Swans Song: Nach dem Ende der Welt
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Die amerikanische Originalausgabe Swan Song erschien 1987. Für die deutsche Ausgabe, die 2015 im Festa Verlag erschien, wurde das Buch in zwei Bände geteilt. Leider gibt es die Bücher nur noch als Ebooks zu kaufen. Für eine Neuauflage wäre ich sehr dankbar, denn ich hätte diese überaus genialen Bücher gerne in meinem Regal stehen. 😍 Meine Meinung Der erste Band beginnt mit dem Fall der Bomben und ich befinde mich sofort mitten im Atomkrieg. Danach ist die Welt eine andere, alles ist zerstört, wüst und ohne jegliche Vegetation. Die Überlebenden sind so wie die ganze Umgebung verstrahlt. Ich bin mitten im atomaren Winter angekommen und entsprechend eiskalt wurde es mir beim Lesen und Hören. Denn das alles ist sehr plastisch beschrieben und ich sah alles wie einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen. Die Geschichte wird aus der Perspektive mehrerer Charaktere erzählt, die sich zu Anfang nicht kennen und nach und nach im Laufe beider Bände aufeinander treffen. Besonders beeindruckt war ich von Sister Creep und Swan, die im Laufe der Handlung eine enorme Entwicklung durchmachen. Aber auch die Charaktere, die ihnen zur Seite stehen und sie begleiten, sind gut umgesetzt und sympathisch, so dass ich mit ihnen mitfiebern konnte. Die Antagonisten hingegen habe ich geradezu gehasst. Sie sind in ihrer Fiesheit so überzeugend dargestellt, dass es mir bei einigen Szenen eiskalt den Rücken herunterlief. Das Szenario ist sehr realistisch beschrieben, nichtsdestotrotz gibt es phantastische und übernatürliche Elemente. Für mich ein interessanter Genremix aus Endzeit Thriller und Horror. Aber das gefällt vielleicht nicht jedem. Fazit Swans Song ist einer der genialsten Endzeit Thriller, die ich je gelesen habe und ein echtes Lesehighligt. Die atomare Apokalypse ist so eindrücklich und bildgewaltig beschrieben, wie ich es selten erlebt habe. Schon ab der ersten Seite ist die Handlung absolut mitreißend erzählt und ich war sofort im Buch versunken und konnte es kaum noch aus der Hand legen. Von mir gibt es eine Lesempfehlung für alle Endzeit Fans und 5 von 5 🐈⬛ Allzu zart besaitet sollte man aber nicht sein, da es doch zuweilen recht blutig und eklig wird. 🔪🔪🔪💣☢️

"Der nukleare Winter senkt sich wie ein Leichentuch über die verkohlte Erde"
Nun, zu Beginn des Buches war ich mir nicht ganz sicher, ob die Geschichte zum richtigen Zeitpunkt in meinen Händen landete. Ich kam nur schleppend voran und bezweifelte das mir die Story irgendwann gefallen würde. Doch je weiter ich las, desto begeisterter war ich. Ab dem Zeitpunkt der nuklearen Katastrophe war ich total gefangen. Ich liebe Bücher, die sich mit postapokalyptischen Themen befassen - und hier werden verschiedene Erzählstränge zu einem großen Ganzen zusammengeführt. Wir begleiten nicht nur die neunjährige Swan, sondern auch unter anderem Sister Creep und Roland Croninger - unterschiedliche Perspektiven, unterschiedliche Schicksale. Sie alle befinden sich an verschiedenen Orten der bombardierten USA. Wir erleben Leid, Verwirrung, Verzicht und Verlust - aber auch wachsendene Zuversicht, innere Stärke und den Willen zu überleben. Was für Auswirkungen das auf das Innenleben der Protagonisten hat, fand ich sehr interessant. Jeder Mensch verfällt wohl in solchen Situationen in ein gewisses Extrem und Robert McCammon hat das hier unglaublich gut ausgearbeitet. Die Story hat auch einen gewissen übernatürlichen Touch, der erahnen lässt, dass hier noch ein gewaltiger Kampf von "Gut gegen Böse" folgen wird. Der zweite Teil wartet schon auf mich 🖤

Beklemmend reale Apokalypse mit starken Charakteren. Spannend bis zum Schluss, auch wenn die „Fantasy“ deplatziert wirkt
Eine kurze Recherche hat ergeben, dass der Roman hierzulande erstmals 1988 bei Knaur erschien – damals allerdings leider nur stark gekürzt (ein Schicksal, das er anfangs ja z.B.mit Stephen Kings „Das letzte Gefecht“ teilte). Umso genialer ist es, dass der Festa Verlag diesen Meilenstein der Endzeit-Literatur ungekürzt, neu übersetzt als Zweiteiler herausgebracht hat. Ein riesiges Danke an den Verlag, denn das Warten auf diese vollständige Fassung hat sich absolut gelohnt! Der inhaltliche Vergleich mit Kings „The Stand“ ist damit umso unvermeidlicher und, ehrlich gesagt, auch verdient. Beides sind ausufernde postapokalyptische Epen, die auf einem fundamentalen Kampf zwischen Gut und Böse aufbauen. Beide bevölkern ihre verwüsteten Landschaften mit einer Riege zutiefst menschlicher Überlebender, und beide schaffen es, einen die Wucht einer Welt spüren zu lassen, die einfach aufgehört hat zu existieren. Aber „Swans Song“ ist keine bloße Imitation. McCammon hat etwas mit ganz eigener Identität, eigener Brutalität und einer ganz eigenen, still verheerenden Eigendynamik geschaffen. Die Ausgangslage ist düster: ein Atomkrieg zwischen den USA und der Sowjetunion. Keine großen Erklärungen, kein langes geopolitisches Vorgeplänkel – die Bomben fallen, die Welt endet, und uns bleibt nichts anderes übrig, als uns mit den Überlebenden durch die Trümmer zu wühlen. Ein kleiner Kritikpunkt an dieser Stelle: Ein bisschen mehr Exposition zur Vorgeschichte des Konflikts, ein etwas genaueres Bild einer Welt, die am Abgrund taumelt, hätte dem, was danach kommt, noch mehr Gewicht verliehen. Doch sobald der nukleare Winter hereinbricht und die Geschichte ihren Rhythmus findet, lässt das Tempo nicht mehr nach. Was McCammon meisterhaft beherrscht, sind die Figuren. Sister Creep, Josh, Swan, Roland Croninger, Colonel Macklin – sie alle fühlen sich auf ihre jeweils eigene Art schmerzhaft real an. Niemand entwickelt hier über Nacht praktische Überlebensfähigkeiten. Niemand wird zum Helden, ohne dafür einen Preis zu zahlen. Besonders Roland ist einer der aufrichtig furchteinflößendsten Charaktere, die mir in diesem Genre je begegnet sind – sein Abstieg in den Wahnsinn wird mit einer kalten Präzision geschildert, die das Ganze nur noch verstörender macht. Und Macklin, mit seinem psychologischen Schatten-Soldaten, ist das Porträt eines zerbrochenen Geistes, das noch lange nachwirkt, wenn man die Seite längst umgeblättert hat. Die postapokalyptische Welt selbst wird gnadenlos gezeichnet: Wasser ist vergiftet, Nahrung knapp, jede Dose Sardinen ein kleiner Sieg. McCammon schönt die harte Mathematik des Überlebens an keiner Stelle. Auch die Gewalt ist real. Stellenweise extrem explizit – geradezu beunruhigend –, aber sie dient immer der Weltgestaltung und verkommt nie zum bloßen Selbstzweck. Der größte Stolperstein ist für mich persönlich das übernatürliche Element des Plots. Ein Roman, der so stark in den plausiblen Mechanismen einer nuklearen Katastrophe verankert ist, braucht eigentlich keine gestaltwandelnde Verkörperung des Bösen, keinen magischen Ring und auch kein Mädchen mit der Fähigkeit, Dinge wachsen zu lassen. Diese Elemente wirken, als stammten sie aus einem anderen Buch – einem, das weniger diszipliniert ist und weniger Vertrauen in seine eigene Prämisse hat. Das Spannungsfeld zwischen diesem dreckigen Realismus und dem Fantasy-Gerüst löst sich nie ganz auf. McCammons menschliche Bösewichte sind schon für sich genommen furchteinflößend genug; der übernatürliche Antagonist fühlt sich wie eine Abkürzung an, die die Geschichte schlicht nicht nötig hatte. Aber die Sache ist die: Selbst mit dieser Frustration im Hinterkopf lässt einen das Buch einfach nicht los. Jedes Kapitel treibt einen voran. Jede Figur verdient sich ihren Platz. Für einen postapokalyptischen Klassiker, der irgendwie nie die verdiente Anerkennung gefunden hat, ist „Swans Song“ ein wirklich bemerkenswertes Werk. Teil zwei wartet schon.

Durchwachsen
Swan Song ist ein postapokalyptischer Roman, der nach einem Atomkrieg spielt und mehrere Überlebende auf ihrem Weg durch eine zerstörte Welt begleitet. verschiedene Gruppen von Figuren durchqueren das verwüstete Amerika. Die Handlung wirkt dadurch manchmal zerfasert, weil lange Zeit „nichts Großes“ passiert, sondern man nur einzelnen Personen beim Überleben folgt. Ich hätte eine Hauptstory bevorzugt und hatte immer die Hoffnung dass due Gruppen letztlich aufeinandertreffen Ein weiterer Punkt ist die Fantasy- bzw. Mystik-Ebene. Die Glas-Ring-Story um Sister und Swan wirkt teilweise wenig erklärt. der Ring macht Visionen und soll Hoffnung und Schicksal symbolisieren, außerdem führt er Sister zu Swan. Trotzdem bleibt vieles eher symbolisch als logisch erklärt. Warum genau der Ring Sister zu Swan führt oder warum gerade sie ausgewählt ist, wird nie wirklich klar begründet – es fühlt sich eher wie „Schicksal“ oder höhere Macht an als wie eine konkrete Story-Erklärung. Auch dieses „Monster“ dass Sister verfolgt und 2 mal bei ihr auftaucht, ist mir ein Rätsel und weiß nicht was das soll. Vermutlich ist er der Teufel ?!? Stark ist dagegen die düstere Atmosphäre. Die Welt wirkt brutal, hoffnungslos und oft sehr realistisch dargestellt. Gleichzeitig mischt der Autor Horror, Fantasy und Endzeit-Drama. Ich wusste nicht, dass es noch ein 2. Buch gibt, aber obwohl ich viele Fragen habe und das ganze nicht zu Ende erzählt ist, habe ich keine Lust weiter zu lesen. Die einzelnen Personen sind einem ziemlich egal, da man durch diese einzelnen Erzählstränge keinen Bezug aufbaut. Was sollte eigentlich Macklin und Roland? Die waren ja total uninteressant
Jahreshighlight....!
Ich hatte dieses Buch schon so lange auf meiner Agenda stehen und ich bin so lange nicht an dieses Werk herangekommen. Im Festa Verlag ist der Druck nämlich seit geraumer Zeit schon ausverkauft und als Ebook wollte ich es nicht haben. Also Foren gestöbert, eBay und Rebuy unsicher gemacht und Buchfreunde gebettelt bis ich es in den Händen halten konnte. Und auch danach hat es viel zu lange gedauert bis ich es zur Hand genommen habe, aber jetzt war es so weit. Wir starten mit 4 unterschiedlichen Personen und deren Geschichte. Zuerst lernen wir eine Obdachlose namens Sister Creep kennen, die die Straßen New Yorks mit ihrem Glaubensreden und ihren wirren Anschauungen zur Weißglut treibt. Man kommt sofort rein in die hektische Stadt und erste Konfrontationen warten nicht lange. Dann geht es auch schon spektakulär weiter mit Black Frankenstein oder auch Joshua Hutchins. Der ist Wrestler und gerade auf Tournee in Kansas unterwegs. Harte Schale, weicher Kern trifft hier genau zu und nach dem Kampf dürfen wir noch seinen Gedanken und dem einsamen Leben auf Tour und durch verschiedene Städte folgen. Dann wird es wieder friedlicher, aber nicht weniger spannend mit der kleinen Swan. Ihre Mutter ist etwas abgedriftet von der geraden Spur des Lebens und befindet sich gerade im Trennungsprozess von einem richtigen Arschloch. Swan leidet dabei nicht nur unter der Beziehung, sondern auch mit ihrem etwas übernatürlichen Fähigkeiten für Blumen und Lebewesen gleich doppelt. Und zu guter Letzt reisen wir noch mit der Familie Croninger durch Idaho auf dem Weg zum Earth House. Sie haben viel Geld bezahlt um im 3. Weltkrieg in einem Berg Sicherheit zu finden und dürfen einmal im Jahr die Einrichtung testen. Das es natürlich genau zu diesem Zeitpunkt der totale Krieg ausbricht, bringt alle in den Überlebensmodus und wir werden sehen, wie sich die Sache entwickelt und wer überlebt. Ich fand den Start richtig stark und wurde gleich komplett in die Seiten gezogen. Nicht nur auf so vielen Gefühlsebenen, sondern auch politisch, klimatisch, ökologisch und ökonomisch passiert hier ganz viel. Die Charaktere werden wieder einmal komplett authentisch und detailliert dargestellt und keine Seite, Szene oder Person war für mich uninteressant. Ich mochte auch sehr, dass jeder Charakter etwas ganz Spezielles und Eigenes hatte, keiner war mit denselben Intensionen oder Problemen unterwegs und doch hatten alle das gleiche Schicksal. Vereinzelt findet sich nicht nur Survivalpäarchen, sondern auch richtige Freundschaften und kampferprobte Krieger zusammen und versuchen die absolute Zerstörung zu überleben. Dabei sind die Szenen sehr anschaulich, brutal und detailliert dargestellt und des Öfteren bekommt man von den Bildern eine dezente Übelkeit und Staunen über menschliche Abgründe. Der Schreibstil ist demnach herausragend und der Film, der im Kopf entstand, definitiv Hollywoodreif. Kennt ihr das, wenn ein Buch so gut ist, dass man so intensiv in die Zeilen eintaucht, das nicht nur Bilder entstehen, sondern dass man das Gefühl hat den Film schon einmal irgendwo gesehen zu haben? Das war hier bei mir so. Nicht als eine Art Nachmache, sondern ganz eigenständig und überwältigend. Dabei findet ihr auch noch eine kleine übernatürliche Komponente und das zielt natürlich auf das reine Gute gegen das undurchschaubare Böse ab, aber nicht plakativ, sondern sehr anschaulich und unberechenbar. Der Spannungsbogen ist durchgängig angezogen und die Seiten fliegen viel zu schnell vorbei, denn man will wirklich nicht das es vorbei ist. Ähnliche Gefühle hatte ich auch bei "The Stand" von Stephen King und der Passanger Trilogie von Justin Cronin. Beide Werke finden hier nur positive Gemeinsamkeiten und wer die schon verschlungen hat, findet in dem ein ebenso grandioses Werk.

Sehr offenes Ende, sonst guter postapokalyptischer Thriller mit Horrorelementen
Sue Wanda, genannt Swan, ist ein besonderes Kind. Nicht 'besonders' wie man den Begriff heute benutzt, sondern wirklich besonders. Sie lässt Pflanzen unerklärlich sprießen wie verrückt. Das ist aber erstmal völlig egal, denn das Ende der Welt ist da. Atomkrieg, juhu! So überleben die wenigsten Menschen, aber Swan ist eine von ihnen. Sie taumelt durch diesen Wahnsinn von Welt. Andere ebenso. Wir begleiten die obdachlose Sister Creep und den traumatisierten Ex-Soldaten Jimbo Macklin. Das ganze Buch ist ein postapokalyptischer Fiebertraum und die Story ist spannend und mutet abseits der dezent gehaltenen übersinnlichen Horrorelemente realistisch an. Wichtig zu wissen ist, dass das Buch eine Fortsetzung hat, denn es bleiben quasi alle Hsndlungsstränge offen. Das fand ich auch arg unbefriedigend, was zu meiner Bewertung von 3,5 Sternen führt.
Meine Bewertung des Textes (Minimum 1 Punkt / Maximum 5 Punkte): ➡️ Schreibstil/Sprache: 5 ➡️ Charaktere: 4 ➡️ Geschichte: 4 ➡️ Überraschungen/Wendungen: 4 ➡️ Spannung/Atmosphäre/Lebendigkeit: 4 ➡️ Faszination/Magnetische Wirkung: 4 ➡️ Gewichtung/Ausgewogenheit: 3 ➡️ Anspruch/Tiefe/Botschaft: 3 Gesamtbewertung: 4 ⭐⭐⭐⭐️ Das gewisse Etwas (+ oder -):➕ Besonderheiten: Prototyp eines dystopischen Romans (Teil 1 von 2)
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Die amerikanische Originalausgabe Swan Song erschien 1987. Für die deutsche Ausgabe, die 2015 im Festa Verlag erschien, wurde das Buch in zwei Bände geteilt. Leider gibt es die Bücher nur noch als Ebooks zu kaufen. Für eine Neuauflage wäre ich sehr dankbar, denn ich hätte diese überaus genialen Bücher gerne in meinem Regal stehen. 😍 Meine Meinung Der erste Band beginnt mit dem Fall der Bomben und ich befinde mich sofort mitten im Atomkrieg. Danach ist die Welt eine andere, alles ist zerstört, wüst und ohne jegliche Vegetation. Die Überlebenden sind so wie die ganze Umgebung verstrahlt. Ich bin mitten im atomaren Winter angekommen und entsprechend eiskalt wurde es mir beim Lesen und Hören. Denn das alles ist sehr plastisch beschrieben und ich sah alles wie einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen. Die Geschichte wird aus der Perspektive mehrerer Charaktere erzählt, die sich zu Anfang nicht kennen und nach und nach im Laufe beider Bände aufeinander treffen. Besonders beeindruckt war ich von Sister Creep und Swan, die im Laufe der Handlung eine enorme Entwicklung durchmachen. Aber auch die Charaktere, die ihnen zur Seite stehen und sie begleiten, sind gut umgesetzt und sympathisch, so dass ich mit ihnen mitfiebern konnte. Die Antagonisten hingegen habe ich geradezu gehasst. Sie sind in ihrer Fiesheit so überzeugend dargestellt, dass es mir bei einigen Szenen eiskalt den Rücken herunterlief. Das Szenario ist sehr realistisch beschrieben, nichtsdestotrotz gibt es phantastische und übernatürliche Elemente. Für mich ein interessanter Genremix aus Endzeit Thriller und Horror. Aber das gefällt vielleicht nicht jedem. Fazit Swans Song ist einer der genialsten Endzeit Thriller, die ich je gelesen habe und ein echtes Lesehighligt. Die atomare Apokalypse ist so eindrücklich und bildgewaltig beschrieben, wie ich es selten erlebt habe. Schon ab der ersten Seite ist die Handlung absolut mitreißend erzählt und ich war sofort im Buch versunken und konnte es kaum noch aus der Hand legen. Von mir gibt es eine Lesempfehlung für alle Endzeit Fans und 5 von 5 🐈⬛ Allzu zart besaitet sollte man aber nicht sein, da es doch zuweilen recht blutig und eklig wird. 🔪🔪🔪💣☢️

"Der nukleare Winter senkt sich wie ein Leichentuch über die verkohlte Erde"
Nun, zu Beginn des Buches war ich mir nicht ganz sicher, ob die Geschichte zum richtigen Zeitpunkt in meinen Händen landete. Ich kam nur schleppend voran und bezweifelte das mir die Story irgendwann gefallen würde. Doch je weiter ich las, desto begeisterter war ich. Ab dem Zeitpunkt der nuklearen Katastrophe war ich total gefangen. Ich liebe Bücher, die sich mit postapokalyptischen Themen befassen - und hier werden verschiedene Erzählstränge zu einem großen Ganzen zusammengeführt. Wir begleiten nicht nur die neunjährige Swan, sondern auch unter anderem Sister Creep und Roland Croninger - unterschiedliche Perspektiven, unterschiedliche Schicksale. Sie alle befinden sich an verschiedenen Orten der bombardierten USA. Wir erleben Leid, Verwirrung, Verzicht und Verlust - aber auch wachsendene Zuversicht, innere Stärke und den Willen zu überleben. Was für Auswirkungen das auf das Innenleben der Protagonisten hat, fand ich sehr interessant. Jeder Mensch verfällt wohl in solchen Situationen in ein gewisses Extrem und Robert McCammon hat das hier unglaublich gut ausgearbeitet. Die Story hat auch einen gewissen übernatürlichen Touch, der erahnen lässt, dass hier noch ein gewaltiger Kampf von "Gut gegen Böse" folgen wird. Der zweite Teil wartet schon auf mich 🖤

Beklemmend reale Apokalypse mit starken Charakteren. Spannend bis zum Schluss, auch wenn die „Fantasy“ deplatziert wirkt
Eine kurze Recherche hat ergeben, dass der Roman hierzulande erstmals 1988 bei Knaur erschien – damals allerdings leider nur stark gekürzt (ein Schicksal, das er anfangs ja z.B.mit Stephen Kings „Das letzte Gefecht“ teilte). Umso genialer ist es, dass der Festa Verlag diesen Meilenstein der Endzeit-Literatur ungekürzt, neu übersetzt als Zweiteiler herausgebracht hat. Ein riesiges Danke an den Verlag, denn das Warten auf diese vollständige Fassung hat sich absolut gelohnt! Der inhaltliche Vergleich mit Kings „The Stand“ ist damit umso unvermeidlicher und, ehrlich gesagt, auch verdient. Beides sind ausufernde postapokalyptische Epen, die auf einem fundamentalen Kampf zwischen Gut und Böse aufbauen. Beide bevölkern ihre verwüsteten Landschaften mit einer Riege zutiefst menschlicher Überlebender, und beide schaffen es, einen die Wucht einer Welt spüren zu lassen, die einfach aufgehört hat zu existieren. Aber „Swans Song“ ist keine bloße Imitation. McCammon hat etwas mit ganz eigener Identität, eigener Brutalität und einer ganz eigenen, still verheerenden Eigendynamik geschaffen. Die Ausgangslage ist düster: ein Atomkrieg zwischen den USA und der Sowjetunion. Keine großen Erklärungen, kein langes geopolitisches Vorgeplänkel – die Bomben fallen, die Welt endet, und uns bleibt nichts anderes übrig, als uns mit den Überlebenden durch die Trümmer zu wühlen. Ein kleiner Kritikpunkt an dieser Stelle: Ein bisschen mehr Exposition zur Vorgeschichte des Konflikts, ein etwas genaueres Bild einer Welt, die am Abgrund taumelt, hätte dem, was danach kommt, noch mehr Gewicht verliehen. Doch sobald der nukleare Winter hereinbricht und die Geschichte ihren Rhythmus findet, lässt das Tempo nicht mehr nach. Was McCammon meisterhaft beherrscht, sind die Figuren. Sister Creep, Josh, Swan, Roland Croninger, Colonel Macklin – sie alle fühlen sich auf ihre jeweils eigene Art schmerzhaft real an. Niemand entwickelt hier über Nacht praktische Überlebensfähigkeiten. Niemand wird zum Helden, ohne dafür einen Preis zu zahlen. Besonders Roland ist einer der aufrichtig furchteinflößendsten Charaktere, die mir in diesem Genre je begegnet sind – sein Abstieg in den Wahnsinn wird mit einer kalten Präzision geschildert, die das Ganze nur noch verstörender macht. Und Macklin, mit seinem psychologischen Schatten-Soldaten, ist das Porträt eines zerbrochenen Geistes, das noch lange nachwirkt, wenn man die Seite längst umgeblättert hat. Die postapokalyptische Welt selbst wird gnadenlos gezeichnet: Wasser ist vergiftet, Nahrung knapp, jede Dose Sardinen ein kleiner Sieg. McCammon schönt die harte Mathematik des Überlebens an keiner Stelle. Auch die Gewalt ist real. Stellenweise extrem explizit – geradezu beunruhigend –, aber sie dient immer der Weltgestaltung und verkommt nie zum bloßen Selbstzweck. Der größte Stolperstein ist für mich persönlich das übernatürliche Element des Plots. Ein Roman, der so stark in den plausiblen Mechanismen einer nuklearen Katastrophe verankert ist, braucht eigentlich keine gestaltwandelnde Verkörperung des Bösen, keinen magischen Ring und auch kein Mädchen mit der Fähigkeit, Dinge wachsen zu lassen. Diese Elemente wirken, als stammten sie aus einem anderen Buch – einem, das weniger diszipliniert ist und weniger Vertrauen in seine eigene Prämisse hat. Das Spannungsfeld zwischen diesem dreckigen Realismus und dem Fantasy-Gerüst löst sich nie ganz auf. McCammons menschliche Bösewichte sind schon für sich genommen furchteinflößend genug; der übernatürliche Antagonist fühlt sich wie eine Abkürzung an, die die Geschichte schlicht nicht nötig hatte. Aber die Sache ist die: Selbst mit dieser Frustration im Hinterkopf lässt einen das Buch einfach nicht los. Jedes Kapitel treibt einen voran. Jede Figur verdient sich ihren Platz. Für einen postapokalyptischen Klassiker, der irgendwie nie die verdiente Anerkennung gefunden hat, ist „Swans Song“ ein wirklich bemerkenswertes Werk. Teil zwei wartet schon.

Durchwachsen
Swan Song ist ein postapokalyptischer Roman, der nach einem Atomkrieg spielt und mehrere Überlebende auf ihrem Weg durch eine zerstörte Welt begleitet. verschiedene Gruppen von Figuren durchqueren das verwüstete Amerika. Die Handlung wirkt dadurch manchmal zerfasert, weil lange Zeit „nichts Großes“ passiert, sondern man nur einzelnen Personen beim Überleben folgt. Ich hätte eine Hauptstory bevorzugt und hatte immer die Hoffnung dass due Gruppen letztlich aufeinandertreffen Ein weiterer Punkt ist die Fantasy- bzw. Mystik-Ebene. Die Glas-Ring-Story um Sister und Swan wirkt teilweise wenig erklärt. der Ring macht Visionen und soll Hoffnung und Schicksal symbolisieren, außerdem führt er Sister zu Swan. Trotzdem bleibt vieles eher symbolisch als logisch erklärt. Warum genau der Ring Sister zu Swan führt oder warum gerade sie ausgewählt ist, wird nie wirklich klar begründet – es fühlt sich eher wie „Schicksal“ oder höhere Macht an als wie eine konkrete Story-Erklärung. Auch dieses „Monster“ dass Sister verfolgt und 2 mal bei ihr auftaucht, ist mir ein Rätsel und weiß nicht was das soll. Vermutlich ist er der Teufel ?!? Stark ist dagegen die düstere Atmosphäre. Die Welt wirkt brutal, hoffnungslos und oft sehr realistisch dargestellt. Gleichzeitig mischt der Autor Horror, Fantasy und Endzeit-Drama. Ich wusste nicht, dass es noch ein 2. Buch gibt, aber obwohl ich viele Fragen habe und das ganze nicht zu Ende erzählt ist, habe ich keine Lust weiter zu lesen. Die einzelnen Personen sind einem ziemlich egal, da man durch diese einzelnen Erzählstränge keinen Bezug aufbaut. Was sollte eigentlich Macklin und Roland? Die waren ja total uninteressant
Jahreshighlight....!
Ich hatte dieses Buch schon so lange auf meiner Agenda stehen und ich bin so lange nicht an dieses Werk herangekommen. Im Festa Verlag ist der Druck nämlich seit geraumer Zeit schon ausverkauft und als Ebook wollte ich es nicht haben. Also Foren gestöbert, eBay und Rebuy unsicher gemacht und Buchfreunde gebettelt bis ich es in den Händen halten konnte. Und auch danach hat es viel zu lange gedauert bis ich es zur Hand genommen habe, aber jetzt war es so weit. Wir starten mit 4 unterschiedlichen Personen und deren Geschichte. Zuerst lernen wir eine Obdachlose namens Sister Creep kennen, die die Straßen New Yorks mit ihrem Glaubensreden und ihren wirren Anschauungen zur Weißglut treibt. Man kommt sofort rein in die hektische Stadt und erste Konfrontationen warten nicht lange. Dann geht es auch schon spektakulär weiter mit Black Frankenstein oder auch Joshua Hutchins. Der ist Wrestler und gerade auf Tournee in Kansas unterwegs. Harte Schale, weicher Kern trifft hier genau zu und nach dem Kampf dürfen wir noch seinen Gedanken und dem einsamen Leben auf Tour und durch verschiedene Städte folgen. Dann wird es wieder friedlicher, aber nicht weniger spannend mit der kleinen Swan. Ihre Mutter ist etwas abgedriftet von der geraden Spur des Lebens und befindet sich gerade im Trennungsprozess von einem richtigen Arschloch. Swan leidet dabei nicht nur unter der Beziehung, sondern auch mit ihrem etwas übernatürlichen Fähigkeiten für Blumen und Lebewesen gleich doppelt. Und zu guter Letzt reisen wir noch mit der Familie Croninger durch Idaho auf dem Weg zum Earth House. Sie haben viel Geld bezahlt um im 3. Weltkrieg in einem Berg Sicherheit zu finden und dürfen einmal im Jahr die Einrichtung testen. Das es natürlich genau zu diesem Zeitpunkt der totale Krieg ausbricht, bringt alle in den Überlebensmodus und wir werden sehen, wie sich die Sache entwickelt und wer überlebt. Ich fand den Start richtig stark und wurde gleich komplett in die Seiten gezogen. Nicht nur auf so vielen Gefühlsebenen, sondern auch politisch, klimatisch, ökologisch und ökonomisch passiert hier ganz viel. Die Charaktere werden wieder einmal komplett authentisch und detailliert dargestellt und keine Seite, Szene oder Person war für mich uninteressant. Ich mochte auch sehr, dass jeder Charakter etwas ganz Spezielles und Eigenes hatte, keiner war mit denselben Intensionen oder Problemen unterwegs und doch hatten alle das gleiche Schicksal. Vereinzelt findet sich nicht nur Survivalpäarchen, sondern auch richtige Freundschaften und kampferprobte Krieger zusammen und versuchen die absolute Zerstörung zu überleben. Dabei sind die Szenen sehr anschaulich, brutal und detailliert dargestellt und des Öfteren bekommt man von den Bildern eine dezente Übelkeit und Staunen über menschliche Abgründe. Der Schreibstil ist demnach herausragend und der Film, der im Kopf entstand, definitiv Hollywoodreif. Kennt ihr das, wenn ein Buch so gut ist, dass man so intensiv in die Zeilen eintaucht, das nicht nur Bilder entstehen, sondern dass man das Gefühl hat den Film schon einmal irgendwo gesehen zu haben? Das war hier bei mir so. Nicht als eine Art Nachmache, sondern ganz eigenständig und überwältigend. Dabei findet ihr auch noch eine kleine übernatürliche Komponente und das zielt natürlich auf das reine Gute gegen das undurchschaubare Böse ab, aber nicht plakativ, sondern sehr anschaulich und unberechenbar. Der Spannungsbogen ist durchgängig angezogen und die Seiten fliegen viel zu schnell vorbei, denn man will wirklich nicht das es vorbei ist. Ähnliche Gefühle hatte ich auch bei "The Stand" von Stephen King und der Passanger Trilogie von Justin Cronin. Beide Werke finden hier nur positive Gemeinsamkeiten und wer die schon verschlungen hat, findet in dem ein ebenso grandioses Werk.

Sehr offenes Ende, sonst guter postapokalyptischer Thriller mit Horrorelementen
Sue Wanda, genannt Swan, ist ein besonderes Kind. Nicht 'besonders' wie man den Begriff heute benutzt, sondern wirklich besonders. Sie lässt Pflanzen unerklärlich sprießen wie verrückt. Das ist aber erstmal völlig egal, denn das Ende der Welt ist da. Atomkrieg, juhu! So überleben die wenigsten Menschen, aber Swan ist eine von ihnen. Sie taumelt durch diesen Wahnsinn von Welt. Andere ebenso. Wir begleiten die obdachlose Sister Creep und den traumatisierten Ex-Soldaten Jimbo Macklin. Das ganze Buch ist ein postapokalyptischer Fiebertraum und die Story ist spannend und mutet abseits der dezent gehaltenen übersinnlichen Horrorelemente realistisch an. Wichtig zu wissen ist, dass das Buch eine Fortsetzung hat, denn es bleiben quasi alle Hsndlungsstränge offen. Das fand ich auch arg unbefriedigend, was zu meiner Bewertung von 3,5 Sternen führt.
Meine Bewertung des Textes (Minimum 1 Punkt / Maximum 5 Punkte): ➡️ Schreibstil/Sprache: 5 ➡️ Charaktere: 4 ➡️ Geschichte: 4 ➡️ Überraschungen/Wendungen: 4 ➡️ Spannung/Atmosphäre/Lebendigkeit: 4 ➡️ Faszination/Magnetische Wirkung: 4 ➡️ Gewichtung/Ausgewogenheit: 3 ➡️ Anspruch/Tiefe/Botschaft: 3 Gesamtbewertung: 4 ⭐⭐⭐⭐️ Das gewisse Etwas (+ oder -):➕ Besonderheiten: Prototyp eines dystopischen Romans (Teil 1 von 2)











