Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
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Description
Eigentlich wollte er nur zum Briefkasten. Dann geht Harold Fry 1000 Kilometer zu Fuss.
Rachel Joyce' unvergesslicher Selbstfindungs-Roman über eine ungewöhnliche Pilgerreise hat die ganze Welt erobert.
»Ich bin auf dem Weg. Du musst nur durchhalten. Ich werde Dich retten, Du wirst schon sehen. Ich werde laufen, und Du wirst leben.«
Harold Fry will nur kurz einen Brief einwerfen an seine frühere Kollegin Queenie Hennessy, die im Sterben liegt. Doch dann läuft er am Briefkasten vorbei und auch am Postamt, aus der Stadt hinaus und immer weiter, 87 Tage, 1000 Kilometer. Zu Fuß von Südengland bis an die schottische Grenze zu Queenies Hospiz. Eine Reise, die er jeden Tag neu beginnen muss. Für Queenie. Für seine Frau Maureen. Für seinen Sohn David. Für sich selbst. Und für uns alle.
Der preisgekrönte Roman von Rachel Joyce über Geheimnisse und lebensverändernde Momente, Tapferkeit und Betrug, Liebe und Loyalität und ein ganz unscheinbares Paar Segelschuhe.
Die Reihenfolge der Trilogie:
Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry (Band 1)
Das Geheimnis der Queenie Hennessy (Band 2)
Die erstaunliche Entdeckungsreise der Maureen Fry (Band 3)
Book Information
Author Description
Rachel Joyce nimmt uns in ihren Romanen immer wieder mit auf besondere Lebensreisen. Mit ihren liebenswerten Figuren, ihrem Humor und ihrer feinfühligen Sprache bewegt sie Millionen Leserinnen und Leser. Für ihre Werke, darunter »Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry«, wurde sie vielfach ausgezeichnet. Rachel Joyce war Bühnenschauspielerin u.a. bei der Royal Shakespeare Company und ist Autorin zahlreicher Hörspiele für die BBC. Sie lebt mit ihrer Familie auf dem Land in Gloucestershire.
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Die unglaubliche Pilgerreise des Harold Fry von Rachel Joyce hat mich tief berührt. Anfangs wirkt die Geschichte sehr unscheinbar: Ein Rentner, der einfach nur einen Brief einwerfen will. Doch aus dieser kleinen Geste entwickelt sich eine unglaubliche Reise, die ihn mit seiner Vergangenheit konfrontiert. 🚶♂️ "Auf seiner Reise begegnet er den unterschiedlichsten Menschen – von seiner oft übersehenen Frau Maureen über Fremde, die ihm helfen, bis hin zu einem Nachbarn – und jeder von ihnen ist ein Spiegel für sein eigenes Leben. Es sind diese Begegnungen, die ihm helfen, seine inneren Dämonen zu verstehen und zu akzeptieren." Was das Buch so besonders macht, ist die Mischung aus Hoffnung und Melancholie. Es zeigt eindringlich, wie die Vergangenheit die Zukunft bestimmt und dass man sich seinen Fehlern stellen muss, um weiterzukommen. Harold versucht, seine Fehler "wegzumachen", lernt aber, dass es viel wichtiger ist, die eigenen und die Narben anderer zu akzeptieren. Eine der stärksten Botschaften für mich war, dass man den Wert einer Person oft erst erkennt, wenn sie nicht mehr da ist. Das hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht. Aber es gibt auch hoffnungsvolle Momente, wie die Begegnung mit dem Mädchen, das sagt: "Du musst nur stark genug an das Positive denken, dann wird es auch wahr." ✨ Ein sehr schönes, gut lesbares Buch, das voller Menschlichkeit steckt und zeigt, wie man auch im hohen Alter mutige Schritte machen kann. Absolut lesenswert! Ich glaube fest daran, dass die Kraft des positiven Denkens viel verändern kann. Aber hat diese Idee wirklich keine Grenzen? Was denkt ihr: Wann hört positives Denken auf zu wirken?
Ein Buch über das Sterben, den Weg dahin und das dabei zuschauen müssen.
Wenn ich das Buch nur nach meiner persönlichen Meinung bewertet hätte, hätte ich drei Sterne vergeben. Aber das wäre unfair. Die Thematik des Buches war klar, daher kann ich das kaum kritisieren. Dennoch gibt es von mir keine fünf Sterne. Obwohl es durchaus Tiefgang hat und viele Botschaften darin stecken, hat mir das Ende irgendwie nicht ganz gefallen. Mir fehlte etwas. So war das ganze Buch zwar eine Reise, wie der Titel verspricht, aber durchweg vorhersehbar. Mir hat gefallen, wie dargestellt wurde, dass er seine persönliche Intention zwischendurch hat aufgeben müssen, weil die Menschen , die sich ihm anschließen, ihm ungewollt und überfallartig die Kontrolle abnehmen. Es ist eine gute Aussage dahinter und sicher auch so gekommen, wenn es eine wahre Geschichte wäre. Es ist nicht umsonst ein durchaus bekanntes Buch und hat es auch verdient. ⭐️⭐️⭐️⭐️
Eine überraschende Entscheidung führt zu einer Reise zu sich selbst
Dieses Buch war ein Fund in einem Bücherschrank. Ich fand es klang gut. Ich hatte etwas lustiges erwartet, bekam aber eine Geschichte voller Ernsthaftigkeit und manchmal auch einer gewissen Portion Traurigkeit. Die Beziehung zwischen Harold und Maureen hat soviel aushalten müssen, dass die beiden sich selbst verloren haben. Durch seine Reise quer durch England finden beide wieder heraus, was wirklich zählt. Eins Geschichte mit vielen Tiefen, aber auch einigen Höhen. Es lohnt sich den Weg mit Harold zu gehen.
Berührend und herzerreißend
Ein Roman voller Gefühle die einen überschwemmen. Wie weit geht man für Menschen die man sehr gerne hat. Harold ist über 1000km gelaufen um eine im Sterben liegende Freundin zu besuchen und hatte viel Zeit auf dem Weg nach zu denken. Alle Wunden kamen wieder hoch. Das Ende war ergreifend und wunderschön.
Unbedingt lesen ❤️
Was für ein fantastisches, warmherziges, bereicherndes Buch ♥️ Warum ich das nicht schon längst gelesen habe, ist mir wirklich ein Rätsel… Harold wächst einem sofort ans Herz, just in dem Moment als er beschließt einen Brief zu schreiben an seine frühere Kollegin und seine Frau Maureen nicht versteht, was vor sich geht. Noch lieber mochte ich ihn, als er beschlossen hat, weiterzulaufen nach Norden, 1000 km. Richtig ins Herz geschlossen habe ich, als er sich auf seinem Weg immer mehr Erinnerungen und Situationen stellt, die ihn richtig herausfordern. Am liebsten wäre ich ein Stück des Weges mit ihm gegangen. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, da steckt noch mehr dahinter (keine Angst, ich spoilere nicht). Die Geschichte von Harold, Maureen und Queenie ist soviel mehr als ein Roadtrip. Es ist eine Geschichte über Verbundenheit, Liebe, Freundschaft, Erinnerungen, Trauer und Loslassen aber auch über pure Lebensfreude ♥️ 👞 Harold Fry hat mich im Sturm erobert und ich werde wohl bald noch die beiden anderen Bände lesen. Wer es noch nicht gelesen hat, sollte das unbedingt nachholen!
Ein wunderschönes, nachdenklich stimmendes Buch über Selbstfindung, Vergebung und die Kraft des Neuanfangs. Absolut lesenswert!
Inhalt Als Harold Fry einen Abschiedsbrief von Queenie Hennessy erhält, einer ehemaligen Arbeitskollegin, die unheilbar an Krebs erkrankt ist, bricht für ihn eine unerwartete Reise an. Anfangs will er ihr lediglich mit einem kurzen Schreiben antworten und macht sich auf den Weg zum Briefkasten. Doch statt den Brief abzugeben, beschließt er spontan, selbst zu ihr ins Hospiz zu gehen – zu Fuß. Diese Entscheidung führt ihn auf eine wochenlange Pilgerreise quer durch England. Auf seinem Weg begegnet Harold nicht nur Höhen und Tiefen, sondern auch sich selbst: lange verdrängte Erinnerungen und Emotionen kommen wieder ans Licht. Doch die Frage bleibt, ob er es rechtzeitig schaffen wird, sich von Queenie zu verabschieden. Meinung Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry ist nicht nur eine Reise durch England, sondern vor allem eine Reise zu Harold selbst. Harold ist eine zutiefst unsichere Figur, die das Gefühl hat, in ihrem Leben so vieles falsch gemacht zu haben: die Beziehung zu seiner Frau ist distanziert, die Verbindung zu seinem Sohn zerrüttet, und selbst Queenie, die ihm einst viel bedeutete, hat er im Stich gelassen. Mit seiner Pilgerreise scheint er beweisen zu wollen, dass er noch etwas richtig machen kann. Doch immer wieder stößt er an Grenzen, die ihn zwingen, sich mit seinen Fehlern auseinanderzusetzen. An manchen Stellen hätte ich mir jedoch ein entschiedeneres Handeln von Harold gewünscht. Als ihm beispielsweise ein Deal mit einer Getränkefirma aufgezwungen wird, fügt er sich fast kampflos. Seine Erklärung, er sei ein Nachkriegskind, das nichts wegwerfen könne, wirkt in diesem Zusammenhang eher schwach. Warum spendet er die Getränke nicht? Gleichzeitig sind es vielleicht genau diese Momente, die Harold als komplexe und menschliche Figur auszeichnen – eine Figur, die nicht immer so handelt, wie man es von ihr erwarten würde. Eine der wenigen Schwächen des Buches ist für mich die Szene im Hospiz. Obwohl Harold so eine lange und beschwerliche Reise hinter sich hat, fehlt ihm hier meines Erachtens die Stärke, die er auf seinem Weg hätte entwickeln können. Dies macht die Szene emotional berührend, aber auch frustrierend. Das Ende hingegen bietet einen stimmigen Abschluss. Es ist bewegend, ohne übertrieben dramatisch zu sein, und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Der Schreibstil ist flüssig und einnehmend. Rachel Joyce schafft es, den Leser tief in Harolds Gedanken- und Gefühlswelt eintauchen zu lassen. Man leidet, hofft und jubelt mit ihm, während er seinen Weg unbeirrt weitergeht. Die Botschaft des Buches ist inspirierend: Es ist nie zu spät, etwas zu verändern und Verantwortung für sein Leben zu übernehmen.
"Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" von Rachel Joyce ist ein bewegender und zugleich erhebender Roman, der die Geschichte von Harold Fry erzählt, einem kürzlich pensionierten Mann, der unerwartet auf eine außergewöhnliche Reise quer durch England geht. Nachdem er einen Brief von einer ehemaligen Kollegin, Queenie Hennessy, erhält, die im Sterben liegt, beschließt Harold, ihr einen Brief zu schreiben. Doch anstatt ihn in den Briefkasten zu werfen, wird er von einer plötzlichen Eingebung geleitet, den Brief persönlich zu überbringen - zu Fuß. Was als eine impulsiv angetretene Wanderung beginnt, entwickelt sich zu einer tiefgreifenden Selbstentdeckungsreise. Harold, der in seinem Leben vielen Dingen aus dem Weg gegangen ist, wird mit seinen eigenen Fehlern, Versäumnissen und unerfüllten Träumen konfrontiert. Die Begegnungen mit Fremden auf seinem Weg spiegeln die Vielschichtigkeit menschlicher Erfahrungen wider und zeigen, wie unvorhersehbar und veränderlich das Leben sein kann. Joyce gelingt es meisterhaft, Harolds innere Kämpfe und die Landschaften, durch die er wandert, mit einer poetischen und zugleich präzisen Sprache zu beschreiben. Die Erzählung ist durchzogen von einer zarten Melancholie, die jedoch nie in Hoffnungslosigkeit abdriftet. Stattdessen ist das Buch eine Ode an die Menschlichkeit, an die Bedeutung von Freundlichkeit und an die Möglichkeit der Vergebung und der persönlichen Erneuerung.Ein besonderer Aspekt des Romans ist die Art und Weise, wie die Beziehung zwischen Harold und seiner Frau Maureen dargestellt wird. Ihre allmähliche Annäherung, während Harold unterwegs ist, bietet einen tiefen Einblick in die Komplexität langjähriger Beziehungen und die Kraft der stillen Liebe. „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" ist nicht nur eine Geschichte über eine physische Reise, sondern auch ein metaphorischer Blick auf die Reisen, die wir alle im Inneren antreten müssen. Es ist ein Buch, das lange nach dem Zuklappen nachhallt und dazu anregt, über die eigenen Lebenswege und die Beziehungen, die unser Leben formen, nachzudenken. Rachel Joyce hat einen wirklich inspirierenden Roman geschaffen, der Herz und Seele berührt. Ich fand ihn wunderbar und kann empfehle ihn gerne weiter.
Ich habe Rotz und Wasser geheult... und gelacht... Harolds Reise ist so berührend gerade weil sie so unwahrscheinlich gewöhnlich ist
Ich frage mich immer warum Menschen leiden. Wieso sie beieinander sitzen, sich anscheinend und nichts dagegen tun. Ich frage mich immer warum sie nicht aufstehen und Mal was ändern. Irgendwas. Alles ist besser als einfach sitzen zu bleiben und dabei zuzu schauen wie das Leben an einem vorbeifließt. Und dabei wissen wir doch alle, wie schwer es ist das eigene Leben zu ändern. Harold will auch gar nicht sein Leben ändern, er will einfach nur Queenie retten. Und dabei weiß er bestimmt auch selber, dass Krebs so nicht funktioniert. Doch auf seiner Reise findet er andere Menschen und fühlt das Leben viel mehr als he zuvor.
Unglaublich bereichernd 🥰
Was für ein fantastisches, warmherziges, bereicherndes Buch ♥️ Warum ich das nicht schon längst gelesen habe, ist mir wirklich ein Rätsel… Harold wächst einem sofort ans Herz, just in dem Moment als er beschließt einen Brief zu schreiben an seine frühere Kollegin und seine Frau Maureen nicht versteht, was vor sich geht. Noch lieber mochte ich ihn, als er beschlossen hat, weiterzulaufen nach Norden, 1000 km. Richtig ins Herz geschlossen habe ich, als er sich auf seinem Weg immer mehr Erinnerungen und Situationen stellt, die ihn richtig herausfordern. Am liebsten wäre ich ein Stück des Weges mit ihm gegangen. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, da steckt noch mehr dahinter (keine Angst, ich spoilere nicht). Die Geschichte von Harold, Maureen und Queenie ist soviel mehr als ein Roadtrip. Es ist eine Geschichte über Verbundenheit, Liebe, Freundschaft, Erinnerungen, Trauer und Loslassen aber auch über pure Lebensfreude ♥️ 👞 Harold Fry hat mich im Sturm erobert und ich werde wohl bald noch die beiden anderen Bände lesen. Wer es noch nicht gelesen hat, sollte das unbedingt nachholen!
Eine Reise, die mein Herz berührt hat
Dieses Buch hat mich sehr berührt. Die Reise von Harold Fry ist nicht nur ein langer Weg zu Fuß, sondern vor allem eine Reise zu sich selbst. Schritt für Schritt denkt Harold über sein Leben nach, über seine Fehler, verpasste Chancen und Gefühle, die er lange verdrängt hat. Ich weine selten beim Lesen, aber bei diesem Buch habe ich geweint, und konnte einfach nicht mehr aufhören. Gerade weil Harold kein perfekter Mensch ist, wirkt die Geschichte so ehrlich und nah. Man spürt seine Einsamkeit, seine Schuld. Das Buch zeigt, dass es nie zu spät ist, sich zu ändern und Frieden mit der eigenen Vergangenheit zu finden. Eine ruhige, sehr emotionale Geschichte, die mich tief bewegt
Wunderschön und rührend
Ich bin durch die Geschichte geflogen. Die Handlung startet direkt und Harold ist ein herzlicher und authentischer Mensch den ich ab Seite eins gerne durch das Buch begleitet habe. Wir haben hier keinen Protagonisten der ein riesiger Held ist sondern bodenständig geblieben ist. Während des Reisens erfahren wir mehr über Harolds Leben, das seiner Frau und Queenie. Und auch durch die Menschen die Harold kennen lernt. Durch die Geschichten und Schicksale die sie austauschen, kehrt man auch immer wieder in sich, denkt über sich nach, kann Vergleiche ziehen oder eben keine und auch das bringt einen zum nachdenken und bewegt einen. So war dieser Roman für mich zu keinem Zeitpunkt langweilig. Ich mag jede Message des Buches und es sind tatsächlich eine Menge. Angefangen bei den kleinen wie Z.b eine Ärztin die in einem anderen Land nicht in ihrem Beruf arbeiten darf und von anderen mit Vorurteilen zu kämpfen hat und trotzdem ihre t behält bis über die anderen Schicksale der anderen Menschen und Mitwandernden bis hin zu dem von Harold, seiner Frau, dem Nachbarn und Queenie.

"Mann muss daran glauben, dass ein Mensch wieder gesund werden kann. Unser Geist ist viel grösser als wir begreifen. Wenn wir fest an etwas glauben, können wir alles schaffen" S. 26 "Wenn wir nicht ab und zu was verrücktes tun, können wir uns gleich begraben lassen." S. 52 ”..und hatten mit Herz und Verstand beschlossen, das Offensichtliche zu ignorieren und an etwas Grösseres und unendlich Schöneres als das real Sichtbare zu glauben.” S. 59 "Natürlich würde er ankommen, wenn er immer weiterging." S. 71 "Die Welt bestand aus Menschen, die einen Fuss vor den anderen setzten und vielleicht kam einem das Leben eines Menschen gewöhnlich vor, nur weil er sehr lang genau das getan hatte.." S. 230 "Aber vielleicht braucht die Welt genau das: Ein bisschen weniger Vernunft und ein bisschen mehr Glauben." S. 285 Durch das lesen dieses Buches begibt man sich auf eine Reise mit Harold Fry. Eine Reise in der man lernt durchzuhalten, in der man anfängt zu glauben, in der man sich der Vergangenheit stellen muss und vielen grausamen Erinnerungen. Harold Fry ist eine sehr liebenswürdige Person, genau aus diesem Grunde wünscht man sich sehr, dass er vorankommt und es schafft! Es hat wirklich viele tolle Stellen im Buch aber auch genau so viele traurige. Es hat einige Stellen im Buch, die ich so nicht erwartet hätte und die einen vor ganz neuen Tatsachen stellt. Von Anfang bis Ende ein berührendes und sehr gut geschriebenes Buch.
»Sagen Sie ihr, Harold Fry ist auf dem Weg.« Harold Fry, ein unscheinbarer Mann in seinen Sechzigern, begibt sich auf eine spontane Pilgerreise von über 1.000 km, um seine sterbende Freundin Queenie zu besuchen. Seine Frau Maureen erwartet zunächst, dass er bald scheitern und zurückkehren wird, doch stattdessen führt jeder Kilometer Harold näher zu sich selbst. Alles reduziert sich auf das Wesentliche, jeder Schritt wird zu einer Reise der Selbstfindung und des persönlichen Wachstums. Konfrontiert mit unausgesprochenen Wünschen, gescheiterten Hoffnungen und lähmendem Bedauern, muss Harold lernen, sich selbst zu vergeben und einen Neuanfang zu wagen. Das Überbringen eines Briefes ist im Grunde ein schlichter, gradliniger Vorgang, doch Rachel Joyce nimmt ihn als Ausgangspunkt für eine vielschichtige Erzählung über das Leben, die Liebe und die menschliche Natur. Sie lotet die Tiefen der menschlichen Emotionen aus und kreist dabei immer wieder um das Thema Trauer, doch sie verfällt niemals in schnöden Betroffenheitskitsch. Der Roman entwickelt eine ungeheure Sogwirkung, denn Harold kann als authentischer, tiefgründiger Charakter überzeugen. Bevor man sich versieht, hat man schon eine starke emotionale Bindung zu ihm aufgebaut und verfolgt gespannt seine Entwicklung im Laufe der Geschichte. Auch die Nebencharaktere sind gut geschrieben; in jedem davon blitzt ein Moment der emotionalen Wahrheit auf, wenn sie Harold begegnen. Rachel Joyce fasst die Gefühle und Gedanken ihrer Charaktere in poetische, einfühlsame Worte, die lange nachhallen. Die emotionale Tiefe der Geschichte, die Nuancen der Charaktere und der eindringliche Schreibstil machen den Roman zu einem herzergreifenden und lohnenden Leseerlebnis.
Ist das ein Happy End oder doch verlorene Zeit?
Ein unglaublich trauriges Buch, das beschreibt, wie es ist, wenn man nichts macht. Man kann alles haben und doch ist da nichts, und trotzdem macht man nichts, weil man halt nicht weiß, was. Und Nichts tun kann man nicht wieder gut machen. "Noch besser wäre es gewesen, wenn ihm achon die Worte fehlten, David einfach in die Arme zu nehmen. Aber das hatte er nicht getan. Er hatte die Angst seines Sohnes so schnerzhafr gespürt und keinen Ausweg gesehen. An dem Vormittag, als sein Sohn zu seinem Vater hochgeblickt und um Hilfe gebeten hatte, war von ihm nichts gekommen Er zog die Schultern hoch und trieb seine Füße an, als laufe er nicht so sehr zu Queenie, sondern vor sich selbst davon ."
„Ich bin auf dem Weg. Du musst nur durchhalten. Ich werde dich retten, du wist schon sehen. Ich werde laufen und du wirst leben.“
Das ganze Buch über begleiten wir Harold auf seiner langen Reise. Seine persönliche Entwicklung ist durch das ganze Buch hindurch enorm hoch und faszinierend. Er startet ganz alleine, eher aus dem Affekt heraus, ohne Plan, ohne Gepäck, ohne Wechselkleidung, ohne Kompass, ohne Wanderausrüstung und ohne Hygieneartikel. Sein Ziel ist einzig und allein Queenie und wie er dort ankommt oder was andere von ihm denken könnten, ist ihm völlig egal. Bei diesem Buch ist das Sprichwort „Der Weg ist das Ziel“ Gesetz. Für mich war ab einem bestimmten Punkt im Buch wirklich nur noch wichtig, ob Harold es zu Queenie schafft. Gedanklich war ich auf seinem Weg immer bei ihm. Ein wirklich berührendes Buch, welches nachdenklich stimmt und zur Selbstreflexion anregt.
Kurzbeschreibung: Eigentlich will Harold Fry nur einen Brief einwerfen an seine frühere Kollegin Queenie Hennessy, die im Sterben liegt. Doch dann läuft er am Briefkasten vorbei und auch am Postamt, aus der Stadt hinaus und immer weiter, 87 Tage, 1000 Kilometer. Zu Fuß von Südengland bis an die schottische Grenze zu Queenies Hospiz. Eine Reise, die er jeden Tag neu beginnen muss. Für Queenie. Für seine Frau Maureen. Für seinen Sohn David. Für sich selbst. Und für uns alle. Zur Autorin: Rachel Joyce weiß, wie man Menschen mit Worten ganz direkt berührt. Die Autorin hat über 20 Original-Hörspiele für die BBC verfasst und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet. Daneben hat sie Stoffe fürs Fernsehen bearbeitet und auch selbst als Schauspielerin für Theater und Film gearbeitet. Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry ist ihr erster Roman. Er erscheint in über 30 Sprachen auf der ganzen Welt. Rachel Joyce lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Gloucestershire auf dem Land. Rezension: Der Mittsechziger Harold Fry ist seit Kurzem Rentner, er arbeitete früher für eine Brauerei und seit er zuhause ist, weiß er nicht so richtig was mit sich anzufangen. Seine langjährige Ehe mit Maureen ist in ein Fahrwasser geraten, wo beide sich kaum noch etwas zu sagen haben und man mehr aneinander vorbei lebt. Eines Tages erreicht Harold ein Brief aus einem Hospiz an der Grenze zu Schottland. Der Absender ist Queenie Hennessy, eine ehemalige Kollegin, die Harold vor 20 Jahren aus den Augen verlor. Sie hat Krebs im Endstadium und die Ärzte geben ihr nicht mehr lange zu leben. Harold ist sehr traurig über diese Nachricht und beschließt, ihr zu antworten. Doch als er sich auf den Weg zum nächsten Briefkasten macht, um seinen Brief einzuwerfen, ist er sich seiner Worte in seinem Antwortbrief nicht mehr sicher und läuft weiter. Und so beginnt die Pilgerreise des Harold Fry, der sich aufmacht, nach Berwick zu Queenie zu laufen, 1000 Kilometer, um sie zu retten... Rachel Joyce ist mit ihrem Roman "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" eine sehr warmherzige, anrührende aber auch nachdenklich machende Geschichte gelungen. Zwar passiert nicht wirklich viel während Harolds Pilgerreise zu Queenie, doch das muss es auch gar nicht und wäre auch nicht Sinn und Zweck dieser Geschichte. Harold ist ein sehr zurückhaltender Mann, der schüchtern und ohne aufzufallen durchs Leben geht. Er wird von seiner langjährigen Ehefrau Maureen eigentlich mehr geduldet als noch geliebt und die beiden verbindet eine Art Zweckgemeinschaft. Das einzige, was Maureen noch wirklich interessiert, ist ihr gemeinsamer Sohn David. Die Telefonate mit ihm und das ewige Warten auf einen Besuch von ihm bestimmen ihr sonst eher eintöniges Leben. Als Harold sich auf seine Pilgerreise macht, reagiert Maureen anfangs zornig und kann seine Intension dazu, nämlich Queenie am Leben zu erhalten, in keinster Weise nachvollziehen. Doch schon bald muss sie feststellen, wie sehr er ihr fehlt. Sie öffnet sich nach einiger Zeit ihrem Nachbarn Rex und zu diesem Zeitpunkt wird Maureen dem Leser sympathischer. Harold selbst hat einige Erlebnisse auf seiner Reise, die teils zum Nachdenken anregen, aber auch humorvoll sind. Er reflektiert während seines Weges seine Vergangenheit mit den Eltern, die ihn früh verlassen bzw. nicht geliebt haben, seine lange Ehe mit Maureen mit allen Höhen und Tiefen und auch sein Verhältnis zu David, seinem Sohn. Sehr gelungen empfand ich die Perspektivwechsel zwischen Harolds Erlebnissen auf seiner Reise und Maureens Gedanken zuhause. Am Ende wird etwas offenbart, was Harolds und Maureens Auseinanderdriften in ihrer Beziehung und auch das Verhältnis zwischen Vater und Sohn sehr schlüssig erklärt, was man zwar bereits vorher voraussehen kann, für mich aber eine Überraschung bereithielt. Auch das Zusammentreffen zwischen Harold und Queenie empfand ich als sehr berührend, vor allem wenn man sich schon einmal selbst in ähnlicher Lage befand, konnte man die Gefühle und Gedanken, die Harold da durch den Kopf gingen, sehr gut nachempfinden. Mir hat "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" sehr gut gefallen. Es ist ein Buch der eher leisen Worte, die die eheliche Beziehung von Harold und Maureen und das Verhältnis zu ihrem Sohn David sehr in den Vordergrund rücken und die vermitteln, das es nie zu spät ist, an etwas zu glauben und das Glaube wirklich Berge versetzen kann. Fazit: "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" besticht durch seinen Protagonisten, der so völlig normal und ohne großes Aufheben seine Reise zu Fuß bestreitet, die von Hoffnung, Glaube, Vergebung, Liebe und Krankheit schildert. Rachel Joyce hat mit ihrem Roman eine wunderbare Geschichte ersonnen, die von ihren leisen Worten lebt und den Leser zu berühren vermag.
Neben Hape Kerkeling und Stephan Albus wird Harold Fry einer meiner Lieblingspilger bleiben. Sein Grund zu pilgern ist ehrenhaft. Er muss allerdings das wie zwischenzeitlich revidieren. Denn nur, wer sich auf die ¨Reise¨ einlässt, wird auch diese zu Ende führen. Der Weg ist das Ziel, wie es so lapidar heisst. Und darauf muss Harold voll vertrauen. Harolds Erkenntnisse sind nicht nur tiefschürfend, sondern oft genug einfach nur menschlich. Liebe, Verlust und Tod liegen haarscharf nebeneinander. Diese Erkenntnis bringt die Pilgerreise fast zum scheitern - und Harold fast zum verzweifeln. Er wird sich seiner tiefgreifenden Fehler bewusst, die sein Leben genau in die Richtung getrieben haben, in die jetzt läuft. Aber ist nicht genau das Sinn einer Reise? Aus Fehlern zu lernen, die Seele zu säubern und neu durchzustarten? Jeder sollte solch eine Reise in seinem Leben tun - egal, wann sie beginnt und wie lange sie dauert. Da das Buch einige Längen hat, vergebe ich nur vier Sterne. Trotzdem ist das Buch eine klare Leseempfehlung..
Eines Tages erhält Harold einen Brief von einer früheren Arbeitskollegin. Sie hat Krebs und möchte sich so von ihm verabschieden. Harold schreibt ihr direkt einen Antwortbrief und läuft zum Postkasten, um ihn einzuwerfen, doch als er ankommt, läuft er einfach vorbei. Auch an dem nächsten Briefkasten läuft er weiter und so beginnt seine Reise quer durch England. Wenn mich jemand fragt, was das für ein Buch ist, würde ich wahrscheinlich sagen, es ist ein Reisebuch. Nicht nur eine Reise durch England, sondern auch eine Reise zu sich selbst. Ich glaube, auch als Leser begibt man sich mit diesem Buch auf eine Reise. Ich merke selbst, dass es mich verändert hat - und solche Bücher sind mir die liebsten. Die Geschichte ist einfach nur schön. Sie kann einem selbst sehr viel geben. Aber auch der Schreibstil ist etwas Besonderes. Es werden Bilder mit Worten gemalt, die sich einfach in meinem Kopf festgesetzt haben. Ich habe viele Sätze aus dem Buch herausgeschrieben, weil sie mich so bewegt haben. Ich habe auch mit Harold mitgelitten, die letzten 30 Seiten sind mit die Tränen aus den Augen gelaufen und ich konnte nichts dagegen tun. Außerdem ist dieses Buch wunderschön beruhigend. Ich habe es relativ schnell durchgelesen, aber das lag daran, dass ich viel gelesen habe, nicht dass das Buch sich schnell liest. Doch das passt total. Dieser beruhigende Schreibstil passt super zur Geschichte und man kann alles, was geschrieben wird, in sich aufnehmen. Fazit: ❤❤❤❤❤/❤❤❤❤❤ An dem Buch habe ich absolut gar nichts auszusetzen. Es ist toll geschrieben, die Geschichte ist wunderschön berührend und bewegend, das Cover ist toll, die Charaktere sind so fassbar, als wären sie real. In meiner Ausgabe befindet sich in dem Buch hinten eine Karte, in die die Route von Harold eingezeichnet ist. Ich war noch nie in England, aber ich habe das Gefühl, durch die Karte und die Beschreibungen, habe ich das Land etwas besser kennengelernt.
Wahrscheinlich hätte ich das Buch nicht von allein gewählt, weil ich dachte, ich bin nicht in der stimmung für solch eine Geschichte. Nun hat aber meine Tochter das Buch für mich ausgewählt. Eigentlich hat es mir sehr gut gefallen. Harold beginnt seine Reise aus einem Gefühl heraus, absolut ungeplant, ohne jede Vorbereitung. Dann entwickelt er einen so starken Willen, dieses Vorhaben zu Ende zu bringen, der echt bemerkenswert ist. Harold erlebt auf seiner Reise so einiges, sowohl positiv als auch negativ. Er hört vielen einfach nur zu und jede einzelne Begegnung bringt Harold zum Nachdenken. So finden wir immer mehr über Harolds Leben und seine Vergangenheit heraus. Jede einzelne Begegnung ändert sowohl Harold als auch seinen Gegenpart. Auch wenn mir Harold nicht immer sympatisch war und ich eigentlich das ganze Buch über nicht richtig warm mit ihm geworden bin, hat dieses Buch eine absolute Sogwirkung entwickelt. Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry ist ein außergewöhnliches Buch vom Suchen und Finden, vom Glauben an das Unmögliche getragen.
Ich hätte es eigentlich, wissen müssen, dass dieses Buch mir nicht gefallen wird. Ich habe Probleme mit Geschichten, in denen der naive Protagonist durch die Welt taumelt ohne dass man eine Weiterentwicklung seiner Persönlichkeit entdecken kann. Die Geschichten, die er erlebt gehen als weiter und weiter und ich sehne, dass Ende seiner Odyssee herbei. Ob sie nun Candide, der Taugenichts, der Hundertjährige oder Forest Gump heißen. Es macht mich regelrecht aggressiv. Und so wird aus einer guten Idee und einem seriösen Thema, wie die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Lebens am Beginn des Lebensabends, ein einfältige langweilige Geschichte. Den Extrastern gibt es für den noch akzeptablen Beginn des Buches. --------- I should have known that this book will not please me. I have problems with novels in which the naive protagonist strolls through the world without discovering a further development of his personality. A good idea and a serious subject, like the question of the meaningfulness of life at the beginning of the evening of life, turns into a simple, boring story. The second star is for the still acceptable beginning of the book.
Harold Fry hat in seinem Leben nie etwas wirklich Aufregendes getan oder hat sich mit Leuten überworfen um seine Meinung durchzusetzen. Jetzt ist er Rentner und seiner Frau eigentlich nur im Weg. Die einzige Abwechslung ist ein Plausch mit seinem Nachbarn über den Gartenzaun. Doch eines Tages bekommt er einen Brief einer ehemaligen Arbeitskollegin, die ihm mitteilt, dass sie an Krebs erkrankt ist. Aus einem inneren Bedürfnis heraus marschiert Harold los und beginnt eine 1000 km lange Pilgerreise quer durch England, mit der Gewissheit das Queenie Hennessy auf ihn wartet. Zwischendrin wird er sogar zu einem Medienereignis, aber nichts kann ihn von seinem Weg abbringen. Er bewegt die Herzen der Menschen mit seinem Ansinnen und bekommt dabei oft Hilfe von unerwarteter Seite. Ich kann verstehen warum dieses Buch so viele Fans hat. Harold ist nämlich ein Durchschnittstyp unscheinbar und angepasst, so wie die Meisten, und dann eines Tages steht er auf und tut etwas aus Überzeugung das allen Respekt einflößt. Angesichts der Hilflosigkeit und des Sterbens ist diese Pilgerreise eine Art Kampf. Sich Auflehnens, nicht stillhalten und abwarten. Auch wenn es am Ergebnis nichts ändert. Es hat mich auch bewegt, dass Harold kurz vorm Ziel in die Irre geht. Einmal weil er nicht weiß, was geschieht wenn seine Reise zu Ende ist. Wie es sein wird wenn seine Aufgabe erfüllt ist und Zweitens aus der Angst heraus das all sein Handeln völlig umsonst war und sich nichts ändert. Dieses Gefühl kennt so ziemlich jeder glaube ich. Wenn man hart an etwas arbeitet und für etwas kämpft, steht am Ende oft die Frage: Und nun? Aber Harold hat vielleicht nicht den Kampf gegen den Krebs gewonnen, aber er hat zu sich selbst gefunden und viele Menschen durch seine Reise bewegt. Auch das Verhältnis zu seiner Ehefrau hat sich verbessert und er konnte endlich den Selbstmord seines Sohnes verarbeiten. Ein bisschen nimmt die Autorin auch unsere Popkultur auf die Schippe. Wie schnell wir bereit sind jemanden in den Heldenstatus zu erheben und wie viele sich dem Hype anschließen, um ein wenig von Glanz des Helden abzubekommen. Das Schöne war aber, dass Harold sich nicht korrumpieren lässt und unbeirrt seinen Weg fortsetzt. Eine tolle Geschichte, die zeigt, dass man nie zu alt ist etwas zu verändern und dass jede Reise mit deinem ersten kleinen Schritt beginnt.
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Eigentlich wollte er nur zum Briefkasten. Dann geht Harold Fry 1000 Kilometer zu Fuss.
Rachel Joyce' unvergesslicher Selbstfindungs-Roman über eine ungewöhnliche Pilgerreise hat die ganze Welt erobert.
»Ich bin auf dem Weg. Du musst nur durchhalten. Ich werde Dich retten, Du wirst schon sehen. Ich werde laufen, und Du wirst leben.«
Harold Fry will nur kurz einen Brief einwerfen an seine frühere Kollegin Queenie Hennessy, die im Sterben liegt. Doch dann läuft er am Briefkasten vorbei und auch am Postamt, aus der Stadt hinaus und immer weiter, 87 Tage, 1000 Kilometer. Zu Fuß von Südengland bis an die schottische Grenze zu Queenies Hospiz. Eine Reise, die er jeden Tag neu beginnen muss. Für Queenie. Für seine Frau Maureen. Für seinen Sohn David. Für sich selbst. Und für uns alle.
Der preisgekrönte Roman von Rachel Joyce über Geheimnisse und lebensverändernde Momente, Tapferkeit und Betrug, Liebe und Loyalität und ein ganz unscheinbares Paar Segelschuhe.
Die Reihenfolge der Trilogie:
Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry (Band 1)
Das Geheimnis der Queenie Hennessy (Band 2)
Die erstaunliche Entdeckungsreise der Maureen Fry (Band 3)
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Author Description
Rachel Joyce nimmt uns in ihren Romanen immer wieder mit auf besondere Lebensreisen. Mit ihren liebenswerten Figuren, ihrem Humor und ihrer feinfühligen Sprache bewegt sie Millionen Leserinnen und Leser. Für ihre Werke, darunter »Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry«, wurde sie vielfach ausgezeichnet. Rachel Joyce war Bühnenschauspielerin u.a. bei der Royal Shakespeare Company und ist Autorin zahlreicher Hörspiele für die BBC. Sie lebt mit ihrer Familie auf dem Land in Gloucestershire.
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Die unglaubliche Pilgerreise des Harold Fry von Rachel Joyce hat mich tief berührt. Anfangs wirkt die Geschichte sehr unscheinbar: Ein Rentner, der einfach nur einen Brief einwerfen will. Doch aus dieser kleinen Geste entwickelt sich eine unglaubliche Reise, die ihn mit seiner Vergangenheit konfrontiert. 🚶♂️ "Auf seiner Reise begegnet er den unterschiedlichsten Menschen – von seiner oft übersehenen Frau Maureen über Fremde, die ihm helfen, bis hin zu einem Nachbarn – und jeder von ihnen ist ein Spiegel für sein eigenes Leben. Es sind diese Begegnungen, die ihm helfen, seine inneren Dämonen zu verstehen und zu akzeptieren." Was das Buch so besonders macht, ist die Mischung aus Hoffnung und Melancholie. Es zeigt eindringlich, wie die Vergangenheit die Zukunft bestimmt und dass man sich seinen Fehlern stellen muss, um weiterzukommen. Harold versucht, seine Fehler "wegzumachen", lernt aber, dass es viel wichtiger ist, die eigenen und die Narben anderer zu akzeptieren. Eine der stärksten Botschaften für mich war, dass man den Wert einer Person oft erst erkennt, wenn sie nicht mehr da ist. Das hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht. Aber es gibt auch hoffnungsvolle Momente, wie die Begegnung mit dem Mädchen, das sagt: "Du musst nur stark genug an das Positive denken, dann wird es auch wahr." ✨ Ein sehr schönes, gut lesbares Buch, das voller Menschlichkeit steckt und zeigt, wie man auch im hohen Alter mutige Schritte machen kann. Absolut lesenswert! Ich glaube fest daran, dass die Kraft des positiven Denkens viel verändern kann. Aber hat diese Idee wirklich keine Grenzen? Was denkt ihr: Wann hört positives Denken auf zu wirken?
Ein Buch über das Sterben, den Weg dahin und das dabei zuschauen müssen.
Wenn ich das Buch nur nach meiner persönlichen Meinung bewertet hätte, hätte ich drei Sterne vergeben. Aber das wäre unfair. Die Thematik des Buches war klar, daher kann ich das kaum kritisieren. Dennoch gibt es von mir keine fünf Sterne. Obwohl es durchaus Tiefgang hat und viele Botschaften darin stecken, hat mir das Ende irgendwie nicht ganz gefallen. Mir fehlte etwas. So war das ganze Buch zwar eine Reise, wie der Titel verspricht, aber durchweg vorhersehbar. Mir hat gefallen, wie dargestellt wurde, dass er seine persönliche Intention zwischendurch hat aufgeben müssen, weil die Menschen , die sich ihm anschließen, ihm ungewollt und überfallartig die Kontrolle abnehmen. Es ist eine gute Aussage dahinter und sicher auch so gekommen, wenn es eine wahre Geschichte wäre. Es ist nicht umsonst ein durchaus bekanntes Buch und hat es auch verdient. ⭐️⭐️⭐️⭐️
Eine überraschende Entscheidung führt zu einer Reise zu sich selbst
Dieses Buch war ein Fund in einem Bücherschrank. Ich fand es klang gut. Ich hatte etwas lustiges erwartet, bekam aber eine Geschichte voller Ernsthaftigkeit und manchmal auch einer gewissen Portion Traurigkeit. Die Beziehung zwischen Harold und Maureen hat soviel aushalten müssen, dass die beiden sich selbst verloren haben. Durch seine Reise quer durch England finden beide wieder heraus, was wirklich zählt. Eins Geschichte mit vielen Tiefen, aber auch einigen Höhen. Es lohnt sich den Weg mit Harold zu gehen.
Berührend und herzerreißend
Ein Roman voller Gefühle die einen überschwemmen. Wie weit geht man für Menschen die man sehr gerne hat. Harold ist über 1000km gelaufen um eine im Sterben liegende Freundin zu besuchen und hatte viel Zeit auf dem Weg nach zu denken. Alle Wunden kamen wieder hoch. Das Ende war ergreifend und wunderschön.
Unbedingt lesen ❤️
Was für ein fantastisches, warmherziges, bereicherndes Buch ♥️ Warum ich das nicht schon längst gelesen habe, ist mir wirklich ein Rätsel… Harold wächst einem sofort ans Herz, just in dem Moment als er beschließt einen Brief zu schreiben an seine frühere Kollegin und seine Frau Maureen nicht versteht, was vor sich geht. Noch lieber mochte ich ihn, als er beschlossen hat, weiterzulaufen nach Norden, 1000 km. Richtig ins Herz geschlossen habe ich, als er sich auf seinem Weg immer mehr Erinnerungen und Situationen stellt, die ihn richtig herausfordern. Am liebsten wäre ich ein Stück des Weges mit ihm gegangen. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, da steckt noch mehr dahinter (keine Angst, ich spoilere nicht). Die Geschichte von Harold, Maureen und Queenie ist soviel mehr als ein Roadtrip. Es ist eine Geschichte über Verbundenheit, Liebe, Freundschaft, Erinnerungen, Trauer und Loslassen aber auch über pure Lebensfreude ♥️ 👞 Harold Fry hat mich im Sturm erobert und ich werde wohl bald noch die beiden anderen Bände lesen. Wer es noch nicht gelesen hat, sollte das unbedingt nachholen!
Ein wunderschönes, nachdenklich stimmendes Buch über Selbstfindung, Vergebung und die Kraft des Neuanfangs. Absolut lesenswert!
Inhalt Als Harold Fry einen Abschiedsbrief von Queenie Hennessy erhält, einer ehemaligen Arbeitskollegin, die unheilbar an Krebs erkrankt ist, bricht für ihn eine unerwartete Reise an. Anfangs will er ihr lediglich mit einem kurzen Schreiben antworten und macht sich auf den Weg zum Briefkasten. Doch statt den Brief abzugeben, beschließt er spontan, selbst zu ihr ins Hospiz zu gehen – zu Fuß. Diese Entscheidung führt ihn auf eine wochenlange Pilgerreise quer durch England. Auf seinem Weg begegnet Harold nicht nur Höhen und Tiefen, sondern auch sich selbst: lange verdrängte Erinnerungen und Emotionen kommen wieder ans Licht. Doch die Frage bleibt, ob er es rechtzeitig schaffen wird, sich von Queenie zu verabschieden. Meinung Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry ist nicht nur eine Reise durch England, sondern vor allem eine Reise zu Harold selbst. Harold ist eine zutiefst unsichere Figur, die das Gefühl hat, in ihrem Leben so vieles falsch gemacht zu haben: die Beziehung zu seiner Frau ist distanziert, die Verbindung zu seinem Sohn zerrüttet, und selbst Queenie, die ihm einst viel bedeutete, hat er im Stich gelassen. Mit seiner Pilgerreise scheint er beweisen zu wollen, dass er noch etwas richtig machen kann. Doch immer wieder stößt er an Grenzen, die ihn zwingen, sich mit seinen Fehlern auseinanderzusetzen. An manchen Stellen hätte ich mir jedoch ein entschiedeneres Handeln von Harold gewünscht. Als ihm beispielsweise ein Deal mit einer Getränkefirma aufgezwungen wird, fügt er sich fast kampflos. Seine Erklärung, er sei ein Nachkriegskind, das nichts wegwerfen könne, wirkt in diesem Zusammenhang eher schwach. Warum spendet er die Getränke nicht? Gleichzeitig sind es vielleicht genau diese Momente, die Harold als komplexe und menschliche Figur auszeichnen – eine Figur, die nicht immer so handelt, wie man es von ihr erwarten würde. Eine der wenigen Schwächen des Buches ist für mich die Szene im Hospiz. Obwohl Harold so eine lange und beschwerliche Reise hinter sich hat, fehlt ihm hier meines Erachtens die Stärke, die er auf seinem Weg hätte entwickeln können. Dies macht die Szene emotional berührend, aber auch frustrierend. Das Ende hingegen bietet einen stimmigen Abschluss. Es ist bewegend, ohne übertrieben dramatisch zu sein, und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Der Schreibstil ist flüssig und einnehmend. Rachel Joyce schafft es, den Leser tief in Harolds Gedanken- und Gefühlswelt eintauchen zu lassen. Man leidet, hofft und jubelt mit ihm, während er seinen Weg unbeirrt weitergeht. Die Botschaft des Buches ist inspirierend: Es ist nie zu spät, etwas zu verändern und Verantwortung für sein Leben zu übernehmen.
"Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" von Rachel Joyce ist ein bewegender und zugleich erhebender Roman, der die Geschichte von Harold Fry erzählt, einem kürzlich pensionierten Mann, der unerwartet auf eine außergewöhnliche Reise quer durch England geht. Nachdem er einen Brief von einer ehemaligen Kollegin, Queenie Hennessy, erhält, die im Sterben liegt, beschließt Harold, ihr einen Brief zu schreiben. Doch anstatt ihn in den Briefkasten zu werfen, wird er von einer plötzlichen Eingebung geleitet, den Brief persönlich zu überbringen - zu Fuß. Was als eine impulsiv angetretene Wanderung beginnt, entwickelt sich zu einer tiefgreifenden Selbstentdeckungsreise. Harold, der in seinem Leben vielen Dingen aus dem Weg gegangen ist, wird mit seinen eigenen Fehlern, Versäumnissen und unerfüllten Träumen konfrontiert. Die Begegnungen mit Fremden auf seinem Weg spiegeln die Vielschichtigkeit menschlicher Erfahrungen wider und zeigen, wie unvorhersehbar und veränderlich das Leben sein kann. Joyce gelingt es meisterhaft, Harolds innere Kämpfe und die Landschaften, durch die er wandert, mit einer poetischen und zugleich präzisen Sprache zu beschreiben. Die Erzählung ist durchzogen von einer zarten Melancholie, die jedoch nie in Hoffnungslosigkeit abdriftet. Stattdessen ist das Buch eine Ode an die Menschlichkeit, an die Bedeutung von Freundlichkeit und an die Möglichkeit der Vergebung und der persönlichen Erneuerung.Ein besonderer Aspekt des Romans ist die Art und Weise, wie die Beziehung zwischen Harold und seiner Frau Maureen dargestellt wird. Ihre allmähliche Annäherung, während Harold unterwegs ist, bietet einen tiefen Einblick in die Komplexität langjähriger Beziehungen und die Kraft der stillen Liebe. „Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" ist nicht nur eine Geschichte über eine physische Reise, sondern auch ein metaphorischer Blick auf die Reisen, die wir alle im Inneren antreten müssen. Es ist ein Buch, das lange nach dem Zuklappen nachhallt und dazu anregt, über die eigenen Lebenswege und die Beziehungen, die unser Leben formen, nachzudenken. Rachel Joyce hat einen wirklich inspirierenden Roman geschaffen, der Herz und Seele berührt. Ich fand ihn wunderbar und kann empfehle ihn gerne weiter.
Ich habe Rotz und Wasser geheult... und gelacht... Harolds Reise ist so berührend gerade weil sie so unwahrscheinlich gewöhnlich ist
Ich frage mich immer warum Menschen leiden. Wieso sie beieinander sitzen, sich anscheinend und nichts dagegen tun. Ich frage mich immer warum sie nicht aufstehen und Mal was ändern. Irgendwas. Alles ist besser als einfach sitzen zu bleiben und dabei zuzu schauen wie das Leben an einem vorbeifließt. Und dabei wissen wir doch alle, wie schwer es ist das eigene Leben zu ändern. Harold will auch gar nicht sein Leben ändern, er will einfach nur Queenie retten. Und dabei weiß er bestimmt auch selber, dass Krebs so nicht funktioniert. Doch auf seiner Reise findet er andere Menschen und fühlt das Leben viel mehr als he zuvor.
Unglaublich bereichernd 🥰
Was für ein fantastisches, warmherziges, bereicherndes Buch ♥️ Warum ich das nicht schon längst gelesen habe, ist mir wirklich ein Rätsel… Harold wächst einem sofort ans Herz, just in dem Moment als er beschließt einen Brief zu schreiben an seine frühere Kollegin und seine Frau Maureen nicht versteht, was vor sich geht. Noch lieber mochte ich ihn, als er beschlossen hat, weiterzulaufen nach Norden, 1000 km. Richtig ins Herz geschlossen habe ich, als er sich auf seinem Weg immer mehr Erinnerungen und Situationen stellt, die ihn richtig herausfordern. Am liebsten wäre ich ein Stück des Weges mit ihm gegangen. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, da steckt noch mehr dahinter (keine Angst, ich spoilere nicht). Die Geschichte von Harold, Maureen und Queenie ist soviel mehr als ein Roadtrip. Es ist eine Geschichte über Verbundenheit, Liebe, Freundschaft, Erinnerungen, Trauer und Loslassen aber auch über pure Lebensfreude ♥️ 👞 Harold Fry hat mich im Sturm erobert und ich werde wohl bald noch die beiden anderen Bände lesen. Wer es noch nicht gelesen hat, sollte das unbedingt nachholen!
Eine Reise, die mein Herz berührt hat
Dieses Buch hat mich sehr berührt. Die Reise von Harold Fry ist nicht nur ein langer Weg zu Fuß, sondern vor allem eine Reise zu sich selbst. Schritt für Schritt denkt Harold über sein Leben nach, über seine Fehler, verpasste Chancen und Gefühle, die er lange verdrängt hat. Ich weine selten beim Lesen, aber bei diesem Buch habe ich geweint, und konnte einfach nicht mehr aufhören. Gerade weil Harold kein perfekter Mensch ist, wirkt die Geschichte so ehrlich und nah. Man spürt seine Einsamkeit, seine Schuld. Das Buch zeigt, dass es nie zu spät ist, sich zu ändern und Frieden mit der eigenen Vergangenheit zu finden. Eine ruhige, sehr emotionale Geschichte, die mich tief bewegt
Wunderschön und rührend
Ich bin durch die Geschichte geflogen. Die Handlung startet direkt und Harold ist ein herzlicher und authentischer Mensch den ich ab Seite eins gerne durch das Buch begleitet habe. Wir haben hier keinen Protagonisten der ein riesiger Held ist sondern bodenständig geblieben ist. Während des Reisens erfahren wir mehr über Harolds Leben, das seiner Frau und Queenie. Und auch durch die Menschen die Harold kennen lernt. Durch die Geschichten und Schicksale die sie austauschen, kehrt man auch immer wieder in sich, denkt über sich nach, kann Vergleiche ziehen oder eben keine und auch das bringt einen zum nachdenken und bewegt einen. So war dieser Roman für mich zu keinem Zeitpunkt langweilig. Ich mag jede Message des Buches und es sind tatsächlich eine Menge. Angefangen bei den kleinen wie Z.b eine Ärztin die in einem anderen Land nicht in ihrem Beruf arbeiten darf und von anderen mit Vorurteilen zu kämpfen hat und trotzdem ihre t behält bis über die anderen Schicksale der anderen Menschen und Mitwandernden bis hin zu dem von Harold, seiner Frau, dem Nachbarn und Queenie.

"Mann muss daran glauben, dass ein Mensch wieder gesund werden kann. Unser Geist ist viel grösser als wir begreifen. Wenn wir fest an etwas glauben, können wir alles schaffen" S. 26 "Wenn wir nicht ab und zu was verrücktes tun, können wir uns gleich begraben lassen." S. 52 ”..und hatten mit Herz und Verstand beschlossen, das Offensichtliche zu ignorieren und an etwas Grösseres und unendlich Schöneres als das real Sichtbare zu glauben.” S. 59 "Natürlich würde er ankommen, wenn er immer weiterging." S. 71 "Die Welt bestand aus Menschen, die einen Fuss vor den anderen setzten und vielleicht kam einem das Leben eines Menschen gewöhnlich vor, nur weil er sehr lang genau das getan hatte.." S. 230 "Aber vielleicht braucht die Welt genau das: Ein bisschen weniger Vernunft und ein bisschen mehr Glauben." S. 285 Durch das lesen dieses Buches begibt man sich auf eine Reise mit Harold Fry. Eine Reise in der man lernt durchzuhalten, in der man anfängt zu glauben, in der man sich der Vergangenheit stellen muss und vielen grausamen Erinnerungen. Harold Fry ist eine sehr liebenswürdige Person, genau aus diesem Grunde wünscht man sich sehr, dass er vorankommt und es schafft! Es hat wirklich viele tolle Stellen im Buch aber auch genau so viele traurige. Es hat einige Stellen im Buch, die ich so nicht erwartet hätte und die einen vor ganz neuen Tatsachen stellt. Von Anfang bis Ende ein berührendes und sehr gut geschriebenes Buch.
»Sagen Sie ihr, Harold Fry ist auf dem Weg.« Harold Fry, ein unscheinbarer Mann in seinen Sechzigern, begibt sich auf eine spontane Pilgerreise von über 1.000 km, um seine sterbende Freundin Queenie zu besuchen. Seine Frau Maureen erwartet zunächst, dass er bald scheitern und zurückkehren wird, doch stattdessen führt jeder Kilometer Harold näher zu sich selbst. Alles reduziert sich auf das Wesentliche, jeder Schritt wird zu einer Reise der Selbstfindung und des persönlichen Wachstums. Konfrontiert mit unausgesprochenen Wünschen, gescheiterten Hoffnungen und lähmendem Bedauern, muss Harold lernen, sich selbst zu vergeben und einen Neuanfang zu wagen. Das Überbringen eines Briefes ist im Grunde ein schlichter, gradliniger Vorgang, doch Rachel Joyce nimmt ihn als Ausgangspunkt für eine vielschichtige Erzählung über das Leben, die Liebe und die menschliche Natur. Sie lotet die Tiefen der menschlichen Emotionen aus und kreist dabei immer wieder um das Thema Trauer, doch sie verfällt niemals in schnöden Betroffenheitskitsch. Der Roman entwickelt eine ungeheure Sogwirkung, denn Harold kann als authentischer, tiefgründiger Charakter überzeugen. Bevor man sich versieht, hat man schon eine starke emotionale Bindung zu ihm aufgebaut und verfolgt gespannt seine Entwicklung im Laufe der Geschichte. Auch die Nebencharaktere sind gut geschrieben; in jedem davon blitzt ein Moment der emotionalen Wahrheit auf, wenn sie Harold begegnen. Rachel Joyce fasst die Gefühle und Gedanken ihrer Charaktere in poetische, einfühlsame Worte, die lange nachhallen. Die emotionale Tiefe der Geschichte, die Nuancen der Charaktere und der eindringliche Schreibstil machen den Roman zu einem herzergreifenden und lohnenden Leseerlebnis.
Ist das ein Happy End oder doch verlorene Zeit?
Ein unglaublich trauriges Buch, das beschreibt, wie es ist, wenn man nichts macht. Man kann alles haben und doch ist da nichts, und trotzdem macht man nichts, weil man halt nicht weiß, was. Und Nichts tun kann man nicht wieder gut machen. "Noch besser wäre es gewesen, wenn ihm achon die Worte fehlten, David einfach in die Arme zu nehmen. Aber das hatte er nicht getan. Er hatte die Angst seines Sohnes so schnerzhafr gespürt und keinen Ausweg gesehen. An dem Vormittag, als sein Sohn zu seinem Vater hochgeblickt und um Hilfe gebeten hatte, war von ihm nichts gekommen Er zog die Schultern hoch und trieb seine Füße an, als laufe er nicht so sehr zu Queenie, sondern vor sich selbst davon ."
„Ich bin auf dem Weg. Du musst nur durchhalten. Ich werde dich retten, du wist schon sehen. Ich werde laufen und du wirst leben.“
Das ganze Buch über begleiten wir Harold auf seiner langen Reise. Seine persönliche Entwicklung ist durch das ganze Buch hindurch enorm hoch und faszinierend. Er startet ganz alleine, eher aus dem Affekt heraus, ohne Plan, ohne Gepäck, ohne Wechselkleidung, ohne Kompass, ohne Wanderausrüstung und ohne Hygieneartikel. Sein Ziel ist einzig und allein Queenie und wie er dort ankommt oder was andere von ihm denken könnten, ist ihm völlig egal. Bei diesem Buch ist das Sprichwort „Der Weg ist das Ziel“ Gesetz. Für mich war ab einem bestimmten Punkt im Buch wirklich nur noch wichtig, ob Harold es zu Queenie schafft. Gedanklich war ich auf seinem Weg immer bei ihm. Ein wirklich berührendes Buch, welches nachdenklich stimmt und zur Selbstreflexion anregt.
Kurzbeschreibung: Eigentlich will Harold Fry nur einen Brief einwerfen an seine frühere Kollegin Queenie Hennessy, die im Sterben liegt. Doch dann läuft er am Briefkasten vorbei und auch am Postamt, aus der Stadt hinaus und immer weiter, 87 Tage, 1000 Kilometer. Zu Fuß von Südengland bis an die schottische Grenze zu Queenies Hospiz. Eine Reise, die er jeden Tag neu beginnen muss. Für Queenie. Für seine Frau Maureen. Für seinen Sohn David. Für sich selbst. Und für uns alle. Zur Autorin: Rachel Joyce weiß, wie man Menschen mit Worten ganz direkt berührt. Die Autorin hat über 20 Original-Hörspiele für die BBC verfasst und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet. Daneben hat sie Stoffe fürs Fernsehen bearbeitet und auch selbst als Schauspielerin für Theater und Film gearbeitet. Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry ist ihr erster Roman. Er erscheint in über 30 Sprachen auf der ganzen Welt. Rachel Joyce lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Gloucestershire auf dem Land. Rezension: Der Mittsechziger Harold Fry ist seit Kurzem Rentner, er arbeitete früher für eine Brauerei und seit er zuhause ist, weiß er nicht so richtig was mit sich anzufangen. Seine langjährige Ehe mit Maureen ist in ein Fahrwasser geraten, wo beide sich kaum noch etwas zu sagen haben und man mehr aneinander vorbei lebt. Eines Tages erreicht Harold ein Brief aus einem Hospiz an der Grenze zu Schottland. Der Absender ist Queenie Hennessy, eine ehemalige Kollegin, die Harold vor 20 Jahren aus den Augen verlor. Sie hat Krebs im Endstadium und die Ärzte geben ihr nicht mehr lange zu leben. Harold ist sehr traurig über diese Nachricht und beschließt, ihr zu antworten. Doch als er sich auf den Weg zum nächsten Briefkasten macht, um seinen Brief einzuwerfen, ist er sich seiner Worte in seinem Antwortbrief nicht mehr sicher und läuft weiter. Und so beginnt die Pilgerreise des Harold Fry, der sich aufmacht, nach Berwick zu Queenie zu laufen, 1000 Kilometer, um sie zu retten... Rachel Joyce ist mit ihrem Roman "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" eine sehr warmherzige, anrührende aber auch nachdenklich machende Geschichte gelungen. Zwar passiert nicht wirklich viel während Harolds Pilgerreise zu Queenie, doch das muss es auch gar nicht und wäre auch nicht Sinn und Zweck dieser Geschichte. Harold ist ein sehr zurückhaltender Mann, der schüchtern und ohne aufzufallen durchs Leben geht. Er wird von seiner langjährigen Ehefrau Maureen eigentlich mehr geduldet als noch geliebt und die beiden verbindet eine Art Zweckgemeinschaft. Das einzige, was Maureen noch wirklich interessiert, ist ihr gemeinsamer Sohn David. Die Telefonate mit ihm und das ewige Warten auf einen Besuch von ihm bestimmen ihr sonst eher eintöniges Leben. Als Harold sich auf seine Pilgerreise macht, reagiert Maureen anfangs zornig und kann seine Intension dazu, nämlich Queenie am Leben zu erhalten, in keinster Weise nachvollziehen. Doch schon bald muss sie feststellen, wie sehr er ihr fehlt. Sie öffnet sich nach einiger Zeit ihrem Nachbarn Rex und zu diesem Zeitpunkt wird Maureen dem Leser sympathischer. Harold selbst hat einige Erlebnisse auf seiner Reise, die teils zum Nachdenken anregen, aber auch humorvoll sind. Er reflektiert während seines Weges seine Vergangenheit mit den Eltern, die ihn früh verlassen bzw. nicht geliebt haben, seine lange Ehe mit Maureen mit allen Höhen und Tiefen und auch sein Verhältnis zu David, seinem Sohn. Sehr gelungen empfand ich die Perspektivwechsel zwischen Harolds Erlebnissen auf seiner Reise und Maureens Gedanken zuhause. Am Ende wird etwas offenbart, was Harolds und Maureens Auseinanderdriften in ihrer Beziehung und auch das Verhältnis zwischen Vater und Sohn sehr schlüssig erklärt, was man zwar bereits vorher voraussehen kann, für mich aber eine Überraschung bereithielt. Auch das Zusammentreffen zwischen Harold und Queenie empfand ich als sehr berührend, vor allem wenn man sich schon einmal selbst in ähnlicher Lage befand, konnte man die Gefühle und Gedanken, die Harold da durch den Kopf gingen, sehr gut nachempfinden. Mir hat "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" sehr gut gefallen. Es ist ein Buch der eher leisen Worte, die die eheliche Beziehung von Harold und Maureen und das Verhältnis zu ihrem Sohn David sehr in den Vordergrund rücken und die vermitteln, das es nie zu spät ist, an etwas zu glauben und das Glaube wirklich Berge versetzen kann. Fazit: "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" besticht durch seinen Protagonisten, der so völlig normal und ohne großes Aufheben seine Reise zu Fuß bestreitet, die von Hoffnung, Glaube, Vergebung, Liebe und Krankheit schildert. Rachel Joyce hat mit ihrem Roman eine wunderbare Geschichte ersonnen, die von ihren leisen Worten lebt und den Leser zu berühren vermag.
Neben Hape Kerkeling und Stephan Albus wird Harold Fry einer meiner Lieblingspilger bleiben. Sein Grund zu pilgern ist ehrenhaft. Er muss allerdings das wie zwischenzeitlich revidieren. Denn nur, wer sich auf die ¨Reise¨ einlässt, wird auch diese zu Ende führen. Der Weg ist das Ziel, wie es so lapidar heisst. Und darauf muss Harold voll vertrauen. Harolds Erkenntnisse sind nicht nur tiefschürfend, sondern oft genug einfach nur menschlich. Liebe, Verlust und Tod liegen haarscharf nebeneinander. Diese Erkenntnis bringt die Pilgerreise fast zum scheitern - und Harold fast zum verzweifeln. Er wird sich seiner tiefgreifenden Fehler bewusst, die sein Leben genau in die Richtung getrieben haben, in die jetzt läuft. Aber ist nicht genau das Sinn einer Reise? Aus Fehlern zu lernen, die Seele zu säubern und neu durchzustarten? Jeder sollte solch eine Reise in seinem Leben tun - egal, wann sie beginnt und wie lange sie dauert. Da das Buch einige Längen hat, vergebe ich nur vier Sterne. Trotzdem ist das Buch eine klare Leseempfehlung..
Eines Tages erhält Harold einen Brief von einer früheren Arbeitskollegin. Sie hat Krebs und möchte sich so von ihm verabschieden. Harold schreibt ihr direkt einen Antwortbrief und läuft zum Postkasten, um ihn einzuwerfen, doch als er ankommt, läuft er einfach vorbei. Auch an dem nächsten Briefkasten läuft er weiter und so beginnt seine Reise quer durch England. Wenn mich jemand fragt, was das für ein Buch ist, würde ich wahrscheinlich sagen, es ist ein Reisebuch. Nicht nur eine Reise durch England, sondern auch eine Reise zu sich selbst. Ich glaube, auch als Leser begibt man sich mit diesem Buch auf eine Reise. Ich merke selbst, dass es mich verändert hat - und solche Bücher sind mir die liebsten. Die Geschichte ist einfach nur schön. Sie kann einem selbst sehr viel geben. Aber auch der Schreibstil ist etwas Besonderes. Es werden Bilder mit Worten gemalt, die sich einfach in meinem Kopf festgesetzt haben. Ich habe viele Sätze aus dem Buch herausgeschrieben, weil sie mich so bewegt haben. Ich habe auch mit Harold mitgelitten, die letzten 30 Seiten sind mit die Tränen aus den Augen gelaufen und ich konnte nichts dagegen tun. Außerdem ist dieses Buch wunderschön beruhigend. Ich habe es relativ schnell durchgelesen, aber das lag daran, dass ich viel gelesen habe, nicht dass das Buch sich schnell liest. Doch das passt total. Dieser beruhigende Schreibstil passt super zur Geschichte und man kann alles, was geschrieben wird, in sich aufnehmen. Fazit: ❤❤❤❤❤/❤❤❤❤❤ An dem Buch habe ich absolut gar nichts auszusetzen. Es ist toll geschrieben, die Geschichte ist wunderschön berührend und bewegend, das Cover ist toll, die Charaktere sind so fassbar, als wären sie real. In meiner Ausgabe befindet sich in dem Buch hinten eine Karte, in die die Route von Harold eingezeichnet ist. Ich war noch nie in England, aber ich habe das Gefühl, durch die Karte und die Beschreibungen, habe ich das Land etwas besser kennengelernt.
Wahrscheinlich hätte ich das Buch nicht von allein gewählt, weil ich dachte, ich bin nicht in der stimmung für solch eine Geschichte. Nun hat aber meine Tochter das Buch für mich ausgewählt. Eigentlich hat es mir sehr gut gefallen. Harold beginnt seine Reise aus einem Gefühl heraus, absolut ungeplant, ohne jede Vorbereitung. Dann entwickelt er einen so starken Willen, dieses Vorhaben zu Ende zu bringen, der echt bemerkenswert ist. Harold erlebt auf seiner Reise so einiges, sowohl positiv als auch negativ. Er hört vielen einfach nur zu und jede einzelne Begegnung bringt Harold zum Nachdenken. So finden wir immer mehr über Harolds Leben und seine Vergangenheit heraus. Jede einzelne Begegnung ändert sowohl Harold als auch seinen Gegenpart. Auch wenn mir Harold nicht immer sympatisch war und ich eigentlich das ganze Buch über nicht richtig warm mit ihm geworden bin, hat dieses Buch eine absolute Sogwirkung entwickelt. Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry ist ein außergewöhnliches Buch vom Suchen und Finden, vom Glauben an das Unmögliche getragen.
Ich hätte es eigentlich, wissen müssen, dass dieses Buch mir nicht gefallen wird. Ich habe Probleme mit Geschichten, in denen der naive Protagonist durch die Welt taumelt ohne dass man eine Weiterentwicklung seiner Persönlichkeit entdecken kann. Die Geschichten, die er erlebt gehen als weiter und weiter und ich sehne, dass Ende seiner Odyssee herbei. Ob sie nun Candide, der Taugenichts, der Hundertjährige oder Forest Gump heißen. Es macht mich regelrecht aggressiv. Und so wird aus einer guten Idee und einem seriösen Thema, wie die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Lebens am Beginn des Lebensabends, ein einfältige langweilige Geschichte. Den Extrastern gibt es für den noch akzeptablen Beginn des Buches. --------- I should have known that this book will not please me. I have problems with novels in which the naive protagonist strolls through the world without discovering a further development of his personality. A good idea and a serious subject, like the question of the meaningfulness of life at the beginning of the evening of life, turns into a simple, boring story. The second star is for the still acceptable beginning of the book.
Harold Fry hat in seinem Leben nie etwas wirklich Aufregendes getan oder hat sich mit Leuten überworfen um seine Meinung durchzusetzen. Jetzt ist er Rentner und seiner Frau eigentlich nur im Weg. Die einzige Abwechslung ist ein Plausch mit seinem Nachbarn über den Gartenzaun. Doch eines Tages bekommt er einen Brief einer ehemaligen Arbeitskollegin, die ihm mitteilt, dass sie an Krebs erkrankt ist. Aus einem inneren Bedürfnis heraus marschiert Harold los und beginnt eine 1000 km lange Pilgerreise quer durch England, mit der Gewissheit das Queenie Hennessy auf ihn wartet. Zwischendrin wird er sogar zu einem Medienereignis, aber nichts kann ihn von seinem Weg abbringen. Er bewegt die Herzen der Menschen mit seinem Ansinnen und bekommt dabei oft Hilfe von unerwarteter Seite. Ich kann verstehen warum dieses Buch so viele Fans hat. Harold ist nämlich ein Durchschnittstyp unscheinbar und angepasst, so wie die Meisten, und dann eines Tages steht er auf und tut etwas aus Überzeugung das allen Respekt einflößt. Angesichts der Hilflosigkeit und des Sterbens ist diese Pilgerreise eine Art Kampf. Sich Auflehnens, nicht stillhalten und abwarten. Auch wenn es am Ergebnis nichts ändert. Es hat mich auch bewegt, dass Harold kurz vorm Ziel in die Irre geht. Einmal weil er nicht weiß, was geschieht wenn seine Reise zu Ende ist. Wie es sein wird wenn seine Aufgabe erfüllt ist und Zweitens aus der Angst heraus das all sein Handeln völlig umsonst war und sich nichts ändert. Dieses Gefühl kennt so ziemlich jeder glaube ich. Wenn man hart an etwas arbeitet und für etwas kämpft, steht am Ende oft die Frage: Und nun? Aber Harold hat vielleicht nicht den Kampf gegen den Krebs gewonnen, aber er hat zu sich selbst gefunden und viele Menschen durch seine Reise bewegt. Auch das Verhältnis zu seiner Ehefrau hat sich verbessert und er konnte endlich den Selbstmord seines Sohnes verarbeiten. Ein bisschen nimmt die Autorin auch unsere Popkultur auf die Schippe. Wie schnell wir bereit sind jemanden in den Heldenstatus zu erheben und wie viele sich dem Hype anschließen, um ein wenig von Glanz des Helden abzubekommen. Das Schöne war aber, dass Harold sich nicht korrumpieren lässt und unbeirrt seinen Weg fortsetzt. Eine tolle Geschichte, die zeigt, dass man nie zu alt ist etwas zu verändern und dass jede Reise mit deinem ersten kleinen Schritt beginnt.




















































