Neue Vahr Süd
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Description
Und während Frank – noch immer rätselnd, wie es so weit kommen konnte – in der Kaserne strammstehen, Hemden auf Din-A-4 falten und durchs Gelände robben muss, streiten seine Freunde für ihre Version der proletarischen Weltrevolution, gegen Militär und Aufrüstung und um die energische Sibille, ohne diese allerdings vorher nach ihrer Meinung gefragt zu haben. Hin- und hergerissen zwischen Auflehnung und Resignation kämpft Frank Lehmann hart am Abgrund und mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln für eine eigene, würdige Existenz zwischen zwei widersprüchlichen Welten.
Book Information
Author Description
Sven Regener ist Musiker (Element of Crime) und Autor von Herr Lehmann (2001), Neue Vahr Süd (2004), Der kleine Bruder (2009), Meine Jahre mit Hamburg-Heiner (2011), wofür er 2012 mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet wurde, Magical Mystery und Die Rückkehr des Karl Schmidt (2013), Wiener Straße (2017), Glitterschnitter (2021) und zuletzt Zwischen Depression und Witzelsucht (2024). Seine Bücher sind allesamt als ungekürzte Autorenlesungen bei tacheles! erschienen. In der Reihe Autoren lesen Autoren interpretiert Sven Regener die Werke Franz Kafkas.
Posts
Bevor Herr Lehmann nach Berlin kam, kämpft er mit der Bundeswehr. Sven Regener erzählt auf humorvolle, zuweilen etwas ausschweifende Art vom Wehrdienst Mitte der 80er und der (verpassten) Möglichkeit der Verweigerung desselben. Wie in einem Idiotenstadel geht's da zu und das sorgt für Erheiterung, führt aber auch zur bangen Frage, was passiert, wenn diese Truppe mal gebraucht würde. Mag sein, dass dieser alte Hut der Kriegsdienstverweigerung leider wieder aktuell wird.
Speditionskaufmann ist Frank Lehmann. Doch eigentlich hat er das schon abgeschlossen, denn er muss zum Bund. Das Verweigern hat er irgendwie vergessen, obwohl er sich gar nicht vorstellen kann, wie man das überhaupt vergessen kann. Und das Ausziehen bei den Eltern hat er auch irgendwie vergessen. Durch einen Zufall wird er dann Mitglied der WG von Martin Klapp, Achim und Ralf. Die Zeit beim Bund hat mindestens ebensoviele absurde Momente wie das Leben in der Bremer Wohngemeinschaft, zumal es immer neue Mitbewohner gibt und damit immer neue Grabenkämpfe. Doch "irgendwie" kommt Frank durch das ganze Chaos, sogar das mit Sibille. Frank Lehmann, den wir schon als Herr Lehmann aus dem gleichnamigen Erstlingswerk von Sven Regener kennen, ist hier noch ein paar Jahre jünger. Aber er ist auch schon der liebenswerte Querulant, der sich an Alltäglichkeiten festbeissen kann die uns nur am Rande auffallen würden. Die Beschreibung der Absurditäten der Grundausbildung ist dem Autoren sehr gut gelungen, ich habe mich regelmäßig an diese bizarre Zeit erinnert gefühlt. Wirklich was feines!
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Und während Frank – noch immer rätselnd, wie es so weit kommen konnte – in der Kaserne strammstehen, Hemden auf Din-A-4 falten und durchs Gelände robben muss, streiten seine Freunde für ihre Version der proletarischen Weltrevolution, gegen Militär und Aufrüstung und um die energische Sibille, ohne diese allerdings vorher nach ihrer Meinung gefragt zu haben. Hin- und hergerissen zwischen Auflehnung und Resignation kämpft Frank Lehmann hart am Abgrund und mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln für eine eigene, würdige Existenz zwischen zwei widersprüchlichen Welten.
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Sven Regener ist Musiker (Element of Crime) und Autor von Herr Lehmann (2001), Neue Vahr Süd (2004), Der kleine Bruder (2009), Meine Jahre mit Hamburg-Heiner (2011), wofür er 2012 mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet wurde, Magical Mystery und Die Rückkehr des Karl Schmidt (2013), Wiener Straße (2017), Glitterschnitter (2021) und zuletzt Zwischen Depression und Witzelsucht (2024). Seine Bücher sind allesamt als ungekürzte Autorenlesungen bei tacheles! erschienen. In der Reihe Autoren lesen Autoren interpretiert Sven Regener die Werke Franz Kafkas.
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Bevor Herr Lehmann nach Berlin kam, kämpft er mit der Bundeswehr. Sven Regener erzählt auf humorvolle, zuweilen etwas ausschweifende Art vom Wehrdienst Mitte der 80er und der (verpassten) Möglichkeit der Verweigerung desselben. Wie in einem Idiotenstadel geht's da zu und das sorgt für Erheiterung, führt aber auch zur bangen Frage, was passiert, wenn diese Truppe mal gebraucht würde. Mag sein, dass dieser alte Hut der Kriegsdienstverweigerung leider wieder aktuell wird.
Speditionskaufmann ist Frank Lehmann. Doch eigentlich hat er das schon abgeschlossen, denn er muss zum Bund. Das Verweigern hat er irgendwie vergessen, obwohl er sich gar nicht vorstellen kann, wie man das überhaupt vergessen kann. Und das Ausziehen bei den Eltern hat er auch irgendwie vergessen. Durch einen Zufall wird er dann Mitglied der WG von Martin Klapp, Achim und Ralf. Die Zeit beim Bund hat mindestens ebensoviele absurde Momente wie das Leben in der Bremer Wohngemeinschaft, zumal es immer neue Mitbewohner gibt und damit immer neue Grabenkämpfe. Doch "irgendwie" kommt Frank durch das ganze Chaos, sogar das mit Sibille. Frank Lehmann, den wir schon als Herr Lehmann aus dem gleichnamigen Erstlingswerk von Sven Regener kennen, ist hier noch ein paar Jahre jünger. Aber er ist auch schon der liebenswerte Querulant, der sich an Alltäglichkeiten festbeissen kann die uns nur am Rande auffallen würden. Die Beschreibung der Absurditäten der Grundausbildung ist dem Autoren sehr gut gelungen, ich habe mich regelmäßig an diese bizarre Zeit erinnert gefühlt. Wirklich was feines!













