A Gentleman in Moscow
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Description
From the #1 New York Times-bestselling author of The Lincoln Highway and Table for Two, a beautifully transporting novel about a man who is ordered to spend the rest of his life inside a luxury hotel
In 1922, Count Alexander Rostov is deemed an unrepentant aristocrat by a Bolshevik tribunal, and is sentenced to house arrest in the Metropol, a grand hotel across the street from the Kremlin. Rostov, an indomitable man of erudition and wit, has never worked a day in his life, and must now live in an attic room while some of the most tumultuous decades in Russian history are unfolding outside the hotel’s doors. Unexpectedly, his reduced circumstances provide him entry into a much larger world of emotional discovery.
Brimming with humor, a glittering cast of characters, and one beautifully rendered scene after another, this singular novel casts a spell as it relates the count’s endeavor to gain a deeper understanding of what it means to be a man of purpose.
Book Information
Posts
Eines jener Bücher, die man vermisst sobald man sie ausgelesen hat.
Graf Alexander Rostov ist der kommunistischen Partei nicht genehm und wird im Hotel Metropol im Jahre 1922 unter Hausarrest gestellt. Dort verbringt er 32 Jahre seines Lebens. Trotz dieses begrenzten Raums öffnen sich viele neue Welten mit vielen neuen Freunden (Hotelangestellte und -gäste) für ihn. Seine Persönlichkeit ist mit einer angenehmen Portion Optimismus, Glückseligkeit, Feingefühl und Weisheit ausgestattet, ohne übertrieben zu wirken. Jemand den man sich gerne zum Vorbild nimmt. Dem Autor ist hier auch sprachlich eine wunderbare Geschichte mit einigen kleinen aber interessanten Abstechern zu politischen, kulturellen und philosophischen Aspekten gelungen.
"Und als die Sonne aufging und das Feuer erlosch und die Bienen höher stiegen, erzählten die beiden Männer sich von ihrer Kindheit, als die Pferdewagen über die Straßen rumpelten und die Libellen über das Gras flirrten und die Apfelbäume blühten, so weit das Auge reichte." Amor Towles ist ein meisterlicher Erzähler. Fein, unaufgeregt und sehr elegant führt er uns durch die besondere Lebensgeschichte des Grafen Alexander Rostov, der dazu verurteilt ist, sein Leben, unter Hausarrest gestellt, im legendären Moskauer Metropol-Hotel zu verbringen. Die Menschen, die dort ein- und ausgehen, die Geschichten über vier Jahrzehnte, die sich innerhalb dieser ehrwürdigen Mauern zutragen, all das ist so spannend, raffiniert und dicht erzählt, dass ich mich kaum losreißen konnte. Es gibt ein paar Längen, über die man aber getrost weglesen kann.
"Towlers ist ein Meistererzähler" - steht hinten. Und ich muss es bestätigen.
Hach, was liebe ich Bücher die einfach meisterhaft erzählt sind. Großartig geschrieben, angenehme, längere Sätze. Alles fügt sich sprachlich ineinander. Dazu noch eine sehr lesenswerte Lebensgeschichte, die nie Langeweile aufkommen lässt und fertig ist das Rezept für wunderbare Lesestunden und großen Lesegenuss
Ein Gentleman in Moskau von Amor Towles – Elegant, weise und zeitlos
"Ein Gentleman in Moskau" erzählt die Geschichte des Grafen Alexander Rostov, der 1922 vom bolschewistischen Regime zu lebenslangem Hausarrest im Hotel Metropol in Moskau verurteilt wird. Was nach Enge und Stillstand klingt, entpuppt sich als erstaunlich reiche, tiefgründige und oft auch humorvolle Erzählung über Würde, Wandel und Menschlichkeit. Amor Towles gelingt ein faszinierender Balanceakt: Mit feinem Stil, intelligentem Witz und detailverliebter Sprache entwirft er das Bild eines Mannes, der trotz äußerer Einschränkungen innerlich wächst. Der Graf bleibt ein wahrer Gentleman – in Haltung, Geist und im Umgang mit anderen. Besonders loben möchte ich die poetische Sprache, die liebenswerten Figuren und den eleganten Erzählstil. Manchmal war das Erzählertempo gemächlich, doch genau darin liegt der Reiz: Das Buch lädt ein, die Schönheit im Alltäglichen zu entdecken. Der Roman ist ein stilles Meisterwerk voller Anmut und Lebensweisheit. Wer Romane liebt, die Charaktertiefe und Atmosphäre vor Spannung stellen, wird "Ein Gentleman in Moskau" lange im Herzen behalten.

Ein sehr stilvoll geschriebenes Buch, ABER: Gehen Jahrzehnte in Hotelgefangenschaft so vollkommen an der Seele eines Mannes vorbei? Dieser Aspekt wird nicht auserzählt, aber die "tadellos-unerschütterliche" Haltung des Protagonisten ist andererseits bewundernswert. Sprachlich großartig - 4 wirklich verdiente Sterne.
Was ein wundervoller Roman
Ich bin ohne Erwartungen an diesen Roman rangegangen und hatte vorher nie etwas von Amor Towles gelesen. Und wie positiv überrascht ich war. Jede Seite war ein Lesevergnügen. Der Schreibstil ist eher langsam und kunstvoll. Die Geschichte entwickelt sich auch eher gemächlich, zieht den Leser aber sofort in den Bann. Aufgrund der vielen kulturellen Themen (Poesie, Musik, Umgangsformen, Essen), fühlt man sich beim Lesen fast selbst kulturell bereichert. Mir hat das Lesen zB mit einem Glas Wein und einer Pfeife viel mehr Spaß gemacht, als ohne. Kurzum, es ist ein Wohlfühlroman für die Seele. Die russischen Gepflogenheiten und damalige Geschehnisse sind ziemlich gut wiedergegeben. Die Recherche des Autors scheint tiefgehender gewesen zu sein. Nichtsdestotrotz fallen einem Native hier und dort Fehler in der Grammatik, der Schreibweise oder auch welche gesellschaftlicher Natur auf (zB kein Russe hat beim Trinken Na zdorowje gesagt), diese sind jedoch für einen Nichtrussen überhaupt nicht bemerkbar. Unbedingt lesenswert und zwar langsam, sich Zeit nehmend, wie man einen guten Wein trinken würde.
„Ein Gentleman in Moskau“ von Amor Towles Darum geht es: Moskau, 1922. Der genussfreudige Lebemann Graf Rostov wird verhaftet und zu lebenslangem Hausarrest verurteilt, ausgerechnet im Hotel Metropol, dem ersten Haus am Platz. Er muss alle bisher genossenen Privilegien aufgeben und eine Arbeit als Hilfskellner annehmen. Rostov mit seinen 30 Jahren ist ein äußerst liebenswürdiger, immer optimistischer Gentleman. Trotz seiner eingeschränkten Umstände lebt er ganz seine Überzeugung, dass selbst kleine gute Taten einer chaotischen Welt Sinn verleihen. Aber ihm bleibt nur der Blick aus dem Fenster, während draußen Russland stürmische Dekaden durchlebt. Seine Stunde kommt, als eine alte Freundin ihm ihre kleine Tochter anvertraut. Das Kind ändert Rostovs Leben von Grund auf. Für das Mädchen und sein Leben wächst der Graf über sich hinaus. Das Buch spielt in der Zeit von 1922 bis 1954. Graf Alexander Iljitsch Rostov, wird am 21. Juni 1922 zum Tode verurteilt – für ein unter seinem Namen veröffentlichtes revolutionäres Gedicht. Wenig später wird die Todesstrafe zu einem lebenslangen Hausarrest im luxuriösen Hotel Metropol umgewandelt. Sollte er jemals das Hotel verlassen, kann er erschossen werden. Fortan lebt er in einer kleinen Dachkammer des Hotels und verdient sich als Kellner. Die nächsten 30 Jahre richtet sich der Graf in den kleinen Kosmos des Hotels ein, ohne jemals seine Zuversicht, seinen Optimismus und seine Menschlichkeit zu verlieren. Durch das Fenster in seinem Fenster und durch die Kollegen des Hotels nimmt er die Welt draußen und die Geschichte Russlands war. Amor Towles erzählt diese Geschichte in einer ruhigen, sanft dahinfließenden Sprache. So verstärkt sich der Eindruck, in welch ruhigen Tönen das Leben im Hotel verläuft. Die Geschichte des Grafen wird nicht aus der Ich-Perspektive erzählt, sondern von einem allwissenden Erzähler. Ich habe es sehr genossen dieses Buch zu lesen: 3 von 5 Sterne
Im nachrevolutionären Moskau wird ein Adliger vom Volkskommissariat zu lebenslangem Hausarrest verurteilt. Nur gut, daß Graf Rostov im großzügigen und eleganten Hotel Metropol wohnt, wenn er auch aus seiner luxuriösen Suite in eine Dachkammer umquartiert wird. Rückblicke, Zustandsbeschreibungen, Überraschungen, heimliche Abenteuer und Fluchten aus dem eng umhegten Alltag – all dies wird einem gleichermaßen präzisen wie lässigen Tonfall erzählt, daß es eine wahre Freude ist. Erinnerungen an das vorrevolutionäre Leben der adeligen Oberschicht werden mit der neuen Herrschaft der Bolschewiki kontrastiert. Der Roman überzeugt mich durch die gekonnte Thematisierung von Eleganz – im Leben selbst und mittels der Sprache, feine Ironie und Lebensklugheit sind wertvolle Zutaten. Wie es sich für einen russischen Roman gehört, treten sehr viele Personen auf. Manche davon verschwinden schnell wieder – was einmal hübsch ironisch gebrochen wird –, andere bilden Konstanten der Handlung. Überraschende Wendungen unterschiedlicher Art halten den Spannungsbogen der Geschichte aufrecht. Mehr auf meinem Blog "Notizhefte": https://notizhefte.com/2017/11/26/ein-gentleman-in-moskau-roman-sowjetunion/
Eher Kommunismuskritik als Kultiviertheit
Der Roman ist zweifelsohne sehr gut geschrieben und macht Spaß zu lesen. Man kann die Figur des im Hotel festgesetzten Grafen definitiv als einen Leuchtturm für Resilienz und Kultiviertheit lesen. Mir persönlich kam er insgesamt unrealistisch und als Ideal einer vergangenen Zeit vor die es so unter Umständen gar nicht gegeben hat. Schließlich wird nicht hinterfragt wodurch und auf wessen Kosten der Graf seinen Reichtum und damit die Ressourcen zum Erreichen seiner Bildung und Kultiviertheit erzielen konnte. Das hat bei mir einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen.
3,5 Sterne. "Ein Gentleman ist Moskau" ist die Geschichte des Grafen Rostov, jung, wohlerzogen, abenteuerlustig, so ist er zu Beginn der Geschichte. Doch dann wird er dazu verbannt, den Rest seines Lebens in einem Hotel zu verbringen. Erst fällt es ihm schwer, doch der Graf lernt das Beste aus seinem Leben zu machen. Ich hab den Grafen von Anfang an gemocht, er ist wirklich ein perfekter Gentleman und so trägt er auch sein Schicksal. Sowohl er, als auch die anderen Charaktere sind durch und durch sympatisch, wenn auch nicht ganz fehlerfrei und das macht es noch schöner. Man begleitet den Grafen durch sein Leben im Hotel, über 30 Jahre lang. Und natürlich nicht nur ihn, sondern auch die Leute, die seinen Weg begleiten. Schön finde ich die Anmerkungen, in denen erzählt wird, was aus den Menschen wird, die seinen Weg nur kurz kreuzten. Mir hat vor allem die Art der Umsetzung gut gefallen, man verliert nie den Faden, auch wenn das Buch ein paar Jahre voraus springt. Was das Buch so besonders macht ist der Schreibstil, er wimmelt von Andeutungen, die wirklich perfekt zur Diskretion eines Gentlemans passen. Obwohl ich eigentlich nur positives über dieses wirklich schöne Buch sagen kann, bekommt es "nur" 3,5 Sterne. Ich hatte einfach erwartet, dass es mich mehr packt und zum Ende hin mitreisst, das Potential war da.
Schade drum
Ich hab mich total auf das Buch gefreut. Aber wenn man das Metropol als Schauplatz nimmt, sollte man auch ein bisschen auf das Geschichtliche achten, sich vielleicht vorher mal mit dem Metropol auseinander setzen und wenn man schon Namen aus der sowjetischen Geschichte auftauchen lässt, sich wenigstens ein kleines bisschen mit denen beschäftigen. Dann nimm halt nicht das Metropol und die Sowjetunion als Schauplatz, wenn du kein Bock auf Recherche hast.
4.5 stars here. I literally was held in a trance by the book. Such a good writer and I think for me the ending was poetic justice. I loved how the writer developed the character of Count Rostov and it was easy to like him and his antics. Even the side characters were interesting and it made me connect with the book more. 10/10 would recommend. Waiting to jump into his other works as well.
Description
From the #1 New York Times-bestselling author of The Lincoln Highway and Table for Two, a beautifully transporting novel about a man who is ordered to spend the rest of his life inside a luxury hotel
In 1922, Count Alexander Rostov is deemed an unrepentant aristocrat by a Bolshevik tribunal, and is sentenced to house arrest in the Metropol, a grand hotel across the street from the Kremlin. Rostov, an indomitable man of erudition and wit, has never worked a day in his life, and must now live in an attic room while some of the most tumultuous decades in Russian history are unfolding outside the hotel’s doors. Unexpectedly, his reduced circumstances provide him entry into a much larger world of emotional discovery.
Brimming with humor, a glittering cast of characters, and one beautifully rendered scene after another, this singular novel casts a spell as it relates the count’s endeavor to gain a deeper understanding of what it means to be a man of purpose.
Book Information
Posts
Eines jener Bücher, die man vermisst sobald man sie ausgelesen hat.
Graf Alexander Rostov ist der kommunistischen Partei nicht genehm und wird im Hotel Metropol im Jahre 1922 unter Hausarrest gestellt. Dort verbringt er 32 Jahre seines Lebens. Trotz dieses begrenzten Raums öffnen sich viele neue Welten mit vielen neuen Freunden (Hotelangestellte und -gäste) für ihn. Seine Persönlichkeit ist mit einer angenehmen Portion Optimismus, Glückseligkeit, Feingefühl und Weisheit ausgestattet, ohne übertrieben zu wirken. Jemand den man sich gerne zum Vorbild nimmt. Dem Autor ist hier auch sprachlich eine wunderbare Geschichte mit einigen kleinen aber interessanten Abstechern zu politischen, kulturellen und philosophischen Aspekten gelungen.
"Und als die Sonne aufging und das Feuer erlosch und die Bienen höher stiegen, erzählten die beiden Männer sich von ihrer Kindheit, als die Pferdewagen über die Straßen rumpelten und die Libellen über das Gras flirrten und die Apfelbäume blühten, so weit das Auge reichte." Amor Towles ist ein meisterlicher Erzähler. Fein, unaufgeregt und sehr elegant führt er uns durch die besondere Lebensgeschichte des Grafen Alexander Rostov, der dazu verurteilt ist, sein Leben, unter Hausarrest gestellt, im legendären Moskauer Metropol-Hotel zu verbringen. Die Menschen, die dort ein- und ausgehen, die Geschichten über vier Jahrzehnte, die sich innerhalb dieser ehrwürdigen Mauern zutragen, all das ist so spannend, raffiniert und dicht erzählt, dass ich mich kaum losreißen konnte. Es gibt ein paar Längen, über die man aber getrost weglesen kann.
"Towlers ist ein Meistererzähler" - steht hinten. Und ich muss es bestätigen.
Hach, was liebe ich Bücher die einfach meisterhaft erzählt sind. Großartig geschrieben, angenehme, längere Sätze. Alles fügt sich sprachlich ineinander. Dazu noch eine sehr lesenswerte Lebensgeschichte, die nie Langeweile aufkommen lässt und fertig ist das Rezept für wunderbare Lesestunden und großen Lesegenuss
Ein Gentleman in Moskau von Amor Towles – Elegant, weise und zeitlos
"Ein Gentleman in Moskau" erzählt die Geschichte des Grafen Alexander Rostov, der 1922 vom bolschewistischen Regime zu lebenslangem Hausarrest im Hotel Metropol in Moskau verurteilt wird. Was nach Enge und Stillstand klingt, entpuppt sich als erstaunlich reiche, tiefgründige und oft auch humorvolle Erzählung über Würde, Wandel und Menschlichkeit. Amor Towles gelingt ein faszinierender Balanceakt: Mit feinem Stil, intelligentem Witz und detailverliebter Sprache entwirft er das Bild eines Mannes, der trotz äußerer Einschränkungen innerlich wächst. Der Graf bleibt ein wahrer Gentleman – in Haltung, Geist und im Umgang mit anderen. Besonders loben möchte ich die poetische Sprache, die liebenswerten Figuren und den eleganten Erzählstil. Manchmal war das Erzählertempo gemächlich, doch genau darin liegt der Reiz: Das Buch lädt ein, die Schönheit im Alltäglichen zu entdecken. Der Roman ist ein stilles Meisterwerk voller Anmut und Lebensweisheit. Wer Romane liebt, die Charaktertiefe und Atmosphäre vor Spannung stellen, wird "Ein Gentleman in Moskau" lange im Herzen behalten.

Ein sehr stilvoll geschriebenes Buch, ABER: Gehen Jahrzehnte in Hotelgefangenschaft so vollkommen an der Seele eines Mannes vorbei? Dieser Aspekt wird nicht auserzählt, aber die "tadellos-unerschütterliche" Haltung des Protagonisten ist andererseits bewundernswert. Sprachlich großartig - 4 wirklich verdiente Sterne.
Was ein wundervoller Roman
Ich bin ohne Erwartungen an diesen Roman rangegangen und hatte vorher nie etwas von Amor Towles gelesen. Und wie positiv überrascht ich war. Jede Seite war ein Lesevergnügen. Der Schreibstil ist eher langsam und kunstvoll. Die Geschichte entwickelt sich auch eher gemächlich, zieht den Leser aber sofort in den Bann. Aufgrund der vielen kulturellen Themen (Poesie, Musik, Umgangsformen, Essen), fühlt man sich beim Lesen fast selbst kulturell bereichert. Mir hat das Lesen zB mit einem Glas Wein und einer Pfeife viel mehr Spaß gemacht, als ohne. Kurzum, es ist ein Wohlfühlroman für die Seele. Die russischen Gepflogenheiten und damalige Geschehnisse sind ziemlich gut wiedergegeben. Die Recherche des Autors scheint tiefgehender gewesen zu sein. Nichtsdestotrotz fallen einem Native hier und dort Fehler in der Grammatik, der Schreibweise oder auch welche gesellschaftlicher Natur auf (zB kein Russe hat beim Trinken Na zdorowje gesagt), diese sind jedoch für einen Nichtrussen überhaupt nicht bemerkbar. Unbedingt lesenswert und zwar langsam, sich Zeit nehmend, wie man einen guten Wein trinken würde.
„Ein Gentleman in Moskau“ von Amor Towles Darum geht es: Moskau, 1922. Der genussfreudige Lebemann Graf Rostov wird verhaftet und zu lebenslangem Hausarrest verurteilt, ausgerechnet im Hotel Metropol, dem ersten Haus am Platz. Er muss alle bisher genossenen Privilegien aufgeben und eine Arbeit als Hilfskellner annehmen. Rostov mit seinen 30 Jahren ist ein äußerst liebenswürdiger, immer optimistischer Gentleman. Trotz seiner eingeschränkten Umstände lebt er ganz seine Überzeugung, dass selbst kleine gute Taten einer chaotischen Welt Sinn verleihen. Aber ihm bleibt nur der Blick aus dem Fenster, während draußen Russland stürmische Dekaden durchlebt. Seine Stunde kommt, als eine alte Freundin ihm ihre kleine Tochter anvertraut. Das Kind ändert Rostovs Leben von Grund auf. Für das Mädchen und sein Leben wächst der Graf über sich hinaus. Das Buch spielt in der Zeit von 1922 bis 1954. Graf Alexander Iljitsch Rostov, wird am 21. Juni 1922 zum Tode verurteilt – für ein unter seinem Namen veröffentlichtes revolutionäres Gedicht. Wenig später wird die Todesstrafe zu einem lebenslangen Hausarrest im luxuriösen Hotel Metropol umgewandelt. Sollte er jemals das Hotel verlassen, kann er erschossen werden. Fortan lebt er in einer kleinen Dachkammer des Hotels und verdient sich als Kellner. Die nächsten 30 Jahre richtet sich der Graf in den kleinen Kosmos des Hotels ein, ohne jemals seine Zuversicht, seinen Optimismus und seine Menschlichkeit zu verlieren. Durch das Fenster in seinem Fenster und durch die Kollegen des Hotels nimmt er die Welt draußen und die Geschichte Russlands war. Amor Towles erzählt diese Geschichte in einer ruhigen, sanft dahinfließenden Sprache. So verstärkt sich der Eindruck, in welch ruhigen Tönen das Leben im Hotel verläuft. Die Geschichte des Grafen wird nicht aus der Ich-Perspektive erzählt, sondern von einem allwissenden Erzähler. Ich habe es sehr genossen dieses Buch zu lesen: 3 von 5 Sterne
Im nachrevolutionären Moskau wird ein Adliger vom Volkskommissariat zu lebenslangem Hausarrest verurteilt. Nur gut, daß Graf Rostov im großzügigen und eleganten Hotel Metropol wohnt, wenn er auch aus seiner luxuriösen Suite in eine Dachkammer umquartiert wird. Rückblicke, Zustandsbeschreibungen, Überraschungen, heimliche Abenteuer und Fluchten aus dem eng umhegten Alltag – all dies wird einem gleichermaßen präzisen wie lässigen Tonfall erzählt, daß es eine wahre Freude ist. Erinnerungen an das vorrevolutionäre Leben der adeligen Oberschicht werden mit der neuen Herrschaft der Bolschewiki kontrastiert. Der Roman überzeugt mich durch die gekonnte Thematisierung von Eleganz – im Leben selbst und mittels der Sprache, feine Ironie und Lebensklugheit sind wertvolle Zutaten. Wie es sich für einen russischen Roman gehört, treten sehr viele Personen auf. Manche davon verschwinden schnell wieder – was einmal hübsch ironisch gebrochen wird –, andere bilden Konstanten der Handlung. Überraschende Wendungen unterschiedlicher Art halten den Spannungsbogen der Geschichte aufrecht. Mehr auf meinem Blog "Notizhefte": https://notizhefte.com/2017/11/26/ein-gentleman-in-moskau-roman-sowjetunion/
Eher Kommunismuskritik als Kultiviertheit
Der Roman ist zweifelsohne sehr gut geschrieben und macht Spaß zu lesen. Man kann die Figur des im Hotel festgesetzten Grafen definitiv als einen Leuchtturm für Resilienz und Kultiviertheit lesen. Mir persönlich kam er insgesamt unrealistisch und als Ideal einer vergangenen Zeit vor die es so unter Umständen gar nicht gegeben hat. Schließlich wird nicht hinterfragt wodurch und auf wessen Kosten der Graf seinen Reichtum und damit die Ressourcen zum Erreichen seiner Bildung und Kultiviertheit erzielen konnte. Das hat bei mir einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen.
3,5 Sterne. "Ein Gentleman ist Moskau" ist die Geschichte des Grafen Rostov, jung, wohlerzogen, abenteuerlustig, so ist er zu Beginn der Geschichte. Doch dann wird er dazu verbannt, den Rest seines Lebens in einem Hotel zu verbringen. Erst fällt es ihm schwer, doch der Graf lernt das Beste aus seinem Leben zu machen. Ich hab den Grafen von Anfang an gemocht, er ist wirklich ein perfekter Gentleman und so trägt er auch sein Schicksal. Sowohl er, als auch die anderen Charaktere sind durch und durch sympatisch, wenn auch nicht ganz fehlerfrei und das macht es noch schöner. Man begleitet den Grafen durch sein Leben im Hotel, über 30 Jahre lang. Und natürlich nicht nur ihn, sondern auch die Leute, die seinen Weg begleiten. Schön finde ich die Anmerkungen, in denen erzählt wird, was aus den Menschen wird, die seinen Weg nur kurz kreuzten. Mir hat vor allem die Art der Umsetzung gut gefallen, man verliert nie den Faden, auch wenn das Buch ein paar Jahre voraus springt. Was das Buch so besonders macht ist der Schreibstil, er wimmelt von Andeutungen, die wirklich perfekt zur Diskretion eines Gentlemans passen. Obwohl ich eigentlich nur positives über dieses wirklich schöne Buch sagen kann, bekommt es "nur" 3,5 Sterne. Ich hatte einfach erwartet, dass es mich mehr packt und zum Ende hin mitreisst, das Potential war da.
Schade drum
Ich hab mich total auf das Buch gefreut. Aber wenn man das Metropol als Schauplatz nimmt, sollte man auch ein bisschen auf das Geschichtliche achten, sich vielleicht vorher mal mit dem Metropol auseinander setzen und wenn man schon Namen aus der sowjetischen Geschichte auftauchen lässt, sich wenigstens ein kleines bisschen mit denen beschäftigen. Dann nimm halt nicht das Metropol und die Sowjetunion als Schauplatz, wenn du kein Bock auf Recherche hast.
4.5 stars here. I literally was held in a trance by the book. Such a good writer and I think for me the ending was poetic justice. I loved how the writer developed the character of Count Rostov and it was easy to like him and his antics. Even the side characters were interesting and it made me connect with the book more. 10/10 would recommend. Waiting to jump into his other works as well.





























