Brennende Felder
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Description
Hinter der ländlichen Idylle lauert der Abgrund
Spannend und wendungsreich erzählt Reinhard Kaiser-Mühlecker in »Brennende Felder« von einer Frau, deren Unruhe mit dem Leben zusammenstößt.
Als Luisa Fischer erfährt, dass ihr Vater Bob nicht ihr leiblicher ist, und sie feststellen muss, dass die Zuneigung, die sie für ihn empfindet, über Familienliebe hinausgeht, verlässt sie die Heimat und die Familie. Nach unruhigen Jahren in verschiedenen Städten lässt sie sich in Hamburg nieder. Dort steht plötzlich ihr Stiefvater vor der Tür, auch er hat sich gegen die Familie und für ein Leben mit ihr entschieden. Bald darauf ziehen die beiden zurück in die österreichische Heimat, wo Bob den Verstrickungen in die Vergangenheit nicht entkommen kann. Verstrickt ist auch der alte Bekannte aus Kindheitstagen Ferdinand, der alleine mit seinem Sohn Anton lebt und dem sich Luisa annähert. Doch immer wieder bricht sich Zweifel an der Aufrichtigkeit des jeweils anderen Bahn, beide belauern sich – die Spannungen spitzen sich zu.
Lassen sich die Schatten und die Lasten der Vergangenheit ablegen? Und ist es möglich, sich selbst in jeder neuen Lebensphase neu zu erfinden? Wer sind wir, wenn wir uns von unserer Vorgeschichte lossagen? Luisas Antwort auf all diese Fragen ist der Entschluss, Schriftstellerin zu werden, und sie beginnt ihre eigene Geschichte zu erzählen.
Book Information
Author Description
Reinhard Kaiser-Mühlecker wurde 1982 in Kirchdorf an der Krems geboren und wuchs in Eberstalzell, Oberösterreich, auf. Er studierte in Wien und betreibt eine Landwirtschaft. »Ich sehe es als eine Art Verpflichtung an, die Welt, die ich kenne, erfahrbar zu machen – einem, der sie nicht kennt.« Sein Debütroman »Der lange Gang über die Stationen« erschien 2008, anschließend die Romane »Magdalenaberg«, »Wiedersehen in Fiumicino«, »Roter Flieder«, »Schwarzer Flieder« sowie »Zeichnungen. Drei Erzählungen«. Der Roman »Fremde Seele, dunkler Wald« stand 2016 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. 2019 erschien der Roman »Enteignung«. Für sein Werk wurde Reinhard Kaiser-Mühlecker mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Der Roman »Wilderer« wurde mit dem Bayerischen Buchpreis 2022 ausgezeichnet und war für den Deutschen Buchpreis und den Österreichischen Buchpreis nominiert. Für seinen Roman »Brennende Felder« erhielt Reinhard Kaiser-Mühlecker den Österreichischen Buchpreis 2024.Literaturpreise:Österreichischer Buchpreis 2024 für »Brennende Felder«Bayerischer Buchpreis 2022 für »Wilderer« Preis des Wirtschaftsclubs Stuttgart 2022 für »Wilderer« Nominierung Prix du Meilleur livre étranger 2021 für »Roter Flieder«Longlist Prix Médicis étranger 2021 für »Roter Flieder« Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans 2020Comburg-Stipendium 2015Adalbert-Stifter-Stipendium 2014Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2014outstanding artist award 2013Kunstpreis Berlin für Literatur 2013Buch.Preis 2009Stipendium des Literarischen Colloqiums Berlin 2009 Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf 2009Österreichisches Staatsstipendium für Literatur 2008Hermann-Lenz-Stipendium 2008 Stipendium des Herrenhauses Edenkoben 2007Literaturförderpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung 2007Werkstattstipendium der Jürgen-Ponto-Stiftung 2006
Posts
Ein Psychogramm einer bäuerlichen Gesellschaft am wirtschaftlichen und kulturellen Abgrund ❤️🩹
„Brennende Felder“ stellt den Abschlussband der Romantrilogie des Schriftstellers Reinhard Kaiser-Mühlecker rund um die oberösterreichische Bauernfamilie Fischer dar - welchen ich gelesen habe, ohne die beiden Vorgängerbücher zu kennen. Und ich kann Euch verraten: Ich bin trotzdem gut in die Geschichte reingekommen, aber habe nun „Blut geleckt“ und werde Teil 1+2 auch noch lesen. Das Psychogramm einer bäuerlichen Gesellsc haft am wirtschaftlichen und kulturellen Abgrund. Luisa ist in ihre oberösterreichische Heimat zurückgekehrt und möchte nun als Schriftstellerin neue Wege einschlagen. Dort begegnet sie ihren Halbbrüdern wieder, die (wie ich mir habe sagen lassen) auch schon in Kaiser-Mühleckers Prosawerken „Fremde Seele, dunkler Wald“ bzw. „Wilderer“ im Mittelpunkt standen: Alexander, ein ehemaliger Soldat, leidet unter den psychischen Nachwirklungen eines Auslandseinsatzes, Jakob hat zwischenzeitlich den verschuldeten Bauernhof der Eltern übernommen. Beide Söhne sind auf der Suche nach dem persönlichen Glück, hadern aber damit, sich von familiären Prägungen zu lösen. Luisa lebte lange Zeit im Ausland und war somit fernab des Geschehens des heimischen Rosentals. Von unterschiedlichen Vätern hat sie zwei Kinder, die auch bei diesen in Dänemark und Schweden leben. Luisas lässt in ihren gedanklichen Struggles kein gutes Haar an ihnen. „Ihre beiden Ex-Männer, die Väter ihrer Kinder waren schrecklich gewesen, der eine wie der andere, in gewisser Hinsicht eigentlich richtige Monster, von denen sich zu trennen ihr im Innersten nicht schwergefallen war.“ Reinhard Kaiser-Mühlecker lässt Luisa als unzuverlässige Erzählerin fungieren. Eigentlich bin ich da gar keine Freundin von - ich bevorzuge normalerweise doch eher zuverlässige Erzählstimmen, aber in diesem Falle kam ich erstaunlich gut damit zurecht (keine innerlichen Wutausbrüche 😇😡😤) und das lag an Luisa, die zwar per se eine unzuverlässige Erzählerin ist, aber dann doch so viel Selbstreflektion besitzt, dass man ihr so manches durchgehen lässt, sei es Unzuverlässigkeit, als auch die eine oder andere Übertreibung. „Andere Menschen waren schon eigenartige Wesen, und wie war man selbst eigentlich? Sich kannte man schließlich auch nicht besonders gut, wenn man ehrlich war.“ Luisa bietet schon einiges Konfliktpotenzial, sei es die Tatsache, dass sie gerne ihre leidvollen Erfahrungen auf andere Familienmitglieder projiziert oder auch ihre Skrupellosigkeit gegenüber Fremd- und Eigenzuschreibungen. Auch was die Liebe angeht, ist sie weit entfernt von einem Ruhepol, sie erobert frohen Mutes Robert Fischer und damit den Mann, der sie zwar aufgezogen hat, aber eben nicht ihr leiblicher Vater ist. Ich hatte zeitweise Schwierigkeiten während des Lesens den emotionalen Verstrickungen und ökonomischen Verwürfnissen der Familie Fischer zu folgen. Was mich nach gut der Hälfte dazu brachte, zu überlegen, wohin die Geschichte eigentlich abzielt und das Ganze hinausläuft. Auch aus Luisas Ausführungen zu ihrem Roman wurde ich nicht schlau und habe mich gefragt: lese ich hier gerade das Werk, das Luisa gerade schreibt? Die Beantwortung der Frage und auch noch mehr Einzelheiten zu dem Inhalt möchte ich Euch nicht vorwegnehmen, aber wie ihr sicherlich merkt: das Buch stiftet einiges an Verwirrung und hält die Spannung (was es mich auch in einem Rutsch hat durchlesen lassen). Ich kann Euch verraten, es geht in „Brennende Felder“ noch um so vieles mehr, es tauchen noch einige gut gezeichnete Charaktere auf und auch bezüglich Geschehnissen wird’s nicht langweilig. Da diese Rezi aber keine Romannacherzählung sein soll und es doch immer den größten Lesespaß bedeutet, ein Buch für sich selber zu entdecken, belasse ich es bei den bisherigen Infos zum Buch. Der Schriftsteller und Landwirt Reinhard Kaiser-Mühlecker hat ein Psychogramm einer bäuerlichen Gesellschaft am wirtschaftlichen und kulturellen Abgrund geschrieben. Deutsche Gegenwartsliteratur at it’s best! Zarten Gemütern kann ich nur von diesem beeindruckenden Werk voller schwarzem Humor und langen Spannungsbögen abraten. Es gibt bei dem Autor ferner keinesfalls Entschuldigungen für verwerfliches Verhalten oder charakterliche Verfehlungen. Kaiser-Mühlecker ist ein Meister der Naturbeschreibungen, aber auch auf emotionaler Ebene fehlt es ihm nicht an Empathie, eine gelungene Introspektion hat er hier vorgelegt. Lest „Brennende Felder“ und findet heraus, wohin Luisa ihr Weg auf weiblicher und literarischer Selbstbehauptung geführt hat.
„Seit Wochen oder sogar Monaten war sie, als könne man auch das Lesen verlernen, nicht vorangekommen in dem Roman, der auf dem Nachtkästchen lag, so lange, dass sie schon gar nicht mehr recht wusste, wovon er handelte.“ Ich frage mich, ob mich der Roman mehr bewegt hätte, wenn ich seine Vorgänger zuerst gelesen hätte.
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Hinter der ländlichen Idylle lauert der Abgrund
Spannend und wendungsreich erzählt Reinhard Kaiser-Mühlecker in »Brennende Felder« von einer Frau, deren Unruhe mit dem Leben zusammenstößt.
Als Luisa Fischer erfährt, dass ihr Vater Bob nicht ihr leiblicher ist, und sie feststellen muss, dass die Zuneigung, die sie für ihn empfindet, über Familienliebe hinausgeht, verlässt sie die Heimat und die Familie. Nach unruhigen Jahren in verschiedenen Städten lässt sie sich in Hamburg nieder. Dort steht plötzlich ihr Stiefvater vor der Tür, auch er hat sich gegen die Familie und für ein Leben mit ihr entschieden. Bald darauf ziehen die beiden zurück in die österreichische Heimat, wo Bob den Verstrickungen in die Vergangenheit nicht entkommen kann. Verstrickt ist auch der alte Bekannte aus Kindheitstagen Ferdinand, der alleine mit seinem Sohn Anton lebt und dem sich Luisa annähert. Doch immer wieder bricht sich Zweifel an der Aufrichtigkeit des jeweils anderen Bahn, beide belauern sich – die Spannungen spitzen sich zu.
Lassen sich die Schatten und die Lasten der Vergangenheit ablegen? Und ist es möglich, sich selbst in jeder neuen Lebensphase neu zu erfinden? Wer sind wir, wenn wir uns von unserer Vorgeschichte lossagen? Luisas Antwort auf all diese Fragen ist der Entschluss, Schriftstellerin zu werden, und sie beginnt ihre eigene Geschichte zu erzählen.
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Author Description
Reinhard Kaiser-Mühlecker wurde 1982 in Kirchdorf an der Krems geboren und wuchs in Eberstalzell, Oberösterreich, auf. Er studierte in Wien und betreibt eine Landwirtschaft. »Ich sehe es als eine Art Verpflichtung an, die Welt, die ich kenne, erfahrbar zu machen – einem, der sie nicht kennt.« Sein Debütroman »Der lange Gang über die Stationen« erschien 2008, anschließend die Romane »Magdalenaberg«, »Wiedersehen in Fiumicino«, »Roter Flieder«, »Schwarzer Flieder« sowie »Zeichnungen. Drei Erzählungen«. Der Roman »Fremde Seele, dunkler Wald« stand 2016 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. 2019 erschien der Roman »Enteignung«. Für sein Werk wurde Reinhard Kaiser-Mühlecker mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Der Roman »Wilderer« wurde mit dem Bayerischen Buchpreis 2022 ausgezeichnet und war für den Deutschen Buchpreis und den Österreichischen Buchpreis nominiert. Für seinen Roman »Brennende Felder« erhielt Reinhard Kaiser-Mühlecker den Österreichischen Buchpreis 2024.Literaturpreise:Österreichischer Buchpreis 2024 für »Brennende Felder«Bayerischer Buchpreis 2022 für »Wilderer« Preis des Wirtschaftsclubs Stuttgart 2022 für »Wilderer« Nominierung Prix du Meilleur livre étranger 2021 für »Roter Flieder«Longlist Prix Médicis étranger 2021 für »Roter Flieder« Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans 2020Comburg-Stipendium 2015Adalbert-Stifter-Stipendium 2014Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft 2014outstanding artist award 2013Kunstpreis Berlin für Literatur 2013Buch.Preis 2009Stipendium des Literarischen Colloqiums Berlin 2009 Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf 2009Österreichisches Staatsstipendium für Literatur 2008Hermann-Lenz-Stipendium 2008 Stipendium des Herrenhauses Edenkoben 2007Literaturförderpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung 2007Werkstattstipendium der Jürgen-Ponto-Stiftung 2006
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Ein Psychogramm einer bäuerlichen Gesellschaft am wirtschaftlichen und kulturellen Abgrund ❤️🩹
„Brennende Felder“ stellt den Abschlussband der Romantrilogie des Schriftstellers Reinhard Kaiser-Mühlecker rund um die oberösterreichische Bauernfamilie Fischer dar - welchen ich gelesen habe, ohne die beiden Vorgängerbücher zu kennen. Und ich kann Euch verraten: Ich bin trotzdem gut in die Geschichte reingekommen, aber habe nun „Blut geleckt“ und werde Teil 1+2 auch noch lesen. Das Psychogramm einer bäuerlichen Gesellsc haft am wirtschaftlichen und kulturellen Abgrund. Luisa ist in ihre oberösterreichische Heimat zurückgekehrt und möchte nun als Schriftstellerin neue Wege einschlagen. Dort begegnet sie ihren Halbbrüdern wieder, die (wie ich mir habe sagen lassen) auch schon in Kaiser-Mühleckers Prosawerken „Fremde Seele, dunkler Wald“ bzw. „Wilderer“ im Mittelpunkt standen: Alexander, ein ehemaliger Soldat, leidet unter den psychischen Nachwirklungen eines Auslandseinsatzes, Jakob hat zwischenzeitlich den verschuldeten Bauernhof der Eltern übernommen. Beide Söhne sind auf der Suche nach dem persönlichen Glück, hadern aber damit, sich von familiären Prägungen zu lösen. Luisa lebte lange Zeit im Ausland und war somit fernab des Geschehens des heimischen Rosentals. Von unterschiedlichen Vätern hat sie zwei Kinder, die auch bei diesen in Dänemark und Schweden leben. Luisas lässt in ihren gedanklichen Struggles kein gutes Haar an ihnen. „Ihre beiden Ex-Männer, die Väter ihrer Kinder waren schrecklich gewesen, der eine wie der andere, in gewisser Hinsicht eigentlich richtige Monster, von denen sich zu trennen ihr im Innersten nicht schwergefallen war.“ Reinhard Kaiser-Mühlecker lässt Luisa als unzuverlässige Erzählerin fungieren. Eigentlich bin ich da gar keine Freundin von - ich bevorzuge normalerweise doch eher zuverlässige Erzählstimmen, aber in diesem Falle kam ich erstaunlich gut damit zurecht (keine innerlichen Wutausbrüche 😇😡😤) und das lag an Luisa, die zwar per se eine unzuverlässige Erzählerin ist, aber dann doch so viel Selbstreflektion besitzt, dass man ihr so manches durchgehen lässt, sei es Unzuverlässigkeit, als auch die eine oder andere Übertreibung. „Andere Menschen waren schon eigenartige Wesen, und wie war man selbst eigentlich? Sich kannte man schließlich auch nicht besonders gut, wenn man ehrlich war.“ Luisa bietet schon einiges Konfliktpotenzial, sei es die Tatsache, dass sie gerne ihre leidvollen Erfahrungen auf andere Familienmitglieder projiziert oder auch ihre Skrupellosigkeit gegenüber Fremd- und Eigenzuschreibungen. Auch was die Liebe angeht, ist sie weit entfernt von einem Ruhepol, sie erobert frohen Mutes Robert Fischer und damit den Mann, der sie zwar aufgezogen hat, aber eben nicht ihr leiblicher Vater ist. Ich hatte zeitweise Schwierigkeiten während des Lesens den emotionalen Verstrickungen und ökonomischen Verwürfnissen der Familie Fischer zu folgen. Was mich nach gut der Hälfte dazu brachte, zu überlegen, wohin die Geschichte eigentlich abzielt und das Ganze hinausläuft. Auch aus Luisas Ausführungen zu ihrem Roman wurde ich nicht schlau und habe mich gefragt: lese ich hier gerade das Werk, das Luisa gerade schreibt? Die Beantwortung der Frage und auch noch mehr Einzelheiten zu dem Inhalt möchte ich Euch nicht vorwegnehmen, aber wie ihr sicherlich merkt: das Buch stiftet einiges an Verwirrung und hält die Spannung (was es mich auch in einem Rutsch hat durchlesen lassen). Ich kann Euch verraten, es geht in „Brennende Felder“ noch um so vieles mehr, es tauchen noch einige gut gezeichnete Charaktere auf und auch bezüglich Geschehnissen wird’s nicht langweilig. Da diese Rezi aber keine Romannacherzählung sein soll und es doch immer den größten Lesespaß bedeutet, ein Buch für sich selber zu entdecken, belasse ich es bei den bisherigen Infos zum Buch. Der Schriftsteller und Landwirt Reinhard Kaiser-Mühlecker hat ein Psychogramm einer bäuerlichen Gesellschaft am wirtschaftlichen und kulturellen Abgrund geschrieben. Deutsche Gegenwartsliteratur at it’s best! Zarten Gemütern kann ich nur von diesem beeindruckenden Werk voller schwarzem Humor und langen Spannungsbögen abraten. Es gibt bei dem Autor ferner keinesfalls Entschuldigungen für verwerfliches Verhalten oder charakterliche Verfehlungen. Kaiser-Mühlecker ist ein Meister der Naturbeschreibungen, aber auch auf emotionaler Ebene fehlt es ihm nicht an Empathie, eine gelungene Introspektion hat er hier vorgelegt. Lest „Brennende Felder“ und findet heraus, wohin Luisa ihr Weg auf weiblicher und literarischer Selbstbehauptung geführt hat.






