Artemis
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Description
Book Information
Author Description
Andy Weir war bereits im Alter von fünfzehn Jahren als Programmierer und später als Softwareentwickler für diverse Computerfirmen tätig, bevor er mit seinem Roman »Der Marsianer« einen internationalen Megabestseller landete. Seither widmet er sich ganz dem Schreiben und beschäftigt sich in seiner Freizeit mit Physik, Mechanik und der Geschichte der bemannten Raumfahrt – Themen, die sich auch immer wieder in seinen Romanen finden. Sein Debüt »Der Marsianer« wurde von Starregisseur Ridley Scott brillant verfilmt.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Wem gehört der Mond?
Als Schmugglerin in der Mondstadt Artemis hangelt sich Jazz Bashara von einem Job zum nächsten, in der Hoffnung, eines Tages das große Geld zu machen. Eines Tages erhält sie tatsächlich ein Angebot, das fast zu gut scheint, um wahr zu sein und sie für den Rest ihres Lebens absichern würde. Allerdings ist es auch brandgefährlich und Jazz ahnt nicht, dass sie, indem sie es annimmt, eine Kettenreaktion in Gang setzt, die die Leben aller Bewohner des Mondes in Gefahr bringt… Die Welt hat erst vor Kurzem voller Faszination die Artemis II-Mission beobachtet und dem Mond nach längerer Zeit wieder ihre Aufmerksamkeit geschenkt, also scheint es an der Zeit, ein unbekannteres Buch von Andy Weir zur Hand zu nehmen, der auch erst vor Kurzem mit der Verfilmung seines Romans „Project Hail Mary“ einen Welterfolg feierte. „Artemis“ jedoch ist völlig anders als Ryland Grace‘ Reise in ein fernes Sternensystem. Wie vom Autor gewohnt ist das Buch sehr technisch und wissenschaftlich gut recherchiert und vor allem detailliert, allerdings trotzdem gut verständlich. Das war es dann aber auch mit den Gemeinsamkeiten. Während es in den anderen Büchern des Autors nämlich um das schiere Überleben oder sogar die Rettung der Menschheit geht, hat Jazz Bashara keinesfalls besonders ehrenvolle Ziele. Ihr geht es einfach bloß ums Geld verdienen, einen besonders gut ausgeprägten moralischen Kompass hat sie nicht. Dementsprechend ist sie auch nicht die sympathischste Protagonistin, viel eher ist sie ein wenig arrogant und egoistisch. Mit der Zeit lernt man aber auch, dass sie unter der harten Schale auch ein Herz versteckt. Manchmal zumindest kommt es kurz zum Vorschein. Ansonsten setzt sie ihren genialen, aber auch erbarmungslosen Instinkt ein. Sie nimmt einen extrem gefährlichen und auch eigentlich beinahe unmöglichen Auftrag an und setzt ihn mit einem beinahe irrsinnig riskanten Plan um und kommt mehr oder weniger sogar damit durch. Doch damit gehen die Probleme erst so richtig los. Denn der Roman ist an der Stelle noch nicht mal zur Hälfte vorbei. Wenn man also ein Abenteuer in Raumanzug, eine Jagd quer über den Mond oder etwas ähnliches erwartet hat, dann wird man ganz schön verwirrt aus der Wäsche schauen. Im restlichen Buch geht es nämlich vor allem um Wirtschaftspolitik, das organisierte Verbrechen und Auftragsmorde. Jazz hat nämlich mit ihrem Anschlag auf die Mondindustrie die komplette Wirtschaft aus dem Gleichgewicht gebracht und sich sehr mächtige Feinde gemacht. Natürlich ist das Buch deswegen nicht langweilig, der Autor macht dem Leser diese unerwartete Handlung durch mehr halsbrecherische Pläne, um dem organisierten Verbrechen das Handwerk zu legen, durchaus schmackhaft und hat sich noch einige spannende Science-Fiction-Elemente dazu ausgedacht, um das ganze auch glaubwürdig zu machen. Außerdem greift er mit dieser Wendung und dem Fokus der Geschichte ein Problem auf, dass nicht nur die Raumfahrtindustrie schon eine Weile beschäftigt: Die Frage „Wem gehört der Mond?“ und alle dazugehörigen Probleme, etwa die Macht der Superreichen und der großen Konzerne und der ewige Kampf um die Vorherrschaft. Im Buch schwingt durchaus eine kritische Botschaft mit, auch wenn der Autor sie äußerst zynisch verpackt hat, immerhin ist seine Protagonistin selbst eine (manchmal ziemlich unausstehliche) Verbrecherin, die sich selbst auch bloß bereichern will. Unter dem Strich verbindet dieses Buch Science-Fiction mit Krimi und Thriller und übt ein wenig Kritik, bleibt aber vor allem lange spannend und unvorhersehbar und immer wieder aberwitzig gefährlich. Am Ende hat der Autor es vielleicht ein wenig übertrieben, aber die Handlung ist gut, der Schreibstil gewohnt ironisch, bis manchmal bissig sarkastisch. Mit der Protagonistin und ihren Macken muss man leben können, dann wird man von Andy Weir auch auf dem Mond gut unterhalten. Sein Meisterstück ist dieses Buch aber eher nicht und wer mit der Hoffnung auf den nächsten Astronauten an dieses Buch herangeht, der wird vielleicht nicht hundertprozentig zufrieden sein.

Das war mein erster Roman von Andy Weir (ich hatte mir das Buch gekauft, nachdem ich die Verfilmung vom Marsianer gesehen hatte), und ich habe bekommen, was ich erwartet hatte: Viele interessante Fakten zu Weltraumtechnik, Physik und Chemie, verpackt in einer spannenden Geschichte mit einer sympathisch-kratzbürstigen Hauptperson (allein Jazz' Sprüche sind schon das Lesen wert). Einzig der Schluss, wo immer noch ein Hindernis/Problem hinter das nächste aufgetürmt wird, fand ich etwas zu viel und zu langatmig - ein paar Verwicklungen weniger hätten es auch getan. Und die ständigen Anspielungen auf Jazz' Sexualleben fand ich auch etwas störend. Da viele Leser, die zuerst den Marsianer und/oder den Astronaut gelesen haben, von diesem Buch enttäuscht waren, muss ich unbedingt mal diese beiden Bücher lesen, wenn ich von diesem schon so begeistert war.
Hm, also nett und ganz spannend. Ich mag die Figuren und die Story an sich ist auch ganz gut. Mondbasis Krimi/Thriller
Insgesamt wirklich nett zu lesen. Ich mochte Jazz schon nach wenigen Seiten. Genauso die anderen Figuren. Die Handlung ist ein Mix aus Physics und Science Fiction. Also typischer Andy Weir Mix. Aber mir hat die Hoch Spannung gefehlt. Er liess sich gut runter lesen. Trotzdem hat mir etwas mehr gefehlt. Ich würde ihm solide 3,5 Sterne geben. Da das hier nicht geht, habe ich keine 3 Sterne übers Herz gebracht. Das konnte ich Jazz einfach nicht antun. I
Tolle Geschichte!
Stell dir vor, du lebst auf dem Mond in der einzigen Stadt namens Artemis. Du hast deinen normalen Job und verdienst dir als Kleinkriminelle mit Schmugglerei etwas dazu. Und dann kommt plötzlich ein Auftrag rein, der das gesamte Leben in der Mondstadt verändern könnte. Weltall ist nicht so dein Setting? Keine Angst. Zwar wird immer wieder erwähnt, dass die Geschichte auf dem Mond spielt, aber im Vordergrund stehen eher Kriminalität, Machtverhältnisse, zwischenmenschliche Beziehungen, Eskalation und die Charaktere selbst. Im Mittelpunkt steht diesmal die weibliche Hauptfigur Jazz Bashara. Sie nimmt einen Auftrag an, der immer größere Kreise zieht. Man begleitet sie bei der Planung, Durchführung und den Konsequenzen und wird dabei immer tiefer in die Welt von Artemis hineingezogen. Im Vergleich zu Der Astronaut ist Artemis deutlich weniger technisch. Trotzdem merkt man auch hier, wie gut Andy Weir recherchiert hat. Viele technische Aspekte und Berechnungen beruhen tatsächlich auf realistischen Grundlagen. (Ja, ich habe einiges ergooglet 😄) Die Frage, die sich mir dabei immer wieder gestellt hat. "Könnte ein Leben auf dem Mond irgendwann wirklich so möglich sein?" Mein Fazit nach knapp 300 von 432 Seiten. Unfassbar spannend geschrieben. Ich fliege regelrecht durch die Seiten und will ständig wissen, wie es weitergeht. Ich habe oft gelesen, dass viele enttäuscht von dem Buch waren, nachdem sie zuvor Der Astronaut oder Der Marsianer gelesen hatten. Das kann ich irgendwo verstehen, wenn man hauptsächlich auf klassische Hard-Sci-Fi hofft. Aber ich finde, man sollte Artemis differenziert betrachten. Denn hier steht weniger die Wissenschaft im Vordergrund, sondern viel mehr die Kriminalgeschichte in einem Sci-Fi-Setting. Für alle, die sich langsam an das Sci-Fi-Genre rantasten möchten, ist das meiner Meinung nach ein richtig guter Einstieg.
Stell dir vor, du machst Urlaub auf dem Mond…
Während die ganze Welt gerade dem Mondflug Artemis II entgegenfiebert und wir auf der Erde nach Bildern vom Mond bzw. Von seiner Rückseite warten, passt diese Geschichte von Andy Weir genau zu unserer Realität. Dieses Jahr fliegen wir erst zum Mond und in naher Zukunft können wir dort für 70.000€ Urlaub machen. So ganz abwegig ist das nicht. Hier geht es um die junge Jazz, die zusammen mit vielen anderen in einer kleinen Stadt auf dem Mond lebt. Sie ist ständig pleite und sucht wieder mal nach Gelegenheitsjobs, um endlich den Status eines Mond-Touristen-Führers zu bekommen. Eines Tages bekommt sie ein Angebot, was sie annimmt und was die komplette Mondstadt in Gefahr bringt…. Die Menschen als auch die Crew müssen mit genügend Sauerstoff versorgt werden… schafft Jazz das? Also ich könnte noch nicht die Frage beantworten, ob ich für 70.000€ Urlaub auf dem Mond machen würde…. Würdest du?
leider viel zu kurz
Als großer Fan des Schreibstils von Andy Weir hat mich auch sein Roman „Artemis“ überzeugt. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und auch der wissenschaftliche sowie gesellschaftliche Hintergrund war für mich stimmig und überzeugend konstruiert und beschrieben. Das Buch hat eine solche Fesselungskraf entwickelt, dass ich mich aktiv bremsen musste, um nicht zu viele Kapitel an einem Tag zu lesen, schlicht aus dem Grund, weil ich das packende Leseerlebnis und die faszinierende Welt um Jazz nicht zu schnell beenden wollte. Ich komme leider zu der Erkenntnis, dass ich zu früh geboren worden bin, um solches mal erleben zu dürfen. Die Reise auf dem Mond. Zu der Geschichte habe ich mir tatsächlich während des lesens und sogar danach noch einige Gedanken dazu gemacht. Was wäre wenn. Jedenfalls war es für mich ein rundum gelungenes Werk. Ich blicke dem nächsten Roman des Autors, der voraussichtlich im kommenden Jahr erscheinen soll, bereits mit großer Vorfreude entgegen.
📚 Inhalt Jazz gehört zu den ersten Menschen, die dauerhaft auf dem Mond leben. Aber das Leben auf dem Mond ist nicht für alle schön und einfach, eigentlich sogar nur für die reichen Bürger:innen. Denn das Leben auf dem Mond ist extrem teuer, aber dafür sehr sicher. Es gibt kaum Kriminalität, doch Jazz trägt dazu bei, die Statistik in die Höhe zu treiben. Sie arbeitet als mehr oder weniger erfolgreiche Kleinkriminelle und schmuggelt diverse verbotene Waren auf den Mond. Aber auch damit hält sie sich immer nur gerade so über Wasser. Doch dann bekommt sie ein Angebot, dass ihr Leben verändern könnte. Führt sie den Auftrag aus, erhält sie eine Million Motten (die Mondwährung) und alle ihre Sorgen wären auf einen Schlag in Rauch aufgelöst. Jazz ahnt nicht, welche Ereigniskette sie mit diesem Auftrag auslösen wird und wie viele Leben sie gefährden wird. 📖 Meinung Andy Weir hat mich bisher nicht enttäuscht und ich habe mich sehr auf dieses Buch von ihm gefreut. Das Leben auf dem Mond bietet enorm viel Potential, da man seiner Fantasie freien Lauf lassen kann. Er hätte alles daraus machen können und mir persönlich hat das Setting gut gefallen. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass eine Gesellschaft auf dem Mond so aussehen könnte, wie Jazz und ihre Freund:innen sie erlebt haben. Die Reichen, die ihr Leben geniessen und die arbeitende Bevölkerung, die sich mehr schlecht als recht über Wasser hält. Aber zurück zur Geschichte. Jazz als Protagonistin hat mir mehrheitlich gefallen, nur habe ich mich an der, teilweisen, Übersexualisierung gestört. Ich mag das Thema grundsätzlich nicht besonders in Büchern und bei dieser Geschichte hat Sex nichts zur Handlung beigetragen. Es wurde einfach immer wieder angesprochen. Ich hatte auch den Eindruck, dass Jazz’ Potential nicht vollkommen ausgeschöpft wurde, mir hat irgendwas gefehlt, damit sie mir vollkommen nahe oder sympathisch gewesen wäre. Aber da sind wir wieder beim alten Thema: müssen Protagonist:innen immer zu 100% sympathisch sein? Nein, ich denke nicht. Die Story wirkt wie ein Coup, es war manchmal ein wenig viel für mich. Klar, wir befinden uns in der Zukunft auf dem Mond, aber die Handlung war mir dann manchmal doch zu überspitzt. Nun zu meinem Fazit: Das Buch hat mich unterhalten, es lässt sich leicht lesen und eignet sich wunderbar für Sci-Fi- Neulinge. Trotzdem hinterlässt die Geschichte nicht den Wow-Effekt, den ich nach «Der Marsianer» oder «Der Astronaut» hatte. Für mich das bisher schwächste Werk des Autors.
Im Grunde sehr gut und vollmondig
Das Setting Mond ist relativ innovativ und da ich aktuell sowieso sehr gern Sci-Fi lese sowie Artemis II im echten Leben verfolgt habe, war ich nochmal ganz anders im Buch investiert. Die Geschichte ist grundsätzlich sehr gut und hat Spaß gemacht. Die technischen und physikalischen Details haben mir extrem gut gefallen, das hat mich schon bei "Der Astronaut" begeistert (Marsianer habe ich noch nicht gelesen :(). Leider gefällt mir die Sexualisierung von Jazz' Leben nicht so sehr - es hätte nichts gefehlt, wenn die so nicht Teil der Geschichte gewesen wäre.
Ein Tech-Thriller für gute Unterhaltung.
Artemis ist das zweite Buch von Andy Weir von 2017. Ich habe vorher Der Masianer und der Astronaut gelesen, die inzwischen zu meinen Lieblingsbüchern zählen. Das Problem ist, wenn man vorher so gute Bücher gelesen hat, baut man eine gewisse Erwartungshaltung auf. Ich glaube wenn Artemis mein erstes Buch von ihm gewesen wäre, hätte ich alleine für die Idee und die Stunden voller guter Unterhaltung 4-5 Sterne vergeben. Im Vergleich zu den anderen beiden Büchern sind es aber eher 3 Sterne. Zur Handlung möchte ich nicht zu viel schreiben,da es eine Menge Spoilern würde. Sehr positiv fand ich,dass Weir eine komplett andere Protagonistin erschafft, die man normalerweise von SF gewöhnt ist. Normalerweise sind es ja die weißen hetero Männer, die als Standard Protagonist dienen. Hier aber mal ganz anders. Die Protagonistin ist die Kleinkriminelle Jasmin, die mit 6 Jahren mit ihrem Vater aus Saudi-Arabien auf die Mondstadt Artemis kam. Auch wenn ich die Idee super fand, mal einne kriminelle Figur in den Vordergrund zu stellen, konnte ich mich mit der Figur nicht richtig anfreunden. Ich hätte glaube ich gerne mehr Figurenaufbau gehabt. Also der Lesende gerade dabei war zu verstehen, was grob ihre "Probleme" auch sozialer Natur sind, kommen eigentlich auch schon die Lösungen um die Ecke. Aber vielleicht bin ich da auch zu kritisch. Ja, es wird mit ein paar Klischees gespielt, aber ehrlich gesagt hat mir das gefallen. Ich denke das Buch ist insgesamt eine leichte Lektüre mit mal etwas anderen Charakteren, einer spannenden Story zum Mitfiebern und abschalten. Wer noch nichts von Andy Weir gelesen hat, sollte das ändern. Ich hoffe,dass er mehr schreibt!
Spannender Weltraumthriller!
Artemis von Andy Weir ist ein richtig gelungener Thriller im Weltraum. Ehrlicherweise ist es nicht das, was ich erwartet habe. Ich kannte bereits seine anderen beiden Bücher, wobei der Astronaut zu meinen Lieblingsbüchern zählt. Das Artemis eine Kombination aus Thriller-Elementen und klassischer Sci-Fi ist, war eine erfrischende Überraschung, die mir aber sehr entgegen gekommen ist. Ich mochte den Kontext und diese Kombination sehr. Zugegeben, ich habe etwas gebraucht, um richtig in die Geschichte hineinzukommen. Der Einstieg ist stellenweise etwas zäh, doch je weiter die Handlung voranschreitet, desto packender wird sie. Die Spannung steigert sich kontinuierlich, die Risiken werden größer und man fiebert immer mehr mit. Am Ende war es aber ein echt spannender Weltraumthriller!
Solides Buch mit toller Protagonistin und gelungenem Spannungsbogen!
Besonders gefallen hat mir der leichte, gut lesbare Schreibstil und der durchgehend vorhandene Spannungsbogen. Die Protagonistin Jazz ist eine erfrischend andere Hauptfigur: kleinkriminell, selbstbewusst bis überheblich, aber alles andere als perfekt. Ihre Fehler, ihr Hang zum Fluchen und dazu, Sorgen auch mal im Alkohol zu ertränken, passen sehr gut zu ihrem Alter Mitte zwanzig und machen sie glaubwürdig. Positiv hervorzuheben ist außerdem, dass sie eine echte Vergangenheit hat – inklusive einer sexuellen. Frauenfiguren werden in Büchern leider oft auf Extreme reduziert; hier gelingt Andy Weir eine angenehm realistische Mischung. Und das als männlicher Autor. Zwar mochte ich Mark Watney aus „Der Marsianer“ persönlich lieber, aber „Artemis“ zeigt deutlich, dass Weir auch überzeugende weibliche Protagonistinnen schreiben kann. Auch die wissenschaftlichen Aspekte haben mir gut gefallen: Sie sind präsent, aber nicht überbordend, und werden verständlich erklärt, ohne den Lesefluss zu bremsen. Der Mix aus Sci-Fi und Krimi war für mich neu – vermutlich hätte ich das Buch bei einem anderen Autor nicht sofort zur Hand genommen. Andy Weir genießt bei mir jedoch einen großen Vertrauensvorschuss, den er hier größtenteils auch rechtfertigt. Ganz rund ist das Buch für mich dennoch nicht. Zwischendurch verliert sich Jazz etwas zu sehr in Erklärungen, und vor allem ihre Motivation blieb für mich lange unklar. Erst gegen Ende werden ihre Beweggründe wirklich greifbar – zu einem Zeitpunkt, an dem mein Interesse am „Warum“ bereits deutlich nachgelassen hatte. Im direkten Vergleich haben mir sowohl „Der Marsianer“ als auch „Der Astronaut“ deutlich besser gefallen. Nichtsdestotrotz ist „Artemis“ ein gutes Buch: spannend, unterhaltsam und vergleichsweise schnell gelesen. Perfekt für zwischendurch – und eine klare Leseempfehlung für alle, die Andy Weir mögen oder Lust auf kurzweilige Science-Fiction haben.

Jazz auf dem Mond
Jazz Bashara lebt auf dem Mond verdient sich ihren Unterhalt insbesondere als Schmugglerin und kriegt einen Sabotage-Auftrag, der ihr eine Menge Motten (Geld) einbringen soll. Das finden aber nicht alle gut und plötzlich gibt's die erste Leiche, ein Haufen Ärger und ne Menge Schwerkraft-Akrobatik. Typischer Mond-Stress halt. Eine unterhaltsame, flotte Geschichte mit interessanten wissenschaftlichen Erklärungen und einer guten Portion Humor. Das Mond-Setting wirkt authentisch, weist nette Details auf und es macht Spaß, mit der gewitzten Jazz und ihrem Freundeskreis in die Fettnäpfchen zu treten und die Probleme zu lösen.
Die Sprecherin hat es super rüber gebracht. Jazz und alle anderen Charaktere haben hier von ihr leben eingehaucht bekommen. Musste aber erst Hermine Granger aus dem Kopf bekommen. Ich mag die Story. Ich mag Jazz und auch Slobova, keine Ahnung ob er so geschrieben wird, aber er ist Genial. Hätte schon gerne gewusst wie es mit den beiden im allgemeinen weitergeht. Jazz macht Fehler, aber diese bügelt sie auch alle wieder aus. Selbst welche die sie früher gemacht hatte. Sie zeigt nach und nach ihr weiches Herz.
Nach „Der Marsianer“ und „Der Astronaut „ ist dies das dritte Buch von Andy Weir, das ich gelesen habe und leider auch das Schwächste. Wohingegen die anderen beiden Romane die Beklemmung und Einsamkeit des endlosen Weltraums wunderbar einfangen konnten ist „Artemis“ eher der Versuch einen Wirtschaftsthriller auf dem Mond zu schreiben. Die Beziehungen bleiben mittelmäßig und vor allem das Frauenbild der weiblichen Hauptfigur, das gezeichnet wurde war mehrmals befremdlich für mich. Ich liebe die technischen und physikalischen Beschreibungen seiner Bücher aber zwischenmenschliche Beziehungen bleiben hier immer irgendwie schal und oberflächlich. Ich vergebe 3 von 5 Vollmonde!
Die Sprecherin hat es super rüber gebracht. Jazz und alle anderen Charaktere haben hier von ihr leben eingehaucht bekommen. Musste aber erst Hermine Granger aus dem Kopf bekommen. Ich mag die Story. Ich mag Jazz und auch Slobova, keine Ahnung ob er so geschrieben wird, aber er ist Genial. Hätte schon gerne gewusst wie es mit den beiden im allgemeinen weitergeht. Jazz macht Fehler, aber diese bügelt sie auch alle wieder aus. Selbst welche die sie früher gemacht hatte. Sie zeigt nach und nach ihr weiches Herz.
Schnelle und spannende Geschichte mit leider recht oberflächlichen Charakteren und generell wenig Tiefgang. Die weibliche Ich-Erzählerin bot mir keinerlei Identifikationsmöglichkeiten mit ihrer Denk- und Handlungsweise. Bildhaftes Setting, action- und effektreiche Handlung. Ein bisschen, wie ein Blockbuster im Free TV am Sonntagabend. Ist kurzweilig, kann man sich angucken, muss man aber nicht.
Cooles Setting, nervige Protagonistin
Coole Vision einer Mondstadt (Kleinstadt um genau zu sein). Ich mag Andy Weirs technisch-physikalischen Einschübe und die Beschreibungen kleiner Details, die das Worldbuilding glaubhaft machen: die Währung, die Strafen, die informellen Regeln. dass Jugendliche natürlich auch auf dem Mond und trotz Feuerverbot heimlich kiffen wollen. Oder dass viele Touristen die Möglichkeiten von Sex in geringer Schwerkraft als Hauptmotiv ihrer Reise sehen… Wäre da nur nicht die Protagonistin Jazz. Ich fand sie einfach nur dämlich und richtig nervig. Habe das Buch trotz ihrer Beteiligung bis zum Schlusspunkt gelesen und nicht etwa, weil mir am Ausgang ihrer Story etwas am Herzen lag. Schade! Mal sehen, ob »Der Astronaut« besser ist…

Von Anfang an ist man direkt mitten in der Story, es wird nicht lange gefackelt und erklärt, es geht sofort los. Das fand ich super. Außerdem wird der Leser von der Hauptcharakterin mehrmals direkt angesprochen, das mochte ich auch. Alles in allem war die erste Hälfte des Buches kurzweilig und spannend. Irgendwann mittig habe ich dann aber dem Faden verloren. Es wurde mir einfach zu chemisch und zu komplex für einen Unterhaltungsroman. Das hat sich dann leider bis zum Ende auch nicht mehr geändert.
Wie witzig zynisch kann das Leben auf dem Mond sein? JA. Wirklich, hab die Protagonistin geliebt (habs aber vor dem Marsianer gelesen und verstehe alle die behaupten, die beiden sind sich im Charakter zu ähnlich...). Außerdem sehr großer Fan, wie man total beobachten kann, dass sie super Hochbegabt ist und so nebenbei alle möglichen Dinge berechnet, aber so gar keine Ambitionen hat, das für mehr als kleinkriminelle Tätigkeiten zu verwenden... Plus, super liebenswert schrullige Nebencharaktere.
Ich muss zugeben, dass ich "Artemis" eher skeptisch gegenüber gestanden bin, nachdem mich "Der Marsianer" leider nicht annähernd so begeistern konnte, wie scheinbar die Mehrheit der restlichen Leser*innen. Dennoch stand das Buch aufgrund einer mir vorgegebenen Buchliste auf meiner to-read Liste und ich habe mich an das - leider gekürzte - Hörbuch gewagt. Ich habe mir den Klappentext zuvor absichtlich nicht durchgelesen, weil ich dank einer Rezension einer Mitbloggerin gelesen hatte, dass dieser leider einen Spoiler enthält, der einem ein bisschen das Lesevergnügen nimmt. Deshalb habe ich mich einfach von der Handlung überraschen lassen. Und der Anfang hat mir auch erstaunlich gut gefallen. Jazz war mir als freche, mutige Protagonistin sehr sympathisch und ich hatte dieses Mal nicht so viele Mühe, mir das Leben auf Artemis - also auf dem Mond - vorzustellen und das trotz der vielen technischen Beschreibungen. Ich hatte den Eindruck, dass das Verhältnis der eigentlichen Handlung und der Science Fiction Details dieses Mal etwas ausgeglichener war, als beim Marsianer. Die Handlung an sich ist schnell zusammengefasst: Jazz ist eine Schmugglerin, die den Auftrag erhält, einige Geräte zu sabotieren und im Gegenzug soll sie dafür eine riesige Menge Geld erhalten. Für Jazz Grund genug, zuzusagen. Die erste Hälfte widmet sich hauptsächlich diesem Auftrag, den ich zunächst noch packend fand. Die Idee hat mich etwas an einen "Heist"-Plot erinnert. Ungefähr in der Mitte des Buches nimmt das Buch durch eine überraschende Wendung eine etwas andere Richtung ein. Und obwohl der Plot Twist vielversprechend gewesen wäre, habe ich in der zweiten Hälfte des Buches allmählich mein Interesse verloren, bis ich gar nicht mehr genau wusste, worum es eigentlich geht. Ich kann leider nicht genau benennen, woran es lag, aber ich fand den zweiten Teil - trotz gekürzter Handlung beim Hörbuch(!) - sehr langatmig und leider auch uninteressant. Erst beim Ende konnte mein Interesse wieder erweckt werden, als das Schicksal eines der Charaktere auf der Kippe stand. Aber leider hätte ich mir hier einen anderen Ausgang gewünscht, denn insgesamt war mir das alles dann doch zu sehr auf "Happy End" getrimmt. Die Sprecherin macht ihre Sache fantastisch. Sie fängt den wilden, unberechenbaren Charakter von Jazz meiner Meinung nach sehr gut ein und es hat sehr viel Spass gemacht, ihr zuzuhören. Nichtdestotrotz muss ich der Kritik zustimmen, dass man dennoch an einigen Stellen merkt, dass Jazz Charakter von einem Mann entwickelt und beschrieben wurde. Fazit: "Artemis" erzählt einen anfangs spannenden Plot über eine Schmugglerin auf dem Mond, die einen illegalen Sabotage-Auftrag ausführen muss. Für diesen begibt sie sich in grosse Gefahr, doch im Gegenzug wird sie eine hohe Geldsumme erhalten, die ihr das Risiko wert ist. Nach einem überraschenden Plot Twist im Mittelteil, hat mich die Handlung dann aber leider nach und nach verloren. Den zweiten Teil fand ich sehr langatmig und zäh und das Ende konnte leider auch nicht mehr viel herausreissen. Insgesamt kann ich deshalb nur 2,5 Sterne vergeben. Das Hörbuch kann man sich mal anhören, man verpasst aber auch nichts, wenn man es sein lässt. Es sei denn man ist ein Technik-Nerd und findet an den vielen detaillierten technischen Ausführungen des Autors seine Freude.
Artemis ist der zweite Roman von Andy Weir nach dem Bestseller "Der Marsianer". Und auch in diesem Roman widmet sich Andy Weir der Raumfahrt und wissenschaftlichen Themen wie eine Stadt auf dem Mond am Leben erhalten werden kann. Der Autor verpackt die hochkomplexen wissenschaftlichen Gegebenheiten für eine dauerhafte Existenz einer Stadt auf dem Mond in einen spannenden Unterhaltungs- und Wirtschaftsthriller bei dem unsere weibliche arabisch stämmige Hauptprotagonistin - Schmugglerin mit Ehrenkodex - immer tiefer in ein Katz -und Mausspiel hineingezogen wird. Während die Geschichte sich entfaltet, lernen wir mehr und mehr die Funktionsweise und die sozialen Strukturen (z.B. EVA-Gilde, Tourismus) der Stadt auf dem Mond kennen. Auch in diesem Roman lässt uns Andy Weir an den lässigen und ironischen, humorvollen Gespräche der Protagonisten teilhaben nach dem Motto "Wenn wir schon sterben müssen (was wir eigentlich nicht wollen, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt) dann zumindest mit einem epischen Spruch auf den Lippen oder einem angemessenen 'Scheiße, verdammt'." Die weibliche Protagonisten entspricht genau diesem Stil, womit der Autor eine sehr authentische Persönlichkeit geschaffen hat. Sehr stark ausgereizt hat der Autor meiner Meinung nach, dass nachdem ein Problem gelöst wurde, ein zweites auftauchte und dann ein drittes und so fort. Sicher, auch dies kann der Realität entsprechen (Murphys Gesetz), aber manchmal war es mir dann doch zu viel des Guten. Die Geschichte spricht auch durchaus ernste Themen an, wie die Vater-Tochter Beziehung oder Religion, Toleranz, Heimat und Abschiebung oder politische und wirtschaftliche Korruption, bleibt dabei aber mit der Geschichte selbst im Fahrwasser eines Hollywoodfilms mit Happy End, bei dem den Bösen das Handwerk gelegt wird und die Protagonisten das Herz am rechten Fleck sitzen haben. Nichtsdestotrotz mochte ich die Geschichte um die Schmugglerin Jazz Bashara und ich würde auch gerne noch mehr erfahren. Das Buch schreit förmlich nach einer Fortsetzung. Dann darf es für mich auch gerne mehr persönliche Dramen haben.
Artemis ist die einzige Stadt auf dem Mond und unsere Protagonistin ist eine Bewohnerin davon. Die Schmugglerin hat eigentlich eine deutliche Ethik, aber wer würde für eine Million Motten (Geld) nicht das ganz große Ding wagen. Doch es klappt nie so, wie man es geplant hat... Es ist einfach genau das, was man vom Autor kennt. Der Schreibstil ist wunderbar verständlich. Er schafft es, die entscheidenden Dinge zu erklären ohne das es zu kompliziert und Komplex wird. Es ist alles logisch gut nachvollziehbar und man fühlt sich direkt so, als würde man Artemis selber bewohnen. Es ist spannend und spielt absolut authentisch mit den Vorteilen und Problemen, die das Leben mit sich bringt. Auch gut ist der Essay am Ende vom Buch, wo er bestimmte Annahmen für das Buch genauer aufgreift, also die Wirtschaftsgrundlage von Artemis und wie sie sich selber ohne staatliche Förderung selber rentabel hält.
Seit dem Kinoerfolg “Der Marsianer” hat sich der Autor Andy Weir bei uns mit seinem Roman, auf dem der Film basiert, einen Namen gemacht. An mir ist damals der Hype vorbeigegangen und somit ist “Artemis” das erste Buch, dass ich von ihm gelesen habe. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Jazz erzählt, die ein recht kriminelles Leben führt in einer Stadt, wo jeder jeden über eine Ecke kennt. Nicht gerade sehr förderlich für ihre Geschäfte, aber Jazz ist nicht auf dem Kopf gefallen, ganz im Gegenteil, sie ist ziemlich intelligent und ist nur auf die falsche Bahn geraten. Tough und mit dreckigen Mundwerk bewaffnet schlägt sie sich eher schlecht, als recht durch, bis sie das Angebot schlechthin bekommt. Wie kann sie da nicht annehmen? Nur stellt sich heraus, dass noch viel mehr dahinter steckt, als zunächst erwartet. An der Stelle ist es eine altbekannte Story mit neuem Setting, aber mit kleinen Abweichungen und Ideen, die die Geschichte nicht komplett vorhersehbar gestalten. Auch wenn wir uns auf einem Planeten befinden mit nur einer einzigen Stadt, ist es sehr abwechslungsreich auf Artemis und Andy Weir schildert sehr interessant das Leben in der Blase mit ihren Eigenheiten. Natürlich gibt es einen wissenschaftlichen und technischen Teil im Buch, der wird relativ verständlich dargestellt, aber alles durch und durch zu verstehen war für mich nicht machbar, liegt wahrscheinlich daran, dass es mir kein bisschen liegt. Jazz als Protagonistin war am Anfang gewöhnungsbedürftig, weil sie sich oftmals sträubt und mich etwas an einen rebellischen Teenager erinnert hat, aber mit jedem Kapitel wurde sie mir sympatischer und später im Buch werden ihre Umstände genauer erklärt – also abwarten! Sonst gibt es eine handvoll abwechslungsreicher Charaktere, die eine wichtige Rolle in Bezug auf Jazz und die Handlung spielen und besonders gelungen empfand ich hier ihre Brieffreundschaft aus der Kindheit, die gleich zu Beginn auftaucht. Das gehört ebenfalls zu den Dingen, die erst spät aufgeklärt werden und so hat sich das Buch immer weiter gesteigert. Der Schreibstil ist sehr locker, frech und auf seine Art war es sehr erfrischend zu lesen. Nach den ersten Kapiteln, wo alles erklärt wird und man so richtig Interesse bekommt an Artemis, wird es auf einmal sehr rasant und spannend, nur hat mich die Grundgeschichte selbst nicht umgehauen. Die Ideen, wie die Stadt funktioniert, wie sie aufgebaut ist, wie man dort lebt und wie die Charaktere miteinander verwoben wurden – ja, das hat mir alles richtig gut gefallen. Mit dem Roman “Artemis” habe ich mein erstes Buch von Andy Weir gelesen und bin begeistert von seinen Idee rund um Artemis und Schreibstil, weil es durchgehend unterhaltsam und interessant ist. Nur war die Grundgeschichte selbst dazu im Vergleich viel zu blass und an manchen Punkten vorhersehbar.
Andy Weirs 'Artemis' entführt uns in ein spannendes Abenteuer auf dem Mond, wo jede Sekunde zählt. Zu Beginn war ich etwas skeptisch, ob das Buch nicht zu sehr an die Mafiastrukturen aus 'Das Lied der Krähen' erinnern würde. Doch das einzigartige Setting auf dem Mond und Weirs gewohnt präzise Darstellung der Technik haben mich schnell gepackt. Die Protagonistin Jess brauchte zwar etwas, um mich zu überzeugen, aber am Ende habe ich mit ihr mitgefiebert. Besonders sympathisch fand ich den Wissenschaftler Svoboda, dessen skurrile Erfindung für einige amüsante Momente sorgten. Trotzdem muss ich zugeben, dass 'Artemis' im Vergleich zu Weirs anderen Werken etwas zurückfällt. Wer auf humorvolle Science-Fiction steht, ist mit 'Der Marsianer' besser bedient, und für Fans von Weltraum-Epen ist 'Hail Mary' die erste Wahl. Dennoch ist 'Artemis' eine gelungene Ergänzung von Weirs Werk und bietet spannende Einblicke in das Leben auf einer Mondbasis. Fazit: Ein solides Buch, das zwar nicht an die Höhepunkte seiner Vorgänger heranreicht, aber dennoch unterhaltsam ist und Fans von Hard Science Fiction begeistern wird.
Vom Mars zum Mond. Mit seinem Debütroman und Bestseller „Der Marsianer“ hat Andy Weir große Wellen geschlagen und schließlich auch mein Herz erobern können. Es ist also kaum verwunderlich, dass meine Erwartungen an seinen neuesten Roman „Artemis“ hoch waren. Mark Watneys Geschichte strotzt vor Originalität. Statt einen Kampfs ums Überleben zu beobachten, taucht der Leser diesmal in ein gefährliches Macht- und Intrigenspiel in einer auf dem Mond errichteten Stadt ein. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass der Roman es mir nicht schwergemacht hätte. Die Geschichte beginnt wirklich langsam und der Leser verbringt erst einmal viel Zeit mit der Protagonistin Jazz, um ihren Alltag und ihre Eigenheiten kennenzulernen. Im Grunde nimmt der Klappentext bereits die Hälfte der Handlung vorweg. Dennoch passiert wirklich viel. Das ändert allerdings nichts daran, dass der Plot leider an vielen Stellen vorhersehbar und im Grunde nichts Neues ist. Das einzig neue Element ist der Mond als Setting. Dadurch hat es der Autor schwer, den Leser bei der Stange zu halten, schafft es aber durch die intensive Involvierung des Settings als maßgebliches Element der Geschichte. Dieses wirkt sehr realistisch, ist liebevoll ausgearbeitet worden und die vielen technischen Details unterstützen die authentische Wirkung. Ich persönlich fand die vielen technischen Aspekte auch gut eingebracht, so dass auch eine Laie gut mitkommt und sich nicht durch seitenweise chemische Erläuterungen und derlei kämpfen muss. Wie gesagt, die Handlung an und für sich ist als Rahmen nichts Neues und die Schwäche des Romans liegt leider auch darin, dass sie sehr konstruiert wirkt, wenn auch trotzdem interessant und spannend. Aber beim Lesen hat man immer dieses Gefühl, dass alles sich perfekt ineinanderfügt und das kann gutgehen und begeistern, aber hier stört es eher. Das Weltall als Schauplatz hat im Grunde auch die größten Anteile der Spannung erzeugt. Anfängliche Probleme hatte ich vor allem mit der Protagonistin Jazz. Ich will nicht unbedingt sagen, dass sie Mark Watney in weiblich ist, aber sie ist genauso eine Sprücheklopferin, sehr intelligent und sie ist einfach extrem burschikos geraten. Da bleibt der Vergleich nicht aus. Leider ist sie auch überhaupt nicht mein Fall. Ein typischer Fall von Genie, die ihr Potenzial vergeudet. Sie ist unnahbar und an manchen Stellen konnte ich ihre Entscheidungen nur schwer nachvollziehen. Trotzdem wird sie über die Zeit hinweg sympathischer und war durchaus erträglich. Sie wird nur leider sehr radikal dargestellt, gerade wenn man sie in Kontrast zu ihrem Vater setzt. Beide sind gebürtige Saudi-Arabier und während Jazz‘ Vater das auch auslebt und gläubiger Moslem ist, ist Jazz nicht nur kriminell, sondern trinkt auch und holt sich ständig Männer ins Bett. Das wird zudem immer wieder betont. Generell findet sich hier eine sehr stereotype Zeichnung der Charaktere. Die Beziehung zwischen den Charakteren ist allerdings gelungen ausgearbeitet, auch wenn der Autor (oder vielleicht auch nur die Protagonistin) an manchen Stellen übertreibt. Trotzdem konnte ich einige Charaktere, vor allem den Wissenschaftler Svoboda, ins Herz schließen. Watney gelingt es aber trotz aller der Stereotype, von der typischen Charakterisierung schwuler Charaktere abzuweichen, was ich wiederum sehr positiv und vor allem erfrischend fand. Sehr beeindruckend ist die Intelligenz der Protagonisten, die aber auch nicht aufgesetzt wirkt – außer vielleicht bei Jazz, was bei ihr allerdings auch daran liegt, dass sie so herausragend begabt ist und es nicht nutzt. Weirs Schreibstil hat mir auch hier wieder gut gefallen. Gerade auch seine humorvolle Art zu schreiben wirkt sehr anziehend. Die Konstruktion der Handlung scheint leider deutlich durch, aber stellt nur einen geringen Abbruch zum Unterhaltungsfaktor dar. Die Erklärungen zu diversen Informationen, wie z.B. zum Schweißen auf dem Mond, sind zwar manchmal etwas tief in die Materie gehend, aber dennoch verständlich. Man hat als Leser das Gefühl, etwas dazuzulernen. Jazz Bashara ist als Ich-Erzählerin – wie man bei ihrem Charakter bereits vermuten kann – nicht nur nicht auf den Kopf, sondern auch nicht auf den Mund gefallen. Es kommt also durchaus auch mal zu Flüchen und derlei. Für mich ist dieser Roman wie eine Medaille mit zwei Seiten. Einerseits habe ich es genossen, andererseits hat es mich aber an einigen Stellen genervt oder nicht wirklich mitreißen können, was gerade auch am etwas zähen Mittelteil lag. Man muss mit Jazz umgehen können und die wenig innovative Handlung tolerieren, dann ist der Roman durchaus unterhaltend und man kann viel Spaß damit haben. Gerade die Nebencharaktere sind an vielen Stellen eine schöne Bereicherung für die Geschichte und Weltall-Freunde dürften trotz allem begeistert sein. Denn auf Artemis wird es Dank Jazz ziemlich brenzlig. Fazit: „Artemis“ ist ein Roman, den man lesen kann, aber nicht zwingend muss. Die Geschichte ist rund, die Charaktere passen ins Bild und der Spannungsfaden steigt vor allem am Ende rasant an. Mark Watney-Fans sollten allerdings ihre Erwartungen runterschrauben, denn mit Weirs Debütroman kann das Buch nicht mithalten. Es ist aber nicht nur eine vergnügliche Unterhaltung, sondern wieder gespickt mit wissenschaftlichen Informationen. Inhalt: 3/5 Charaktere: 4/5 Lesespaß: 3/5 Schreibstil: 4/5
Was ist habe ich mir denn da für einen Schmarren gekauft? Ist das wirklich von Andy Weir? Dieser Andy Weir kann nicht derselbe namensgleiche Autor sein, der Der Marsianer geschrieben hat! Rein sprachlich hätte ich das Buch eher in den YA-Bereich eingeordnet aufgrund der vielen lässigen Sprüche in der dialoglastigen Schreibweise. Dem Autor ist das Thema Sex auf dem Mond sehr wichtig, denn es geht oft ums Vögeln, wie es so schön übersetzt wurde. Unsere Protagonistin Jazz, 28 Jahre, eine kleine, kriminelle Nervensäge, muss besonders gut und gerne Geschlechtsverkehr betreiben, zumindest ist es dem Autor wichtig, dies immer wieder mal in die Dialoge einfließen zu lassen. Als dann ein bastelnder Weggefährte ihr seine neuste Entwicklung, einen wiederverwendbaren, auswaschbaren Kondom zum Testen mitgibt, mit dem Anmerkung, dass sie doch gerne und viel... (*gähn*, ihr wißt schon), war für mich der Zeitpunkt gekommen, mich von Artemis zu verabschieden.
Liest sich angenehm flott weg, kann mit dem genialen Debüt "Der Marsianer" aber nicht mithalten. Obwohl versucht wird hier einiges zu übernehmen, wirken speziell die technischen Details diesmal etwas aufgesetzt. Trotzdem macht die Geschichte Spaß und die Stadt auf dem Mond ist eine glaubhafte Zukunftsvision. Bei der Hauptfigur hätte ich mir ein paar mehr Fehler gewünscht. Dass jemand einfach alles perfekt beherrscht und selbst komplizierte Sachverhalte aus unterschiedlichsten Themengebieten sich mal eben in ein paar Stunden aneignet, ist einfach unglaubwürdig. Am albernsten war dann das Safeknacken^^ Und leider war Jazz auch nicht besonders sympathisch - wie sie solch treue Freunde finden konnte, ist mir ein Rätsel ;)
Ich muss gestehen, dass ich über die schlechten Rezensionen schon sehr erschrocken bin. Denn ich fand dieses Buch (besser gesagt das Hörbuch) sehr gut. Im Deutschen wird das Buch gelesen von Gabrielle Pietermann. Jeder sollte diese Stimme kennen, da sie der Hermine ihre Stimme im Deutschen leiht und auch für andere Promis, wie Emilia Clarke in GoT die Synchronsprecherin gibt. Also eine allseits bekannte Stimme, die ich persönlich als sehr angenehm empfinde. Der Leserythmus ist angenehm, nicht zu hektisch oder irgendwie einschläfernd, sondern sehr fesselnd. Außerdem stört kein unangenehmes Geschmatze den Lesefluss, wie bei anderen. Nun zur Story: Andy Weir beginnt seine Geschichte wunderbar langsam, aber auch fesselnd, wie ich es mag. Zwar wird man zu Beginn mit einer ziemlich actionreichen Szene ins kalte Wasser geworfen, aber danach geht es etwas langsamer zu und man wird mit der Stadt auf dem Mond erstmal vertraut gemacht. Der Aufbau, die Geschichte und der Hintergrund von Artemis wird wunderbar erklärt, die Gesellschaft, das Gesetz und die Ethik ebenso. Dabei schweift Weir manchmal etwas ab und unterbricht den aktuellen Handlungsstrang immer, dies dauert aber nur ein paar Minuten und stört daher den Flow nicht wirklich. Man merkt zudem, dass Weir sich wirklich mit der Materie auseinander gesetzt hat und auch versucht, seinen physikalisch nicht so ganz talentierten Lesern die Wissenschaft hinter Artemis und dem Mond näher zu bringen. Das gelingt auch mit viel Humor, wie ich finde sehr gut! Der dicke Minuspunkt in der Story ist für mich das Ende. Ich fand es sehr plötzlich und es lässt wahnsinnig viele Fragen.offen, leider habe ich mir etwas mehr erhofft. Aber wie finde ich denn nun unsere Protagonistin? Jazz Bashari ist eine junge Schmugglerin von gerade mal 26 Jahren und hat ein Ziel im Leben: Reich sein. Nichts ungewöhnliches. Allerdings, wer glaubt auf der Erde wäre das schon schwer, der wäre von Artemis geschockt. Denn auch wenn es als das Paradies auf dem Mond erscheint, Artemis bringt wie jeder Ort seine Probleme mit und vom Tellerwäscher zum Millionär wird man dort nicht. Besonders, wenn man wie Jazz harte ehrliche Arbeit scheut. Dazu muss man sagen, Jazz ist nicht auf den Kopf gefallen! Da ihr Vater Schweißer auf dem Mond ist, hat sie jede Menge Wissen in Sachen Physik von ihm gelernt. Auch handwerklich ist sie nicht unbegabt. Dennoch versucht sie ihr Glück lieber in illegalen Geschäften, da dort die Chance höher ist, schnell Geld zu machen. Schmuggeln ist daher die erste Wahl. Jazz ist daher eher eine Kleinkriminelle, die wenig mit den großen Dingen zu tun hat. Was sich aber durch ihre “Geschäftsbeziehungen“ zum Milliardär Trond schnell änder, der sie für einen Job mal eben zur Millionärin machen will. Wer sagt da schon Nein? Unsere Hauptprotagonistin hat neben ihrer kleinkriminellen Ader aber auch andere Probleme. So ist sie charakterlich nicht sonderlich einfach. Ein lockeres Mundwerk gepaart mit einer leicht besserwisserischen Ader, eine ordentliche Prise Arschloch und noch ein Fingerhut voll schwarzen Humor. Kurz, entweder man hasst sie oder man liebt sie. Ich mochte sie vom Charakter her extrem, da sie mal ein schöner Kontrast zu den ganzen unfähigen Prinzessinen in Romantasy ist. Leider bekommt man von den anderen Charakteren nicht so viel mit. Hier und da werden kurze Infos eingestreut, aber mir dennoch zu wenig. Aber das würde wohl den Rahmen sprengen! Mein Fazit: Ein wirklich tolles Hörbuch von Andy Weir mit einer Protagonistin, die mir wirklich ans Herz gewachsen ist, gerade wegen ihrem schrägen Humor, der manchmal etwas unter der Gürtellinie war.
Ist das wirklich der gleiche Autor?
Artemis ist der zweite Roman von Andy Weir. Nachdem ich bereits seinen ersten „Der Marsianer“ und seinen dritten „Der Astronaut“ gelesen hatte und mir beide hervorragend gefallen haben, hatte ich natürlich auch dementsprechend hohe Erwartungen und Vorfreude auf dieses Werk. Leider kann es jedoch in keinster Weise an die beiden anderen anknüpfen. Die wissenschaftlichen Aspekte für die Andy Weir bekannt ist kommen nur spärlich vor, die Geschichte hat kaum Tiefgang, mit der Hauptfigur werde ich nicht warm und das Warum der „Operation“ in diesem Buch erschließt sich mir zum Ende noch weniger als am Anfang. Dass es besser geht hat der Autor ja bereits bewiesen, von daher bin ich bei seinem nächsten Werk trotzdem wieder guter Dinge
Nachdem ich "Der Marsianer" so geliebt habe, war ich natürlich sehr gespannt auf "Artemis". Leider muss ich sagen, dass es mir nicht so gut gefallen hat und grade noch so 3 Sterne bekommen hat. Das Buch ist sehr sexistisch (ehrlich, so etwas habe ich lange nicht mehr gelesen. Ständig falls. unpassende Bemerkungen) und wirklich sehr technisch aufgebaut. So viele Stellen habe ich nur so überflogen, weil es mir so langatmig wurde. Auch den Fall an sich fand ich nicht sehr spannend. Jazz hat mich oft so genervt und ich habe ihr Handeln nicht nachvollziehen können. Die Grundidee hat mir gefallen, auch der Schauplatz also der Mond. Die Umsetzung empfand ich als schwach.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Book Information
Author Description
Andy Weir war bereits im Alter von fünfzehn Jahren als Programmierer und später als Softwareentwickler für diverse Computerfirmen tätig, bevor er mit seinem Roman »Der Marsianer« einen internationalen Megabestseller landete. Seither widmet er sich ganz dem Schreiben und beschäftigt sich in seiner Freizeit mit Physik, Mechanik und der Geschichte der bemannten Raumfahrt – Themen, die sich auch immer wieder in seinen Romanen finden. Sein Debüt »Der Marsianer« wurde von Starregisseur Ridley Scott brillant verfilmt.
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Wem gehört der Mond?
Als Schmugglerin in der Mondstadt Artemis hangelt sich Jazz Bashara von einem Job zum nächsten, in der Hoffnung, eines Tages das große Geld zu machen. Eines Tages erhält sie tatsächlich ein Angebot, das fast zu gut scheint, um wahr zu sein und sie für den Rest ihres Lebens absichern würde. Allerdings ist es auch brandgefährlich und Jazz ahnt nicht, dass sie, indem sie es annimmt, eine Kettenreaktion in Gang setzt, die die Leben aller Bewohner des Mondes in Gefahr bringt… Die Welt hat erst vor Kurzem voller Faszination die Artemis II-Mission beobachtet und dem Mond nach längerer Zeit wieder ihre Aufmerksamkeit geschenkt, also scheint es an der Zeit, ein unbekannteres Buch von Andy Weir zur Hand zu nehmen, der auch erst vor Kurzem mit der Verfilmung seines Romans „Project Hail Mary“ einen Welterfolg feierte. „Artemis“ jedoch ist völlig anders als Ryland Grace‘ Reise in ein fernes Sternensystem. Wie vom Autor gewohnt ist das Buch sehr technisch und wissenschaftlich gut recherchiert und vor allem detailliert, allerdings trotzdem gut verständlich. Das war es dann aber auch mit den Gemeinsamkeiten. Während es in den anderen Büchern des Autors nämlich um das schiere Überleben oder sogar die Rettung der Menschheit geht, hat Jazz Bashara keinesfalls besonders ehrenvolle Ziele. Ihr geht es einfach bloß ums Geld verdienen, einen besonders gut ausgeprägten moralischen Kompass hat sie nicht. Dementsprechend ist sie auch nicht die sympathischste Protagonistin, viel eher ist sie ein wenig arrogant und egoistisch. Mit der Zeit lernt man aber auch, dass sie unter der harten Schale auch ein Herz versteckt. Manchmal zumindest kommt es kurz zum Vorschein. Ansonsten setzt sie ihren genialen, aber auch erbarmungslosen Instinkt ein. Sie nimmt einen extrem gefährlichen und auch eigentlich beinahe unmöglichen Auftrag an und setzt ihn mit einem beinahe irrsinnig riskanten Plan um und kommt mehr oder weniger sogar damit durch. Doch damit gehen die Probleme erst so richtig los. Denn der Roman ist an der Stelle noch nicht mal zur Hälfte vorbei. Wenn man also ein Abenteuer in Raumanzug, eine Jagd quer über den Mond oder etwas ähnliches erwartet hat, dann wird man ganz schön verwirrt aus der Wäsche schauen. Im restlichen Buch geht es nämlich vor allem um Wirtschaftspolitik, das organisierte Verbrechen und Auftragsmorde. Jazz hat nämlich mit ihrem Anschlag auf die Mondindustrie die komplette Wirtschaft aus dem Gleichgewicht gebracht und sich sehr mächtige Feinde gemacht. Natürlich ist das Buch deswegen nicht langweilig, der Autor macht dem Leser diese unerwartete Handlung durch mehr halsbrecherische Pläne, um dem organisierten Verbrechen das Handwerk zu legen, durchaus schmackhaft und hat sich noch einige spannende Science-Fiction-Elemente dazu ausgedacht, um das ganze auch glaubwürdig zu machen. Außerdem greift er mit dieser Wendung und dem Fokus der Geschichte ein Problem auf, dass nicht nur die Raumfahrtindustrie schon eine Weile beschäftigt: Die Frage „Wem gehört der Mond?“ und alle dazugehörigen Probleme, etwa die Macht der Superreichen und der großen Konzerne und der ewige Kampf um die Vorherrschaft. Im Buch schwingt durchaus eine kritische Botschaft mit, auch wenn der Autor sie äußerst zynisch verpackt hat, immerhin ist seine Protagonistin selbst eine (manchmal ziemlich unausstehliche) Verbrecherin, die sich selbst auch bloß bereichern will. Unter dem Strich verbindet dieses Buch Science-Fiction mit Krimi und Thriller und übt ein wenig Kritik, bleibt aber vor allem lange spannend und unvorhersehbar und immer wieder aberwitzig gefährlich. Am Ende hat der Autor es vielleicht ein wenig übertrieben, aber die Handlung ist gut, der Schreibstil gewohnt ironisch, bis manchmal bissig sarkastisch. Mit der Protagonistin und ihren Macken muss man leben können, dann wird man von Andy Weir auch auf dem Mond gut unterhalten. Sein Meisterstück ist dieses Buch aber eher nicht und wer mit der Hoffnung auf den nächsten Astronauten an dieses Buch herangeht, der wird vielleicht nicht hundertprozentig zufrieden sein.

Das war mein erster Roman von Andy Weir (ich hatte mir das Buch gekauft, nachdem ich die Verfilmung vom Marsianer gesehen hatte), und ich habe bekommen, was ich erwartet hatte: Viele interessante Fakten zu Weltraumtechnik, Physik und Chemie, verpackt in einer spannenden Geschichte mit einer sympathisch-kratzbürstigen Hauptperson (allein Jazz' Sprüche sind schon das Lesen wert). Einzig der Schluss, wo immer noch ein Hindernis/Problem hinter das nächste aufgetürmt wird, fand ich etwas zu viel und zu langatmig - ein paar Verwicklungen weniger hätten es auch getan. Und die ständigen Anspielungen auf Jazz' Sexualleben fand ich auch etwas störend. Da viele Leser, die zuerst den Marsianer und/oder den Astronaut gelesen haben, von diesem Buch enttäuscht waren, muss ich unbedingt mal diese beiden Bücher lesen, wenn ich von diesem schon so begeistert war.
Hm, also nett und ganz spannend. Ich mag die Figuren und die Story an sich ist auch ganz gut. Mondbasis Krimi/Thriller
Insgesamt wirklich nett zu lesen. Ich mochte Jazz schon nach wenigen Seiten. Genauso die anderen Figuren. Die Handlung ist ein Mix aus Physics und Science Fiction. Also typischer Andy Weir Mix. Aber mir hat die Hoch Spannung gefehlt. Er liess sich gut runter lesen. Trotzdem hat mir etwas mehr gefehlt. Ich würde ihm solide 3,5 Sterne geben. Da das hier nicht geht, habe ich keine 3 Sterne übers Herz gebracht. Das konnte ich Jazz einfach nicht antun. I
Tolle Geschichte!
Stell dir vor, du lebst auf dem Mond in der einzigen Stadt namens Artemis. Du hast deinen normalen Job und verdienst dir als Kleinkriminelle mit Schmugglerei etwas dazu. Und dann kommt plötzlich ein Auftrag rein, der das gesamte Leben in der Mondstadt verändern könnte. Weltall ist nicht so dein Setting? Keine Angst. Zwar wird immer wieder erwähnt, dass die Geschichte auf dem Mond spielt, aber im Vordergrund stehen eher Kriminalität, Machtverhältnisse, zwischenmenschliche Beziehungen, Eskalation und die Charaktere selbst. Im Mittelpunkt steht diesmal die weibliche Hauptfigur Jazz Bashara. Sie nimmt einen Auftrag an, der immer größere Kreise zieht. Man begleitet sie bei der Planung, Durchführung und den Konsequenzen und wird dabei immer tiefer in die Welt von Artemis hineingezogen. Im Vergleich zu Der Astronaut ist Artemis deutlich weniger technisch. Trotzdem merkt man auch hier, wie gut Andy Weir recherchiert hat. Viele technische Aspekte und Berechnungen beruhen tatsächlich auf realistischen Grundlagen. (Ja, ich habe einiges ergooglet 😄) Die Frage, die sich mir dabei immer wieder gestellt hat. "Könnte ein Leben auf dem Mond irgendwann wirklich so möglich sein?" Mein Fazit nach knapp 300 von 432 Seiten. Unfassbar spannend geschrieben. Ich fliege regelrecht durch die Seiten und will ständig wissen, wie es weitergeht. Ich habe oft gelesen, dass viele enttäuscht von dem Buch waren, nachdem sie zuvor Der Astronaut oder Der Marsianer gelesen hatten. Das kann ich irgendwo verstehen, wenn man hauptsächlich auf klassische Hard-Sci-Fi hofft. Aber ich finde, man sollte Artemis differenziert betrachten. Denn hier steht weniger die Wissenschaft im Vordergrund, sondern viel mehr die Kriminalgeschichte in einem Sci-Fi-Setting. Für alle, die sich langsam an das Sci-Fi-Genre rantasten möchten, ist das meiner Meinung nach ein richtig guter Einstieg.
Stell dir vor, du machst Urlaub auf dem Mond…
Während die ganze Welt gerade dem Mondflug Artemis II entgegenfiebert und wir auf der Erde nach Bildern vom Mond bzw. Von seiner Rückseite warten, passt diese Geschichte von Andy Weir genau zu unserer Realität. Dieses Jahr fliegen wir erst zum Mond und in naher Zukunft können wir dort für 70.000€ Urlaub machen. So ganz abwegig ist das nicht. Hier geht es um die junge Jazz, die zusammen mit vielen anderen in einer kleinen Stadt auf dem Mond lebt. Sie ist ständig pleite und sucht wieder mal nach Gelegenheitsjobs, um endlich den Status eines Mond-Touristen-Führers zu bekommen. Eines Tages bekommt sie ein Angebot, was sie annimmt und was die komplette Mondstadt in Gefahr bringt…. Die Menschen als auch die Crew müssen mit genügend Sauerstoff versorgt werden… schafft Jazz das? Also ich könnte noch nicht die Frage beantworten, ob ich für 70.000€ Urlaub auf dem Mond machen würde…. Würdest du?
leider viel zu kurz
Als großer Fan des Schreibstils von Andy Weir hat mich auch sein Roman „Artemis“ überzeugt. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und auch der wissenschaftliche sowie gesellschaftliche Hintergrund war für mich stimmig und überzeugend konstruiert und beschrieben. Das Buch hat eine solche Fesselungskraf entwickelt, dass ich mich aktiv bremsen musste, um nicht zu viele Kapitel an einem Tag zu lesen, schlicht aus dem Grund, weil ich das packende Leseerlebnis und die faszinierende Welt um Jazz nicht zu schnell beenden wollte. Ich komme leider zu der Erkenntnis, dass ich zu früh geboren worden bin, um solches mal erleben zu dürfen. Die Reise auf dem Mond. Zu der Geschichte habe ich mir tatsächlich während des lesens und sogar danach noch einige Gedanken dazu gemacht. Was wäre wenn. Jedenfalls war es für mich ein rundum gelungenes Werk. Ich blicke dem nächsten Roman des Autors, der voraussichtlich im kommenden Jahr erscheinen soll, bereits mit großer Vorfreude entgegen.
📚 Inhalt Jazz gehört zu den ersten Menschen, die dauerhaft auf dem Mond leben. Aber das Leben auf dem Mond ist nicht für alle schön und einfach, eigentlich sogar nur für die reichen Bürger:innen. Denn das Leben auf dem Mond ist extrem teuer, aber dafür sehr sicher. Es gibt kaum Kriminalität, doch Jazz trägt dazu bei, die Statistik in die Höhe zu treiben. Sie arbeitet als mehr oder weniger erfolgreiche Kleinkriminelle und schmuggelt diverse verbotene Waren auf den Mond. Aber auch damit hält sie sich immer nur gerade so über Wasser. Doch dann bekommt sie ein Angebot, dass ihr Leben verändern könnte. Führt sie den Auftrag aus, erhält sie eine Million Motten (die Mondwährung) und alle ihre Sorgen wären auf einen Schlag in Rauch aufgelöst. Jazz ahnt nicht, welche Ereigniskette sie mit diesem Auftrag auslösen wird und wie viele Leben sie gefährden wird. 📖 Meinung Andy Weir hat mich bisher nicht enttäuscht und ich habe mich sehr auf dieses Buch von ihm gefreut. Das Leben auf dem Mond bietet enorm viel Potential, da man seiner Fantasie freien Lauf lassen kann. Er hätte alles daraus machen können und mir persönlich hat das Setting gut gefallen. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass eine Gesellschaft auf dem Mond so aussehen könnte, wie Jazz und ihre Freund:innen sie erlebt haben. Die Reichen, die ihr Leben geniessen und die arbeitende Bevölkerung, die sich mehr schlecht als recht über Wasser hält. Aber zurück zur Geschichte. Jazz als Protagonistin hat mir mehrheitlich gefallen, nur habe ich mich an der, teilweisen, Übersexualisierung gestört. Ich mag das Thema grundsätzlich nicht besonders in Büchern und bei dieser Geschichte hat Sex nichts zur Handlung beigetragen. Es wurde einfach immer wieder angesprochen. Ich hatte auch den Eindruck, dass Jazz’ Potential nicht vollkommen ausgeschöpft wurde, mir hat irgendwas gefehlt, damit sie mir vollkommen nahe oder sympathisch gewesen wäre. Aber da sind wir wieder beim alten Thema: müssen Protagonist:innen immer zu 100% sympathisch sein? Nein, ich denke nicht. Die Story wirkt wie ein Coup, es war manchmal ein wenig viel für mich. Klar, wir befinden uns in der Zukunft auf dem Mond, aber die Handlung war mir dann manchmal doch zu überspitzt. Nun zu meinem Fazit: Das Buch hat mich unterhalten, es lässt sich leicht lesen und eignet sich wunderbar für Sci-Fi- Neulinge. Trotzdem hinterlässt die Geschichte nicht den Wow-Effekt, den ich nach «Der Marsianer» oder «Der Astronaut» hatte. Für mich das bisher schwächste Werk des Autors.
Im Grunde sehr gut und vollmondig
Das Setting Mond ist relativ innovativ und da ich aktuell sowieso sehr gern Sci-Fi lese sowie Artemis II im echten Leben verfolgt habe, war ich nochmal ganz anders im Buch investiert. Die Geschichte ist grundsätzlich sehr gut und hat Spaß gemacht. Die technischen und physikalischen Details haben mir extrem gut gefallen, das hat mich schon bei "Der Astronaut" begeistert (Marsianer habe ich noch nicht gelesen :(). Leider gefällt mir die Sexualisierung von Jazz' Leben nicht so sehr - es hätte nichts gefehlt, wenn die so nicht Teil der Geschichte gewesen wäre.
Ein Tech-Thriller für gute Unterhaltung.
Artemis ist das zweite Buch von Andy Weir von 2017. Ich habe vorher Der Masianer und der Astronaut gelesen, die inzwischen zu meinen Lieblingsbüchern zählen. Das Problem ist, wenn man vorher so gute Bücher gelesen hat, baut man eine gewisse Erwartungshaltung auf. Ich glaube wenn Artemis mein erstes Buch von ihm gewesen wäre, hätte ich alleine für die Idee und die Stunden voller guter Unterhaltung 4-5 Sterne vergeben. Im Vergleich zu den anderen beiden Büchern sind es aber eher 3 Sterne. Zur Handlung möchte ich nicht zu viel schreiben,da es eine Menge Spoilern würde. Sehr positiv fand ich,dass Weir eine komplett andere Protagonistin erschafft, die man normalerweise von SF gewöhnt ist. Normalerweise sind es ja die weißen hetero Männer, die als Standard Protagonist dienen. Hier aber mal ganz anders. Die Protagonistin ist die Kleinkriminelle Jasmin, die mit 6 Jahren mit ihrem Vater aus Saudi-Arabien auf die Mondstadt Artemis kam. Auch wenn ich die Idee super fand, mal einne kriminelle Figur in den Vordergrund zu stellen, konnte ich mich mit der Figur nicht richtig anfreunden. Ich hätte glaube ich gerne mehr Figurenaufbau gehabt. Also der Lesende gerade dabei war zu verstehen, was grob ihre "Probleme" auch sozialer Natur sind, kommen eigentlich auch schon die Lösungen um die Ecke. Aber vielleicht bin ich da auch zu kritisch. Ja, es wird mit ein paar Klischees gespielt, aber ehrlich gesagt hat mir das gefallen. Ich denke das Buch ist insgesamt eine leichte Lektüre mit mal etwas anderen Charakteren, einer spannenden Story zum Mitfiebern und abschalten. Wer noch nichts von Andy Weir gelesen hat, sollte das ändern. Ich hoffe,dass er mehr schreibt!
Spannender Weltraumthriller!
Artemis von Andy Weir ist ein richtig gelungener Thriller im Weltraum. Ehrlicherweise ist es nicht das, was ich erwartet habe. Ich kannte bereits seine anderen beiden Bücher, wobei der Astronaut zu meinen Lieblingsbüchern zählt. Das Artemis eine Kombination aus Thriller-Elementen und klassischer Sci-Fi ist, war eine erfrischende Überraschung, die mir aber sehr entgegen gekommen ist. Ich mochte den Kontext und diese Kombination sehr. Zugegeben, ich habe etwas gebraucht, um richtig in die Geschichte hineinzukommen. Der Einstieg ist stellenweise etwas zäh, doch je weiter die Handlung voranschreitet, desto packender wird sie. Die Spannung steigert sich kontinuierlich, die Risiken werden größer und man fiebert immer mehr mit. Am Ende war es aber ein echt spannender Weltraumthriller!
Solides Buch mit toller Protagonistin und gelungenem Spannungsbogen!
Besonders gefallen hat mir der leichte, gut lesbare Schreibstil und der durchgehend vorhandene Spannungsbogen. Die Protagonistin Jazz ist eine erfrischend andere Hauptfigur: kleinkriminell, selbstbewusst bis überheblich, aber alles andere als perfekt. Ihre Fehler, ihr Hang zum Fluchen und dazu, Sorgen auch mal im Alkohol zu ertränken, passen sehr gut zu ihrem Alter Mitte zwanzig und machen sie glaubwürdig. Positiv hervorzuheben ist außerdem, dass sie eine echte Vergangenheit hat – inklusive einer sexuellen. Frauenfiguren werden in Büchern leider oft auf Extreme reduziert; hier gelingt Andy Weir eine angenehm realistische Mischung. Und das als männlicher Autor. Zwar mochte ich Mark Watney aus „Der Marsianer“ persönlich lieber, aber „Artemis“ zeigt deutlich, dass Weir auch überzeugende weibliche Protagonistinnen schreiben kann. Auch die wissenschaftlichen Aspekte haben mir gut gefallen: Sie sind präsent, aber nicht überbordend, und werden verständlich erklärt, ohne den Lesefluss zu bremsen. Der Mix aus Sci-Fi und Krimi war für mich neu – vermutlich hätte ich das Buch bei einem anderen Autor nicht sofort zur Hand genommen. Andy Weir genießt bei mir jedoch einen großen Vertrauensvorschuss, den er hier größtenteils auch rechtfertigt. Ganz rund ist das Buch für mich dennoch nicht. Zwischendurch verliert sich Jazz etwas zu sehr in Erklärungen, und vor allem ihre Motivation blieb für mich lange unklar. Erst gegen Ende werden ihre Beweggründe wirklich greifbar – zu einem Zeitpunkt, an dem mein Interesse am „Warum“ bereits deutlich nachgelassen hatte. Im direkten Vergleich haben mir sowohl „Der Marsianer“ als auch „Der Astronaut“ deutlich besser gefallen. Nichtsdestotrotz ist „Artemis“ ein gutes Buch: spannend, unterhaltsam und vergleichsweise schnell gelesen. Perfekt für zwischendurch – und eine klare Leseempfehlung für alle, die Andy Weir mögen oder Lust auf kurzweilige Science-Fiction haben.

Jazz auf dem Mond
Jazz Bashara lebt auf dem Mond verdient sich ihren Unterhalt insbesondere als Schmugglerin und kriegt einen Sabotage-Auftrag, der ihr eine Menge Motten (Geld) einbringen soll. Das finden aber nicht alle gut und plötzlich gibt's die erste Leiche, ein Haufen Ärger und ne Menge Schwerkraft-Akrobatik. Typischer Mond-Stress halt. Eine unterhaltsame, flotte Geschichte mit interessanten wissenschaftlichen Erklärungen und einer guten Portion Humor. Das Mond-Setting wirkt authentisch, weist nette Details auf und es macht Spaß, mit der gewitzten Jazz und ihrem Freundeskreis in die Fettnäpfchen zu treten und die Probleme zu lösen.
Die Sprecherin hat es super rüber gebracht. Jazz und alle anderen Charaktere haben hier von ihr leben eingehaucht bekommen. Musste aber erst Hermine Granger aus dem Kopf bekommen. Ich mag die Story. Ich mag Jazz und auch Slobova, keine Ahnung ob er so geschrieben wird, aber er ist Genial. Hätte schon gerne gewusst wie es mit den beiden im allgemeinen weitergeht. Jazz macht Fehler, aber diese bügelt sie auch alle wieder aus. Selbst welche die sie früher gemacht hatte. Sie zeigt nach und nach ihr weiches Herz.
Nach „Der Marsianer“ und „Der Astronaut „ ist dies das dritte Buch von Andy Weir, das ich gelesen habe und leider auch das Schwächste. Wohingegen die anderen beiden Romane die Beklemmung und Einsamkeit des endlosen Weltraums wunderbar einfangen konnten ist „Artemis“ eher der Versuch einen Wirtschaftsthriller auf dem Mond zu schreiben. Die Beziehungen bleiben mittelmäßig und vor allem das Frauenbild der weiblichen Hauptfigur, das gezeichnet wurde war mehrmals befremdlich für mich. Ich liebe die technischen und physikalischen Beschreibungen seiner Bücher aber zwischenmenschliche Beziehungen bleiben hier immer irgendwie schal und oberflächlich. Ich vergebe 3 von 5 Vollmonde!
Die Sprecherin hat es super rüber gebracht. Jazz und alle anderen Charaktere haben hier von ihr leben eingehaucht bekommen. Musste aber erst Hermine Granger aus dem Kopf bekommen. Ich mag die Story. Ich mag Jazz und auch Slobova, keine Ahnung ob er so geschrieben wird, aber er ist Genial. Hätte schon gerne gewusst wie es mit den beiden im allgemeinen weitergeht. Jazz macht Fehler, aber diese bügelt sie auch alle wieder aus. Selbst welche die sie früher gemacht hatte. Sie zeigt nach und nach ihr weiches Herz.
Schnelle und spannende Geschichte mit leider recht oberflächlichen Charakteren und generell wenig Tiefgang. Die weibliche Ich-Erzählerin bot mir keinerlei Identifikationsmöglichkeiten mit ihrer Denk- und Handlungsweise. Bildhaftes Setting, action- und effektreiche Handlung. Ein bisschen, wie ein Blockbuster im Free TV am Sonntagabend. Ist kurzweilig, kann man sich angucken, muss man aber nicht.
Cooles Setting, nervige Protagonistin
Coole Vision einer Mondstadt (Kleinstadt um genau zu sein). Ich mag Andy Weirs technisch-physikalischen Einschübe und die Beschreibungen kleiner Details, die das Worldbuilding glaubhaft machen: die Währung, die Strafen, die informellen Regeln. dass Jugendliche natürlich auch auf dem Mond und trotz Feuerverbot heimlich kiffen wollen. Oder dass viele Touristen die Möglichkeiten von Sex in geringer Schwerkraft als Hauptmotiv ihrer Reise sehen… Wäre da nur nicht die Protagonistin Jazz. Ich fand sie einfach nur dämlich und richtig nervig. Habe das Buch trotz ihrer Beteiligung bis zum Schlusspunkt gelesen und nicht etwa, weil mir am Ausgang ihrer Story etwas am Herzen lag. Schade! Mal sehen, ob »Der Astronaut« besser ist…

Von Anfang an ist man direkt mitten in der Story, es wird nicht lange gefackelt und erklärt, es geht sofort los. Das fand ich super. Außerdem wird der Leser von der Hauptcharakterin mehrmals direkt angesprochen, das mochte ich auch. Alles in allem war die erste Hälfte des Buches kurzweilig und spannend. Irgendwann mittig habe ich dann aber dem Faden verloren. Es wurde mir einfach zu chemisch und zu komplex für einen Unterhaltungsroman. Das hat sich dann leider bis zum Ende auch nicht mehr geändert.
Wie witzig zynisch kann das Leben auf dem Mond sein? JA. Wirklich, hab die Protagonistin geliebt (habs aber vor dem Marsianer gelesen und verstehe alle die behaupten, die beiden sind sich im Charakter zu ähnlich...). Außerdem sehr großer Fan, wie man total beobachten kann, dass sie super Hochbegabt ist und so nebenbei alle möglichen Dinge berechnet, aber so gar keine Ambitionen hat, das für mehr als kleinkriminelle Tätigkeiten zu verwenden... Plus, super liebenswert schrullige Nebencharaktere.
Ich muss zugeben, dass ich "Artemis" eher skeptisch gegenüber gestanden bin, nachdem mich "Der Marsianer" leider nicht annähernd so begeistern konnte, wie scheinbar die Mehrheit der restlichen Leser*innen. Dennoch stand das Buch aufgrund einer mir vorgegebenen Buchliste auf meiner to-read Liste und ich habe mich an das - leider gekürzte - Hörbuch gewagt. Ich habe mir den Klappentext zuvor absichtlich nicht durchgelesen, weil ich dank einer Rezension einer Mitbloggerin gelesen hatte, dass dieser leider einen Spoiler enthält, der einem ein bisschen das Lesevergnügen nimmt. Deshalb habe ich mich einfach von der Handlung überraschen lassen. Und der Anfang hat mir auch erstaunlich gut gefallen. Jazz war mir als freche, mutige Protagonistin sehr sympathisch und ich hatte dieses Mal nicht so viele Mühe, mir das Leben auf Artemis - also auf dem Mond - vorzustellen und das trotz der vielen technischen Beschreibungen. Ich hatte den Eindruck, dass das Verhältnis der eigentlichen Handlung und der Science Fiction Details dieses Mal etwas ausgeglichener war, als beim Marsianer. Die Handlung an sich ist schnell zusammengefasst: Jazz ist eine Schmugglerin, die den Auftrag erhält, einige Geräte zu sabotieren und im Gegenzug soll sie dafür eine riesige Menge Geld erhalten. Für Jazz Grund genug, zuzusagen. Die erste Hälfte widmet sich hauptsächlich diesem Auftrag, den ich zunächst noch packend fand. Die Idee hat mich etwas an einen "Heist"-Plot erinnert. Ungefähr in der Mitte des Buches nimmt das Buch durch eine überraschende Wendung eine etwas andere Richtung ein. Und obwohl der Plot Twist vielversprechend gewesen wäre, habe ich in der zweiten Hälfte des Buches allmählich mein Interesse verloren, bis ich gar nicht mehr genau wusste, worum es eigentlich geht. Ich kann leider nicht genau benennen, woran es lag, aber ich fand den zweiten Teil - trotz gekürzter Handlung beim Hörbuch(!) - sehr langatmig und leider auch uninteressant. Erst beim Ende konnte mein Interesse wieder erweckt werden, als das Schicksal eines der Charaktere auf der Kippe stand. Aber leider hätte ich mir hier einen anderen Ausgang gewünscht, denn insgesamt war mir das alles dann doch zu sehr auf "Happy End" getrimmt. Die Sprecherin macht ihre Sache fantastisch. Sie fängt den wilden, unberechenbaren Charakter von Jazz meiner Meinung nach sehr gut ein und es hat sehr viel Spass gemacht, ihr zuzuhören. Nichtdestotrotz muss ich der Kritik zustimmen, dass man dennoch an einigen Stellen merkt, dass Jazz Charakter von einem Mann entwickelt und beschrieben wurde. Fazit: "Artemis" erzählt einen anfangs spannenden Plot über eine Schmugglerin auf dem Mond, die einen illegalen Sabotage-Auftrag ausführen muss. Für diesen begibt sie sich in grosse Gefahr, doch im Gegenzug wird sie eine hohe Geldsumme erhalten, die ihr das Risiko wert ist. Nach einem überraschenden Plot Twist im Mittelteil, hat mich die Handlung dann aber leider nach und nach verloren. Den zweiten Teil fand ich sehr langatmig und zäh und das Ende konnte leider auch nicht mehr viel herausreissen. Insgesamt kann ich deshalb nur 2,5 Sterne vergeben. Das Hörbuch kann man sich mal anhören, man verpasst aber auch nichts, wenn man es sein lässt. Es sei denn man ist ein Technik-Nerd und findet an den vielen detaillierten technischen Ausführungen des Autors seine Freude.
Artemis ist der zweite Roman von Andy Weir nach dem Bestseller "Der Marsianer". Und auch in diesem Roman widmet sich Andy Weir der Raumfahrt und wissenschaftlichen Themen wie eine Stadt auf dem Mond am Leben erhalten werden kann. Der Autor verpackt die hochkomplexen wissenschaftlichen Gegebenheiten für eine dauerhafte Existenz einer Stadt auf dem Mond in einen spannenden Unterhaltungs- und Wirtschaftsthriller bei dem unsere weibliche arabisch stämmige Hauptprotagonistin - Schmugglerin mit Ehrenkodex - immer tiefer in ein Katz -und Mausspiel hineingezogen wird. Während die Geschichte sich entfaltet, lernen wir mehr und mehr die Funktionsweise und die sozialen Strukturen (z.B. EVA-Gilde, Tourismus) der Stadt auf dem Mond kennen. Auch in diesem Roman lässt uns Andy Weir an den lässigen und ironischen, humorvollen Gespräche der Protagonisten teilhaben nach dem Motto "Wenn wir schon sterben müssen (was wir eigentlich nicht wollen, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt) dann zumindest mit einem epischen Spruch auf den Lippen oder einem angemessenen 'Scheiße, verdammt'." Die weibliche Protagonisten entspricht genau diesem Stil, womit der Autor eine sehr authentische Persönlichkeit geschaffen hat. Sehr stark ausgereizt hat der Autor meiner Meinung nach, dass nachdem ein Problem gelöst wurde, ein zweites auftauchte und dann ein drittes und so fort. Sicher, auch dies kann der Realität entsprechen (Murphys Gesetz), aber manchmal war es mir dann doch zu viel des Guten. Die Geschichte spricht auch durchaus ernste Themen an, wie die Vater-Tochter Beziehung oder Religion, Toleranz, Heimat und Abschiebung oder politische und wirtschaftliche Korruption, bleibt dabei aber mit der Geschichte selbst im Fahrwasser eines Hollywoodfilms mit Happy End, bei dem den Bösen das Handwerk gelegt wird und die Protagonisten das Herz am rechten Fleck sitzen haben. Nichtsdestotrotz mochte ich die Geschichte um die Schmugglerin Jazz Bashara und ich würde auch gerne noch mehr erfahren. Das Buch schreit förmlich nach einer Fortsetzung. Dann darf es für mich auch gerne mehr persönliche Dramen haben.
Artemis ist die einzige Stadt auf dem Mond und unsere Protagonistin ist eine Bewohnerin davon. Die Schmugglerin hat eigentlich eine deutliche Ethik, aber wer würde für eine Million Motten (Geld) nicht das ganz große Ding wagen. Doch es klappt nie so, wie man es geplant hat... Es ist einfach genau das, was man vom Autor kennt. Der Schreibstil ist wunderbar verständlich. Er schafft es, die entscheidenden Dinge zu erklären ohne das es zu kompliziert und Komplex wird. Es ist alles logisch gut nachvollziehbar und man fühlt sich direkt so, als würde man Artemis selber bewohnen. Es ist spannend und spielt absolut authentisch mit den Vorteilen und Problemen, die das Leben mit sich bringt. Auch gut ist der Essay am Ende vom Buch, wo er bestimmte Annahmen für das Buch genauer aufgreift, also die Wirtschaftsgrundlage von Artemis und wie sie sich selber ohne staatliche Förderung selber rentabel hält.
Seit dem Kinoerfolg “Der Marsianer” hat sich der Autor Andy Weir bei uns mit seinem Roman, auf dem der Film basiert, einen Namen gemacht. An mir ist damals der Hype vorbeigegangen und somit ist “Artemis” das erste Buch, dass ich von ihm gelesen habe. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Jazz erzählt, die ein recht kriminelles Leben führt in einer Stadt, wo jeder jeden über eine Ecke kennt. Nicht gerade sehr förderlich für ihre Geschäfte, aber Jazz ist nicht auf dem Kopf gefallen, ganz im Gegenteil, sie ist ziemlich intelligent und ist nur auf die falsche Bahn geraten. Tough und mit dreckigen Mundwerk bewaffnet schlägt sie sich eher schlecht, als recht durch, bis sie das Angebot schlechthin bekommt. Wie kann sie da nicht annehmen? Nur stellt sich heraus, dass noch viel mehr dahinter steckt, als zunächst erwartet. An der Stelle ist es eine altbekannte Story mit neuem Setting, aber mit kleinen Abweichungen und Ideen, die die Geschichte nicht komplett vorhersehbar gestalten. Auch wenn wir uns auf einem Planeten befinden mit nur einer einzigen Stadt, ist es sehr abwechslungsreich auf Artemis und Andy Weir schildert sehr interessant das Leben in der Blase mit ihren Eigenheiten. Natürlich gibt es einen wissenschaftlichen und technischen Teil im Buch, der wird relativ verständlich dargestellt, aber alles durch und durch zu verstehen war für mich nicht machbar, liegt wahrscheinlich daran, dass es mir kein bisschen liegt. Jazz als Protagonistin war am Anfang gewöhnungsbedürftig, weil sie sich oftmals sträubt und mich etwas an einen rebellischen Teenager erinnert hat, aber mit jedem Kapitel wurde sie mir sympatischer und später im Buch werden ihre Umstände genauer erklärt – also abwarten! Sonst gibt es eine handvoll abwechslungsreicher Charaktere, die eine wichtige Rolle in Bezug auf Jazz und die Handlung spielen und besonders gelungen empfand ich hier ihre Brieffreundschaft aus der Kindheit, die gleich zu Beginn auftaucht. Das gehört ebenfalls zu den Dingen, die erst spät aufgeklärt werden und so hat sich das Buch immer weiter gesteigert. Der Schreibstil ist sehr locker, frech und auf seine Art war es sehr erfrischend zu lesen. Nach den ersten Kapiteln, wo alles erklärt wird und man so richtig Interesse bekommt an Artemis, wird es auf einmal sehr rasant und spannend, nur hat mich die Grundgeschichte selbst nicht umgehauen. Die Ideen, wie die Stadt funktioniert, wie sie aufgebaut ist, wie man dort lebt und wie die Charaktere miteinander verwoben wurden – ja, das hat mir alles richtig gut gefallen. Mit dem Roman “Artemis” habe ich mein erstes Buch von Andy Weir gelesen und bin begeistert von seinen Idee rund um Artemis und Schreibstil, weil es durchgehend unterhaltsam und interessant ist. Nur war die Grundgeschichte selbst dazu im Vergleich viel zu blass und an manchen Punkten vorhersehbar.
Andy Weirs 'Artemis' entführt uns in ein spannendes Abenteuer auf dem Mond, wo jede Sekunde zählt. Zu Beginn war ich etwas skeptisch, ob das Buch nicht zu sehr an die Mafiastrukturen aus 'Das Lied der Krähen' erinnern würde. Doch das einzigartige Setting auf dem Mond und Weirs gewohnt präzise Darstellung der Technik haben mich schnell gepackt. Die Protagonistin Jess brauchte zwar etwas, um mich zu überzeugen, aber am Ende habe ich mit ihr mitgefiebert. Besonders sympathisch fand ich den Wissenschaftler Svoboda, dessen skurrile Erfindung für einige amüsante Momente sorgten. Trotzdem muss ich zugeben, dass 'Artemis' im Vergleich zu Weirs anderen Werken etwas zurückfällt. Wer auf humorvolle Science-Fiction steht, ist mit 'Der Marsianer' besser bedient, und für Fans von Weltraum-Epen ist 'Hail Mary' die erste Wahl. Dennoch ist 'Artemis' eine gelungene Ergänzung von Weirs Werk und bietet spannende Einblicke in das Leben auf einer Mondbasis. Fazit: Ein solides Buch, das zwar nicht an die Höhepunkte seiner Vorgänger heranreicht, aber dennoch unterhaltsam ist und Fans von Hard Science Fiction begeistern wird.
Vom Mars zum Mond. Mit seinem Debütroman und Bestseller „Der Marsianer“ hat Andy Weir große Wellen geschlagen und schließlich auch mein Herz erobern können. Es ist also kaum verwunderlich, dass meine Erwartungen an seinen neuesten Roman „Artemis“ hoch waren. Mark Watneys Geschichte strotzt vor Originalität. Statt einen Kampfs ums Überleben zu beobachten, taucht der Leser diesmal in ein gefährliches Macht- und Intrigenspiel in einer auf dem Mond errichteten Stadt ein. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass der Roman es mir nicht schwergemacht hätte. Die Geschichte beginnt wirklich langsam und der Leser verbringt erst einmal viel Zeit mit der Protagonistin Jazz, um ihren Alltag und ihre Eigenheiten kennenzulernen. Im Grunde nimmt der Klappentext bereits die Hälfte der Handlung vorweg. Dennoch passiert wirklich viel. Das ändert allerdings nichts daran, dass der Plot leider an vielen Stellen vorhersehbar und im Grunde nichts Neues ist. Das einzig neue Element ist der Mond als Setting. Dadurch hat es der Autor schwer, den Leser bei der Stange zu halten, schafft es aber durch die intensive Involvierung des Settings als maßgebliches Element der Geschichte. Dieses wirkt sehr realistisch, ist liebevoll ausgearbeitet worden und die vielen technischen Details unterstützen die authentische Wirkung. Ich persönlich fand die vielen technischen Aspekte auch gut eingebracht, so dass auch eine Laie gut mitkommt und sich nicht durch seitenweise chemische Erläuterungen und derlei kämpfen muss. Wie gesagt, die Handlung an und für sich ist als Rahmen nichts Neues und die Schwäche des Romans liegt leider auch darin, dass sie sehr konstruiert wirkt, wenn auch trotzdem interessant und spannend. Aber beim Lesen hat man immer dieses Gefühl, dass alles sich perfekt ineinanderfügt und das kann gutgehen und begeistern, aber hier stört es eher. Das Weltall als Schauplatz hat im Grunde auch die größten Anteile der Spannung erzeugt. Anfängliche Probleme hatte ich vor allem mit der Protagonistin Jazz. Ich will nicht unbedingt sagen, dass sie Mark Watney in weiblich ist, aber sie ist genauso eine Sprücheklopferin, sehr intelligent und sie ist einfach extrem burschikos geraten. Da bleibt der Vergleich nicht aus. Leider ist sie auch überhaupt nicht mein Fall. Ein typischer Fall von Genie, die ihr Potenzial vergeudet. Sie ist unnahbar und an manchen Stellen konnte ich ihre Entscheidungen nur schwer nachvollziehen. Trotzdem wird sie über die Zeit hinweg sympathischer und war durchaus erträglich. Sie wird nur leider sehr radikal dargestellt, gerade wenn man sie in Kontrast zu ihrem Vater setzt. Beide sind gebürtige Saudi-Arabier und während Jazz‘ Vater das auch auslebt und gläubiger Moslem ist, ist Jazz nicht nur kriminell, sondern trinkt auch und holt sich ständig Männer ins Bett. Das wird zudem immer wieder betont. Generell findet sich hier eine sehr stereotype Zeichnung der Charaktere. Die Beziehung zwischen den Charakteren ist allerdings gelungen ausgearbeitet, auch wenn der Autor (oder vielleicht auch nur die Protagonistin) an manchen Stellen übertreibt. Trotzdem konnte ich einige Charaktere, vor allem den Wissenschaftler Svoboda, ins Herz schließen. Watney gelingt es aber trotz aller der Stereotype, von der typischen Charakterisierung schwuler Charaktere abzuweichen, was ich wiederum sehr positiv und vor allem erfrischend fand. Sehr beeindruckend ist die Intelligenz der Protagonisten, die aber auch nicht aufgesetzt wirkt – außer vielleicht bei Jazz, was bei ihr allerdings auch daran liegt, dass sie so herausragend begabt ist und es nicht nutzt. Weirs Schreibstil hat mir auch hier wieder gut gefallen. Gerade auch seine humorvolle Art zu schreiben wirkt sehr anziehend. Die Konstruktion der Handlung scheint leider deutlich durch, aber stellt nur einen geringen Abbruch zum Unterhaltungsfaktor dar. Die Erklärungen zu diversen Informationen, wie z.B. zum Schweißen auf dem Mond, sind zwar manchmal etwas tief in die Materie gehend, aber dennoch verständlich. Man hat als Leser das Gefühl, etwas dazuzulernen. Jazz Bashara ist als Ich-Erzählerin – wie man bei ihrem Charakter bereits vermuten kann – nicht nur nicht auf den Kopf, sondern auch nicht auf den Mund gefallen. Es kommt also durchaus auch mal zu Flüchen und derlei. Für mich ist dieser Roman wie eine Medaille mit zwei Seiten. Einerseits habe ich es genossen, andererseits hat es mich aber an einigen Stellen genervt oder nicht wirklich mitreißen können, was gerade auch am etwas zähen Mittelteil lag. Man muss mit Jazz umgehen können und die wenig innovative Handlung tolerieren, dann ist der Roman durchaus unterhaltend und man kann viel Spaß damit haben. Gerade die Nebencharaktere sind an vielen Stellen eine schöne Bereicherung für die Geschichte und Weltall-Freunde dürften trotz allem begeistert sein. Denn auf Artemis wird es Dank Jazz ziemlich brenzlig. Fazit: „Artemis“ ist ein Roman, den man lesen kann, aber nicht zwingend muss. Die Geschichte ist rund, die Charaktere passen ins Bild und der Spannungsfaden steigt vor allem am Ende rasant an. Mark Watney-Fans sollten allerdings ihre Erwartungen runterschrauben, denn mit Weirs Debütroman kann das Buch nicht mithalten. Es ist aber nicht nur eine vergnügliche Unterhaltung, sondern wieder gespickt mit wissenschaftlichen Informationen. Inhalt: 3/5 Charaktere: 4/5 Lesespaß: 3/5 Schreibstil: 4/5
Was ist habe ich mir denn da für einen Schmarren gekauft? Ist das wirklich von Andy Weir? Dieser Andy Weir kann nicht derselbe namensgleiche Autor sein, der Der Marsianer geschrieben hat! Rein sprachlich hätte ich das Buch eher in den YA-Bereich eingeordnet aufgrund der vielen lässigen Sprüche in der dialoglastigen Schreibweise. Dem Autor ist das Thema Sex auf dem Mond sehr wichtig, denn es geht oft ums Vögeln, wie es so schön übersetzt wurde. Unsere Protagonistin Jazz, 28 Jahre, eine kleine, kriminelle Nervensäge, muss besonders gut und gerne Geschlechtsverkehr betreiben, zumindest ist es dem Autor wichtig, dies immer wieder mal in die Dialoge einfließen zu lassen. Als dann ein bastelnder Weggefährte ihr seine neuste Entwicklung, einen wiederverwendbaren, auswaschbaren Kondom zum Testen mitgibt, mit dem Anmerkung, dass sie doch gerne und viel... (*gähn*, ihr wißt schon), war für mich der Zeitpunkt gekommen, mich von Artemis zu verabschieden.
Liest sich angenehm flott weg, kann mit dem genialen Debüt "Der Marsianer" aber nicht mithalten. Obwohl versucht wird hier einiges zu übernehmen, wirken speziell die technischen Details diesmal etwas aufgesetzt. Trotzdem macht die Geschichte Spaß und die Stadt auf dem Mond ist eine glaubhafte Zukunftsvision. Bei der Hauptfigur hätte ich mir ein paar mehr Fehler gewünscht. Dass jemand einfach alles perfekt beherrscht und selbst komplizierte Sachverhalte aus unterschiedlichsten Themengebieten sich mal eben in ein paar Stunden aneignet, ist einfach unglaubwürdig. Am albernsten war dann das Safeknacken^^ Und leider war Jazz auch nicht besonders sympathisch - wie sie solch treue Freunde finden konnte, ist mir ein Rätsel ;)
Ich muss gestehen, dass ich über die schlechten Rezensionen schon sehr erschrocken bin. Denn ich fand dieses Buch (besser gesagt das Hörbuch) sehr gut. Im Deutschen wird das Buch gelesen von Gabrielle Pietermann. Jeder sollte diese Stimme kennen, da sie der Hermine ihre Stimme im Deutschen leiht und auch für andere Promis, wie Emilia Clarke in GoT die Synchronsprecherin gibt. Also eine allseits bekannte Stimme, die ich persönlich als sehr angenehm empfinde. Der Leserythmus ist angenehm, nicht zu hektisch oder irgendwie einschläfernd, sondern sehr fesselnd. Außerdem stört kein unangenehmes Geschmatze den Lesefluss, wie bei anderen. Nun zur Story: Andy Weir beginnt seine Geschichte wunderbar langsam, aber auch fesselnd, wie ich es mag. Zwar wird man zu Beginn mit einer ziemlich actionreichen Szene ins kalte Wasser geworfen, aber danach geht es etwas langsamer zu und man wird mit der Stadt auf dem Mond erstmal vertraut gemacht. Der Aufbau, die Geschichte und der Hintergrund von Artemis wird wunderbar erklärt, die Gesellschaft, das Gesetz und die Ethik ebenso. Dabei schweift Weir manchmal etwas ab und unterbricht den aktuellen Handlungsstrang immer, dies dauert aber nur ein paar Minuten und stört daher den Flow nicht wirklich. Man merkt zudem, dass Weir sich wirklich mit der Materie auseinander gesetzt hat und auch versucht, seinen physikalisch nicht so ganz talentierten Lesern die Wissenschaft hinter Artemis und dem Mond näher zu bringen. Das gelingt auch mit viel Humor, wie ich finde sehr gut! Der dicke Minuspunkt in der Story ist für mich das Ende. Ich fand es sehr plötzlich und es lässt wahnsinnig viele Fragen.offen, leider habe ich mir etwas mehr erhofft. Aber wie finde ich denn nun unsere Protagonistin? Jazz Bashari ist eine junge Schmugglerin von gerade mal 26 Jahren und hat ein Ziel im Leben: Reich sein. Nichts ungewöhnliches. Allerdings, wer glaubt auf der Erde wäre das schon schwer, der wäre von Artemis geschockt. Denn auch wenn es als das Paradies auf dem Mond erscheint, Artemis bringt wie jeder Ort seine Probleme mit und vom Tellerwäscher zum Millionär wird man dort nicht. Besonders, wenn man wie Jazz harte ehrliche Arbeit scheut. Dazu muss man sagen, Jazz ist nicht auf den Kopf gefallen! Da ihr Vater Schweißer auf dem Mond ist, hat sie jede Menge Wissen in Sachen Physik von ihm gelernt. Auch handwerklich ist sie nicht unbegabt. Dennoch versucht sie ihr Glück lieber in illegalen Geschäften, da dort die Chance höher ist, schnell Geld zu machen. Schmuggeln ist daher die erste Wahl. Jazz ist daher eher eine Kleinkriminelle, die wenig mit den großen Dingen zu tun hat. Was sich aber durch ihre “Geschäftsbeziehungen“ zum Milliardär Trond schnell änder, der sie für einen Job mal eben zur Millionärin machen will. Wer sagt da schon Nein? Unsere Hauptprotagonistin hat neben ihrer kleinkriminellen Ader aber auch andere Probleme. So ist sie charakterlich nicht sonderlich einfach. Ein lockeres Mundwerk gepaart mit einer leicht besserwisserischen Ader, eine ordentliche Prise Arschloch und noch ein Fingerhut voll schwarzen Humor. Kurz, entweder man hasst sie oder man liebt sie. Ich mochte sie vom Charakter her extrem, da sie mal ein schöner Kontrast zu den ganzen unfähigen Prinzessinen in Romantasy ist. Leider bekommt man von den anderen Charakteren nicht so viel mit. Hier und da werden kurze Infos eingestreut, aber mir dennoch zu wenig. Aber das würde wohl den Rahmen sprengen! Mein Fazit: Ein wirklich tolles Hörbuch von Andy Weir mit einer Protagonistin, die mir wirklich ans Herz gewachsen ist, gerade wegen ihrem schrägen Humor, der manchmal etwas unter der Gürtellinie war.
Ist das wirklich der gleiche Autor?
Artemis ist der zweite Roman von Andy Weir. Nachdem ich bereits seinen ersten „Der Marsianer“ und seinen dritten „Der Astronaut“ gelesen hatte und mir beide hervorragend gefallen haben, hatte ich natürlich auch dementsprechend hohe Erwartungen und Vorfreude auf dieses Werk. Leider kann es jedoch in keinster Weise an die beiden anderen anknüpfen. Die wissenschaftlichen Aspekte für die Andy Weir bekannt ist kommen nur spärlich vor, die Geschichte hat kaum Tiefgang, mit der Hauptfigur werde ich nicht warm und das Warum der „Operation“ in diesem Buch erschließt sich mir zum Ende noch weniger als am Anfang. Dass es besser geht hat der Autor ja bereits bewiesen, von daher bin ich bei seinem nächsten Werk trotzdem wieder guter Dinge
Nachdem ich "Der Marsianer" so geliebt habe, war ich natürlich sehr gespannt auf "Artemis". Leider muss ich sagen, dass es mir nicht so gut gefallen hat und grade noch so 3 Sterne bekommen hat. Das Buch ist sehr sexistisch (ehrlich, so etwas habe ich lange nicht mehr gelesen. Ständig falls. unpassende Bemerkungen) und wirklich sehr technisch aufgebaut. So viele Stellen habe ich nur so überflogen, weil es mir so langatmig wurde. Auch den Fall an sich fand ich nicht sehr spannend. Jazz hat mich oft so genervt und ich habe ihr Handeln nicht nachvollziehen können. Die Grundidee hat mir gefallen, auch der Schauplatz also der Mond. Die Umsetzung empfand ich als schwach.




















































