Communion
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Book Information
Posts
Ich find dieses Buch so anstrengend, es geht nur um heterosexuelle Liebe, die im Patriarchat irgendwie nicht möglich sind, es sei denn man liebt sich selbst (?). Find es sehr schwierig, wie die Autorin teilweise Frauen kritisiert und niedermacht, die versuchen im Patriarchat ihre Stellung zu finden und dabei nicht immer im Sinne der Autorin handeln. Klar, Liebe ist super toll, aber die Autorin begrenzt sich und ihre Aussagen so doll auf ihre eigenen Ansichten und Erfahrungen, dass ich vieles nicht nachvollziehen kann. Sie wiederholt sich außerdem extrem oft. Jedes mal umblättern hoffe ich, dass das Kapitel zu ende ist. Ich denke ich werde das Buch hier abbrechen….
Feminist must read
"Communion" by bell hooks explores the significance of knowing and understanding one another for genuine intimacy. Especially at the end she emphasizes the importance of breaking down societal expectations that hinder men from allowing themselves to be known. The book delves into the complexities of gender conflict and emphasizes the need for mutual acknowledgment and acceptance. Overall, "Communion" offers valuable insights into fostering true connection and intimacy by embracing the shared humanity between men and women.
Es gab Teile im Buch, die ich mochte, nachvollziehen konnte oder die mir eine neue Perspektive ermöglichten. Dann gab's aber auch immer wieder Passagen, in denen ich anderer Meinung war, mich gar nicht wiedergefunden habe oder die ich als sehr pauschal empfand. Kann man lesen bzw hören, muss man aber nicht.
nahbar geschrieben typisch bell hooks vor allem aus ihrer eigenen lebensrealität heraus und nach meinem empfinden bisschen zu binär gedacht, aber das war halt auch ihre lebensrealität. ausserdem hat sie sehr häufig gesagt, dass praktizierte selbstliebe zu echter verbundenheit in beziehungen führt, das mag sie locker recht haben, aber ich fands irgendwann bisschen anstrengend zu lesen. kann mir vorstellen, dass mir das zu nem anderem zeitpunkt im leben mehr gibt, aber so hat sich für mich ziemlich viel wiederholt, was irgendwie auf der hand lag & damit bisschen redundant wurde, obwohl bestimmt auch wichtig? also gut insg find ich, aber gerade vlt nicht so komplett lebensverändernd für mich wie ich erwartet hatte
"Lieben lernen" von bell hooks, übersetzt von Elisabeth Schmalen, erschien am 22.02.2022 im HarperCollins Verlag. Ich bin recht unvoreingenommen an dieses Buch gegangen, da es für mich das erste Buch von bell hooks war. Dieses Buch handelt von der Stellung der Frau in einer patriarchalisch geprägten Gesellschaft. Es handelt von Gleichberechtigung und Vorstellungen, die längst überholt sind und ganz wichtig, von Selbstliebe. Die Texte lassen sich leicht und flüssig lesen. Aber leider, leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Den Text bzw. die Aussagen von bell hooks sind sehr pauschalisiert. Sie provozieren. Aber genau diesen Aussagen konnte ich nicht zustimmen, sie nicht teilen, mich nicht mit ihnen identifizieren. Ein möglicher Gedanke, weshalb ich mich mit einigen Aussagen nicht so recht identifizieren konnte könnte sein, dass das Original bereits 2002 erschienen ist und aufgrund dessen eventuell die eine oder andere Aussage überholt ist. Für mich war "lieben lernen" ein Buch voller Liebe, Liebe in allen Facetten, das mich aber nicht vollends überzeugen konnte.
Habe das Buch als Hörbuch for free auf Spotify gefunden und mich drauf gefreut. Allerdings hatte das Buch meiner Meinung nach einige Schwächen. Zuerst zu den positiven Punkten: - gutes Writing, lässt sich gut und schnell hören/lesen - beleuchtet wichtige Themen (Geschichte des Feminismus, Kritik am Feminismus, Formen der Liebe, Liebe in unterschiedlichen Beziehungsmodellen,…) und regt zum Reflektieren an Die Schwachpunkte: - viele Wiederholungen, sowohl innerhalb eines Kapitels als auch Kapitelübergreifend - viele Verallgemeinerungen, zB in Bezug auf Aussagen über bestimmte Personengruppen - zu wenig fundierte wissenschaftliche Quellen um ihre Punkte zu untermauern, eher Mitteilung ihrer subjektiven Ansichten und Zitieren von Selbsthilfebüchern - keine wirklichen Aha-Momente, und oft ein “schonmal gehört” Gefühl
Das Buch „Lieben lernen“ verfolgt einen Ansatz, der Liebe primär als bewusste Praxis und als gesellschaftlich formbares Verhalten versteht. Die zentrale These liegt darin, dass zwischenmenschliche Beziehungen nicht bloß aus spontanen Gefühlen entstehen, sondern Ergebnis von Reflexion, Haltung und erlernbaren Kompetenzen sind. In dieser Hinsicht knüpft der Text implizit an ein klassisches Verständnis an, wie es etwa bei Erich Fromm formuliert wurde: Liebe ist keine passive Erfahrung, sondern eine aktive Handlung. Genau hier entsteht jedoch ein Spannungsfeld, das das Buch nicht vollständig auflöst. Die Darstellung bleibt auffällig zurückhaltend und emotional gedämpft. Das wirkt zunächst konsistent mit dem Anspruch, rational über Liebe zu sprechen, führt aber gleichzeitig dazu, dass zentrale Konfliktlinien eher beschrieben als wirklich durchdrungen werden. Insbesondere im Kontext feministischer Perspektiven zeigt sich eine Leerstelle: Während strukturelle Ungleichheiten angesprochen werden, fehlt eine klare Übersetzung in konkrete Leitlinien für den privaten Raum. Der Anspruch, gesellschaftliche Machtverhältnisse zu reflektieren, endet häufig dort, wo es um konkrete Handlungskonsequenzen im Alltag geht. Dadurch entsteht der Eindruck eines gewissen Versagens im Kleinen: Es wird analysiert, aber nicht ausreichend operationalisiert. Ein wiederkehrendes Motiv ist die Idee, dass Veränderung über zwischenmenschliche Mikroprozesse erfolgt. Beziehungen sollen bewusster gestaltet, Muster reflektiert und emotionale Kompetenzen erweitert werden. Diese Perspektive ist nicht falsch, bleibt jedoch begrenzt. Der Gedanke, dass große gesellschaftliche Veränderungen primär durch individuelle Liebespraktiken entstehen, wirkt unterkomplex. Strukturelle Probleme lassen sich nicht allein durch bessere Kommunikation oder mehr Empathie auflösen. Hier erscheint der Ansatz zu „soft“, weil er Konflikt, Macht und auch legitime Wut eher neutralisiert als integriert. Damit verbunden ist eine zweite Leerstelle: das Thema Nicht-Lieben. Das Buch setzt stark auf die Fähigkeit zur Verbindung, zur Nähe und zur Selbstöffnung. Weniger Raum erhält die Frage, ob und wann es sinnvoll oder notwendig ist, sich nicht zu öffnen, sich abzugrenzen oder bewusst Distanz zu halten. Die Fähigkeit, nicht zu lieben, wütend zu sein oder Beziehungen abzulehnen, wird kaum als eigenständige Kompetenz betrachtet. Dadurch entsteht ein normativer Druck in Richtung Versöhnung und Verbindung, der nicht immer angemessen erscheint. Positiv hervorzuheben ist hingegen die konsequente Aufforderung, Rollenbilder zu hinterfragen. Traditionelle Zuschreibungen in Bezug auf Geschlecht, Beziehung und Identität werden systematisch dekonstruiert. Ebenso wird die Bedeutung von Selbstliebe betont, nicht im oberflächlichen Sinne von Selbstoptimierung, sondern als Grundlage für stabile Beziehungen. Besonders relevant ist in diesem Zusammenhang die Auseinandersetzung mit frühen Prägungen: Erziehung, die von Körperscham, Angst und Befangenheit gegenüber dem eigenen Körper und insbesondere den eigenen Geschlechtsteilen geprägt ist, wird als zentraler Einflussfaktor benannt. Diese Analyse ist schlüssig und bietet einen wichtigen Zugang zum Verständnis späterer Beziehungsmuster. Ein weiterer interessanter, wenn auch nicht vollständig ausgearbeiteter Aspekt betrifft die Dynamik zwischen Mutter und Tochter. Konkurrenz, Ambivalenz und implizite Machtkämpfe werden angedeutet, aber nicht systematisch entfaltet. Gerade hier hätte das Buch an Tiefe gewinnen können, da solche Beziehungen häufig prägend für spätere Bindungsmuster sind. In der Gesamtschau entsteht ein ambivalentes Bild. Der theoretische Anspruch ist hoch, die Grundidee plausibel, und einzelne Analysen sind präzise. Gleichzeitig bleibt die praktische Konsequenz oft unklar, und zentrale Spannungen – insbesondere zwischen individueller Veränderung und struktureller Realität – werden nicht ausreichend bearbeitet. Es bleibt ein Text, der wichtige Fragen stellt, aber nicht immer bereit ist, die daraus entstehenden Konflikte konsequent zu Ende zu denken.
Description
Book Information
Posts
Ich find dieses Buch so anstrengend, es geht nur um heterosexuelle Liebe, die im Patriarchat irgendwie nicht möglich sind, es sei denn man liebt sich selbst (?). Find es sehr schwierig, wie die Autorin teilweise Frauen kritisiert und niedermacht, die versuchen im Patriarchat ihre Stellung zu finden und dabei nicht immer im Sinne der Autorin handeln. Klar, Liebe ist super toll, aber die Autorin begrenzt sich und ihre Aussagen so doll auf ihre eigenen Ansichten und Erfahrungen, dass ich vieles nicht nachvollziehen kann. Sie wiederholt sich außerdem extrem oft. Jedes mal umblättern hoffe ich, dass das Kapitel zu ende ist. Ich denke ich werde das Buch hier abbrechen….
Feminist must read
"Communion" by bell hooks explores the significance of knowing and understanding one another for genuine intimacy. Especially at the end she emphasizes the importance of breaking down societal expectations that hinder men from allowing themselves to be known. The book delves into the complexities of gender conflict and emphasizes the need for mutual acknowledgment and acceptance. Overall, "Communion" offers valuable insights into fostering true connection and intimacy by embracing the shared humanity between men and women.
Es gab Teile im Buch, die ich mochte, nachvollziehen konnte oder die mir eine neue Perspektive ermöglichten. Dann gab's aber auch immer wieder Passagen, in denen ich anderer Meinung war, mich gar nicht wiedergefunden habe oder die ich als sehr pauschal empfand. Kann man lesen bzw hören, muss man aber nicht.
nahbar geschrieben typisch bell hooks vor allem aus ihrer eigenen lebensrealität heraus und nach meinem empfinden bisschen zu binär gedacht, aber das war halt auch ihre lebensrealität. ausserdem hat sie sehr häufig gesagt, dass praktizierte selbstliebe zu echter verbundenheit in beziehungen führt, das mag sie locker recht haben, aber ich fands irgendwann bisschen anstrengend zu lesen. kann mir vorstellen, dass mir das zu nem anderem zeitpunkt im leben mehr gibt, aber so hat sich für mich ziemlich viel wiederholt, was irgendwie auf der hand lag & damit bisschen redundant wurde, obwohl bestimmt auch wichtig? also gut insg find ich, aber gerade vlt nicht so komplett lebensverändernd für mich wie ich erwartet hatte
"Lieben lernen" von bell hooks, übersetzt von Elisabeth Schmalen, erschien am 22.02.2022 im HarperCollins Verlag. Ich bin recht unvoreingenommen an dieses Buch gegangen, da es für mich das erste Buch von bell hooks war. Dieses Buch handelt von der Stellung der Frau in einer patriarchalisch geprägten Gesellschaft. Es handelt von Gleichberechtigung und Vorstellungen, die längst überholt sind und ganz wichtig, von Selbstliebe. Die Texte lassen sich leicht und flüssig lesen. Aber leider, leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Den Text bzw. die Aussagen von bell hooks sind sehr pauschalisiert. Sie provozieren. Aber genau diesen Aussagen konnte ich nicht zustimmen, sie nicht teilen, mich nicht mit ihnen identifizieren. Ein möglicher Gedanke, weshalb ich mich mit einigen Aussagen nicht so recht identifizieren konnte könnte sein, dass das Original bereits 2002 erschienen ist und aufgrund dessen eventuell die eine oder andere Aussage überholt ist. Für mich war "lieben lernen" ein Buch voller Liebe, Liebe in allen Facetten, das mich aber nicht vollends überzeugen konnte.
Habe das Buch als Hörbuch for free auf Spotify gefunden und mich drauf gefreut. Allerdings hatte das Buch meiner Meinung nach einige Schwächen. Zuerst zu den positiven Punkten: - gutes Writing, lässt sich gut und schnell hören/lesen - beleuchtet wichtige Themen (Geschichte des Feminismus, Kritik am Feminismus, Formen der Liebe, Liebe in unterschiedlichen Beziehungsmodellen,…) und regt zum Reflektieren an Die Schwachpunkte: - viele Wiederholungen, sowohl innerhalb eines Kapitels als auch Kapitelübergreifend - viele Verallgemeinerungen, zB in Bezug auf Aussagen über bestimmte Personengruppen - zu wenig fundierte wissenschaftliche Quellen um ihre Punkte zu untermauern, eher Mitteilung ihrer subjektiven Ansichten und Zitieren von Selbsthilfebüchern - keine wirklichen Aha-Momente, und oft ein “schonmal gehört” Gefühl
Das Buch „Lieben lernen“ verfolgt einen Ansatz, der Liebe primär als bewusste Praxis und als gesellschaftlich formbares Verhalten versteht. Die zentrale These liegt darin, dass zwischenmenschliche Beziehungen nicht bloß aus spontanen Gefühlen entstehen, sondern Ergebnis von Reflexion, Haltung und erlernbaren Kompetenzen sind. In dieser Hinsicht knüpft der Text implizit an ein klassisches Verständnis an, wie es etwa bei Erich Fromm formuliert wurde: Liebe ist keine passive Erfahrung, sondern eine aktive Handlung. Genau hier entsteht jedoch ein Spannungsfeld, das das Buch nicht vollständig auflöst. Die Darstellung bleibt auffällig zurückhaltend und emotional gedämpft. Das wirkt zunächst konsistent mit dem Anspruch, rational über Liebe zu sprechen, führt aber gleichzeitig dazu, dass zentrale Konfliktlinien eher beschrieben als wirklich durchdrungen werden. Insbesondere im Kontext feministischer Perspektiven zeigt sich eine Leerstelle: Während strukturelle Ungleichheiten angesprochen werden, fehlt eine klare Übersetzung in konkrete Leitlinien für den privaten Raum. Der Anspruch, gesellschaftliche Machtverhältnisse zu reflektieren, endet häufig dort, wo es um konkrete Handlungskonsequenzen im Alltag geht. Dadurch entsteht der Eindruck eines gewissen Versagens im Kleinen: Es wird analysiert, aber nicht ausreichend operationalisiert. Ein wiederkehrendes Motiv ist die Idee, dass Veränderung über zwischenmenschliche Mikroprozesse erfolgt. Beziehungen sollen bewusster gestaltet, Muster reflektiert und emotionale Kompetenzen erweitert werden. Diese Perspektive ist nicht falsch, bleibt jedoch begrenzt. Der Gedanke, dass große gesellschaftliche Veränderungen primär durch individuelle Liebespraktiken entstehen, wirkt unterkomplex. Strukturelle Probleme lassen sich nicht allein durch bessere Kommunikation oder mehr Empathie auflösen. Hier erscheint der Ansatz zu „soft“, weil er Konflikt, Macht und auch legitime Wut eher neutralisiert als integriert. Damit verbunden ist eine zweite Leerstelle: das Thema Nicht-Lieben. Das Buch setzt stark auf die Fähigkeit zur Verbindung, zur Nähe und zur Selbstöffnung. Weniger Raum erhält die Frage, ob und wann es sinnvoll oder notwendig ist, sich nicht zu öffnen, sich abzugrenzen oder bewusst Distanz zu halten. Die Fähigkeit, nicht zu lieben, wütend zu sein oder Beziehungen abzulehnen, wird kaum als eigenständige Kompetenz betrachtet. Dadurch entsteht ein normativer Druck in Richtung Versöhnung und Verbindung, der nicht immer angemessen erscheint. Positiv hervorzuheben ist hingegen die konsequente Aufforderung, Rollenbilder zu hinterfragen. Traditionelle Zuschreibungen in Bezug auf Geschlecht, Beziehung und Identität werden systematisch dekonstruiert. Ebenso wird die Bedeutung von Selbstliebe betont, nicht im oberflächlichen Sinne von Selbstoptimierung, sondern als Grundlage für stabile Beziehungen. Besonders relevant ist in diesem Zusammenhang die Auseinandersetzung mit frühen Prägungen: Erziehung, die von Körperscham, Angst und Befangenheit gegenüber dem eigenen Körper und insbesondere den eigenen Geschlechtsteilen geprägt ist, wird als zentraler Einflussfaktor benannt. Diese Analyse ist schlüssig und bietet einen wichtigen Zugang zum Verständnis späterer Beziehungsmuster. Ein weiterer interessanter, wenn auch nicht vollständig ausgearbeiteter Aspekt betrifft die Dynamik zwischen Mutter und Tochter. Konkurrenz, Ambivalenz und implizite Machtkämpfe werden angedeutet, aber nicht systematisch entfaltet. Gerade hier hätte das Buch an Tiefe gewinnen können, da solche Beziehungen häufig prägend für spätere Bindungsmuster sind. In der Gesamtschau entsteht ein ambivalentes Bild. Der theoretische Anspruch ist hoch, die Grundidee plausibel, und einzelne Analysen sind präzise. Gleichzeitig bleibt die praktische Konsequenz oft unklar, und zentrale Spannungen – insbesondere zwischen individueller Veränderung und struktureller Realität – werden nicht ausreichend bearbeitet. Es bleibt ein Text, der wichtige Fragen stellt, aber nicht immer bereit ist, die daraus entstehenden Konflikte konsequent zu Ende zu denken.













