Noir

Noir

Softcover
2.952
SeelenloseDepressionVerlustMonsieur Samedi

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Description

Er fürchtet den Tod. Sie das Leben

Nino glaubte einen Schwarm Fische zu sehen, die aus einem Haus an der ¬Kreuzung weiter vorne ausbrachen. Doch es waren keine Fische. Es war ein Regen blitzender Scherben. Und dann flog etwas Größeres hinterher, ein – Seine Mutter schrie. Sein Vater riss das Lenkrad herum, Arme und Beine schlugen mit einem bösartigen Krachen auf die Heckscheibe. Ein blutiges Gesicht zertrümmerte die Scheibe. Seine Eltern zersprangen in Glassplitter und Farb¬spritzer und reifenquietschenden, zähnefletschenden Schmerz.

Stille.

So tief wie ein Sahnekuchen mit vielen, vielen Schichten. Wenn man genau hineinlauschte in diese Stille, erkannte man, dass sie aus Abermillionen feiner Stimmen bestand, so wie das Nichts genauso gut voller Schneeflocken sein konnte. Er blickte auf einen Fluss, hinter dem nichts war. Seine Eltern gingen über das Wasser und wurden immer durchsichtiger, bis ihre Stimmen in der Stille versanken und das Nichts sie aufgenommen hatte. Er wollte ihnen hinterher, aber er konnte den Fluss nicht betreten. Andere Leute waren da, unzählige Leute, und alle schritten über die stillen Fluten. Er merkte, dass er nicht der Einzige war, der am Ufer stand. Neben ihm war das Gesicht, das die Heck¬scheibe zertrümmert hatte. Das Gesicht war sehr schön.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Softcover
Pages
384
Price
10.30 €

Author Description

Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren.Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, mit zehn folgte das erste Drehbuch, mit dreizehn ihr erster Roman. Seit ihrem literarischen Debüt «Nijura – das Erbe der Elfenkrone» gilt sie als eine der größten Entdeckungen der letzten Jahre. Nach einem Filmstudium an der New York University lebt Jenny-Mai Nuyen heute in Berlin, studiert Philosophie und widmet sich dem Schreiben.

Posts

7
All
4

Ich frage mich, was für ein Mädchen sie einmal war und wie unsere Beziehung unter anderen Umständen hätte aussehen können. Aber an dieser Vorstellung hängen so viele klirrende Wenns, dass wir beide gar nicht mehr wir selbst wären und sie deshalb an Relevanz verliert. 🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟

Dieses Buch finde ich unglaublich schwer zu bewerten da ich, um ehrlich zu sein, dass Ende nicht ganz verstanden habe. Also irgendwie schon aber eben irgendwie auch nicht. Das ist schwer zu erklären. Ich wußte nicht recht was mich in dieser Geschichte erwartet, dass Buch habe ich in einer Brockenstube gekauft. Und ich mag Überraschungen! Und hier wurde ich überrascht. Die Autorin hat einen unglaublich schönen und tollen Schreibstil. Das war das beste am Buch. Auch die ganze Geschichte an sich ist sehr spannend und gut aufgebaut. Ich wollte immer wissen wie es weiter geht und was mit Nino und Noir passiert. Wird er den Tod überwinden? Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und deswegen auch die relativ hohe Bewertung. Auch wenn sich für mich das Ende nicht ganz erschließt. Aber ich habe definitiv vor, andere Bücher von Jenny-Mai Nuyen zu lesen.

Ich frage mich, was für ein Mädchen sie einmal war und wie unsere Beziehung unter anderen Umständen hätte aussehen können. Aber an dieser Vorstellung hängen so viele klirrende Wenns, dass wir beide gar nicht mehr wir selbst wären und sie deshalb an Relevanz verliert. 

🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟🌟
4

Seit dem Autounfall, bei dem seine Eltern starben und den Nino Sorokin nur knapp und schwer verletzt überlebte, kann er erkennen, wann jemand sterben muss. Auch sein eigener Todeszeitpunkt ist ihm bekannt. Mit 24 Jahren wird er sterben, er weiß nicht warum und wie, aber dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, sein Schicksal zu ändern. Kurz vor seinem 24. Geburtstag stoßen Nino und seine Freunde auf einen mysteriösen Zirkel, der mit Gläserrücken unter Drogeneinfluss, Kontakt zum Jenseits aufnimmt. Bei Nino funkioniert das so erstaunlich gut, dass der undurchsichtige Meister und Mentor Monsieur Samedi auf Nino aufmerksam wird. Nino lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein, nicht zuletzt, weil die unnahbare Noir, ein zerbrechlich schönes Mädchen, das bei Monsieur Samedi lebt, eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf ihn ausübt. Als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand hielt, war ich sehr angetan von der schönen Aufmachung. Das Cover zeigt die zerbrochene Autoscheibe vom Unfall der Eltern. Dieses Motiv wiederholt sich im Buch als Ankündigung des zweiten Erzählstranges, der im JETZT aus der Ich-Perspektive Ninos erzählt. Der Haupterzählstrang findet in der dritten Person als Rückblende statt. Zum Ende des Buches finden die beiden Stränge zueinander und verschmelzen in der Gegenwart. Ich muss sagen, ich habe mich zu Anfang doch sehr schwer getan, in die Geschichte hineinzufinden. Die “Vorblenden” in das Jetzt habe ich nur schwerlich in einen Zusammenhang bringen können, sie haben mich eher verwirrt. Wirklich verstanden habe ich sie erst als ich sie nach Beenden des Buches noch einmal las. Der Schreibstil Jenny-Mai Nuyens ist toll, auch wenn ich teilweise das Gefühl hatte, dass sie in der Konstruktion der Sätze übertrieben hat. Manches las sich wie aus einem Schreibseminar und wirkte eher aufgesetzt. Das hat mich beim Lesen auch gestört, aber etwa ab der Hälfte wurde das Lesen angenehmer und flüssiger. Ab und zu verliert sich die Autorin auch ins Philosophische, was der Geschichte den Drive nimmt. Andererseits bleibt soviel Spannung, dass ich mich nicht aufs Nachdenken und Philosophieren einlassen konnte. Nicht nur die Protagonisten, sondern auch die Nebenfiguren des Buches sind plastisch und bleiben im Gedächtnis, auch wenn mir das Gefühl in der Beziehung zwischen Nino und Noir gefehlt hat. Der Begriff der Liebe muss irgendwie ein anderer sein als in meiner Vorstellung. dafür dass Nino jemand ist, “der lieben kann”, bleibt er mir zu oberflächlich und sowohl die Liebe zu seiner Schwester als auch die zu Noir bleibt mir zu blass und emotionslos. Ein wenig Schwieirgkeiten hatte ich auch mit dem sorglosen und unkritischen Umgang mit Drogen aller Art, auch wenn zum Ende des Buches klarer wird, warum Drogen und Zigaretten eine zentrale Rolle spielen müssen. Bis dahin wirkt es eher verherrlichend, was ich für bedenklich halte. Hat man “Noir” erst einmal gelesen, ist es richtig gut, man muss nur dranbleiben. Vieles erschließt sich wirklich erst ganz zum Schluss und ich denke auch, dass “Noir” ein Buch ist, das man zweimal lesen muss. Ich kann mir gut vorstellen, das man dann mehr Muße hat, Jenny-Mai Nuyens Gedanken zu Leben, Seele, Unendlichkeit und dem “Tropfen im großen Fluss” besser zu folgen. © Tintenhain www.tintenhain.de

3.5

Starker Anfang, fesselnder Schreibstil, interessante Themen aber leider hat sich das Buch irgendwann in eine Richtung entwickelt die ich nicht erwartet und nicht ganz verstanden habe.

Das erste was ich mich gefragt habe, als ich das Buch anfing zu lesen war, warum ich nicht schon früher ein Buch von Jenny-Mai Nuyen gelesen habe, denn ihr Schreibstil fesselte mich sofort. Ich fand den Charakter von Nino sehr gut ausgearbeitet und interessant dargestellt. Ich mochte die Art und Weiße wie die Autorin die Dinge beschreibt und wie nachdenklich Nino oftmals erschien. Dank dem interessanten Schreibstil der Autorin fand ich also schnell einen Draht zu Nino und flog quasi gerade zu durch die erste Hälfte des Buches. Auch vom Thema war ich sehr angetan und ich habe spannend verfolgt wie Nino herauszufinden versucht, wie er seinen eigenen Tod verhindert oder was mit ihm passieren wird. Ich fand es sehr spannend zu lesen welche Überlegungen und Theorien die Figuren zu Seelen, dem Leben und dem Tod an sich hatten und auch die Gabe(n) der Figuren hat mich fasziniert. Das Nino den Tod anderer sehen kann hat mich schon auf dem Klappentext angesprochen und mich erst dazu bewegt das Buch zu lesen, allerdings hätte es davon für mich auch etwas mehr sein dürfen. Zwischendurch gab es immer wieder Kapitel, die anders als das Buch nicht aus der Erzählperspektive, sondern aus der "Du" Perspektive geschrieben wurden und nicht in der Vergangenheit spielten, sondern im "Jetzt". Was für mich sehr verwirrend war, weil ich direkt angesprochen wurde, was mich aber dann nicht groß störte und mein einziger Kritikpunkt gewesen wäre, wenn sich die Geschichte so weiterentwickelt hätte. In der zweiten Hälfte des Buches dann, als Noir eine immer größer werdende Rolle spielte, wurde das Buch für mich dann schwächer. Noir war zu Anfang noch sehr geheimnisvoll, was noch recht spannend war, doch sobald die beiden sich näher kamen änderte die Geschichte irgendwie komplett die Richtung, von dem was ich so spannend fand, hin zu einer Storyline die ich nicht wirklich verstand. Vielleicht fehlt mir dazu genügend Interpretationsvermögen aber das ruinierte mir ein bisschen das Buch, auch einfach weil ich diese Wendung überhaupt nicht kommen sah und nicht erwartet hätte. Ich habe so gespannt die Seelentransplantation verfolgt, das ich den Absprung in die Sucht nicht richtig mitbekommen habe. Ich denke schon, das die Wendung einen Sinn hatte und ich kann nicht mal ganz behaupten das ich Ninos Handlungen nicht nachvollziehen konnte, denn irgendwie macht es Sinn. Trotzdem bleibe ich am Ende mit einem großen Fragezeichen zurück. Vielleicht weil ich nicht genug Interpretationsvermögen habe, vielleicht weil ich gar nicht interpretieren möchte, vielleicht weil ich einfach nur verwirrt bin und mit dem Ende nicht ganz so zufrieden. Trotzdem hat das Buch Eindruck hinterlassen und ich habe Ninos Geschichte gerne gelesen und verfolgt. Ich mochte die Handlung, zumindest in der ersten Hälfte des Buches, fand die Grundidee interessant und liebte den Schreibstil, weswegen das definitiv nicht mein letztes Buch der Autorin war.

Starker Anfang, fesselnder Schreibstil, interessante Themen  aber leider hat sich das Buch irgendwann in eine Richtung entwickelt die ich nicht erwartet und nicht ganz verstanden habe.
0.5

Das war nix.

Es ist einfach nix so wirklich passiert. Garnicht meins kann ich nicht empfehlen

Das war nix.
2

Zu Beginn meiner Rezension muss ich mich gleich entschuldigen, da meine bei weitem nicht so gut ausfallen wird, wie die der vielen anderen Leser. Während des Lesens habe ich mir immer wieder Rezensionen anderer Jenny-Mai Nuyen Fans durchgelesen und etwa 90% aller Leser liebten dieses Buch. Sie konnten kaum genug davon bekommen, haben Nächte durchgelesen, nur um zu wissen, wie es mit dieser Geschichte weiter geht. Und obwohl Jenny-Mai Nuyen zu meinen absoluten Lieblingen gehört, ist dies bei mir nicht der Fall. Die Idee an sich finde ich sehr interessant. Würde ich das nicht tun, hätte ich mir das Buch wahrscheinlich gar nicht gekauft. Es war nicht der Name der Autorin der mich dazu verleitet hat, dieses Buch zu kaufen, sondern der Inhalt des Klappentextes. Scheinbar jedoch habe ich mir hinsichtlich der Umsetzung etwas ganz anderes vorgestellt. Der Schreibstil ist wieder einfach wunderbar. Es ist so unglaublich beeindruckend, mit welchem Talent Jenny-Mai Nuyen es schafft, mit Worten zu spielen. Sie hat so eine wunderbare Art zu schreiben, dass man gleich ins Träumen gerät und die Autorin schlichtweg darum beneidet, so unglaublich talentiert zu sein. Sie kann mit Worten umgehen, weiß was sie in welchem Augenblick zu sagen hat. Sie schafft es, Situationen auf so wunderbare Art und Weise miteinander zu verbinden, dass es den Anschein macht, die Situationen wären aus dem wahren Leben gegriffen, trotz der vielen Fantasyelemente. Und obwohl ich ihren Schreibstil einfach liebe konnte mich diese Geschichte nicht so fesseln, dass ich dieses Verlangen verspürte, weiter lesen zu müssen. Irgendwie erschien mir die Geschichte an sich doch etwas oberflächlich. Nino hat diese unglaublich außergewöhnliche Gabe. Er sieht, wann und woran ein Mensch stirbt. Leider jedoch kam mir diese Gabe zu kurz. Im Ganzen war mir die Geschichte viel zu kurzlebig. Man lernt kaum etwas über Nino oder die anderen Protagonisten. Man lernt weder deren Charakter richtig kennen, noch erfährt man viel über deren Leben, Träume, Wünsche und Gedanken. Alles worum es in der Geschichte geht, ist das Gläserrücken und eine verrückte Droge. Nicht mal Noir, in die Nino sich so unsterblich verliebt, kommt häufig genug in dem Buch darin vor, als das man es als eine richtige Liebesgeschichte bezeichnen könnte. Erst gegen Ende lernen sich die beiden richtig kennen und schließlich lieben, doch dann ist das Buch schon fast vorüber. Leider spielt genau das, was im Klappentext beschrieben ist, eine recht kleine Rolle, was mich doch sehr enttäuscht hat, da ich mich gerade auf diese Punkte gefreut hatte. Das Buch zog sich viel zu sehr, Spannung war kaum vorhanden und trotz der interessanten Idee, gefiel mir die Umsetzung der Geschichte nicht gut genug, um ihr total zu verfallen; so wie es bei den anderen Geschichten von Jenny-Mai Nuyen der Fall gewesen war. Es tut mir in der Seele weh, keine bessere Rezension schreiben zu können, da Jenny-Mai auf jeden Fall zu meinen literarischen Vorbildern gehört und ich sie unglaublich bewundere, trotz allem muss ich mir treu bleiben, ehrlich sein und meine Meinung auch dementsprechend versuchen, in Worte zu fassen. Fazit: Alles in allem konnte mich das Buch leider nicht überzeugen. Allerdings glaube ich, dass ich nur zu einer Minderheit gehöre und die Mehrheit dieses Buch vergöttert, weshalb ich mir sicher bin, dass ich dieses Buch an Fantasyfans weiterempfehlen würde. Für mich persönlich war es leider kein Highlight, trotz des unglaublich guten Schreibstils.

4

Super

Hat mir gut gefallen

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