Aufstieg, Neid und Judenhass 1880 bis 1933
by Götz Aly
Hardback
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Description
Liest man die antisemitischen Schriften, die seit den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts in Deutschland und Österreich verstärkt erschienen waren, dann fällt immer wieder eines ins Auge: die so mächtige Triebkraft des Neides und der Habgier. 'Wir sind diesem fremden Volksstamme nicht mehr gewachsen', rief Wilhelm Marr aus, der um 1880 den Begriff Antisemitismus in das Weltvokabular einführte. Er stellte den schnellen sozialen Aufstieg der Juden in das Zentrum seiner Agitation. Demselben Muster folgte der bekannte Berliner Antisemit Adolf Stoecker, der den Judenhass 'als Gegenstand sozialer Besorgnis' predigte.Tatsächlich kamen die meisten Juden mit den Anforderungen der Moderne sehr viel besser zurecht als die Mehrheit der Christen. Zwischen 1886 und 1901 erreichten die jüdischen Schulkinder rund siebeneinhalb Mal so häufig mittlere und höhere Schulabschlüsse wie christliche. Um 1900 besuchten in Berlin elfeinhalb Mal so viele jüdische Schülerinnen eine weiterführende Schule wie christliche. Der offenkundige Vorsprung kam selbstverständlich vor allem auch an den Universitäten, hernach in den Berufen und Einkommensverhältnissen zum Tragen.
Book Information
Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
History & Archaeology
Format
Hardback
Pages
64
Price
1.00 €
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Liest man die antisemitischen Schriften, die seit den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts in Deutschland und Österreich verstärkt erschienen waren, dann fällt immer wieder eines ins Auge: die so mächtige Triebkraft des Neides und der Habgier. 'Wir sind diesem fremden Volksstamme nicht mehr gewachsen', rief Wilhelm Marr aus, der um 1880 den Begriff Antisemitismus in das Weltvokabular einführte. Er stellte den schnellen sozialen Aufstieg der Juden in das Zentrum seiner Agitation. Demselben Muster folgte der bekannte Berliner Antisemit Adolf Stoecker, der den Judenhass 'als Gegenstand sozialer Besorgnis' predigte.Tatsächlich kamen die meisten Juden mit den Anforderungen der Moderne sehr viel besser zurecht als die Mehrheit der Christen. Zwischen 1886 und 1901 erreichten die jüdischen Schulkinder rund siebeneinhalb Mal so häufig mittlere und höhere Schulabschlüsse wie christliche. Um 1900 besuchten in Berlin elfeinhalb Mal so viele jüdische Schülerinnen eine weiterführende Schule wie christliche. Der offenkundige Vorsprung kam selbstverständlich vor allem auch an den Universitäten, hernach in den Berufen und Einkommensverhältnissen zum Tragen.
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Hardback
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64
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1.00 €



