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Ein Deal, der mehr kostet als Geld💸🛍️🏥
‼️Achtung Spoiler ‼️ Der Einstieg in Bad Boss Behaviour fiel mir ehrlich gesagt schwer. Ally steckt in einer absolut verzweifelten Situation: abgebrochenes Studium, ein an Demenz erkrankter Vater, Schulden, finanzielle Überforderung. Und dann steht sie vor Alex, einem CEO, der sie bei ihrem Vorstellungsgespräch erst demütigt und ihr stattdessen anbietet, für einen Monat seine „Freundin“ zu spielen. Gegen Bezahlung. Ein Deal. Keine Gefühle. Klare Regeln. Und genau diese Regeln formuliert Alex sehr deutlich: „Kein Smalltalk, keine privaten Details, keine Freundschaft …“ Man merkt sofort: Dieser Mann lebt nach Kontrolle. Distanz ist sein Schutzschild. Die ersten Kapitel haben mich noch nicht komplett gepackt. Manche Szenen wirkten etwas überzogen, auch die zeitlichen Abläufe fühlten sich stellenweise komprimiert an. Gefühlt begleiten sie unzählige Events, während offiziell kaum Zeit vergeht. Das hat meinen Lesefluss zwischendurch gebremst. Was allerdings funktioniert, ist die emotionale Spannung zwischen den beiden. Zum Beispiel nach dem ersten intensiven Kuss,dieser Moment, in dem alles kippt. Und dann seine Worte: Es war ein Fehler. Allys Reaktion bringt es perfekt auf den Punkt: „Wie konnte er mich so küssen wie kein anderer zuvor und dann so etwas sagen? Als zählte es nichts.“ Dieses Wechselspiel aus Nähe und Zurückweisung zieht sich durch die Geschichte. Man spürt, dass zwischen ihnen längst mehr ist, aber Alex hält krampfhaft an seinen Prinzipien fest. Ein Wendepunkt für mich war die Szene bei der Oper. Nachdem ein Geschäft abgeschlossen ist und ihr Deal eigentlich endet, eskaliert die Situation öffentlich. Vor wichtigen Geschäftspartnern wird ihr Arrangement aufgedeckt und in der anschließenden Auseinandersetzung fällt von Alex ein Satz, der Ally auf etwas reduziert, das sie längst nicht mehr ist. Er stellt ihr Vertrauen infrage und trifft sie damit genau dort, wo sie am verletzlichsten ist. Diese Szene war schmerzhaft. Nicht dramatisch im kitschigen Sinne, sondern verletzend real. Hier zeigt sich, wie tief alte Denkmuster sitzen. „Alison“, rief ich ihren Namen, jedes Mal ein bisschen verzweifelter. Jedes Mal mit mehr Gewissheit, dass ich sie für immer verloren hatte.“ Und genau hier beginnt für mich der stärkere Teil des Buches. Alex wird stiller. Nachdenklicher. Er reflektiert. Und er schreibt. Was folgt, sind keine großen Machtdemonstrationen mehr, sondern Worte. Briefe. Ein Einblick in seine Vergangenheit, seine Familie, seine Bindungsängste. Er erkennt, dass er ihr nie wirklich zugehört hat, obwohl sie ihn längst durchschaut hatte. „Er schrieb weiter, auch wenn all seine Worte unbeantwortet blieben.“ Diese Entwicklung hat mich deutlich mehr berührt als die anfänglichen Machtspiele. Auch Allys Weg bleibt nicht stehen. Sie trifft Entscheidungen für sich selbst, für ihr Studium, für ihre Zukunft, unabhängig davon, ob er Teil davon ist oder nicht. Und genau das gibt der Geschichte am Ende eine andere Qualität. Für mich ist Bad Boss Behaviour kein perfektes Buch. Der Einstieg braucht Geduld, manche Dynamiken sind überspitzt und nicht jede Entwicklung wirkt vollkommen rund. Aber es hat emotionale Momente, die wirklich funktionieren, besonders in der zweiten Hälfte. Ein Buch, das für mich stärker wurde, je mehr die Kontrolle wich und echte Gefühle Raum bekamen.

Feb 26, 2026
Ein Deal, der mehr kostet als Geld💸🛍️🏥
‼️Achtung Spoiler ‼️ Der Einstieg in Bad Boss Behaviour fiel mir ehrlich gesagt schwer. Ally steckt in einer absolut verzweifelten Situation: abgebrochenes Studium, ein an Demenz erkrankter Vater, Schulden, finanzielle Überforderung. Und dann steht sie vor Alex, einem CEO, der sie bei ihrem Vorstellungsgespräch erst demütigt und ihr stattdessen anbietet, für einen Monat seine „Freundin“ zu spielen. Gegen Bezahlung. Ein Deal. Keine Gefühle. Klare Regeln. Und genau diese Regeln formuliert Alex sehr deutlich: „Kein Smalltalk, keine privaten Details, keine Freundschaft …“ Man merkt sofort: Dieser Mann lebt nach Kontrolle. Distanz ist sein Schutzschild. Die ersten Kapitel haben mich noch nicht komplett gepackt. Manche Szenen wirkten etwas überzogen, auch die zeitlichen Abläufe fühlten sich stellenweise komprimiert an. Gefühlt begleiten sie unzählige Events, während offiziell kaum Zeit vergeht. Das hat meinen Lesefluss zwischendurch gebremst. Was allerdings funktioniert, ist die emotionale Spannung zwischen den beiden. Zum Beispiel nach dem ersten intensiven Kuss,dieser Moment, in dem alles kippt. Und dann seine Worte: Es war ein Fehler. Allys Reaktion bringt es perfekt auf den Punkt: „Wie konnte er mich so küssen wie kein anderer zuvor und dann so etwas sagen? Als zählte es nichts.“ Dieses Wechselspiel aus Nähe und Zurückweisung zieht sich durch die Geschichte. Man spürt, dass zwischen ihnen längst mehr ist, aber Alex hält krampfhaft an seinen Prinzipien fest. Ein Wendepunkt für mich war die Szene bei der Oper. Nachdem ein Geschäft abgeschlossen ist und ihr Deal eigentlich endet, eskaliert die Situation öffentlich. Vor wichtigen Geschäftspartnern wird ihr Arrangement aufgedeckt und in der anschließenden Auseinandersetzung fällt von Alex ein Satz, der Ally auf etwas reduziert, das sie längst nicht mehr ist. Er stellt ihr Vertrauen infrage und trifft sie damit genau dort, wo sie am verletzlichsten ist. Diese Szene war schmerzhaft. Nicht dramatisch im kitschigen Sinne, sondern verletzend real. Hier zeigt sich, wie tief alte Denkmuster sitzen. „Alison“, rief ich ihren Namen, jedes Mal ein bisschen verzweifelter. Jedes Mal mit mehr Gewissheit, dass ich sie für immer verloren hatte.“ Und genau hier beginnt für mich der stärkere Teil des Buches. Alex wird stiller. Nachdenklicher. Er reflektiert. Und er schreibt. Was folgt, sind keine großen Machtdemonstrationen mehr, sondern Worte. Briefe. Ein Einblick in seine Vergangenheit, seine Familie, seine Bindungsängste. Er erkennt, dass er ihr nie wirklich zugehört hat, obwohl sie ihn längst durchschaut hatte. „Er schrieb weiter, auch wenn all seine Worte unbeantwortet blieben.“ Diese Entwicklung hat mich deutlich mehr berührt als die anfänglichen Machtspiele. Auch Allys Weg bleibt nicht stehen. Sie trifft Entscheidungen für sich selbst, für ihr Studium, für ihre Zukunft, unabhängig davon, ob er Teil davon ist oder nicht. Und genau das gibt der Geschichte am Ende eine andere Qualität. Für mich ist Bad Boss Behaviour kein perfektes Buch. Der Einstieg braucht Geduld, manche Dynamiken sind überspitzt und nicht jede Entwicklung wirkt vollkommen rund. Aber es hat emotionale Momente, die wirklich funktionieren, besonders in der zweiten Hälfte. Ein Buch, das für mich stärker wurde, je mehr die Kontrolle wich und echte Gefühle Raum bekamen.
Feb 26, 2026







