Der gute Mensch von Sezuan
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Bertolt Brecht wurde am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren und starb am 14. August 1956 in Berlin. Von 1917 bis 1918 studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München Naturwissenschaften, Medizin und Literatur. Sein Studium musste er allerdings bereits im Jahr 1918 unterbrechen, da er in einem Augsburger Lazarett als Sanitätssoldat eingesetzt wurde. Bereits während seines Studiums begann Brecht Theaterstücke zu schreiben. Ab 1922 arbeitete er als Dramaturg an den Münchener Kammerspielen. Von 1924 bis 1926 war er Regisseur an Max Reinhardts Deutschem Theater in Berlin. 1933 verließ Brecht mit seiner Familie und Freunden Berlin und flüchtete über Prag, Wien und Zürich nach Dänemark, später nach Schweden, Finnland und in die USA. Neben Dramen schrieb Brecht auch Beiträge für mehrere Emigrantenzeitschriften in Prag, Paris und Amsterdam. 1948 kehrte er aus dem Exil nach Berlin zurück, wo er bis zu seinem Tod als Autor und Regisseur tätig war.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Das war wohl nix
Eines der Schulbücher die ich wirklich nicht interesaant fand. Ich habe es schon vor ein paar Jahren gelesen und bin immer noch der gleichen Meinung. Ich fand die Handlung einfach uninteressant. Versteht mich nicht falsch es gibt solche alten Bücher die ich nicht schlecht finde. Aber dieses gehört wirklich zu denen die ich hoffentlich nie wieder lesen muss.
„Eurem Bruder wird Gewalt angetan, und ihr kneift die Augen zu!”
Eine der wenigen Schullektüren, die mich tatsächlich über längere Zeit zum Nachdenken angeregt hat. Wie kann man in einer kapitalistischen Welt gut sein und gleichzeitig überleben? Diese Frage soll uns die Hauptprotagonisten Shen Te beantworten. Zu Beginn verkörpert Shen Te in dem Drama die Heldinnenfigur. Eine Prostituierte als Heldin der Geschichte? — klingt recht Paradox. Doch Brecht wählt bewusst eine Prostituierte — eine Figur, die gesellschaftlich verachtet wird — und macht gerade sie zum moralischsten Menschen des Dramas. Dies erinnert mich an Sonja Marmeladowa aus Dostoyevskys „Schuld und Sühne”, was ich echt spannend fand. Die Menschen von Sezuan sind sehr auf Eigenprofit fokussiert. Dabei geht jegliche moralische Gewissheit verloren. Empathie, Liebe, Vertrauen und Respekt sind vollkommen durch Geld zu ersetzen. Es ist eine Welt von Egoismus, Entmenschlichung und Ungerechtigkeit. Nächstenliebe erscheint in dieser Welt beinahe wie ein Fehler. Die Götter erscheinen selbst widersprüchlich und sind sich uneinig. Obwohl sie ein moralisches Gesetz vertreten, scheinen sie es nicht konsequent anzuwenden. Vielmehr sind auch sie selbst daran gebunden. Gerade das wirkt paradox — fast ungöttlich. Dadurch verlieren sie ihre Autorität, und Shen Te bleibt letztlich ohne Orientierung zurück. Vielleicht ist dies eine Anspielung auf das trinitarische Beziehungsgeschehen durch Vater, Sohn und Geist. Um zur Frage zurückzukehren, inwiefern man im Kapitalismus moralisch gut leben kann: Brecht beantwortet diese Frage letztlich pessimistisch. So verwandelt sich Shen Te — nachdem sie etliche Male ausgenutzt und ausgeraubt wurde — in die Rolle des Shui Tas: ein Charakter des Dramas, der ebenso alle um sich ausbeutet, nur für seinen Selbstzweck. Dies verdeutlicht Shen Tes Zweifel und ihre existenzielle Not. Muss der Mensch im Kapitalismus eine Maske tragen, um zu überleben? Aber niemand ist wirklich „böse“. Viele handeln aus Not, so auch Shen Te. Dadurch wird das System selbst zum eigentlichen Gegner, an dem letztlich auch Shen Te scheitert. Brechts „Der gute Mensch von Sezuan” überzeugte mich weniger durch die Dramastruktur, sondern vielmehr durch die Botschaft dahinter. Die Handlung wirkte oft eher funktional als wirklich hinreißend. Am Ende bleibt keine klare Antwort oder Erlösung zurück. Brecht entlässt den Menschen mit einer moralischen Unsicherheit — fast wie in der modernen Existenzphilosophie. Die Frage bleibt offen, ob man in einer schlechten Welt überhaupt gut bleiben kann, ohne daran zu zerbrechen. Gerade deshalb wirkt das Drama in gewissen Kontexten noch heute aktuell: Freundlichkeit existiert oft nur, solange sie nichts kostet, Beziehungen werden nach Nutzen bewertet und Moral gerät unter Leistungsdruck. Während Kant Moral als universell gültige Pflicht versteht, zeigt Brecht, dass diese Pflicht in einer ungerechten Welt zur Selbstzerstörung und zu existenziellen Konflikten führen kann. Shen Tes Konflikt erscheint dadurch wie ein Spiegel moderner Gesellschaft. Zudem vermittelt das Stück ein ständiges Gefühl von Instabilität, Anpassungsdruck und Orientierungslosigkeit. Im Zusammenhang mit Brechts Exil während der NS-Zeit erhält diese Atmosphäre eine zusätzliche Bedeutung. So bleibt weniger die Handlung selbst im Kopf als vielmehr die unangenehme Erkenntnis, wie nah diese Welt der eigenen ist.

Der gute Mensch von Sezuan - Zwischen Moral und Überleben
„Der gute Mensch von Sezuan“ ist ein Parabelstück, das häufig in der Oberstufe behandelt wird, da es zentrale gesellschaftliche Fragen thematisiert. Im Mittelpunkt steht Shen Te, die von drei Göttern als guter Mensch ausgewählt wird. Trotz ihrer Hilfsbereitschaft gerät sie immer wieder in Schwierigkeiten, weil andere ihre Gutmütigkeit ausnutzen. Um wirtschaftlich bestehen zu können, erfindet sie die Figur des harten Cousins Shui Ta. Dadurch entsteht ein starker Gegensatz zwischen Mitgefühl und Durchsetzungsfähigkeit. Das Stück zeigt, wie schwer es ist, in einer ungerechten Welt moralisch zu handeln. Armut, Abhängigkeit und soziale Ungleichheit prägen die Handlung. Besonders auffällig ist das offene Ende, das keine klare Lösung bietet. Stattdessen bleibt die Frage bestehen, ob ein Mensch unter solchen Bedingungen überhaupt dauerhaft gut sein kann. Teilweise wirkt das Drama sachlich und distanziert, was es anspruchsvoll macht. Dennoch bietet es viele Möglichkeiten zur Analyse von Figuren, Motiven und gesellschaftlicher Kritik. Insgesamt ist „Der gute Mensch von Sezuan“ eine tiefgründige und diskussionsreiche Schullektüre, die wichtige ethische und soziale Themen behandelt, auch wenn sie stellenweise etwas nüchtern erscheint. Von mir 6 von 10 P.

Gut und Böse
War mal was anderes, was ich so nicht kannte. Sehr gewöhnungsbedürftig etwas so zu lesen, das wie ein Theaterstück geschrieben ist. Inhaltlich war es ganz gut, ab und zu etwas verwirrend wegen der Schreibweise und das mit den Göttern war auch etwas komisch. Dachte immer die sind nur im Traum zu sehen, aber wohl doch nicht. Ich würde solche Bücher nicht unbedingt öfter lesen, finde es eher anstrengend.
Dieses Buch wird nicht umsonst Parabelstück genannt.
Dieses Buch hat mir, dafür dass es eine Schullektüre ist, außerordentlich gut gefallen. Es konnte auf alle Fälle die beabsichtigte Nachricht rüberbringen. Der Schreibstil war angenehm und ich konnte der Handlung gut folgen. Für alle, die gerne Klassiker lesen, sehr zu empfehlen.

Interessantes nachdenkliches Stück
Das Stück „der gute Mensch von Sezuan“ von Bertolt Brecht, hat mir sehr gut gefallen. Ich habe dieses Buch unter anderem im Deutschunterricht durchgenommen und bin dafür auch echt dankbar, da ich dadurch das Buch noch besser verstehe. Die Ausgangssituation und das durchgehende Wissen, das Shen Te nur durch gut sein, nicht überleben kann, regt einen zum nachdenken an. Ich habe davor noch nie ein episches Theater gelesen, und bin von diesem echt überzeugt. Einem fallen natürlich die sehr starken, kapitalistischen Kritiken auf, da Bertolt Brecht, ja ein Befürworter des Kommunismus war, aber auch die chinesische Philosophie von Yin und Yang sind vorzufinden. Insgesamt finde ich das Stück sehr gelungen, und vor allem der offene Epilog hat mich zum nachdenken gebracht, wie kann man in einer schlechten Welt gut sein, ohne selber zu Grunde zu gehen?
Gut sein reicht nicht 💔 – ein zeitloses Drama über Menschlichkeit und Überleben
Ich habe Der gute Mensch von Sezuan das erste Mal in der Schule gelesen – und ehrlich gesagt war ich ziemlich überrascht, wie leicht und flüssig sich dieses doch recht alte Werk lesen lässt 📖. Die Sprache ist klar, und auch wenn hier und da ein ungewohntes Wort auftaucht, versteht man den Text insgesamt sehr gut. Was mich besonders berührt und zum Nachdenken gebracht hat, ist die zentrale Botschaft des Stücks: Wie schwer es eigentlich ist, ein guter Mensch zu sein und trotzdem in dieser Welt zu bestehen 💭. An der Figur Shen Te sieht man sehr deutlich, wie sehr Menschen zwischen Mitgefühl und Selbstschutz hin- und hergerissen werden. Das fühlt sich manchmal fast traurig an, weil man merkt, dass gute Absichten allein oft nicht ausreichen. Trotz der ernsten Themen ist das Buch nicht langweilig. Im Gegenteil: Durch einen kleinen Plot-Twist wird die Geschichte sogar richtig spannend 😯. Außerdem ist das Stück recht kurz, was es in meinen Augen perfekt für den Schulunterricht macht – man wird nicht erschlagen, sondern kann sich gut auf die Handlung und die Aussage konzentrieren. Insgesamt fand ich das Buch überraschend interessant und auch emotional stärker, als ich es erwartet hätte. Es regt zum Nachdenken an und bleibt einem im Kopf, selbst nachdem man es beendet hat ✨.
Klassiker mit wichtiger Botschaft, aber nicht mein Fall
Es geht um den moralischen Konflikt einer Frau, die versucht in einer ungerechten Welt, gut zu bleiben. Sie will anderen helfen, wird aber ausgenutzt. Ich habe das Buch zufällig in einem Bücherregal auf der Straße entdeckt und wollte dem Klassiker eine Chance geben. Ich konnte aber nicht so wirklich was damit anfangen.

Insgesamt ist „Der gute Mensch von Sezuan“ ein sehr lesenswertes Werk, das ich jedem empfehlen würde, der sich für Literatur mit Tiefgang interessiert.
„Der gute Mensch von Sezuan“ von Bertolt Brecht ist ein interessantes Theaterstück, das zum Nachdenken anregt. Am Anfang braucht man etwas Zeit, um in die Handlung hineinzukommen, doch es lohnt sich. Die besondere Schreibweise und die Dialoge machen das Stück lebendig. Es behandelt wichtige Fragen darüber, ob man in der Welt wirklich gut sein kann. Das Buch ist nicht zu lang und gut lesbar. Vor allem das Ende ist sehr gelungen. Insgesamt würde ich das Werk jedem empfehlen.
Interessante Dramenform
Ich persönlich bin einfach kein großer Fan von Dramen, jedoch ist dieses recht interessant, da Berthold Brecht eine neue Form des Dramas erfunden hat. Bei dieser versucht er durch Distanz zum Publikum, dieses zum nachdenken anzuregen und sich weniger auf Spannung zu fokussieren. Der Gedanke hinter dem Drama ist ebenfalls recht gut rüber gebracht. Allerdings bin ich einfach kein Fan von Dramen deshalb nur 3,5 Sterne.
Da ich kein Fan von Dramen bin bekommt das Buch nur drei Sterne von mir. Allerdings hat mir der Inhalt sehr gut gefallen und ich fand die Ideen wirklich spannend. Das Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. Das Ende fand ich allerdings nicht ganz so überzeugend, da es weder richtig abgeschlossen, noch offen ist.
Die meisten haben schon mal von diesem Buch gehört. Der Klassiker von Berthold Brecht ist sehr berühmt und veranschaulicht das Denken der Gesellschaft. Im Vordergrund dieser Geschichte steht die Moral. Es wird die Frage in den Raum geworfen, ob es auf dieser Erde überhaupt einen guten Menschen gibt. Wie soll man gut sein, obwohl alles so teuer ist? Was zeichnet einen guten Menschen aus? Ist es überhaupt möglich, ein guter Mensch zu sein? Die Erkenntnis: Jeder Mensch braucht eine solche doppelte oder gespaltene Persönlichkeit, um in dieser Welt zu überleben. Shen Te ist wie jeder Mensch ein Opfer ihrer Umstände, aber sie ist trotz dieses Lebens eine gute Seele. Doch dann merkt sie, dass das nicht funktioniert. Ihre bis dahin aufrecht erhaltene Gutmütigkeit ist rein und unmittelbar. Es ist eine naive und gedankenlose Güte, eine, die nicht vorausplant, die nicht berücksichtigt, dass andere Menschen vielleicht nicht gut sind, und das macht es anderen natürlich leicht, sie auszunutzen. Die Güte von Shen Te ist daher unmöglich aufrechtzuerhalten. Brecht zeigt uns, dass ein Mensch nicht nur ein guter oder nur ein schlechter Mensch sein kann. Shen Te steht für Güte und moralische Reinheit, die so radikal sind, dass sie unrealistisch und unvereinbar mit der heutigen Welt sind. Shui Ta steht für gesunden Menschenverstand, wie ihn die kapitalistische Gesellschaft verlangt, aber da er ein verdorbenes Herz hat, endet er an der Grenze zur Grausamkeit. Brecht mag einer der innovativsten und einflussreichsten Dramatiker des 20. Jahrhunderts gewesen sein, aber sein Hauptanliegen war es, das Publikum zuerst zum Nachdenken zu bringen, anstatt es einfach auf einer emotionalen Ebene anzusprechen. Das Werk, welches er als überzeugter Kommunist in den schwierigen Jahren seines Exils während der Nazizeit geschrieben hat, ist sowohl eine wichtige Reflexion über das Verborgene des Bösen als auch eine scharfe Anklage gegen die Verwerfungen des Kapitalismus, der auch dank der Kriegsordnung seinen Höhepunkt erreicht hat. Das Ende des Stückes ist relativ offen. So wird der Leser zum Nachdenken angeregt. Berthold Brecht erschafft mit diesem Werk ein Stück, dass nachklingt. Ein Stück, dass nachdenklich macht und den Leser über Gesellschaft, Moralvorstellungen und das Gut und Böse grübeln lässt. Alles in allem fand ich, dass dieses Stück dem Leser ein sehr interessantes Aufeinanderprallen von Idealismus und düsterer Realität präsentiert. Es scheint, als ob das Gute eine Menge Pragmatismus und Lebenserfahrung braucht, um nicht zu scheitern. Und um zu verstehen, dass jede Handlung Konsequenzen hat, selbst die, die im Moment gut erscheinen mag. Die gute Tat, die man jetzt vollbringt, könnte es einem in Zukunft sehr viel schwerer machen, weiterhin Gutes zu tun (vor allem, wenn man sein ganzes Geld verschenkt).
Wahrscheinlich besser als Theaterstück
Leider verliert das Buch für mich nach einem anfänglich interessanten Einstieg in die Geschichte schnell an Rückenwind. Shen Te wird zum Spielball aller um sie herum (das ist Teil der Parabel)… für mich verliert es jedoch nach ca. 2/3 an Fahrt und man hätte die Geschichte für mich auch in weniger Sätzen transportieren können. Als Theaterstück womöglich sehenswerter : ).
Was es bedeutet, ein guter Mensch zu sein und ob dies überhaupt möglich ist.
Zum zweiten Mal las ich nun dieses Stück. Es ist eines meiner Lieblinge. Die Handlung ist packend und gibt genug Raum für eigene Gefühle und Empfindungen. Auch das Ende lässt einen selbst urteilen und regt stark zum nachdenken an. Für mich ist es zeitlos und ein Sinnbild für die (heutige) Gesellschaft. Ich werde es noch häufiger lesen! Klare Empfehlung und auch ein tolles Einstiegswerk in diese Form der Literatur. Doch auch für jene, die versuchen, „gut“ zu sein und die damit zusammenhängenden Schwierigkeiten kennen. Also: ein psychologisches grandioses Werk! ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Ist es möglich ein vollständig guter Mensch zu sein?📚
MEINUNG: Obwohl ich das Buch nur aufgrund des Deutschunterrichtes gelesen habe, hat es mir sehr gefallen.🥰 Es wurde immer wieder Spannung aufgebaut und man fragte sich wie es wohl weitergehen soll. Bertolt Brecht veranschaulichte auch sehr gut, dass es fast unmöglich ist, ein guter Mensch zu sein und trotzdem menschenwürdig zu leben.😔 Die Menschen sind einfach zu gierig und wenn man ihnen den kleinen Finger reicht, wollen sie gleich die ganze Hand. Ich mochte, dass er seine Leser zum Nachdenken anregen wollte und zumindest bei mir hat das auch funktioniert.📚💭

Eine nicht ganz pflegeleichte Kapitalismuskritik mit einigen tollen Einfällen
Es gibt die Schullektüren, auf die man sich richtig freut - und es gibt diejenigen, vor denen es einem schon im Vorfeld graut. Auf dieses Werk trifft beides nicht komplett zu, denn auf der einen Seite ist die Frage nach dem, was einen „guten Menschen“ ausmacht und inwiefern es möglich ist, durchgehend „gut“ zu handeln, sehr universell und interessant zu lesen. Auch die Konzeption des Epischen Theaters ist sehr spannend und wie ich finde schon etwas, von dem Schüler zumindest einmal einen Eindruck bekommen haben sollten. Teilweise sind die Figuren hier aber auch sehr überzeichnet und absurd, was intendiert sein mag, aber den Zugang zum Werk auch erschwert. Und manches wirkt ehrlicherweise auch schon ein wenig „oll“, gerade für jüngere Menschen.
Instagram lesen_mit_jonas Bertolt Brecht - ,,Der gute Mensch von Sezuan" Geschrieben wurde das Stück 1938-1940. Aufgeführt erstmals am 4.2.1943 in Zürich. Drei Götter kommen auf die Erde, um nach einem guten Menschen zu suchen. Nach einer langen Reise kommen sie in der Provinz Sezuan an (China). Sie suchen eine Unterkunft für eine Nacht und fragen einen Wasserträger nach seinem Rat. Dieser macht sich auf die Suche, aber er wird ständig abgewiesen. Zuletzt kommen die drei Götter bei der Prostituierten ,,Shen Te" unter, die selber nicht viel besitzt. Als Dank schenken ihr die Götter Geld, um einen Laden für Tabakwaren zu eröffnen. ,,Te" Verspricht ab sofort stets ein guter Mensch zu sein. Mit dem neuen Vermögen kommen viele Menschen in den Laden, die häufig um Geld, Essen oder Unterkunft bitten. ,,Shen" versucht allen gerecht zu werden, kommt dabei aber häufig in große Schwierigkeiten durch ihren guten Willen. Viele Menschen sind nur darauf aus, sie auszunutzen. Die Götter beobachten das Geschehen von außen und ziehen ihre Schlüsse daraus. Brecht begeistert mich immer wieder mit seinen kritischen gesellschaftlichen Werken. So hat auch dieser mir gefallen. Die Geschichte hält dem Leser den Spiegel vor Augen. Klare Kritik am Kapitalismus wird hier eindeutig. Wer nichts leisten kann, wird verstoßen und geächtet. Ein tolles und heute mehr denn je ein hochaktuelles Theaterstück. Leseempfehlung

FÜR DEN DEUTSCH LK GELESEN ich muss zugeben, dass es am Anfang etwas gedauert hat, bis ich es verstanden habe, habe mir dann aber eine Playmobil Version davon angeschaut und sofort verstanden! fand es auch von der Sprache Recht einfach zu verstehen, obwohl es aus 1938 stammt! all in all würde ich sagen, dass es eine gute Lektüre, mit wichtiger Message ist.
Ich musste dieses Stück als Lektüre in der Schule lesen. Leider konnte ich Shen Te überhaupt nicht leiden und war irgendwann wirklich genervt von ihr. Die drei Götter allerdings haben die Geschichte meiner Meinung nach aufgelockert und die Zwischenspiele mit Ihnen haben mir gefallen. Alles in allem kann ich sagen, dass ich schon Lektüren gelesen habe, die mir besser gefallen haben. Wenn man aber ein Liebhaber von Brechts epischen Theater ist bin ich mir sicher, dass einem dieses Sezenendram sehr gefallen wird.
Habe ich einen seltsamen Binge-Leseanfall hier gehabt? Eventuell. Ist es super nerdig? Definitiv. Jaaaa. Was soll ich sagen, ich liebe die Kapitalismuskritik, dass der Schluss so ist wie er ist, dass das Problem gesehen wird aber die Mächtigen, die den Eindruck vermitteln, dass sie versuchen etwas zu verändern und auch können, einfach alles so belassen wie es ist. Hab schon schlechtere Dinge für den Unterricht lesen müssen (Faust?!)
Habs gelesen, weil ich den Dialog zwischen Yang Sun und Shen Te im Unterricht spiele. Ich freue mich auf Sun (auch wenn er ein großes Arschloch ist). Ansonsten war das Stück belehrend wie sonst was. "Und wenn sie nicht gestorben sind..." Plus lieber Brecht, leider sind Frauen verkleidet als Mann bisschen langweilig, offensichtlich Probleme aufzeigend. Aber man muss ihms lassen, zu seiner Zeit, ein gutes Stück. Ich kam schnell durch, habe mich unterhalten gefühlt aber auch sehr wütend, aber genau das soll es ja auch irgendwie. 2,5 Sterne :)
Joah..eher meh
Im Großen und Ganzen ist das Drama nicht das Beste 🫠. Ich bin kein Fan von den eintönigen Charakteren und ihren Entwicklungen (alle Charaktere sind auf ihre eigene Weise shady). Shen Te und Shui Ta ist ein Konzept, das ich gerne mögen würde, aber irgendwie werden wir in diesem Leben keine Freunde. ABER Am Ende des Tages gab es deutlich schlechtere Bücher, die ich für die Schule lesen musste . (Ich gucke dich an, „One of Us Is Lying"🙃). Und meine zwei in der Klausur hält mich davon ab,ein größerer Hater zu sein.
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Protagonist(s)
Pace
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Bertolt Brecht wurde am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren und starb am 14. August 1956 in Berlin. Von 1917 bis 1918 studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München Naturwissenschaften, Medizin und Literatur. Sein Studium musste er allerdings bereits im Jahr 1918 unterbrechen, da er in einem Augsburger Lazarett als Sanitätssoldat eingesetzt wurde. Bereits während seines Studiums begann Brecht Theaterstücke zu schreiben. Ab 1922 arbeitete er als Dramaturg an den Münchener Kammerspielen. Von 1924 bis 1926 war er Regisseur an Max Reinhardts Deutschem Theater in Berlin. 1933 verließ Brecht mit seiner Familie und Freunden Berlin und flüchtete über Prag, Wien und Zürich nach Dänemark, später nach Schweden, Finnland und in die USA. Neben Dramen schrieb Brecht auch Beiträge für mehrere Emigrantenzeitschriften in Prag, Paris und Amsterdam. 1948 kehrte er aus dem Exil nach Berlin zurück, wo er bis zu seinem Tod als Autor und Regisseur tätig war.
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Das war wohl nix
Eines der Schulbücher die ich wirklich nicht interesaant fand. Ich habe es schon vor ein paar Jahren gelesen und bin immer noch der gleichen Meinung. Ich fand die Handlung einfach uninteressant. Versteht mich nicht falsch es gibt solche alten Bücher die ich nicht schlecht finde. Aber dieses gehört wirklich zu denen die ich hoffentlich nie wieder lesen muss.
„Eurem Bruder wird Gewalt angetan, und ihr kneift die Augen zu!”
Eine der wenigen Schullektüren, die mich tatsächlich über längere Zeit zum Nachdenken angeregt hat. Wie kann man in einer kapitalistischen Welt gut sein und gleichzeitig überleben? Diese Frage soll uns die Hauptprotagonisten Shen Te beantworten. Zu Beginn verkörpert Shen Te in dem Drama die Heldinnenfigur. Eine Prostituierte als Heldin der Geschichte? — klingt recht Paradox. Doch Brecht wählt bewusst eine Prostituierte — eine Figur, die gesellschaftlich verachtet wird — und macht gerade sie zum moralischsten Menschen des Dramas. Dies erinnert mich an Sonja Marmeladowa aus Dostoyevskys „Schuld und Sühne”, was ich echt spannend fand. Die Menschen von Sezuan sind sehr auf Eigenprofit fokussiert. Dabei geht jegliche moralische Gewissheit verloren. Empathie, Liebe, Vertrauen und Respekt sind vollkommen durch Geld zu ersetzen. Es ist eine Welt von Egoismus, Entmenschlichung und Ungerechtigkeit. Nächstenliebe erscheint in dieser Welt beinahe wie ein Fehler. Die Götter erscheinen selbst widersprüchlich und sind sich uneinig. Obwohl sie ein moralisches Gesetz vertreten, scheinen sie es nicht konsequent anzuwenden. Vielmehr sind auch sie selbst daran gebunden. Gerade das wirkt paradox — fast ungöttlich. Dadurch verlieren sie ihre Autorität, und Shen Te bleibt letztlich ohne Orientierung zurück. Vielleicht ist dies eine Anspielung auf das trinitarische Beziehungsgeschehen durch Vater, Sohn und Geist. Um zur Frage zurückzukehren, inwiefern man im Kapitalismus moralisch gut leben kann: Brecht beantwortet diese Frage letztlich pessimistisch. So verwandelt sich Shen Te — nachdem sie etliche Male ausgenutzt und ausgeraubt wurde — in die Rolle des Shui Tas: ein Charakter des Dramas, der ebenso alle um sich ausbeutet, nur für seinen Selbstzweck. Dies verdeutlicht Shen Tes Zweifel und ihre existenzielle Not. Muss der Mensch im Kapitalismus eine Maske tragen, um zu überleben? Aber niemand ist wirklich „böse“. Viele handeln aus Not, so auch Shen Te. Dadurch wird das System selbst zum eigentlichen Gegner, an dem letztlich auch Shen Te scheitert. Brechts „Der gute Mensch von Sezuan” überzeugte mich weniger durch die Dramastruktur, sondern vielmehr durch die Botschaft dahinter. Die Handlung wirkte oft eher funktional als wirklich hinreißend. Am Ende bleibt keine klare Antwort oder Erlösung zurück. Brecht entlässt den Menschen mit einer moralischen Unsicherheit — fast wie in der modernen Existenzphilosophie. Die Frage bleibt offen, ob man in einer schlechten Welt überhaupt gut bleiben kann, ohne daran zu zerbrechen. Gerade deshalb wirkt das Drama in gewissen Kontexten noch heute aktuell: Freundlichkeit existiert oft nur, solange sie nichts kostet, Beziehungen werden nach Nutzen bewertet und Moral gerät unter Leistungsdruck. Während Kant Moral als universell gültige Pflicht versteht, zeigt Brecht, dass diese Pflicht in einer ungerechten Welt zur Selbstzerstörung und zu existenziellen Konflikten führen kann. Shen Tes Konflikt erscheint dadurch wie ein Spiegel moderner Gesellschaft. Zudem vermittelt das Stück ein ständiges Gefühl von Instabilität, Anpassungsdruck und Orientierungslosigkeit. Im Zusammenhang mit Brechts Exil während der NS-Zeit erhält diese Atmosphäre eine zusätzliche Bedeutung. So bleibt weniger die Handlung selbst im Kopf als vielmehr die unangenehme Erkenntnis, wie nah diese Welt der eigenen ist.

Der gute Mensch von Sezuan - Zwischen Moral und Überleben
„Der gute Mensch von Sezuan“ ist ein Parabelstück, das häufig in der Oberstufe behandelt wird, da es zentrale gesellschaftliche Fragen thematisiert. Im Mittelpunkt steht Shen Te, die von drei Göttern als guter Mensch ausgewählt wird. Trotz ihrer Hilfsbereitschaft gerät sie immer wieder in Schwierigkeiten, weil andere ihre Gutmütigkeit ausnutzen. Um wirtschaftlich bestehen zu können, erfindet sie die Figur des harten Cousins Shui Ta. Dadurch entsteht ein starker Gegensatz zwischen Mitgefühl und Durchsetzungsfähigkeit. Das Stück zeigt, wie schwer es ist, in einer ungerechten Welt moralisch zu handeln. Armut, Abhängigkeit und soziale Ungleichheit prägen die Handlung. Besonders auffällig ist das offene Ende, das keine klare Lösung bietet. Stattdessen bleibt die Frage bestehen, ob ein Mensch unter solchen Bedingungen überhaupt dauerhaft gut sein kann. Teilweise wirkt das Drama sachlich und distanziert, was es anspruchsvoll macht. Dennoch bietet es viele Möglichkeiten zur Analyse von Figuren, Motiven und gesellschaftlicher Kritik. Insgesamt ist „Der gute Mensch von Sezuan“ eine tiefgründige und diskussionsreiche Schullektüre, die wichtige ethische und soziale Themen behandelt, auch wenn sie stellenweise etwas nüchtern erscheint. Von mir 6 von 10 P.

Gut und Böse
War mal was anderes, was ich so nicht kannte. Sehr gewöhnungsbedürftig etwas so zu lesen, das wie ein Theaterstück geschrieben ist. Inhaltlich war es ganz gut, ab und zu etwas verwirrend wegen der Schreibweise und das mit den Göttern war auch etwas komisch. Dachte immer die sind nur im Traum zu sehen, aber wohl doch nicht. Ich würde solche Bücher nicht unbedingt öfter lesen, finde es eher anstrengend.
Dieses Buch wird nicht umsonst Parabelstück genannt.
Dieses Buch hat mir, dafür dass es eine Schullektüre ist, außerordentlich gut gefallen. Es konnte auf alle Fälle die beabsichtigte Nachricht rüberbringen. Der Schreibstil war angenehm und ich konnte der Handlung gut folgen. Für alle, die gerne Klassiker lesen, sehr zu empfehlen.

Interessantes nachdenkliches Stück
Das Stück „der gute Mensch von Sezuan“ von Bertolt Brecht, hat mir sehr gut gefallen. Ich habe dieses Buch unter anderem im Deutschunterricht durchgenommen und bin dafür auch echt dankbar, da ich dadurch das Buch noch besser verstehe. Die Ausgangssituation und das durchgehende Wissen, das Shen Te nur durch gut sein, nicht überleben kann, regt einen zum nachdenken an. Ich habe davor noch nie ein episches Theater gelesen, und bin von diesem echt überzeugt. Einem fallen natürlich die sehr starken, kapitalistischen Kritiken auf, da Bertolt Brecht, ja ein Befürworter des Kommunismus war, aber auch die chinesische Philosophie von Yin und Yang sind vorzufinden. Insgesamt finde ich das Stück sehr gelungen, und vor allem der offene Epilog hat mich zum nachdenken gebracht, wie kann man in einer schlechten Welt gut sein, ohne selber zu Grunde zu gehen?
Gut sein reicht nicht 💔 – ein zeitloses Drama über Menschlichkeit und Überleben
Ich habe Der gute Mensch von Sezuan das erste Mal in der Schule gelesen – und ehrlich gesagt war ich ziemlich überrascht, wie leicht und flüssig sich dieses doch recht alte Werk lesen lässt 📖. Die Sprache ist klar, und auch wenn hier und da ein ungewohntes Wort auftaucht, versteht man den Text insgesamt sehr gut. Was mich besonders berührt und zum Nachdenken gebracht hat, ist die zentrale Botschaft des Stücks: Wie schwer es eigentlich ist, ein guter Mensch zu sein und trotzdem in dieser Welt zu bestehen 💭. An der Figur Shen Te sieht man sehr deutlich, wie sehr Menschen zwischen Mitgefühl und Selbstschutz hin- und hergerissen werden. Das fühlt sich manchmal fast traurig an, weil man merkt, dass gute Absichten allein oft nicht ausreichen. Trotz der ernsten Themen ist das Buch nicht langweilig. Im Gegenteil: Durch einen kleinen Plot-Twist wird die Geschichte sogar richtig spannend 😯. Außerdem ist das Stück recht kurz, was es in meinen Augen perfekt für den Schulunterricht macht – man wird nicht erschlagen, sondern kann sich gut auf die Handlung und die Aussage konzentrieren. Insgesamt fand ich das Buch überraschend interessant und auch emotional stärker, als ich es erwartet hätte. Es regt zum Nachdenken an und bleibt einem im Kopf, selbst nachdem man es beendet hat ✨.
Klassiker mit wichtiger Botschaft, aber nicht mein Fall
Es geht um den moralischen Konflikt einer Frau, die versucht in einer ungerechten Welt, gut zu bleiben. Sie will anderen helfen, wird aber ausgenutzt. Ich habe das Buch zufällig in einem Bücherregal auf der Straße entdeckt und wollte dem Klassiker eine Chance geben. Ich konnte aber nicht so wirklich was damit anfangen.

Insgesamt ist „Der gute Mensch von Sezuan“ ein sehr lesenswertes Werk, das ich jedem empfehlen würde, der sich für Literatur mit Tiefgang interessiert.
„Der gute Mensch von Sezuan“ von Bertolt Brecht ist ein interessantes Theaterstück, das zum Nachdenken anregt. Am Anfang braucht man etwas Zeit, um in die Handlung hineinzukommen, doch es lohnt sich. Die besondere Schreibweise und die Dialoge machen das Stück lebendig. Es behandelt wichtige Fragen darüber, ob man in der Welt wirklich gut sein kann. Das Buch ist nicht zu lang und gut lesbar. Vor allem das Ende ist sehr gelungen. Insgesamt würde ich das Werk jedem empfehlen.
Interessante Dramenform
Ich persönlich bin einfach kein großer Fan von Dramen, jedoch ist dieses recht interessant, da Berthold Brecht eine neue Form des Dramas erfunden hat. Bei dieser versucht er durch Distanz zum Publikum, dieses zum nachdenken anzuregen und sich weniger auf Spannung zu fokussieren. Der Gedanke hinter dem Drama ist ebenfalls recht gut rüber gebracht. Allerdings bin ich einfach kein Fan von Dramen deshalb nur 3,5 Sterne.
Da ich kein Fan von Dramen bin bekommt das Buch nur drei Sterne von mir. Allerdings hat mir der Inhalt sehr gut gefallen und ich fand die Ideen wirklich spannend. Das Buch regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. Das Ende fand ich allerdings nicht ganz so überzeugend, da es weder richtig abgeschlossen, noch offen ist.
Die meisten haben schon mal von diesem Buch gehört. Der Klassiker von Berthold Brecht ist sehr berühmt und veranschaulicht das Denken der Gesellschaft. Im Vordergrund dieser Geschichte steht die Moral. Es wird die Frage in den Raum geworfen, ob es auf dieser Erde überhaupt einen guten Menschen gibt. Wie soll man gut sein, obwohl alles so teuer ist? Was zeichnet einen guten Menschen aus? Ist es überhaupt möglich, ein guter Mensch zu sein? Die Erkenntnis: Jeder Mensch braucht eine solche doppelte oder gespaltene Persönlichkeit, um in dieser Welt zu überleben. Shen Te ist wie jeder Mensch ein Opfer ihrer Umstände, aber sie ist trotz dieses Lebens eine gute Seele. Doch dann merkt sie, dass das nicht funktioniert. Ihre bis dahin aufrecht erhaltene Gutmütigkeit ist rein und unmittelbar. Es ist eine naive und gedankenlose Güte, eine, die nicht vorausplant, die nicht berücksichtigt, dass andere Menschen vielleicht nicht gut sind, und das macht es anderen natürlich leicht, sie auszunutzen. Die Güte von Shen Te ist daher unmöglich aufrechtzuerhalten. Brecht zeigt uns, dass ein Mensch nicht nur ein guter oder nur ein schlechter Mensch sein kann. Shen Te steht für Güte und moralische Reinheit, die so radikal sind, dass sie unrealistisch und unvereinbar mit der heutigen Welt sind. Shui Ta steht für gesunden Menschenverstand, wie ihn die kapitalistische Gesellschaft verlangt, aber da er ein verdorbenes Herz hat, endet er an der Grenze zur Grausamkeit. Brecht mag einer der innovativsten und einflussreichsten Dramatiker des 20. Jahrhunderts gewesen sein, aber sein Hauptanliegen war es, das Publikum zuerst zum Nachdenken zu bringen, anstatt es einfach auf einer emotionalen Ebene anzusprechen. Das Werk, welches er als überzeugter Kommunist in den schwierigen Jahren seines Exils während der Nazizeit geschrieben hat, ist sowohl eine wichtige Reflexion über das Verborgene des Bösen als auch eine scharfe Anklage gegen die Verwerfungen des Kapitalismus, der auch dank der Kriegsordnung seinen Höhepunkt erreicht hat. Das Ende des Stückes ist relativ offen. So wird der Leser zum Nachdenken angeregt. Berthold Brecht erschafft mit diesem Werk ein Stück, dass nachklingt. Ein Stück, dass nachdenklich macht und den Leser über Gesellschaft, Moralvorstellungen und das Gut und Böse grübeln lässt. Alles in allem fand ich, dass dieses Stück dem Leser ein sehr interessantes Aufeinanderprallen von Idealismus und düsterer Realität präsentiert. Es scheint, als ob das Gute eine Menge Pragmatismus und Lebenserfahrung braucht, um nicht zu scheitern. Und um zu verstehen, dass jede Handlung Konsequenzen hat, selbst die, die im Moment gut erscheinen mag. Die gute Tat, die man jetzt vollbringt, könnte es einem in Zukunft sehr viel schwerer machen, weiterhin Gutes zu tun (vor allem, wenn man sein ganzes Geld verschenkt).
Wahrscheinlich besser als Theaterstück
Leider verliert das Buch für mich nach einem anfänglich interessanten Einstieg in die Geschichte schnell an Rückenwind. Shen Te wird zum Spielball aller um sie herum (das ist Teil der Parabel)… für mich verliert es jedoch nach ca. 2/3 an Fahrt und man hätte die Geschichte für mich auch in weniger Sätzen transportieren können. Als Theaterstück womöglich sehenswerter : ).
Was es bedeutet, ein guter Mensch zu sein und ob dies überhaupt möglich ist.
Zum zweiten Mal las ich nun dieses Stück. Es ist eines meiner Lieblinge. Die Handlung ist packend und gibt genug Raum für eigene Gefühle und Empfindungen. Auch das Ende lässt einen selbst urteilen und regt stark zum nachdenken an. Für mich ist es zeitlos und ein Sinnbild für die (heutige) Gesellschaft. Ich werde es noch häufiger lesen! Klare Empfehlung und auch ein tolles Einstiegswerk in diese Form der Literatur. Doch auch für jene, die versuchen, „gut“ zu sein und die damit zusammenhängenden Schwierigkeiten kennen. Also: ein psychologisches grandioses Werk! ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Ist es möglich ein vollständig guter Mensch zu sein?📚
MEINUNG: Obwohl ich das Buch nur aufgrund des Deutschunterrichtes gelesen habe, hat es mir sehr gefallen.🥰 Es wurde immer wieder Spannung aufgebaut und man fragte sich wie es wohl weitergehen soll. Bertolt Brecht veranschaulichte auch sehr gut, dass es fast unmöglich ist, ein guter Mensch zu sein und trotzdem menschenwürdig zu leben.😔 Die Menschen sind einfach zu gierig und wenn man ihnen den kleinen Finger reicht, wollen sie gleich die ganze Hand. Ich mochte, dass er seine Leser zum Nachdenken anregen wollte und zumindest bei mir hat das auch funktioniert.📚💭

Eine nicht ganz pflegeleichte Kapitalismuskritik mit einigen tollen Einfällen
Es gibt die Schullektüren, auf die man sich richtig freut - und es gibt diejenigen, vor denen es einem schon im Vorfeld graut. Auf dieses Werk trifft beides nicht komplett zu, denn auf der einen Seite ist die Frage nach dem, was einen „guten Menschen“ ausmacht und inwiefern es möglich ist, durchgehend „gut“ zu handeln, sehr universell und interessant zu lesen. Auch die Konzeption des Epischen Theaters ist sehr spannend und wie ich finde schon etwas, von dem Schüler zumindest einmal einen Eindruck bekommen haben sollten. Teilweise sind die Figuren hier aber auch sehr überzeichnet und absurd, was intendiert sein mag, aber den Zugang zum Werk auch erschwert. Und manches wirkt ehrlicherweise auch schon ein wenig „oll“, gerade für jüngere Menschen.
Instagram lesen_mit_jonas Bertolt Brecht - ,,Der gute Mensch von Sezuan" Geschrieben wurde das Stück 1938-1940. Aufgeführt erstmals am 4.2.1943 in Zürich. Drei Götter kommen auf die Erde, um nach einem guten Menschen zu suchen. Nach einer langen Reise kommen sie in der Provinz Sezuan an (China). Sie suchen eine Unterkunft für eine Nacht und fragen einen Wasserträger nach seinem Rat. Dieser macht sich auf die Suche, aber er wird ständig abgewiesen. Zuletzt kommen die drei Götter bei der Prostituierten ,,Shen Te" unter, die selber nicht viel besitzt. Als Dank schenken ihr die Götter Geld, um einen Laden für Tabakwaren zu eröffnen. ,,Te" Verspricht ab sofort stets ein guter Mensch zu sein. Mit dem neuen Vermögen kommen viele Menschen in den Laden, die häufig um Geld, Essen oder Unterkunft bitten. ,,Shen" versucht allen gerecht zu werden, kommt dabei aber häufig in große Schwierigkeiten durch ihren guten Willen. Viele Menschen sind nur darauf aus, sie auszunutzen. Die Götter beobachten das Geschehen von außen und ziehen ihre Schlüsse daraus. Brecht begeistert mich immer wieder mit seinen kritischen gesellschaftlichen Werken. So hat auch dieser mir gefallen. Die Geschichte hält dem Leser den Spiegel vor Augen. Klare Kritik am Kapitalismus wird hier eindeutig. Wer nichts leisten kann, wird verstoßen und geächtet. Ein tolles und heute mehr denn je ein hochaktuelles Theaterstück. Leseempfehlung

FÜR DEN DEUTSCH LK GELESEN ich muss zugeben, dass es am Anfang etwas gedauert hat, bis ich es verstanden habe, habe mir dann aber eine Playmobil Version davon angeschaut und sofort verstanden! fand es auch von der Sprache Recht einfach zu verstehen, obwohl es aus 1938 stammt! all in all würde ich sagen, dass es eine gute Lektüre, mit wichtiger Message ist.
Ich musste dieses Stück als Lektüre in der Schule lesen. Leider konnte ich Shen Te überhaupt nicht leiden und war irgendwann wirklich genervt von ihr. Die drei Götter allerdings haben die Geschichte meiner Meinung nach aufgelockert und die Zwischenspiele mit Ihnen haben mir gefallen. Alles in allem kann ich sagen, dass ich schon Lektüren gelesen habe, die mir besser gefallen haben. Wenn man aber ein Liebhaber von Brechts epischen Theater ist bin ich mir sicher, dass einem dieses Sezenendram sehr gefallen wird.
Habe ich einen seltsamen Binge-Leseanfall hier gehabt? Eventuell. Ist es super nerdig? Definitiv. Jaaaa. Was soll ich sagen, ich liebe die Kapitalismuskritik, dass der Schluss so ist wie er ist, dass das Problem gesehen wird aber die Mächtigen, die den Eindruck vermitteln, dass sie versuchen etwas zu verändern und auch können, einfach alles so belassen wie es ist. Hab schon schlechtere Dinge für den Unterricht lesen müssen (Faust?!)
Habs gelesen, weil ich den Dialog zwischen Yang Sun und Shen Te im Unterricht spiele. Ich freue mich auf Sun (auch wenn er ein großes Arschloch ist). Ansonsten war das Stück belehrend wie sonst was. "Und wenn sie nicht gestorben sind..." Plus lieber Brecht, leider sind Frauen verkleidet als Mann bisschen langweilig, offensichtlich Probleme aufzeigend. Aber man muss ihms lassen, zu seiner Zeit, ein gutes Stück. Ich kam schnell durch, habe mich unterhalten gefühlt aber auch sehr wütend, aber genau das soll es ja auch irgendwie. 2,5 Sterne :)
Joah..eher meh
Im Großen und Ganzen ist das Drama nicht das Beste 🫠. Ich bin kein Fan von den eintönigen Charakteren und ihren Entwicklungen (alle Charaktere sind auf ihre eigene Weise shady). Shen Te und Shui Ta ist ein Konzept, das ich gerne mögen würde, aber irgendwie werden wir in diesem Leben keine Freunde. ABER Am Ende des Tages gab es deutlich schlechtere Bücher, die ich für die Schule lesen musste . (Ich gucke dich an, „One of Us Is Lying"🙃). Und meine zwei in der Klausur hält mich davon ab,ein größerer Hater zu sein.








































