Brennendes Geheimnis
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Description
Der Kurort Semmering im Jahr 1910: Edgar, 12 Jahre alt und wohlbehütet, lernt einen jungen Baron kennen und schließt mit ihm Freundschaft. Doch die Freundlichkeit des Barons ist nur vorgeschützt, dahinter verbirgt sich ein erotisches Interesse an der Mutter des Jungen. Die Situation eskaliert …
Zweigs psychologische Novelle, bereits von der zeitgenössischen Kritik begeistert aufgenommen, wurde später mehrfach verfilmt.
Mit Anmerkungen und einem Nachwort des »Fin de Siècle«-Experten Michael Scheffel.
Book Information
Posts
Psychologisch tief und mit einer sprach Gewalt, nur zu empfehlen.
Nachdem ich mit Stefan Zweigs Schachnovelle bereits einen literarischen Klassiker erleben durfte, der mich mit seiner psychologischen Wucht und meisterhaften Sprachgewalt tief beeindruckt zurückließ, wollte ich unbedingt noch tiefer in das Werk dieses außergewöhnlichen Autors eintauchen. So fiel meine Wahl auf Brennendes Geheimnis – eine kurze Novelle, die auf den ersten Blick beinahe unscheinbar wirken mag, deren emotionale Kraft jedoch wie ein schleichendes Feuer unter der Oberfläche lodert und sich Seite für Seite immer intensiver entfaltet. Stefan Zweig gelingt es auch hier wieder mit einer nahezu unvergleichlichen Eleganz, aus einer scheinbar einfachen Konstellation ein tief bewegendes, psychologisch fein gesponnenes Drama zu erschaffen. Im Mittelpunkt stehen drei Figuren: der zwölfjährige Edgar, seine Mutter und ein Baron. Was zunächst wie eine harmlose Begegnung in der abgeschlossenen Welt eines Hotels beginnt, entwickelt sich zu einem feinfühligen, schmerzhaften und zugleich hochspannenden Geflecht aus Vertrauen, Manipulation, Erwachen und Enttäuschung. Besonders Edgar ist eine Figur, die mich emotional vollkommen ergriffen hat, denn Zweig beschreibt dessen kindliche Sehnsucht nach Anerkennung, seine aufrichtige Freude über die neue Bekanntschaft und schließlich seine schmerzvolle Konfrontation mit der Welt der Erwachsenen auf eine Weise, die zutiefst unter die Haut geht. Man spürt beim Lesen jede Unsicherheit, jede Hoffnung, jede Verletzung dieses Jungen so intensiv, dass man sich seinem inneren Erleben kaum entziehen kann. Was mich jedoch erneut am meisten fasziniert hat, ist Zweigs Sprache, die sich kaum in Worte fassen lässt, weil sie eine Schönheit besitzt, die man vielmehr fühlen als beschreiben kann. Seine Sätze fließen mit einer solchen Feinheit, einer solchen literarischen Anmut, dass selbst die leisesten emotionalen Regungen eine gewaltige Wirkung entfalten. Brennendes Geheimnis liest sich nicht einfach nur – es zieht einen in einen Strudel aus Emotionen, Beobachtungen und unausgesprochenen Spannungen hinein. Obwohl die gesellschaftlichen Rollenbilder selbstverständlich stark von der Entstehungszeit geprägt sind, verliert die Geschichte dadurch keineswegs an Wirkung. Vielmehr entfaltet sie gerade durch ihre psychologische Tiefe und die universellen Themen von Vertrauen, Verlust der Unschuld und emotionalem Erwachen eine zeitlose Kraft. Besonders bemerkenswert ist, wie Stefan Zweig die Handlung mit beinahe thrillerartiger Spannung aufbaut, dabei jedoch niemals laut oder effekthascherisch wird. Stattdessen steigert sich die Geschichte langsam, subtil und mit einer beinahe quälenden Intensität, die mich immer tiefer in ihren Bann gezogen hat. Diese leise, aber stetig wachsende Spannung hätte ich in dieser Form kaum erwartet und sie macht die Novelle umso eindringlicher. Brennendes Geheimnis ist für mich ein weiterer eindrucksvoller Beweis dafür, warum Stefan Zweig zu den großen Meistern der psychologischen Literatur gehört. Diese Novelle mag kurz sein, doch ihre Wirkung ist enorm. Sie berührt, fesselt und hallt lange nach. Ich kann diesen Klassiker daher nur von Herzen empfehlen, denn allein Zweigs Sprache ist bereits ein Genuss, doch die emotionale Tiefe und die meisterhafte Erzählkunst machen dieses Werk zu einem wahrhaft brennenden literarischen Erlebnis.
Wundere mich jetzt schon zum vierten Mal in diesem Jahr, dass Stefan Zweig mich so fesseln kann. Edgar, gerade 12 Jahre alt führt uns durch die Geschichte und erzählt sehr emotional die Begegnungen zwischen ihm, einem jungen Baron und seiner Mutter. Das Ende wirkt überstürzt, wenn auch stimmig. Ein weiteres Mal, ein großes Dankeschön an Herrn Zweig! Und welches Buch lese ich jetzt von ihm?
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Der Kurort Semmering im Jahr 1910: Edgar, 12 Jahre alt und wohlbehütet, lernt einen jungen Baron kennen und schließt mit ihm Freundschaft. Doch die Freundlichkeit des Barons ist nur vorgeschützt, dahinter verbirgt sich ein erotisches Interesse an der Mutter des Jungen. Die Situation eskaliert …
Zweigs psychologische Novelle, bereits von der zeitgenössischen Kritik begeistert aufgenommen, wurde später mehrfach verfilmt.
Mit Anmerkungen und einem Nachwort des »Fin de Siècle«-Experten Michael Scheffel.
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Psychologisch tief und mit einer sprach Gewalt, nur zu empfehlen.
Nachdem ich mit Stefan Zweigs Schachnovelle bereits einen literarischen Klassiker erleben durfte, der mich mit seiner psychologischen Wucht und meisterhaften Sprachgewalt tief beeindruckt zurückließ, wollte ich unbedingt noch tiefer in das Werk dieses außergewöhnlichen Autors eintauchen. So fiel meine Wahl auf Brennendes Geheimnis – eine kurze Novelle, die auf den ersten Blick beinahe unscheinbar wirken mag, deren emotionale Kraft jedoch wie ein schleichendes Feuer unter der Oberfläche lodert und sich Seite für Seite immer intensiver entfaltet. Stefan Zweig gelingt es auch hier wieder mit einer nahezu unvergleichlichen Eleganz, aus einer scheinbar einfachen Konstellation ein tief bewegendes, psychologisch fein gesponnenes Drama zu erschaffen. Im Mittelpunkt stehen drei Figuren: der zwölfjährige Edgar, seine Mutter und ein Baron. Was zunächst wie eine harmlose Begegnung in der abgeschlossenen Welt eines Hotels beginnt, entwickelt sich zu einem feinfühligen, schmerzhaften und zugleich hochspannenden Geflecht aus Vertrauen, Manipulation, Erwachen und Enttäuschung. Besonders Edgar ist eine Figur, die mich emotional vollkommen ergriffen hat, denn Zweig beschreibt dessen kindliche Sehnsucht nach Anerkennung, seine aufrichtige Freude über die neue Bekanntschaft und schließlich seine schmerzvolle Konfrontation mit der Welt der Erwachsenen auf eine Weise, die zutiefst unter die Haut geht. Man spürt beim Lesen jede Unsicherheit, jede Hoffnung, jede Verletzung dieses Jungen so intensiv, dass man sich seinem inneren Erleben kaum entziehen kann. Was mich jedoch erneut am meisten fasziniert hat, ist Zweigs Sprache, die sich kaum in Worte fassen lässt, weil sie eine Schönheit besitzt, die man vielmehr fühlen als beschreiben kann. Seine Sätze fließen mit einer solchen Feinheit, einer solchen literarischen Anmut, dass selbst die leisesten emotionalen Regungen eine gewaltige Wirkung entfalten. Brennendes Geheimnis liest sich nicht einfach nur – es zieht einen in einen Strudel aus Emotionen, Beobachtungen und unausgesprochenen Spannungen hinein. Obwohl die gesellschaftlichen Rollenbilder selbstverständlich stark von der Entstehungszeit geprägt sind, verliert die Geschichte dadurch keineswegs an Wirkung. Vielmehr entfaltet sie gerade durch ihre psychologische Tiefe und die universellen Themen von Vertrauen, Verlust der Unschuld und emotionalem Erwachen eine zeitlose Kraft. Besonders bemerkenswert ist, wie Stefan Zweig die Handlung mit beinahe thrillerartiger Spannung aufbaut, dabei jedoch niemals laut oder effekthascherisch wird. Stattdessen steigert sich die Geschichte langsam, subtil und mit einer beinahe quälenden Intensität, die mich immer tiefer in ihren Bann gezogen hat. Diese leise, aber stetig wachsende Spannung hätte ich in dieser Form kaum erwartet und sie macht die Novelle umso eindringlicher. Brennendes Geheimnis ist für mich ein weiterer eindrucksvoller Beweis dafür, warum Stefan Zweig zu den großen Meistern der psychologischen Literatur gehört. Diese Novelle mag kurz sein, doch ihre Wirkung ist enorm. Sie berührt, fesselt und hallt lange nach. Ich kann diesen Klassiker daher nur von Herzen empfehlen, denn allein Zweigs Sprache ist bereits ein Genuss, doch die emotionale Tiefe und die meisterhafte Erzählkunst machen dieses Werk zu einem wahrhaft brennenden literarischen Erlebnis.
Wundere mich jetzt schon zum vierten Mal in diesem Jahr, dass Stefan Zweig mich so fesseln kann. Edgar, gerade 12 Jahre alt führt uns durch die Geschichte und erzählt sehr emotional die Begegnungen zwischen ihm, einem jungen Baron und seiner Mutter. Das Ende wirkt überstürzt, wenn auch stimmig. Ein weiteres Mal, ein großes Dankeschön an Herrn Zweig! Und welches Buch lese ich jetzt von ihm?





