Zufällige Erfindungen

Zufällige Erfindungen

Ebook
3.710
Gott Und Die WeltKlimawandelKolumneNeapolitanische Saga

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Description

Elena Ferrante hat ein literarisches Spiel gespielt. Sie hat sich ein Jahr lang, Woche für Woche, vom britischen Guardian eine Liste mit allen erdenklichen Themen schicken lassen, sie hat sich dann eines ausgesucht und spontan darüber geschrieben.
Zufällige Erfindungen versammelt die 52 erstaunlichen Kolumnen, die auf diese Weise entstanden sind: Es geht um erste Liebe, um Klimawandel, es geht darum, wie misslich es ist, fotografiert zu werden, was es bedeutet, wenn die eigenen Bücher verfilmt werden, es geht um die Frage, warum man Partys eigentlich immer als Letzte verlässt – und ob es eine Formel für Lebensglück gibt.

Elena Ferrante ist »eine der größten Romanschriftstellerinnen unserer Zeit« ( New York Times ), und sie beherrscht auch die kurzen Formen meisterhaft. Zufällige Erfindungen , das sind suggestive Stücke voller Witz, Hintersinn und beiläufiger Erleuchtungen – wunderbar illustriert von Andrea Ucini.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Ebook
Pages
150
Price
16.99 €

Author Description

Elena Ferrante hat sich mit dem Erscheinen ihres Debütromans im Jahr 1992 für die Anonymität entschieden. Ihre vierbändige Neapolitanische Saga – bestehend aus Meine geniale Freundin, Die Geschichte eines neuen Namens, Die Geschichte der getrennten Wege und Die Geschichte des verlorenen Kindes – ist ein weltweiter Bestseller. Zuletzt erschienen im Suhrkamp Verlag auch Ferrantes frühere Romane Lästige Liebe, Tage des Verlassenwerdens und Frau im Dunkeln, sowie der Band Frantumaglia, der Briefe, Aufsätze und Interviews versammelt.

Posts

2
All
3.5

Z" der A-Z Challenge Hier wagt die Romanschriftstellerin Elena Ferrante einen Ausflug. Sie hat eine wöchentliche Kolumne für den britischen "Guardian" geschrieben. Es gab die unterschiedlichsten Stichworte, zu denen sie spontan ihre Gedanken vertextet hat. Herausgekommen ist eine bunte Mischung zu verschiedenen Themen, manche davon interessant, manche aber auch einfach nur unterhaltsam und ohne Tiegang. Vielleicht konnte die Autorin ihre Gedanken einfach nicht in der vorgegebenen Länge der Texte "unterbringen". Den Schreibstil mochte ich allerdings sehr, das Buch liest sich sehr flüssig.

3

"Zufällige Erfindungen" (2019, dt. Übersetzung Karin Krieger) versammelt die Kolumnen, die die italienische Schriftstellerin Elena Ferrante ein Jahr lang für den Guardian geschrieben hat. Darin geht es ums Schreiben und Lesen, um Freundschaft, Ängste, Schlaflosigkeit und vieles mehr. Ferrante, die unter Pseudonym schreibt, ist vor allem für ihre Neapolitanische Saga bekannt. Die besteht neben "Meine geniale Freundin" (2011) aus drei weiteren dicken Bänden und erzählt die Geschichte zweier Frauen in Neapel von der Kindheit bis ins Alter. Den Ferrante-Hype finde ich absolut berechtigt. Ich liebe ihre Sprache, ihre schonungslose Ehrlichkeit und die Genauigkeit, mit der sie die Welt beobachtet. Dass eine Frau über den Alltag von Frauen schreibt und dafür weltweit gefeiert wird, ist an sich schon ein feministischer Erfolg. Die Protagonistinnen sind nicht unbedingt sympathisch, aber gerade in ihrer Komplexität und Ambivalenz Identifikationsfiguren. Es geht (auch) um Körper - wie sie aussehen, wie sie auf Männer wirken, wie sie altern; denn das sind (auch) Themen, die weiblich sozialisierte Menschen in unserer Welt beschäftigen. Aber die Perspektive ist immer die der Protagonistin. Und wir erfahren viel mehr als der "male gaze" zulassen würde: In "Lästige Liebe" (1992) etwa wechselt die Protagonistin regelmäßig ihren Tampon. Das ist nicht die zentrale Handlung, aber auch kein Störfaktor. Ferrante schafft es, tabuisierte Themen als selbstverständlichen Teil weiblicher Erfahrungswelt zu schildern. "Zufällige Erfindungen" ist nett zu lesen. Man merkt an Inhalt und Sprache, wie präzise Ferrante analysiert. Und es ist interessant, kleine Einblicke in das Leben dieser grandiosen Autorin zu bekommen, deren Identität unbekannt ist. Irgendwas hat mir aber gefehlt. Ferrantes Stärke ist es, Atmosphären zu erzeugen und ambivalente Protagonistinnen zu erschaffen - dazu reichen ein paar Seiten pro Kolumne vielleicht einfach nicht aus. Vielleicht sind Ferrantes Gedanken auch zugänglicher durch Prosa als durch Sachtexte. Als Einstieg würde ich deshalb "Frau im Dunkeln" (2006) empfehlen: Der relativ schmale Roman enthält alles, was ich an Ferrante liebe.

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