Briefe an einen jungen Dichter

Briefe an einen jungen Dichter

Hardback
4.1342
Literarische ModerneFranz XaverFreundschaftDeutschsprachiger Dichter

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Description

»Rilke ist einer der größten Dichter, die es je gegeben hat.« Patti Smith

Im Jahr 1902 erhält Rainer Maria Rilke Post von einem jungen Mann, Franz Xaver Kappus, einem literarisch begabten, 19-jährigen Offiziersanwärter. Kappus ist sich nicht sicher, welche Richtung er in seinem Leben einschlagen soll, und fragt daher den großen, nur wenige Jahre älteren Dichter um Rat. Anstatt es bei einer einfachen Antwort bewenden zu lassen, schob Rilke eine tiefgründige und detaillierte Erklärung nach, warum es so verführerisch und auch so schädlich ist, sich auf die Meinungen und Ratschläge von anderen zu verlassen, wenn man zu dem Menschen werden möchte, der man eigentlich ist. Die Ansichten von anderen können einem zwar eine Richtung weisen, doch Rilke zufolge lenken sie von der eigenen, wahren Bestimmung ab.

Die 1929 herausgegebene Sammlung der Rilke-Briefe hat Epoche gemacht und ganze Generationen immer wieder inspiriert. Auch wenn man keinerlei Neigung verspürt, Dichter zu werden, ist der Rat, alle Aspekte des eigenen Lebens mit dem Sinn zu vereinen, dem man seinem Leben geben möchte, zutiefst bestärkend. Es ist ein einfacher Zuspruch, das Schwerste im Leben zu bewältigen, um zu werden, was man ist.

»Ich lese jeden Tag Rilke.« Lady Gaga, die sich ein langes Zitat aus Briefe an einen jungen Dichter auf Deutsch auf ihren linken Oberarm tätowieren ließ

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
Diaries & Letters
Format
Hardback
Pages
54
Price
15.50 €

Author Description

Rainer Maria Rilke wurde am 4. Dezember 1875 in Prag geboren. Nach dem Abbruch der Militärschule studierte er Literatur, Kunstgeschichte und Philosophie in Prag, München und Berlin und schrieb Gedichte. Nach einer Liaison mit der verheirateten Lou Andreas-Salomé heiratete er 1901 Clara Westhoff, die Scheidung folgte schon im folgenden Jahr. Aus Geldnot nahm Rilke Auftragsarbeiten an und reiste 1902 nach Paris, wo das Gedicht Der Panther entstand. Rilke unternahm Reisen nach Nordafrika, Ägypten und Spanien. Rilkes Tagebuchroman Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge wurde 1910 veröffentlicht. 1919 siedelte er in die Schweiz über. In den 1920er Jahren erkrankte er an Leukämie und verstarb schließlich am 29. Dezember 1926 im Sanatorium Valmont bei Montreux in der Schweiz. Rainer Maria Rilke ist einer der bedeutendsten Lyriker deutscher Sprache. Seit dem Jahr 1900 ist er Autor des Insel Verlages, sein Werk wird hier geschlossen betreut.

Posts

49
All

Das Büchlein beinhaltet ein Vorwort, eine Einleitung des "jungen Dichters" Kappus und 10 Briefe von Rilke an Kappus. Ich hatte mir irgendwie mehr davon erhofft, aber das kann ich dem Buch schlecht vorwerfen. Es geht um sehr viele verschiedene Themen, nicht nur ums Schreiben. Es finden sich hier auf jeden Fall viele schöne Sätze und Gedanken und seine Briefe zeigen Rilke als sehr sympathischen Menschen.

4

Auch die Kunst ist nur eine Art zu leben, und man kann sich, irgendwie lebend, ohne es zu wissen, auf sie vorbereiten; in jedem Wirklichen ist man ihr näher und benachbarter als in den wirklich halbartistischen Berufen, die, indem sie eine Kunstnähe vorspiegeln, das Dasein aller Kunst praktisch leugnen und angreifen, wie etwa der ganze Journalismus es tut und fast alle Kritik und dreiviertel dessen, was Literatur heißt und heißen will. Ich freue mich, mit einem Wort, dass Sie die Gefahr, dahinein zu geraten, überstanden haben und irgendwo in einer rauen Realität einsam und mutig sind. Möchte das Jahr, das bevorsteht, Sie darin erhalten und bestärken. Immer Ihr: R.M. Rilke - Zitat, aus dem 10. Brief "Paris, am zweiten Weihnachtstage 1908" Sollte man wirklich mit dem Ende beginnen? - Aber in dem Fall passen diese letzten Zeilen des berühmten Lyrikers so gut in die Jahreszeit und läuten auch gleichzeitig das "Rilke-Jahr" ein. Denn Rainer Maria Rilke wurde am 04. Dezember 1875 geboren, sein 150. Geburtstag also, und im kommenden Jahr 2026, auch im Dezember jährt sich der Todestag des Dichters zum 100. Mal. Was macht die Faszination dieser Zusammenstellung von Briefen des Dichters an einen jungen und hilfesuchenden Kollegen aus? Eine Begeisterung, die bis in unsere Tage anhält. Die Künstlerin Lady Gaga hat sich gar ein ein Rilke Tattoo stechen lassen und spricht mit Leidenschaft die Worte des Briefeschreibers nach: "Dieses vor allem: Fragen Sie sich in der stillsten Stunde der Nacht: muss ich schreiben?" Ganz so regelmäßig geschrieben hat das große Vorbild seinem ergebenen Herr Kappus nicht, aber wenn er ihm schreibt - aus Paris, Pisa, Bremen, Rom oder Schweden - haben die Briefe Gewicht, sprechen existenzielle und elementare Themen an. An Schicksal glaubt der Meister: "Die Zukunft steht fest, lieber Kappus, wir aber bewegen uns im unendlichen Raume. Wie sollten wir es nicht schwer haben?" Schwer sollte einem auch die Lektüre nicht fallen, auch wenn man zu den angesprochenen Themenfeldern andere Gedanken haben mag. Gerade für Lesende, die mit Lyrik bzw dem reinen Gedichtelesen so ihre Schwierigkeiten haben, bietet dieses schlanke Büchlein einen guten Einstieg in Rilkes Gedankenwelt. Und wer sich selbst mit dem Gedanken trägt, das Schreiben zum Beruf zu machen oder vielleicht schon ab und an an einem eigenen Text gearbeitet hat, der findet hier kleine Anregungen und liebevoll formulierte Hinweise. Die Briefe haben insgesamt so einen warmen Tonfall, der niemand kalt lassen könnte. Sie sprechen von der Großherzigkeit dem Empfänger gegenüber und machen sich nicht nur durch Brief- sondern auch Buchsendungen bemerkbar. Ist dieser ausgewählte Briefschluss nicht einfach wunderbar: "Ich weiß meine Bücher gerne bei Ihnen." ?! Wer gerne noch ergänzend visuell in das Rilke-Jahr einsteigen möchte, dem sei außerdem die aktuelle Doku von arte "Rilke - du musst Dein Leben ändern" empfohlen. FAZIT Diese Briefe von Rilke, die er zwischen den Jahren 1903 - 1908 geschrieben hat, waren für mich eine passende Lektüre, um in das Jubiläum zu starten. Obwohl mich die Lektüre teilweise traurig gestimmt hat, weil der Dichter von einer "einsamen und hilflosen" Kindheit spricht, die in ihm die feste Überzeugung manifestierte, dass der Mensch zur Einsamkeit bestimmt ist. Anderseits hatte er eine vage Vermutung "und vielleicht sind die Geschlechter verwandter als man meint, ..." Ganz viel Liebe und eine große Leseempfehlung!

5

Wish we all had a pen pal like him...

"We shall gradually learn to recognize that what we call fate originates in ourselves, in humankind, and does not work on us from the outside." "What a monstrous lie his brain would have to invent to rein in and clarify the state of his senses." "But only someone who is ready for anything and rules nothing out, not even the most enigmatic things, will experience himself live his own existence to the full." "Perhaps everything terrifiyig is deep down a helpless thing that need our help."

Wish we all had a pen pal like him...
5

„Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich ,ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein.“

Das Buch besteht aus mehreren Briefen von Rilke an einen jungen Kollegen, dem er mit Rat zur Seite steht. Es enthält Antworten von Reiner auf die großen Fragen des Lebens, mit so schönen Gedanke die auch in schöner Sprache verpackt sind. Gedanken über das Leiden, das Alleinsein, das menschliche Wesen und die Trauer. Es sind tröstende Gedanken wie ein Geschenk verpackt für alle die manchmal hilflos dastehen und denen die Ungewissheit des Lebens Angst macht. Insbesondere junge Menschen die manchmal tröstende Gedanken und Worte gegen diese Angst brauchen.

4.5

Werde die Briefe wohl noch mehrfach lesen. Sehr viele Denkanstöße.

3

⭐️⭐️⭐️ Sterne

Der Briefaustausch zwischen Franz Xaver Kappus und Rainer Maria Rilke war interessant zu lesen, wobei ich Rilkes Briefe deutlich ideenreicher und präziser formuliert empfand. Es finden sich einige spannende Gedanken, über die man gut nachdenken kann. Ich denke, dass es sich lohnt, diese Briefe einmal gelesen zu haben – gleichzeitig ist die Lektüre stellenweise auch recht anstrengend 😅

⭐️⭐️⭐️ Sterne
5

Zart, fordernd, leuchtend: Rilkes „Briefe an einen jungen Dichter“

Ich hatte mir sehr, sehr viel erhofft – und viel davon bekommen. Rilke schreibt grandios: jedes Bild sitzt, jede Zeile will nicht nur gelesen, sondern durchdacht werden. Ich brauchte allerdings Anlauf: Der Einstieg fühlte sich distanziert an, manches schien erst einmal überhöht. Gegen Ende hat es mich stärker gepackt – vielleicht, weil die Themen mir näher rücken: Einsamkeit als Nährboden, Geduld, das Reifenlassen von Fragen statt hastiger Antworten. Diese Briefe sind kein Ratgeber, sondern eine stille, ernstgemeinte Begleitung. Wer sich Zeit nimmt, wird reich belohnt: Die Sprache trägt, die Bilder fluten, und man fühlt sich mitgenommen in ein Denken, das langsamer, tiefer, wacher ist. Die Dichte kann anstrengend sein und gelegentlich ins Allgemeine kippen – doch die Schönheit der Sprache macht vieles wett. Für wen eignet sich das Buch: • Für alle, die poetische Sprache lieben und Sätze gern länger im Kopf behalten. • Für Schreibende und Suchende, die Begleitung statt Checkliste wollen. •Für Leser:innen, die bereit sind, langsam zu lesen, zu markieren, nachzukosten. • Für Menschen, die Themen wie Einsamkeit, Geduld und künstlerisches Reifen berühren. Für wen weniger geeignet: • Für alle, die konkrete, sofort anwendbare Schreib-Tipps erwarten. • Für Leser:innen, die eine klare Handlung oder schnelle Ergebnisse brauchen. • Für Ungeduldige – hier verlangt jeder Absatz Aufmerksamkeit. • Für diejenigen, die mit pathetischem Ton und zeitgebundenen Anreden hadern.

5

Schon in der Schule war ich von Rilke‘s Werken begeistert, da er die Gabe dazu hat mit Worten eine besonders künstlerische und „empfindliche“ Darstellung von menschlichen Gefühlen und Erlebnissen zu präsentieren. Es ist unglaublich wie er es schafft seinen vor über 100 Jahren geschriebenen Worten bis heute noch Leben zu verleihen, und ich bin mir sicher es wird Menschen geben die auch nach weiteren 100 Jahren eine Resonanz dazu finden. Ich bin absolut fasziniert von seinem Gehirn und freue mich schon darauf weitere Werke von ihm zu lesen.

5

Ich würde weinen, wenn mir jemand solche Briefe schreiben würde.

„Briefe an einen jungen Dichter“ ist eine Sammlung von zehn Briefen, die Rainer Maria Rilke an den angehenden Dichter Franz Xaver Kappus verfasste. Kappus kontaktierte Rilke, um Rat bezüglich seiner Dichtkunst zu ersuchen. Anstatt Kritik an Kappus' Werk zu äußern, erteilt Rilke ihm Rat über die Selbstfindung und das Leben selbst. Er ermutigt den jungen Dichter seinen Blick nicht nur nach außen zu richten, sondern ihn auch nach innen zu kehren und das Äußere und Innere in Einklang zu bringen. Mit überwältigend schöner Ausdrucksweise schreibt Rilke über die Liebe, die Natur und das Leben. Er ermuntert Kappus dazu die Einsamkeit als Stärke zu sehen, aus der man Kraft zieht und die auch nötig ist, um sich weiterzuentwickeln. Worte können so schön sein, doch wie Rainer Maria Rilke Worte benutzt, ist das wundervollste, das ich seit langem lesen durfte.

4.5

An manchen Stellen komplex und verflochten. Aber ich habe selten so schöne Zitate gelesen.

5

Tiefe, Inspiration - zum Nachdenken und Wiederlesen 😌

Diese zehn Briefe des Rainer Maria Rilke gehören - wie ich bemerkt habe - zu jenen Büchern, die ich liebe. In ihnen offenbart der Dichter seine Gedanken über die Arbeit des Künstlers, über Gott, über die Liebe, den Tod und andere Grundfragen des Lebens wie die Traurigkeit und die Einsamkeit. In unterschiedlichen Varianten ermuntert Rilke seinen nur acht Jahre jüngeren Brieffreund Franz Xaver Kappus, den Schmerz empfundener Einsamkeit als Weite zu empfinden und mit "schön klingender Klage" zu tragen. Im Stile antiker Selbstsorge nimmt er dabei die Rolle des Ratgebenden ein, ohne belehren zu wollen. Der Ratsuchende Kappus soll dabei aber wissen: "Glauben Sie nicht, dass der, welcher Sie zu trösten versucht, mühelos unter den einfachen und stillen Worten lebt, die ihnen manchmal wohltun. Sein Leben hat viel Mühsal und Traurigkeit und bleibt weit hinter Ihnen zurück. Wäre es aber anders, so hätte er jene Worte nie finden können." Für mich gehören die Briefe, die Rainer Maria Rilke 1903, 1904 und 1908 an Franz Xaver Kappus schrieb, mit zum Schönsten, was es an Weltliteratur in deutscher Sprache gibt.

5

Wirklich berührend.

In teils so kurzen Briefen habe ich so viel herauslesen, so viel fühlen können. Das schafft kaum ein Werk.

5

Neues Lieblingsbuch

3.5

Nicht immer einfach zu verstehen, aber enorm lesenswert. Rilkes Ansichten zum Schreiben, zur Liebe und Einsamkeit geben viel Stoff zum Nachdenken. Beeindruckend fand ich auch, dass man förmlich seine Leidenschaft zwischen den Worten spürt.

4.5

„Leben Sie jetzt die Fragen. Vielleicht leben Sie dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein.“ Rilke antwortet in dieser Briefsammlung einem angehenden Dichter auf die großen Fragen des Lebens. Es geht um Einsamkeit, Traurigkeit, Kunst und darum, dass es viel wichtiger ist Fragen anstelle von Antworten zu haben. Fantastisch geschrieben :)

5

ich hätte jeden einzelnen satz markieren können - in diesen briefen steckt einfach so viel weisheit, inspiration und persönlichkeit, dass man denken könnte, rilke hätte die briefe an einen selber geschrieben

5

Rainer Maria Rilke liefert dem Leser mit seinen Briefen an Franz Xaver Kappus neue Sichtweisen auf Leben und Tod und zeigt auf, wie viel Leidenschaft hinter dem Schreiben, ob von Briefen; Büchern oder Gedichten, steckt. Auch erhalten wir durch dieses Buch einen interessanten Einblick in den Gedankenaustausch zwischen Kappus und Rilke. Es ist ein, meiner Meinung nach, literarisch wichtiges Werk, dass trotz seiner manchmal schwer verständichen Ausdrucksweise, von jedem Buchliebhaber im Leben einmal gelesen werden muss.

5

So tolle Worte gefunden für ein unendlich zeitloses Thema! Es ist nicht viel zu lesen, aber lohnt sich unendlich sehr!

4

In den Briefen an den jungen Dichter Franz Xaver Kappus geht es nur am Rande um den Adressaten als Dichter. Vielmehr geht es um Gott und die Welt, um die notwendige Einsamkeit des Dichters, um die Schwierigkeit (als einsamer Dichter?) einen anderen Menschen zu lieben. Mir war das gelegentlich zu viel Pose, aber gewiss tief empfundene Pose.

5

Zeitlos wunderschön.

5

Klassiker mit Tiefgang

Dies ist mein zweiter Klassiker gewesen und ich muss sagen, dieses Buch hat mich in seinen Bann gezogen. Ich finde es immer faszinierend, wie zeitlos, die niedergeschriebenen Worte sind. Ein Klassiker voller Weisheiten über das Leben, das Sein, das Lieben, das Fühlen und die vielen Tiefen, die das Leben mit sich bringt. Manchmal hätte ich gerne ganze Seiten unterstrichen! Der Schreibstil ist auch wunderschön. Manchmal wünschte ich, man würde heutzutage noch so sprechen. Es ist einfach angenehm und würdevoll. Ich würde jedem, dieses Buch ans Herz legen. Es ist nicht lang und trotz der älteren Sprache gut zu verstehen. Dieses Buch hat mich auf jeden Fall bereichert!

4.5

From Poet to Poet

Ich liebe den Schreibstil von Rainer Maria Rilke. Natürlich ist das Buch poetisch und anspruchsvoller geschrieben als normale Bücher, dennoch fande ich das Buch so schön und ich konnte selbst etwas aus dem Buch lernen.

3

-Sehr poetisch -anstrengend zu lesen (alte gehobene Sprache)

5

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt

"Und Ihr Zweifel kann eine gute Eigenschaft werden, wenn Sie ihn erziehen. [...] der Tag wird kommen, da er aus einem Zerstörer einer Ihrer besten Arbeiter werden wird." Rainer Maria Rilkes "Briefe an einen jungen Dichter" sind ein zeitloses Meisterwerk voller poetischer Sprache und tiefgründiger Weisheit. Seine Briefe vermitteln nicht nur Ratschläge für das Schreiben, sondern auch Einsichten über das Leben selbst. Absolute Empfehlung für jeden, der nach Sinn und Tiefe sucht. ✨

4

Der junge Kappus schreibt an den jungen Rilke und bittet um Rat zu seinem Schreiben. Dann lesen wir leider nur noch Rilkes Antworten, die erst zurückhaltend und dann doch mit Tipps gespickt sind. Ich hätte gerne auch die Briefe von Kappus gelesen.

5

„Je stiller, geduldiger und offener wir als Traurige sind, umso tiefer und umso unbeirrter geht das Neue in uns ein, umso besser erwerben wir es, umso mehr wird es unser Schicksal sein und wir werden uns ihm (…) im Innersten verwandt und nahe fühlen.“

Ein Buch, das ich sicher nicht nur einmal lesen werde. Rilke zeigt: Einsamkeit ist kein Mangel, sondern ein Raum, in dem etwas Eigenes wachsen kann. Der Weg zu uns führt über die Traurigkeit - nicht um sie herum. Gerade darin wirkt etwas Neues, das Geduld braucht und Aufmerksamkeit. Auch unser Zweifel ist nicht unser Feind, sondern möglicher Mitgestalter unseres Lebens oder wie Rilke sagt „einer Ihrer besten Arbeiter - vielleicht der klügste von allen, die an Ihrem Leben bauen.“ - sofern wir diesen erziehen. Was bleibt: Die stille Erkenntnis, dass all das, was in uns arbeitet – Einsamkeit, Trauer, Zweifel – nichts ist, was wir bekämpfen müssen. Sondern etwas, das uns formt und wachsen lässt. „Glauben Sie mir: das Leben hat recht, auf alle Fälle.“

3.5

Eine reichende Hand

Wir haben hier eine Sammlung kurzer Briefe von Rile an seinen Dichterfreund. Die Briefe sind durchzogen von einer philosophischen und brüderlichen Warmherzigkeit. Die Korrespondenz bezieht sich auf das Wachsen als Persönlichkeit. Sie Briefe sind einfühlsam und aufbauend geschrieben, ermöglichen der Gegenseite die Geschehnisse aus einem andere Blickwinkel zu betrachten. Die Themen sind nicht sonderlich vielfältig aber dafür bekommt man einen lieben Einblick eine Freundschaft unser man sich geborgen und verstanden fühlt. Heute würde man sagen die beiden Herren haben DeepTalk in ihren Briefen betrieben haha. 😆

5

Das Buch hat mich nicht nur berührt sondern auch mein Gedanken gang angeregt. Ich liebe es

Mann muss sich beim lesen schon konzentrieren um die Quintessenz der 'Geschichte' mit zubekommen, dass jedoch machte mir nichts aus. Ich empfehle es jedem der etwas lesen will der danach alles hinterfragen möchte.

4

Wie können Briefe nur so wahnsinnig poetisch verfasst sein und wo lerne ich einen Menschen kennen, der solch wundervolle Briefe an mich schreibt? Unglaublich, mit welch einem Talent und Gefühl manche Personen mit ihren Worten umgehen können.

5

Große Zeilen auf wenig Seiten. Enthält alles, was man als Schreibender wissen muss.

5

Ein wahrhaft künstlerisches Meisterwerk. Ich war zutiefst bewegt von den Worten die auf diesen Seiten geschrieben sind. Dieses Buch hat Winkel meines Herzens erwärmt und erhellt, welche lange im Dunkeln lagen. Das Sonnet hat mich erschüttert und auf leise Weise geknackt. Trotz schließen des Buches, hallen die Worte nach.

Wortgewaltig💌

Ich lese selten Klassiker, aber diesen hatte ich lange auf meiner Liste. Es sind so wenige Seiten und dafür so viele schöne Worte. Ich bewundere Rilkes Schreibstil, auch wenn ich inhaltlich nicht allzuviel mitnehmen konnte. Es lohnt sich auf jeden Fall zu lesen, da einige Zitate definitiv einen Gedankenprozess anstoßen. ⭐️⭐️⭐️💫

Wortgewaltig💌
5

Ein Buch voller heilender Gedanken

Dieses Buch hat es geschafft, mir Tränen in die Augen steigen zu lassen. 10 Briefe voller Melodie, Poesie, Liebe und Hoffnung. Dieses Buch ist für mich Balsam für die Seele. Definitiv ist es eins meiner absoluten Lieblingsbücher geworden.

5

10 tolle Briefe, die zum Denken anregen & eine neue Sichtweise auf viele Dinge haben. Und das, obwohl sie schon so alt sind.

4

Dies Buch lehrt mich, mutig zu sein.

4

Ein weiterer schmaler Klassikertext, der mir im Januar in die Hände fiel. Leider kann ich keine umfassende Lektüre von Rilkes Gedichten vorweisen, hatte aber spontan große Lust, diese sehr beliebte Briefsammlung einmal zu lesen. Da wendet sich Franz Xaver Kappus Anfang des 20. Jahrhunderts ratsuchend an den großen Dichter, bittet um Hilfe, Lob, Kritik und Rilke spielt sich kein bisschen als allwissender Mentor auf, gibt auch nicht seine TOP 10 "Beste Schreibtipps" von sich, sondern vermittelt Fragen und Anregungen zum Leben als Autor. Wer bin ich? Was will ich? Muss ich schreiben? Sterbe ich, wenn ich nicht schreibe? All diese Fragen stellt er dem jungen Kappus und leitet ihn eher dazu an, zu überlegen, ob er sein ganzes Leben der Kunst (des Schreibens) überantworten möchte und ob er sich auch dazu berufen fühlt. Dabei vermittelt er (auch wenn es nie konkret genannt wird) ebenso Gedankengut aus dem "Stoizismus": Geduldig das eigene Schicksal anerkennen gegen alle Widrigkeiten, stille und einsame Reflexion der eigenen Gefühlswelt angehen, seinen Weg finden durch tägliche Fragen und sich freimachen vom Urteil anderer, auf das man keinen Einfluss hat. Für mich eine unglaublich schöne Sammlung an Briefen, die von Zuspruch und Verständnis Rilkes sprechen. Da wird kein Zwang ausgeübt, sondern Rilke (selbst noch ein Suchender und Zweifelnder) weist auf ein paar Dinge hin, um das Dichterleben für Kappus vorstellbar zu machen und welche Schwierigkeiten es mit sich bringen kann, diese Berufung überhaupt zu wählen.

4

Welch Worte

Jeder kann aus den Briefen von Rilke etwas lernen, egal ob als Dichter oder für den „normalen“ Mensch

4

Inspirierender Klassiker

3.5

Schöner Klassiker

Ich glaube nicht, dass ich dazu in der Lage bin so einen zeitlosen Klassiker zu „bewerten“. Mich persönlich haben die Zeilen von Rilke nicht so angesprochen wie viele andere. Dennoch war der Schreibstil sehr schön und es waren einige inspirierende und tiefgründige Gedankengänge dabei.

4

Ich glaube, daß fast alle unsere Traurigkeiten Momente der Spannung sind, die wir als Lähmung empfinden, weil wir unsere befremdeten Gefühle nicht mehr leben hören. Weil wir mit dem Fremden, das bei uns eingetreten ist, allein sind, weil uns alles Vertraute und Gewohnte für einen Augenblick fortgenommen ist; weil wir mitten in einem Übergang stehen, wo wir nicht stehen bleiben können. Darum geht die Traurigkeit auch vorüber: das Neue in uns, das Hinzugekommene, ist in unser Herz eingetreten, ist in seine innerste Kammer gegangen und ist auch dort nicht mehr, - ist schon im Blut. Und wir erfahren nicht, was es war. Man könnte uns leicht glauben machen, es sei nichts geschehen, und doch haben wir uns verwandelt, wie ein Haus sich verwandelt, in welches ein Gast eingetreten ist. Wir können nicht sagen, wer gekommen ist, wir werden es vielleicht nie wissen, aber es sprechen viele Anzeichen dafür, daß die Zukunft in solcher Weise in uns eintritt, um sich in uns zu verwandeln, lange bevor sie geschieht. Und darum ist es so wichtig, einsam und aufmerksam zu sein, wenn man traurig ist: weil der scheinbar ereignislose und starre Augenblick, da unsere Zukunft uns betritt, dem Leben so viel näher steht als jener andere laute und zufällige Zeitpunkt, da sie uns, wie von außen her, geschieht. Je stiller, geduldiger und offener wir als Traurige sind, um so tiefer und um so unbeirrter geht das Neue in uns ein, um so besser erwerben wir es, um so mehr wird es unser Schicksal sein, und wir werden uns ihm, wenn es eines späteren Tages «geschieht» (das heißt: aus uns heraus zu den anderen tritt), im Innersten verwandt und nahe fühlen. Und das ist nötig. Es ist nötig und dahin wird nach und nach unsere Entwicklung gehen -, daß uns nichts Fremdes widerfahre, sondern nur das, was uns seit lange gehört. http://www.rilke.de/briefe/120804.htm

4

Manchmal wird ein Fremder zu einem Freund und das nur durch den kürzesten Augenkontakt, durch ein Wort, durch eine Geste. Ich bin mir sicher: Solche Zeilen vermögen einen Grobian zu einem feinen Menschen auszubilden.

1.5

Leider war dieses Buch nicht so bereichernd für mich. Das Buch ist vielleicht eher für jeden der schreibt, der kreatives mit Worten schafft eine interessante Lektüre.

4.5

Schöne Sprache, schöne Gedanken. Kennt man Rilke auch sonst ist es wahrscheinlich noch schöner zu lesen. 

3

*3,5 Ein wunderbarer, österreichischer Lyriker, der wahrlich weiß, wie man mit Worten umgeht und weise Ratschläge von sich gibt. Viele Stellen sind wirklich schön, aber irgendwas fehlte für mich, um mich wirklich einzufangen.

5

that something is difficult should be one more reason to do it I bought this book a long time ago, I must be about four years now? I bought it at Waterstones in Amsterdam with the promise to read it as soon as possible, which shouldn’t be a problem, due to its shortness. Well, it took me 4+ years to finally read it and I wish it didn’t. I feel like this book is not only containing letters to a young poet but rather letters to a young soul. Rilke offered me comfort on topics I rather not talk about sometimes. I wish I would have known his words sooner, I feel like it might have prevented some lonely nights with a dark mind.

5

This is a very beautiful collection of great advice and I want everyone to read this.

4

"and otherwise let life take its course. believe me: life is right, whatever happens."

5

Timeless. Absolutely beautiful and inspiring. A must read.

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