An einem Tisch
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Description
Nach dem tragischen Verlust der Liebe seines Lebens hadert Cam mit allem, fühlt sich gestrandet und weiß nicht, wohin mit sich – und schottet sich gegen jegliche Hilfe, jegliche Zuneigung ab. Als er in Houston seinem alten Jugendfreund TJ über den Weg läuft, erfährt er, dass dieser immer noch im kleinen Restaurant seiner Eltern arbeitet, als Koch. Und nach und nach gelingt es dem warmherzigen und hartnäckigen TJ, Cam wieder ins Leben zurückzuholen, indem er ihn ins Familiengeschäft einbindet, ihn wieder zum Kochen bringt und ihm einen Weg zeigt, sich mit seiner Vergangenheit zu versöhnen. Wie sagt man so schön: Liebe geht durch den Magen.
Book Information
Author Description
Bryan Washingtons Prosatexte und Essays erschienen bisher u. a. in der New York Times, dem New York Magazine, Buzz Feed und One Story. Sein Schreiben wurde mehrfach ausgezeichnet: Für sein Debüt Lot, eine Kurzgeschichtensammlung, erhielt er den Dylan Thomas Prize, er war einer der Gewinner des National Book Award in der Kategorie »5 Under 35« und Preisträger des Ernest J. Gaines Award for Literary Excellence. Sein Romandebüt Dinge, an die wir nicht glauben ist in den USA ein Bestseller und wird als TV-Serie verfilmt. An einem Tisch ist sein zweiter Roman. Bryan Washington lebt in Houston, Texas.
Posts
"Manchmal ist für einander da zu sein, das Beste, was wir tun können, sagt sie. Es genügt. Selbst wenn es nicht so aussieht." (S. 327) Wir alle wissen vermutlich, wie uns der Verlust eines geliebten Menschen den Boden unter den Füßen wegreißen kann. Der Aufprall lässt sich nur abfedern, wenn jemand da ist, der uns hält. Mit dem Verlust der Liebe seines Lebens verliert Cam jeglichen Halt. Er betäubt sich - mit Alkohol, Drogen, schnellem und unverbindlichem Sex. Sein Überlebenswillen ist gebrochen. Erst als sein Jugendfreund TJ ihn bei sich aufnimmt, findet er langsam wieder Ruhe. Schon einmal war das Cams Zuhause, als seine Eltern starben und TJs Familie ihn aufnahm. Beide suchen ihren Platz im Leben und stellen dabei fest, dass es vor allem Selbstliebe braucht, um lieben zu können. Dieses Buch ist wie eine Umarmung. Trotz des teils rauen Tons, hatte ich immer wieder das Gefühl, da sind Menschen, die füreinander einstehen - Freunde, die Familie sind und die sich an die Hand nehmen, sich an einen gedeckten Tisch setzen und damit sagen: Wir sorgen für dich. Und obwohl jede:r einfach nur versucht klarzukommen und Verletzlichkeiten zu verbergen, ist es ihnen doch möglich, auf eine Weise über ihre Gefühle zu sprechen, die gegenseitige Hilfe und Verständnis überhaupt erst möglich machen. Gerade in queeren Erzählungen gibt es oft mehr Raum für emotionale Verletzlichkeit, weil sie sich nicht an traditionelle Männlichkeitsbilder klammern. Washington zeigt, dass Zärtlichkeit und Nähe ein Überlebensanker sind – ein Motiv, das sich durch die gesamte Geschichte zieht. Ein wenig anders als im Klappentext beschrieben, erzählt "An einem Tisch" vor allem davon, wie es gelingen kann, unabhängig von Herkunft und Familie, Wurzeln zu schlagen und Halt zu finden. "Das Leben ist eine Gemeinschaftsleistung." (S. 340)
Großartige Literatur!
Bryan Washington ist ein aufstrebender amerikanischer Autor, der für seine Erzählungen und Romane bekannt ist, die oft das Leben von Menschen in der USA porträtieren. Sein Debütroman "Lot" erhielt viel Lob und Anerkennung. Sein zweiter Roman, "An einem Tisch", wurde ebenfalls positiv aufgenommen. Meiner Meinung nach besteht eine Ähnlichkeit zwischen Washington und dem legendären Schriftsteller Truman Capote. Beide warten mit einer hohen Qualität im Einfangen menschlicher Emotionen und im Erzählen von Geschichten auf. Ich bin auf gespannt wie er sich weiterentwickelt und welchen Einfluss er auf die zeitgenössische Literaturszene haben wird.
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Nach dem tragischen Verlust der Liebe seines Lebens hadert Cam mit allem, fühlt sich gestrandet und weiß nicht, wohin mit sich – und schottet sich gegen jegliche Hilfe, jegliche Zuneigung ab. Als er in Houston seinem alten Jugendfreund TJ über den Weg läuft, erfährt er, dass dieser immer noch im kleinen Restaurant seiner Eltern arbeitet, als Koch. Und nach und nach gelingt es dem warmherzigen und hartnäckigen TJ, Cam wieder ins Leben zurückzuholen, indem er ihn ins Familiengeschäft einbindet, ihn wieder zum Kochen bringt und ihm einen Weg zeigt, sich mit seiner Vergangenheit zu versöhnen. Wie sagt man so schön: Liebe geht durch den Magen.
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Bryan Washingtons Prosatexte und Essays erschienen bisher u. a. in der New York Times, dem New York Magazine, Buzz Feed und One Story. Sein Schreiben wurde mehrfach ausgezeichnet: Für sein Debüt Lot, eine Kurzgeschichtensammlung, erhielt er den Dylan Thomas Prize, er war einer der Gewinner des National Book Award in der Kategorie »5 Under 35« und Preisträger des Ernest J. Gaines Award for Literary Excellence. Sein Romandebüt Dinge, an die wir nicht glauben ist in den USA ein Bestseller und wird als TV-Serie verfilmt. An einem Tisch ist sein zweiter Roman. Bryan Washington lebt in Houston, Texas.
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"Manchmal ist für einander da zu sein, das Beste, was wir tun können, sagt sie. Es genügt. Selbst wenn es nicht so aussieht." (S. 327) Wir alle wissen vermutlich, wie uns der Verlust eines geliebten Menschen den Boden unter den Füßen wegreißen kann. Der Aufprall lässt sich nur abfedern, wenn jemand da ist, der uns hält. Mit dem Verlust der Liebe seines Lebens verliert Cam jeglichen Halt. Er betäubt sich - mit Alkohol, Drogen, schnellem und unverbindlichem Sex. Sein Überlebenswillen ist gebrochen. Erst als sein Jugendfreund TJ ihn bei sich aufnimmt, findet er langsam wieder Ruhe. Schon einmal war das Cams Zuhause, als seine Eltern starben und TJs Familie ihn aufnahm. Beide suchen ihren Platz im Leben und stellen dabei fest, dass es vor allem Selbstliebe braucht, um lieben zu können. Dieses Buch ist wie eine Umarmung. Trotz des teils rauen Tons, hatte ich immer wieder das Gefühl, da sind Menschen, die füreinander einstehen - Freunde, die Familie sind und die sich an die Hand nehmen, sich an einen gedeckten Tisch setzen und damit sagen: Wir sorgen für dich. Und obwohl jede:r einfach nur versucht klarzukommen und Verletzlichkeiten zu verbergen, ist es ihnen doch möglich, auf eine Weise über ihre Gefühle zu sprechen, die gegenseitige Hilfe und Verständnis überhaupt erst möglich machen. Gerade in queeren Erzählungen gibt es oft mehr Raum für emotionale Verletzlichkeit, weil sie sich nicht an traditionelle Männlichkeitsbilder klammern. Washington zeigt, dass Zärtlichkeit und Nähe ein Überlebensanker sind – ein Motiv, das sich durch die gesamte Geschichte zieht. Ein wenig anders als im Klappentext beschrieben, erzählt "An einem Tisch" vor allem davon, wie es gelingen kann, unabhängig von Herkunft und Familie, Wurzeln zu schlagen und Halt zu finden. "Das Leben ist eine Gemeinschaftsleistung." (S. 340)
Großartige Literatur!
Bryan Washington ist ein aufstrebender amerikanischer Autor, der für seine Erzählungen und Romane bekannt ist, die oft das Leben von Menschen in der USA porträtieren. Sein Debütroman "Lot" erhielt viel Lob und Anerkennung. Sein zweiter Roman, "An einem Tisch", wurde ebenfalls positiv aufgenommen. Meiner Meinung nach besteht eine Ähnlichkeit zwischen Washington und dem legendären Schriftsteller Truman Capote. Beide warten mit einer hohen Qualität im Einfangen menschlicher Emotionen und im Erzählen von Geschichten auf. Ich bin auf gespannt wie er sich weiterentwickelt und welchen Einfluss er auf die zeitgenössische Literaturszene haben wird.





