Als wir Adler wurden
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Description
Jannik und Loni sind beste Freunde. Zusammen mit den anderen Kindern aus der Straße erleben sie die genialsten Abenteuer. Die Geschichten dafür gibt Bo vor, Janniks älterer Bruder. Doch irgendwann verändern sich ihre Spiele, denn Bo erfindet immer neue Regeln. Eine davon lautet: Loni ist anders. Und das nur, weil ihre Mutter aus Kenia kommt. Jannik muss sich entscheiden, was ihm wichtiger ist – dazuzugehören, oder Loni als Freundin nicht zu verlieren. Aber dann passiert etwas, was niemand vorausgesehen hat …
»Als wir Adler wurden« erzählt von der Angst vor dem Anderen. Von einer Art der Ausgrenzung, von der auch eine Elfjährige nicht verschont bleibt. Aber auch davon, wie wichtig es ist, nicht wegzusehen, sondern gegen das Unrecht seine Stimme zu erheben.
Book Information
Author Description
Uticha Marmon wurde 1979 in Berlin geboren. Sie studierte Dramaturgie, Vergleichende Literaturwissenschaft und Pädagogik und hat danach am Theater und in Verlagen gearbeitet. Heute lebt sie in Hamburg und arbeitet freiberuflich als Dramaturgin, Lektorin und Autorin. Ihr Kinderbuch »Mein Freund Salim« über einen syrischen Flüchtlingsjungen wurde 2016 mit dem Leipziger Lesekompass ausgezeichnet.
Posts
Die Kinder aus der Milchstraße hängen das Alien-durch-die-Galaxie-jagen an den Nagel und bekommen von Janniks großem Bruder Bo Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Spiel. Bo schlägt den Kindern also vor, dass sie Adler spielen könnten. Er legt Spuren und Rätsel aus, wie bei einer Schitzeljagd und überlässt den Kindern die Wahl, ob sie gute oder böse Adler sein wollen. Die Kinder wollen gute Adler sein, uniformieren sich, tragen Abzeichen und helfen im Viertel wo Hilfe gebraucht wird. Das Spiel mach solange Spaß, bis die Streitereien und Meinungsverschiedenheiten der Erwachsenen ihre Schatten über das Spiel werfen. Die Gruppe fängt an zu streiten, man hintergeht sich und fügt sich gegenseitig Schaden zu. Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, was gut und was böse, was richtig und falsch ist. Jannik und Loni scheinen die einzigen zu sein, die merken, dass etwas vollkommen schief und aus dem Ruder läuft und müssen ihre ganze Kraft aufbringen, um für ihre Ansichten einzustehen und nicht einfach nachzugeben. Das spannende ist die Rolle des alten Matiasek, der ein paar Gänsehautsätze raushaut, die mich haben schaudern lassen. Die Geschichte hat mich aufgewühlt und beschäftigt mich sehr sehr nachhaltig. Uns wird hier nämlich der Spiegel vorgehalten. Jeder von uns muss sich entscheiden. Jeden Tag. Im Großen und im Kleinen. Es ist deine Entscheidung. Ob du zuguckst und schweigst. Ob du blind mitmachst vielleicht um dazuzugehören. Ob du aufstehst und laut und deutlich benennst, was hier schief läuft und nicht in Ordnung ist. Ich selber musste in den letzten Tagen die Erfahrung machen wieviel Überwindung es im Alltag kostet, z.B. dem Kollegen seinen in Gags verpackten Rassismus und die ausländerfeindlichen Stammtischparolen nicht unkommentiert durchgehen zu lassen. Und wieviel Mut es kostet STOPP zu sagen. Ich habe stopp gesagt und mich später trotzdem über mich selbst geärgert, weil ich nicht noch deutlicher geworden bin. Aber ich lerne dazu und werde beim nächsten Mal besser sein. Vielen Dank Uticha Marmon, für dieses Buch. Es sollte an allen Schulen gelesen werden.
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Jannik und Loni sind beste Freunde. Zusammen mit den anderen Kindern aus der Straße erleben sie die genialsten Abenteuer. Die Geschichten dafür gibt Bo vor, Janniks älterer Bruder. Doch irgendwann verändern sich ihre Spiele, denn Bo erfindet immer neue Regeln. Eine davon lautet: Loni ist anders. Und das nur, weil ihre Mutter aus Kenia kommt. Jannik muss sich entscheiden, was ihm wichtiger ist – dazuzugehören, oder Loni als Freundin nicht zu verlieren. Aber dann passiert etwas, was niemand vorausgesehen hat …
»Als wir Adler wurden« erzählt von der Angst vor dem Anderen. Von einer Art der Ausgrenzung, von der auch eine Elfjährige nicht verschont bleibt. Aber auch davon, wie wichtig es ist, nicht wegzusehen, sondern gegen das Unrecht seine Stimme zu erheben.
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Author Description
Uticha Marmon wurde 1979 in Berlin geboren. Sie studierte Dramaturgie, Vergleichende Literaturwissenschaft und Pädagogik und hat danach am Theater und in Verlagen gearbeitet. Heute lebt sie in Hamburg und arbeitet freiberuflich als Dramaturgin, Lektorin und Autorin. Ihr Kinderbuch »Mein Freund Salim« über einen syrischen Flüchtlingsjungen wurde 2016 mit dem Leipziger Lesekompass ausgezeichnet.
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Die Kinder aus der Milchstraße hängen das Alien-durch-die-Galaxie-jagen an den Nagel und bekommen von Janniks großem Bruder Bo Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Spiel. Bo schlägt den Kindern also vor, dass sie Adler spielen könnten. Er legt Spuren und Rätsel aus, wie bei einer Schitzeljagd und überlässt den Kindern die Wahl, ob sie gute oder böse Adler sein wollen. Die Kinder wollen gute Adler sein, uniformieren sich, tragen Abzeichen und helfen im Viertel wo Hilfe gebraucht wird. Das Spiel mach solange Spaß, bis die Streitereien und Meinungsverschiedenheiten der Erwachsenen ihre Schatten über das Spiel werfen. Die Gruppe fängt an zu streiten, man hintergeht sich und fügt sich gegenseitig Schaden zu. Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, was gut und was böse, was richtig und falsch ist. Jannik und Loni scheinen die einzigen zu sein, die merken, dass etwas vollkommen schief und aus dem Ruder läuft und müssen ihre ganze Kraft aufbringen, um für ihre Ansichten einzustehen und nicht einfach nachzugeben. Das spannende ist die Rolle des alten Matiasek, der ein paar Gänsehautsätze raushaut, die mich haben schaudern lassen. Die Geschichte hat mich aufgewühlt und beschäftigt mich sehr sehr nachhaltig. Uns wird hier nämlich der Spiegel vorgehalten. Jeder von uns muss sich entscheiden. Jeden Tag. Im Großen und im Kleinen. Es ist deine Entscheidung. Ob du zuguckst und schweigst. Ob du blind mitmachst vielleicht um dazuzugehören. Ob du aufstehst und laut und deutlich benennst, was hier schief läuft und nicht in Ordnung ist. Ich selber musste in den letzten Tagen die Erfahrung machen wieviel Überwindung es im Alltag kostet, z.B. dem Kollegen seinen in Gags verpackten Rassismus und die ausländerfeindlichen Stammtischparolen nicht unkommentiert durchgehen zu lassen. Und wieviel Mut es kostet STOPP zu sagen. Ich habe stopp gesagt und mich später trotzdem über mich selbst geärgert, weil ich nicht noch deutlicher geworden bin. Aber ich lerne dazu und werde beim nächsten Mal besser sein. Vielen Dank Uticha Marmon, für dieses Buch. Es sollte an allen Schulen gelesen werden.




