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Thérèse Raquin

4.0(31)
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About the book

The Passage du Pont-Neuf in Paris: a covered arcade, glass-roofed, perpetually damp, its daylight reduced by the grime overhead to a greenish submarine light that falls on the haberdashery below and the apartment above with the evenhandedness of an environment that has never distinguished between the living and the half-alive. Thérèse Raquin has grown up here, married her sickly cousin Camille here, and learned to perform the stillness of a woman who has been given no vocabulary for whatever she actually is.When Laurent comes - large, physically overwhelming, a man of appetites so uncomplicated by reflection that he constitutes, in Zola's precise physiological scheme, the exact chemical opposite of Camille's bloodless fragility - the reaction is not chosen. It is the compound forming.Émile Zola published Thérèse Raquin in 1867, when he was twenty-six, and when the critics called it putrid he added a preface to the second edition that is one of the founding documents of French naturalism: a statement of method and intention that transforms the novel it introduces into a scientific proposition. His aim, he wrote, was not to study characters - not to trace the moral psychology of people making choices - but to study temperaments: human animals driven by their nerves and blood, as determined in their behavior as any other organism in any other reaction. What happens between Thérèse and Laurent, and what they do to Camille, and what Camille's face does to them afterward - these are not sins. They are consequences.What follows the murder is the novel's real subject: the escalating mutual destruction of two people who find that the desire that drove them has been replaced, across the marriage bed they committed the crime to reach, by the dead man's face. Madame Raquin sits paralyzed in her chair and watches. The trap of the arcade has been reproduced inside the only relationship the killers have left.It ends the only way the logic permits. They die together. She watches that too.One of the most precisely constructed novels in French literature - and, more than a century and a half later, one of the most airless.

Editions (10)

ISBN9798302059895
PublisherIndependently published
Publication Date12/02/24
Pages256

Reviews & Ratings

31 ratings

5 reviews

4.0

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  • avg
    avg

    153 Followers

    4.0

    Boah ey… Die ganze Geschichte ist durchgehend düster! Teilweise so makaber, dass ich 1-2 Zeilen überspringen musste. An manchen Stellen war die Spannung kaum auszuhalten. Man kaut vieles wieder und wieder (und immer wieder) durch – bis sich die Situation doch noch ändert. In einem Moment habe ich mit den Charakteren mitgefühlt, im nächsten haben sie mich angewidert. Der Schreibstil ist flüssig und passend zur Zeit um 1860. Besonders die kurzen Einblicke in den Alltag und die Mode des damaligen Paris fand ich interessant.

    Boah ey… Die ganze Geschichte ist durchgehend düster! Teilweise so makaber, dass ich 1-2 Zeilen überspringen musste. An manchen Stellen war die Spannung kaum auszuhalten.
Man kaut vieles wieder und wieder (und immer wieder) durch – bis sich die Situation doch noch ändert. In einem Moment habe ich mit den Charakteren mitgefühlt, im nächsten haben sie mich angewidert.
Der Schreibstil ist flüssig und passend zur Zeit um 1860. Besonders die kurzen Einblicke in den Alltag und die Mode des damaligen Paris fand ich interessant.

    Feb 25, 2025

  • wiihl
    wiihl

    15 Followers

    3.5

    „Natur und Umstände schienen diese Frau für diesen Mann geschaffen und sie einander zugeführt zu haben. Die Frau zäh und verlogen, der Mann vollblütig und stumpfsinnig, dergestalt bildeten sie ein mächtig verbundenes Paar.“

    Nach dem Tod ihrer Mutter wächst Therese bei Ihrer Tante und ihrem kränklichen Cousin Camille auf, mit dem sie schon bald verheiratet wird. Die Ehe bleibt Leidenschaftslos und für Therese sexuell frustrierend. Nach der Hochzeit zieht das Paar gemeinsam mit der Mutter nach Paris, wo Mutter und Schwiegertochter ein Nähgeschäft führen und Camille eine Stelle als Beamter annimmt. Als Camille seinen Kollegen und Freund Laurent in die wöchentliche Spielrunde des Ehepaares einführt, beginnen dieser und Therese eine leidenschaftliche sexuelle Affäre. Auf dem Gipfel ihrer Leidenschaft treffen die beiden eine folgenschwere Entscheidung, welche die Beziehung der beiden stark verändert. Als typischer Vertreter des Naturalismus schrieb Zola seinen Roman als eine Art Beobachtung der „menschlichen Bestie“. Therese und Laurent sind Sklaven Ihrer Triebe und Emotionen und können diesen am Ende nicht entfliehen. Die Figuren haben keinen freien Willen und verhalten sich wie Tiere. „Natur und Umstände schienen diese Frau für diesen Mann geschaffen und sie einander zugeführt zu haben. Die Frau zäh und verlogen, der Mann vollblütig und stumpfsinnig, dergestalt bildeten sie ein mächtig verbundenes Paar.“ Sprachlich hat mir der Roman gut gefallen. Man merkt dem Buch in dieser Hinsicht nicht an, dass er bereits im Jahr 1867 erschienen ist, vor allem wenn ich es mit Flauberts „Madame Bovary“ (1856) vergleiche. „Therese Raquin“ ist sehr nüchtern geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Die Handlung schockiert im Jahr 2026 natürlich nicht mehr wie zur Zeit der Veröffentlichung, man kann jedoch erahnen, warum der Roman damals die Gemüter erhitzte. Die Geschichte wird linear erzählt und ist vor allem aufgrund der reinen Triebsteuerung äußerst vorhersehbar. Der große Knall kommt für meinen Geschmack zu früh, die Figurenentwicklung in den letzten zwei Dritteln zieht sich insgesamt etwas zu sehr in die Länge. Ich hatte den Eindruck, relativ früh alle Schattierungen der Persönlichkeit von Therese und Laurent gesehen zu haben. Hier fehlt für meinen Geschmack mehr Komplexität. Dank des geringen Umfangs des Buches, der interessanten Beschreibungen der Figuren und der gesellschaftlichen Beobachtungen, sowie der schönen sprachlichen Formulierungen Zolas, ist der Roman trotzdem lesenswert. Eine Empfehlung für Leser, die in die Strömung des Naturalismus eintauchen wollen. Für alle anderen kein Must-Read.

    Feb 25, 2026

  • heibi
    heibi

    191 Followers

    5.0

    Ich habe diesen Roman verschlungen. Zola hat hier eine meisterhafte Geschichte geschaffen bzw. eine Studie der Temperamente. Gerne würde ich mir diese Geschichte als Theaterstück aufgeführt ansehen. Thérèse kommt als junges Mädchen zu ihrer Tante Madame Raquin . Diese kümmert sich um ihren kränklichen Sohn Camille. Beide wachsen zusammen auf und heiraten später. Thérèse ist vor lauter Tristesse unglücklich…. Bis Laurent in ihr Leben tritt. Und hier beginnt der Wahnsinn. Für mich hat sich neben den Temperamenten der Hauptfiguren aber auch der pure Egoismus eines jeden einzelnen Charakters herauskristallisiert. Niemand aber auch wirklich niemand tut in dieser Geschichte etwas Uneigennütziges. Ich habe Zolas Sprachgewalt geliebt. Für mich war dies ein absolut fesselnder Klassiker. Ich konnte oftmals den Fortgang der Geschichte nicht mehr fassen und habe sehr häufig den Kopf geschüttelt….. aber auf eine gute, fassungslose Weise . Für mich ein Highlight, da es eine sprachlich extrem gut gestrickte Geschichte war…… Konnte mich sehr begeistern .

    Aug 6, 2023

3 of 5 reviews

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