Aufräumen
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Description
Book Information
Author Description
Angelika Waldis, 1940 in Luzern geboren, hat einige Semester Anglistik und Germanistik an der Universität Zürich studiert. Der Titel ihrer ersten und letzten Seminararbeit: »Poetic diction in the eighteenth century«. Weil sie lieber über das Hier und Jetzt schreiben wollte, schlug sie eine journalistische Laufbahn ein. Zusammen mit ihrem Ehemann Otmar Bucher gründete sie die mehrfach ausgezeichnete Jugendzeitschrift Spick. Waldis schrieb für die Jugend und, wenn sie noch Zeit hatte, für die Schublade. Mit sechzig hörte sie mit der Zeitschrift auf – und schrieb endlich ihr erstes Buch. Ihre Romane und Kurzgeschichten für Erwachsene wurden mehrfach ausgezeichnet; Ich komme mit war 2019 das Lieblingsbuch des Deutschschweizer Buchhandels und erhielt im selben Jahr den ZKB Schillerpreis. Angelika Waldis hat einen Sohn, eine Tochter und drei Enkelkinder. Sie lebt in der Nähe von Zürich.
Posts
Poetisch und leicht - Empfehlenswert für zwischendurch, auf Reisen, im Urlaub.
Es sind Sätze wie: „Sie muss sich ihren Mut wieder vollpumpen, der fühlt sich etwas schlapp an.“ (S. 87), bei denen mir das Herz aufgeht. Allein die Kapitelüberschriften wie „Den Reißverschluss des Körpers aufgezogen“ teasern diese Wortspiele an. Als Leserin begleite ich Luisa, die der Nachbarin beim Umzug in ein Heim hilft und die das Aufräumen inspiriert - nicht das Aufräumen, sondern explizit das ihres Ehemannes. Sie will ihn töten. Was zunächst wie ein Krimi anmutet, entfaltet sich zu einer Art Tragikomödie. Ich reiste im Zug mit Luisa durch Italien, lernte Flack kennen und auch Alfred, bekannt als Arschfred. Gemeinsam mit Luisa machte ich Umwege, tauchte ein in ihre Familie und emanzipierte mich mit ihr davon. Wunderbar leicht und sprachlich schön - ich liebte den Stil, in dem die Schweizer Autorin Angelika Wadis schreibt. Den halben Stern Abzug gibt es für die Seiten 161-164. Die dort beschriebene Szene wäre auch ganz wunderbar ohne Reproduktion diskriminierender Sprache und Bilder ganz wunderbar ausgekommen. Das hat mich kurz enttäuscht durch die Zeilen seufzen lassen. Ansonsten war das Buch aber für mich sprachlicher Genuss. Und wer mag, lässt sich sogar anstiften und denkt darüber nach, was, wen und wie er*sie im Leben vielleicht aufräumen könnte.

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Angelika Waldis, 1940 in Luzern geboren, hat einige Semester Anglistik und Germanistik an der Universität Zürich studiert. Der Titel ihrer ersten und letzten Seminararbeit: »Poetic diction in the eighteenth century«. Weil sie lieber über das Hier und Jetzt schreiben wollte, schlug sie eine journalistische Laufbahn ein. Zusammen mit ihrem Ehemann Otmar Bucher gründete sie die mehrfach ausgezeichnete Jugendzeitschrift Spick. Waldis schrieb für die Jugend und, wenn sie noch Zeit hatte, für die Schublade. Mit sechzig hörte sie mit der Zeitschrift auf – und schrieb endlich ihr erstes Buch. Ihre Romane und Kurzgeschichten für Erwachsene wurden mehrfach ausgezeichnet; Ich komme mit war 2019 das Lieblingsbuch des Deutschschweizer Buchhandels und erhielt im selben Jahr den ZKB Schillerpreis. Angelika Waldis hat einen Sohn, eine Tochter und drei Enkelkinder. Sie lebt in der Nähe von Zürich.
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Poetisch und leicht - Empfehlenswert für zwischendurch, auf Reisen, im Urlaub.
Es sind Sätze wie: „Sie muss sich ihren Mut wieder vollpumpen, der fühlt sich etwas schlapp an.“ (S. 87), bei denen mir das Herz aufgeht. Allein die Kapitelüberschriften wie „Den Reißverschluss des Körpers aufgezogen“ teasern diese Wortspiele an. Als Leserin begleite ich Luisa, die der Nachbarin beim Umzug in ein Heim hilft und die das Aufräumen inspiriert - nicht das Aufräumen, sondern explizit das ihres Ehemannes. Sie will ihn töten. Was zunächst wie ein Krimi anmutet, entfaltet sich zu einer Art Tragikomödie. Ich reiste im Zug mit Luisa durch Italien, lernte Flack kennen und auch Alfred, bekannt als Arschfred. Gemeinsam mit Luisa machte ich Umwege, tauchte ein in ihre Familie und emanzipierte mich mit ihr davon. Wunderbar leicht und sprachlich schön - ich liebte den Stil, in dem die Schweizer Autorin Angelika Wadis schreibt. Den halben Stern Abzug gibt es für die Seiten 161-164. Die dort beschriebene Szene wäre auch ganz wunderbar ohne Reproduktion diskriminierender Sprache und Bilder ganz wunderbar ausgekommen. Das hat mich kurz enttäuscht durch die Zeilen seufzen lassen. Ansonsten war das Buch aber für mich sprachlicher Genuss. Und wer mag, lässt sich sogar anstiften und denkt darüber nach, was, wen und wie er*sie im Leben vielleicht aufräumen könnte.






