Das achte Leben (Für Brilka)

Das achte Leben (Für Brilka)

Ebook
4.5544

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Book Information

Main Genre
N/A
Sub Genre
N/A
Format
Ebook
Pages
1281
Price
16.99 €

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
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Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
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Protagonist(s)

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Posts

98
All
5

Ich bin überwältigt! Was für ein vielschichtiger, wunderbar erzählter, immer spannender Roman! Lieblingsbuch!

5

Ein Jahrhundert, acht Leben – und mein Herz gehört euch

Manche Bücher liest man – Das achte Leben lebt man. Seite für Seite, Jahr für Jahr, Schicksal für Schicksal. Ich habe selten ein Werk gelesen, das mich derart tief berührt, geschichtlich bereichert und emotional aufgewühlt hat. Die Geschichte der Familie Jaschi hat mich vollkommen in ihren Bann gezogen. Allen voran Stasia – für mich das Herz dieses Romans. Eine Frau voller Stärke, Anmut, Widerstand und Liebe. Ich habe mit ihr gehofft, gelitten, geträumt. Ihre Würde, ihr inneres Leuchten, ihr Tanz – sie bleibt mir unvergessen. Was dieses Buch jedoch über die persönlichen Schicksale hinaus so besonders macht, ist die eindrucksvolle historische Tiefe. Ich habe so viel über Georgien und den sowjetischen Raum gelernt – Geschichte, die mir bisher fern war, ist durch Haratischwilis Worte lebendig, greifbar und erschütternd nah geworden. Die politischen Umwälzungen, die Gewalt der Systeme, die Zerrissenheit eines ganzen Jahrhunderts – all das ist plötzlich nicht mehr abstrakt, sondern durch die Figuren tief fühlbar. Ich bin tief bewegt, neugierig geworden – auf das Land, auf seine Geschichte, auf Tbilissi, auf die Orte, die die Familie Jaschi geprägt haben. Ich trage diese Geschichte in meinem Herzen weiter. Und ich bin noch nicht bereit, sie loszulassen. Ein Buch wie ein Leben – oder besser: wie acht Leben. Und jedes einzelne davon ist ein Geschenk.

Ein Jahrhundert, acht Leben – und mein Herz gehört euch

Einfach anfangen und keine Angst vor den 1200 Seiten haben 😊

Sie kann es einfach. Wieder viel Geschichte gelernt. Ich habe mir sehr viel Zeit gelassen und immer wieder ein Stück weiter gelesen. Das ist kein Problem; man kommt trotzdem sehr gut mit den Protagonisten klar. Große Empfehlung!

5

Das große Leid des 20. Jahrhunderts

Das achte Leben ist eine epische Reise durch ein ganzes Jahrhundert, das vom Kommunismus und von Kriegen geprägt ist. Wir begleiten Stasia, Christine, Kostja, Kitty, Elene, Daria, Niza und Brilka, fünf Generationen einer georgischen Familie, durch diese Zeit. All diese Personen führen ein unfassbar entbehrungsreiches und leidgeprägtes Leben: Sie müssen zwei Weltkriege, den Kalten Krieg sowie den Zusammenbruch der Sowjetunion und dessen Folgen für Georgien überstehen. Wir befinden uns in Georgien am Anfang des 20. Jahrhunderts mit Stasia, der Tochter eines Schokoladenfabrikanten. Sie heiratet den Offizier Simon Jaschi. Damit beginnt die Geschichte dieser Familie, die diesem grausamen Jahrhundert ausgeliefert ist. Von ihrem Vater erbt Stasia ein unglaubliches Schokoladenrezept, das so gut ist, dass es das Unglück anzieht. Es hilft ihnen immer wieder, schreckliche Momente zu vergessen, scheint aber gleichzeitig noch schlimmeres Unheil anzuziehen. Hunger, Gewalt, Krieg, Folter, Unterdrückung, Flucht, Vergewaltigung… es gibt eigentlich nichts, was diesen Menschen erspart geblieben ist. Eine unglaublich bedrückende Zeit, über die wir, wie ich finde, viel zu wenig in der Schule erfahren. Trotz der Länge des Buches ist die Geschichte sehr dicht geschrieben. Sobald man die ersten 50 Seiten geschafft hat, wird man unweigerlich in den Strudel der Ereignisse gesogen. Es gibt kaum Längen. Ab der Hälfte fragt man sich wirklich, was noch alles passieren soll und wie man das als Leser überhaupt heil überstehen kann. Man merkt auch, dass Nino Haratischwili tief in die Geschichtsbücher gegriffen hat, denn die Erzählung orientiert sich eng an realen Ereignissen. Dadurch entsteht der Eindruck, dass all das wirklich so passiert sein könnte. Möglicherweise hat sie sich auch von realen Personen inspirieren lassen und daraus ein dichtes Gewebe geschaffen, einen Teppich, der all diese Schicksale miteinander verbindet. Eine schöne Metapher am Anfang des Buches lautet: "Ein Teppich ist eine Geschichte. Der einzelne Faden ist eine Geschichte. Du bist ein Faden, ich bin ein Faden, zusammen ergeben wir eine kleine Verzierung, mit vielen anderen Fäden zusammen ergeben wir ein Muster. [...] Teppiche sind aus Geschichten gewoben. Also muss man sie wahren und pflegen." Am meisten beeindruckt haben mich die unglaublich starken Frauen der Familie Jaschi, allen voran Christine und Kitty. Die eine kämpft unermüdlich für den Schutz ihrer Familie, die andere wird durch den Verrat ihres Geliebten zum Opfer politischer Gewalt. Ich bin mir aber sicher, dass jede:r Leser:in in diesem Buch eine Figur findet, die besonders zu einem spricht, denn die Autorin hat sie alle mit Leib und Seele gestaltet. Wie man merkt, ist diese Geschichte keine leichte. Es ist eine Geschichte, mit der man kämpft, weil sie so schwer zu ertragen ist und die einem die Vergangenheit so viel näher bringt, weil man sie fühlt. Sie zeigt, wie sehr Menschen unter machthungrigen Führern und Staatsmännern leiden und wie sie Tod und Verderben über das einfache Volk bringen. Krieg sollte es in keiner Form geben. Lest dieses Buch, wenn ihr anderer Meinung seid.

4.5

Warum schreibt jemand (s)eine Familienchronik in einer vollkommen fremden Sprache, mit fremder Grammatik und fremder Schrift? Würde ich das tun, wenn ich sprachlich dazu in der Lage wäre (wovon ich meilenweit entfernt bin)? Ich glaube kaum und das gilt vermutlich für die meisten Menschen. Nicht aber für Nino Haratischwili. Ihre Familie und sie selbst stammen aus Georgien und dort spielt auch der Großteil ihrer Geschichte. Aufgeschrieben hat sie die über 1200 Seiten in deutscher Sprache. Was könnten die Gründe dafür sein? Darüber zu spekulieren ist sicher zulässig, wenn man ihr Buch gelesen hat und tagelang nicht mehr davon loskommt.

Ein großer Teil der beschriebenen Ereignisse und Personen sind historisch belegt und selbst wenn keine Namen genannt werden, sind manche Romanfiguren leicht identifizierbar; der 'kleine große Mann' zum Beispiel. Je näher man jedoch der Familie kommt, desto diffuser wird der reale Hintergrund. In den Romanfiguren verschmelzen Aspekte unterschiedlicher realer Personen. Wenn man über Kitty recherchiert, die Tante der Ich-Erzählerin, die im Roman nach London flieht und dort eine Karriere als Sängerin macht, stößt man z. B auf Katie Melua und stellt erstaunt fest, dass sie georgische Wurzeln hat, oder auf die tschechische Sängerin Marta Kubisova, die Ikone des Prager Frühlings. Trotz all dieser Versatzstücke und wahrscheinlich erfundener Details, wird man den Gedanken nicht los, dass der emotionale Kern dieses Romans stimmig und hinter aller Verschleierung auch wahr ist. In der Rahmenhandlung schreibt Niza, die Ich-Erzählerin, für ihre Nichte Brilka diese Familiengeschichte auf, nachdem sie sich jahrelang ihrer eigenen Vergangenheit und der Vergangenheit ihrer Familie verweigert hat. Aus meiner Sicht könnte das auch in gewisser Weise auf Nina Haratischwili zutreffen. Aber im Gegensatz zur Niza bleibt im Roman vieles verschlüsselt. Nino Haratischwili gelingt das Kunststück, sich einerseits zu öffnen und andererseits, nichts und niemand an sich heranzulassen und die fremde Sprache ist dabei ein Teil des Schutzmechanismuses. Aus dieser Gemengelage ist ein Werk entstanden, das eine Wucht entfaltet, der man sich nicht entziehen kann und das lange nachwirkt. Tolles Buch 4.5 Sterne ✨

Warum schreibt jemand (s)eine Familienchronik in einer vollkommen fremden Sprache, mit fremder Grammatik und fremder Schrift? Würde ich das tun, wenn ich sprachlich dazu in der Lage wäre (wovon ich meilenweit entfernt bin)? Ich glaube kaum und das gilt vermutlich für die meisten Menschen. Nicht aber für Nino Haratischwili. Ihre Familie und sie selbst stammen aus Georgien und dort spielt auch der Großteil ihrer Geschichte. Aufgeschrieben hat sie die über 1200 Seiten in deutscher Sprache. Was könnten die Gründe dafür sein? Darüber zu spekulieren ist sicher zulässig, wenn man ihr Buch gelesen hat und tagelang nicht mehr davon loskommt.
4.5

Es ist so gut, wie alle sagen. Es ist dicht und es passiert unheimlich viel, sehr viel schlimmes, darauf muss man sich gefasst machen. An einer Stelle hat das Buch mich verloren und das eine oder andere mal waren die Zufälle eine Spur zu arg. Dennoch unglaublich toll geschrieben, gespickt mit Details über Land, Leute und die Zeit. Nehmt euch die Zeit, Tee, Taschentücher für dieses Highlight! Eigentlich 4,75 Sterne.

5

Ich hab noch keine Worte dafür!

Ich hab noch keine Worte dafür!
5

Es ist und bleibt einfach das schönste und krasseste und emotionalste Buch überhaupt.

5

"Das achte Leben (für Brilka)" von Nino Haratischwili stand schon lange auf meiner (Wunsch-)Leseliste und ich bin froh, endlich die über 1200 Seiten gelesen zu haben. Denn auf für mich ist es ein absolutes Highlight. Nachdem ich bereits zwei Bücher der Autorin gelesen hatte und viele wirklich in höchsten Tönen von Brilka reden, hatte ich natürlich hohe Erwartungen an diese Geschichte. Und diese Erwartungen wurden sogar noch übertroffen. Von Seite 0 an war ich gefesselt und wollte unbedingt mehr über die Familie und deren Geschichte erfahren. Jede einzelne Person fand ich so gut und mit so viel Tiefe dargestellt. Zudem die vielen geschichtlichen Hintergründe. Ich bin wieder einmal beeindruckt, wie Haratischwili ihre Geschichten aufbaut und so detailliert schreiben kann. Auch am Ende musste ich mir ein paar Tränchen verdrücken. Für alle, die dieses Buch noch nicht gelesen haben, und das aber gerne machen würden oder noch mit sich hadern: lest es! Ihr werdet es nicht bereuen. "Das achte Leben (für Brilka)" ist ein absolutes Highlight, wenn nicht sogar ein Lebenshighlight. Die Geschichte wird mit ziemlicher Sicherheit sehr lange in meinem Kopf bleiben.

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3

Nino Haratischwili beschreibt in diesem Epos auf über 1200 Seiten die Geschichte einer georgischen Familie über das gesamte 20. Jahrhundert. Dabei erfährt man viel über die wechselvolle georgische und sowjetische Geschichte, die die Familie immer wieder zerrüttet und bedroht. Das ist oft interessant, mitreißend und tragisch, allerdings fand ich es auf Dauer auch ermüdend, wenn die faszinierenden Frauen der Familie ständig von einer, meist von Männern verursachten, Katastrophe in die nächste schlittern. Ab und an wähnte ich mich beim Lesen in eine Seifenoper geraten. Dieser Eindruck wurde noch dadurch verstärkt, dass der Schreibstil mitunter von sachlichen, klaren Beschreibungen in äußerst melodramatische Metaphern und Wendungen verfällt, die mir persönlich dann doch zu kitschig waren. Damit konnte mich "Das achte Leben (Für Brilka)" trotz starker Elemente leider nicht gänzlich überzeugen und ich bin froh, nun endlich durch zu sein....

4

Die Geschichte einer Familie verwoben mit der Geschichte Georgiens, die oft schmerzhaft war. All dieses Leid, das Unglück, ich musste oft das Buch für längere Zeit zur Seite legen. Trotzdem großartig erzählt.

4.5

Eine intensive Reise durch so viele Leben, Länder und Gefühle. Sehr empfehlenswert Buch, auch wenn es öfters seine längen hat.

5

"Sie wurden genauso vom Schweigen verschluckt, wie alle anderen Familienmitglieder, sie wurden vom Schweigen aufgefressen, als wäre es ein großer Wal, in dessen Bauch sie, einer nach dem anderen, gelandet waren." Berlin, 2006: Niza hat Georgien und ihrer Familie den Rücken gekehrt. Zu schmerzhaft sind die Verluste, die sie erlitten hat. Sie trudelt durch ihr Leben voll verpasster Chancen. Doch dann erhält sie einen Anruf von ihrer Mutter Elene, ihre Nichte Brilka ist nach einer Reise in den Westen verschwunden. Niza spürt sie auf - und beginnt Brilka die Geschichte ihrer Familie zu erzählen, die 1900 mit der Geburt ihrer Urgroßmutter Stasia als Tochter eines Schokoladenfabrikanten in Georgien beginnt. Stasia, Christine, Kostja, Kitty, Elene, Daria, Niza und Brilka - sie alle haben sich beim Lesen von "Das achte Leben (für Brilka)" tief in mein Herz geschlichen. Selten habe ich erlebt, dass jemand Geschichte so außergewöhnlich gut in Worten fühl- und erlebbar machen kann wie Nino Haratischwili - das ist große Schreibkunst! Sie erzählt in ihrem Roman sowohl die Schicksale der Familie Jaschi, von Liebe, Zusammenhalt, Hass und Einsamkeit, als auch die Historie Georgiens über mehr als ein Jahrhundert hinweg. Ich habe alle Protagonist*innen in Nino Haratischwilis Roman geliebt, am allermeisten aber Kitty, deren Leben absolut außergewöhnlich ist und mich sehr hat mitfiebern lassen. Es fällt mir schwer, mehr als 1.200 Seiten in eine Rezension zu packen, ich möchte einfach nur immer wieder sagen, wie sehr es sich lohnt, dieses Buch zu lesen und darin zu versinken. Lasst euch vom großen Seitenumfang des Romans nicht abschrecken, "Das achte Leben (für Brilka)" ist jede einzelne Seite wert. Nino Haratischwili hat mir damit ein Lebensbuch geschenkt, das ich irgendwann ganz sicher noch einmal lesen werde. Größte Leseempfehlung!

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4

Für alle, die epische Geschichten lieben und sich auf Tiefe, Tragik und Schönheit gleichermaßen einlassen wollen.

╰ 𝗠𝗘𝗜𝗡 𝗟𝗘𝗦𝗘𝗘𝗜𝗡𝗗𝗥𝗨𝗖𝗞 Ein Roman wie ein Kontinent: riesig, voller Leben und Schicksale. Nino Haratischwili beginnt die Geschichte 2006 in Berlin. Niza, die Erzählerin schreibt für ihre zwölfjährige Nichte Brilka die Chronik ihrer georgischen Familie. Was folgt, ist eine Reise durch ein ganzes Jahrhundert voller Liebe, Schmerz und Verrat. Immer wieder im Hintergrund, die Geschichte Georgiens, die mit kurzen Augenblicken der Freiheit, gefolgt von Zarenherrschaft, Revolution und sowjetischer Unterdrückung verbunden ist. Ein geheimnisvolles Rezept für heiße Schokolade begleitet alle Generationen. Mal Segen, mal Fluch. Für mich eins der schönsten Symbole des Romans: Trost, Verlockung und das unsichtbare Band zwischen den Protagonisten. Was das Buch für mich anspruchsvoll gemacht hat, sind die enormen Längen. Stellenweise drohte das Buch zäh zu werden, doch dann packt die Autorin mit intensiven Schicksalen und emotionalen Szenen. Besonders berührend sind die Momente, in denen die persönliche Tragik der Protagonisten mit den politischen Katastrophen verknüpft ist. Vieles musste ich nochmals recherchieren um alles einordnen zu können. Erschreckend, wie wenig ich tatsächlich darüber weiß. Auch schön, dass es ein Buch schafft so neugierig zu machen. Insgesamt hat mir der Roman gut gefallen. Es ist kein leichtes Buch, weder sprachlich noch inhaltlich. Es bietet aber Gelegenheit sich mit der Geschichte Georgiens und Osteuropas intensiver auseinanderzusetzen. Ob man das Buch unbedingt als „Must Read“ bezeichnen muss, sei dahingestellt. Ich habe es als bereichernd empfunden Nizas und Brilkas Geschichte zu begleiten. Sie haben definitiv Spuren bei mir hinterlassen. ╰ 𝗠𝗘𝗜𝗡 𝗙𝗔𝗭𝗜𝗧 Für alle, die epische Geschichten lieben und sich auf Tiefe, Tragik und Schönheit gleichermaßen einlassen wollen. ╰ 𝗠𝗘𝗜𝗡𝗘 𝗕𝗘𝗪𝗘𝗥𝗧𝗨𝗡𝗚 4 / 5 ⭐️ Liebste Grüße 📚📖 Jeanette

Für alle, die epische Geschichten lieben und sich auf Tiefe, Tragik und Schönheit gleichermaßen einlassen wollen.
5

Ein Epos, der in Georgien und Russland angesiedelt ist vom Zarenreich bis in die heutige Zeit. Auch im Hinblick auf die derzeitige Situation in Russland ist dieses Buch lesenswert.

4

Lesenswert

Man lernt hier auch etwas über die Geschichte Europas, ein Stern Abzug da es hier und da seine längen hat.

4.5

Als Brilka bei einem Ausflug aus dem Amsterdamer Hotel verschwindet, muss Niza, die seit einigen Jahren in Deutschland lebt, und damit am nächsten dran ist, ihre Nichte suchen und zurückbringen. Das Finden ist schnell erledigt, das Zurückbringen stellt sie vor große Herausforderungen. Brilka weigert sich in ein Flugzeug zu steigen und so bleibt Niza nichts anderes übrig, als sie nach einem kurzen Aufenthalt bei ihr, mit dem Auto zurück nach Georgien zu bringen. Die ganze Aktion wühlt sie sehr auf, bringt längst Verdrängtes ans Licht und gipfelt darin, dass Niza die Geschichte der Frauen ihrer Familie, über Generationen hinweg, aufschreibt. Sie spart nichts aus, lüftet lange gehütete Familiengeheimnisse, spricht über die Tabus. Sie tut es für Brilka, sie tut es dafür, dass ihre Nichte die Familiendynamiken versteht, aber letztendlich tut sie es auch für sich selbst, um endlich Ruhe zu finden. - Nino Haratischwili‘s Roman ist ein Schwergewicht. Schon allein die Seizenanzahl hat mich lange davon abgehalten ihn zur Hand zu nehmen. Auch thematisch ist es keine leichte Kost, denn was die Frauen der Familie im Laufe der Zeit zu erleiden und zu ertragen hatten, ist bitter: Kriege, Aufstände, Hunger, Enteignung, Vergewaltigung, gewaltvolle Abtreibung… die Liste ließe sich noch fortsetzen. Trotz des Umfangs schafft es die Autorin keine Längen zu erzeugen, wechselt zwischen Erzählperspektive und der direkten Ansprache Brilkas gekonnt hin und her und beschreibt so einen Zeizraum von etwa 100 Jahren und sechs Genrationen. Der Stil ist flüssig und lässt sich leicht und schnell lesen. Neben den detaillierten Charakterzeichnungen fand ich vor allem den bildenden Aspekt rund um Georgien, aber auch des weltpolitische Geschehen im Laufe der Zeit, super interessant und gut verarbeitet. Eine Lektüre, die sich auf jeden Fall lohnt und die ich euch wärmstens empfehlen kann.

5

DAS LeseHighLight!

Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich diesen Roman ins Herz geschlossen habe. Jedes Wort, jeder Satz der 1280 Seiten waren für mich pures Lesevergnügen. Beginnend mit der Geburt Stasias, Tochter eines angesehenen Schokoladenfabrikanten, im Jahr 1900 in Georgien, entwickelt sich die Geschichte zu einem Epos über sechs Generationen und acht außergewöhnliche Leben, den ich nie wieder vergessen werde. Es sind nicht nur die stark ausgearbeiteten Figuren, sondern auch die brillianten und klugen Weisheiten der Autorin, die den Roman anlehnend an der europäischen Geschichte so kraftvoll und zu etwas wahrhaft Außergewöhnliches gemacht haben. Ich werde definitiv noch weitere Bücher von Nino Haratischwili lesen und kann euch diesen Roman einfach nur empfehlen. Für mich ein LebensBuch.

3

Ich brauchte mehrere Etappen⏯️

Das achte Leben ist ein sehr "dicht" geschriebener Roman in dem wahnsinnig viel passiert. Ich mag lange Bücher, aber hier musste ich in Etappen lesen, weil es mir insgesamt zu viel war (viele viele tragische Schicksalsschläge). Es wäre sinnvoll gewesen weniger Geschichten zu erzählen, die Hälfte hätte meiner Meinung nach gereicht. Oder man hätte aus diesem einen Buch mindestens zwei oder gar drei machen können. Ich hatte zwischendurch immer wieder überlegt es abzubrechen, war hin und her gerissen, ob ich genervt sein soll von der ganzen Tragik. Aber irgendwie hat mich diese Generationsgeschichte doch gekriegt. Deshalb 3 Sterne von mir.

4

Fesselnde Familienchronik

Die Geschichte einer Familie durch das 20 Jahrhundert in Georgien. Schmerzhaft und augenöffnend. Man kommt gut klar mit denn verschiedenen Personen und Zeitsträngen.

5

Was ein episches Werk. Diesen 1280 Seiten langen Roman der deutsch-georgischen Autorin Nino Haratischwili habe ich in 18 Tagen verschlungen. Die Geschichte verwebt das Leben der Familie Jaschi über 5 Generationen hinweg, angefangen im Jahr 1900 bis ins Jahr 2008, mit der Geschichte Georgiens, wir erleben die Zarenzeit, den Ersten Weltkrieg, Bolschewismus, Stalinismus, den Zweiten Weltkrieg, den Kalten Krieg, den Prager Frühling und den Fall der Mauer in Deutschland. Der Roman ist anders als herkömmliche Familiensagen, der Schreibstil der Autorin ist ganz besonders, so dass ich bis zum Ende gefesselt war. Zudem habe ich viel über Georgien gelernt, ein Land, das bislang ein blinder Fleck auf meiner persönlichen Landkarte war.

5

Ein Familienroman, so intensiv und ausdauernd, wie man ihn wohl selten findet. Alles vor der Kulisse Georgiens, Russlands und Europas, vom ersten Weltkrieg bis heute. Unbedingt lesenswert!

5

Was für ein Buch!

Wahnsinn, was für ein Buch! 2 Jahre lag es bei mir rum und ich hab mich nicht dran getraut. 1300 Seiten lese ich nicht mal eben so. Aber in diesem Sommerurlaub hab ich es dann geschafft und nicht bereut. Was für eine Kunst, auf so vielen Seiten den Spannungsbogen aufrecht zu halten und so interessante große Bögen zu spannen! Ich habe viel gelernt über die osteuropäische Geschichte - oder gelernt, die westeuropäischen Erzählungen zu hinterfragen. Was mich besonders beschäftigt hat, ist der Gedanke daran, dass es ein großes Geschenk ist, in einer Gesellschaft zu leben, in der wir die Wahl haben. Die Wahl, was wir beruflich machen wollen, was wir glauben wollen, wer wir sein wollen, wo wir hingehen wollen usw. Nachdem ich das begriffen hatte, konnte ich den Charakter des Kostja nachsichtiger betrachten. Welche Wahl hast du wirklich in einem diktatorischen Regime? Willst du flüchten, wenn deine Familie doch da bleibt? Gegen wen stellst du dich? Oder versuchst du, dich anzupassen und das beste für dich rauszuholen? Ich mochte sehr wie unterschiedlich die Charaktere waren und wie unterschiedlich auch die Antworten auf diese Fragen im Buch gezeichnet wurden. Das Ende war mir übrigens ein bisschen zu gefühlig, fast hätte ich kitschig geschrieben. Aber trotzdem 5 Sterne, weil ich die restlichen 1200 Seiten so so gern gelesen hab.

5

Was für ein Epos! Das 20te Jahrhundert einer georgischen Familie. Vom Zarenreich zur russischen Revolution und sowjetischer Gewaltherrschaft, Zusammenbruch derselbigen, verpackt in einer Familienstory. Wem fast 1300 Seiten nicht abschrecken, kann ich dieses Buch empfehlen.

5

Epochales Meisterwerk

Eine tief gehende und detaillierte Familiengeschichte. Nino Haratischwili verbindet die zahlreichen Figuren wunderbar miteinander und über viele Generationen hinweg. Die Länge des Buches hat mich nicht gestört. Ganz im Gegenteil konnte ich dadurch richtig in der Geschichte ankommen. Jeder einzelne Teil war interessant und hat mich für sich begeistern können. Und auch sprachlich war das definitiv ein Lesehighlight. Von vorn bis hinten eine runde Story. & wem der Roman gefällt, der wird auch „An den Ufern von Stellata lieben“.

5

DAS ACHTE LEBEN (FÜR BRILKA) Nino Haratischwili Chronologisch erzählt Niza ihre Familiengeschichte für Brilka: Angefangen beim Ururgroßvater, dem Mann, der einst ein Geheimrezept aus dem Westen mit nach Georgien brachte. Er konnte die beste heiße Schokolade der Welt zubereiten. Doch die Schokolade war verflucht und so bot er sie damals in seiner florierenden Konfiserie nicht an. Er war ein reicher Mann - nur mit den männlichen Nachkommen wollte es nicht klappen. Er bekam „nur“ drei Mädchen (ein Phänomen, das sich durch alle weiteren Generationen durchziehen sollte). Als der Zar in Russland gestürzt wurde und die Bolschewiken ihm, dem reichen Schokoladenfabrikanten, seine Konfiserie wegnahmen, ging es bergab mit den glücklichen Tagen und dem Leben, an denen nie etwas fehlte. Wir begleiten seine Nachkommen - weitere fünf Generationen, die fast alle weiblich sind, sich fast immer in den falschen Mann verlieben und einen Hang zum Trinken haben. Aber das Ungewöhnlichste an ihnen war die Neigung, immer „anders zu sein“ und das konnte Mutter Russland nur schlecht ignorieren. Nino Haratischwili nimmt uns mit ins 20. Jahrhundert, führt uns schonungslos durch Demonstrationen, Revolutionen und zwei Weltkriege. Dabei gibt sie uns einen tiefen Einblick in die Geschichte Georgiens, gekoppelt an die Macht der Sowjetunion. Was für ein Buch! Haratischwili ist Meisterin im Geschichtenerzählen. Geschickt verwebt sie unterschiedlichste Geschichten miteinander, greift Erzählstränge auf, die erst zu einem späteren Zeitpunkt aufgelöst werden, und zwischendurch kommt sie ins Hier und Jetzt zurück. Dabei vergisst sie nie und zu keinem Zeitpunkt einzelne Personen, die auf einmal in den Hintergrund gerutscht waren. Jeder dieser Person bekommt seine Lebensgeschichte zu Ende erzählt. Großartig! Als ich das Buch zuschlug, hatte ich Gänsehaut. Fazit: Großes Kino auf 1279 Seiten und unbedingt viel Schokolade fürs Lesen bereithalten. 5+/ 5

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4

Wow in jeglicher Hinsicht.

5

Familiensaga mit georgischen Geschichtsunterricht

Ich weiß gar nicht, was ich schreiben kann, was nicht schon gesagt oder geschrieben wurde. Ein Jahrhundert lang begleitet man hier eine Familie in Georgien. Es ist stellenweise echt härter zu lesen und ich habe auch ab und an mitbekommen, dass es überzeichnet scheint. Das denke ich gar nicht. Natürlich gibt es hier ein paar Elemente die auf Fiktion beruhen, jedoch waren Familien teilweise wirklich gefangen in der Denkweise, Erziehung aber auch aufgrund der politischen Gesinnung und wussten nicht anders 'auszubrechen' Was mir sehr gut gefiel, dass die politischen Hintergründen auch tw beschrieben wurden und es nicht langatmig wäre. Ich merkte im dritten Viertel ca, das mir die Protagonisten einfach gar nicht zusagten und ich einfach nur nich genervt war. Ich dachte mir schon, vielleicht doch zu viel? Zu langatmig? Aber nein, die letzten 200 Seiten waren wieder grenzgenial und es lag eindeutig an den Figuren und daher gebe ich statt den heute mittah geplanten 4.5 Sterne doch 5 Sterne. Es ist jedenfalls ein Buch, dass man sehr zügig lesen sollte und ich bin sehr froh es in meinem 2wöchigen Urlaub getartet zu haben .

5

Pageturner

So gewaltig wie Geschichte eben ist. Ich liebe es.

5

In meiner Schulzeit war das 20. Jahrhundert ein essenzieller Bestandteil des Geschichtsunterrichts. Themen wie der Erste und Zweite Weltkrieg, der Kalte Krieg, der Zerfall der Sowjetunion und die DDR-Zeit wurden ausführlich behandelt. All diese Ereignisse sind nach wie vor extrem relevant, um aktuelle politische Entwicklungen zu verstehen. Allerdings habe ich nie gelernt, wie diese Ereignisse aus der Sicht Russlands oder gar Georgiens wahrgenommen wurden. Dieses epochale, beeindruckende und wichtige Buch hat meine Wissenslücken gefüllt und mich auf eine Reise durch 100 Jahre georgischer Geschichte mitgenommen. Dabei bin ich Seite an Seite mit Familienmitgliedern der Familie Jaschi aus fünf Generationen gewandert und durfte Teil ihrer Leben sein. Ein unfassbares Buch! Für alle, die etwas über diese Zeitspanne und das Land Georgien lernen und dabei spannende Geschichten miterleben wollen, kann ich nur eine wärmste Empfehlung aussprechen! Vielen Dank für dieses Werk! 🙏

4

5 Sterne: Eine monumentales Werk: Erstens weil es knapp 1300 Seiten umspannt. Zweitens weil es an ein ganzes Jahrhundert erinnert. Drittens weil es eine Familie über sechs Generationen verfolgt. Das Jahrhundert, um das es geht, ist das 20. Jahrhundert. Ein turbulentes Jahrhundert, vor allem im früheren sowjetischen Raum, im heutigen Russland, Georgien, der heutigen Ukraine. Haratischwili wirft ein historisch wertvolles Schlaglicht auf die georgische Geschichte in den Irrungen und Wirrungen weltpolitischer Entwicklungen. Sehr lehrreich die Geschichte(-n) auch mal aus einer anderen Perspektive erzählt zu bekommen. Die Familie, um die es geht, ist die Familie Jaschi. Am Fuße des Stammbaus steht der Schokoladenfabrikbesitzer Jaschi. Es folgen unglaublich stark ausgearbeitete Familienmitglieder. Haratischwili gibt ihren Figuren sehr viel Kontur und Raum. Besonders gut hat mir gefallen, wie eine Familie über Generationen hinweg Traumata und Misskommunikation weitergibt. Der Wert einerseits und die Last andererseits von Familie wird überwiegend sehr exemplarisch und universell stark rübergebracht. Auch hier wieder: sehr lehrreich! Das alles wird sprach- und bildgewaltig erzählt, mit Hang zum Kitsch und zur Übertreibung, aber meistens mochte ich den Stil sehr. 4 Sterne: Je mehr Figuren eingeführt wurden, je dichter der Plotteppich gewebt wurde, desto größer wurde die Sorge, dass das Buch sein Niveau nicht halten kann, dass Haratischwili die obigen 5 Sterne nicht über die Ziellinie bringt. 3 Sterne: Ich lese ungern solche Schinken, weil in den seltensten Fällen über so viele Seiten ein Weltklasse-Niveau gehalten werden kann. Das Vorurteil hat sich hier wieder mal bestätigt. Leider kam irgendwann der Tropfen und dann auch der Regen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Die Ereignisse zu konstruiert, die „Zufälle“ zu unrealistisch, die historischen Passagen wurden plötzlich dünner, ansonsten von allem zu viel zu viel zu viel. Durch die letzten 200 dick aufgetragenen Seiten habe ich mich nur noch durchgekämpft. Schade! Trotzdem: ein auf verschiedenen Ebenen sehr lehrreiches, sprachlich hervorragendes Buch. Hinten raus ist es dann einfach zu dick, zu überladen, um ein 5-Sterne-Buch zu sein.

4.5

Eine wunderbare Familiengeschichte über viele Generationen und Personen mit viel geschichtlichem Hintergrund (von dem ich fast gar nichts wusste)

5

Geschichte der Sowjetunion aus Sicht Georgiens

Ein sehr umfangreiches Buch über die sowjetische Geschichte aus Sicht Georgiens. Sehr interessant und spannend, teilweise sehr schwer auszuhalten, welche Repressalien Menschen aushalten mussten, die sich gegen das System äußerten und es hat sich nichts geändert.

4.5

Hätte mir vor ein paar Jahren jemand gesagt, dass ich mal einen fast 1300 Seiten dicken Wälzer lese, welcher zu einem großen Teil von der Politik der Sowjetunion handelt, hätte ich ungläubig gelacht - ich bin wohl einer der am wenigsten politisch interessiertesten Menschen. Doch 2024 heiratete ich die Liebe meines Lebens, welche zufällig 1992 in Georgien geboren wurde und schwupps, betraf mich das Thema plötzlich und ich bekam dieses Buch hier zur Hochzeit geschenkt. Ich tat mir aufgrund der Thematik und des Umfangs des Buches sehr schwer, damit anzufangen und war umso überraschter, als ich es dann tat und das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Es ist mir unbegreiflich, wie man ein solches Familienkonstrukt “erfinden” kann, denn wow - was war das für eine tiefgehende, ergreifende, realistische, nichts-verschönernde Geschichte!? Man lernte wirklich jeden Charakter tiefgründig kennen und lieben, man wurde von den dramatischen, herzzerreißenden, tragischen aber auch wunderschönen Momenten der Einzelnen so mitgerissen, wahnsinn! Und gleichzeitig lernte ich -mit Freude - mehr über die Geschichte, die Politik und das Volk der Familie, zu deren Teil ich wurde. Ich werde sicher noch einige Zeit über die einzelnen Personen nachdenken - vor allem wenn ich das nächste Mal mit meinem Mann durch Tbilissi spaziere. Einen halben Stern Abzug gab es, weil ich mir mehr vom Ende erhofft habe. Mir hat die Aussprache zwischen Niza und Brilka gefehlt und ein paar Fragen blieben in meinem Kopf einfach unbeantwortet.

4

Wirklich ein tolles Buch. Man ist so in der Familiengeschichte drin, dass ich nachts sogar davon geträumt habe. 🤭 ein Stern Abzug gibt es jedoch für die unglaublich langen, politischen Erklärungen. Manchmal musste ich mich durch die 1200 Seiten doch richtig durch kämpfen.

5

Sehr informativ geschichtlich, sehr berührende Familiensaga

Von der ersten bis zur letzten Seite sehr viel über die Geschichte Georgiens gelernt. Sehr schöne und ansprechende Literatur und Sprache. Der Schlussteil ist sehr tiefgründig und berührend. Ein dickes Buch, dass sich aber leicht lesen und einem nicht mehr loslässt.

5

Packend, bewegend... einfach wow!

Es ist schwierig, ein derart umfassendes Werk in kurze Worte zu fassen. Was mich begeistert hat, war zum einen der tolle, ungeschönte und unerwartet lehrreiche Einblick in über 100 Jahre Geschichte - in Georgien, Russland und Europa. Zum anderen waren es die vielschichtigen Charaktere der Familie Jaschi. Es ist ein Weilchen her, dass die Charaktere eines Romans so starke Emotionen in mir hervorgerufen haben. Ich hab sie geliebt und gehasst, aber vor allem um den Verlust ihrer Träume getrauert. Die Geschichte ist keine leichte Kost, fast jeder erleidet schreckliche Tragödien und an manchen Stellen wird der Schmerz fast übermächtig. Ich bin froh, dass das Buch nach all dem Leid doch hoffnungsvoll endet. Gerade weil das Buch mich an manchen Stellen stark an mich und meine eigene Familie erinnert hat und mich deshalb ganz besonders bewegt und mitgenommen hat, wird es für immer ein Teil von mir bleiben.

5

Einfach nur gewaltig wie in diesem Roman die Entwicklungen im Russland bzw. der Sowjetunion des 20. Jahrhunderts in all ihrer Schärfe und Tragik über diese georgische Familie hereinbrechen.

5

Was für eine unfassbar gewaltige & starke Geschichte, die authentischer nicht sein könnte.

5

Was für ein wunderbares Buch! So schön und tragisch, so berührend.

5

Ich bin mehr als beeindruckt von diesem Buch

Ein wahnsinnig gutes Buch. Wer politisch interessiert ist, der ist hier richtig. Habt ihr die Jahrhundert Trilogie von Ken Follett gut gefunden? Hier habt ihr die Möglichkeit ein ganzes Jahrhundert aus der Sicht Georgiens zu lesen. Machspiele, Korruption, Unterdrückung, Armut, Liebe , Hoffnung und zusammenhalt und das Leben durch die ganzen Jahre. Super spannend wenn auch 1279 Seiten bzw. 43 Stunden und 43 Minuten echt viel und zum Teil schwere Kost ist. Auf jeden Fall 5 von 5 Sterne

5

Die Seitenzahl von 1279 Seiten kann einen schon etwas verschrecken. Besonders in dieser schnelllebigen Zeit in der man in der Zeit mindestens 5 schmalere Bände hätte lesen können. Aber mir wäre so viel entgangen, wenn ich dieses Buch nicht gelesen hätte. Über 100 Jahre Georgische Geschichte - von der ich vorher nichts wusste - sowie eine das letzte Jahrhundert umspannende Familiengeschichte die im Jahr 1900 beginnt, als Stasia, Tochter eines Schokoladenfabrikanten auf die Welt kommt… In 8. Kapiteln wird die Geschichte von Stasia und ihrer Familie erzählt. Die Charaktere sind einem so nah und man leidet mit, teilweise sind deren Erlebnisse nichts für schwache Nerven. Neben dem Trauma durch diverse Kriege wünscht man der Familie Jaschi Glück und etwas Frieden. Immer wieder war ich erstaunt, das die Handlung einiger Figuren mehrere 100 Seiten weitererzählt wurde, mit deren Auftauchen ich nicht mehr gerechnet hätte. Ich kann nur den Hut vor Nino Haratischwilis Können als Schriftstellerin ziehen. Sprachlich brillant und wirklich sehr rund ist das ganze Buch aufgebaut. Das Ende hat mich sehr leer zurückgelassen, weil ich dieser Familie gerne noch weiter hätte begleitet hätte. Wahnsinnsbuch und ein Re-Read Kandidat.

5

Die tollste Geschichte überhaupt. Ich konnte gar nicht mehr aufhören.

5

Berührend! Vielschichtig! Ein richtig starker Roman!

5

Schokoladenfabrik und Gewalt unter Stalin . Eine große Bandbreite der Gegensätze.

Was für ein Roman. Ein großer Familienroman und viel mehr. Zwischen grosser Begeisterung und Abscheu vor den abscheulichen Taten hin und hergerissen. Ort der Handlung Georgien. Der Autorin Nino Haratischwili wurde von Historikern grosse historische Genauigkeit attestiert. Es ist eines meiner Lieblingsbücher. Kritik? vielleicht etwas zu viel Drama und Leid?

4.5

Hab keine Angst vor 1300 Seiten!!!

Nino Haratischwili hat mich mit ihrem prall gefüllten Familienepos von Anfang an in ihren Bann gezogen. Ich hatte anfänglich Angst, so ein dickes Buch gar nicht zu schaffen aber dieser „Jahrhundertroman“ schafft es, dich unentwegt mit dessen authentischen Charakteren in dessen dramatische Familiensaga zu entführen und dich der georgische Geschichte, der zwei Weltkriege, der russischen Revolution und der ehemaligen Sowjetunion auf spannende Weise näher zu bringen. Ich konnte dieses Buch nicht aus den Händen legen und spreche eine absolute Leseempfehlung aus!

Hab keine Angst vor 1300 Seiten!!!
5

Was für ein Buch!

Es ist wirklich alles dabei, alle Gefühle, alle Charaktere, alle erdenklichen Lebenssituationen. Und wirklich alles im Buch, jede Person, auch jede Länge der Geschichte und der politische Kontext hat absolut seine Berechtigung und ist relevant. Keine Sorge vor 1274 Seiten. Ein bißchen Zeit nehmen. Loslesen und mitnehmen lassen in eine ganz besondere Familengeschichte.

4

Was für eine Familiengeschichte! Ein fein gesponnenes Netz, das auch emotional verwirrt und letztlich entwirrt wird. Ein Stern Abzug für die gewaltige Länge , wo sich die Fäden mitunter sehr lang zogen.

Was für eine Familiengeschichte! Ein fein gesponnenes Netz, das auch emotional verwirrt und  letztlich entwirrt wird.  Ein Stern Abzug für die gewaltige Länge , wo sich die Fäden mitunter sehr lang zogen.
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