Bibliophilia. Am Ende des Buchlands
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Book Information
Posts
Ein literarischer Fiebertraum
Nach dem verheerenden Brand in Beatrice‘ Antiquariat hat sie keinen Fuß mehr ins Buchland gesetzt. Ihre Geschichte ist geschrieben, auch wenn sie einen hohen Preis dafür gezahlt hat. Doch die Welt der Geschichten scheint sie noch immer nicht gehen lassen zu wollen und so findet sie sich noch ein letztes Mal auf einer Reise durch das wundersame Buchland wieder, im Kampf um die Zukunft der Fantasie. „Literatur ist der Dosenöffner für den Verstand.“ Das ist der Satz, der mir von dieser Buchreihe am nachdrücklichsten in Erinnerung bleiben wird. Markus Walters Geschichte wird allen Buchliebhabern dieser Welt aus dem Herzen sprechen, allen, die auch gern einmal die Bücher flüstern hören wollen. All jene Leseratten werden sich im Buchland wohlfühlen, auch wenn es dort zeitweilig ganz schön seltsam werden kann. Dann tummeln sich dort nicht nur Fantasiegestalten und Buchfiguren, nein, auch Personifizierungen von Gefühlen oder längst vergessene Autoren treiben ihr Unwesen. Zu allem Übel versteht keine der betreffenden Personen das Buchland in Gänze, immerhin ist es ja unendlich. Mit anderen Worten: die Reise gleicht einem Fiebertraum, einer wilden Party des verrückten Hutmachers. Die Geschichte selbst steht dabei gar nicht zwangsläufig die ganze Zeit im Vordergrund und ist auch nicht immer das spannendste am Buch. Viel eher ist es die Reise ins Buchland selbst, die den Leser nachhaltig faszinieren kann. Die Protagonisten müssen selbst erst entscheiden, wie sie ihre Geschichte zu Ende schreiben, denn nun kommt das wahrhaft verwirrende: Beatrice‘ Geschichte gleicht einem Henne-Ei-Problem, es ist Schrödingers Fantasybuch: Beatrice schreibt ihre Geschichte, Buchland, nach dem, was sie erlebt, aber erst durch die Magie ihres Romans wird das Erlebte real. Genau so verwirrend und selbstironisch ist auch die ganze Trilogie, schafft es dabei aber trotzdem, den Leser nicht komplett an frustrierte Verwirrung zu verlieren. (Solange er nicht beginnt, jede Wendung zu hinterfragen.) Viel eher ist sie eine Hommage an das Geschichtenerzählen, eine Liebeserklärung an das geschriebene Wort und ein Zeugnis dessen, welche Kraft es haben kann. Fantasie vermag es, die Welt bunter zu machen und uns Hoffnung zu schenken und somit sind schreiben und lesen die größten Geschenke, das lässt uns der Autor auf diesen Seiten nie vergessen, auch wenn er gegen Ende seiner Geschichte auch ein bisschen seiner eigenen Verwirrung anheimgefallen ist und womöglich auch etwas über das Ziel hinausgeschossen ist. Trotzdem bleibt mit Buchland eine faszinierende, einzigartige Geschichte und das Wissen, dass jede Geschichte es wert ist, erzählt zu werden.

Description
Book Information
Posts
Ein literarischer Fiebertraum
Nach dem verheerenden Brand in Beatrice‘ Antiquariat hat sie keinen Fuß mehr ins Buchland gesetzt. Ihre Geschichte ist geschrieben, auch wenn sie einen hohen Preis dafür gezahlt hat. Doch die Welt der Geschichten scheint sie noch immer nicht gehen lassen zu wollen und so findet sie sich noch ein letztes Mal auf einer Reise durch das wundersame Buchland wieder, im Kampf um die Zukunft der Fantasie. „Literatur ist der Dosenöffner für den Verstand.“ Das ist der Satz, der mir von dieser Buchreihe am nachdrücklichsten in Erinnerung bleiben wird. Markus Walters Geschichte wird allen Buchliebhabern dieser Welt aus dem Herzen sprechen, allen, die auch gern einmal die Bücher flüstern hören wollen. All jene Leseratten werden sich im Buchland wohlfühlen, auch wenn es dort zeitweilig ganz schön seltsam werden kann. Dann tummeln sich dort nicht nur Fantasiegestalten und Buchfiguren, nein, auch Personifizierungen von Gefühlen oder längst vergessene Autoren treiben ihr Unwesen. Zu allem Übel versteht keine der betreffenden Personen das Buchland in Gänze, immerhin ist es ja unendlich. Mit anderen Worten: die Reise gleicht einem Fiebertraum, einer wilden Party des verrückten Hutmachers. Die Geschichte selbst steht dabei gar nicht zwangsläufig die ganze Zeit im Vordergrund und ist auch nicht immer das spannendste am Buch. Viel eher ist es die Reise ins Buchland selbst, die den Leser nachhaltig faszinieren kann. Die Protagonisten müssen selbst erst entscheiden, wie sie ihre Geschichte zu Ende schreiben, denn nun kommt das wahrhaft verwirrende: Beatrice‘ Geschichte gleicht einem Henne-Ei-Problem, es ist Schrödingers Fantasybuch: Beatrice schreibt ihre Geschichte, Buchland, nach dem, was sie erlebt, aber erst durch die Magie ihres Romans wird das Erlebte real. Genau so verwirrend und selbstironisch ist auch die ganze Trilogie, schafft es dabei aber trotzdem, den Leser nicht komplett an frustrierte Verwirrung zu verlieren. (Solange er nicht beginnt, jede Wendung zu hinterfragen.) Viel eher ist sie eine Hommage an das Geschichtenerzählen, eine Liebeserklärung an das geschriebene Wort und ein Zeugnis dessen, welche Kraft es haben kann. Fantasie vermag es, die Welt bunter zu machen und uns Hoffnung zu schenken und somit sind schreiben und lesen die größten Geschenke, das lässt uns der Autor auf diesen Seiten nie vergessen, auch wenn er gegen Ende seiner Geschichte auch ein bisschen seiner eigenen Verwirrung anheimgefallen ist und womöglich auch etwas über das Ziel hinausgeschossen ist. Trotzdem bleibt mit Buchland eine faszinierende, einzigartige Geschichte und das Wissen, dass jede Geschichte es wert ist, erzählt zu werden.





