Gelbe Monster

Gelbe Monster

Hardback
4.3325

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Description

Die Mathematikstudentin Charlie sitzt mit einem blauen Auge in der U-Bahn. Eben hat sie noch »schlechter Mensch« gegoogelt, jetzt ist sie auf dem Weg zu einem Antiaggressionstraining für Frauen. Nur wenn sie daran teilnimmt, darf sie weiter bei ihrer besten Freundin Ella wohnen. In die eigene Wohnung kann sie nicht zurück. Doch mit den »Schwerverbrecherinnen«, die sie in der Gruppe anzutreffen vermutet, will Charlie nichts zu tun haben. Ist es denn ihre Schuld, dass ihr Exfreund Valentin sie immer wieder zur Weißglut trieb? Dabei hatte es gut angefangen: Mit ihm an der Seite fühlte sie sich endlich schön, als besserer Mensch. Bis es eskalierte. Erst im Austausch mit den anderen Frauen beginnt Charlie, sich ihrer eigenen Verantwortung zu stellen, die Geschichte neu zu erzählen. Mit Ellas Unterstützung kämpft sie sich aus der Spirale von Wut, Schmerz und Scham heraus. Mit Leichtigkeit und Witz erzählt Clara Leinemann in Gelbe Monster von einer Beziehung, die perfekt zu sein scheint – bis sie es nicht mehr ist. Von tradierten Liebesidealen, weiblicher Gewalt und emotionaler Abhängigkeit. Ein mitreißendes Debüt, dessen Antiheldin so liebenswert ist, dass man sich auf der letzten Seite nicht von ihr trennen möchte.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
192
Price
22.70 €

Author Description

Clara Leinemann, geboren 1994 in Köln, studierte Kreatives Schreiben in Hildesheim und schreibt Prosa-, Dramen- und Hörspieltexte. Ihr Theaterstück Buddeln wurde mehrfach ausgezeichnet und in verschiedenen Häusern in Deutschland und in Übersetzung in den Niederlanden gespielt. Für ihre Arbeit erhielt sie verschiedene Stipendien, darunter das Berliner Senatsstipendium und das Arbeitsstipendium des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Arbeit. Sie lebt in Berlin.

Characteristics

2 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
47%
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N/A
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Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
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Pace

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Writing Style

Simple100%
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Bildhaft (100%)Minimalistisch (50%)Poetisch (50%)Außergewöhnlich (50%)

Posts

68
All
5

Schwieriges Thema super umgesetzt…

….. es geht um Aggression und Wut, so habe ich es verstanden. Dennoch geht es auch um ungesunde Beziehungen und narzisstische Personen. Das alles finde ich zumindest in diesem Buch. Von der ersten Seite am war ich gefesselt. Die Passagen mit Rückblick halten es durchgehend spannend, da ich natürlich wissen wollte, warum Charlie in der Gruppe ist. Sympathisch finde ich keine der Personen so wirklich. Das macht gar nichts, dieser Roman ist dennoch sehr gut. 👍🏻

5

Völlig überraschendes 5⭐️ Buch 😱 durchgesuchtet, ohne es weglegen zu können.

5

Ein intensiver Roman über Gewalt und Abhängigkeit. Wütend machend – und gerade deshalb so stark und ehrlich

So, 2 Uhr morgens und ich versuche mich an einer Rezension zu „Gelbe Monster“. War eine harte Nummer, kein easy read, aber trotzdem, oder gerade deswegen werde ich den Roman empfehlen. In „Gelbe Monster“ erzählt Clara Leinemann von Charlie und Valentin und einer Beziehung, die immer zerstörerischer wird. Was nach Nähe und Liebe aussieht, kippt Stück für Stück in Kontrolle, Abhängigkeit und Gewalt. Der Roman begleitet Charlie durch diese Dynamik und zeigt, wie schwer es sein kann, sich daraus zu lösen. „Gelbe Monster“ ist ein Roman über toxische Beziehungen, emotionale und physische Gewalt und die Frage, warum Menschen in Situationen bleiben, die ihnen schaden. Dabei interessiert Clara Leinemann nicht nur die Gewalt selbst, sondern auch die Mechanismen dahinter: Schuld, Hoffnung, Rechtfertigung und das ständige Schwanken zwischen Angst und Vergebung. Der Roman zeigt sehr eindringlich, wie sich Gewalt oft schleichend entwickelt und wie kompliziert Liebe werden kann. Dieses Buch war teilweise hart zu lesen. Ich war oft wütend. Auf Charlie – aber auch auf Valentin. Und genau das macht den Roman so stark und unangenehm ehrlich. Clara Leinemann schreibt direkt und ohne große Dramatisierung. Dadurch wirken viele Szenen noch intensiver. Es gab Momente, die kaum auszuhalten waren – und trotzdem wollte ich weiterlesen. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ „Gelbe Monster“ tut weh. Und weil der Roman sehr klar zeigt, wie zerstörerisch Gewalt und emotionale Abhängigkeit sein können. Clara Leinemann verwendet dabei eine klare, deutliche Sprache. Ungekünstelt, hart und ehrlich. #GelbeMonster #ClaraLeinemann #ToxischeBeziehung #Gewalt #Vergebung #5Sterne #BücherDieWehtun

Ein intensiver Roman über Gewalt und Abhängigkeit.
Wütend machend – und gerade deshalb so stark und ehrlich
5

Ungaublich gut umgesetzt und fesselnd erzählt: Eine Geschichte über (weibliche) Gewalt in Beziehungen

Ein Buch wie ein Sog. Charlie soll an einem Antiaggressionstraining teilnehmen, sonst kann sie nicht bleiben. Doch ist sie überhaupt richtig bei all diesen aggressiven Frauen?! In zwei Handlungssträngen, die vom Davor und Danach erzählen, erfährt man, wie Charlie in eine toxische Beziehung gerät, emotional völlig abhängig, ihre Gefühle nicht einordnen könnend und mit zunehmender Wut. Wie sie versucht, ihr Leben wieder zu leben. Ein neuer, ein perfekterer Mensch zu sein. Die Autorin schreibt schnell, stilistisch sicher, einfühlsam und vor allem nicht wertend. Es gelingt ihr, Charlies Handlungen nachvollziehbar zu machen und sich in die Frauen in der Gruppe einfühlen zu können. Durch den Sog hat man nicht viel Gelegenheit zum Innehalten und Nachdenken. Das Buch hallt in seiner Intensität nach und lässt einen mit beklemmendem Gefühl zurück. Ich habe jetzt auf jeden Fall Gesprächsbedarf, um das Gelesene besser einordnen und verarbeiten zu können. Leseempfehlung!

4.5

In diesem Roman wird deutlich, wie wichtig es ist, seine Gefühle und Bedürfnisse auszusprechen und dafür einzustehen.

5

Was ein krasses Buch? Der Schreibstil ist so mitreißend, dass man einfach nur durch die Seiten fliegt. Charlie ist allerdings eine schlimme Person, die wirklich SO kranke Probleme hat. Und ja sie IST ein schlechter Mensch. Ich hab das Gefühl, dass sie am Ende des Buches immer noch nicht so richtig verstanden hat, dass sie das Problem ist? Viele Gedanken von ihr sind nachvollziehbar und an manchen Stellen tut sie mir leid, aber what the flip? Ich hätte gerne noch mehr über Valentin erfahren und Ella ist die beste Person in dieser Geschichte. Edit: nachdem ich nochmal eine Nacht drüber geschlafen habe, kann ich Charlie an wirklich vielen Stellen sehr gut verstehen, auch wenn das die Gewalt natürlich nicht rechtfertigt. Aber Valentin ist so ein toxischer Mann, ahhh ich werde richtig wütend wenn ich an ihn denke! Es war so ein krass intensives und beklemmendes Buch, ich kann nicht aufhören darüber nachzudenken.

4

„Ach so, ja, dass mein Vater gegangen ist, und damit kam der Glaubenssatz, dass Liebe jederzeit entzogen werden kann, oder sowas.“

Auf 192 Seiten bekommt ihr einen ganz außergewöhnlichen Roman zu lesen. In dem Buch geht es über die Gewalt von Frauen an Männer. Außerdem behandelt es Themen wie: Eifersucht in einer Beziehung, Kontrollwahn, Wut und der Kontrollverlust seines eigenen Körpers. Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, da ein Thema aufgegriffen wird, über das nicht gerne gesprochen wird. Klare Leseempfehlung von mir mit einer wichtigen Botschaft .

„Ach so, ja, dass mein Vater gegangen ist, und damit kam der Glaubenssatz, dass Liebe jederzeit entzogen werden kann, oder sowas.“
4.5

In einem Rutsch durchgesuchtet

Was soll ich sagen, mir fehlen die Worte für dieses Buch. Wer bei sich selbst schon mal den kleinsten Anflug von destruktiver Wut beobachtet hat, bekommt hier den Ausblick wozu das führen kann... Dieses Buch ist brutal, die Spirale in die sich Charlie hineinbegibt, ihr innerer Monolog mit dem sie beurteilt was sie tut, versucht sich selbst zu überzeugen die Gute zu sein, die Heilige, die die nichts falsch macht. Warum sie es tut, tun muss, damit Valentin endlich versteht wie es ihr geht, was er in ihr kaputt macht... Das tut beim Lesen weh und dennoch konnte ich das Buch kaum aus der Hand lesen. Ich bin mir sicher dieses Buch wird mich noch lange beschäftigen...

4

Wow! War das gut geschrieben!💜

Toxische Beziehung, weibliche Wut und emotionale Abhängigkeit.. Ich war ab der ersten Seite komplett drin. Der Schreibstil liest sich so leicht und intensiv gleichzeitig, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Charlie ist Hals über Kopf in Valentin verliebt, doch irgendwann gerät die Beziehung komplett aus dem Ruder. Charlie verliert sich immer mehr in toxischem Verhalten, bösen Gedanken und emotionaler Abhängigkeit, bis sie schließlich bei einem Antiaggressionskurs landet. Warum sie dort ist, erfahren wir allerdings nur aus ihrer eigenen Perspektive. Die Geschichte springt dabei immer zwischen Vergangenheit und Gegenwart Die Geschichte rund um toxische Beziehungen, emotionale Abhängigkeit und Wut war teilweise echt hart auszuhalten. Vor allem, weil man nicht einfach nur zuschaut, sondern ständig selbst mitdenkt: Wie würde ich in der Situation reagieren? Was würde ich tun? Mit Charlie konnte ich persönlich überhaupt keine Sympathie aufbauen. Ich habe so oft den Kopf geschüttelt und war teilweise richtig sprachlos über ihre Gedanken und Entscheidungen. Um ehrlich zu sein, bin mochte ich keine Figur in diesem Buch, aber das ist hier auch nicht so wichtig. Ein richtig starker Debütroman über ein wichtiges Thema, das selten so direkt und ehrlich erzählt wird. Große Empfehlung 💛💛💛💛 Ein Punkt Abzug gibt es, da mich die Geschichte mittendrin beinahe verloren hätte und sich einiges wiederholt hat. Stattdessen hätte mich Charlies Zukunft interessiert ☺️

Wow! War das gut geschrieben!💜
5

Bin nur so durch die Seiten geflogen 📖💨und konnte das Buch nicht mehr weglegen. 💛

5

Aufwühlend, wütend & spannend

Mein bisheriges Highlight 2026! Ich habe es geliebt & verschlungen :)

Aufwühlend, wütend & spannend
5

Dieses Buch ist ein gutes Beispiel dafür, wie viel Tiefe in vergleichsweise wenigen Seiten stecken kann. Der Schreibstil der Autorin zieht einen in den Bann. Auch wenn ich mit der Protagonistin gar nicht sympathisieren konnte, war es doch möglich, sich in ihre Wut und Verzweiflung hineinzuversetzen. Ein vielschichtiges Buch und definitiv empfehlenswert.

4.5

Ein Buch über Beziehungsgewalt, über Schweigen und Abhängigkeit. Spannend, dass diesmal die Frau die physische Gewalt ausübt. Und es hätte vielleicht jede von uns sein können. Die Beziehungsdynamik ist nur schwer auszuhalten, manchmal fühlte ich sogar Verständnis für Charlies Wut, auch wenn ich innerlich immer schrie "trennt euch endlich". Trotz der Anspannung und der Gewaltschilderungen ist dies auch ein Buch über Freundschaft, über das Wachsen und eine Auseinandersetzung mit Beziehungsidealen.

4.5

Gelbe Monster von Clara Leinemann Charlie sitzt mit einem blauen Auge in der U-Bahn und ist auf dem Weg zu einem Antiaggressionstraining für Frauen. Der Grund dafür liegt in ihrer Beziehung zu ihrem Exfreund Valentin. Einer Beziehung, die nach außen vielleicht intensiv und leidenschaftlich wirkte, innerlich aber längst von Abhängigkeit, Verletzungen und aufgestauter Wut geprägt war. Während Charlie gezwungen ist, sich mit ihrem Verhalten auseinanderzusetzen, beginnt sie langsam zu begreifen, wie sehr sie sich selbst verloren hat. Die Geschichte beginnt direkt mitten in der Gegenwart, nachdem schon alles passiert ist und setzt sich nach und nach mit der Vergangenheit zusammen. Erinnerungen, Gespräche und unterschiedliche Zeitebenen verweben sich langsam zu einem Gesamtbild, das mich komplett gefesselt hat. Anfangs fand ich Charlie schrecklich. Ach was ein schlimmer Charakter!! „Die hat nicht alle Latten am Zaun!“ Sie wirkt kühl, impulsiv, unfair und voller Selbstzweifel. Doch je mehr ich über sie gelesen habe, konnte ich sie verstehen. Ihre Wut, ihre Unsicherheit und dieses permanente Gefühl, nicht genug zu sein. Auch Valentin bleibt keine einfache Figur. Ein Lappen verpackt in einem Prince Charming Kostüm. Gelbe Monster beschäftigt sich mit Themen wie emotionaler Abhängigkeit, weiblicher Wut, Selbsthass, toxischen Beziehungsdynamiken und gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen. Etwas Wut ist gesund. Bei beiden Geschlechtern. Darf aber ab einer gewissen Grenze nicht toleriert werden. Egal ob psychisch oder physisch. Und das was Charlie mitgemacht hat, mit einem Typen der sich nie ganz zu ihr bekannt hat, ist auch Gewalt. Dieses ständige Hoffen, Zurückgewiesenwerden, wieder angelockt werden und doch nie wirklich geliebt zu werden, hinterlässt Spuren. Gerade dieses emotionale Hin und Her hat mich teilweise sehr an Call It What You Want erinnert. Falls euch die Thematik rund um emotionale Abhängigkeit, psychische Gewalt und toxische Beziehungen interessiert, ihr aber eher Romance lest oder mit klassischen Romanen oft nicht so warm werdet, würde ich euch Call It What You Wantwirklich ans Herz legen. Dort geht es zwar nicht um körperliche Gewalt, aber um die psychischen Folgen davon, jemanden zu lieben, der einem immer nur kleine Hoffnungsfetzen gibt, einen wieder zurückholt und dann erneut wegstößt. Dieses Gefühl, wenn man sich einredet, das müsse Liebe sein, obwohl man daran innerlich zerbricht, wurde dort unglaublich intensiv beschrieben. Für mich hatte das emotional eine ähnliche Wirkung nur eben in einem anderen Schreibstil.

Post image
5

Ich habe es als Hörbuch gehört Eine wirklich dynamische gewaltvoll Geschichte!!

Es beginnt Charlie die auf dem Weg mit Veilchen und gebrochenen Arm in der Bahn Gewaltschutz programm Zum sie von ihrer Freundin verdonnert wurde . Die sie bei sich wohnen lässt. Mir wurde gewalttätig gegenüber ihm Ex-Freund. Das Buch ist sehr gut geschrieben 👍🏻

4

Ich liebe und hasse es, wie sehr ich mich in der Protagonistin gesehen habe. Eine Geschichte über Wut, die ungeheuer tief gehen kann. Und darüber welche Auswirkungen es haben kann, Dinge herunterzuschlucken und sich nicht damit auseinanderzusetzen.

5

Sehr wichtiges Thema!

Unglaublich intensives Buch. Hier wird sehr schnell und intensiv eine toxische Beziehung beschrieben und wie schwierig es ist sich dort herauszuwinden und was alles passieren kann, wenn man es nicht schafft. Man schreit die ganze Zeit im Kopf nur "Lass es!! Geht getrennte Wege!" aber jeder der schon einmal in der Situation war weiß, wie schwierig das ist. Ich empfehle jedem dieses Buch - auch für mehr Verständnis in der Gesellschaft.

5

Für mich war das Buch ein totales Highlight. Der Schreibstil hat mich sofort abgeholt und ich mochte die Protagonistin sehr gerne. Besonders spannend fand ich, dass meine eigenen Moralvorstellungen immer wieder ins Wanken geraten sind und das Thema toxische Beziehungen auf eine ganz andere Art beleuchtet wurde.

5

Aua

Unbequem und auch ein bißchen fordernd: das ist nicht mal eben so eine toxische Beziehung erklärt. Dieses Buch ist viel mehr.

3.5

Die Mathematikstudentin Charlie ist unsterblich in Valentin verliebt. Mit ihm und durch ihn fühlt sie sich schön, begehrenswert, erfolgreich und einfach gut. Aber Charlie hat auch ein Aggressionsproblem, das sie beim kleinsten Gefühl der Ablehnung oder Unsicherheit in einen Strudel schrecklicher Gedanken reißt und in verbaler und/ oder körperlicher Gewalt gegen Valentin und gegen sich selbst oder Gegenstände richtet. Wir erleben die Geschichte aus Charlies Sicht und das ist der Autorin richtig gut gelungen, konnte mich in Charlies Gedankenwelt gut reinfühlen. Ab der Mitte habe ich ein wenig das Interesse verloren, weil gefühlt nicht viel neues mehr kam, das Ende war dann aber wieder gut. Insgesamt kein perfektes aber dennoch ein durchaus lesenwertes Buch

4

Toller Text! Spannende Figuren, wichtiges Thema, gut geschrieben, gutes Ende. I like!

3

In diesem eigentlich so schmalen Büchlein (keine 200 Seiten) wurden sehr viele Themen angesprochen. Leider wurde bei der ganzen Fülle beim Meisten nur an der Oberfläche gekratzt, was sehr schade war. Charlie hat zwar durch diese "Lichtblitze" ein wenig an Tiefe erhalten und auch Valentins Verhalten wirkt, nach dem Kennenlernen seiner Mutter z.B., nachvollziehbar. Aber so richtig "gepackt" oder gar mit den Personen sympathisieren lassen, hat mich das ganze nicht. (Camille scheint ne ganz coole Socke zu sein 🤣, mit ihr würd ich gern mal ein Bier trinken. Oder eben Tapete von der Wand reißen 🤣.)

3

Formen weiblicher Gewalt/Selbstzerstörung als wichtiges Thema, jedoch weitestgehend unnahbar umgesetzt mit vielen offenen Fragen am Ende - 192 S. sind hier eindeutig zu wenig!

4

Ich habe es als Hörbuch gehört und war SOFORT drin. Es hat sich eher wie echtes Miterleben als wie Zuhören anfühlt.

Im Mittelpunkt steht Charlie, deren toxische Beziehung zu Valentin nach und nach aufgerollt wird. Anfangs bleibt vieles unklar, erst durch Rückblicke versteht man, wie es zu den Anti-Aggressions-Treffen kam. Charlies Gedankengänge sind teils widersprüchlich, ihre Rechtfertigungen schwer auszuhalten und oft (!!!) hätte ich mir mehr Selbstreflexion gewünscht. Doch ich wollte gar nicht mehr aufhören zu hören, habe es innerhalb eines Tages durchgesuchtet. Es ist ein intensives, stellenweise anstrengendes, aber auch fesselndes Buch über toxische Dynamiken und Verantwortung.

Ich habe es als Hörbuch gehört und war SOFORT drin. Es hat sich eher wie echtes Miterleben als wie Zuhören anfühlt.
4.5

Nicht Female Rage, sondern weibliche Gewalt

Die Mathematikstudentin Charlie sitzt mit einem blauen Auge in der U-Bahn und ist auf dem Weg zu einem Antiaggressionstraining – die Bedingung ihrer besten Freundin Ella, damit Charlie weiter bei ihr wohnen darf. Mit den „Schwerverbrecherinnen”, die sie dort erwartet, will sie eigentlich nichts zu tun haben. Ist es denn ihre Schuld, dass ihr Exfreund Valentin sie immer wieder zur Weißglut trieb? Erst im Austausch mit den anderen Frauen beginnt Charlie, sich ihrer eigenen Verantwortung zu stellen und die Geschichte neu zu erzählen.  Charlie ist keine einfache Protagonistin, ich fand sie selten wirklich sympathisch, und ihr Verhalten wirkt oft eher wie das einer Sechzehnjährigen als einer Erwachsenen: der ständige Wunsch, sich mit anderen Frauen zu vergleichen, sich selbst fast gar nicht leiden zu können. Und dennoch trifft Leinemann mit ihr etwas sehr Wahres. Wie plötzlich und irrational Wut einen überkommt, wie wenig man in diesem Moment Herr der Lage ist, das hat die Autorin bemerkenswert gut eingefangen. Das Verhalten der Männer, das in der Therapiegruppe thematisiert wird, macht beim Lesen selbst wütend, und zunächst wirkt die Wut der Frauen absolut angemessen und nachvollziehbar. Wenn sie dann aber von verbaler und emotionaler Gewalt der Männer zu körperlicher Gewalt der Frauen eskaliert, verschiebt sich die moralische Position – ohne sie komplett aufzulösen. Diese Ambivalenz ist das Stärkste am Buch.

Nicht Female Rage, sondern weibliche Gewalt
4.5

4,5 ⭐️

In Gelbe Monster geht es um Charlie, die an einem Anti-Aggressionstraining teilnehmen muss. Nach und nach wird ihre letzte Beziehung aufgedröselt und gezeigt, wie sie überhaupt in den Kurs geraten ist. Das Buch erzählt die Geschichte aus Charlies Perspektive, sodass man ständig ihr Verhalten, ihre Gedanken und auch die Dynamik mit ihrem Partner hinterfragt. Ich fand das Buch richtig gut, aber gleichzeitig auch bedrückend zu lesen. Die Beziehung ist hochgradig toxisch, und gerade Charlies narzisstische Züge machen es manchmal schwer, ihr Verhalten einzuordnen oder komplett zu verstehen.

5

Ein sehr berührendes Debüt, das die Komplexität einer gewaltvollen Beziehung auf vielerlei Hinsicht beleuchtet, ohne die Gewalt dabei in irgendeiner Form zu legitimieren. Charlies Glaubenssätze und ihre Abhängigkeit wurzeln tief im Patriarchat und haben viel Wut in mir aufgewühlt; so wird die Protagonistin gleichzeitig zu einer verstandenen Sympathieträgerin, wie, unweigerlich, zur gewalttätigen Antiheldin. Auf jeden Fall eine Empfehlung, aber nichts für schwache Nerven

5

Spannend und unbequem

So spannend und unterhaltsam das Buch auch geschrieben ist, so unbequem ist die Geschichte. Weibliche Beziehungsgewalt ist sicherlich ein Thema, auf das nur selten der Fokus gelegt wird. Die Geschichte hat beim Lesen ziemlich weh getan.

4.5

Für alle, die offen für Neues sind. Für alle, die auch die dunkleren, widersprüchlichen Seiten von Menschen sehen wollen. Und für alle, die Literatur mögen, die nicht erklärt, sondern spüren lässt.

👾 𝘥𝘪𝘦 𝘛𝘢𝘱𝘦𝘵𝘦 𝘪𝘯 𝘥𝘦𝘳 𝘯𝘦𝘶𝘦𝘯 𝘞𝘰𝘩𝘯𝘶𝘯𝘨 𝘸𝘢𝘳 𝘢𝘭𝘵 𝘶𝘯𝘥 𝘨𝘦𝘭𝘣, 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘢𝘴 𝘉𝘭𝘶𝘮𝘦𝘯𝘮𝘶𝘴𝘵𝘦𝘳 𝘥𝘢𝘳𝘢𝘶𝘧 𝘴𝘢𝘩 𝘢𝘶𝘴 𝘸𝘪𝘦 𝘷𝘪𝘦𝘭𝘦 𝘒𝘰̈𝘱𝘧𝘦 𝘬𝘭𝘦𝘪𝘯𝘦𝘳 𝘔𝘰𝘯𝘴𝘵𝘦𝘳 💭 Wow. Spätestens nach der Leseprobe war klar: Dieses Buch will gelesen werden. Im Zentrum steht Charlie, die zu einem Antiaggressionstraining muss. Anfangs wundert man sich noch, tastet sich vorsichtig an sie heran. Doch Stück für Stück kommen Details ans Licht: was passiert ist, wie sie reagiert, wie sie denkt. Charlie ist extrem verkopft, naiv und gleichzeitig manipulativ. Sie betreibt eine Art subtilen Psychoterror, fast unsichtbar und gerade dadurch so eindringlich. Gleichzeitig blitzen immer wieder Hinweise auf, dass vieles aus ihrer Vergangenheit stammt: aus ihrer Kindheit, aus der schwierigen Beziehung zur Mutter. Hier hätte ich mir gern noch mehr Rückblicke und Erklärung gewünscht. Ich mochte besonders, wie Charlies innere Erwartungshaltung beschrieben wird: „Jetzt würde das passieren“, „jetzt würde er das sagen“ voller Hoffnung. Und dann kommt alles anders, kippt, reißt etwas in ihr auf. Diese Momente sind emotional extrem wirkungsvoll. Auch Charlies Freundschaften sind alles andere als einfach. Vor allem die Beziehungen zu Ella und Valentin sind von Abhängigkeit geprägt. Sie braucht sie und doch tun sie ihr nicht immer gut. Gerade die Verbindung zu Valentin ist hochgradig toxisch: Beide verletzen sich, beide tragen Schuld, und trotzdem scheinen sie einander zu brauchen. Diese Ambivalenz macht die Figuren so unangenehm real. Besonders stark fand ich, dass hier ein Thema aufgegriffen wird, das man so selten liest: Aggressionen von Frauen. Dazu die große, unbequeme Frage: Was ist eigentlich ein schlechter Mensch? Das Buch urteilt nicht, sondern zeigt Lebensrealitäten, Widersprüche und Grauzonen. Niemand hat das Recht, über Charlies Wert als Mensch zu entscheiden und genau diese Spannung hält der Roman konsequent aus. Der Schreibstil von Clara Leinemann ist außergewöhnlich und hat mich dezent an Caroline Wahl erinnert. Detailreich, melancholisch, manchmal fast schmerzhaft genau und dabei unglaublich flüssig. Man ist sofort mitten in Charlies Gedankenwelt. Besonders hängen geblieben sind mir Szenen wie die Bahnfahrt, in der Charlie der Frau gegenüber sitzt und sich aus ihren Gedankengängen ein intensiver, beinahe unangenehmer Dialog entwickelt. Oder das erste Aufeinandertreffen mit Valentin, als er nach ihrer Nummer fragt. So fein beobachtet, so lebendig, dass man sofort emotional andockt, obwohl man Charlie eigentlich noch kaum kennt. 𝘎𝘦𝘭𝘣𝘦 𝘔𝘰𝘯𝘴𝘵𝘦𝘳 ist für mich ein wirklich tolles, einzigartiges Buch: berührend, fordernd, unbequem und gleichzeitig fesselnd. Ein Roman, der lange nachhallt. Für alle, die offen für Neues sind. Für alle, die auch die dunkleren, widersprüchlichen Seiten von Menschen sehen wollen. Und für alle, die Literatur mögen, die nicht erklärt, sondern spüren lässt. ⭐️⭐️⭐️⭐️☆,₅ (9/10)

Für alle, die offen für Neues sind. Für alle, die auch die dunkleren, widersprüchlichen Seiten von Menschen sehen wollen. Und für alle, die Literatur mögen, die nicht erklärt, sondern spüren lässt.
4

Schwieriges Thema

„Gelbe Monster“ von Clara Leinemann ist auf jeden Fall ein Buch, das ein Thema behandelt, das man so nicht oft in Romanen findet. Gerade deshalb hat es mich neugierig gemacht und auch nach dem Lesen noch beschäftigt. Besonders spannend fand ich, wie komplex die Figuren und ihre Beziehungen dargestellt werden. Allerdings hatte ich an manchen Stellen Schwierigkeiten mit den vielen Zeitsprüngen. Oft musste ich erst überlegen, in welcher Zeitlinie ich mich gerade befinde, was meinen Lesefluss teilweise unterbrochen hat. Trotzdem hat die Erzählweise auch dazu beigetragen, dass die Geschichte nach und nach immer mehr Tiefe bekommen hat. Mit Charlie bin ich persönlich überhaupt nicht warm geworden. Dieses Verhalten, Täter zu sein und sich gleichzeitig als Opfer darzustellen, ist für mich ein absolutes rotes Tuch. Gerade deshalb hat die Figur bei mir eher Ablehnung ausgelöst als Mitgefühl. Trotz dieser Kritikpunkte hat mir das Buch insgesamt gefallen. Die ungewöhnliche Thematik, die bedrückende Stimmung und die intensive Auseinandersetzung mit den Figuren machen „Gelbe Monster“ zu einem Roman, der definitiv im Kopf bleibt.

4.5

”Gelbe Monster” von Clara Leinemann handelt von Charlie, die ein Antiagressionstraining absolvieren muss, um nach einem Vorfall mit ihrem Exfreund Valentin bei ihrer besten Freundin Ella wohnen bleiben zu dürfen. Charlie war Valentin während der gesamten Beziehung über gewalttätig, konnte dies aber gut verbergen und hat ihn und diese Zwischenfälle gegaslighted. An dem Training nimmt sie nur widerwillig teil sieht sie sich doch selbst als Opfer und keiensfalls als gewalltätige “Schwerverbrecherin” wie die anderen Frauen dort. In Rückblenden wird die Geschichte der Beziehung zu Valentin erzählt und nach und nach gewinnt Charlie an Selbsterkenntnis und beginnt, ihr Verhalten zu reflektieren. Der Autorin ist es unwahrscheinlich gut gelungen, uns ausgehend von Charlies Sicht als Opfer, das zu Beginn der Handlung ebenfalls einige Verletzungen vorweisen kann, ihr gewalttätiges und ungerechtfertigtes Handeln zu veranschaulichen. Das Einnehmen der Täterperspektive und die damit einhergehenden Rechtfertigungen vor sich selbst lesen bzw. hören sich beklemmend und man entwickelt eine immer stärkere Abneigung gegen die Hauptfigur, der es gelingt, ihren Freund immer wieder einzuschüchtern und verbal und physisch zu verletzen, der aber gleichzeitig, wie Opfer von Partnerschaftsgewalt oft, Probleme hat, sich aus der Beziehung zu befreien. Die komplexen Themen, die in diesem Roman angesprochen werden, werden für mein Empfinden sehr gut aufgelöst; lediglich mit den Zeitsprüngen dern verschiedenen Handlungsebenen bin ich hin und wieder durcheinander gekommen. Die tolle Darbietung des Hörbuchs, gelesen von Lisa Hrdina, hat Charlies Charakter wunderbar passend eingefangen. Ganz große Empfehlung! *Das Hörbuch wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.

4

Gelbe Monster

Ich habe das Buch eben abgeschlossen und es lässt mich leicht nachdenklich zurück. Clara Leinemann schreibt mit wunderbarer Leichtigkeit über eine toxische Beziehung, tiefe Wut, Verzweiflung, Hilflosigkeit und Emotionalen Ausbrüchen. Man fühlt mit Charly mit und wünscht ihr, dass sie es endlich schafft loszulassen und sich selbst zu lieben. Danke für den Blick aufs Scheitern (aber ist es das überhaupt ?) und dem damit verbundenen Wachsen.

4.5

Ein krasser Roman, der mich völlig in seinen Bann gezogen hat. "Gelbe Monster" erscheint Anfang März, ich habe das Lesexemplar in Vorbereitung auf das kommende Vertretergespräch gelesen. Charlie sitzt in der Bahn mit einem gebrochenem Handgelenk und einem blauen Auge. Sie fährt zu ihrem ersten Termin bei einem Antiaggressionstraining für Frauen. Aber ist es ihre Schuld, daß ihr Exfreund Valentin sie mit seinem Verhalten immer wieder provoziert und zur Weißglut getrieben hat? Ich habe beim Lesen schnell eine große Sympathie für Charlie entwickelt. Die Mathematik studiert, aber sich hässlich fühlt, unsicher neben anderen, scheinbar viel schöneren, liebenswerteren Frauen. Die sich schnell angegriffen fühlt und dann mit impulsiver Wut reagiert. Die sich perfekte, märchenhafte Situationen erträumt und es nicht aushält, wenn diese nicht wahr werden. Das Buch mich erschüttert und tief bewegt. Es enthält heftige Szenen, ist manchmal furchtbar traurig und dennoch oft auch witzig. Ein besonderes Psychogramm über toxische Beziehungen, Kindheitstraumata und die Kraft, sich selbst zu ändern.

5

Ganz tolles, echtes Buch, das mir nicht mehr aus dem Kopf geht

5

Wow, toxische Beziehungen und verm. Bindungsstörungen in einem Roman verpackt. Man könnte die Protagonistin verabscheuen, aber man fühlt mit ihr. TW: Gewalt

4.5

Aggressionen einer Frau!

. Suchst du nach einem starken, unbequemen, zutiefst emotionalen Buch? Einem Buch, das dich schon während des Lesens ins Stocken bringt, dich zwingt, hinzusehen, und dich noch lange danach nicht loslässt? Nach einer Geschichte, die nachhallt, weil sie weibliche Wut nicht glättet oder erklärt, sondern sie in all ihrer Widersprüchlichkeit zeigt… als etwas, das sich nicht sofort entschlüsseln lässt? Dann solltest du „Gelbe Monster“ lesen und dich auf eine intensive, fordernde Reise einlassen! 4,5/5 ⭐️ . Aber worum geht es in diesem Roman genau… Mathematikstudentin Charlie muss wegen eines Vorfalls an einem Antiaggressionstraining teilnehmen. Das ist der Wunsch ihrer besten Freundin. Charlie kommt diesem nach, fragt sich jedoch zunächst wie sie in dieses Training passt und warum sie genau dabei ist. . In „Gelbe Monster“ begleiten wir Charlie als Ich-Erzählerin durch die Bruchlinien ihrer eigenen Geschichte. Nah, fast schon schmerzhaft nah, lernen wir sie kennen und ihre Gedanken, ihre Rechtfertigungen, ihre blinden Flecken. Charlie ist klug, oft witzig, im Grunde zutiefst sympathisch. Und doch trägt sie etwas in sich, das immer wieder an die Oberfläche drängt. Eine Unruhe, eine Wut, deren Ursprung im Dunkeln bleibt. Was genau in ihrer Kindheit geschehen ist, erfahren wir nicht. Aber wir spüren, wie sehr es sie geformt hat. So sehr, dass selbst ihre beste Freundin Ella sie eindringlich bittet, sich Hilfe zu suchen. . Der Roman setzt an jenem Punkt ein, an dem ein Vorfall alles ins Rollen bringt. Von hier aus beginnt Charlies tastender, widerwilliger Weg in Richtung Aufarbeitung. Zunächst zweifelt sie daran, ob ein Antiaggressionstraining ihr wirklich helfen kann. Zu groß ist ihr Bedürfnis, die Schuld außerhalb ihrer selbst zu verorten. . Die Handlung ist in der Gegenwart verankert, doch in Rückblenden entfaltet sich nach und nach die Geschichte jener Beziehung, die in die Eskalation führte. Erst gegen Ende wird das Geschehene in seiner ganzen Tragweite sichtbar. Charlies letzte Partnerschaft ist geprägt von Selbstzweifeln, Schuldgefühlen, Selbsttäuschung, Sehnsucht, Unehrlichkeit und unterdrückter Wut. Eine toxische Dynamik, die beide verletzt und erniedrigt zurücklässt. Und doch ist die Schuldfrage komplexer, als sie zunächst scheint. Zwischen den Zeilen formuliert der Roman eine leise, aber scharfe Gesellschaftskritik: Wie schnell wird Verantwortung derjenigen Person zugeschrieben, die am sichtbarsten aus der Rolle fällt und wie selten wird genauer hingesehen. Ja, Charlie trägt Aggression in sich. Aber sie entsteht nicht im luftleeren Raum. Es gibt Trigger, Verletzungen, alte Muster. Ohne zu viel vorwegzunehmen, zeigt ihre Geschichte, wie bereitwillig wir uns mit einfachen Erklärungen zufriedengeben, wenn die Wahrheit komplizierter und unbequemer ist. Wer dieses Buch liest, wird verstehen, was ich damit meine. . Während der Lektüre reflektiert man unweigerlich das eigene Denken. Leinemann versteht es, Fragen zu stellen, die bleiben. Besonders berührend ist Charlies Unsicherheit darüber, wer sie eigentlich ist. Dieses ständige Schwanken zwischen Anpassung und innerer Leere, zwischen dem Wunsch dazuzugehören und dem Gefühl, keinen festen Kern zu besitzen. Sie ist eine intelligente Frau und es schmerzt zu sehen, wie gering sie sich selbst schätzt. Wie verzweifelt sie versucht, sich Identitäten überzustreifen, Rollen zu erfüllen, Erwartungen gerecht zu werden, weil ihr der Zugang zu sich selbst abhandengekommen ist. Aus diesem inneren Konflikt speist sich letztlich alles, was aus dem Ruder läuft. . Der Roman macht eindrücklich deutlich, wie wichtig es ist, innezuhalten und in sich hineinzuhören. Sich nicht ständig neu zu erfinden, um äußeren Ansprüchen zu genügen, sondern den eigenen Ursprung zu erkunden. Vergangenheitsaufarbeitung erscheint hier nicht als Selbstzweck, sondern als Möglichkeit zur Befreiung von Scham, von Zuschreibungen, von gesellschaftlichem Druck. . Gern hätte man Charlie noch ein Stück weiter begleitet, hätte gesehen, wohin ihr neu gewonnenes Bewusstsein sie trägt. . Auch der Titel ist klug gewählt. „Gelbe Monster“… das sind vielleicht jene aufgestauten Gefühle, die sich verzerren und verselbstständigen, wenn sie zu lange verdrängt werden. Und „Gelb“als Farbe der grellen, kaum zu bändigenden Wut, die sich ihren Weg sucht. . Zusammengefasst ist „Gelbe Monster“ eine eindrucksvolle Mischung aus Leichtigkeit, schwarzem Humor und unbequemer Wahrheit. Mit feinem Gespür zeichnet Leinemann Charlies Weg aus einer Spirale aus Zweifel, Wut und Selbsthass nach und schafft damit einen Roman, der fordert, bewegt und lange nachwirkt. Ein Buch, aus dem jede aufmerksame Leserin und jeder aufmerksame Leser etwas für sich mitnehmen kann.

Aggressionen einer Frau!
4

weibliche Gewalt

kurz & bündig: schwere Kost - leicht zu lesen "Charlie googelt 'schlechter Mensch'..."

3.5

Von all den Monstern in uns 💛

„Das alles hier hat sie gemacht. Sie hat den Tisch zertrümmert, die Badezimmertür eingetreten, das Regal umgeworfen, sie hat sich die Hand gebrochen, sie hat sich selbst das Gesicht blutig gehauen, sie hat die Stühle kaputt gemacht, die Teller durch die Gegend geworfen.“ S. 174 🪞 Clara Leinemanns Roman war keine 200 Seiten lang und lag mir beim Lesen doch wie ein echtes Schwergewicht im Magen. Es fühlte sich an vielen Stellen so an, wie Zeugin eines Autounfalls zu werden: Man sah Protagonistin Charlie auf den Abgrund zu rasen, nahm fast atemlos war, wie sie und Valentin nur das Schlechteste ineinander hervorbrachten und doch keine:r von ihnen Konsequenzen daraus zog. Sie beide waren gewalttätig in ihrer Beziehung, Charlie irgendwann physisch. Ihre immer gleichen Versuche, das zu legitimieren, taten weh. Ich hätte sie an so vielen Stellen gern geschüttelt, habe so oft die Augen beim Lesen verdreht. Für mich war sie leider nicht die sympathische Antiheldin, die der Klappentext versprochen hatte, sondern wenig in der Verantwortung für sich selbst, ihre Handlungen, ihre Entscheidungen. Trotz allem oder gerade deswegen war ich froh, dass sie Ella an ihrer Seite hatte; die einzige Figur im Buch, die ich wirklich gerne mochte. 🪞 Und vielleicht lag dennoch genau darin die große Stärke des Buchs, vielleicht sollte das alles so: Die Romanfiguren waren schmerzhaft realistisch und machten Fehler, die echte Menschen tagtäglich begehen. In wie vielen Beziehungen sind wir schon geblieben, obwohl wir genau wussten, wir hätten längst gehen sollen? Wie viele Freund:innen fallen uns ein, die sich viel zu lange in toxischen Partnerschaften bewegt haben? Wie oft waren wir selbst die (gelben) Monster? 🪞 Clara Leinemann hielt uns allen einen Spiegel vor, erzählte in einer fast schwerelosen Sprache von Fehlern und Selbsttäuschung, von Freundschaft, Liebe und Gewalt und allen Nuancen dazwischen. Dieses Buch war so schonungslos, wie es echt war, und ich glaube, ich werde noch immer wieder daran denken. — ET am 11. März 2026 💜

4

Wichtiges Thema aus einer spannenden Perspektive

In „Gelbe Monster“ von Clara Leimmann geht es um Charlie und ihre Entwicklung während und nach einer toxischen Beziehung. Es spielt in zwei Zeiten: Einmal in der, in welcher Charlie Valentin kennenlernt, direkt ihren gesamten Wert an ihn hängt und selbst alles sein möchte, was ihm wert ist. So endet es oft im Streit, kurzzeitigen Trennungen und teilweise eben auch in „Aggressionen“. Das führt zur zweiten Zeitebene, in der Charlie von ihrer Mitbewohnerin Ella dazu gedrängt wird, an einem Anti-Agressionsprogramm für gewalttätige Frauen teilzunehmen. Und so entwickelt sich Charlies Sicht auf die Geschehnisse. Ich würde behaupten, dass man mit dem Buch einen authentischen Blick in den Kopf einer Täterin, auch wenn sie sich nicht von Beginn an als solche sieht, werfen kann. Der Schreibstil war sehr angenehm und hat zu der Geschichte gepasst. Für einen Debütroman war besonders die Technik außerordentlich gut. Ich finde das Thema „Wut“ und „Gefühle“ bzw. warum sie da sind und warum wir sie so oft nicht kontrollieren können sehr interessant und lese es gerne in Büchern. Und Gefühle gibt es auf diesen 190 Seiten sehr viele. Positive, wie negative. Das einzige, was mir gefehlt hat und zu einem Stern Abzug geführt hat, ist der fehlende Hintergrund von Charlie. Es wird an verschiedenen Stellen angedeutet, dass sie kein gutes Verhältnis zu ihren Eltern hat und ich denke, dass ihre Selbstwertprobleme daher kommen, aber ich persönlich denke, dass ein paar Seiten mehr für diesen Hintergrund nicht geschadet hätten. Ich kann das Buch empfehlen, wenn man dieses Genre gerne mag und/oder sich für Wut in Beziehungen interessiert.

3

Ich weiß nicht. Viele wichtige Themen wurden angesprochen, dabei bleibt es aber auch. Mir persönlich zu oberflächlich. Schade.

4

Ich liebe schwierige Protagonist:innen

Die Geschichte ist spannend, es ist ganz cool erzählt und bleibt auch wirklich bis zum Ende interessant. Ich mag die Ambiguität der Charaktere super gern, wenn ich nicht genau sagen kann „mag ich“ oder „mag ich nicht“. Charlie hat ganz viele Eigenschaften die schrecklich sind, dann wiederum sind die aber so eingehend beschrieben und kind of .. erklärt?, dass ich so oft dachte „ja ok“. Glaube alles, was mich „gestört“ hat, war das Ende. Das hat sich nicht so richtig richtig komplett angefühlt. Auf der anderen Seite weiß ich aber auch nicht, was mir gefehlt hat. Ist auf jeden Fall ne Empfehlung, kann man easy an einem Tag wegsnacken 🙂‍↕️

3.5

Die Autorin hat ein sehr wichtiges Thema für ihr Buch ausgesucht- für mich nicht tief genug und manchmal etwas verwirren

5

Es ist gewaltig. Ein Sog der einem umschließt wie weiche Watte. ich wollte und konnte nicht aufhören. Ich musste weiter lesen. Die Perspektive hat mich so gekillt...ein Rausch der Gefühle, fulminant! (Triggerwarnung : Gewalt)

5

Es hat mich komplett gepackt und nicht mehr losgelassen — female rage, toxische Beziehungen, emotionale Abhängigkeit, Selbstverlust.

„Gelbe Monster“ ist eine sehr intensive, stellenweise unangenehme, aber genau deshalb auch extrem spannende Geschichte. Durch die episodische Erzählweise bekommt man immer wieder Einblicke in einzelne Situationen, die sich nach und nach zu einem Gesamtbild zusammensetzen. Dabei wird zwischen Gegenwart und Vergangenheit gewechselt: Einerseits erlebt man, wie die Protagonistin in einer Gruppentherapie für Menschen, die selbst Gewalt ausüben, alles verarbeitet und wie ihr Umfeld darauf reagiert, andererseits bekommt man durch ihre Gedanken immer wieder Ausschnitte aus ihrer Beziehung – vom Kennenlernen bis zu dem Punkt, an dem alles eskaliert. Besonders mochte ich, wie stark die Innenperspektive im Fokus steht – man ist die ganze Zeit in ihrem Kopf und erlebt ihre Gedanken und Gefühle ungefiltert mit. Diese Wechsel passieren nicht klassisch in Kapiteln, sondern innerhalb der Szenen, was überraschend gut funktioniert und dafür sorgt, dass man total mitfühlt, ihre Wut spürt und gleichzeitig immer wieder denkt: „Was geht hier eigentlich ab?“ – sowohl bei dem, was ihr widerfährt, als auch bei dem, was sie selbst tut. Im Zentrum steht ihre Beziehung zu Valentin, die immer toxischer wird. Sie verliert sich komplett darin, steigert sich in Kleinigkeiten hinein und behandelt ihn zunehmend schlechter, nur um sich selbst besser und gesehen zu fühlen. Dabei redet sie sich alles als Liebe schön, obwohl es sich eher nach Unsicherheit und emotionaler Abhängigkeit anfühlt. Gerade dieses Spiel mit Innen- und Außenwahrnehmung macht das Buch so spannend, weil sie lange total überzeugt von ihrer Sicht ist und erst nach und nach beginnt, ihre eigene Geschichte anders zu betrachten. Wut ist vielschichtig, und das Buch zeigt, wie komplex insbesondere weibliche Wut und emotionale Manipulation sein können. Nichts ist so eindeutig, wie es auf den ersten Blick scheint, und vieles wirkt aus ihrer Perspektive ganz anders als von außen. Auch das Ende passt perfekt dazu, weil es kein klassisches, abgeschlossenes Ende ist, sondern zeigt, dass solche Muster bleiben können. Das Motiv der „gelben Monster“ greift das stark auf und rundet die Geschichte ab – insgesamt ein sehr mitreißendes Buch, das einen zum Nachdenken bringt und für mich definitiv ein Highlight war.

5

Was ein überraschend überragendes Buch!

Gelbe Monster hat mich von Anfang an überzeugt, auch wegen des Covers. Ich finde es stark, unangenehm aber auch konsequent. Es wirkt nicht dekorativ, sondern wie ein klares Signal, wie eine Warnung. Diese Geschichte will nicht gefallen, sondern etwas zeigen, auf etwas aufmerksam machen. Genau das löst sie auch ein. Der Roman bleibt konsequent bei der Protagonistin Charlie. Diese Nähe ist intensiv und notwendig. Man erlebt ihre Wut, ihre Verzweiflung und ihre innere Zerrissenheit unmittelbar, ohne Distanz. Das macht das Lesen stellenweise schwer auszuhalten, aber genau dadurch wirkt es ehrlich und nah. Besonders betroffen gemacht hat mich Charlies Unsicherheit darüber, wer sie selbst ist. Dieses permanente Schwanken zwischen dem Wunsch, sich anzupassen, und einer inneren Leere. Sie ist eine intelligente, talentierte Frau und es tut weh zu lesen, wie wenig sie sich selbst mag. Wie verzweifelt sie versucht, sich Identitäten überzustülpen, Rollen zu übernehmen und Erwartungen zu erfüllen, weil sie keinen stabilen Zugriff auf sich selbst hat. Sehr eindrücklich ist auch der Umgang mit Gewalt und emotionaler Abhängigkeit in der Beziehung. Nichts wird verharmlost oder ausgeschlachtet. Der Roman zeigt leise, aber klar, wie verwirrend und zerstörerisch solche Dynamiken sein können, vor allem aus der Innenperspektive heraus. Der Schreibstil ist mitreißend und sehr gut lesbar. Unaufgeregt, klar und konsequent aus der Perspektive der Protagonistin erzählt. Gerade diese Nähe macht vieles schwer auszuhalten und genau dadurch wirkungsvoll. Für mich richtet sich „Gelbe Monster“ besonders an Frauen, unabhängig vom Alter. An Frauen, die spüren, wie viel sie gleichzeitig sein sollen und wie groß der Druck ist, sich ständig zu hinterfragen und neu zu definieren. Dieses dauernde Sich-selbst-Suchen spiegelt der Roman auf schmerzhafte, ehrliche Weise wider. Ein starkes, unbequemes Buch, das mich mitten im Lesen bereits stark beschäftigt – und das lange nachwirkt.

4

Manchmal bringt liebe nicht nur gutes hervor ..

.. genau das zeigt dieser Roman. Manchmal bringt liebe auch unsere schlimmsten Eigenschaften zum Vorschein. Insgesamt fand ich die Geschichte gut. Nun zeigt dieser Roman die negative Tragweite und wie schwer es sein kann, Grenzen zu setzen, für sich selbst einzustehen und seinen Weg zu gehen. Tatsächlich fand ich aber die gewählte Erzählerperspektive nicht so optimal. Ganz oft hätte ich gerne Charlies ungefilterte Gedanken aus der Ich- Perpektive gelesen.

4.5

Das Buch schafft es, schwere und emotionale Themen auf eine eindringliche, aber gleichzeitig sehr nahbare Weise zu erzählen. Besonders die Atmosphäre und die inneren Gedanken der Figuren haben mich berührt. Man fühlt sich beim Lesen oft unwohl, aber genau das macht die Geschichte so stark.

4.5

Was ein Brett. Anstrengend, herzzerreißend, intensiv. Man leidet die gesamte Zeit mit und möchte durchweg helfen.

4.5

Ganz anders, beeindruckend und nachhallend

"Seine Gegenwart fühlte sich an wie der Besuch eines Drogeriemarkts." Ich finde es gut, das Buch gelesen zu haben. Es ist auf jeden Fall besonders - die Handlung und der Schreibstil sind einzigartig. Die Hauptfigur, Charlie, wird sehr authentisch dargestellt, mit all ihren Ecken und Kanten und Gedanken, die sich viele nicht aufzuschreiben trauen (würden). Ihre Gedankenmuster und auch Valentins Verhalten haben mich teilweise wahnsinnig gemacht und insgesamt war es ein bisschen wie ein Unfall, bei dem man nicht weg gucken kann. Den letzten Teil habe ich heute Morgen verschlungen, wollte nun wissen, wie es ausgeht. Am Ende bleibt für mich eine Leere, die vermutlich so gewollt ist, trotzdem hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht. Gar kein Happy End, aber eins, das einen mehr abschließen lässt, aber auch das ist wahrscheinlich bewusst so gemacht. Direkt nach dem Lesen habe ich daher nur 3,5 Sterne vergeben, ich denke aber, dass mich eher die toxische Beziehung von Charlie und Valentin aufgeregt hat und die Autorin diese und auch Charlies Innenleben so gut darstellt, dass es einen richtig unwohl fühlen lässt. Ein wichtiges Buch!

5

Ein tolles Buch mit einem wichtigen Thema

In „gelbe Monster" von Clara Leinemann lernen wir die Protagonistin Charlie kennen, die auf dem Weg zu einem Antiagressionstraining für Frauen ist und stellen uns gemeinsam mit ihr die Frage wie es dazu gekommen ist. Das Buch hat mir richtig gut gefallen. Ich fand die Darstellung und die Gedankengänge der Protagonistin sehr authentisch und vielschichtig. Charlie ist keine Sympathieträgerin, aber eine Figur mit Ecken und Kanten und aus ihrer Perspektive sind ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen oft nachvollziehbar. Den Schreibstil habe ich als sehr angenehm wahrgenommen und konnte der Geschichte dadurch gut folgen. Die Autorin hat das Thema Gewalt, insbesondere in Liebesbeziehungen, meinem Eindruck nach, treffend und empathisch dargestellt und damit auch zum Nachdenken angeregt. Was ist Gewalt und wo fängt sie an? Insgesamt ein tolles Buch mit einem wichtigen Thema.

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