleich. Wir begleiten Michelle in ihre Vergangenheit, das Leben zwischen zwei Kulturen, Elternliebe und dem Tod und Abschied der Mutter. Die vielen Erinnerungen und Bezüge zu koreanischem Essen und zum Thema Kochen waren eine Brücke zu ihrer Beziehung. Hat mich emotional sehr bewegt.
Wow ich hätte nicht gedacht das ich dieses Buch so sehr mögen werde
Ich mochte wie die direkt von der ersten Seite in der Geschichte bist und alles was Michael gefühlt habe ich auch gefühlt. Michelle Zauner beschreibt eine wahnsinnig komplizierte aber gleichzeitig auch liebevolle Mutter-Tochter Beziehung die ich 100% nachvollziehen konnte. Die letzten 100 Seiten waren für mich die besten, ich habe sie regelrecht verschlugen und fand das sie der perfekte Abschluss dieser Geschichte waren.
"Stop crying! Save your tears for when your mother dies"
Ein ehrliches Buch über Trauer, die hässlichen Seiten des Sterbens, über das Verlieren der Mutter und damit auch der Heimat, über das Leben und Aufwachsen mit zwei Nationalitäten und über koreanisches Essen, welches nicht nur verbindet, sondern sehr viele Erinnerungen mit sich bringt. Trifft nochmal anders, wenn man selbst einen Elternteil an Krebs verloren hat, aber es ist ein wirklich tolles Buch.
Ich habe bei diesem Buch eine ganze Weile gebraucht, bis es mich fesseln konnte. Anfangs dachte ich oft "Geht es im ganzen Buch nur um koreanisches Essen?" - und ja, das tut es! Aber eigentlich auch nicht, denn über das Essen schafft es die Autorin, die Geschichte der Protagonistin lebendig werden zu lassen. Sie trauert um ihre Mutter, und alle möglichen koreanischen Gerichte wecken bei ihr Erinnerungen. An Gefühle, an besondere Erlebnisse, an die Verbindungen zu ihrer Familie, besonders zu ihrer Mutter. Nachdem ich einmal in dieses Buch eingetaucht war, hat mir diese Art des roten Fadens sehr gut gefallen, weil es mal etwas ganz Neues war, das ich so noch nicht kannte. Der Schreibstil ist sehr schön. Klar, detailreich, nicht schwer zu lesen. Es hat Freude gemacht, mit der Protagonistin den Asia Markt und ihre Welt zu besuchen.
3⭐️
Ich fand es nicht per se schlecht geschrieben, aber es entsprach so gar nicht dem was vorab suggeriert wurde. Das ganze Buch ist quasi nur Trauerbewältigung. Relativ negativ und drückend. Essen spielt tatsächlich eine große Rolle, das hat mir gut gefallen, aber alles andere ging sehr gegen meine Erwartungen, da es als lebensbejahend und tiefgründig beschrieben wurde. Ich würde es nicht wirklich empfehlen.
Unglaublich bewegend. Bis auf die Handvoll Songs, die ich von der Autorin kenne und sehr mag, hatte ich zuvor keine Ahnung von Michelle Zauner als Privatperson. Umso mehr beeindruckt hat mich ihre Geschichte, in der sie den Tod ihrer koreanischen Mutter thematisiert und wie sie diesen mithilfe der asiatischen Küche verarbeitet. Wunderbar geschrieben und unfassbar ergreifend. Dafür kann man nur volle 5 Sterne geben.
⭐️ 3,5 - 4 Sterne ⭐️ Ein Buch für alle, die schon einmal einen geliebten Menschen verloren haben und sich danach irgendwie leer und hilflos gefühlt haben.
Irgendwie habe ich einen Roman über Essen à la „Butter“ erwartet. Tatsächlich ist es aber eher eine Art Autobiografie der Musikerin Michelle Zauner. Ich kannte sie und ihre Band vorher nicht. Denn was sie aufschreibt, ist wirklich genau so passiert, alle Personen gibt es auch in echt. Alles ist sehr ehrlich, authentisch und „natürlich“ beschrieben. Und es geht um die relativ plötzliche Krebserkrankung ihrer Mutter, deren Leidensweg und ihren Tod. Trotzdem kommt das koreanische Essen und die Beschreibungen davon nicht zu kurz. Was mir teilweise besser gefallen hat als bei „Butter“. Ich muss zugeben, dass ich bis zum Tod der Mutter nicht so recht warm werden wollte mit dem Buch. Es hat sich irgendwie sehr gezogen. So richtig viel passiert nicht, obwohl der Leidensweg echt tragisch war. Aber die Erzählungen von nach dem Tod fand ich dann viel lebendiger, authentischer und spannender. Das Trauern und das Verarbeiten, das „damit-umgehen“. Also ein sehr authentisches und ehrliches Buch mit echten Erlebnissen und Beschreibungen. Dazu interessante Einblicke in die südkoreanische Kultur und das Essen. Allerdings hätte ich mir manchmal mehr erzählerische Tiefe und Spannung gewünscht. Und einige Parts - wie z.B. ihre Beziehung (und wie oft und lange sie teilweise räumlich getrennt waren) oder ihre musikalische Karriere kamen mir etwas zu kurz. Aber ich glaube, für alle Menschen mit Migrationsgeschichte und / oder einem Verlust in der Familie ist dieses Buch sehr heilsam.
This is such a poignant memoir, I was moved to tears at some points. I didn't know Zauner or her band before and knew only very little about Korean food. In the end, I had googled all the food, the korean words, places and listened to the songs. Michelle Zauners beautiful writing had pulled me into her korean-american universe, picturing her life through all these rich observations. It wasn't always an easy read but a rewarding one and I am thankful for it. I made me think about my own mother and how important this relationship is to me.
Danke an NetGalley und den Ullstein Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt Tränen im Asia-Markt ist eine autobiographische Geschichte, in der die Autorin Michelle Zauner den Tod ihrer Mutter verarbeitet. Mir fällt es unglaublich schwer, eine Biografie zu bewerten. Denn inhaltlich ist ja nichts ausgedacht, und da fühlt es sich falsch an, die „Spannung der Geschichte“ oder „wie realistisch sind die Charaktere?“ als Bewertungskriterien zu nehmen. Inhaltlich hat mir die Geschichte extrem gut gefallen. Meine Bewertung bezieht sich nur auf den Aufbau und den Stil. Denn ich persönlich fand die Struktur etwas „wischi waschi“ zwischendurch; vielleicht hätte ein Aufbau als Sammlung von Essays oder Briefen besser funktioniert? Aber es hat beim Lesen auch so gewirkt, als wäre es überhaupt kein Buch für Außenstehende, sondern nur für die Autorin selbst ein Medium zur Trauerbewältigung, und dann wäre es ja egal, wie gut der Aufbau für andere Leser*innen funktioniert. Und den Stil fand ich teilweise auch etwas plump und einfach; denn ja: auch Sachbücher und Memoiren können schön geschrieben werden. Okay, nachdem ich jetzt hier nur negatives aufgezählt habe, kommen wir zu dem positiven. In dem Buch lernt man extrem viel über koreanische Kultur. Tipp: lest das Buch nicht hungrig. Denn es reiht sich eine Essensbeschreibung an die nächste. Und da ist mir echt das Wasser im Mund zusammengelaufen. Viele Wörter sind dabei auf Koreanisch und werden auch nicht übersetzt. Für mich war das okay; ich habe vom Kontext her ungefähr verstanden worum es ging und hatte nicht das Bedürfnis, jedes Wort einzeln nachzuschlagen. Inhaltlich ist es eine super traurige und berührende Geschichte. Als Michelle erfährt, dass ihre Mutter Krebs hat, zieht sie wieder zuhause ein und versucht, ihre Eltern zu unterstützen. Ihr Vater ist Amerikaner, ihre Mutter Koreanerin. Und während der Pflege ihrer Mutter fällt ihr auf, wie stark ihre koreanische „Seite“ von ihrer Mutter abhängig ist: was bleibt ihr noch von Korea, wenn ihre Mutter tot ist? Die ganzen Gerichte z.B., die sie ihrer Mutter so gerne kochen würde, wie ihre Mutter damals für sie – Michelle kennt die Rezepte einfach nicht. Sie hat Angst, die Bindung zu ihren koreanischen Wurzeln zu verlieren. In dem Memoir besinnt Michelle sich zurück auf ihre Kindheit, ihre Jugend, die Zeit in Korea und immer wieder das Essen, das sie mit ihrer Mutter verbindet. Inhaltlich will ich euch allen die Geschichte extrem ans Herz legen, aber seid euch bitte bewusst, dass es stilistisch kein Meisterwerk ist. Ich gebe 4 von 5 Sternen.
Didn't love it as much as I hoped I would.
It was a quick read. Even though it was sad in general, it wasn't very emotionally to me. Something was missing for me. I would have liked more descriptions of interactions between mother and daughter from her teenage years which were apparently rough. Because it was never really described. All the Korean food dishes were also starting to annoy me eventually. I can imagine that you would love this book more as a Korean.
“Save your tears for when your mother dies.” Now that was a tear-jerker. A very emotional read for sure. If you've lost any relatives to cancer, I can see this book really connecting. It's basically the author going through the five stages of grief, reminiscing about her tumultuous relationship with her mother and her anger/regret about not being able to finally get to know her at a personal level. “I've just never met someone like you," - that really hit the nail on the head and pretty much encapsulates what I imagine a lot of parents feel when they're trying to understand and simultaneously guide their kids that are turning out to not be carbon-copies of the people who raised them. Very poignant. Zauner's mom had a lot of great quotes. Overall, really enjoyed this, and am gonna check out some of Zauner's music now since I'm curious.























































