Am Ende der Straße die Schlei

Am Ende der Straße die Schlei

Hardback
3.911

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Description

Wenige Tage vor seinem 40. Geburtstag erhält Konstantin Wagner einen Anruf, der ihn nach langen Jahren wieder an die Schlei führt – in das Haus, in dem er endlose Sommer seiner Kindheit verbracht hat und das er nun für seine Eltern verkaufen soll. Aus dem verlängerten Wochenende wird eine Woche, dann mehr. Und während zu Hause in Hamburg seine Freundin alles für die Geburtstagsfeier vorbereitet, steht Konstantin unverhofft vor großen Fragen: Wo und wie will er wirklich leben?

Eine unvergessliche Geschichte über den Zauber der See, die Liebe zum Land und das, was wirklich wichtig ist.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
288
Price
23.70 €

Author Description

Lars Haider liebte die nordfriesischen Inseln, bis seine heutige Frau ihn das erste Mal an die Schlei mitnahm. Seitdem pendelt der Autor und Journalist, der seit 2011 Chefredakteur des Hamburger Abendblatts ist, zwischen der großen Stadt und dem Paradies an der Ostsee hin und her. Haider hat eine Vielzahl von Büchern geschrieben, bei Hoffmann und Campe ist die von Presse und Publikum gefeierte Krimi-Reihe um den Hamburger Ermittler Lukas Hammerstein erschienen. Mit seiner Biographie über den damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz schaffte er es erstmals auf die Spiegel-Bestsellerliste.

Posts

6
All
5

Eine Geschichte, die sich für mich wie Urlaub angefühlt hat. Ich habe immernoch das Gefühl, dass ich mich gerade gezwungenermaßen in den Zug setzen musste um wieder nach Hause zu fahren. Diese Wehmut, die immer am Ende des Urlaubs auftaucht. In dem Buch geht es um Konstantin, er steht kurz vor seinem vierzigsten Geburtstag und soll jetzt für seine Eltern das Ferienhaus an der Schlei verkaufen. Dort war er früher als Kind mit seinen Eltern sehr oft, aber damals hat es sich oft öde für ihn angefühlt. Im Gewusel der Hausbesichtigungen macht er sich erneut mit der Umgebung vertraut, fährt an Orte an denen er früher öfter war. Lernt Menschen kennen, die ihn bereits als kleinen Jungen kannten. Er findet Ruhe, Entspannung und einen Durchblick. Was ist eigentlich Heimat und ist es an einen Ort gebunden, oder an ein Gefühl? Wir begleiten Konstantin an sehr viele Orte, mal mit dem E-Bike und mal mit dem Boot. In manchen Situationen auch auf einem Schiff oder zu Fuß. Die Meeresluft und die Geräusche der Möwen und Urlauber hatte ich beim Lesen nahezu vor Augen und im Ohr. Das war ein ganz besonderes Gefühl. Ich habe mich Konstantin sehr verbunden gefühlt. Als würde jemand von außen einfach mal den Stecker ziehen, und die Pause Taste drücken. Im Hier und Jetzt leben, ohne Hektik und Stress. Ich möchte mir nun unbedingt selbst einen Eindruck von der Schlei machen, ich bin so neugierig geworden! Die Orte im Buch existieren größtenteils wirklich, und das hat es irgendwie noch so viel schöner gemacht. Nebenbei habe ich die Umgebung gegoogelt und somit haben sich die Bilder im Kopf noch echter angefühlt. Für mich war es ein unfassbar tolles Leseerlebnis und empfehle es gerne weiter, für alle, die sich mal wegträumen wollen, oder die auf der Suche nach einem Urlaubsbuch sind. ⭐⭐⭐⭐⭐ | 5 Sternen

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4

Ein leises und so tolles Buch. Ein Schreibstil, der mich berührt hat.

4

Wenn der Kopf in Hamburg bleibt und das Herz an die Schlei zieht

Ein Anruf, ein altes Haus und plötzlich riecht alles nach Sommer, obwohl draußen eigentlich Alltag wartet. Konstantin fährt an die Schlei und will nur schnell verkaufen. Klingt nach drei Tagen Pflichtprogramm, fühlt sich aber schnell nach barfuß durchs Gras laufen an, nach zu viel Himmel und diesem gefährlichen Gedanken, dass das Leben vielleicht woanders besser sein könnte. Die Geschichte nimmt sich Zeit. Kein hektisches Drama, kein großes Feuerwerk. Stattdessen plätschert alles wie Wasser am Steg. Genau das macht den Reiz aus. Erinnerungen tauchen auf, alte Gefühle klopfen an und irgendwo zwischen Fischbrötchen und Sonnenuntergang wird klar, dass Entscheidungen manchmal nicht laut kommen, sondern ganz leise. Besonders stark ist die Atmosphäre. Man sitzt praktisch mit auf der Terrasse, hört Möwen und merkt, wie die Großstadt langsam aus dem Kopf verschwindet. Gleichzeitig schiebt sich diese typische Frage ins Bild. Bleibt man beim sicheren Plan oder springt man ins unvernünftige Glück. Das fühlt sich ehrlich an und erstaunlich nah. Nicht alles überrascht. Manche Entwicklungen sieht man kommen und das Tempo ist eher entspannt als spannend. Aber genau das passt zur Geschichte. Kein Buch zum Durchhetzen, eher eins zum Wegatmen. Am Ende bleibt dieses warme Gefühl, dass weniger manchmal mehr ist und dass ein Ort reichen kann, um das eigene Leben neu zu sortieren. Ruhiger Wohlfühlroman mit Herz, Meerluft und der gefährlichen Lust, alles stehen zu lassen.

Wenn der Kopf in Hamburg bleibt und das Herz an die Schlei zieht

Konstantin Wagner steht kurz vor seinem 40. Geburtstag. Entscheidungen stehen an. Eine schicke Eigentumswohnung in Hamburg wird gesucht und ist seine Freundin die Frau, mit der er Kinder haben und alt werden möchte? Als seine Eltern ihn bitten das Haus der Großmutter an der Schlei zu verkaufen, reist er für ein verlängertes Wochenende hin um Besichtigungen durchzuführen. Doch irgendwas passiert dort mit ihm. Eine innere Ruhe stellt sich ein, ein Gefühl der Verbundenheit. Den Drang einem Kaufinteressenten zuzusagen hat er auch nicht. Aus dem verlängerten Wochenende werden mehrere Tage. Will er wirklich zurück nach Hamburg? Eine berührende Suche nach sich selbst. Lars Haider gelingt hier eine traumhafte Atmosphäre. Die Beschreibung der Straßen, der Personen und der Landschaft sind so präzise, da hatte ich das Gefühl direkt dabei zu sein. Er will uns nicht bekehren, sondern ermutigt uns Leser auf unser Bauchgefühl zu hören, auf unsere Bedürfnisse und Gefühle einzugehen. Das ist so wunderbar gelungen, dass man direkt selber über einige Entscheidungen im Leben nachdenkt. Still, melancholisch und nachdenklich wird geschrieben. Das Leben an der Schlei wird jetzt nicht komplett idealisiert, auch da ist nicht immer alles schön. Aber diese wunderschöne Natur macht was mit den Menschen, lässt sie zur Ruhe kommen, das Telefon abschalten, sich selbst spüren. Ja und was ist eigentlich Heimat? Der Ort, an dem wir aufgewachsen sind? Der Ort, an dem wir die schönsten Erinnerungen haben? Oder einfach da wo der Arbeitsplatz ist? Eine berührende Reise zu sich selbst, feinfühlig und warmherzig. Empfehle ich euch ganz unbedingt weiter.

4

Kann man lesen, wenn man die Schlei-Region liebt

Ein süßes, leichtes Buch über das Leben und wie wir mit diesen umgehen. Wenn man aus der Region wo das Buch spielt kommt, fühlt man sich echt heimisch und kann das alles nachvollziehen.

2.5

Ich habe das Buch zu Ende gelesen – und das heißt erst einmal: ganz so schlecht kann es nicht gewesen sein. 😉

Wirklich überzeugt hat es mich dennoch nicht. Die größte Stärke des Romans sind für mich ganz klar die Beschreibungen der Schlei, der Landschaft und diese typisch norddeutsche Unaufgeregtheit. Das lässt sich angenehm lesen und hat stellenweise eine schöne Stimmung. Auch Konstantin und seine Midlifecrisis konnte ich grundsätzlich nachvollziehen. Leider wird es an vielen Stellen sehr plakativ und driftet stark in Richtung Lebensratgeber ab. Spätestens beim obligatorischen Der kleine Prinz-Zitat („Man sieht nur mit dem Herzen gut …“) war ich dann kurzzeitig komplett raus – das war mir schlicht zu viel Geschwurbel und zu wenig Substanz. Unterm Strich ist es ein nettes Buch. Hübsch zu lesen, tut nur selten weh, hinterlässt aber auch keinen bleibenden Eindruck.

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