Sag den Wölfen, ich bin zu Hause

Sag den Wölfen, ich bin zu Hause

Hardback
4.1207
VerlustFreundschaftAidsKrankheit

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Description

Der New-York-Times-Bestseller erstmals auf Deutsch

ZUM BESTEN BUCH DES JAHRES GEWÄHLT VON • Wall Street Journal • Oprah Magazine • Booklist • BookPage • Kirkus Reviews

EIN POETISCHER ROMAN ÜBER FAMILIE UND FREUNDSCHAFT

Manchmal verlierst du einen Menschen,
um einen anderen zu gewinnen.

Manche Verluste wiegen so schwer, dass sie nicht wiedergutzumachen sind. So geht es June Elbus, als ihr Onkel Finn stirbt, der Mensch, mit dem sie sich blind verstand, der ihr alles bedeutete. Doch mit ihrer Trauer ist sie nicht allein. Schon bald nach der Beerdigung stellt June fest, dass sie sich die Erinnerung an Finn teilen muss – mit jemandem, der sie mit einer schmerzhaften Wahrheit konfrontiert. Der sie aber auch lehrt, dass gegen die Bitternisse des Lebens ein Kraut gewachsen ist: Freundschaft und Mitgefühl.

Sag den Wölfen, ich bin zu Hause ist eine wundervolle Geschichte. Gut geschrieben, unglaublich warmherzig, emotional, ohne kitschig zu sein. Solange es Amerikaner gibt, die dieses Buch lieben, ist nicht alles verloren.“ Susanne Fröhlich in der Freundin

»Ein überwältigendes Debüt.« O: The Oprah Magazine

»Fesselnd bis zum Ende. Dieser Roman zieht alle emotionalen Register.« Bookpage

»Eine bitter-süße Mischung aus Herzschmerz und Hoffnung.« Booklist

»Ergreifend bis zur letzten Seite.« ELLE

»Zwischen Trauer und Hoffnung – das geht unter die Haut und ans Herz ... Carol Rifka Brunts Debütroman ist schon jetzt eins der besten Bücher 2018!« Myway

»Ein Roman über Freundschaft, Familie, die erste große Liebe, das Erwachsenwerden und das Erwachsensein, aber auch über Eifersucht und Trauer. Aber manchmal verlieren wir einen Menschen, um einen anderen zu gewinnen. Auch June ergeht es so. Poetisch und zum Weinen schön.« Oberösterreichische Nachrichten

»Ein einnehmender Roman über Verlust, Trauer und Familienzusammenhalt.« Tirolerin

»Ein wunderbarer, einfühlsamer, trauriger und zugleich heiterer Familienroman über Verlust, Trauer, Freundschaft und Vertrauen.« (news Magazin)

»Ein Schmöker, den man vor der letzten Seite kaum aus der Hand legen kann und von dem man sich gleichzeitig wünscht, dass er nie endet.« Kleine Zeitung

»Viel mehr als ein Coming-of-Age-Roman, hinreißend erzählt!« Zeit für mich

»Eines der schönsten Bücher, die über Verlust und Neuanfang geschrieben wurden.« COSMOPOLITAN

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Generational Novels
Format
Hardback
Pages
448
Price
22.70 €

Author Description

Carol Rifka Brunt wurde in New York geboren und lebt heute mit ihrem Mann und den gemeinsamen drei Kindern in England. „Sag den Wölfen, ich bin zu Hause“ ist ihr erster Roman, der vielfach zu einem der „besten Bücher des Jahres“ gekürt wurde (u.a. vom Wall Street Journal und dem Oprah Magazine). Das Buch wurde ein New York Times Bestseller und in zwanzig Länder lizensiert. Die Filmrechte sind ebenfalls verkauft. Carol Rifka Brunt schreibt derzeit an ihrem zweiten Roman.

Posts

47
All
5

Ein Roman, der tröstet, während er einem das Herz bricht. Ich sage Euch, lest dieses Buch! 🐺🏡🖼️🌟🌟🌟🌟🌟🖼️🏡🐺

Ach, ich bin doch immer wieder erstaunt, was für große Schätze ich auf meinem SuB liegen habe. Kennt Ihr das? Dieses Buch war eine absolute Überraschung für mich, denn es hat mich mitten ins Herz getroffen und sich dort ein kleines und feines Plätzchen gesucht, um zu bleiben. „Sag den Wölfen, ich bin zu Hause“ ist eine kluge, fein komponierte Geschichte über Liebe, Verlust und das, was zwischen den Zeilen unausgesprochen bleibt. Carol Rifka Brunt hat es mit ihrem wunderbar emotionalen Schreibstil mühelos geschafft, mich mit in das Gefühlschaos der jungen Hauptprotagonistin June Elbus zu ziehen. Wut, Trauer, Verbundenheit und tiefe Liebe konnte ich im ganzen Buch spüren. Und ja, die Taschentücher solltet Ihr bereithalten, ich habe sie des Öfteren gebraucht. Nicht, weil das Buch so furchtbar traurig ist, sondern weil es einen auch daran erinnert, wie schön und schmerzhaft echtes Leben sein kann. Ein leises, brillantes Debüt, clever erzählt und wirklich tief berührend. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung! 🐺🏡🖼️🌟🌟🌟🌟🌟🖼️🏡🐺

4.5

Fans von melancholischer Literatur aufgepasst: Dieses Schätzchen solltet Ihr Euch unbedingt mal anschauen! 👏🤩📚🐺🌲❣️

„Sag den Wölfen, ich bin zu Hause“ habe ich auf Empfehlung einer lieben Buchhändlerin hin gekauft - sie ist so ins Schwärmen über „eins ihrer absoluten Lieblingsbücher“ verfallen, dass ich nicht anders konnte, als dieses Schätzchen mit nach Hause zu nehmen. Die Story dreht sich um die 14-Jährige June, die ihren Onkel Finn als wichtigste Bezugsperson und Freund betrachtet. Als Finn an Aids stirbt, bricht für June eine Welt zusammen. Sie und ihre Familie müssen sich mit Finns Tod und seiner Homosexualität auseinandersetzen, was zu Spannungen führt. June findet sich in einer Situation wieder, in der sie sich mit ihrem eigenen Verständnis von Familie, Tod und Verlust auseinandersetzen muss. Es ist eine dieser Geschichten, die eher ruhig daherkommen - es gibt nicht viele Plottwists und manchmal plätschert die Story auch etwas vor sich hin (was wahrscheinlich auch der Grund ist, warum in einigen Rezis von gewissen Längen die Rede ist - fair enough). Unsere Protagonistin, June Elbus, verbringt ihre Zeit lieber allein oder mit ihrem Onkel Finn, statt mit Gleichaltrigen abzuhängen. In der Schule zählt sie zum gesunden Mittelmaß und sie hat auch kein besonderes Talent wie ihre Schwester Greta. Aber sie äußert einige der scharfsinnigsten und ehrlichsten Beobachtungen, die ich je gelesen habe. „Ich interessierte mich nicht für Biertrinken oder Wodka oder Zigarettenrauchen oder das ganze andere Zeug. Greta bildete sich ein, ich sei überhaupt nicht in der Lage, mir das überhaupt vorzustellen. Aber ich will mir das alles auch gar nicht vorstellen. Jeder kann sich diese Dinge vorstellen. Ich will mir eine Zeitfalte vorstellen und Wälder voller Wölfe und düstere mitternächtliche Moore. Ich träume von Menschen, die keinen Sex zu haben brauchen, um zu wissen, dass sie sich lieben. Ich träume von Menschen, die sich immer nur auf die Wange küssen.“ Im Zentrum der Handlung steht Junes Versuch, den Tod ihres geliebten Onkels Finn zu verarbeiten, der an AIDS gestorben ist. Nachdem sie einen Brief von einem geheimnisvollen Mann (Toby) erhält, der ebenfalls eine Verbindung zu Finn gehabt haben will, beschließt June, ihn zu treffen – und damit beginnt eine Kette von Ereignissen, die ihr vielleicht helfen können, ihren Trauerprozess voranzubringen, seinen Tod zu verarbeiten und zu heilen. June ist eine ziemlich unperfekte Protagonistin mit Ecken und Kanten – man könnten sie sogar teilweise als unsympathisch bezeichnen. Ihre Gefühle und Emotionen, die sie im Rahmen ihres Trauerprozesses durchlebt, ließen sie teils abstruse, (wahrscheinlich) von Eifersucht getriebene Dinge tun, die ich auf ihre tiefe Einsamkeit zurückzuführen würde - so oft habe ich mir gedacht während meiner Lektüre, dass ich sie gerade gern mal zum Trost in den Arm nehmen und gern mit ihr weinen würde. Zuflucht und einen Ort für ihre Trauer findet sie im nahegelegenen Wald - wann immer sie struggelt oder überwältigt wird von ihren Emotionen, zieht es sie an den Ort, wo die Wölfe zu Hause sind. Wie ihr merkt, haben wir es hier mit einem äußerst melancholischen Roman zu tun - und ich oute mich an dieser Stelle gerne als Fan von Melancholie in der Literatur. „Ich fragte mich wirklich, warum Leute immer das taten, worauf sie überhaupt keine Lust hatten. Das Leben schien ein immer enger werdender Tunnel zu sein. Im Augenblick der Geburt war der Tunnel riesengroß und unendlich lang. Alles stand einem noch offen. Dann, in exakt einer Sekunde nach der Geburt, verengte sich der Tunnel bereits um die Hälfte. Als Junge stand fest, dass man niemals Mutter werden würde und wahrscheinlich auch kein Nagelpfleger oder Kindergärtner. Dann wurde man älter, und alles, was man tat, verengte den Tunnel nur noch mehr. Nach einem Armbruch war eine Laufbahn als Baseball-Pitcher ausgeschlossen. Fiel man im ersten Mathe-Test seines Lebens durch, erlosch jede Hoffnung, Naturwissenschaftler zu werden. Ungefähr so ging das jahrelang weiter, bis man festsaß. Als Bäcker oder Bibliothekar oder Barkeeper. Oder Buchhalter. Dumm gelaufen. Ich stellte mir vor, dass der Tunnel an dem Tag, an dem man starb, so furchtbar eng geworden war, dass man da drinnen zerdrückt wurde.“ Was mich auch begeistert hat, war die Handlung rund um das Porträt mit dem Titel „Sag den Wölfen, ich bin zu Hause“ (titelgebend) das Onkel Finn von June und ihrer Schwester Greta angefertigt hat. Zunächst angedacht hatte er es, um in seinem Sterbeprozess regelmäßig Zeit mit June verbringen zu können - als Vorwand quasi, aber in dem Bild steckt mehr, als man zunächst vermutet (versteckte Botschaften und Geheimnisse, die es zu lüften gilt - aber mehr erfahrt ihr nur, bei einer eigenen Lektüre.. Na, neugierig geworden??). Brunt schreibt sehr präzise und zugänglich, daher würde ich den Roman durchaus auch als für Jugendliche geeignet halten. Meine Leseempfehlung geht an alle, die sich mit den Themen Verlust, Trauer, Erwachsenwerden, Familienkonflikte und der damaligen Aids-Epidemie im New York der 1980er literarisch auseinandersetzen möchten. Die Autorin Carol Rifka Brunt verbindet ein autobiografischer Bezug zu dieser Thematik, da sie während der Aids-Epidemie in New York gelebt hat, was dem Roman eine besondere Authentizität verleiht. Mich persönlich hat „Sag den Wölfen, ich bin zu Hause“ emotional sehr berührt und ich zähle es zu den schönsten und ergreifendsten Bücher zum Thema Trauer, die ich bisher gelesen habe. Fazit: Ich bin der lieben Buchhändlerin mehr als dankbar für diesen wundervollen Lesetipp - Melancholie vom feinsten, unbedingt lesen!

4.5

📖 „Und versprich mir, dass du nur den besten Menschen aus ihr Tee servierst. (…) Nur den allerbesten, okay? (….) Genau das wünsche ich mir für dich. Dass du nur die aller-, allerbesten Menschen kennenlernst.“ „Sag den Wölfen, ich bin zu Hause“ ist ein Buch über Trauer und Tod, es ist eine comingofage Geschichte, ein Buch darüber, welche unbekannten Wege wir beschreiten, wenn wir uns einem geliebten Menschen nahe fühlen wollen. Es ist gleichsam ein Buch über Geschwister, über Neid, Angst und Scham - und über Krankheit. Es ist düster, es ist voller Leben und jedes Lachen leuchtet wie ein Stern. Die 80er in den USA - Junes Onkel Finn ist an AIDS erkrankt. Er wird sterben, doch zuvor will er noch das Porträt von seinem Patenkind June und ihrer älteren Schwester Greta beenden. Nach seinem Tod nimmt Finns Freund Kontakt zu June auf. Die Welt, in der Finn immer ihr strahlender Mittelpunkt gewesen ist und sie der seine, fällt in sich zusammen. Doch aus anfänglicher Abneigung entwickelt sich eine zarte Freundschaft. „Sag den Wölfen, ich bin zu Hause“ berührt auf vielen Ebenen. Die rohe Trauer von June um ihren Lieblingsmenschen ist immer präsent - weil er so viel Raum in ihrem Denken und Handeln eingenommen hat. Von den coolen Mittelalterstiefeln angefangen bis hin zur Tasse Tee. Es ist als würde ein Stück von June - letztendlich vom Buch, da es ihre Geschichte ist - fehlen und mit Erinnerungen an ihn gefüllt werden. Das war hart - insbesondere als Finns Partner in ihrem Leben auftaucht und sie langsam entdeckt, wie viel von ihm in Finn gesteckt hat - und umgekehrt. Einiges fand ich nur schwer ertragbar. Es hat mich wütend und traurig gemacht, davon zu lesen. So unfassbar wütend. Doch es ist weniger eine Geschichte über die Liebe zwischen Finn und Toby. Sondern über gemeinsames Vermissen, geteilte Geschichten. Ein großes Thema ist die Beziehung zwischen den Geschwistern Greta und June. June als „die Durchschnittliche“ und Greta als „die Überfliegerin“ waren früher ein Herz eine Seele - bis zu einem bestimmten Punkt. Ab da haben sich Gretas Gefühle gewandelt - Ehrlich - ich konnte sie Anfangs gar nicht ausstehen. Sie war für June in ihrer Trauer nie präsent und hatte immer ätzende Sprüche parat. Mit der Zeit konnte man ein bisschen hinter ihre Fassade spähen. Es ist ein Buch, in dem sich die beiden Schwestern aneinander reiben, ihre Gefühle füreinander und für ihr soziales Umfeld ausloten müssen. Erwachsen werden müssen - und das ist nie einfach. In dem Roman wird uns das an einigen Stellen vor Augen geführt. Ein drittes Thema ist die Beziehung zwischen der Mutter und Finn - Geschwister, wie Pech und Schwefel. Bis Finn fortgegangen ist und ihre Mutter und ihre gemeinsamen Träume zurückgelassen hat. Aus dieser Enttäuschung resultieren die widerstreitendsten Gefühle - und auf den brodelnden Topf wird der gesellschaftliche Deckel gepackt. „Es war wichtig für mich, zu wissen, dass (…) verstand, dass auch sie eine Rolle gespielt hatte. Dass Eifersucht, Neid und Scham, die wir in uns trugen, unsere Art von Krankheit waren.“ Was bleibt ist der Rahmen - wortwörtlich. Finns Gemälde konnte ich immer zwischen den Zeilen erspähen. Es wurde verändert - künstlerisch und örtlich - doch der Bilderrahmen umfasste die Gesamtheit an Themen und hielt sie zusammen, sodass sie sich miteinander fest verweben konnten und nicht aufdröselten. Die Wölfe im Negativraum haben immer über die Familie gewacht. Genau das wollte Finn in so vielen Ebenen im Roman ausdrücken. Familie. Ich habe selten gelacht in diesem Buch, doch wenn, dann war es schallend. Ich habe bittere Tränen über die Ungerechtigkeit vergossen. Habe über Greta geschimpft und manchmal auch über June. Doch die Gefühle waren immer echt, immer da und haben immer an mir geschüttelt, als wäre ich ein Apfelbaum. Auf dieser intensiven Reise hatte ich das Gefühl, Finn und Toby genauso gut kennen zu lernen wie Greta und June und das Porträt. „Was ist der Unterschied? - Eine Romantikerin zu sein, bedeutet, dass du immer das Schöne siehst. Das Gute. Du möchtest nicht die düstere Wahrheit der Dinge wahrnehmen. Du glaubst daran, dass sich alles zum Guten wendet.“ #booksbooksbooks #bookish #bookishlove #bookishlife #bookiessupport #booksofinstagram #readersofinstagram #whataboutbooks #aids #80erjahre #family #comingofage #ilovebooks #readersgonnaread #siblings #bücher #bücherliebe #büchermachenglücklich #büchermachensüchtig #büchermachenspaß #lgbtq #zeitgenössischeliteratur #eisele #leseliebe #buchempfehlung #tellthewolvesimhome

4.5

Zum Schluss ein Highlight!

Auch wenn ich das Gefühl hatte, dass dieser Roman ab der Hälfte in eine Länge driftet, bin ich überglücklich, es doch noch zuende gelesen zu haben! Ein wundervolles Buch über die Liebe, über Freundschaft, über Schwestersein mit allen Höhen und Tiefen und über die Trauer und tiefe Verbundenheit. Ich hab’s geliebt zu lesen! Ich muss zusätzlich noch gestehen, dass ich mit der Stimme von Jodie Ahlborn (beim Autofahren höre ich auch zwischendurch immer das Hörbuch) nicht so ganz warm geworden bin, auch wenn vermutlich viele sie für die Rolle der June passend finden und fanden. Meins war es leider nicht…

Zum Schluss ein Highlight!
5

Ich bin total begeistert über diese emotionale, traurige und zugleich wunderschöne Geschichte. Es handelt von der Liebe eines sehr klugen, jungen Mädchen zu ihrem aidskranken Onkel. Nach dessen Tod erfährt sie von der großen Liebe des Onkels, welcher in der Familie als „Persona non grata“ verheimlicht wurde . Vereint durch die Trauer über den Verlust des als Künstler sehr bekannten Onkels entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft, die sich gegen alle Widerstände behauptet und am Ende eine Familie wieder zusammen finden lässt. ⭐️⭐️⭐️ ⭐️ ⭐️

Ich bin total begeistert über diese emotionale, traurige und zugleich wunderschöne Geschichte. Es handelt von der Liebe eines sehr klugen, jungen Mädchen zu ihrem aidskranken Onkel.  Nach dessen Tod erfährt sie von der großen Liebe des Onkels, welcher in der Familie als „Persona non grata“ verheimlicht wurde . Vereint durch die Trauer über den Verlust des als Künstler sehr bekannten Onkels entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft, die sich gegen alle Widerstände behauptet und am  Ende eine Familie wieder zusammen finden lässt.  ⭐️⭐️⭐️ ⭐️ ⭐️
3

Ne, das war leider kein Highlight. Hatte es nach den ersten 20 Seiten als solches vermutet, aber leider nein. Nichte, June, trauert um ihren an Aids verstorbenen Onkel, Finn, lernt dessen Lebenspartner, Tobey, kennen und es entwickelt sich eine besondere Freundschaft. Dabei kommen auch so einige Geheimnisse ihrer Mutter ans Licht und warum June Tobey all die Jahre nicht kennenlernen durfte. Außerdem ist da noch die Schwester, Greta, die irgendwie grad mit sich zu kämpfen hat und einfach nur ein Biest ist. Und das Porträt von den zwei Mädchen, kurz vor dem Tod von Onkel Finn gemalt. Ja, klingt echt interessant, aber war dann leider doch nur mittelmäßig. Lässt sich zwar super lesen, aber irgendwie war es mir zu gewollt. Manches zu viel, anderes zu wenig. Kann man lesen, muss man aber nicht.

5

Wow- love it

Dieses Buch scheint man zu mögen oder nicht… ich fand’s super. Wer gut erzählte Familiengeschichten mag, in denen es um Liebe, Verletztheit, Missverständnisse, Neid,gönnen können, Vergebung geht, kann zugreifen. Es geht um ein erwachsenes Geschwisterpaar- Bruder und Schwester. Beides Künstler, wovon aber nur er den Traum gelebt hat. Die Schwester ist Buchhalterin geworden und hat eine Familie gegründet. Ihre Jüngste ist dem an aidserkrankten Onkel sehr nah, auch über dessen Tod hinaus. Mir hat gefallen, dass der von allen geliebte Onkel zu Beginn noch lebt. Wie jeder mit der Trauer umgeht, wie mit dem totgeschwiegenen Ehemann umgegangen wird. Das Buch ist ein ruhiger Fluss- mit einigen Stromschnellen- wie das Leben so ist… In der onleihe zu finden!

5

Dieser Einzelband wurde mir in der Onleihe vorgeschlagen und weil ich den Titel interessant fand, wollte ich es unbedingt lesen. Worüber ich sehr froh bin, denn es ist eines meiner absoluten Jahreshighlights geworden! 🫶🏼 Es ist eine Geschichte über Verlust, Trauer und Einsamkeit - gleichzeitig aber auch über Verbundenheit, Freundschaft und Familie. June hat ihren Onkel verloren und ihre ganze Familie geht unterschiedlich damit um. Ihre Schwester Greta und sie verstehen sich nicht besonders gut, was viele Gründe hat, obwohl sie früher eine sehr enge Beziehung hatten. Auch mit ihren Eltern ist es schwierig, aber hier muss ich sagen, dass ich die Mutter auch sehr toxisch finde, weil sie sich sehr unfair gegenüber June verhält. Sie sagt ihr, dass June kein Recht habe, traurig über Finns Tod zu sein, sondern dass sie mehr Grund hätte, zu trauern, weil sie seine Schwester gewesen ist. Das finde ich ihrer Tochter gegenüber als sehr unfair, verletzend und auch unlogisch, denn so funktioniert Trauer nicht. Zumal sie die Mutter ist, die eine gewisse Reife hat, und June ist bloß eine Jugendliche, die sehr an ihrem Onkel hängt. Man erfährt später zwar mehr darüber, warum sich die Mutter so verhält, wie sie es tut, aber ich finde ihr Verhalten trotzdem nicht in Ordnung. Greta ist auch alles andere als nett, aber sie ist selbst erst 16 und hat ihre eigenen Probleme. Hier kann ich einfach mehr Verständnis aufbringen. Der Vater sagt nicht sehr viel, sondern hält sich meistens aus allem raus, was nicht unbedingt so vorteilhaft ist. Die ganze Familiendynamik ist sehr komplex und schwierig, aber am Ende raufen sich alle nochmal zusammen und reden wieder mehr miteinander. June ist ein sehr spannender Charakter, weil sie sehr introvertiert ist und in ihrer eigenen Welt lebt. Ihre Gedanken- und Gefühlswelt empfand ich als sehr spannend und ich habe mich sehr mit ihr identifizieren können, weil es mir in manchen Aspekten sehr ähnlich geht. Toby mochte ich auch sehr, obwohl er nicht so viel über sich preisgibt und manche Fragen bis zum Schluss offen bleiben. Alles in allem ein total schönes Buch, das mir bestimmt in Erinnerung bleiben wird.

3.5

"Sag den Wölfen, ich bin zu Hause" von Carol Rifka Brunt ist ein Roman, an den ich ziemlich hohe Erwartungen hatte, die aber leider nicht so ganz erfüllt wurden. Obwohl mich der eher poetisch- und bildhaft-anmutende Schreibstil fesseln konnten, gab es doch einige Längen und andere kleinere Kritikpunkte. Z.B. deutet der Klappentext eine Geschichte über Trauer und Verlust an, doch das empfand ich als gar nicht so zentral. Vielmehr ging es um den Konflikt zwischen June und ihrer älteren Schwester Greta und die emotionale Distanz zu ihren Eltern. Gretas Gefühlswelt konnte ich auch nicht ganz nachvollziehen, gerade weil sie älter ist, hätte ich bei ihr etwas mehr Tiefgang erwartet. Für mich war der Kontrast zwischen den Schwestern ein wenig zu stark.

5

Es ist jetzt gut ein halbes Jahr her, dass ich das Buch „Sag den Wölfen, ich bin zu Hause“ von Carol Rifka Brunt gelesen habe. Und eigentlich ist es ein kleine Schande, dass ich erst jetzt dazu komme, meine Meinung zu diesem wunderbaren Buch zu veröffentlichen, auch wenn der vergleichsweise große Zeitraum seit dem Lesen meiner Meinung zu dem Buch keinen Abbruch getan hat. Ich liebe die Geschichte und die Figuren so sehr, sie sind nach wie vor noch sehr präsent und ich bin mir sicher, dass ich irgendwann einen Re-Read starten werde. Für mich bislang das beste Buch, das ich in diesem ersten Halbjahr 2024 gelesen habe. Die Geschichte von June und ihrer Familie hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Der Tod ihres Onkel Finn, dem Bruder der Mutter, ist ein Wendepunkt im Leben der gesamten Familie, vor allen Dingen für June, die mit ihrem Patenonkel den wichtigsten Halt, die wichtigste Bezugsperson in ihrem Leben verloren hat. Ihre zwei Jahre ältere Schwester Greta ist ihr in dieser Situation allerdings so gar keine Hilfe. War das Verhältnis zwischen den beiden Schwestern früher noch ein gutes gewesen, so ist es zum aktuellen Zeitpunkt, da beide Schwestern in der Pubertät sind, wirklich getrübt. Und genau vor dieser Ausgangssituation hatte ich Angst, denn ich war mir wirklich nicht sicher, ob ich mit zwei pubertierenden Schwestern im Fokus der Geschichte zurechtkommen würde. Aber die Skepsis war unbegründet, denn ich finde beide Mädels richtig gut cargestellt und charakterisiert. Im Gegensatz zu June ist Greta zunächst das Paradebeispiel einer pubertierenden Göre. Sie ist fürchterlich sehr anstrengend, eine böse Zicke und ging mir zeitweise mächtig auf den Geist. June ist ein völlig anderer Typ, sie ist oft schrecklich allein und wird zusätzlich von ihrer Schwester ziemlich untergebuttert, auch wenn schwesterliches Gezicke in diesem Alter eigentlich ziemlich normal ist. Da ich aber selbst die kleine Schwester bin, konnte ich sehr gut mit June mitfühlen und wollte so oft in das Buch kriechen und sie einfach nur in den Arm nehmen. Dieser Fokus auf June hat sich im Laufe des Buches geändert, denn die Autorin hat es wunderbar verstanden, den Blick des Lesers auf die ganze Familie zu erweitern. Denn auch wenn June im Mittelpunkt des Romans steht, da sie auch diejenige ist, die sich mit Toby anfreundet, dem Unbekannten, der auf Finns Beerdigung auftaucht und auf den die Eltern nicht gut zu sprechen zu sein scheinen, müssen sie alle mit Finns Tod klar kommen. Die Mutter hat den Bruder verloren, mit dem sie in der Kindheit und Jugend ein enges Verhältnis hatte und auch Gretas Leben als neuer Star in der Schultheatergruppe ist nicht nur eitel Sonnenschein. Gerade Greta, so anstrengend sie auch sein mag, ist ein toller – wenn auch sperriger und nicht immer angenehmer – Charakter. Ich mochte die sich ständig verändernde Dynamik zwischen den Figuren extrem gerne, zwischen Greta und June, zwischen den Kindern und den Eltern oder auch zwischen June und Toby. Das Buch wirkte dadurch sehr lebendig und die Figuren sehr echt, so dass ich sehr nah an sie rankommen konnte und irgendwie mit allen sehr gut mitfühlen konnte. Dass ich mein Herz ein wenig an Toby verloren habe … gut das mag Geschmacksache sein, denn meine Leserunden-Partnerin war nicht wirklich mit ihm einverstanden. Aber für mich war Toby einfach nur toll, klar, auch er war nicht perfekt und hat sicherlich auch Dinge gemacht, die nicht jede*r gutheißt, aber für mich war er der Herzensmensch der Geschichte. Wenn ich mir den Text meiner Rezi bis hierhin durchlese, habe ich das Gefühl, dass ich meine Begeisterung gar nicht richtig in Worte fassen kann. Vieles von meiner Begeisterung erklärt sich irgendwie auch erst, wenn man genauer auf manche Details, besondere Szenen, Gespräche schaut, die ich hier aus Spoiler-Gründen natürlich nicht näher beleuchten kann. Trotzdem möchte ich kurz erwähnen, dass ich froh bin, dass mich das Buch nicht zerstört hat, denn zumindest in einer Hinsicht war klar, was passieren wird. Aber diese bestimmte Szene ist von der Autorin so gut erzählt worden. Und außerdem: wie grandios gut ist denn bitte die Sache mit dem Portrait von June und Greta – Finns letztem Gemälde – gelöst worden. Ich habe das so gefeiert und wie gerne hätte ich das Bild hier in meiner Wohnung hängen zusammen mit dem letzten Foto aus „Das mangelnde Licht.“ Auch wenn ich der Meinung bin, dass mir das Buch viel mehr gegeben hat, als ich vom Klappentext erwartet hatte und dem Buch letztlich mit seinen knapp 450 Seiten eigentlich nichts gefehlt hat, war es dennoch viel zu kurz. Und das einfach nur, weil ich diese wunderbaren, so echten Figuren einfach nicht loslassen wollte.

5

Eigentlich war ich vor allem ganz oft wütend. Vielleicht kann man das nur verstehen wenn man sich als Teen auch als Fremdkörper in der eigenen Familie gefühlt hat. Aber auch über die Art und Weise wie über Aids-Kranke gesprochen wurde, welche Vorurteile und Stigmatisierungen auf die Erkrankten wartete. Ehrlicherweise nerven mich Coming of Age Romane inzwischen oft. Aber June. June war mir ganz nah. Und ich glaube als Teenagerin hätte ich mich ihr sogar noch näher gefühlt. June muss mit ihrer Trauer umgehen und fühlt sich darin ziemlich alleine gelassen. Und aus ihrem Blick heraus, versucht niemand auch mal ihre Gefühle zu sehen und anzuerkennen, das die Beziehung zu ihrem Onkel genauso echt und wichtig war, und damit sie auch jedes Recht zur Trauer hat. Stattdessen scheinen alle um sie herum vor allem eifersüchtig auf genau diese enge Beziehung zu sein. Auch deshalb musste Junes Freundschaft zu Tobiy zwangsläufig eine besondere werden. Nur er versteht wirklich, wie sie sich fühlt. (Egal ob das wirklich stimmt oder nicht. Aber ich finde auch sehr objektiv, das Junes Familie nicht viel dafür tut, damit Finns Tod eine echte Rolle spielen kann.) Grace und June sind ein schwieriges Geschwisterpärchen. Aber eines das ich sehr realistisch fand. Es ist nun mal so, das eine Geschwisterbeziehung nicht immer so harmonisch ist, wie manche Autor:innen das gerne darstellen. Manchmal hasst man sich (und ja, das ist dann echt und eben nicht aus einer gekränkten Laune heraus.) und gerade Grace tut leider auch sehr vieles, das die negativen Gefühle ihr gegenüber mehr als gerecht fertigen. Ich gebe zu ich wäre in mancher Hinsicht nachtragender als June 😅 Ich fand das wohl vor allem niemand wirklich miteinander spricht. Dinge werden verdrängt und vieles passiert genau deshalb. Mir hat es einfach so so sehr gefallen. Der melancholische Stil hat mich sehr abgeholt und ich fand Finns und auch später Tobies Beziehung zu June sehr besonders. Es ist oft so. Irgendwann braucht man einen Erwachsenen der einen ernst nimmt und einem das Gefühl gibt gehört zu werden. Nicht immer sind das die Eltern. Manchmal auch, weil sie in dem Moment nicht da sein können. In Junes Fall, weil sie manches nicht wissen oder Aufgrund der eigenen Meinung und Erfahrungen nicht sehen können, wie es in June aussieht.

4.5

Ein gutes Buch. Berührend, einfühlsam, interessante Geschichte.

5

Es gibt Romane, in denen geht man so rettungslos verloren, dass man eine grundlegende Tatsache vergisst: die Charaktere sind nicht mehr und nicht weniger als das – nur Charaktere, in Worte gepresste Fiktion. Der Verstand weiß natürlich, dass sie genauso wenig 'echt' sind wie ihre Emotionen, aber das Herz spürt dennoch den Widerhall erdachten Glücks und erdachten Leids, wie Vibrationen einer tief tönenden Glocke. Ich habe mitgefiebert, mitgelitten, mitgehofft, mitgetrauert. Ich habe mich über Ungerechtigkeiten empört. Und ja, ich habe geweint. Bitterlich. Untröstlich. Wenn ich jetzt an bestimmte Szenen denke, spüre ich immer noch das heiße Brennen hinter den Augen. Wenn eine fiktive Geschichte dermaßen starke Emotionen beim Leser auslöst, dann sind diese mehr als fiktiv – dann nimmt man etwas mit in sein Leben, das bleibt. Vor allem aber habe ich das Buch geliebt, weil es so unglaublich authentisch ist. Die Emotionen, die es erzeugt, erzeugt es nicht durch billige Effekthascherei. Es drückt nicht mit kitschigem Pathos auf die Tränendrüsen – die Szene, die mich am meisten mitgenommen hat, wird in ruhiger, fast schon schlichter Sprache erzählt. Auch, wenn das Buch manchmal wehtut, ich würde es nicht umschreiben wollen. So, wie es ist, ist es für mich perfekt. Obwohl es auf den ersten Blick hauptsächlich um Trauer geht, kristallisieren sich nach und nach andere Themen heraus:Vergebung. Freundschaft. Familienzusammenhalt. Nicht nur für June und ihre Schwester Greta ist es ein Entwicklungsroman, auch die Erwachsenen in ihrem Leben müssen wachsen an dem, was sie erleben. Fast jeder muss Dinge loslassen und sich in anderen Dingen neu erfinden Und es geht um Aids, denn die Geschichte spielt zu einer Zeit, als man noch kaum etwas darüber wusste. Ich kann mich an diese Zeit erinnern: es gab keine wirksamen Medikamente, die Menschen waren verunsichert, viele glaubten, man könne sich schon durch einen Händedruck anstecken... Manche waren sogar der Ansicht, die Krankheit sei die 'gerechte Strafe' für Homosexuelle. "...bevor ich mich versah, hatte sie den Mistelzweig hervorgeholt und hielt ihn mit einer Hand hoch. Sie zog damit einen Bogen über unsere Köpfe, als schneide sie die Luft, als halte sie mehr in der Hand als ein Stückchen Ast aus Weihnachtsgrün und Beeren. Finn und ich blickten beide nach oben, und mein Herz zog sich zusammen. Für einen kurzen Augenblick, der vielleicht so lange währte wie ein Sandkorn im Stundenglas oder ein Tropfen in einem undichten Wasserhahn, trafen sich unsere Blicke, und Finn, mein Onkel Finn, durchschaute mich – zack – einfach so. In diesem winzigen Sekundenbruchteil erkannte er, dass ich Angst hatte, und er senkte meinen Kopf leicht nach unten und küssste mich mit einer so sanften Berührung auf den Scheitel, dass es sich eher anfühlte wie ein landender Schmetterling." (Zitat) Die Charaktere zeigen mehr und mehr eine große Tiefe. Die Geschichte wird aus Sicht der 14-jährigen June erzählt, die einen erstaunlich feinen Blick auf das Leben hat. In glasklaren Worten erklärt sie sich im Grunde selber ihre Welt, und das liest sich mal poetisch, mal spannend. Junes Schwester Greta und die Mutter der Mädchen machen es dem Leser manchmal nicht leicht. Ich habe mehr als einmal wütend umgeblättert, aber je besser June ihre Beweggründe versteht, desto deutlicher konnte ich sie nachvollziehen. Die Fassade bricht nach und nach auf, und dahinter zeigen sich alte emotionale Wunden und verletzte Einsamkeit. Auch, wenn es nach einem Klischee klingt: ich konnte das Buch kaum weglegen. Manchmal hätte ich mir gewünscht, in die Geschichte eingreifen oder die Zeit für die Charaktere zurückdrehen zu können. Für ein paar Stunden waren diese mehr für mich als Zeichen auf Papier - und sogar jetzt ertappe ich mich bei dem Gefühl, Freunde zu vermissen. | FAZIT | Die 14-jährige June liebt ihren Onkel Finn – mehr, als eine Nichte ihren Onkel lieben sollte, sie versucht jedoch, sich das nicht anmerken zu lassen. Aber Finn hat Aids, und als er stirbt, fühlt June sich vollkommen verloren mit ihrer Trauer; keiner scheint zu verstehen, wie tief Finns Tod sie erschüttert hat. Und der eine Mensch, dem es genauso geht, wird von ihrer Familie gehasst... Coming of Age, Familienroman, ein Buch über Trauer, Freundschaft und Liebe. Dieser Debütroman ist einiges, vor allem aber zutiefst bewegend und bittersüß.

5

Niemals hätte ich gedacht, dass mir die Geschichte der 14-jährigen June und ihrer 2 Jahre älteren Schwester so tief berühren könnte. Ausführliche Rezi folgt

4.5

Ein emotionales Buch über Freundschaft und Liebe und Familie und Verlust aus der Sicht eines 14 Jahre alten Mädchens.

Ein Mädchen verliert ihren Onkel an Aids und verzweifelt an diesem Verlust und an ihrem verändertem Verhältnis zu ihrer älteren Schwester. Aus dieser Situation entsteht eine neue Freundschaft, die so nicht sein darf. Ein Roman über das Erwachsen-werden, über die erste Liebe, über Verlust und Zusammenhalt. Ein großartiges, etwas melancholisches Buch, die Perspektive der 14 jährigen June ist so nah, dass man sich ihr verbunden fühlt. Man erinnert sich leicht an die Zeit dieser Schwelle zum Erwachsen werden, an welcher manches so kompliziert erscheint.

5

So berührend! Ein Herzensbuch

5

Manchmal hat man diese Bücher, bei denen man schon beim Cover und beim Titel das Gefühl hast, dass man diese unbedingt lesen sollte, und man manchmal schon im Gefühl hat, dass dieses Buch einen schwer beeindrucken wird. So erging es mir mit diesem Buch. Gefühlt an einem Tag verschlungen, habe ich das Buch doch recht schnell durchgelesen. June und Greta wohnen mit ihren Eltern in einem Vorort von New York. Als Junes Onkel Finn 1987 an Aids stirbt, bricht für June eine Welt zusammen. Sie hat mit Greta und ihrer Mutter die letzten Wochen mit Finn verbracht, der den zwei Schwestern sein letztes Bild widmet. June hat an Finns Tod doch sehr zu knabbern, hat sie doch viel Zeit mit ihm verbracht. Doch sie muss auch feststellen, dass sie Finn doch nur einseitig kennen gelernt hat, denn als sie auf und nach der Beerdigung Kontakt aufnimmt mit Toby, Finns Lebensgefährten, erfährt sie über Finn doch viel mehr, als sie erst gedacht hat. Toby teilt mit June einige Erinnerungen und verarbeitet mit ihr Finns Tod. June muss erkennen, dass sie nicht die Einzige ist, die um Finn trauert. June ist sehr fokussiert auf Finns Vergangenheit, aber auch auf die aktuelle Geschichte von Toby, so dass sie kaum anderes wahrnimmt. Ihre Eltern sind sehr mit der Abwicklung der Steuerunterlagen von Kunden beschäftigt, und somit kaum zuhause. Auch Junes ältere Schwester Greta scheint sich von June zu distanzieren, und das Verhältnis zwischen beiden ist sehr gespalten. Zudem kommt, dass Greta den Druck, den sie durch den Erfolg ihrer Schauspieltalente und erfolgreichen Theaterproduktionen hat, in Alkohol zu ertränken. Greta schafft es zwar, June hin und wieder auf Parties mitzuschleifen, die im Wald hinter der Schule stattfinden. Doch June ist in ihrer eigenen Welt so vergraben, dass sie kaum merkt, dass sie das Interesse des ein oder anderen Schulkameraden geweckt hat. Dieses Buch erzählt fast schon leise von den Gefühlen in den unterschiedlichsten Lebenslagen. Liebe ist nicht an Alter, Geschlecht oder bestimmte Menschen gebunden. Liebe kann jeden treffen, in jedem Alter. Und Liebe kann den Partner betreffen, die Familie, aber auch Freundschaften. Und wie innig diese Gefühle auch sind, sie müssen gepflegt werden, und jeder empfindet diese Gefühle anders. Auch können Gefühle in kleinen Gesten sich wieder finden, sei es ein frisch aufgebrühter Tee in einer besonderen Teekanne, ein selbst gemaltes Bild oder in kleinen Notizen. Gefühle können aber auch als Hilfeschrei in den unterschiedlichsten Situationen dargestellt werden. Carol Rifka Brunt hat in ihrem Debüt sprachlich eine Welt erschaffen, die ohne groß TamTam auskommt. Brunt beschreibt die Gefühle von zwei Schwestern, die mit der Pubertät klar kommen müssen, mit der ersten Liebe, den ersten Parties, der Schule, Freizeitverpflichtungen. Aber auch der Tod spielt eine wichtige Rolle. Wie trauern Eltern um ihre Geschwister, und wie die Kinder um ihre wichtigen Bezugspersonen? Sag den Wölfen, ich bin zuhause: Ein sehr emotionales Buch über einen Menschen, der sein Umfeld bis über den Tod hinaus geliebt hat, und versucht hat, ihnen eine lebendige Erinnerung zu schaffen mit der Bitte, sich gegenseitig aufeinander aufzupassen. Eine Familie ist nun man nichts anderes als ein Rudel, in dem jeder für den anderen da sein sollte.

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Eines meiner Lieblingsbücher, die ich 2020 gelesen habe. Ansprechend, berührend, mit Tiefgang.

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Eines meiner absoluten Lieblingsbücher! Taschentücher bereithalten! ❤️❤️❤️

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❝Was, wenn sie dort unten liegt? Was, wenn sie weint? Denn das wird sie, wenn ich sie finde. Ihre Tränen erzählen ihre Geschichte. Dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ein und dasselbe sind. Dass es von hier aus nirgendwo mehr hingeht. Zu Hause ist zu Hause ist zu Hause.❞ ⠀⠀⠀⠀⠀ Ein stilles Buch, dass sich klammheimlich in dein Herz schleicht und dort häuslich einrichtet. Die Geschichte um June, die ihren über alles geliebten Onkel Finn an AIDS verliert, entwickelt sich langsam und scheinbar unspektakulär. Das Leben nach einem schweren Verlust muss weitergehen, Trauer vermischt sich mit Alltag und das Gefühl, niemand könne nachvollziehen, wie man sich fühlt, hält Einzug. Diese schmerzliche Erfahrung muss auch June machen. ⠀⠀⠀⠀⠀ Zeitlich ist die Geschichte in den 80ern angesiedelt, 1987 um genau zu sein. Und das Buch vermittelt das Gefühl, sich auch exakt in dieser Zeit zu befinden. Die ganze Atmosphäre ist sehr stimmig, die Charaktere authentisch sowie auch die familiären Beziehungen. Insbesondere das Verhältnis Junes und ihrer Schwester fand ich äußerst treffend. Meine Gefühle während des Lesens schwankten zwischen Trauer, Hoffnung, Verzweiflung, Freude, Unverständnis, Wut…Nicht selten hatte ich einen dicken Kloß im Hals und die Buchstaben schwammen vor meinen Augen. Dieses Buch ist unglaublich gefühlvoll und poetisch geschrieben, ohne schnulzig oder prätentiös zu wirken. Es hat mich wirklich tief berührt und trotz der düsteren Thematik, hatte ich doch immer das Gefühl ein Licht im Dunkeln zu sehen auf das man sich langsam, aber sicher zubewegt.

5

wunderschöne geschichte mit liebenswerten charakteren

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5 ⭐️; klare Leseempfehlung! Die Protagonistin sind toll herausgearbeitet und man kann richtig gut in die Geschichte einsteigen.

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>>Wenn man immer dafür sorgt, dass man genau die Person ist, die man u sein hoffte, wenn man immer darauf achtgibt, dass man nur die besten Menschen kennt, dann ist es einem egal, ob man morgen stirbt.<>Manchmal verlierst du einen Menschen, um einen anderen zu gewinnen.<< ...und ich habe ein Buch schweren Herzens beendet und ein so zerbrochenes und doch hoffnungsvolles klopfendes Herz erhalten, diese Gefühle hatte ich schon lange nicht mehr so intensiv beim Lesen eines Buches! Mich hat die Geschichte rund um June und ihre Schwester Greta und natürlich die dramatische Geschichte ihres Onkels Finn und seines Partners Toby einfach von Beginn an unglaublich berührt! Das Gefühlskarussell ging hier wirklich rauf und runter. Manchmal war ich wütend, dann wieder tief bewegt, schmerzerfüllt, voller Liebe, hoffnungsvoll, zerstört … Ich kann gar nicht viel sagen, als eine absolute Leseempfehlung auszusprechen und, das es sich von ganzem Herzen in die Reihe meiner Herzensbücher einreihen darf

3

Schöne Message verpackt in einer fragwürdigen Story

Klassischer Fall von falscher Erwartungshaltung. Irgendwie hatte ich durch Cover und Klappentext nicht auf dem Schirm, dass das eher ein Jugendbuch ist. Die Thematik und die Prämisse sind wichtig und gut, mit den Charakteren und der Story drumherum konnte ich leider nicht so viel anfangen

5

Toll und berührend!

4.5

Eine Überraschung, die etwas Anlauf gebraucht hat.

Ich habe eine wenig gebraucht, um mich in die Geschichte von Junie und ihrem Onkel einzufinden. Es ist eine etwas seltsame Erzählung, die mich aber doch über das Buch hinweg gefesselt hat. Am Anfang kamen mir die Schwestern in ihrem Verhalten viel zu jung vor, eher als wären sie um die 8 oder 9 und keine 14. Das hat sich aber im Verlauf der Geschichte gewandelt und die Charakterentwicklung war sehr deutlich. Die beschreibenden Elemente waren unheimlich detailliert und ich konnte mir alle wichtigen Orte, das Gemälde, die Figuren ganz genau vorstellen.

3

Gut zu lesen, Inhalt fragwürdig

Die wichtigste Person in Junes Leben ist ihr Onkel Finn. Als dieser jedoch an AIDS stirbt, bricht für June eine Welt zusammen. Doch bald öffnen sich neue Türen und eine neue Person. Die Geschichte ist gut zu lesen. An vielen Stellen habe ich mich jedoch unwohl gefühlt, da es um romantische Gefühle zwischen einer 14-Jährigen und einem erwachsenen Mann geht. So richtig aufgearbeitet wird das nicht, eher wird es wie etwas Gutes dargestellt. Darum und generell konnte ich nicht viel für mich aus diesem Buch herausziehen. Deswegen keine Empfehlung von meiner Seite aus🐺

Gut zu lesen, Inhalt fragwürdig
5

Eine sehr bewegende Geschichte über Liebe, Tod, Vertrauen und Familie.

Kurzbeschreibung / Klappentext: New York, 1987: Eigentlich gibt es nur einen Menschen, der June Elbus je verstanden hat, und das ist ihr Onkel Finn Weiss, ein berühmter Maler. Als Finn viel zu jung an einer Krankheit stirbt, deren Namen ihre Mutter kaum auszusprechen wagt, steht in Junes Leben kein Stein mehr auf dem anderen. Auf Finns Beerdigung bemerkt June einen scheuen jungen Mann, und ein paar Tage später bekommt sie ein Päckchen. Darin befindet sich die Teekanne aus Finns Apartment – und eine Nachricht von Toby, dem Fremden. Wer ist dieser Mann, der behauptet, Finn ebenso gut zu kennen wie June selbst? Zunächst ist June misstrauisch, doch dann beginnt sie sich heimlich mit Toby zu treffen, und sie erfährt, dass es gegen Trauer ein Heilmittel gibt: Freundschaft und Zusammenhalt. Meine Meinung: Diese Rezension fällt mir unglaublich schwer… nicht weil ich das Buch so schrecklich fand. Nein, ganz im Gegenteil. Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an so gepackt und mitgenommen, dass es mir einfach schwer fällt in Worte zu fassen, wie sehr mich dieses Buch beeindruckt hat. Hier wird auf so einfühlsame und fast schon eindringlich Art beschrieben wie sehr June an Ihrem Onkel Finn hängt und was sein Tod für sie bedeutet, dass ich oft Tränen in den Augen hatte. June ist ein sehr schüchternes und introvertiertes junges Mädchen, das nur bei Finn das Gefühl hat, sie selbst sein zu dürfen. Bei dem Rest Ihrer Familie, als auch bei ihren Klassenkameraden fühlt sie sich immer fehl am Platze, belächelt und einfach unverstanden. Kein Wunder also, dass Finns Tod sie extrem aus der Bahn wirft. In Ihrer Familie geht jeder sehr unterschiedlich mit diesem Verlust um und auch mit der Ursache von Finns Tod. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Geschichte zu einer Zeit spielt in der AIDS noch sehr neu ist und die Menschen teils noch sehr grausam auf Erkrankte reagieren. Als dann Toby in Junes Leben tritt verändert sich für June einiges. Sie erkennt das vieles nicht so ist/war, wie sie immer gedacht hat. Dadurch lernt sie einiges über Finn, ihre Mutter aber auch über sich! Richtig toll fand ich wie die Bande zwischen Toby und June immer enger wurden. Man konnte richtig nachempfinden, wie gut die Beiden sich getan haben und wie sehr es Ihnen in ihrer Trauer geholfen hat. Auch wenn dem Buch durchgängig eine unterschwellige Traurigkeit anhaftet, gab es doch auch Szenen die mich zum Lachen & schmunzeln gebracht haben. Und was für mich sehr wichtig ist, es hat trotz der vorherrschenden Traurigkeit eine positive Botschaft. Für mich ein absolutes Herzens-Buch! Fazit: Eine sehr bewegende Geschichte über Liebe, Tod, Vertrauen, Freundschaft und die Familie. Definitiv eine Geschichte die mich noch lange begleiten wird. Von mir gibt es voll verdiente 5 von 5 Sternen. Das Buch wurde mir von NetGalley und dem Eisele Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, was meine Meinung in keiner Weise beeinflusst hat.

5

Ein so wunderbares Buch. Ich liebe es! Und es war hervorragend vorgelesen. Es spielt im New York der Achtziger Jahre, wo die 14jährige June um ihren aidskranken Onkel trauert. Obwohl nicht viel passiert, werden die Charaktere so lebendig gezeichnet, genauso wie der Ort und die Zeit. Es ist auch deshalb ein emotional sehr spannendes Buch. Es handelt von einer ganzen Palette von Gefühlen wie Liebe, Angst, Selbsthass und Eifersucht, von Familie und Freundschaft und und und...

5

Dieses Buch hat mich mehrfach zum Weinen gebracht. Auch wenn es an einigen wenigen Stellen etwas kitschig ist: Grandios geschrieben und sehr berührend. Absolute Empfehlung

5

June ist 14 Jahre alt, als ihr Onkel Finn an AIDS stirbt. Finn war ihr großes Vorbild und ihre Welt. Doch nach seiner Beerdigung stellt sie fest, dass sie nicht die einzige war, die wichtig für Finn war und nicht die einzige, die mit dem Verlust zu kämpfen hat. Sie stellt fest, dass ihre Familie ihr Finns Freund Toby verschwiegen hat. Nach und nach lernt sie Toby kennen und schätzen. Durch ihn lernt sie Finn noch einmal neu kennen. Das Buch spielt 1987. Das zeigt sich deutlich darin, dass die Eltern Kassetten im Auto hören, Trivial Pursuit gespielt wird und das Telefon noch mit Kabel und fest installiert ist. Ich war damals genauso alt wie June, so war das Buch auch eine kleine Zeitreise für mich. Ich konnte mich super in June und ihre Gefühlswelt einfühlen. Man merkt ihr sehr deutlich an, wie unsicher sie noch ist, nicht einschätzen kann, was andere Menschen an ihr sehen und vielleicht auch schätzen. Sie selbst hält sich für sonderbar und kann es kaum glauben, dass irgendwer Interesse an ihr als Mensch haben könnte. Und dann kommt Toby, der selbst unter dem Tod von Finn leidet und es ist unklar, wer hier wenn stützt. Toby lässt June nach und nach Teile aus Finns Nachlass zukommen und zeigt ihr Seiten in Finns Leben, die bis dahin außerhalb ihrer Wahrnehmung lagen. Manch einen mag es stören, dass die 14-jährige June mit einem wesentlich älteren Mann gemeinsam unterwegs ist und dabei auch Alkohol trinkt und Zigaretten raucht. In heutigen Zeiten hat das schon etwas anrüchiges. Allerdings hatten sowohl Zigaretten als auch Alkohol in den 80gern einen ganz anderen Stellenwert als heute. Parallel dazu macht auch Junes Schwester Greta ihre ersten Erfahrungen mit Alkohol und mit dem Gefühl, Anerkennung nur dann zu bekommen, wenn sie die Erwartungen anderer Menschen erfüllt. Das Verhältnis der Schwestern ist sehr angespannt, beide haben das Gefühl, dass die andere in ihrem Leben das bessere Los gezogen hat. Mich hat das Buch sehr beeindruckt, spiegelt es doch die Gefühlswelt einer vierzehnjährigen sehr genau wieder. Ich habe mich tatsächlich auch ein bisschen in meine Jugend zurück versetzt gefühlt. Ich denke das Buch wird mich in Gedanken noch lange begleiten und ist sicher eines meiner Jahreshighlights. Daher von mir eine volle Leseempfehlung!

5

WOW, tolles Buch, sehr intensiv geschrieben

4

Ein Buch über verbotene Freundschaft, das Wunder Liebe, angsteinflößende Krankheiten und die Schwierigkeit von menschlichen Beziehungen. Im Grunde ein Buch über jeden von uns.

Carol Rifka Brunt hat mit diesem Roman ein beeindruckendes Debüt vorgestellt. Mit einem wunderbaren Schreibstil und einer eindringlichen, klaren Sprache erzählt sie die emotionale Familiengeschichte rund um die 15jährige June. Die Charaktere sind gut gezeichnet, lebensecht. So konnte ich mich stets in die Gefühlswelten hinein versetzen. "Sag den Wölfen, ich bin zu Hause" ist ein Buch, das einem im Gedächtnis bleibt. Absolute Leseempfehlung!

4

Etwas schwerere Kost als sonst aber zur Abwechslung mal wieder sehr willkommen. Man denkt es geht nur um Aids und das Ableben von Junes Onkel Finn. Aber es geht um so viel mehr. Wie 2 (und eigentlich mehr) Charaktere mit dem Tod eines geliebten Menschen umgehen. Geschwisterbeziehungen und wie sich sich entwickeln und welche Auswirkungen kleine Entscheidungen haben können. Das Erwachsenenwerden und das Finden seines Platzes in der Welt. Carol Rilka Brunt hat ein sehr wertvolles Buch geschrieben. Vielen Dank. &#x1f495;

4

Hat mir wirklich gut gefallen!

5

Wie ich bei diesem Buch genau anfangen soll, ist mir bis jetzt ein Rätsel… Der Roman „Sag‘ den Wölfen, ich bin zu Hause“ von Carol Rifka Brunt ist ein New-York-Times Bestseller und endlich auch bei uns erhältlich. Das Hardcover aus dem Eisele-Verlag (von welchem ich über die Plattform NetGalley das Rezensionsexemplar bekommen durfte) umfasst 448 gefühlvolle Seiten. Ich habe das Buch in der E-Book Variante gelesen, welche ebenfalls am 23.02.2018 erschien. Es ist sehr schwer den Inhalt des Buches kurz und prägnant zusammen zu fassen. Man möchte dazu so viel sagen, aber auch wiederum nicht. Denn jeder Leser soll sich einfach in die Geschichte fallen lassen. In Brunts Roman geht es um die 15 jährige June Elbus, welche in den späten 80er Jahren mit ihrer Schwester Greta ganz normal bei ihren Eltern aufwächst. Eigentlich waren die Schwestern auch immer sehr gute Freunde, doch allmählich trennen sich ihre Wege. Greta ist eher aufgeweckt und will die ganze Welt sehen, June hingegen ist eine Träumerin. Die beiden Mädchen besuchen aber ihren Patenonkel Finn jeden Sonntag, da dieser noch ein letztes Portrait von ihnen malen möchte. Denn Finn ist an AIDS erkrankt und hat nicht mehr viel Zeit. Nach seinem Tod stürzt June in ein tiefes Loch. Sie steht ganz allein in dieser Welt, in der sie niemand versteht. Doch das soll sich alles verändern. Ein absolut herzzerreißender Roman, bei dem ich nicht so ganz weis wie ich es zusammen fassen soll. Es geht hier ein bisschen um Trauerbewältigung, um Akzeptanz und um ganz viele Gefühle. In diesem Buch wurde es geschafft einem all diese Dinge gleichzeitig so zart zu präsentieren… Mir fehlen wirklich die Worte. Ich werde dieses Jahr das Buch sicherlich noch ein Mal lesen, vielleicht klären sich die Gedanken dazu dann ein bisschen und ich werde noch einmal ein paar Worte dazu fallen lassen.

5

Für mich ein 5 Tränen Buch.... großartig!

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Fand es ganz unterhaltsam.

Sie malt sich aus, wie es wäre, wenn ihr Onkel sie küssen würde? Nein, danke.

5

Da ist es, mein erstes Highlight in diesem Jahr. Dieses Buch hat mich so abgeholt und berührt. Ein 5 Tränen Buch für mich!

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Zum Buch: Die Geschichte spielt Ende der 80er Jahre in Amerika und wird aus der Sicht der 14-jährigen June behandelt, die ihren Onkel Finn über alles liebt. Nur leider ist dieser an AIDS erkrankt und wird sterben. Als seine letzte Aufgabe sieht er es ein Portrait von June und ihrer Schwester zu malen. Als Finn dann verstirbt bricht für June eine Welt zusammen. Gepaart mit ihrem Schmerz muss sie auch Erfahrungen machen, was die Leute zur damaligen Zeit glauben, wie sie sich mit dieser Krankheit anstecken können. Unwissenheit schützte vor Torheit nicht. Fazit: Das Cover des Buch finde ich sehr ansprechend gestaltet, das Spiel mit den grünen Farben und dem schwarzen Hintergrund finde ich gut gewählt. Das Buch behandelt ein äußerst wichtiges Thema zur damaligen Zeit. Die Story hat mich jedoch leider überhaupt nicht abholen können. Ich bin so gar nicht mit dem Buch warm geworden und auch emotional hat es mich nicht berührt (wenn ich jetzt an das Buch denke, welches ich danach gelesen habe). Die Erzählungen und Erfahrungen von June ziehen sich wie Kaugummi über die erste Hälfte des Buches, ich fand es stellenweise extrem langatmig und meine Enttäuschung wurde immer größer, da es so hochgelobt wurde. Der Schreibstil war an manchen Stellen marginal spannend, an anderen wieder wie ein lahmendes Pferd, das nicht weiterkommt. Leider hat es mich an keiner Stelle so richtig gefesselt. Erst im zweiten Drittel kam die Story etwas in Fahrt, als es zwischen June und ihrer Schwester, den Eltern und Toby zu Ereignissen kommt. Doch selbst das fand ich jetzt nicht überragend spannend. Das Ende ist tragisch, war aber vorhersehbar. Ich bin zwar kein Buchkritiker der Times, kann aber nicht nachvollziehen wie es „Zum Besten Buch des Jahres 2019“ gewählt werden konnte, da gibt es für meinen Geschmack bessere Bücher (z. B. Die Farbe von Milch). Alles in allem ein solides Buch, dass mich diesmal leider nicht catchen konnte. Da ich mich mega darauf gefreut hatte und so dankbar war, dass die Pressestelle es mir zur Verfügung gestellt hat, war meine Enttäuschung natürlich groß, dass das Buch und ich nicht so harmoniert haben - vielleicht sind aber andere Leser*innen total überzeugt, das würde ich mir wünschen. Und ich bin mir sicher, beim nächsten Mal klappt es wieder, denn ich liebe die Eisele Bücher und die nächsten zwei Rezi-Exemplare sind schon in den Startlöchern. Von meiner Seite 3,5/5 Sternen.

3

Immer wenn mir ein Buch, das reihenweise nur die besten Bewertungen erhalten hat, nicht oder nicht besonders gefällt, fühle ich mich ein wenig seltsam. So geht es mir auch bei diesem Roman. Eigentlich fühlte ich mich durch die Thematik (eine Außenseiterin, AIDS und ein geheimnisvolles Gemälde) ein wenig an John Green erinnert, dessen Bücher ich sehr gerne lese. Doch "Sag den Wölfen, ich bin zu Hause" war viel melancholischer, was ich jetzt keineswegs als negativ darstellen möchte. Ich fand nur leider keinen wirklichen Zugang zu den Charakteren und fand auch Junes Beziehung zu ihrem Onkel und später zu Toby ein wenig sonderbar. Auch die Rolle von Junes Mutter und Greta schienen mir zu konstruiert. Ich fand das Buch insgesamt eher durchschnittlich und kann die ganzen überschwenglichen Rezensionen leider nicht ganz nachvollziehen.

5

Viele meiner Freunde haben das Buch als Kitsch bezeichnet, als sie das Cover sahen und den Klappentext durchgelesen haben. Und ich verstehe nicht wieso. Kitsch ist doch, wenn Liebe als herablassend und unsentimental beschrieben wird. Das ist hier aber so ganz und gar nicht der Fall. Ich finde das Buch großartig. Das Ende war zwar etwas vorhersehbar, zumindest was den einen Charakter betrifft, der so ca im zweiten Viertel des Buches neu dazu kommt, aber was hier am wichtigsten ist, sind die Charakterentwicklungen und was sie alles mit der Zeit dazu lernen. Außerdem hat das Buch 11 Seiten in meinem Zitate-Heft bekommen. Die Zitate hier sind echt großartig! (~ 2020 gelesen und Review geschrieben, nur vergessen hier zu posten.)

5

Das Buch hat mich so berührt. Es ist so zart und voller leiser Liebe (und anderer Gefühle).

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