Christa Wolf: Werkausgabe. Werkausgabe in 12 Bänden / Medea. Stimmen
by Christa Wolf
Hardback
2.01
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Description
Dieser Band ist eine Zusammenstellung von Texten Christa Wolfs zu ihrem zweiten Arbeitsprojekt an einer mythologischen Gestalt, Medea. Wie schon bei Kassandra ist Wolfs Verfahren das einer ideologiekritischen Umdeutung der überlieferten Figur; während die Erzählung "Kassandra" den tradierten Mythos psychologisierend aktualisierte, ist der Roman "Medea. Stimmen" aber eher eine "Studie über die Macht und ihre Wirkungsweisen" (Margaret Atwood).
Die gesellschaftlichen Konstellationen der Nach-Wendezeit und die daraus erwachsenen Erfahrungen Christa Wolfs haben eine Verbindung zwischen dem Sündenbock-Motiv, das die Überlieferung der Geschichte Medeas seit Euripides prägte, und der unmittelbaren Zeiterfahrung geschaffen, die zum Ausgangspunkt für Wolfs Arbeit wurde. Der Umbruch, der im Herbst 1989 gerade auch als Versuch der Intellektuellen und Künstler begonnen hatte, die Chance einer freiheitlichen demokratischen Entwicklung zu nutzen, führte in der Folge zur Delegitimierung der DDR, zur Ausgrenzung ihrer Kultur und deren Repräsentanten. Der Medea-Stoff erwies sich als ein Paradigma für die Ausgrenzung des/der Fremden, des/der Anderen in der Gestalt einer Frau, deren wahrscheinlich früheste Verkörperung sie als Heilkundige und Zauberin zeigte, ehe sie denunziert wurde als Hexe, Giftmischerin und Kindermörderin.
Die vorliegenden Texte ermöglichen es, die literarische Gestaltung der Medea-Geschichte durch Christa Wolf zurückzuverfolgen bis zur Ursprungsidee.
Book Information
Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
356
Price
24.20 €
Description
Dieser Band ist eine Zusammenstellung von Texten Christa Wolfs zu ihrem zweiten Arbeitsprojekt an einer mythologischen Gestalt, Medea. Wie schon bei Kassandra ist Wolfs Verfahren das einer ideologiekritischen Umdeutung der überlieferten Figur; während die Erzählung "Kassandra" den tradierten Mythos psychologisierend aktualisierte, ist der Roman "Medea. Stimmen" aber eher eine "Studie über die Macht und ihre Wirkungsweisen" (Margaret Atwood).
Die gesellschaftlichen Konstellationen der Nach-Wendezeit und die daraus erwachsenen Erfahrungen Christa Wolfs haben eine Verbindung zwischen dem Sündenbock-Motiv, das die Überlieferung der Geschichte Medeas seit Euripides prägte, und der unmittelbaren Zeiterfahrung geschaffen, die zum Ausgangspunkt für Wolfs Arbeit wurde. Der Umbruch, der im Herbst 1989 gerade auch als Versuch der Intellektuellen und Künstler begonnen hatte, die Chance einer freiheitlichen demokratischen Entwicklung zu nutzen, führte in der Folge zur Delegitimierung der DDR, zur Ausgrenzung ihrer Kultur und deren Repräsentanten. Der Medea-Stoff erwies sich als ein Paradigma für die Ausgrenzung des/der Fremden, des/der Anderen in der Gestalt einer Frau, deren wahrscheinlich früheste Verkörperung sie als Heilkundige und Zauberin zeigte, ehe sie denunziert wurde als Hexe, Giftmischerin und Kindermörderin.
Die vorliegenden Texte ermöglichen es, die literarische Gestaltung der Medea-Geschichte durch Christa Wolf zurückzuverfolgen bis zur Ursprungsidee.
Book Information
Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
356
Price
24.20 €



