Schatten über Innsmouth
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Description
"Der Erzähler dieser recht aparten Geschichte des Grauens flieht in den Morgenstunden des 16. Juli 1927, von Grauen geschüttelt, Hals über Kopf aus der verschlafenen Hafenstadt Innsmouth; sein verzweifeltes Drängen führt zu einer behördlichen Untersuchung durch die Bundesregierung, zu zahlreichen Verhaftungen und zur Sprengung oder dem Niederbrennen einer Anzahl alter Häuser. Erst lange, nachdem alles vorbei ist, von quälenden Träumen geplagt, in denen irrwitzig alptraumhafte Lebewesen vorkommen wie die entsetzlichen Schoggothen, entschließt er sich zu berichten, was er in jenem »von bösen Schatten erfüllten Hafen des Todes und der blasphemischen Abnormität« erlebte. Er wurde damals Zeuge einer ruchlosen Zeremonie der Anhänger des Fischgottes Dagon und des noch schrecklicheren Cthulhu."
Book Information
Author Description
Howard Phillips Lovecraft wurde am 20. August 1890 in Providence, Rhode Island geboren und starb am 15. März 1937 ebenda. Im Alter von acht Jahren verlor er seinen Vater. Er wurde fortan hauptsächlich von seiner Mutter, seinem Großvater und zwei Tanten aufgezogen und zeigte bereits früh literarische Begabung. Als Kleinkind lernte er Gedichte auswendig und begann im Alter von sechs Jahren, eigene Gedichte zu schreiben. Sein Großvater unterstützte diese Neigung und erzählte ihm selbsterfundene Horrorgeschichten. 1914 wurde Lovecraft Mitglied einer Vereinigung von amerikanischen Hobbyautoren, deren Ziel es war, durch Kongresse den Austausch unter den Autoren zu fördern. Dieser Austausch mit Gleichgesinnten verlieh Lovecraft neuen Schwung: Die Kurzgeschichten The Tomb und Dagon erstanden in dieser Zeit. 1924 heiratete Lovecraft die sieben Jahre ältere jüdische Ukrainerin Sonia Greene. Einige Jahre später einigten sich die getrennt lebenden Sonia Greene und Lovecraft auf eine einvernehmliche Scheidung, die jedoch nie rechtswirksam vollzogen wurde. Lovecraft kehrte zurück nach Providence und lebte dort wieder mit seinen Tanten. Dieser letzte Abschnitt seines Lebens war der produktivste. Nahezu sämtliche seiner bekannten Erzählungen, wie Der Fall Charles Dexter Ward oder Berge des Wahnsinns stammen aus dieser Zeit. 1936 wurde bei Lovecraft Darmkrebs diagnostiziert. Bis zu seinem Tode ein Jahr später litt er an ständigen Schmerzen und Unterernährung.
Posts
Naja.. Das Buch war ganz okay🙈 Da das Buch nur um die 120 Seiten hat, hatte man es schnell durch gelesen. Das Buch ist in der Ich- Form geschrieben. Der Ixh-Erzähler erzählt über sein Erlebnis in Innsmouth. Die wenigen Bewohner sehen anders aus, nicht normal, und verabscheuen Fremde in ihrer Stadt. Dennoch möchte der Ich-Erzähler wissen, was es mit der Stadt und seinen Geschichten auf sich hat und macht sich selbst ein Bild von allem und kommt mit dem ein oder anderen, die nicht aus Innsmouth kommen ins Gespräch. Vorallem Zadok Allen, der seit über 90 Jahren in Innsmouth wohnt, hat viel zu erzählen, wenn er gut getrunken hatte. Nach dem Treffen mit Zadok wurd es, ein paar Seiten lang, spannend. Die Verfolgungsjagd war richtig gut. Zum Ende hin, gab es eine Art Verwandlung des Ich- Erzählers und das war es dann gewesen. 😅 Empfehlen? Weiß ich nicht.. Meins war die Geschichte jetzt nicht. Ich hatte mir bisschen mehr erhofft; mehr gruselfaktor etc..
Eine weitere berühmte Geschichte Lovecrafts und ich war erstaunt zu erfahren, dass ich sie bisher noch gar nicht gelesen hatte. Nun ist das auch nachgeholt und für mich entfesselt diese Geschichte ihre wahre Macht erst einige Tage nach der Lektüre. Während des Lesens verwirrten mich die architektonischen Beschreibungen etwas zu sehr, als dass ich die Geschichte als Ganzes würdigen konnte. Jetzt, im Rückblick, kommen mir immer mehr gruselig und bedrückende Details in den Sinn. Uff, also ich möchte nicht nach Innsmouth reisen.
Schatten über Innsmouth war bislang die beste Geschichte, die ich von HPL gelesen habe. Wenn man sich mal an den etwas eintönigen Schreibstil bei der Erzeugung von Grusel gewöhnt hat, dann kann man sich mehr auf die Handlung als solches konzentrieren. Diese wurde geschickt eingeleitet und aufgebaut, mit einem langen, erklärenden Monolog über die schattenhafte Stadt Innsmouth im Mittelteil überbrückt, und dann mit einem rasanten und überraschende Ende versehen. Gute Unterhaltung für eine fast 90jährige Horrorgeschichte. Der eintönige Schreibstil bezieht sich auf die Tatsache, dass für Lovecraft der Horror immer unerklärbar erscheint, nicht in Worte zu fassen ist oder namenlos daherkommt. Dies sind nur drei der Phrasen, die einfach zu häufig vorkommen und aus heutiger Sicht der Erzählung etwas antiquiert-amüsantes mitgeben. Was mir dabei aber auffiel: Bei Lovecraft wird nie Gewalt erzeugt, auch bei den anderen beiden Geschichten, die ich bislang las, war dies der Fall. Die Hauptperson wird immer nur Zeuge einer Ungewöhnlichkeit, die ihn in Schrecken versetzt. Dies ist immer so schrecklich, dass der Person die Worte fehlen, um es genauer zu beschreiben. Positiv könnte man sagen, dass die Protagonisten immer traumatisiert aus dem Erlebten zurück bleiben. Und weil alles so namenlos schrecklich ist, hat die Phantasie des Lesers auch genug Freiräume, sich bei dem eigenen Kopfkino auszutoben. Hier in dieser Geschichte ziehen gegen Ende die schrecklichen Wesen am Protagonisten vorbei, während er im Graben liegt, die Prozession beobachtet und anschließend in Ohnmacht fällt. Wie gesagt, bei taumelnden Bewusstsein kann man sich schlecht auf die wortreiche Beschreibung des Schreckensszenario konzentrieren. Daher: Namenloses Entsetzen äußern und dann ab ins Reich der Träume. Was aber wirklich ärgerlich ist, ist der unverhohlene Rassismus Lovecrafts, der an mehreren Stellen zum Ausdruck kommt. Diesmal ist es ja nicht eine einzelne Kreatur, die Schrecken verbreitet, sondern gleich eine größere Gemeinschaft in Form des gesamten Dorfes Innsmouth, welches durch Abkehr von christlichen Glauben und Anbetung eines okkulten Wesens massenhaft degeneriert. Diese Rasse von Menschen mit dem sogenannten Innsmouth-Look sind schon nach Ansicht des Erzählers widerwärtig. Aber selbst dunkle Hautfarbe und andersgeformte Augen werden abgelehnt. Lovecraft war ein Rassist. Bedauerlich, wenn das so klar in einer Geschichte hervortritt. Aufgrund des überraschenden Endes der Geschichte und des guten Unterhaltungswertes würde ich dieses Buch trotzdem Einsteigern in Lovecrafts Welt empfehlen.
Schatten über Innsmouth war bislang die beste Geschichte, die ich von HPL gelesen habe. Wenn man sich mal an den etwas eintönigen Schreibstil bei der Erzeugung von Grusel gewöhnt hat, dann kann man sich mehr auf die Handlung als solches konzentrieren. Diese wurde geschickt eingeleitet und aufgebaut, mit einem langen, erklärenden Monolog über die schattenhafte Stadt Innsmouth im Mittelteil überbrückt, und dann mit einem rasanten und überraschende Ende versehen. Gute Unterhaltung für eine fast 90jährige Horrorgeschichte. Der eintönige Schreibstil bezieht sich auf die Tatsache, dass für Lovecraft der Horror immer unerklärbar erscheint, nicht in Worte zu fassen ist oder namenlos daherkommt. Dies sind nur drei der Phrasen, die einfach zu häufig vorkommen und aus heutiger Sicht der Erzählung etwas antiquiert-amüsantes mitgeben. Was mir dabei aber auffiel: Bei Lovecraft wird nie Gewalt erzeugt, auch bei den anderen beiden Geschichten, die ich bislang las, war dies der Fall. Die Hauptperson wird immer nur Zeuge einer Ungewöhnlichkeit, die ihn in Schrecken versetzt. Dies ist immer so schrecklich, dass der Person die Worte fehlen, um es genauer zu beschreiben. Positiv könnte man sagen, dass die Protagonisten immer traumatisiert aus dem Erlebten zurück bleiben. Und weil alles so namenlos schrecklich ist, hat die Phantasie des Lesers auch genug Freiräume, sich bei dem eigenen Kopfkino auszutoben. Hier in dieser Geschichte ziehen gegen Ende die schrecklichen Wesen am Protagonisten vorbei, während er im Graben liegt, die Prozession beobachtet und anschließend in Ohnmacht fällt. Wie gesagt, bei taumelnden Bewusstsein kann man sich schlecht auf die wortreiche Beschreibung des Schreckensszenario konzentrieren. Daher: Namenloses Entsetzen äußern und dann ab ins Reich der Träume. Was aber wirklich ärgerlich ist, ist der unverhohlene Rassismus Lovecrafts, der an mehreren Stellen zum Ausdruck kommt. Diesmal ist es ja nicht eine einzelne Kreatur, die Schrecken verbreitet, sondern gleich eine größere Gemeinschaft in Form des gesamten Dorfes Innsmouth, welches durch Abkehr von christlichen Glauben und Anbetung eines okkulten Wesens massenhaft degeneriert. Diese Rasse von Menschen mit dem sogenannten Innsmouth-Look sind schon nach Ansicht des Erzählers widerwärtig. Aber selbst dunkle Hautfarbe und andersgeformte Augen werden abgelehnt. Lovecraft war ein Rassist. Bedauerlich, wenn das so klar in einer Geschichte hervortritt. Aufgrund des überraschenden Endes der Geschichte und des guten Unterhaltungswertes würde ich dieses Buch trotzdem Einsteigern in Lovecrafts Welt empfehlen.
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"Der Erzähler dieser recht aparten Geschichte des Grauens flieht in den Morgenstunden des 16. Juli 1927, von Grauen geschüttelt, Hals über Kopf aus der verschlafenen Hafenstadt Innsmouth; sein verzweifeltes Drängen führt zu einer behördlichen Untersuchung durch die Bundesregierung, zu zahlreichen Verhaftungen und zur Sprengung oder dem Niederbrennen einer Anzahl alter Häuser. Erst lange, nachdem alles vorbei ist, von quälenden Träumen geplagt, in denen irrwitzig alptraumhafte Lebewesen vorkommen wie die entsetzlichen Schoggothen, entschließt er sich zu berichten, was er in jenem »von bösen Schatten erfüllten Hafen des Todes und der blasphemischen Abnormität« erlebte. Er wurde damals Zeuge einer ruchlosen Zeremonie der Anhänger des Fischgottes Dagon und des noch schrecklicheren Cthulhu."
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Author Description
Howard Phillips Lovecraft wurde am 20. August 1890 in Providence, Rhode Island geboren und starb am 15. März 1937 ebenda. Im Alter von acht Jahren verlor er seinen Vater. Er wurde fortan hauptsächlich von seiner Mutter, seinem Großvater und zwei Tanten aufgezogen und zeigte bereits früh literarische Begabung. Als Kleinkind lernte er Gedichte auswendig und begann im Alter von sechs Jahren, eigene Gedichte zu schreiben. Sein Großvater unterstützte diese Neigung und erzählte ihm selbsterfundene Horrorgeschichten. 1914 wurde Lovecraft Mitglied einer Vereinigung von amerikanischen Hobbyautoren, deren Ziel es war, durch Kongresse den Austausch unter den Autoren zu fördern. Dieser Austausch mit Gleichgesinnten verlieh Lovecraft neuen Schwung: Die Kurzgeschichten The Tomb und Dagon erstanden in dieser Zeit. 1924 heiratete Lovecraft die sieben Jahre ältere jüdische Ukrainerin Sonia Greene. Einige Jahre später einigten sich die getrennt lebenden Sonia Greene und Lovecraft auf eine einvernehmliche Scheidung, die jedoch nie rechtswirksam vollzogen wurde. Lovecraft kehrte zurück nach Providence und lebte dort wieder mit seinen Tanten. Dieser letzte Abschnitt seines Lebens war der produktivste. Nahezu sämtliche seiner bekannten Erzählungen, wie Der Fall Charles Dexter Ward oder Berge des Wahnsinns stammen aus dieser Zeit. 1936 wurde bei Lovecraft Darmkrebs diagnostiziert. Bis zu seinem Tode ein Jahr später litt er an ständigen Schmerzen und Unterernährung.
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Naja.. Das Buch war ganz okay🙈 Da das Buch nur um die 120 Seiten hat, hatte man es schnell durch gelesen. Das Buch ist in der Ich- Form geschrieben. Der Ixh-Erzähler erzählt über sein Erlebnis in Innsmouth. Die wenigen Bewohner sehen anders aus, nicht normal, und verabscheuen Fremde in ihrer Stadt. Dennoch möchte der Ich-Erzähler wissen, was es mit der Stadt und seinen Geschichten auf sich hat und macht sich selbst ein Bild von allem und kommt mit dem ein oder anderen, die nicht aus Innsmouth kommen ins Gespräch. Vorallem Zadok Allen, der seit über 90 Jahren in Innsmouth wohnt, hat viel zu erzählen, wenn er gut getrunken hatte. Nach dem Treffen mit Zadok wurd es, ein paar Seiten lang, spannend. Die Verfolgungsjagd war richtig gut. Zum Ende hin, gab es eine Art Verwandlung des Ich- Erzählers und das war es dann gewesen. 😅 Empfehlen? Weiß ich nicht.. Meins war die Geschichte jetzt nicht. Ich hatte mir bisschen mehr erhofft; mehr gruselfaktor etc..
Eine weitere berühmte Geschichte Lovecrafts und ich war erstaunt zu erfahren, dass ich sie bisher noch gar nicht gelesen hatte. Nun ist das auch nachgeholt und für mich entfesselt diese Geschichte ihre wahre Macht erst einige Tage nach der Lektüre. Während des Lesens verwirrten mich die architektonischen Beschreibungen etwas zu sehr, als dass ich die Geschichte als Ganzes würdigen konnte. Jetzt, im Rückblick, kommen mir immer mehr gruselig und bedrückende Details in den Sinn. Uff, also ich möchte nicht nach Innsmouth reisen.
Schatten über Innsmouth war bislang die beste Geschichte, die ich von HPL gelesen habe. Wenn man sich mal an den etwas eintönigen Schreibstil bei der Erzeugung von Grusel gewöhnt hat, dann kann man sich mehr auf die Handlung als solches konzentrieren. Diese wurde geschickt eingeleitet und aufgebaut, mit einem langen, erklärenden Monolog über die schattenhafte Stadt Innsmouth im Mittelteil überbrückt, und dann mit einem rasanten und überraschende Ende versehen. Gute Unterhaltung für eine fast 90jährige Horrorgeschichte. Der eintönige Schreibstil bezieht sich auf die Tatsache, dass für Lovecraft der Horror immer unerklärbar erscheint, nicht in Worte zu fassen ist oder namenlos daherkommt. Dies sind nur drei der Phrasen, die einfach zu häufig vorkommen und aus heutiger Sicht der Erzählung etwas antiquiert-amüsantes mitgeben. Was mir dabei aber auffiel: Bei Lovecraft wird nie Gewalt erzeugt, auch bei den anderen beiden Geschichten, die ich bislang las, war dies der Fall. Die Hauptperson wird immer nur Zeuge einer Ungewöhnlichkeit, die ihn in Schrecken versetzt. Dies ist immer so schrecklich, dass der Person die Worte fehlen, um es genauer zu beschreiben. Positiv könnte man sagen, dass die Protagonisten immer traumatisiert aus dem Erlebten zurück bleiben. Und weil alles so namenlos schrecklich ist, hat die Phantasie des Lesers auch genug Freiräume, sich bei dem eigenen Kopfkino auszutoben. Hier in dieser Geschichte ziehen gegen Ende die schrecklichen Wesen am Protagonisten vorbei, während er im Graben liegt, die Prozession beobachtet und anschließend in Ohnmacht fällt. Wie gesagt, bei taumelnden Bewusstsein kann man sich schlecht auf die wortreiche Beschreibung des Schreckensszenario konzentrieren. Daher: Namenloses Entsetzen äußern und dann ab ins Reich der Träume. Was aber wirklich ärgerlich ist, ist der unverhohlene Rassismus Lovecrafts, der an mehreren Stellen zum Ausdruck kommt. Diesmal ist es ja nicht eine einzelne Kreatur, die Schrecken verbreitet, sondern gleich eine größere Gemeinschaft in Form des gesamten Dorfes Innsmouth, welches durch Abkehr von christlichen Glauben und Anbetung eines okkulten Wesens massenhaft degeneriert. Diese Rasse von Menschen mit dem sogenannten Innsmouth-Look sind schon nach Ansicht des Erzählers widerwärtig. Aber selbst dunkle Hautfarbe und andersgeformte Augen werden abgelehnt. Lovecraft war ein Rassist. Bedauerlich, wenn das so klar in einer Geschichte hervortritt. Aufgrund des überraschenden Endes der Geschichte und des guten Unterhaltungswertes würde ich dieses Buch trotzdem Einsteigern in Lovecrafts Welt empfehlen.
Schatten über Innsmouth war bislang die beste Geschichte, die ich von HPL gelesen habe. Wenn man sich mal an den etwas eintönigen Schreibstil bei der Erzeugung von Grusel gewöhnt hat, dann kann man sich mehr auf die Handlung als solches konzentrieren. Diese wurde geschickt eingeleitet und aufgebaut, mit einem langen, erklärenden Monolog über die schattenhafte Stadt Innsmouth im Mittelteil überbrückt, und dann mit einem rasanten und überraschende Ende versehen. Gute Unterhaltung für eine fast 90jährige Horrorgeschichte. Der eintönige Schreibstil bezieht sich auf die Tatsache, dass für Lovecraft der Horror immer unerklärbar erscheint, nicht in Worte zu fassen ist oder namenlos daherkommt. Dies sind nur drei der Phrasen, die einfach zu häufig vorkommen und aus heutiger Sicht der Erzählung etwas antiquiert-amüsantes mitgeben. Was mir dabei aber auffiel: Bei Lovecraft wird nie Gewalt erzeugt, auch bei den anderen beiden Geschichten, die ich bislang las, war dies der Fall. Die Hauptperson wird immer nur Zeuge einer Ungewöhnlichkeit, die ihn in Schrecken versetzt. Dies ist immer so schrecklich, dass der Person die Worte fehlen, um es genauer zu beschreiben. Positiv könnte man sagen, dass die Protagonisten immer traumatisiert aus dem Erlebten zurück bleiben. Und weil alles so namenlos schrecklich ist, hat die Phantasie des Lesers auch genug Freiräume, sich bei dem eigenen Kopfkino auszutoben. Hier in dieser Geschichte ziehen gegen Ende die schrecklichen Wesen am Protagonisten vorbei, während er im Graben liegt, die Prozession beobachtet und anschließend in Ohnmacht fällt. Wie gesagt, bei taumelnden Bewusstsein kann man sich schlecht auf die wortreiche Beschreibung des Schreckensszenario konzentrieren. Daher: Namenloses Entsetzen äußern und dann ab ins Reich der Träume. Was aber wirklich ärgerlich ist, ist der unverhohlene Rassismus Lovecrafts, der an mehreren Stellen zum Ausdruck kommt. Diesmal ist es ja nicht eine einzelne Kreatur, die Schrecken verbreitet, sondern gleich eine größere Gemeinschaft in Form des gesamten Dorfes Innsmouth, welches durch Abkehr von christlichen Glauben und Anbetung eines okkulten Wesens massenhaft degeneriert. Diese Rasse von Menschen mit dem sogenannten Innsmouth-Look sind schon nach Ansicht des Erzählers widerwärtig. Aber selbst dunkle Hautfarbe und andersgeformte Augen werden abgelehnt. Lovecraft war ein Rassist. Bedauerlich, wenn das so klar in einer Geschichte hervortritt. Aufgrund des überraschenden Endes der Geschichte und des guten Unterhaltungswertes würde ich dieses Buch trotzdem Einsteigern in Lovecrafts Welt empfehlen.











