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Romane

Aufräumen

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Über das Buch

Luisa hat beschlossen aufzuräumen. Als erstes muss Alfred weg. Alfred, das dunkle Kneiftier ihres Lebens. Auf der Reise zur Beseitigung Alfreds ziehen die berührenden Bilder ihres Lebens an ihr vorbei: der Schmerz um die beiden Töchter die behinderte Maya und die unglückliche Miriam , ihre geheime Liebe zu Silvan, die Zeiten des Glücks und die Zeiten der Wut. Eine eigenartiger Begleiter bringt ihre Reise durcheinander: der aus der psychiatrischen Klinik ausgebrochene Flack. Mit ihm erfährt die tüchtige Luisa zum ersten Mal die Lust am Unsinn und den Spaß am Absurden. Leichtfüssig und vergnüglich kommt die Geschichte daher, sodass man beinahe überliest, wie abgrundtief traurig sie eigentlich ist. Das macht die Spannung aus bei Angelika Waldis, eine Spannung, die packt, weil sie subtil ist. Angelika Waldis legt hier ihr Meisterstück vor ein Werk übers Altern , das wie eine Frischzellenkur wirkt.

Editionen (3)

ISBN9783905811766
VerlagEuropa Verlag AG Zürich
Erscheinungsdatum16.07.13
Seitenzahl180

Rezensionen & Bewertungen

11 Bewertungen

2 Rezensionen

3,4

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  • buechertantje
    buechertantje

    19 Follower

    4,5

    Poetisch und leicht - Empfehlenswert für zwischendurch, auf Reisen, im Urlaub.

    Es sind Sätze wie: „Sie muss sich ihren Mut wieder vollpumpen, der fühlt sich etwas schlapp an.“ (S. 87), bei denen mir das Herz aufgeht. Allein die Kapitelüberschriften wie „Den Reißverschluss des Körpers aufgezogen“ teasern diese Wortspiele an. Als Leserin begleite ich Luisa, die der Nachbarin beim Umzug in ein Heim hilft und die das Aufräumen inspiriert - nicht das Aufräumen, sondern explizit das ihres Ehemannes. Sie will ihn töten. Was zunächst wie ein Krimi anmutet, entfaltet sich zu einer Art Tragikomödie. Ich reiste im Zug mit Luisa durch Italien, lernte Flack kennen und auch Alfred, bekannt als Arschfred. Gemeinsam mit Luisa machte ich Umwege, tauchte ein in ihre Familie und emanzipierte mich mit ihr davon. Wunderbar leicht und sprachlich schön - ich liebte den Stil, in dem die Schweizer Autorin Angelika Wadis schreibt. Den halben Stern Abzug gibt es für die Seiten 161-164. Die dort beschriebene Szene wäre auch ganz wunderbar ohne Reproduktion diskriminierender Sprache und Bilder ganz wunderbar ausgekommen. Das hat mich kurz enttäuscht durch die Zeilen seufzen lassen. Ansonsten war das Buch aber für mich sprachlicher Genuss. Und wer mag, lässt sich sogar anstiften und denkt darüber nach, was, wen und wie er*sie im Leben vielleicht aufräumen könnte.

    Poetisch und leicht - Empfehlenswert für zwischendurch, auf Reisen, im Urlaub.

    22. Mai 2025

  • naxhie
    naxhie

    10 Follower

    4,0

    Der Schreibstil von Angelika Waldis hat mir besonders gut gefallen – klar, einfach und gleichzeitig sehr einfühlsam. Eine schöne, leichte Lektüre, die unterhält und zum Nachdenken anregt. Es war toll mal wieder eine Geschichte zu lesen, die teilweise in der Schweiz spielt.

    18. Apr. 2025

Autorin / Autor

Über Angelika Waldis

Angelika Waldis, aufgewachsen in Luzern, studierte nach der Lehrerausbildung an der Uni Zürich Germanistik und Anglistik und wurde Journalistin. Zusammen mit Ehemann Otmar Bucher gründete sie die Jugendzeitschrift Spick und leitete das mehrfach ausgezeichnete Magazin bis Ende 1999. Im Jahr 2000 erhielt sie den Schweizer Jugendbuchpreis. Dann begann sie, für Erwachsene zu schreiben. Ihre Kurzgeschichten und Romane, u.a. bei Kein & Aber, wurden mehrfach ausgezeichnet. Angelika Waldis hat einen Sohn und eine Tochter sowie drei Enkelkinder und lebt in der Nähe von Zürich. Von Angelika Waldis ist im Europa Verlag Zürich der Erzählband «Züri Geschnätzlets» erschienen.

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