An Emotion of Great Delight
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Description
It's broken. Shadi has tried to navigate the remains of her quickly-shattering world by soldiering through, saying nothing, until finally, one day, everything changes.She explodes.Perfect for fans of the Shatter Me series as well as Angie Thomas's The Hate U Give and Nicola Yoon's The Sun is Also A Star.
Book Information
Posts
Ein wirklich schönes Buch über Shadi und ihr Leben. Shadi hatte es nie wirklich leicht. Sie trägt ein Kopftuch und allein deswegen scheint sie super viel durchmachen zu müssen. Eine wirklich schöne und emotionale Geschichte, die sich super gut lesen lies. Der Schreibstil ist wahnsinnig schön und das ganze Setting hat mir sehr gefallen. Es ist nicht alles gold, was glänzt. Wir wissen nie, was die Person, die uns gegenübersteht, gerade durchmacht. 🥲 Dicke Empfehlung. 📚
"... and I was drowning, drowning when I needed, desperately, to keep my head above water."
Tahereh Mafis Art Geschichten und Emotionen zu beschreiben, ist einfach einzigartig. Sie findet immer genau die richtigen Worte, um den Leser ab der ersten Seite in einen Sog zu ziehen. Man fliegt durch die Seiten, kann das Buch kaum aus der Hand legen und will doch gleichzeitig innehalten. Um die Worte und ihre Gewichtigkeit wahrzunehmen. Um über die Inhalte, die viel auch zwischen den Zeilen stattfinden, nachzudenken. Hier geht es um Diskriminierung, Herkunft, Familie, Liebe, Freundschaft, psychische Erkrankung, Verlust und die Angst davor, Identität, Selbstfindung und so vieles mehr. Das Ende ist bewusst offen gehalten, was perfekt zur Geschichte passt. Und das sage ich, obwohl ich sonst gar kein Fan von offenen Enden bin.
TW: Tod / Trauer, Rassismus, Mobbing, Selbstverletzendes Verhalten Der Schreibstil war wie immer großartig, aber manchmal etwas over the top. Da ist Tahereh Mafi echt Geschmackssache. Leider fand ich die meisten Charaktere nicht wirklich sympathisch und konnte auch das Verhalten oft nicht nachvollziehen. :/
Eine bewegende Geschichte über das Aufwachsen von Shadi, die sich aufgrund ihrer Religion und ihres Aussehens nie ganz zugehörig fühlt. Nach den Ereignissen des 11. Septembers und dem Tod ihres Bruders kommen immer neue Hürden auf sie zu und bei dem Versuch, immer alles richtig zu machen und bei niemandem anzuecken, vergisst sie immer ein kleines Stückchen mehr selbst glücklich zu sein. Dieses Buch ist sehr eindrücklich und hat mich so oft wirklich traurig gemacht, weil unsere Gesellschaft einfach so ungerecht ist. Für mich ein wirklich empfehlenswertes Buch!
Ein wichtiges und wertvolles Buch. Tahereh Mafi behandelt in diesem Buch ein wichtiges Thema, das uns alle betrifft und zwar Rassismus und Diskriminierung. Meiner Meinung nach kann es gar nicht genug Bücher darüber geben und ich freue mich jedes Mal, wenn ein neues Jugendbuch zu dieser Thematik erscheint, insbesondere wenn es sich um Own-Voice-Geschichten handelt wie es bei Tahereh Mafi der Fall ist. Das Buch ist relativ dünn, wodurch man schnell durchkommt. Um es in einem Rutsch auszulesen, finde ich persönlich die angesprochenen Themen etwas zu belastend, aber das muss natürlich jede:r selbst entscheiden. Trotz weniger Seiten wird hier sehr viel gesagt. Mit wenigen Worten sagt Tahereh Mafi's Erzählung unheimlich viel aus. Neben Rassismus und Diskriminierung werden hier weitere sensible Themen wie Trauerbewältigung und psychische Erkrankungen, aber auch Familie, Freundschaft, die erste Liebe und Selbstfindung behandelt. Die feinfühligen Darstellungen der Autorin haben auf mich sehr authentisch gewirkt. Die Geschichte ist vielschichtig, tiefgründig und sehr bewegend. Shadi's Geschichte ging mir beim Lesen sehr nahe, hat mich Mitfühlen lassen und zum Nachdenken geregt. Auf emotionaler Ebene ist dieses Buch sehr stark. Die Gefühle der Protagonistin waren für mich greifbar und rissen mich mit. Ich konnte mich gut in Shadi hineinversetzen und näher werde ich ihren Erfahrungen wohl auch nie kommen, weswegen ich es (für mich) umso wichtiger finde, Bücher dieser Art zu lesen. Shadi ist eine sehr nahbare und menschliche Protagonistin, die beim Lesen greifbar wird. Zudem durchläuft sie hier eine sehr schöne Entwicklung. Ansonsten passiert in dieser Geschichte gar nicht so viel. Es werden zwar einige Themen angesprochen, aber die Handlung ist nicht gerade aktionsreich, was sie aber auch nicht sein muss. Hier geht es vielmehr um die Bedeutung hinter der Geschichte, um ihre Themen sowie deren Botschaft. Der Aufbau ist allerdings etwas wirr, da die Geschichte immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit wechselt. Die Wechsel wurden zwar kenntlich gemacht, aber da es dabei immer um die gleichen Personen geht, kommt man schon einmal schnell durcheinander bzw. muss sich regelmäßig neu strukturieren. Gegen Ende rückt die Liebesgeschichte mehr in den Fokus, was ich nicht erwartet hatte, aber es war durchaus schön zu lesen. Ich mochte Shadi und Ali zusammen. Das Buch lässt schließlich einige Fragen offen und endet ziemlich abrupt, was aber wiederum gut zur Geschichte passt. Bei viel Input kann man in wenigen Seiten eben nicht alles auflösen und dass dieses Buch so viel Interpretationsspielraum offen lässt, passt ebenfalls sehr gut. Tahereh Mafi beschreibt einfühlsam, eindringlich und ehrlich, was wir alle lesen müssen und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Ihr Schreibstil ist gefühlvoll, poetisch und nahbar. Zu guter letzt möchte ich noch anmerken, dass der englische Originaltitel "An Emotion of Great Delight" meiner Meinung nach wesentlich passender ist und innerhalb der Geschichte eine schöne inhaltliche Bedeutung erhält. Alles in allem kann ich euch dieses Buch auf jeden Fall empfehlen! 🤍 4/ 5 Sterne ⭐️
…bewegend, aufwühlend, tiefgründig & mit dem Auftrag zur Aufklärung… Ein bewegendes Buch, was einen nicht nur emotional sondern auch realistisch aufzeigt, wie schwer es in der Gesellschaft ist, die einen mit Vorurteilen belastet, einen wegen seiner Kultur, Aussehen diskriminiert. Die Bücher der Autorin waren bisher immer eine Lesegenuss, wer sie kennt weiß das man hier etwas Besonderes geboten bekommt. Wir werden in eine Zeit der Hauptfigur Shadie gezogen, die so vieles durchlebt, in ihrer Trauer als auch ihre Angst, bekommt mit schreckliche Anfeindungen, Rassismus, Traditionen und auferlegten Regeln zu tun. Herausstechend auch die Liebe und Freundschaft, die natürlich alles prägt. Tahereh Mafi hat mit ihren Schreibstil wieder eindrucksvoll bewiesen, wie schnell man sich von der Geschichte wiederfindet, sich um die Persönlichkeiten sorgt und schockiert über den Ausmaß der Vorurteile ist. Ihrer Erzählweise ist teilweise poetisch, mit der ein oder anderen Metapher versehen, bildlich, gefühlvoll als auch auch locker und leicht. Außerdem bringt es Sätzen in Farsi, die toll und passend sind. Ein Schicksalsschlag, dass das gewohnte Leben grundlegend verändert, aber auch Hoffnung schöpfen lässt, perfekt umgesetzt wurde. Lest selbst, verliert euch in den Schreckensseiten der Welt gegenüber anderen Kulturen, nehmt emotionsgeladen am Leben von Shadie teil und lasst euch beflügeln. Das Buch hat mich sofort eindrucksvoll eingenommen, mich schockiert, nervenzehrend eingenommen, von Shadie, ihren Gedanken beflügelt, von dem Zwiespalt gegenüber den Traditionen als auch der Angst sich diesen zu widersetzten. Bemerkenswert auch die Rolle von Ali, der immer ein wundervoller Freund war, zur Stelle ist, fürsorglich und beschützend an ihrer Seite hervor tritt. Ein tolles Werk, was einen eine wichtige Botschaft vermittelt, von dem Leid und Ängsten der Persönlichkeiten einnimmt, ihrer Dynamik und dem fesselnden Verlauf, dem Mut als auch der Stärke beflügelt, ins besonders aber auch durch die Verletzlichkeit und dem Gefühlschaos beeindruckt. Ich bleibe daher zutiefst begeistert von der tiefgründigen Geschichte, der Entwicklungen, den erstaunlichen Persönlichkeiten als auch dem Faktor zum Vermitteln einer tieferen Botschaft, der Aufklärung gegen Rassismus zufrieden zurück. Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Verlag. Trotz der Bereitstellung hat dies in keiner Weise meine ehrliche Meinung zum Buch beeinträchtigt. #WieeinleuchtenderStern #TaherehMafi #Fischer #Sauerländer #Rezension
Eine unglaublich atmosphärische Geschichte! Der Schreibstil der Autorin ist einfach fantastisch, unglaublich angenehm und locker, leicht zu lesen. Trotzdem steckt in jedem Satz einfach unglaublich viel Gefühl. Aber was soll ich sagen? Ich liebe Tahereh Mafi einfach! Bevor es jetzt richtig los geht, möchte ich nur eines anmerken. Der englische Originaltitel ist "An Emotion of Great Delight" (dt. Ein Gefühl großer Freude), das Buch ist dafür allerdings ziemlich emotional und traurig. Lasst euch von dem Titel also nicht irritieren! Shadi war einfach eine unglaublich tolle Protagonistin, die ich sofort sympathisch fand. Sie ist so schön sarkastisch, stark und mutig. Gleichzeitig lässt sie auch ihre Emotionen zu, ist hilfsbereit und unglaublich nett, freundlich und liebenswürdig. Alle anderen Charaktere waren übrigens ebenfalls wirklich toll. Alle wirken sehr vielschichtig, haben ihre Ecken und Kanten und wirkten deshalb auch wirklich echt auf mich. Ich fand es spannend, mal eine Geschichte von einer Protagonistin mit dem familiären und religiösen Hintergrund, wie Shadi ihn hat, zu lesen. Das war für mich etwas ganz neues und sehr educational, ohne dabei belehren zu wirken. Ich fand die Geschichte unglaublich emotional, weil Shadis Leben nicht immer einfach ist und ihre familiäre Situation im Moment auch eher schwierig ist. Tahereh Mafi hat es dabei geschafft, Shadis Gefühle perfekt rüberzubringen, sodass man ihre Handlungen sehr gut nachvollziehen kann und mit ihr mitfühlt. Die Geschichte war teilweise wirklich dramatisch, ohne dabei zu gewollt zu wirken, und auch die kleine Liebesgeschichte fand ich wirklich süß. Die beiden passen wirklich perfekt zusammen. Leider muss ich aber sagen, dass mir das Ende etwas zu schnell kam. Es wirkte auf mich zu abrupt, als würde die Geschichte eigentlich noch weitergehen. Das hat mich persönlich ein bisschen gestört. Alles in allem hat mir das Buch trotz kleiner Schwächen wirklich gut gefallen, weshalb es von mir auch 4,5 Sterne bekommt.
TW: Tod / Trauer, Rassismus, Mobbing, Selbstverletzendes Verhalten Der Schreibstil war wie immer großartig, aber manchmal etwas over the top. Da ist Tahereh Mafi echt Geschmackssache. Leider fand ich die meisten Charaktere nicht wirklich sympathisch und konnte auch das Verhalten oft nicht nachvollziehen. :/
Klappentext Shadi hat niemanden, mit dem sie reden kann. Weder über die täglichen Anfeindungen in der High School oder auf der Straße, weil sie Muslima ist und ein Kopftuch trägt, noch über den Unfalltod des geliebten Bruders. Und schon gar nicht über ihre heimliche Liebe zu Ali. Sogar ihre beste Freundin hat mit ihr gebrochen. Mühsam versucht Shadi, die zerbrechliche Fassade aufrecht zu erhalten und den Alltag zu bestehen. Noch ahnt sie nicht, dass sich die Hoffnungen, die mit ihrem Namen verbunden sind, erfüllen werden. Shadi bedeutet »Freude«. Eine bewegende, von Tahereh Mafis eigenen Erfahrungen inspirierte Geschichte über das Leben eines muslimischen Mädchens in den USA nach 9/11. Cover und Schreibstil Was für ein schönes und farblich so interessant gestaltes Cover, es hat mich durch seine Schlichtheit überzeugen. Ich liebe es wirklich sehr. Es passt auch so gut zur Protagonistin und ihrer Geschichte. Der Schreibstil ist echt perfekt, eine Mischung aus Poesie und den richtigen Worten an der richtigen Stelle. Ich bin restlos begeistert. Fazit und Inhalt Ich habe die Geschichte so sehr geliebt und und zwar von der ersten Seite an. Shadi war eine so zerrissen und tiefgespaltene Protagonistin, dass es beim Lesen schon fast weh getan hat. Ich habe sie so sehr in den Arm nehmen wollen aber das bedeutet nicht, dass sie nicht stark ist. Sie ist sehr stark aber nicht nur das sie ist auch voller Trauer, Wut und Liebe. Sie ist ein eigentlich ein typisches junges Mädchen mit der Ausnahme da sie es nicht einfach hat weil sie trauert und dem muslimischen Glauben angehört. Aber auch der Titel des Buches passt perfekt zu ihr weil die leuchtet. Ich fand ihre Gedankenwelt so interessant und voller Tiefe, mit welchen Ungerechtigkeit sie konfrontiert ist aber wie sehr sie leidet. Ich finde mit jeder Zeile merkt man das, dass transportieren von Gefühlen kann die Autorin in Perfektion. Ali ist auch ein sehr interessanter und spannender Charakter, er ist mir sehr ans Herz gewachsen obwohl ich seine Gedanken nicht kenne und das Buch nicht viele Seiten hat. Ich finde wirklich keine Kritik an diesem Meisterwerk, es ist eine Kunst auf so wenigen Seiten alles zu sagen. Ich danke Netgallery für das Rezi Exemplar welches meine Meinung nicht beeinflusst hat.
sehr schönes Buch mit toller Message! Kanns nur empfehlen es mal zu lesen, schöner Schreibstil, wichtige Themen und spannend aufgebaut :) Vor allem hat es mir auch mal einen kleinen Einblick in andere Kulturen & Lebensweisen gegeben, dann fällt mir immer wieder auf wie sehr ich häufig in einer Sparte 'frststecke'... Und die Lovestory war gut haha :)
Nach außen hin ist Shadi die perfekte junge Muslima, höflich und hübsch, aber innerlich leidet sie. Sie muss regelmäßig willkürliche rassistische Angriffe über sich ergehen lassen, weil sie noch ein Kopftuch trägt, während Andere sogar ihre Namen ändern, um ihre Religion zu verstecken. Sie versucht einfach, gute Noten zu schreiben, aber in ihrem Kopf ist zu viel anderes los. Ich hätte hier irgendwie erwartet, dass Rassismus und die Zeit nach dem 11. September eine größere Rolle spielt, auch weil das Buch nur zwei Jahre später spielt. Aber das meiste hier passiert innerhalb der muslimisch-persischen Gemeinde, sogar innerhalb von Shadis Familie und der ihrer ehemals besten Freundin Zahra. Mir fiel es schon schwer, die Freundschaft der beiden nachzuvollziehen, weil Zahra ständig eifersüchtig ist und ausrastet, als sie glaubt, dass Shadi Interesse an ihren Bruder Ali haben könnte. Aber Shadi bedeutet Zahras Meinung viel, daher - und nur zweitrangig wegen der Regeln und Verbote ihrer Religion - versucht Shadi, sich von Ali fernzuhalten und ihre Gefühle zu ignorieren. Seit dem Unfalltod ihres eigenen Bruders ist auch Shadis Familie nicht mehr wie früher. Ihre Eltern und ihre Schwester haben sich verändert und Shadi wünscht sich oft woanders hin. Ich konnte Shadis Gefühle schon gut nachvollziehen, ihre Unsicherheiten und wie sie alles in sich hineinfrisst, weil sie sich niemandem anvertrauen kann. Wenn sie Höflichkeiten austauscht oder über ihre Lage philosophiert, drückt sie sich oft gewählt aus und hat manchmal auch eine spitze Zunge, wenn sie sich gerade traut, aber sie stammelt oft und da merkt man dann, wie unsicher und verzweifelt sie eigentlich ist. Bei der Kürze des Buchs hatte ich zum Schluss schon das Gefühl, dass noch etwas gefehlt hat. Das Ende kam schon etwas plötzlich, auch wenn alle Themen mehr oder weniger abgeschlossen wurden. Ich hätte aber auch gern noch hundert weitere Seiten über Shadi gelesen. Fazit In "Wie ein leuchtender Stern" hätte ich mehr zum Thema Rassismus erwartet, aber mir gefiel die Geschichte der jungen Muslima, die zwischen Religion, Liebe und Familie hin und hergerissen ist und sich unglaublich einsam fühlt.
Wir schreiben das Jahr 2003, ein Jahr nachdem Shadi ihren Bruder verlor und zwei Jahre nach 9/11. Für die junge Muslima gehören rassistische Anfeindungen, Einsamkeit, Trauer und Isolation zum Alltag, von dem uns Autorin Tahereh Mafi in diesem Jugendbuch erzählt. Sehr gut gefallen hat mir der unglaublich schöne und poetische Schreibstil, der sich gleichzeitig leicht lesen und verstehen lässt. Weniger gut kam ich leider mit der Struktur des Buches klar, denn es wird abwechselnd aus dem „Jetzt“ und dem Vorjahr erzählt. Dabei setzt man als LeserIn in Puzzlestücken zusammen, wie Shadis Bruder zu Tode kam, warum ihr Vater derzeit im Krankenhaus liegt, warum Shadi zu einer Außenseiterin geworden ist und ihre beste Freundin verloren hat. Leider sind diese Puzzlestücke so winzig klein, dass ich auch nach der Hälfte des recht kurzen Buches mit knapp 250 Seiten noch nicht ganz greifen konnte, was passiert war. Trotz des schönen Stils blieb ich somit leider erstmal auf Distanz. Zum Schluss wurde die Vielzahl an Themen dann für meinen Geschmack zu schnell und unzureichend behandelt. Bei all dem Schmerz in Shadis Familie waren mir die eingebauten und teilweise nur angedeuteten Aussprachen zwischen den Figuren zu kurz. Auch die Kommunikation zwischen Shadi und ihrem Umfeld hat sich über das gesamte Buch hinweg kaum entwickelt, dabei ist genau das wichtig und unausweichlich, nicht nur für die Trauerbewältigung, sondern auch für Shadis Freundschaften und ihre seelische Gesundheit. Ich hatte mich gerade durch den Klappentext darauf vorbereitet, noch viel mehr über die alltäglichen 9/11-Folgen für die muslimische Community in den USA zu lesen. Leider kam dieses Thema nur ganz knapp am Rande vor. Auch über Shadis inneren Konflikt zwischen „nicht gläubig genug“ für die iranische Gemeinschaft und „zu gläubig“ für die restlichen Schüler hätte ich gerne noch so viel mehr gelesen als bloß wenige kurze Absätze. Ich fürchte, ich bin mit falschen Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Hauptsächlich beschäftigt sich Tahereh Mafi hier eher mit Trauer und Verlust. Insgesamt war die Lektüre für mich also eher durchwachsen, denn trotz des schönen Schreibstils der Autorin und den angerissenen spannend Themen konnte mich „An Emotion of Great Delight“ nicht ganz erreichen oder berühren. Hier hatte ich sowohl vom Inhalt als auch von der persönlichen Entwicklung der Charaktere mehr erwartet.
Dieses Buch handelt von Shadi, die mit niemandem über ihre Probleme oder Erlebnisse reden kann. Die letzten Monate waren schwer für sie: Anfeindungen, da sie Muslima ist, und der Tod ihres Bruders. Beim Lesen tappt man dabei etwas länger im Dunkeln, was Shadi alles durch den Kopf geht. Denn der Tod des Bruders ist letztendlich auch mit ihrem Zorn auf den Vater verbunden. Verknüpfungen werden nach und nach gezogen und ich persönlich hätte mir vielleicht etwas mehr Buchlänge gewünscht, um da noch tiefer einzutauchen. Es war eine kurzweilige Geschichte, die mit einigen offenen Fragen endet, die sehr viel Raum für eigene Gedanken lassen. Doch besonders erwähnen möchte ich hier vor allem Tahereh Mafis Schreibstil, denn - wow! Zwischendurch musste ich echt innehalten und einzelne Sätze noch einmal lesen, da ich nicht darauf klarkam, wie sie Wörter kombinierte und Shadis Gedanken und Gefühle auf die Seiten legte.
Description
It's broken. Shadi has tried to navigate the remains of her quickly-shattering world by soldiering through, saying nothing, until finally, one day, everything changes.She explodes.Perfect for fans of the Shatter Me series as well as Angie Thomas's The Hate U Give and Nicola Yoon's The Sun is Also A Star.
Book Information
Posts
Ein wirklich schönes Buch über Shadi und ihr Leben. Shadi hatte es nie wirklich leicht. Sie trägt ein Kopftuch und allein deswegen scheint sie super viel durchmachen zu müssen. Eine wirklich schöne und emotionale Geschichte, die sich super gut lesen lies. Der Schreibstil ist wahnsinnig schön und das ganze Setting hat mir sehr gefallen. Es ist nicht alles gold, was glänzt. Wir wissen nie, was die Person, die uns gegenübersteht, gerade durchmacht. 🥲 Dicke Empfehlung. 📚
"... and I was drowning, drowning when I needed, desperately, to keep my head above water."
Tahereh Mafis Art Geschichten und Emotionen zu beschreiben, ist einfach einzigartig. Sie findet immer genau die richtigen Worte, um den Leser ab der ersten Seite in einen Sog zu ziehen. Man fliegt durch die Seiten, kann das Buch kaum aus der Hand legen und will doch gleichzeitig innehalten. Um die Worte und ihre Gewichtigkeit wahrzunehmen. Um über die Inhalte, die viel auch zwischen den Zeilen stattfinden, nachzudenken. Hier geht es um Diskriminierung, Herkunft, Familie, Liebe, Freundschaft, psychische Erkrankung, Verlust und die Angst davor, Identität, Selbstfindung und so vieles mehr. Das Ende ist bewusst offen gehalten, was perfekt zur Geschichte passt. Und das sage ich, obwohl ich sonst gar kein Fan von offenen Enden bin.
TW: Tod / Trauer, Rassismus, Mobbing, Selbstverletzendes Verhalten Der Schreibstil war wie immer großartig, aber manchmal etwas over the top. Da ist Tahereh Mafi echt Geschmackssache. Leider fand ich die meisten Charaktere nicht wirklich sympathisch und konnte auch das Verhalten oft nicht nachvollziehen. :/
Eine bewegende Geschichte über das Aufwachsen von Shadi, die sich aufgrund ihrer Religion und ihres Aussehens nie ganz zugehörig fühlt. Nach den Ereignissen des 11. Septembers und dem Tod ihres Bruders kommen immer neue Hürden auf sie zu und bei dem Versuch, immer alles richtig zu machen und bei niemandem anzuecken, vergisst sie immer ein kleines Stückchen mehr selbst glücklich zu sein. Dieses Buch ist sehr eindrücklich und hat mich so oft wirklich traurig gemacht, weil unsere Gesellschaft einfach so ungerecht ist. Für mich ein wirklich empfehlenswertes Buch!
Ein wichtiges und wertvolles Buch. Tahereh Mafi behandelt in diesem Buch ein wichtiges Thema, das uns alle betrifft und zwar Rassismus und Diskriminierung. Meiner Meinung nach kann es gar nicht genug Bücher darüber geben und ich freue mich jedes Mal, wenn ein neues Jugendbuch zu dieser Thematik erscheint, insbesondere wenn es sich um Own-Voice-Geschichten handelt wie es bei Tahereh Mafi der Fall ist. Das Buch ist relativ dünn, wodurch man schnell durchkommt. Um es in einem Rutsch auszulesen, finde ich persönlich die angesprochenen Themen etwas zu belastend, aber das muss natürlich jede:r selbst entscheiden. Trotz weniger Seiten wird hier sehr viel gesagt. Mit wenigen Worten sagt Tahereh Mafi's Erzählung unheimlich viel aus. Neben Rassismus und Diskriminierung werden hier weitere sensible Themen wie Trauerbewältigung und psychische Erkrankungen, aber auch Familie, Freundschaft, die erste Liebe und Selbstfindung behandelt. Die feinfühligen Darstellungen der Autorin haben auf mich sehr authentisch gewirkt. Die Geschichte ist vielschichtig, tiefgründig und sehr bewegend. Shadi's Geschichte ging mir beim Lesen sehr nahe, hat mich Mitfühlen lassen und zum Nachdenken geregt. Auf emotionaler Ebene ist dieses Buch sehr stark. Die Gefühle der Protagonistin waren für mich greifbar und rissen mich mit. Ich konnte mich gut in Shadi hineinversetzen und näher werde ich ihren Erfahrungen wohl auch nie kommen, weswegen ich es (für mich) umso wichtiger finde, Bücher dieser Art zu lesen. Shadi ist eine sehr nahbare und menschliche Protagonistin, die beim Lesen greifbar wird. Zudem durchläuft sie hier eine sehr schöne Entwicklung. Ansonsten passiert in dieser Geschichte gar nicht so viel. Es werden zwar einige Themen angesprochen, aber die Handlung ist nicht gerade aktionsreich, was sie aber auch nicht sein muss. Hier geht es vielmehr um die Bedeutung hinter der Geschichte, um ihre Themen sowie deren Botschaft. Der Aufbau ist allerdings etwas wirr, da die Geschichte immer wieder zwischen Gegenwart und Vergangenheit wechselt. Die Wechsel wurden zwar kenntlich gemacht, aber da es dabei immer um die gleichen Personen geht, kommt man schon einmal schnell durcheinander bzw. muss sich regelmäßig neu strukturieren. Gegen Ende rückt die Liebesgeschichte mehr in den Fokus, was ich nicht erwartet hatte, aber es war durchaus schön zu lesen. Ich mochte Shadi und Ali zusammen. Das Buch lässt schließlich einige Fragen offen und endet ziemlich abrupt, was aber wiederum gut zur Geschichte passt. Bei viel Input kann man in wenigen Seiten eben nicht alles auflösen und dass dieses Buch so viel Interpretationsspielraum offen lässt, passt ebenfalls sehr gut. Tahereh Mafi beschreibt einfühlsam, eindringlich und ehrlich, was wir alle lesen müssen und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Ihr Schreibstil ist gefühlvoll, poetisch und nahbar. Zu guter letzt möchte ich noch anmerken, dass der englische Originaltitel "An Emotion of Great Delight" meiner Meinung nach wesentlich passender ist und innerhalb der Geschichte eine schöne inhaltliche Bedeutung erhält. Alles in allem kann ich euch dieses Buch auf jeden Fall empfehlen! 🤍 4/ 5 Sterne ⭐️
…bewegend, aufwühlend, tiefgründig & mit dem Auftrag zur Aufklärung… Ein bewegendes Buch, was einen nicht nur emotional sondern auch realistisch aufzeigt, wie schwer es in der Gesellschaft ist, die einen mit Vorurteilen belastet, einen wegen seiner Kultur, Aussehen diskriminiert. Die Bücher der Autorin waren bisher immer eine Lesegenuss, wer sie kennt weiß das man hier etwas Besonderes geboten bekommt. Wir werden in eine Zeit der Hauptfigur Shadie gezogen, die so vieles durchlebt, in ihrer Trauer als auch ihre Angst, bekommt mit schreckliche Anfeindungen, Rassismus, Traditionen und auferlegten Regeln zu tun. Herausstechend auch die Liebe und Freundschaft, die natürlich alles prägt. Tahereh Mafi hat mit ihren Schreibstil wieder eindrucksvoll bewiesen, wie schnell man sich von der Geschichte wiederfindet, sich um die Persönlichkeiten sorgt und schockiert über den Ausmaß der Vorurteile ist. Ihrer Erzählweise ist teilweise poetisch, mit der ein oder anderen Metapher versehen, bildlich, gefühlvoll als auch auch locker und leicht. Außerdem bringt es Sätzen in Farsi, die toll und passend sind. Ein Schicksalsschlag, dass das gewohnte Leben grundlegend verändert, aber auch Hoffnung schöpfen lässt, perfekt umgesetzt wurde. Lest selbst, verliert euch in den Schreckensseiten der Welt gegenüber anderen Kulturen, nehmt emotionsgeladen am Leben von Shadie teil und lasst euch beflügeln. Das Buch hat mich sofort eindrucksvoll eingenommen, mich schockiert, nervenzehrend eingenommen, von Shadie, ihren Gedanken beflügelt, von dem Zwiespalt gegenüber den Traditionen als auch der Angst sich diesen zu widersetzten. Bemerkenswert auch die Rolle von Ali, der immer ein wundervoller Freund war, zur Stelle ist, fürsorglich und beschützend an ihrer Seite hervor tritt. Ein tolles Werk, was einen eine wichtige Botschaft vermittelt, von dem Leid und Ängsten der Persönlichkeiten einnimmt, ihrer Dynamik und dem fesselnden Verlauf, dem Mut als auch der Stärke beflügelt, ins besonders aber auch durch die Verletzlichkeit und dem Gefühlschaos beeindruckt. Ich bleibe daher zutiefst begeistert von der tiefgründigen Geschichte, der Entwicklungen, den erstaunlichen Persönlichkeiten als auch dem Faktor zum Vermitteln einer tieferen Botschaft, der Aufklärung gegen Rassismus zufrieden zurück. Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Verlag. Trotz der Bereitstellung hat dies in keiner Weise meine ehrliche Meinung zum Buch beeinträchtigt. #WieeinleuchtenderStern #TaherehMafi #Fischer #Sauerländer #Rezension
Eine unglaublich atmosphärische Geschichte! Der Schreibstil der Autorin ist einfach fantastisch, unglaublich angenehm und locker, leicht zu lesen. Trotzdem steckt in jedem Satz einfach unglaublich viel Gefühl. Aber was soll ich sagen? Ich liebe Tahereh Mafi einfach! Bevor es jetzt richtig los geht, möchte ich nur eines anmerken. Der englische Originaltitel ist "An Emotion of Great Delight" (dt. Ein Gefühl großer Freude), das Buch ist dafür allerdings ziemlich emotional und traurig. Lasst euch von dem Titel also nicht irritieren! Shadi war einfach eine unglaublich tolle Protagonistin, die ich sofort sympathisch fand. Sie ist so schön sarkastisch, stark und mutig. Gleichzeitig lässt sie auch ihre Emotionen zu, ist hilfsbereit und unglaublich nett, freundlich und liebenswürdig. Alle anderen Charaktere waren übrigens ebenfalls wirklich toll. Alle wirken sehr vielschichtig, haben ihre Ecken und Kanten und wirkten deshalb auch wirklich echt auf mich. Ich fand es spannend, mal eine Geschichte von einer Protagonistin mit dem familiären und religiösen Hintergrund, wie Shadi ihn hat, zu lesen. Das war für mich etwas ganz neues und sehr educational, ohne dabei belehren zu wirken. Ich fand die Geschichte unglaublich emotional, weil Shadis Leben nicht immer einfach ist und ihre familiäre Situation im Moment auch eher schwierig ist. Tahereh Mafi hat es dabei geschafft, Shadis Gefühle perfekt rüberzubringen, sodass man ihre Handlungen sehr gut nachvollziehen kann und mit ihr mitfühlt. Die Geschichte war teilweise wirklich dramatisch, ohne dabei zu gewollt zu wirken, und auch die kleine Liebesgeschichte fand ich wirklich süß. Die beiden passen wirklich perfekt zusammen. Leider muss ich aber sagen, dass mir das Ende etwas zu schnell kam. Es wirkte auf mich zu abrupt, als würde die Geschichte eigentlich noch weitergehen. Das hat mich persönlich ein bisschen gestört. Alles in allem hat mir das Buch trotz kleiner Schwächen wirklich gut gefallen, weshalb es von mir auch 4,5 Sterne bekommt.
TW: Tod / Trauer, Rassismus, Mobbing, Selbstverletzendes Verhalten Der Schreibstil war wie immer großartig, aber manchmal etwas over the top. Da ist Tahereh Mafi echt Geschmackssache. Leider fand ich die meisten Charaktere nicht wirklich sympathisch und konnte auch das Verhalten oft nicht nachvollziehen. :/
Klappentext Shadi hat niemanden, mit dem sie reden kann. Weder über die täglichen Anfeindungen in der High School oder auf der Straße, weil sie Muslima ist und ein Kopftuch trägt, noch über den Unfalltod des geliebten Bruders. Und schon gar nicht über ihre heimliche Liebe zu Ali. Sogar ihre beste Freundin hat mit ihr gebrochen. Mühsam versucht Shadi, die zerbrechliche Fassade aufrecht zu erhalten und den Alltag zu bestehen. Noch ahnt sie nicht, dass sich die Hoffnungen, die mit ihrem Namen verbunden sind, erfüllen werden. Shadi bedeutet »Freude«. Eine bewegende, von Tahereh Mafis eigenen Erfahrungen inspirierte Geschichte über das Leben eines muslimischen Mädchens in den USA nach 9/11. Cover und Schreibstil Was für ein schönes und farblich so interessant gestaltes Cover, es hat mich durch seine Schlichtheit überzeugen. Ich liebe es wirklich sehr. Es passt auch so gut zur Protagonistin und ihrer Geschichte. Der Schreibstil ist echt perfekt, eine Mischung aus Poesie und den richtigen Worten an der richtigen Stelle. Ich bin restlos begeistert. Fazit und Inhalt Ich habe die Geschichte so sehr geliebt und und zwar von der ersten Seite an. Shadi war eine so zerrissen und tiefgespaltene Protagonistin, dass es beim Lesen schon fast weh getan hat. Ich habe sie so sehr in den Arm nehmen wollen aber das bedeutet nicht, dass sie nicht stark ist. Sie ist sehr stark aber nicht nur das sie ist auch voller Trauer, Wut und Liebe. Sie ist ein eigentlich ein typisches junges Mädchen mit der Ausnahme da sie es nicht einfach hat weil sie trauert und dem muslimischen Glauben angehört. Aber auch der Titel des Buches passt perfekt zu ihr weil die leuchtet. Ich fand ihre Gedankenwelt so interessant und voller Tiefe, mit welchen Ungerechtigkeit sie konfrontiert ist aber wie sehr sie leidet. Ich finde mit jeder Zeile merkt man das, dass transportieren von Gefühlen kann die Autorin in Perfektion. Ali ist auch ein sehr interessanter und spannender Charakter, er ist mir sehr ans Herz gewachsen obwohl ich seine Gedanken nicht kenne und das Buch nicht viele Seiten hat. Ich finde wirklich keine Kritik an diesem Meisterwerk, es ist eine Kunst auf so wenigen Seiten alles zu sagen. Ich danke Netgallery für das Rezi Exemplar welches meine Meinung nicht beeinflusst hat.
sehr schönes Buch mit toller Message! Kanns nur empfehlen es mal zu lesen, schöner Schreibstil, wichtige Themen und spannend aufgebaut :) Vor allem hat es mir auch mal einen kleinen Einblick in andere Kulturen & Lebensweisen gegeben, dann fällt mir immer wieder auf wie sehr ich häufig in einer Sparte 'frststecke'... Und die Lovestory war gut haha :)
Nach außen hin ist Shadi die perfekte junge Muslima, höflich und hübsch, aber innerlich leidet sie. Sie muss regelmäßig willkürliche rassistische Angriffe über sich ergehen lassen, weil sie noch ein Kopftuch trägt, während Andere sogar ihre Namen ändern, um ihre Religion zu verstecken. Sie versucht einfach, gute Noten zu schreiben, aber in ihrem Kopf ist zu viel anderes los. Ich hätte hier irgendwie erwartet, dass Rassismus und die Zeit nach dem 11. September eine größere Rolle spielt, auch weil das Buch nur zwei Jahre später spielt. Aber das meiste hier passiert innerhalb der muslimisch-persischen Gemeinde, sogar innerhalb von Shadis Familie und der ihrer ehemals besten Freundin Zahra. Mir fiel es schon schwer, die Freundschaft der beiden nachzuvollziehen, weil Zahra ständig eifersüchtig ist und ausrastet, als sie glaubt, dass Shadi Interesse an ihren Bruder Ali haben könnte. Aber Shadi bedeutet Zahras Meinung viel, daher - und nur zweitrangig wegen der Regeln und Verbote ihrer Religion - versucht Shadi, sich von Ali fernzuhalten und ihre Gefühle zu ignorieren. Seit dem Unfalltod ihres eigenen Bruders ist auch Shadis Familie nicht mehr wie früher. Ihre Eltern und ihre Schwester haben sich verändert und Shadi wünscht sich oft woanders hin. Ich konnte Shadis Gefühle schon gut nachvollziehen, ihre Unsicherheiten und wie sie alles in sich hineinfrisst, weil sie sich niemandem anvertrauen kann. Wenn sie Höflichkeiten austauscht oder über ihre Lage philosophiert, drückt sie sich oft gewählt aus und hat manchmal auch eine spitze Zunge, wenn sie sich gerade traut, aber sie stammelt oft und da merkt man dann, wie unsicher und verzweifelt sie eigentlich ist. Bei der Kürze des Buchs hatte ich zum Schluss schon das Gefühl, dass noch etwas gefehlt hat. Das Ende kam schon etwas plötzlich, auch wenn alle Themen mehr oder weniger abgeschlossen wurden. Ich hätte aber auch gern noch hundert weitere Seiten über Shadi gelesen. Fazit In "Wie ein leuchtender Stern" hätte ich mehr zum Thema Rassismus erwartet, aber mir gefiel die Geschichte der jungen Muslima, die zwischen Religion, Liebe und Familie hin und hergerissen ist und sich unglaublich einsam fühlt.
Wir schreiben das Jahr 2003, ein Jahr nachdem Shadi ihren Bruder verlor und zwei Jahre nach 9/11. Für die junge Muslima gehören rassistische Anfeindungen, Einsamkeit, Trauer und Isolation zum Alltag, von dem uns Autorin Tahereh Mafi in diesem Jugendbuch erzählt. Sehr gut gefallen hat mir der unglaublich schöne und poetische Schreibstil, der sich gleichzeitig leicht lesen und verstehen lässt. Weniger gut kam ich leider mit der Struktur des Buches klar, denn es wird abwechselnd aus dem „Jetzt“ und dem Vorjahr erzählt. Dabei setzt man als LeserIn in Puzzlestücken zusammen, wie Shadis Bruder zu Tode kam, warum ihr Vater derzeit im Krankenhaus liegt, warum Shadi zu einer Außenseiterin geworden ist und ihre beste Freundin verloren hat. Leider sind diese Puzzlestücke so winzig klein, dass ich auch nach der Hälfte des recht kurzen Buches mit knapp 250 Seiten noch nicht ganz greifen konnte, was passiert war. Trotz des schönen Stils blieb ich somit leider erstmal auf Distanz. Zum Schluss wurde die Vielzahl an Themen dann für meinen Geschmack zu schnell und unzureichend behandelt. Bei all dem Schmerz in Shadis Familie waren mir die eingebauten und teilweise nur angedeuteten Aussprachen zwischen den Figuren zu kurz. Auch die Kommunikation zwischen Shadi und ihrem Umfeld hat sich über das gesamte Buch hinweg kaum entwickelt, dabei ist genau das wichtig und unausweichlich, nicht nur für die Trauerbewältigung, sondern auch für Shadis Freundschaften und ihre seelische Gesundheit. Ich hatte mich gerade durch den Klappentext darauf vorbereitet, noch viel mehr über die alltäglichen 9/11-Folgen für die muslimische Community in den USA zu lesen. Leider kam dieses Thema nur ganz knapp am Rande vor. Auch über Shadis inneren Konflikt zwischen „nicht gläubig genug“ für die iranische Gemeinschaft und „zu gläubig“ für die restlichen Schüler hätte ich gerne noch so viel mehr gelesen als bloß wenige kurze Absätze. Ich fürchte, ich bin mit falschen Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Hauptsächlich beschäftigt sich Tahereh Mafi hier eher mit Trauer und Verlust. Insgesamt war die Lektüre für mich also eher durchwachsen, denn trotz des schönen Schreibstils der Autorin und den angerissenen spannend Themen konnte mich „An Emotion of Great Delight“ nicht ganz erreichen oder berühren. Hier hatte ich sowohl vom Inhalt als auch von der persönlichen Entwicklung der Charaktere mehr erwartet.
Dieses Buch handelt von Shadi, die mit niemandem über ihre Probleme oder Erlebnisse reden kann. Die letzten Monate waren schwer für sie: Anfeindungen, da sie Muslima ist, und der Tod ihres Bruders. Beim Lesen tappt man dabei etwas länger im Dunkeln, was Shadi alles durch den Kopf geht. Denn der Tod des Bruders ist letztendlich auch mit ihrem Zorn auf den Vater verbunden. Verknüpfungen werden nach und nach gezogen und ich persönlich hätte mir vielleicht etwas mehr Buchlänge gewünscht, um da noch tiefer einzutauchen. Es war eine kurzweilige Geschichte, die mit einigen offenen Fragen endet, die sehr viel Raum für eigene Gedanken lassen. Doch besonders erwähnen möchte ich hier vor allem Tahereh Mafis Schreibstil, denn - wow! Zwischendurch musste ich echt innehalten und einzelne Sätze noch einmal lesen, da ich nicht darauf klarkam, wie sie Wörter kombinierte und Shadis Gedanken und Gefühle auf die Seiten legte.




















